latest developments:
In Germany we now have an ultimate extreme case: the death of two children in series, both with SSPE, both infections caused by the very same incident, both are victims of a pair of German anti-vaccinationists.
The German pediatricians' society has a web-site, where they publish this message:
http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=2836&nodeid=26
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addendum, 15.4.2008
In der DDR konnte man mit politischer Macht Impfungen wesentlich schneller durchsetzen. Man konnte - und man tat es.
So wurde die DDR zu einem Musterfall, der klar belegt, daß einige Behauptungen der Impfgegner eindeutig Lügen sind.
Die Situation in Deutschland ist durch die Lügen der Impfgegner so pervers, daß es "Überlebensbibeln" gibt für Ausländer, die nach Deutschland kommen.
Der "Spiegel" hat eine solche Bibel in seiner Web-Site. Darin heißt es am Beginn:
------------------------------------------------------------------------------- English Site > Under the Scope > Germany Survival Bible June 1, 2006 VACCINE-PHOBIA Get Wild at a Measles Party Imagine being invited to a party where the sole purpose is to infect your child with measles. It's actually not all that uncommon in Germany. But then, many in the country are afraid of vaccines. [...] -------------------------------------------------------------------------------Die Gesundheitsorganisation der Americas warnte zu der 2006 stattfindenden Fußballweltmeisterschaft vor der Masern-Epedemie in Deutschland:
Zwei Jahre sind seitdem vergangen, jetzt ist es wieder soweit. Ein Masernausbruch, wie man ihn in der Schweiz seit über 10 Jahren nicht hatte, erfaßt das Land, auch in Österreich und Deutschland werden die Masern verbreitet. Die "Brandherde" sind mit einander verbunden...Durch Tourismus werden die Masern exportiert. Auch nach Kanada, USA, Südamerika. Und wieder gibt es eine Fußballmeisterschaft.
2007 starben in Deutschland 2 Kinder wegen des Masernausbruchs 2006.
Anfragen von Kinderärzten und Ämtern und Behörden sind willkommen.
Für sie steht weiteres Hintergrundmaterial bereit.Aribert Deckers
15.4.2008
Links:
Ein Forum über Sabotage des Gesundheitssystems
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/
Hurra, wir haben einen Impfschaden!
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=3674
Masern in Salzburg: Staatsanwaltschaft ermittelt im Waldorfschulen-Skandal
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=3620
Und deswegen sterben Kinder
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/board.php?boardid=9
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=2451
Ein Forum über Impfgegner
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/board.php?boardid=10
Warum ein Mädchen starb
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=1236
Offener Brief an den österreichischen Justizminister
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=3637
Soll ich sie "zur Sau machen"?
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=2565
"die weltweit größte paläontologische Impfgegnersammlung der Welt"
http://www.kidmed.de/forum/index.php
Hintergrundmaterial
Kriminalfall "Alternativer Impfplan"
22.1.2007
Vorwort Alternativer Impfplan der Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen (Dr. med Albonico) Die Lügen des "Alternativen Impfplans der Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen (Dr. med Albonico)" Kritik in der Schweiz Lügen mit Statistik Seriöse Quellen über Keuchhusten und Haemophilus influenzae (Hib) Gesundheitsfürsorge im Kindesalter, 1925 Aenderung 22.1.2007 Seriöse Quellen über Hepatitis B Aktuelle Mediziner-Ausbildung Kritik in der Schweizer Ärzteschaft Zwischenbilanz Hinweis auf bessere hygienische und ernährungsspezifische Situation Die "Supplementa" des Schweizer "Bundesamt für Gesundheit" (BAG) Was geht vor im Kopf eines "Arztes"? Ergaenzung 22.1.2007 Einführung der Masernimpfung in der DDR Schon wieder ein Skandal bei der Bayerischen Ärztekammer Lügenschleuder AEGIS Zu der algerischen "Impf"-Sache Die große Statistik: Tot durch Masern Das tödliche Komplott des Andrew Wakefield Ein Lehrstück über Strategie und Tarnung Tony Blair supports quackery and fraud Die Tarnung "Ich bin aber gar kein Impfgegner" Die Tarnung Verein "Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung" Patientin, 7 Jahre alt, was tun? Die Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe Die Epidemie in Coburg, 2001/2002 Eltern als Täter Bioterrorismus: Vorsätzlich Kinder als lebende Bomben einsetzen Gesetze in Deutschland und Österreich Mitten dabei unter Ärzten: Hausfrauen als Experten Im Bericht des Verfassungsschutzes: Sekten und der braune Rand Eine Lektion zur Strategie Putative Notwehr und die Grenzen der freien Meinungsäußerung Abgründe... Juristische Aspekte beim Impfen Impfen, ein einträgliches Geschäft... Petra Fabri-Richters: "Der Mensch holt sich die Krankheit, die er braucht." Die "Wissenschaftlichkeit" des Sandkastenbäckers im Mondenschein Großversuch mit voraussichtlich mehr als 20 Toten Rassismus und abgrundtiefe Dämlichkeit über den Tod hinaus Internationale Warnung für Touristen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland Kuhgehörnte Empfangsantennen Schlußwort: eine Betrachtung über Keuchhusten Anhang Beschlüsse des 109. Deutschen Ärztetags 23.-26. Mai 2006, Magdeburg Der Impfplan 2006 Österreich Der staatliche Impfplan in Großbritannien Statistik: Geburtsraten weltweit Säuglingssterblichkeit weltweit Statistik: Fruchtbarkeit, weltweit Reklame der Demeter: Asche!
Vorwort Das Wort "Lüge" liegt Manchen im Magen. Sie finden es zu hart. Sie meinen, man sollte statt des Worts "Lüge" das "bessere" Wort "Unwahrheit" benutzen.
Aber es sind Lügen. Lügen sind falsche Aussagen wider besseres Wissen. Es sind KEINE Unwahrheiten! Wenn jemand aus Versehen oder wegen eines Mißverständnisses etwas sagt, das nicht der Wahrheit entspricht, dann sagt er eine Unwahrheit. Aber wir haben es im folgenden Bericht mit Lügen zu tun, die einzig und allein aus Sektenwahn und/oder niederen Beweggründen (Gier) in geheimen Zirkeln gebraut werden.
Diejenigen, die später die Lügen weiterverbreiten, glauben meist, was sie da erzählen. Darum sind es aus deren Sicht auch keine Lügen.
Die Urheber und die wissentlichen Verbreiter der Lügen erzählen nicht aus Versehen etwas Falsches, sondern in voller Absicht. Man kann ihnen sogar zusehen, wie sie ihre Lügen zurechtsägen, -feilen, -biegen.
Die Überbringer der Lügen sind Opfer. Aber nur so lange, wie ihnen die Wahrheit noch nicht bekannt ist! Spätestens dann, wenn man ihnen die Wahrheit erklärt hat, und sie dennoch von ihrem Tun nicht ablassen, sind sie aktive Täter.
Es reicht nicht zu schreiben, dies oder jenes sei unwahr. Damit verschwiege man den entscheidenden Punkt - und würde dadurch selbst wissentlich die Unwahrheit sagen, also lügen.
Die Aufweichung der Sprache ist das wichtigste Konditionierungswerkzeug der Demagogen. Eine halbe Wahrheit ist nicht selten eine ganze Lüge. Die kann tödlich sein. Oft genug ist sie es. Wir reden hier über Leid, Elend, Siechtum, und über Tote.
Die Sprache ist eine Waffe - und man muß über diese Waffe informieren. Sonst steht man mit leeren Händen da gegen wilde Horden von von langer Hand nach Plan nahkampfdurchtrainierten Tätern. Das wäre Selbstmord.
Seien Sie auf der Hut vor "Political Correctness", denn das ist eine Zerstörung der Sprache mit dem Ziel, daß man bestimmte Dinge nicht mehr beschreiben kann, weil Einem die Wörter dafür fehlen.
Es gibt Untersuchungen, wonach Menschen, denen Wörter fehlen, nicht richtig denken können. Es ändert die Hirnstruktur...
Lügen sind Lügen!
Diese Lügen sind Teil eines Verbrechens, das Tag für Tag begangen wird an Kindern. Und an Erwachsenen. In unserem Land. Und in anderen Ländern. Es ist das Verbrechen "alternativer Impfplan". Und der ist Teil eines noch größeren Verbrechens.
Alternativer Impfplan der "Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen" (Dr. med Albonico) Mitte 2005 veröffentlichte die "Schweizer Ärztezeitung", herausgegeben vom "EMH Schweizerischen Ärzteverlag AG", Basel, einen Artikel von Claire-Anne Siegrist, Christoph Aebi, Daniel Desgrandchamps, Ulrich Heininger und Bernard Vaudaux - einen Artikel, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt, wie bereits der Titel zeigt: "Konsistent unrichtige Informationen".
Autoren und Verlag haben mir freundlicherweise die Erlaubnis zur Wiedergabe des Artikels erteilt: "Konsistent unrichtige Informationen" (http://www.ariplex.com/ama/ama_im18.htm)
Dieser Artikel hat eine Vorgeschichte. Diese Vorgeschichte läßt sich über mehrere Jahre verfolgen in Form von Zeitschriftenartikeln und Forumsberichten. Es offenbart sich der Kriminalfall "Alternativer Impfplan der Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen (Dr. med Albonico)".
Eine frühe Fundstelle ist "Gesundheit Sprechstunde Nr. 18/02: S. 27".
Der Ringier-Verlag hat mir freundlicherweise ein Exemplar des betreffenden Hefts geschenkt.
BILD: "Gesundheit Sprechstunde, Heft Nr. 18, 2002
Aus diesem Beweisstück zitiere ich als Scan den Kasten auf Seite 27, in dem sowohl der Plan der STIKO als auch der "alternative" Plan wiedergegeben sind:
BILD: "Gesundheit Sprechstunde, Nr. 18, 2002, Seite 27:
Impfplan der Schweizer STIKO, "Alternativer Impfplan der Arbeitsgruppe
für differenzierte Impfungen (Dr. med Albonico)"
In einer Impfgegner-Web-Site wird dort wie folgt zitiert:
-------------------------------------------------------------------------------
17.9.2002
In der Schweiz hat sich eine Ärztegruppe um Dr. med Albonico
gebildet, die sich zur Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen
zusammengeschlossen haben.
Diese Gruppe lehnt die Empfehlungen des BAG ab und empfiehlt
einen alternativen Impfplan, der sich an den individuellen
Bedürfnissen der Kinder ausrichtet.
Alternativer Impfplan der Arbeitsgruppe für differenzierte
Impfungen (Dr. med Albonico)
Gesundheit Sprechstunde Nr18/02: S. 27
Alter Impfung gegen
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ab 3. Lebensmonat Keuchhusten
(ausnahmsweise, wenn Kind in eine Kindergrippe geht)
3 Wiederholungen im Abstand von 2 Monaten
Hib
(ausnahmsweise, wenn Kind in eine Kindergrippe geht)
3 Wiederholungen im Abstand von 2Monaten
7-13. Lebensmonat Diphterie/Tetanus Gundimmunisierung
7-13. Lebensmonat Diphterie/Tetanus II
12 Monate später Diphterie/Tetanus III
18-24. Lebensmonat evtl. Auffrischung Hib
18-24. Lebensmonat evtl. Auffrischung Keuchhusten
2.-3. Lebensjahr Polio
12.-14. Lebensjahr Masern
(falls das Kind die Masern noch nicht durchgemacht hat;
im Zweifelsfall Titer bestimmen lassen)
12.-14. Lebensjahr Röteln
(nur bei Mädchen, sofern sie die Röteln noch nicht
durchgemacht haben;
im Zweifelsfall Titer bestimmen lassen)
12.-14. Lebensjahr Mumps
(nur bei Jungen, sofern sie den Mumps noch nicht
durchgemacht haben;
im Zweifelsfall Titer bestimmen lassen)
Jugendliche Hepatitis B
(nur wer zu einer Risikogruppe gehört)
-------------------------------------------------------------------------------
Nicht nur in der Schweiz, sondern vor allem auch im Ausland wird dieser Text verbreitet, sogar in Ungarn - einschließlich der Fehler:
------------------------------------------------------------------------------- 17.9.2002 Alternato?=v olto?=si napto?=r Az alo?=bbiakban a vo?=doolto?=sokban gondol-kodo?=k, de a jelenlegi magyar olto?=si nap-to?=rt elutaso?=to?=k talo?=lhatnak ro?=szleteket egy svo?=jci orvoscsoport munko?=jo?=bo?=l. Talo?=n mo?=r honlapunk anyagaibo?=l is kito?= nik, hogy alkalmazo?=sa hazo?=nkban (no?=metorszo?=gi minto?=ra a vo?=laszhato?=so?=g lehetoso?=go?=t fel-ko?=no?=lva) mio?=rt is lenne o?=ldo?=sos. Svo?=jcban egy orvoscsoport gyo?=lt Dr. med. Albonico köro?=, akik munka-csoportto?= szervezodve egy differencio?=lt olto?=si terv kidolgozo?=so?=t to?=zto?=k ki co?=lul. Ez a csoport elutaso?=tja a BAG (Bundesamt für Gesundheit) javaslatait, o?=s egy alternato?=v olto?=si napto?=rt javasol, amely a gyermekek egyo?=ni igo?=nyein alapul. (Gesundheit Sprechstunde Nr.18/02 S. 27) Kor A következo betegso?=gek elleni olto?=s a 3. ho?=napto?=l Szamo?=rköhögo?=s (Pertussis): csak kivo?=teles esetben, ha a gyermek bölcsodo?=be kerül; ho?=rom ismo?=tlo?=s 2 ho?=napos szünetekkel Hib: csak kivo?=teles esetben, ha a gyermek bölcsodo?=be kerül; ho?=rom ismo?=tlo?=s 2 ho?=napos szünetekkel 7-13. ho?=nap Difto?=ria/Tetanusz alapimmunizo?=lo?=s 7-13. ho?=nap Difto?=ria/Tetanusz II 12 ho?=nappal ko?=sobb Difto?=ria/Tetanusz III 18-24. ho?=napto?=l esetleges Hib-felfrisso?=to?=s 18-24. ho?=napto?=l esetleges szamo?=rköhögo?=s-felfrisso?=to?=s 12.-14. o?=v Kanyaro?=: amennyiben a gyermek mo?=g nem kapta meg a betegso?=get, ko?=tso?=ges esetben meg kell hato?=rozni a titert 12.-14. o?=v Ro?=zsahimlo (rubeola): csak lo?=nyokno?=l, amennyiben mo?=g nem kapta meg a betegso?=get, ko?=tso?=ges esetben meg kell hato?=rozni a titert 12.-14. o?=v Mumpsz: csak fio?=kno?=l, amennyiben mo?=g nem kapta meg a betegso?=get, ko?=tso?=ges esetben meg kell hato?=rozni a titert Fiatalok Hepatitis B: csak, ha valaki egy riziko?=csoporthoz tartozik Forro?=s: www.impfschaden.info -------------------------------------------------------------------------------
Gnadenlos wird der lebensgefährliche Unsinn der Herrschaften Albonico und Co. nachgebetet - einschließlich der Übertragungs- und Tippfehler...
Die Lügen des "Alternativen Impfplans der Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen (Dr. med Albonico)" im einzelnen, hier zitiert aus dem Original in "Gesundheit Sprechstunde", Nr. 18, 2002, Seite 27:
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ab 3. Lebensmonat Keuchhusten
(ausnahmsweise, wenn ein Kind in die Krippe geht)
Drei Wiederholungen im Abstand von zwei Monaten
ab 3. Lebensmonat Haemophilus influenzae b
(ausnahmsweise, wenn Kind in die Krippe geht)
Drei Wiederholungen im Abstand von zwei Monaten
7-13. Lebensmonat DT I Diphterie/Tetanus
(Gundimmunisierung)
7-13. Lebensmonat DT II
(1 bis 2 Monate nach DT I)
12 Monate später Diphterie/Tetanus III
18-24. Lebensmonat evtl. Auffrischung Haemophilus influenzae b
18-24. Lebensmonat evtl. Auffrischung Keuchhusten
2.-3. Lebensjahr Poliomyelitis
(Grundimmunisierung, von Schluckimpfung wird abgeraten)
12.-14. Lebensjahr Masern
(sofern das Kind die Masern noch nicht durchgemacht hat,
im Zweifelsfall Antikörpertest machen lassen)
12.-14. Lebensjahr Röteln
(nur Mädchen, sofern sie die Röteln noch nicht
durchgemacht haben, im Zweifelsfall Antikörpertest
machen lassen)
12.-14. Lebensjahr Mumps
(nur Knaben, sofern sie den Mumps noch nicht
durchgemacht haben, im Zweifelsfall Antikörpertest
machen lassen)
Jugendliche HBV
Die Hepatitis-B-Impfung lässt nur machen,
wer einer Risikogruppe angehört
(also wer Drogen spritzt, wechselnde Sexualpartner hat)
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Bei Keuchhusten und Hib werden die Kinder grundsätzlich den Krankheiten zum Fraß vorgeworfen. Ausnahmen gibt es nur, wenn Regreß zu befürchten ist: "ausnahmsweise, wenn Kind in die Krippe geht".
Hib (Haemophilus influenzae B) ist alles andere als harmlos: Dieser Erreger verursacht eine schwere Meningitis (Gehirnhautentzündung) mit Häufigkeitsgipfel in den ersten 2 Lebensjahren (hohes Sterberisiko). Durch die Impfung konnte die Zahl der Erkrankungen und vor allem der Todesfälle deutlich gesenkt werden. Außerdem sind die Kinder vor Lungen-, Mittelohr- und einer schwer verlaufenden Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) durch den gleichen Erreger geschützt.
Bevor vor etwa 1992 diese Impfung eingeführt wurde, erlitten etwa 1600
Säuglinge pro Jahr in Deutschland eine schwere Hirnhautentzündung,
etwa 200 starben daran, etwa 400 hatten danach einen bleibenden Hirnschaden.
Seit etwa 90 % der Säuglinge gegen Hib geimpft werden, ist die
Erkankungszahl auf etwa 20 pro Jahr gesunken, nicht gerechnet die anderen
schweren Hib-Krankheiten wie Epiglottitis (schwerer Krupp) und
Lungenentzündung.
[Quelle: C. Hofmann, klinische Pharmakologin, in einem Medizinforum]
Gegen Hepatitis (eine Krankheit mit einer Todesrate von 50 Prozent) wird ein Kind nur geschützt, wenn es zu einer "Risikogruppe" gehört. Wer ist das heute nicht!? Doch DIESE Information läßt sich ja wieder wegbiegen und weglügen, wie es dem jeweiligen Indoktrinator ins Konzept paßt...
Tatsache ist - laut Zahlen aus der Schweiz -, daß bei Hepatitis B lediglich 1/4 der Erkrankten aus einer Risikogruppe sind, 3/4 der Erkrankten aber NICHT aus aus einer Risikogruppe!
Bei Mumps und Röteln ist es wahrhaft "liberal", nur die eine Gruppe zu impfen - und auch die nur bedingt - und die andere nicht. Alleine der Trick mit der Auswahl (nur Mädchen oder nur Jungen, also jeweils rund 50 Prozent der Kinder) sorgt dafür, daß die eine Hälfte der Kinder der Krankheit anheim fällt - und sie als Infektionsquelle frei herumlaufen. Und er sichert den Impfgegnern, daß die Durchimpfungsraten unter 50 Prozent der Bewölkerung liegen. Das ist WEIT unterhalb der notwendigen 95 Prozent - damit ist garantiert, daß die Krankheiten auch weiter grassieren können.
Bei Masern, Mumps und Röteln wird laut Albonico und Co. nur dann geimpft, wenn das Kind der Krankheit noch nicht anheim fiel. Man wartet geradezu versessen darauf, daß das Kind Opfer der Krankheit wird. Wenn dann - verdammtes Schicksal! - das Kind NOCH IMMER nicht infiziert wurde, dann - und nur dann - wird gnädigerweise geimpft. Ein subatomares Feigenblatt, um sich nicht gänzlich dem Vorwurf des religiösen Menschenopferns von Kindern auszusetzen.
Die Altersgrenze bei Masern, Mumps und Röteln ist ein teuflischer Trick: Rund 90 Prozent der Erkrankungen finden innerhalb der ersten 12-14 Lebensjahre statt. Noch deutlicher KANN man gar nicht zeigen, daß Albonico und seine Mittäter mit aller Macht WOLLEN, daß die Kindern diese Krankheiten erleiden.
Nehmen wir den Masern-Ausbruch von Coburg als Beispiel. Über den
berichten Stephan Arenz, Helen Kalies, Maria-Sabine Ludwig,
Wolfgang Hautmann, Anette Siedler, Bernhard Liebl, Gabi Morlock,
Rüdiger von Kries in
"Der Masernausbruch in Coburg: Was lässt sich daraus lernen?"
(Deutsches Ärzteblatt 100, Ausgabe 49 vom 05.12.2003,
Seite A-3245 / B-2698 / C-2521):
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=39670
Sie fanden im Fall Coburg diese Altersverteilung:
------------------------------------------------------------------------------- Altersverteilung der aus Stadt und Landkreis Coburg zwischen November 2001 und 2002 gemeldeten Masernfälle: Alter n<= 1.190 Prozent ------------------------------------------------------- < 1 Jahr 23 2 1-4 Jahre 382 32 5-9 Jahre 465 39 10-14 Jahre 21 18 15-19 Jahre 60 5 >=20 Jahre 48 4 Fehlende Werte n=1 erschienen im Deutschen Ärzteblatt 49 vom 5.12.2003 -------------------------------------------------------------------------------
891 Erkrankte waren jünger als 15 Jahre. Das sind 75 Prozent.
Als Vergleich dazu ein Beispiel aus der Vorimpfaera:
-------------------------------------------------------------------------------
Altersverteilung der Masernerkrankungen nach Prausnitz (Graz 1905-1908)
0-1 Jahr 4,5 Prozent
1-5 Jahre 36,8 Prozent
6-10 Jahre 50,6 Prozent
11-15 Jahre 5,1 Prozent
über 15 Jahre 3,0 Prozent
-------------------------------------------------------------------------------
Vor dem 11. Lebensjahr: 91,9 Prozent
Vor dem 16. Lebensjahr: 97 Prozent
Aufgrund der hohen Infektuosität der Masern-Viren hatten nahezu 100 Prozent der Bevölkerung Masern. Deswegen entspricht diese Verteilung der Gesamtverteilung in der Bevölkerung.
Auf den Punkt Altersverteilung werde ich später zurückkommen.
In der Impfgegner-Web-Site wurde die Tabelle laut dortigem Datumsvermerk am 17.9.2002 veröffentlicht. Rund 1 Jahr später schlägt der Fall Wellen, als die Stiftung Konsumentenschutz eben solches Material von Albonico et al verwendet und eine Broschüre produziert.
Zu dieser Broschüre schrieb der Wissenschaftsjournalist Reto Kohler in der Schweizer "Weltwoche" einen Artikel, der in der Web-Site der UNI Fribourg wiedergegeben ist:
------------------------------------------------------------------------------- Gesundheit - Einseitige Kampagne Reto Kohler (Die Weltwoche, 31.12.2003), Mon, 5 Jan 2004 Falsche Zitate, irrefuehrende Argumente: Eine Broschuere der Stiftung fuer Konsumentenschutz liest sich wie ein Pamphlet gegen Impfungen. Jetzt schaltet sich der Bund ein. Im Norden Nigerias wuetet die Kinderlaehmung. Die Epidemie breitet sich schnell aus und bedroht Leib und Leben von 15 Millionen Kindern in der Umgebung. Mit einer spektakulaeren Impfkampagne wollte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Krankheit bis Ende 2004 ausrotten. Doch daraus wird jetzt nichts. Islamische Fuehrer in Nigeria vermuten hinter dem Impfprogramm eine Verschwoerung der USA und haben die Anstrengungen der WHO verboten. "Wir haben gute Gruende zu glauben, dass der Polio-Impfstoff mit Viren verseucht ist, die Aids und Krebs verursachen", sagte Datti Ahmed, Arzt und Praesident des Obersten Rates fuer islamische Rechtsprechung, der britischen BBC. Der Impfstoff mache zudem unfruchtbar, fuegte Ahmed an, das habe er im Internet gelesen. Gut moeglich, dass Ahmed bald fuer Vortragsreihen in die Schweiz eingeladen wird. Sein Tonfall und seine Argumente treffen genau den Geschmack der hiesigen Impfgegner. Und gerade jetzt wird auf die Impfung, die wohl erfolgreichste Technik der modernen Medizin, wieder aus allen Rohren geschossen. Die Wahrheit bleibt dabei oft auf der Strecke. Auch die Verantwortlichen der Stiftung fuer Konsumentenschutz (SKS) haben gemerkt, dass Impfungen ein Reizthema sind. Seit rund drei Jahren gibt die Stiftung eine Informationsbroschuere heraus. o?=Impfen - Grundlagen fuer einen persoenlichen Impfentscheido?= heisst sie. Zurzeit ist die 4. Auflage des Werkes im Handel. 12 Franken fuer 63 Seiten Information. Das Heft findet reissenden Absatz. Es ist der Verkaufsrenner im Programm der SKS. Bisher gingen fast 16.000 Exemplare ueber den Ladentisch. Abnehmer sind vor allem Eltern und Arztpraxen. Die Autoren gehen auf alle wichtigen Aspekte der Impfproblematik ein. Sie liefern das Basiswissen zur Technologie, bieten einen geschichtlichen Abriss an und aeussern sich dann zu den haeufigsten Impfungen im Detail. Das Layout ist ansprechend. Alles schoen und gut, denkt sich der interessierte Leser. Doch der Schein truegt. Horrorszenarien Das Werk enthaelt zahlreiche Fehler. Die Art der Ungereimtheiten laesst den Verdacht aufkommen, dass sie eingefuehrt wurden, um Konsumenten glauben zu machen, Impfungen seien unnoetig - wenn nicht gar gefaehrlich. Die Autoren wechseln fliegend zwischen Informationsauftrag und Propaganda hin und her. Die Broschuere liest sich wie ein Manifest der Impfkritik. Offizieller Autor ist ein gewisser Hans-Peter Studer. Doch fuer den medizinischen Inhalt zeichnen die beiden Arzte Hansueli Albonico und Peter Klein verantwortlich. Beide sind Mitglieder einer Fach Vereinigung, die sich "Schweizerische Arbeitsgruppe fuer differenzierte Impfungen" nennt. Beide sind bekannte Impfkritiker. Von beiden wuerde man erwarten, dass sie mit einschlaegiger Fachliteratur umgehen koennen. Verfehlungen wie folgende sind deshalb schwer zu verstehen. Auf Seite 23 der Broschuere wollen die Autoren den Lesern aufzeigen, dass Impfungen gefaehrlich seien, weil sie in ein oekologisches Gleichgewicht eingreifen, das zwischen Mensch und Erreger herrsche. "Kein Geringerer als der anerkannte amerikanische Bakteriologe und Nobelpreistraeger Joshua Lederberg warnte sogar, dass mit weiteren grossen Katastrophen wie Aids zu rechnen sei, weil durch Massenimpfungen zu sehr in das natuerliche Verhaeltnis zwischen Krankheitserregern und Mensch eingegriffen werde", schreiben die Autoren. Ganz nach wissenschaftlicher Manier geben sie die Quelle des Zitats an, einen Artikel Lederbergs. Doch einen solchen Artikel hat Joshua Lederberg gar nie geschrieben. Der Literaturhinweis Nummer 46 der Impfbroschuere (J. Lederberg: Emerging viruses - emerging threat, in Science, 247,1990, S. 279-280) ist falsch. Geschrieben hat den Artikel nicht der renommierte Bakteriologe, sondern die Wissenschaftsjournalistin Barbara Culliton. Diese zitiert zwar tatsaechlich einige Aussagen des Nobelpreistraegers. Doch Lederberg geht mit keiner Silbe auf einen moeglichen Zusammenhang zwischen Massenimpfungen und Epidemien ein. Das Wort "Impfungen" faellt im ganzen Artikel kein einziges Mal. Der Beitrag behandelt ein voellig anderes Thema. Lederberg erlaeuterte der Journalistin in einem Interview, dass Krankheitsepidemien auch in Zukunft nicht ganz auszuschliessen seien, weil ab und zu neuartige Viren auftauchten, gegen die es kein probates Mittel gebe. Kein serioeser Wissenschaftler wuerde je behaupten, solche Epidemien haetten etwas mit dem Impfen zu tun. Denn fuer eine solche Theorie gibt es keine Beweise. Ein zweites, aehnlich gelagertes Beispiel zeigt auf, wie subtil die Autoren die Arbeiten anderer Forscher missinterpretieren. Auf Seite 22 suggerieren Albonico und Klein, dass Kinderkrankheiten gesund seien und uns vor Krebs und anderen Leiden zu schuetzen vermoegen: "Wenn sich das Immunsystem in der Kindheit nicht dank natuerlicher Herausforderungen gut und harmonisch entwickeln konnte oder durch allzu viele Impfungen sogar verwirrt wurde, bekundet es im Erwachsenenalter moeglicherweise Muehe, sich gegen entartete Krebszellen zu wehren. Oder aber es reagiert im Fall von Allergieerkrankungen uebersensibel und wendet sich moeglicherweise in Form von Autoimmunkrankheiten sogar gegen sich selbst." Als Beweis zitiert das Duo eine Arbeit von Herrn Albonico selber und die Publikation eines gewissen Jean-Francois Bach. Auf Krebserkrankungen geht der Franzose in seinem Text gar nicht ein. Stattdessen betont Bach ausdruecklich, man koenne die Verantwortung fuer die Entstehungen von Allergien nicht den Impfungen in die Schuhe schieben. Es gebe keine soliden Daten, die das bestaetigten. In der Tat konnte bisher keine Studie diesen Zusammenhang schluessig aufzeigen. Und der weit verbreitete Glaube, Kinderkrankheiten schuetzten uns vor Krebs, entbehrt ebenfalls jeder Grundlage, wie Beda Stadler, Professor fuer Immunologie an der Uni Bern, erklaert. Niemand konnte das beweisen. Im Gegenteil. Es sind nicht die Krankheiten, sondern die Impfungen, die vor Krebs schuetzen. Zum Beispiel jene gegen Hepatitis B. Manche Menschen, die diese Krankheit durchgemacht haben, entwickeln spaeter Leberkrebs. Eine Impfung kann das verhindern. "Rund 70 Unstimmigkeiten" Die falschen Literaturzitate sind ein Problem der Konsumentenschutz-Broschuere - aber nicht das schlimmste. Noch schwerer wiegt, dass die Autoren auf Schritt und Tritt an die Angst des Lesers appellieren. Auch hierbei scheuen sie sich nicht, mit irrefuehrenden Argumenten zu operieren. In einem Abschnitt warnen sie vor angeblich gefaehrlichen Inhaltsstoffen, die in Impfungen enthalten sein sollen: "Als besonders problematisch gilt das Thiomersal, eine quecksilberhaltige Verbindung, die [...] als Konservierungsmittel in einigen Totimpfstoffen nach wie vor enthalten und zugelassen ist!" Und weiter: "Vor allem Saeuglinge mit ihrem geringen Koerpergewicht koennen dadurch bei mehreren Impfungen direkt in den Organismus Quecksilberdosen erhalten, die im problematischen Bereich liegen." Mit ihren Worten suggerieren die Autoren, dass wir es hier mit einem besonders schwerwiegenden Problem zu tun haben. Nichts koennte falscher sein. Moderne Impfstoffe enthalten kein Quecksilber mehr. Die Praeparate, die das Bundesamt fuer Gesundheit im Impfplan fuer routinemaessige Schutzimpfungen von Saeuglingen vorsieht, sind seit drei Jahren quecksilberfrei, wie Urs Candrian von der Zulassungsstelle Swissmedic bestaetigt. Auch im Bundesamt fuer Gesundheit (BAG) ist man auf die vielen Fehler aufmerksam geworden, die das Heft enthaelt. Recherchen der Weltwoche ergaben, dass das BAG deshalb eigens einen unabhaengigen Experten damit beauftragt hat, die Broschuere minutioes zu analysieren. Ueber den Ausgang der Ermittlungen gibt man sich im BAG wortkarg. "Wir sind zurzeit in Verhandlungen mit der Stiftung fuer Konsumentenschutz und wollen kein Oel ins Feuer giessen", sagt Daniel Koch, Leiter der Sektion Impfung beim BAG. Den Bericht, den das Amt ueber die Impfbroschuere erstellt hat, rueckt er nicht heraus. Doch der Epidemiologe Dieter Stuerchler, der die Schrift fuer das BAG begutachtet hat, sagt, er habe auf den 63 Seiten "rund 70 Unstimmigkeiten" gefunden. Knapp 40 davon seien einseitige Informationen, unbelegte Behauptungen oder Aussagen, die weltweit anerkannten Expertenmeinungen widerspraechen, meint er. In der Schweiz darf grundsaetzlich jeder behaupten, was er will. Es herrscht Meinungsfreiheit. Im Fall der Stiftung fuer Konsumentenschutz stellt sich die Situation aber komplexer dar. Sie bezieht "ein paar vom Bund", wie es die Organisation auf ihrer Website umschreibt. 18 Prozent des Budgets werden mit Bundessubventionen bestritten. Sollte man von ihren Organen und Publikationen deshalb nicht eine gewisse Objektivitaet erwarten koennen? Wie kommt eine Organisation, die sich mit Steuergeldern finanziert, auf die Idee, ihre Ratgeber von Experten schreiben zu lassen, die klar parteiisch sind? Warum heuert sie nicht einen Impfkritiker und einen Impfbefuerworter an? Und warum kontrolliert sie nicht wenigstens die fachliche Qualitaet der Arbeit? Fragen an die Stiftungspraesidentin Simonetta Sommaruga. Das Ziel des Fuehrers sei es, aus einer differenziert-kritischen Sicht Entscheidungshilfen zur Verfuegung zu stellen, sagt Sommaruga. Viele Studien wuerden von der Pharmaindustrie mitfinanziert. In dieser Situation wolle die Stiftung Gegensteuer geben. An der Arbeit der Autoren habe sie nichts auszusetzen. "Sie haben sorgfaeltig recherchiert." Trotzdem raeumt sie ein, dass der Nobelpreistraeger Joshua Lederberg in besagtem Artikel nichts ueber Massenimpfungen sage. An anderer Stelle tue er das aber sehr wohl. Wieder zitieren die Konsumentenschuetzer nicht Lederberg, sondern eine Schrift des umstrittenen Impfgegners Neil Z. Miller. Zur Frage der Publikation des Franzosen Jean- Francois Bach wirft Sommaruga ein, dass der kausale Zusammenhang zwischen Autoimmunkrankheiten und Allergien auf der einen und den Impfungen auf der anderen Seite noch nicht geklaert sei. Hier seien dringend mehr Studien noetig. Doch gerade in juengster Zeit sind grosse, unabhaengige Studien erschienen, die auf diese Fragen eingingen. Keine konnte eine entsprechende Gefaehrdung nachweisen. Vielmehr zeigten sie auf, dass Impfungen Allergien vielleicht sogar verhindern. Dass Bach in seinem Text auch diese Moeglichkeit ausdruecklich erwaehnt, schreiben Albonico und Klein nicht. Des Weiteren gibt die Konsumentenschuetzerin zu, dass das Quecksilber aus den meisten Mehrfachimpfstoffen verschwunden sei. Sie macht aber geltend, dass immer noch einige Einzelimpfstoffe auf dem Markt seien, die Quecksilber enthielten. Das aendert aber nichts an der Tatsache: Ein Baby, das den normalen Impfplan durchlaeuft, nimmt kein Quecksilber auf. Von Dosen, die "im problematischen Bereich" liegen, kann also nicht die Rede sein. So gehen Albonico und Klein immer wieder konsequent auf Distanz zur Lehrmeinung. Etwa bei der Impfung gegen Kinderlaehmung: "Die schweizerische Arbeitsgruppe fuer differenzierte Impfungen erachtet es [...] als problematisch, das noch unreife fruehkindliche Nervensystem bereits vor der Sprachentwicklung neurotropen, das heisst das Nervensystem beeinflussenden Viren wie dem Poliovirus auszusetzen", schreiben sie auf Seite 43 des Fuehrers. Der Mythos lebt weiter Gerade im Fall von Polio werde deutlich, ueber wie viel solides Datenmaterial Experten verfuegten, sagt Fachmann Dieter Stuerchler. Die WHO gehe davon aus, dass weltweit etwa 80 Prozent der Neugeborenen in ihrem ersten Lebensjahr drei Polioimpfdosen erhielten. Insgesamt bedeute dies, dass jaehrlich ueber 200 Millionen Polio-Impfdosen verabreicht wuerden. Dabei habe sich gezeigt, dass gefaehrliche Nebenwirkungen bei weniger als einer pro 700.000 Impfungen vorkaemen. Aehnliche Rechnungen lassen sich auch fuer die anderen in der Schweiz ueblichen Saeuglingsimpfungen anstellen. Kaum eine andere medizinische Technik ist so erfolgreich wie die Impfung. Die WHO schaetzt, dass Impfungen global das Leben von rund drei Millionen Kindern retten -jaehrlich. Schaeden richtet man dabei fast keine an. Zwar haben Wissenschaftler in den vergangenen Jahren die unterschiedlichsten Verdachtsmomente gegen Impfungen geaeussett. Aber fast alle wurden in grossen Studien widerlegt. Was bleibt, ist die Angst, die dazu fuehrt, dass die Eltern ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. Und die werden dann krank. So geschehen bei der Masern-Mumps-Roeteln-Impfung. Der englische Arzt Andy Wakefield hatte 1998 den Verdacht geaeussert, sie koennte Autismus verursachen. In den vergangenen drei Jahren haben mehrere grosse, unabhaengige Studien diese Theorie schluessig widerlegt. Aber der Mythos lebt weiter. Deshalb sind rund 20 Prozent aller Kinder in der Schweiz nicht gegen Masern geimpft. Epidemien sind die Folge. In den ersten vier Monaten dieses Jahres erkrankten 300 Kinder in verschiedenen Teilen der Schweiz an Masern. 19 mussten ins Spital, bei 10 traten schwere Komplikationen auf, 6 hatten eine Lungenentzuendung, ein Kind erlitt eine Gehirnhautentzuendung. Ob diese Erfahrung wirklich entscheidend zur Reifung eines Kindes beitraegt, wie viele Impfgegner behaupten, sei dahingestellt. http://www.sichimpfen.ch http://www.bag.admin.ch Von Reto Kohler -------------------------------------------------------------------------------
Nehmen wir die von Reto Kohler genannten Zahlen:
In der Schweiz gab es 2003 einen Masern-Ausbruch mit 300 Kindern: 19 Kinder mußten ins Spital, bei 10 traten schwere Komplikationen auf, 6 hatten eine Lungenentzündung, 1 Kind erlitt eine Gehirnhautentzündung:
Vorfall Häufigkeit ----------------------------------------- ins Krankenhaus: 19:300 [= ca 6,3 Prozent] schwere Komplikationen: 1:30 [= ca 3 Prozent] Lungenentzündung: 1:50 [= ca 2 Prozent] Gehirnhautentzündung: 1:300 [= ca 0,3 Prozent]
Auch hier können wir vergleichen mit dem Fall Coburg. Gleiche Quelle wie oben (Stephan Arenz, Helen Kalies, Maria-Sabine Ludwig, Wolfgang Hautmann, Anette Siedler, Bernhard Liebl, Gabi Morlock, Rüdiger von Kries in "Der Masernausbruch in Coburg: Was lässt sich daraus lernen?" (Deutsches Ärzteblatt 100, Ausgabe 49 vom 05.12.2003, Seite A-3245 / B-2698 / C-2521))
Bitte beachten Sie, daß hier lediglich ein Drittel der Fälle aufgeführt wird. Hier wurden nur die 398 beantworteten Fragebogen ausgewertet:
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Komplikationen und stationäre Behandlung der Patienten mit Masern
entsprechend der klinischen Falldefinition nach Angaben im Fragebogen
Komplikationen Falldefinition erfüllt
n=398 Prozent
Stationäre Behandlung mit Komplikationen 21 5
davon:
-----------------------------------------------------------------
stationär mir Pneumonie 5 1
stationär mit Otitis media 6 2
stationär mir Pneumonie und Otitis media 3 1
stationär mit Fieberkrampf 1 0
stationär mit anderen Komplikationen 6 1
Ambulante Behandlung mit Komplikationen 92 23
davon:
-----------------------------------------------------------------
Pneumonie 9 2
Otitis media 73 18
Fieberkrampf 5 1
Pneumonie und Otitis media 3 1
Otitis media und Fieberkranpf 2 1
-------------------------------------------------------------------------------
Machen wir einen noch Vergleich, und zwar im Gebrauch von Statistik, beziehungsweise im Lügen mit Statistik. Hierzu zitiere ich aus einem Impfgegner-Forum das Zitat eines Pamphlets von Schweizer Homöopathen:
------------------------------------------------------------------------------- 26.05.04 11:21 Sollen wir unsere Kinder gegen Hepatitis-B impfen lassen? Homöo-News 1/99 Verein zur Förderung der klassischen Homöopathie Im Januar 1998 hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine neue Impfkampagne gestartet. Alle 11 - 15 jährigen Jugendliche sollen sich gegen Hepatilis-B impfen lassen. Hepatitis-B ist ein Virus, welches eine akute Leberentzündung auslösen kann. In ungefähr 5% der Fälle gelingt es dem Erkrankten nicht, das Virus aus dem Körper zu eliminieren. Er wird zum chronischen Virusträger und andere können sich theoretisch an ihm infizieren. Die Infektion geschieht über Blut- und Sexualkontakte. Realistisch rechnet man in der Schweiz mit höchstens 1000 Neuinfektionen pro Jahr (1), wovon wahrscheinlich weniger als 1% später an einer chronischen Leberzirrhose oder an einem Leberkarzinom erkranken und sterben. Das BAG geht von etwas höheren Zahlen aus. Würde in der Schweiz ein ganzer Schüler-Jahrgang von 85'000 Jugendlichen geimpft, hätten 84'900 Kinder davon keinen Vorteil. Sie würden aber unnötigerweise mit den Impfnebenwirkungen belastet (1). Schwere Impfnebenwirkungen sind u. a. Allergien, Multiple Sklerose und jugendlicher Diabetes. In Frankreich hat man aus diesem Grunde die Impfkampagne - nachdem sie bereits vier Jahre lief - wieder abgebrochen. Das bisherige offizielle Impfkonzept des BAG sah so aus, dass nur Risiko-Gruppen, d.h. medizinisches Personal, i.v. -Drogenkonsumenten und Neugeborene infizierter Mütter, geimpft wurden. Dadurch gelang es in den letzten fünf Jahren, die Anzahl der Neuinfizierten um die Hälfte zu reduzieren. 85'000 Jugendliche pro Jahr gegen Hepatitis-B zu impfen, kostet ungefähr 20 Millionen Franken. "Profitieren" davon könnten allerhöchstens 100 potentiell an Hepatitis-B-Neuerkrankte. Die Impfhersteller garantieren übrigens nur einen Impfschutz von fünf Jahren. Werden Elfjährige geimpft, sind sie vielleicht gar nicht mehr immunisiert, wenn sie wirklich ins risikoreiche Alter kommen. Wenn von einer Impfung weniger als jeder tausendste Geimpfte profitiert, alle anderen aber unnötigerweise einem Impfrisiko ausgesetzt werden, dürfen auch seltene Impfnebenwirkungen nicht ohne Weiteres akzeptiert werden (1). "Hepatitis B passiert den Jugendlichen nicht einfach - Hepatitis B holt man sich" (1). Hepatitis_B wird wie HIV (AIDS-Virus) über Blut- und Sexualkontakte übertragen. Erste Priorität aller Massnahmen muss nach meiner Ansicht die intensive Aufklärung der Jugendlichen über Hepatitis-B und AIDS haben.Insgesamt bringt die generelle Hepatitis-B-Impfung mehr Nachteile mit sich (1). Dagegen ist die konsequente Impfung der Risikogruppen sinnvoll und soll unbedingt beibehalten werden.Eine Frage bleibt laut Susan Boos von der Wochenzeitung vom 14.1.99 offen: Weshalb führt das BAG diese Hepatitis-B-Impfkampagne ausgerechnet jetzt durch - obwohl die Zahl der Erkrankten seit Jahren sukzessive sinkt? Ist es, weil die WHO schon lange eine generelle Hepatitis-Impfung fordert? Und weil die Schweiz mit dem BAG-Direktor Thomas Zeltner, so Susan Boos in ihrem Artikel, auf einen Sitz im Exekutivrat der WHO aspiriert? Oder ist es, damit die Firmen ihren neuen, gentechnisch teuer hergestellten Impfstoff sicher absetzen können? Dr. med. Emil Breu, Bern 1) Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen, Postfach, 3000 Bern 9, Dres. med. P. Klein und H. U. Albonico -------------------------------------------------------------------------------
Als Quelle (1) wird angegeben:
------------------------------------------------------------------------------- 1) Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen, Postfach, 3000 Bern 9, Dres. med. P. Klein und H. U. Albonico -------------------------------------------------------------------------------
Das ist exakt die Gruppe, die verantwortlich ist für den Kriminalfall "Alternativer Impfplan".
Die Zahlen und "Argumente" des Pamphlets "Sollen wir unsere Kinder gegen Hepatitis-B impfen lassen?", wiedergegeben in den "Homöo-News 1/99" des "Verein zur Förderung der klassischen Homöopathie" stammen von eben jenem Albonico und eben seinen Komplizen.
Sehen wir uns deren Lügen im Detail an. Denken Sie dabei daran, daß laut der Schweizer STIKO die Hepatitis-B-Impfung FÜR ALLE erfolgen soll ab 11. Lebensjahr bis SPÄTESTENS 15. Lebensjahr. Albonico et al wollen jedoch nur (siehe Zitat):
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Jugendliche HBV
Die Hepatitis-B-Impfung lässt nur machen,
wer einer Risikogruppe angehört
(also wer Drogen spritzt, wechselnde Sexualpartner hat)
-------------------------------------------------------------------------------
Der "Verein zur Förderung der klassischen Homöopathie" behauptet:
------------------------------------------------------------------------------- Realistisch rechnet man in der Schweiz mit höchstens 1000 Neuinfektionen pro Jahr (1), wovon wahrscheinlich weniger als 1% später an einer chronischen Leberzirrhose oder an einem Leberkarzinom erkranken und sterben. Das BAG geht von etwas höheren Zahlen aus. -------------------------------------------------------------------------------
Da werden "so nebenbei" eigene fiktive Zahlen eingeschmuggelt und die offiziellen Zahlen des BAG weder genannt noch korrekt berücksichtigt.
Die eigenen Zahlen der Homöopathen sind natürlich verharmlosend. Doch auch bei den verharmlosenden Zahlen erkranken 1000 Personen, wovon (wie man hier liest) 1 Prozent sterben. (Das "weniger als" lasse ich hier weg, es ist einer der vielen rhetorischen Tricks der Impfgegner.)
1 Prozent von 1000 sind 10 Tote. Diese 10 Toten lassen sich aber ziemlich sicher vermeiden durch eine Impfung!
Nehmen wir die andere Zahl, die (ebenfalls zu Anfang genannte) Angabe der 5 Prozent:
------------------------------------------------------------------------------- In ungefähr 5% der Fälle gelingt es dem Erkrankten nicht, das Virus aus dem Körper zu eliminieren. Er wird zum chronischen Virusträger und andere können sich theoretisch an ihm infizieren. -------------------------------------------------------------------------------
5 Prozent von 1000 sind 50 chronisch Infizierte. Chronisch infiziert zu sein ist eine sehr schwere Beeinträchtigung, das Leben wird Einem zerstört, sei es im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis - und auch falls man krank ist und zum Arzt oder ins Krankenhaus muß - überall sind Vorsichtsmaßnahmen erforderlich!
Diese 50 Schicksale lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit durch eine Impfung verhindern.
Doch was schreiben die Herrschaften vom "Verein zur Förderung der klassischen Homöopathie"?:
------------------------------------------------------------------------------- Würde in der Schweiz ein ganzer Schüler-Jahrgang von 85'000 Jugendlichen geimpft, hätten 84'900 Kinder davon keinen Vorteil. Sie würden aber unnötigerweise mit den Impfnebenwirkungen belastet (1). -------------------------------------------------------------------------------
Das ist eine infame Lüge.
SELBSTVERSTÄNDLICH hätten ALLE 85.000 Geimpften einen Vorteil, nämlich den, daß ihnen das mögliche Schicksal eines chronisch Infizierten oder der Tod erspart bleibt. Und daß ihnen das Schicksal der Erkrankung und der Behandlung erspart bleibt.
JEDEN Ungeimpften kann es treffen, JEDEN. Alles reine Statistik, alles Zufall...
Doch es sind nicht "nur" 50 Betroffene! Tatsachlich sind es 1000, nämlich jene 1000 "Neuinfizierten". Durch die Kleinrechnerei der Herrschaften vom "Verein zur Förderung der klassischen Homöopathie" wird das beiseite geschoben, denn die jammern:
------------------------------------------------------------------------------- Sie würden aber unnötigerweise mit den Impfnebenwirkungen belastet (1). -------------------------------------------------------------------------------
und geben ihre Quelle an: Albonico et al.
Wenn 1000 von 85.000 erkranken, ist das 1 von 85.
Das ist eine erschreckend hohe Wahrscheinlichkeit. Dennoch jammern die Homöopathen wegen der Impf-Nebenwirkungen. Und dann appellieren sie an den Geiz:
------------------------------------------------------------------------------- 85'000 Jugendliche pro Jahr gegen Hepatitis-B zu impfen, kostet ungefähr 20 Millionen Franken. "Profitieren" davon könnten allerhöchstens 100 potentiell an Hepatitis-B-Neuerkrankte. -------------------------------------------------------------------------------
Wieso sie dabei auf einen Schlag 90 Prozent der 1000 Neuinfizierten weglassen, ist auch ein Rätsel...
Und überhaupt: Man ist ja, ein jeder, seines Glückes Schmied:
------------------------------------------------------------------------------- "Hepatitis B passiert den Jugendlichen nicht einfach - Hepatitis B holt man sich" (1). -------------------------------------------------------------------------------
Zitiert - wieder - nach Albonico und Komplizen. Und wieder ist es eine unglaublich dreiste Lüge.
Der Rest des Pamphlets ist Verschwörungsphantasie. Ebenfalls völlig untragbar.
Vergleichen wir die Angaben des "Alternativen Impfplans der Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen (Dr. med Albonico)" mit denen seriöser Quellen, und zwar mit denen von Kinderärzten in der Schweiz und in Deutschland.
Am 15.5.2006 ist beim Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) (http://www.kinderaerzteimnetz.de/) zu den beiden erstgenannten Krankheiten Keuchhusten (Pertussis) und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) folgendes angegeben:
------------------------------------------------------------------------------- Keuchhusten (Pertussis) Allgemeines Keuchhusten ist nach wie vor weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern. Auch Erwachsene können aber davon betroffen sein. In Deutschland werden jedes Jahr durchschnittlich mehrere Tausend Keuchhustenfälle registriert. Todesfälle durch Keuchhusten treten heute vor allem bei Säuglingen auf. Die Krankheit ist hochansteckend und führt bei den Erkrankten zu heftigen Hustenanfällen. -------------------------------------------------------------------------------
http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/krankheit/show.php3?p=2&id=15&nodeid=60
------------------------------------------------------------------------------- Keuchhusten (Pertussis) Krankheitsbild Die Keuchhusten-Bakterien setzen ein spezifisches Gift - das Pertussis-Toxin - frei, das die typischen Beschwerden verursacht. 1 bis 2 Wochen nach der Ansteckung kommt es zunächst zu untypischen Krankheitszeichen, die eher einer banalen Erkältung ähneln: Schnupfen, Husten und Heiserkeit. Diese erste Krankheitsphase dauert etwa 1 bis 2 Wochen an. Der Patient ist aber jetzt bereits hochansteckend! Während der anschließenden 4 bis 8 Wochen dauernden zweiten Phase kommt es zum charakteristischen "Keuchhusten", der durch wiederholte krampfartige Hustenanfälle bis hin zur Atemnot gekennzeichnet ist. Der oft minutenlange, stakkatoartige Hustenanfall endet mit einem juchzenden Geräusch beim Einatmen, das durch einen Krampf des Kehlkopfes verursacht wird. Oft folgt einem Keuchhustenanfall Erbrechen. Innerhalb von 24 Stunden kommt es durchschnittlich zu 5 bis 50 Keuchhustenanfällen, die nachts häufiger als tagsüber auftreten. In der dritten Phase nehmen die Hustenattacken allmählich ab, doch auch diese Phase dauert noch 2 bis 6 Wochen an. Insgesamt verlaufen etwa 2/3 der Erkrankungen im Kindesalter typisch, etwa 10% zeigen schwere Verläufe. Besonders im frühen Säuglingsalter kann es anstelle der Hustenanfälle zu anfallsweise auftretenden Atemstillständen (Apnoe) kommen. Diese sind für das Kind lebensbedrohlich und erfordern eine stationäre Intensivtherapie. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Keuchhusten (Pertussis) Auswirkungen Über 70% der Todesfälle bei Keuchhusten treten bei Säuglingen bis zum 5. Lebensmonat auf. Auch die Folgeerkrankungen nach Keuchhusten-Infektionen können problematisch sein. Zu ihnen gehören Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und Erkrankungen des Gehirns. Eine Lungenentzündung tritt z. B. im 1. Lebensjahr bei jedem fünften, im 2. bis 4. Lebensjahr bei jedem zehnten Kind auf, das an Keuchhusten erkrankt. Besonders aber Kinder und Jugendliche, die an Asthma bronchiale leiden, haben in der Regel einen schwereren Krankheitsverlauf, zum Teil mit schweren Lungenentzündungen. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Keuchhusten (Pertussis) Impfschutz Der einzig wirksame Schutz vor einer Keuchhusten-Erkrankung ist die Impfung. Die Impfung kann zwar nicht vor jeder Keuchhusten-Infektion schützen, aber vor einer schweren Erkrankung. Die heute verwendeten azellulären Impfstoffe enthalten nur noch die für die Entwicklung eines wirksamen Immunschutzes wichtigen Bestandteile der Keuchhusten-Bakterien. Sie werden biotechnologisch hergestellt und sind sehr gut verträglich. Je eine Impfung im dritten, vierten, fünften sowie zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat sorgt für einen wirkungsvollen Schutz vor einer Keuchhusten-Erkrankung. Bei der Impfung gegen Keuchhusten besteht die Möglichkeit, Babys gleichzeitig auch vor anderen Infektionskrankheiten wie z.B. Wundstarrkrampf (Tetanus) , Diphtherie , Kinderlähmung (Poliomyelitis) , Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Hepatitis B zu schützen. Hierfür stehen sehr gut verträgliche Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung. Aufgrund der beobachteten hohen Keuchhusten-Erkrankungsraten bei Fünf- bis 15-Jährigen empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) seit Januar 2006 eine weitere Auffrischimpfung im Vorschulalter (im Alter von 5 bis 6 Jahren) mit einem Tdap-Kombinationsimpfstoff (Tetanus-Diphtherie-azelluläre Pertussis). Der Abstand zur letzten Tetanus-Impfung sollte dabei mehr als fünf Jahre zurückliegen. Auch bei 9- bis 17-Jährigen sollte der Impfschutz gegen Keuchhusten unbedingt wieder aufgefrischt werden. Nach den Impfempfehlungen der STIKO sollte vor Geburt eines Kindes bei den Geschwistern der Impfschutz gegen Keuchhusten generell überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden. Ebenso sollten sich Frauen mit aktuellem Kinderwunsch und ungeimpfte Erwachsene, die mit Neugeborenen in Kontakt kommen, gegen Keuchhusten impfen lassen. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Haemophilus influenzae Typ b (Hib) Allgemeines Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b (Hib) spielt besonders bei Kleinkindern im Alter bis zu 5 Jahren eine wesentliche Rolle. Die dadurch ausgelösten Infektionskrankheiten waren bis zur Einführung der vorbeugenden Impfung für diese Altersgruppe sehr gefürchtet. Die Keime verursachen bei Kindern bis zu 3 Jahren in erster Linie eine besonders schwere Form von Hirnhautentzündung. Bei Kindern bis zu 5 Jahren war die Entzündung des Kehldeckels (Epiglottitis) lebensbedrohlich. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Haemophilus influenzae Typ b (Hib) Krankheitsbild Die häufigsten durch Hib-Bakterien verursachten Erkrankungen sind die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis) und die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis). Typische Krankheitszeichen einer Meningitis sind Erbrechen, hohes Fieber, Bewusstseinstrübung und Krämpfe. Eine Kehldeckelentzündung entwickelt sich innerhalb weniger Stunden. Wichtigste Erkennungsmerkmale sind hohes Fieber, Schluckbeschwerden, kloßige Sprache und ausgeprägte Atemnot. Weitere Erkrankungen, die durch die Erreger verursacht werden, sind Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Ohren und Gelenke. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Haemophilus influenzae Typ b (Hib) Auswirkungen Die durch Hib-Bakterien verursachte Hirnhautentzündung ist eine außerordentlich schwere und rasch fortschreitende Erkrankung. Die Sterblichkeit beträgt bei unbehandelten Patienten bis zu 80% und selbst bei frühzeitiger Therapie sterben noch 5 bis 10% der Erkrankten. Häufig führt eine Hirnhautentzündung auch zu Folgeschäden wie Sprachstörungen, Hörschäden und geistiger Behinderung. Eine Kehldeckelentzündung stellt immer einen Notfall dar, da sich die Erkrankung extrem schnell entwickelt. Oft bleibt gerade noch Zeit, einen Transport in die Klinik, immer mit Arztbegleitung, zu organisieren. Die Sterblichkeitsrate der Kehldeckelentzündung liegt entsprechend, mit bis zu 25 %, extrem hoch. -------------------------------------------------------------------------------
Doch was schreiben Albonico und Co.?
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ab 3. Lebensmonat Keuchhusten
(ausnahmsweise, wenn ein Kind in die Krippe geht)
Hib
(ausnahmsweise, wenn Kind in die Krippe geht)
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Keuchhusten kann durch infizierte Erwachsene übertragen werden, die von ihrer Erkrankung gar nichts wissen, weil sie die nicht bemerken, weil sie BEI IHNEN nur schwache Wirkung hat.
Es handelt sich um Krankheiten, die nicht unbedingt erkannt werden können, oder - wenn doch - dann zu spät. Krankheiten, an denen die Kinder schwer leiden und sterben können. Krankheiten, gegen die es Impfschutz gibt.
Wobei der Begriff "Kinderkrankheiten" schlicht und einfach falsch ist. Das zeigt sich auch an der Altersstruktur, die sich ändert.
------------------------------------------------------------------------------- Keuchhusten: Bei Erwachsenen auf dem Vormarsch Mittwoch, 17. April 2002 Marburg (dpa) - Keuchhusten ist Experten zufolge keine Kinderkrankheit mehr, sondern befällt mittlerweile vor allem Jugendliche und Erwachsene. Seit 1990 sei der Anteil der Patienten, die älter als zehn Jahre sind, bundesweit von wenigen Prozent auf mehr als 60 Prozent gestiegen, teilt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg mit. -------------------------------------------------------------------------------
Nach einer Grundimmunisierung im Säuglingsalter sollten, so die Meldung weiter, 9- bis 17-Jährige den Schutz durch eine erneute Impfung auffrischen lassen.
Doch Albonico und Komplizen impfen
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(ausnahmsweise, wenn Kind in die Krippe geht)
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Albonico und Komplizen verhindern mit aller Gewalt eine SINNVOLLE Krankheitsprävention. Sehen wir uns als Vergleich an, wie es denn aussieht OHNE eine Krankheitsprävention. Dazu können wir Quellen nehmen wie zum Beispiel die Zeitschrift "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter", aus der Zeit als eine Impfung noch nicht möglich war:
BILD: "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter",
"Neue Folge der Zeitschrift für Säuglings- und Kleinkinderschutz",
Erster Band, 1925/26, erschienen im Verlag von Georg Stilke,
1925/26, Titelseite
Dort ist auf Seite 622 diese Tabelle:
BILD: "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter",
Erster Band, 1925/26, erschienen im Verlag von Georg Stilke,
Seite 622: Gestorbene Kleinkinder 1922-1924 nach Todesursachen
und Alterstufen
Die Zahlen lauten:
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Gestorbene Kleinkinder 1922-1924 nach Todesursachen und Alterstufen
Todesursachen Alter in Jahren .
1 - 2 2 - 3 3 - 5
. m w m w m w .
Scharlach 9 4 8 4 20 11
Diphterie 58 42 41 34 33 36
Typhus 1 6 - - - -
Genickstarre 7 5 4 6 7 -
Venerische Krankheiten 12 10 2 2 - 1
Keuchhusten 85 106 16 26 5 12
Tuberkulose der Atmungsorgane 55 48 33 28 37 20
Sonstige Tuberkulose 143 111 109 101 121 111
Masern 189 178 67 56 25 25
Influenza 73 57 24 15 19 18
Lungenentzündung 372 316 77 80 36 33
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Dabei entfallen auf Keuchhusten bzw Masern:
-------------------------------------------------------------------------------
1 - 2 2 - 3 3 - 5 SUMME
Keuchhusten 191 42 17 250
Masern 367 123 50 540
-------------------------------------------------------------------------------
In 3 Jahren 56 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Scharlach.
In 3 Jahren 244 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Diptherie.
In 3 Jahren 250 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Keuchhusten.
In 3 Jahren 540 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Masern.
Auf Seite 615 nennt Dr. Hans Guradze, Berlin, in einem Beitrag die Zahl der Kinder bis zu 6 Jahren nach den Volkszählungen, in den Jahren 1910 und 1919:
BILD: "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter",
Erster Band, 1925/26, erschienen im Verlag von Georg Stilke,
Seite 615: Kinder bis zu 6 Jahren nach den Volkszählungen, 1910, 1919
Kleinkinder (Alter 1-6) sind am 1.1.1925: 217.502. Macht rund 36.000 pro Jahrgang, woraus für die Jahrgänge 1-5 rund 180.000 Kinder folgen.
Die Trennung in Säuglinge und Kleinkinder ist etwas obskur. Man sieht das an der Todesfallstatistik, in der die Säuglinge NICHT enthalten sind.
Eine etwas größere Statistik (mit mehr Jahrgängen!) gibt es auf Seite 619 der Zeitschrift:
BILD: "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter",
Erster Band, 1925/26, erschienen im Verlag von Georg Stilke,
Seite 619: Gestorbene [Kinder] nach Todesursachen, 1922-1925
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In in Jahren 1922 -1925 starben in Berlin
alleine an Scharlach: 177
alleine an Diptherie: 641
alleine an Masern: 1002
alleine an Keuchhusten: 894
-------------------------------
Summe = 2537 Kinder
===================
... und das bei einer Geburtenrate von rund 36.000 Kinder pro Jahr
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In den 4 Jahren 1922, 1923, 1924, 1925 starben 894 Kinder an Keuchhusten.
Das Jahr 1924 brachte mit 14 toten Kindern insgesamt durch Masern einen Ausreißer. 1925 starben 205. Zuvor waren es in 1922 439 und 1923 344.
Es starben in den Jahren 1922, 1923, 1924, 1925 insgesamt 1002 Kinder alleine durch Masern.
[geaendert 22.1.2007]
Nehmen wir die Zahl der Säglinge mit 37.616 an und die Kleinkinder von
1-5 Jahren in Berlin zu der Zeit mit rund 217.500 an und versuchen einen
Vergleich mit der Schweiz von heute. (37.616 + 217.500 = 255.116)
Der Vergleich wird dadurch erschwert, daß (hier) keine wirklich vergleichbaren absoluten Zahlen vorliegen. So sind einerseits Säuglinge und Kleinkinder getrennt ausgewertet, andererseits gibt es Krankheiten, wo die Todesraten auch in höherem Alter als 6 Jahren bedeutend sind.
Bei Masern gibt es in den betrachteten 4 Jahren 1922-1925 von 1002 Todesfällen nur 20 mit Alter >6 Jahre und bei Keuchhusten sind es von 894 Todesfällen gerade mal 2. In beiden Fällen spielen also Kinder >6 Jahre für die Statistik keine große Rolle.
Man kann also bei Masern und Keuchhusten von den Zahlen für Säglinge und Kleinkinder auf alle Kinder schließen. Das ist wichtig, weil die Gesamtzahl der Kinder aus den vorliegenden Unterlagen nicht hervorgeht.
Deshalb rechne ich um über die Geburtenrate. 36.000 in Berlin um 1922 und 85.000 in der Schweiz um 2006. Diese Betrachtung geht davon aus, daß die bis zum Zeitpunkt X geborenen Kinder ignoriert und nur die neu hinzukommenden Kinder betrachtet werden ("eingeschwungener Zustand"). Bei einer konstanten Geburtenrate ist diese Betrachtung möglich.
Alle neu hinzukommenden Kinder werden in den Jahren ab Geburt mit den Erregern konfrontiert, die einen früher, die anderen später. Manche auch gar nicht. Aber zB im Fall von Masern erfolgt eine Infektion in mehr als 97 Prozent.
Erfolgen die Todesfälle in den Jahren 0, 1, 2, 3, 4, 5, so genügt es, diese 6 Jahrgänge zu nehmen. Ältere Kinder sterben nicht mehr (von Ausnahmen abgesehen). Schwankt in diesen 6 Jahren die Geburtenrate kaum, kann man sie als ausreichend akzeptabel konstant annehmen und zur Umrechnung benutzen.
Umrechnung von 36.000 auf 85.000 Neugeborene pro Jahr:
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tot durch Berlin, 1922-1925 Schweiz, fiktiver Stand 2006
36.000 Kinder/a 85.000 Kinder/a
in 4 Jahren in 4 Jahren in 1 Jahr
Keuchhusten 894 2111 528
Masern 1002 2366 591
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Übertragen auf die heutige Schweiz - 528 Kinder pro Jahr durch Keuchhusten und 591 tote Kinder pro Jahr durch Masern.
Wenn Ihnen das unglaublich hoch erscheint - nun, es gibt noch eine Überraschung dabei! Kurz gesagt: Wer an einer Krankheit stirbt, stirbt nicht an einer anderen.
Diese Tatsache ist NICHT vernachlässigbar bei hohen Todesraten. Wenn zum Beispiel in afrikanischen Slums 5 Prozent der Kinder an Masern sterben, können diese 5 Prozent nicht mehr an Malaria sterben. Will man die Sterblichkeit bei Malaria berechnen, muß man folglich die Verringerung der Populationszahl durch Masern und andere Krankheiten berücksichtigen.
Im alten Berlin waren die Todesraten NICHT vernachlässigbar. Bei der Umrechnung über die Geburtenrate die Situation demnach beschönigt. Alleine die 1002 Toten durch Masern verschieben die Statistik um 2,8 Prozent: 1002 von 36.000 sind 2,8 Prozent. Für die anderen Krankheiten ist die Personenzahl um 2,8 Prozent geringer. Tote durch Keuchhusten und Masern zusammen sind bereits 5,3 Prozent...
Bei Lungenentzündung, einer Krankheit, die auch in höherem Alter als 6 Jahre tötet, ist die Lage völlig anders: Von 13.103 gestorbenen Kindern insgesamt entfallen 1687+1435+580+487 = 4189 auf Kinder <6 Jahre.
4189 Tote durch Lungenentzündung, das sind 11,6 Prozent von 36.000. Diese 11,6 Prozent sterben nicht mehr durch Masern oder Keuchhusten. Für die Statistik bedeutet dies, daß die Erkrankungs- und Sterbewahrscheinlichkeiten für alle anderen Krankheiten, eben auch für Masern und Keuchhusten, in Wahrheit höher sind, als die nackten Zahlen zeigen. Es muß über eine komplizierte Umrechnung mit Hilfe der gesamten Krankenstatistiken eine "Bereinigung" durchgeführt werden. Krankenkassen und Lebensversicherungen besitzen hierzu Daten, halten sie aber geheim.
Was auf den ersten Blick harmlos erscheint, die "einfache" Berechnung einer Todeswahrscheinlichkeit, ist in Wahrheit alles andere als trivial. Ich werde später noch einmal auf diese Berechnungen eingehen.
Jetzt ein weiterer Vergleich: Auf dem ganzen amerikanischen Kontinent mit rund 800 Millionen Einwohnern sind heute durch Impfung Masern ausgerottet und es gibt NULL Tote durch Masern. Die einzigen Fälle von Infektionen (und Todesfälle) erfolgen durch Touristen aus dem Ausland.
Ohne Impfung wären es selbst bei den guten medizinischen Leistungen wie in den USA rund 1 Tote pro 500 Erkrankten, was mindestens 1,6 Millionen Tote bedeuten würde.
Bei den Zuständen in afrikanischen Slums, wo rund 20 Prozent eines Jahrgangs an Masern sterben, hätten wir zig Millionen Tote.
Irgendwo dazwischen, aber deutlich über 1,6 Millionen Tote durch Masern, das wäre ganz Amerika ohne Impfung...
Auf den Punkt Masern werde ich später zurückkommen.
Nun zum Vergleich bei Hepatitis B. Hier gibt es eine deutsche und eine schweizerische Quelle. Zuerst die deutsche, wieder vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) (http://www.kinderaerzteimnetz.de/). Dort ist heute, 15.5.2006, zu lesen:
------------------------------------------------------------------------------- Hepatitis B Allgemeines In Deutschland sind ca. 600.000 Menschen von einer Hepatitis-B-Infektion betroffen, jährlich kommen etwa 50.000 Neuerkrankungen hinzu. Gut 25% der Betroffenen sind zwischen 15 und 25 Jahren alt, über 10% sind jünger, die Altersgruppe zwischen 25 und 45 Jahren ist mit über 40% am meisten gefährdet. Hepatitis B ist weltweit verbreitet - hohe Durchseuchungsraten existieren vor allem in Zentral- und Südafrika, in Südostasien und Südamerika. In Deutschland gilt Hepatitis B irrtümlicherweise als Krankheit einiger Risiko-gruppen. So sind z. B. Ärzte, Dialyse-Patienten, Homosexuelle oder Drogensüchtige aufgrund der Übertragungswege zwar besonders gefährdet, aber die restlichen Bevölkerungsgruppen machen mit ca. 75% den Großteil der Betroffenen aus. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Hepatitis B Krankheitsbild Die Krankheit kommt erst nach ca. zwei bis sechs Monaten zum Ausbruch und hat damit eine ungewöhnlich lange Inkubationszeit. Eine akute Hepatitis-B-Infektion äußert sich vorerst in einem unspezifischen Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Fieber und Appetitlosigkeit sowie gelegentlich in Gelenkbeschwerden und Schmerzen im rechten Oberbauch. Nach einigen Tagen bricht die Gelbsucht aus - eine Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute tritt auf, begleitet von einer Dunkelfärbung des Urins und einem entfärbtem Stuhl. So eindeutige Symptome haben allerdings nur etwa 35% aller Betroffenen, bei Säuglingen und Kindern bleibt die Erkrankung wegen untypischer Anzeichen sogar in etwa 90% der Fälle völlig unerkannt. Bei einem komplikationsfreien Verlauf klingen die Beschwerden nach drei bis fünf Wochen ab. -------------------------------------------------------------------------------
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Hepatitis B
Auswirkungen
Die Gefahr der Hepatitis B liegt in ihren Komplikationen.
Im schlimmsten Fall kann bereits in der akuten Phase die Leber
massiv geschädigt werden. Dieser Verlauf, der als fulminante
Hepatitis bezeichnet wird, geht mit dem Ausfall aller
Leberfunktionen einher und führt nicht selten zum Tode. Eine
Rettung der Patienten ist oft nur durch eine sofortige
Lebertransplantation möglich. Ein derartig schweres
Krankheitsbild gehört eher zu den Ausnahmen und trifft nur
etwa jeden hundertsten bis tausendsten Patienten mit einer
akuten Hepatitis B.
Weit häufiger ist eine weitere Komplikation dieser Infektion,
nämlich der Übergang in eine chronische Verlaufsform.
Die Chronifizierungsrate liegt für Erwachsene bei
5 bis 10% und für Säuglinge und Kleinkinder sogar bei
erschreckenden 60 bis 90%.
Die Patienten sind nicht nur eine permanente Infektionsquelle,
sondern sie entwickeln oft eine Leberverhärtung (Zirrhose),
auch als "Schrumpfleber" bezeichnet.
Die Betroffenen weisen häufig eine ausgeprägte Müdigkeit auf,
fühlen sich schwach und ihre Leistungsfähigkeit ist oft stark
eingeschränkt.
Verdauungsbeschwerden und rheumaähnliche Erscheinungen können
dazukommen. Im Endstadium können eine Bauchwassersucht
("Aszites"), Blutungen aus der Speiseröhre und
Beeinträchtigung der Gehirnfunktion bis zur Bewusstlosigkeit
auftreten.
Eine weitere Folge einer chronischen Leberentzündung ist die
Entstehung eines Leberkrebses.
Virusträger leiden bis zu 100mal häufiger an einem derartigen
Tumor als Menschen, die nicht mit dem Virus in Berührung
gekommen sind.
1500 bis 2000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr
an den Folgen einer Hepatitis B.
Nicht jede Infektion mit dem Hepatitis B Virus führt
zwangsläufig auch zu einer Erkrankung. Aber, der infizierte
Mensch kann andere Personen anstecken und selbst die oben
genannten Komplikationen im Laufe seines Lebens
entwickeln.
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Hepatitis B ist mitnichten eine Krankheit von Risikogruppen, wie das Pamphlet der Homöopathen weismachen will.
Kinder haben ein DEUTLICH höheres Risiko, SCHWER unter der Krankheit zu leiden:
------------------------------------------------------------------------------- Die Chronifizierungsrate liegt für Erwachsene bei 5 bis 10% und für Säuglinge und Kleinkinder sogar bei erschreckenden 60 bis 90%. -------------------------------------------------------------------------------
Doch was schreiben die Homöopathen?:
------------------------------------------------------------------------------- 26.05.04 11:21 Sollen wir unsere Kinder gegen Hepatitis-B impfen lassen? Homöo-News 1/99 Verein zur Förderung der klassischen Homöopathie [...] In ungefähr 5% der Fälle gelingt es dem Erkrankten nicht, das Virus aus dem Körper zu eliminieren. Er wird zum chronischen Virusträger -------------------------------------------------------------------------------
Die Chronifizierungsrate liegt laut den deutschen Kinderärzten bei ERWACHSENEN bei 5-10 Prozent, also ÜBER 5 Prozent - und bei Kindern kann sie je nach Alter bis zu 90 Prozent betragen, dem 18-fachen jener 5 Prozent, die die Homöopathen nennen.
Mit anderen Worten: Die Homöopathen lügen hemmungslos.
Nun zur Infektion mit Hepatitis B. Hierzu schreibt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) (http://www.kinderaerzteimnetz.de/):
------------------------------------------------------------------------------- Hepatitis B Ursachen Alle Altersklassen, also auch Kinder, können an Hepatitis B erkranken. Das Hepatitis-B-Virus (HBV) wird durch kleinste Spuren von Blut, Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen - Eintrittspforten sind bereits winzige Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute. So kann die Infektion etwa unter kleinen Kindern durch Kratzen und Beißen weitergegeben werden. Auch Trends wie Piercing, Tätowierungen oder verletzungsträchtige Mannschaftssportarten wie Fußball sind mögliche Ansteckungsquellen. Aber auch innerhalb einer Wohngemeinschaft kann Hepatitis B durch gemeinsame Benutzung von Gegenständen des täglichen Lebens, wie zum Beispiel Nagelscheren, Nagelbürsten, Zahnbürsten oder Rasierapparaten, mit denen man sich häufig geringfügig verletzt, verbreitet werden. Ein besonders häufiger Übertragungsweg ist der Geschlechtsverkehr. Das Hepatitis-B-Virus ist 100mal infektiöser als HIV, damit ist Hepatitis B die wichtigste sexuell übertragbare Erkrankung. Auch Hepatitis-B-Virus-positive Schwangere können eine Infektion während der Geburt auf ihr Kind übertragen.Das Virus geht nicht über die Plazenta, sondern erst bei der blutigen Geburt auf das Baby über. -------------------------------------------------------------------------------
Spiel und Sport, wozu Kinder geradezu verdammt werden in der Schule, sind ein Risiko. Berührungen und Verletzungen sind alltäglich, lassen sich oft gar nicht vermeiden, insbesondere Berührungen nicht. Sie gehören zum Leben dazu!
Doch was schreiben die Homöopathen?:
------------------------------------------------------------------------------- "Hepatitis B passiert den Jugendlichen nicht einfach - Hepatitis B holt man sich" (1). -------------------------------------------------------------------------------
Quelle wiederum: Albonico und Komplizen.
Die Behauptung
------------------------------------------------------------------------------- "Hepatitis B passiert den Jugendlichen nicht einfach - Hepatitis B holt man sich" (1). -------------------------------------------------------------------------------
ist eine infame Lüge. Sie macht Menschen, und hier vor allem Kinder, für etwas verantwortlich, macht sie zu Schuldigen in einer Sache, für die sie nichts können, für die sie nicht verantwortlich sind, von der sie in den meisten Fällen gar nichts wissen KÖNNEN.
In Deutschland sind laut den Kinderärzten rund 600.000 Menschen mit Hepatitis B infiziert, können also andere anstecken.
Wo sind diese 600.000 Kranken? Die sind nicht in einer Kaserne interniert, nein, sie sind mitten unter uns. JEDER um uns herum kann mit Hepatitis B infiziert sein, ohne es selbst zu wissen.
Der einzige Schutz für Kinder und Erwachsene: eine Impfung!
Nun zum Text der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie. Ich übernehme die Web-Seite fast vollständig und mache lediglich Hervorhebungen:
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Hepatitis B
Ursachen, Folgen und Prävention
Hepatitis - was ist das?
Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Eine Leberentzündung
wird entweder durch Giftstoffe oder - wie in den meisten
Fällen - durch Viren verursacht. Nachdem Viren die Leber auf
dem Blutweg erreicht haben, nisten sie sich in den Leberzellen
ein und vermehren sich dort. Das körperliche Abwehrsystem
versucht, die Viren unschädlich zu machen, indem es die
befallenen Leberzellen abtötet. Dabei entsteht in der Leber
eine Entzündung.
Das bekannteste Krankheitszeichen einer akuten
Leberentzündung ist die sogenannte Gelbsucht. Die Haut und
die Augen werden gelb, der Urin braun, der Stuhl dagegen
auffallend hell. Häufig treten diese Symptome aber gar nicht
in Erscheinung, so dass die richtige Diagnose nicht gestellt wird
und die Betroffenen oft selbst nicht wissen, dass sie an einer
akuten Hepatitis B leiden. Bisher wurden insgesamt fünf
Viren entdeckt, die eine gezielte Infektion und Entzündung
der Leber bewirken. Diese Hepatitisviren unterscheiden sich in
ihren Eigenschaften. Was den Anstekkungsweg und die
Gefährlichkeit der Viren betrifft, bestehen grosse
Unterschiede. Die verschiedenen Hepatitisviren, die nach
derzeitigem Wissensstand nur bei Menschen vorkommen, werden durch
einen Buchstaben (A, B, C, D, E) genauer bezeichnet. Die
verschiedenen Formen der Leberentzündung (Hepatitisformen)
werden mit den gleichen Buchstaben wie die verantwortlichen
Erregerviren gekennzeichnet.
Welche Viren verursachen eine Hepatitis?
Formen ohne chronischen Verlauf
Die beiden Hepatitisviren A und E verursachen akute
Leberentzündungen, die in der Regel innert 6 Monaten wieder
abheilen. Todesfälle sind selten, sie betreffen vor allem
Erwachsene ab 40 Jahren und bei Hepatitis E auch Schwangere.
Die Viren gelangen durch Trinkwasser oder Nahrungsmittel, die mit
Kotspuren verunreinigt sind, in den Körper. In mehr als 40%
der Hepatitis-A-Fälle infizieren sich die Betroffenen auf
Reisen in Ländern mit mangelhaften hygienischen
Verhältnissen (z. B. Osteuropa, Asien, Ozeanien, Afrika,
Mittel- und Südamerika). In der Schweiz ist das
Ansteckungsrisiko gering. Hepatitis E ist selten, Ansteckungen
erfolgen fast ausschliesslich im Ausland.
Formen mit chronischem Verlauf
Die Hepatitisviren B, C und D können im Anschluss an die
akute Hepatitis eine chronische Leberentzündung bewirken.
Dabei wird die Leber mit der Zeit immer stärker
zerstört; sie schrumpft allmählich, und es bildet sich
eine Leberzirrhose, manchmal entsteht zudem ein Leberzellkrebs.
Mit gewissen Medikamenten können bei einem Teil der Personen
mit chronischer Hepatitis B, C oder D Behandlungserfolge erzielt
werden. Im schlimmsten Fall kann - sofern ein Spenderorgan
gefunden wird - nur eine Lebertransplantation den tödlichen
Verlauf der Krankheit verhindern. Die Hepatitisviren B, C und D
werden alle durch Blut-zu-Blut-Kontakte übertragen. Zur
Ansteckung genügt bereits eine sehr kleine Blutmenge, die
direkt mit dem Blutkreislauf in Berührung kommt.
Hepatitis-B-Viren sind besonders ansteckend und werden auch mit
anderen Körperflüssigkeiten übertragen,
häufig z. B. durch ungeschützten Sexualverkehr, weil
die Viren auch in der Sperma- und Scheidenflüssigkeit zu
finden sind. Ist eine Mutter mit Hepatitis-B-Viren infiziert
(chronische Trägerin), muss ebenfalls damit gerechnet
werden, dass ihr Neugeborenes angesteckt wird.
Die akute Hepatitis C geht bei vier von fünf Infizierten in
eine chronische Leberentzündung über. Dabei werden die
Betroffenen in der Regel erst nach vielen Jahren, wenn die Leber
bereits schrumpft (Leberzirrhose), auf ihre Leberentzündung
aufmerksam.
Das Hepatitis-D-Virus kommt in der Schweiz selten vor. Es kann
sich in der Leber nur dann vermehren, wenn diese gleichzeitig mit
Hepatitis-B-Viren infiziert ist.
Andere
Ein ursprünglich als Hepatitis-F-Virus bezeichneter Erreger
wurde 1994 im Stuhl eines Franzosen entdeckt. Dieses Virus wird
heute jedoch nicht mehr zu den Hepatitisviren gezählt. Den
Buchstaben G erhielt eine Gruppe von drei Viren. Nur eines davon
ist für den Menschen ansteckend, verursacht aber keine
Krankheitszeichen.
[...]
Hepatitis B in der Schweiz: immer noch zu häufig
Mit dem Hepatitis-B-Virus stecken sich in der Schweiz jedes Jahr
zahlreiche Menschen an, obschon seit vielen Jahren eine
hochwirksame Schutzimpfung zur Verfügung steht. Zwischen 1989 und
1994 wurden dem Bundesamt für Gesundheit jährlich jeweils rund
450 akute Hepatitis-B-Erkrankungen gemeldet.
Seit 1995 hat die Zahl der offiziell gemeldeten
Hepatitis-B-Erkrankungen abgenommen (1995: 354 Fälle, 1996: rund
200 Fälle), was vor allem auf die Verminderung von
Hepatitis-B-Meldungen bei Drogenkonsumenten zurückzuführen ist -
unter anderem eine Folge der in der Schweiz unternommenen
Bemühungen zur Eindämmung der AIDS-Epidemie (z. B. Abgabe
sauberer Spritzen, Präservativ-Empfehlungen).
Da erfahrungsgemäss nicht jede Infektion gemeldet wird und nur
jede dritte infizierte Person bei sich Krankheitszeichen bemerkt,
die dann vom Arzt als Symptome einer Leberentzündung erkannt
werden, beträgt die Gesamtzahl aller Ansteckungen ein Vielfaches
der offiziell erfassten Fälle - Schätzungen sprechen von 2000 bis
3000 Neuinfektionen pro Jahr.
Das Ansteckungsrisiko ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
am grössten. 80% aller Ansteckungen betreffen Personen zwischen
15 und 40 Jahren. In der Schweiz wird bei allen schwangeren
Frauen mittels Bluttests abgeklärt, ob sie Virusträgerinnen sind.
Alle Neugeborenen von Virusträgerinnen erhalten kurz nach der
Geburt eine Impfung sowie ein Anti-Hepatitis-B-Serum als
Sofortschutz.
In der dritten Welt ist die Situation ganz anders. Dort spielt
die Übertragung des Hepatitis-B-Virus während der Geburt und
unter Kindern zahlenmässig die grösste Rolle. Akute
Hepatitis-B-Erkrankungen machen in der Schweiz jedes Jahr etwa
200 bis 250 Spitaleinweisungen nötig und verursachen 6 bis 10
Todesfälle wegen akuten Versagens der Leberfunktion.
Fast jede zehnte Person, die sich mit Hepatitis-B-Viren ansteckt,
wird zum chronischen Virusträger. Bei Säuglingen und Kleinkindern
sind chronische Verläufe noch häufiger. In der Schweiz gibt es
schätzungsweise 20000 Virusträger, weltweit rechnet man mit mehr
als 350 Millionen. Diese können die Infektion zeitlebens
weiterverbreiten und unterliegen selbst einem erhöhten Risiko von
ernsthaften, oft gar lebensgefährlichen Komplikationen. So
erkrankt jeder vierte Virusträger an einer chronisch
fortschreitenden Leberentzündung, aus der mit den Jahren eine
Leberschrumpfung (Leberzirrhose) und später in vereinzelten
Fällen ein Leberkrebs entsteht. Diese schweren Komplikationen
haben in der Schweiz jährlich 200 bis 400 Spitaleinweisungen und
zirka 40 bis 80 Todesfälle, weltweit mehr als eine Million
Todesfälle zur Folge.
Welche Ansteckungswege sind bekannt?
Das Hepatitis-B-Virus wird mit allen Körperflüssigkeiten
übertragen, besonders häufig beim Geschlechtsverkehr und durch
Blut-zu-Blut-Kontakte. Generell gilt Hepatitis B als äusserst
ansteckende Infektionskrankheit.
Auffallend ist, dass sich ein Teil der mit dem
Hepatitis-B-Virus infizierten Personen zur Zeit der Ansteckung
nicht risikoreich verhalten hat. Eine Ansteckung kommt also
längst nicht nur in sogenannten "Risikogruppen" vor.
Häufigste Ansteckungswege:
* Geschlechtsverkehr mit einer Partnerin oder einem Partner,
die/der mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert ist
* Drogenkonsum mit unsterilen Injektionsnadeln und Spritzen
* Bei der Geburt, wenn die Mutter Virusträgerin ist
* Enger Körperkontakt mit einer infizierten Person
(z. B. Person im gleichen Haushalt, Institutionen für
Kleinkinder und geistig Behinderte)
Weitere mögliche Ansteckungswege:
* Tätowierungen und Piercings mit unsterilen Utensilien
* Bei Medizinalpersonen: versehentlicher Nadelstich mit
gebrauchter Nadel oder Schnittverletzungen mit
gebrauchtem Skalpell; Spritzer von Körperflüssigkeiten
auf Schleimhäute und Hautverletzungen
* Gebrauch der Zahnbürste oder des Rasierapparates einer
infizierten Person
Nur ein sehr geringes Ansteckungsrisiko besteht:
* an der künstlichen Niere bei der Blutwäsche (Dialyse)
* bei Bluttransfusionen und bei der Behandlung mit Blutprodukten,
z. B. für Bluter (gespendetes Blut wird regelmässig auf
Hepatitis-B-Viren getestet)
Kein Ansteckungsrisiko besteht:
* wenn ein Blutspritzer eines Virusträgers auf die unversehrte
Haut gelangt (das Hepatitis-B-Virus kann durch die intakte Haut
nicht in den Körper eindringen)
* beim Essen oder beim Trinken (diese Übertragungsart ist bei der
Infektion mit Hepatitisviren A und E entscheidend)
Welches sind die Krankheitszeichen der Hepatitis B?
Oft verläuft eine akute Hepatitis B ohne jegliche
Krankheitszeichen, oder es treten nur grippeartige Symptome in
Erscheinung (Appetitlosigkeit und Bauchbeschwerden, Übelkeit,
Erbrechen, Müdigkeit, Fieber). Die Krankheit kann aber auch akut
lebensbedrohlich sein und monatelang anhalten.
Nur eine von drei angesteckten Personen bemerkt deutliche
Krankheitszeichen der akuten Leberentzündung: Gelbsucht mit
Gelbfärbung von Haut und Augen, braunem Urin und hellem Stuhl.
Wenn das körpereigene Abwehrsystem erfolgreich ist, heilt die
Hepatitis aus, und die Leber wird wieder völlig gesund. Nach der
Ausheilung bleibt ein lebenslanger Schutz vor erneuter Ansteckung
zurück. Mit einem Bluttest kann der Arzt die neu gebildeten
Abwehrstoffe nachweisen, die fortan für den Ansteckungsschutz
verantwortlich sind.
Bei fast jeder zehnten Person heilt die akute Hepatitis B nicht
aus, sondern wird zur chronischen Infektion. Noch häufiger sind
chronische Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern. 80% aller
chronisch infizierten Personen fühlen sich gesund, obschon ihre
Leber Entzündungszeichen aufweist und sie als Virusträger
jederzeit andere, oft im eigenen Haushalt lebende Personen
anstecken können.
Bei jeder vierten chronisch infizierten Person geht jahrelang ein
starker Entzündungsprozess in der Leber weiter. Die
Krankheitszeichen der chronischen Leberentzündung sind oft
vieldeutig: Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Müdigkeit. Um die
richtige Diagnose zu stellen, muss der Arzt Bluttests durchführen
und mit einer Nadel eine kleine Gewebeprobe aus der Leber
entnehmen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Zur Behandlung der akuten Hepatitis stehen keine Medikamente zur
Verfügung, welche die Heilungschancen verbessern. Die Wirksamkeit
von sogenannten Leberschutzpräparaten ist nicht nachgewiesen. Das
bedeutet, dass die erkrankte Person abwarten muss, ob das
Abwehrsystem des Körpers die Viren aus eigener Kraft zu
beseitigen vermag. Bis dahin bleiben die Körperflüssigkeiten
(Blut, Sperma- oder Scheidenflüssigkeit, Speichel) ansteckend.
Im Falle einer chronischen Hepatitis B kann eine Therapie mit
Interferon alfa durchgeführt werden, falls sich das Virus
vermehrt und die Leberwerte (die sog. "Transaminasen") erhöht
sind. Interferone sind körpereigene Substanzen, die eine
Stimulierung des Abwehrsystems bewirken. Sie helfen dem Körper,
die Virusinfektion zu bekämpfen.
Eine Interferontherapie kann mit Nebenwirkungen einhergehen. Zu
Beginn treten bei den meisten Patienten grippeähnliche
Nebenwirkungen auf, die jedoch innerhalb von einigen Tagen wieder
abklingen. Die Therapie dauert vier Monate und wird im Rahmen der
obligatorischen Grundversicherung von den Krankenkassen
übernommen. Bei 30 bis 40% der Patientinnen und Patienten wird
die Vermehrung des Virus gestoppt, die Entzündung der Leber
klingt ab. Bei diesen Patienten lässt sich nach heutigem
Wissensstand ein Fortschreiten der Lebererkrankung verhindern.
Zur Zeit wird untersucht, ob die Therapie durch Kombination mit
antiviralen Medikamenten weiter verbessert werden kann.
Mit Impfen wirksam vorbeugen
Da es derzeit noch keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten bei
einer akuten Infektion mit Hepatitis-B-Viren gibt, kommt der
Hepatitis-B-Impfung als zuverlässige Möglichkeit der Vorbeugung
um so grössere Bedeutung zu. Seit 1981 steht die hochwirksame
Impfung gegen Hepatitis B zur Verfügung. Nach dreimaliger
Einspritzung des Impfstoffs sind 98% der Geimpften geschützt. Bei
über 90% der Geimpften dauert der Schutz mindestens zehn Jahre,
möglicherweise sogar zeitlebens.
Wie wirkt der Impfstoff?
Auch ohne Verwendung lebender Viren ist es möglich, das
körpereigene Abwehrsystem zur Herstellung von Schutzstoffen zu
bewegen. Diese Schutzstoffe heissen Antikörper und schützen vor
der Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus. Die schützenden
Antikörper bilden sich im Körper, wenn als Impfstoff das
sogenannte "Hepatitis-B-Oberflächenantigen" eingespritzt wird,
das in der Hülle des Hepatitis-B-Virus vorkommt. Früher wurde die
Hüllensubstanz aus virushaltigem menschlichem Blut entnommen,
seit über zehn Jahren wird sie jedoch gentechnologisch aus
Bierhefe gewonnen. Diese Herstellungsmethode schliesst die Gefahr
aus, dass bei der Impfung unbeabsichtigt eine Ansteckung mit
einem Krankheitserreger stattfinden könnte.
Wie läuft die Impfung ab?
Die Impfung gegen Hepatitis B kann in jeder Arztpraxis
durchgeführt werden. Für einen ausreichenden Schutz werden drei
Impfungen innerhalb von sechs Monaten empfohlen. Bei Erwachsenen
wird mittels einer Spritze in den Oberarmmuskel, bei Kleinkindern
am Oberschenkel geimpft. Das Gesäss ist für die Impfung nicht
geeignet, weil der Impfstoff im Fettgewebe unwirksam ist. Bei
Personen mit speziell hohem Ansteckungsrisiko kann der Arzt den
Impferfolg mit einem Bluttest nachkontrollieren. Verursacht die
Impfung auch Nebenwirkungen?
In der Schweiz sind derzeit vier Impfstoffe gegen Hepatitis B
erhältlich - drei Einzelimpfstoffe und ein Impfstoff, der
gleichzeitig auch gegen Hepatitis A schützt.
Als harmlose Impfreaktionen kommen bei etwa einer von zehn
geimpften Personen kurzdauernde Erscheinungen an der
Einstichstelle vor, z. B. Schmerzen, Rötungen, Wärmegefühl,
Schwellungen. Allgemeinreaktionen im Körper (z. B. Fieber,
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hautausschlag) sind selten. Äusserst
selten (etwa einmal auf 600000 Impfspritzen) sind extreme
allergische Reaktionen bei Personen, die auf einen Inhaltsstoff
des Impfpräparates über- empfindlich reagieren. Solche
Reaktionen, die bei allen Spritzen möglich sind, erfordern eine
sofortige Behandlung durch den Arzt (z. B. mit dem Gegenmittel
Adrenalin).
Weltweit wurden bereits mehr als 550 Millionen Personen gegen
Hepatitis B geimpft. Dabei sind keine anderen schwerwiegenden
Nebenerscheinungen aufgetreten, die auf die Impfung zurückgeführt
werden konnten. Die Impfung kann also als sehr gut verträglich
bezeichnet werden. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die
Impfung nur gegen Hepatitis B schützt. Andere Krankheiten können
jederzeit auftreten, wie bei ungeimpften Personen auch.
Wer sollte sich impfen lassen?
Für folgende Personen empfiehlt sich eine Impfung gegen Hepatitis B:
1. Alle Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren
Jugendliche sollten wenn möglich geschützt werden, bevor sie
das Alter mit dem höchsten Ansteckungsrisiko erreichen
(höchstes Ansteckungsrisiko zwischen 15 und 35 Jahren).
Kinder können in jedem Alter geimpft werden.
2. Besonders gefährdete Kinder und Erwachsene
* Personen, die mit Patienten oder mit
* Körperflüssigkeiten in Kontakt kommen
(Berufe im Bereich der Medizin, der Zahnmedizin und der Pflege)
* Personen, die mit Hepatitis-B-Virusträgern im gleichen
Haushalt leben
* Geistig Behinderte und ihre Betreuer in entsprechenden
Institutionen
* Drogenkonsumenten
* Sozialarbeiter, Polizei- und Gefängnis-personal mit häufigem
Kontakt zu Drogenkonsumenten
* Personen mit wechselnden Sexualpartnern
* Prostituierte
* Personen, die mit der künstlichen Niere behandelt werden
(Hämodialyse)
* Hämophiliekranke
* Reisende in Länder mit grosser Verbreitung des Hepatitis-B-Virus.
Hepatitis B ist besonders häufig in Afrika, Asien und
Ozeanien, weiter auch in Osteuropa, im Mittelmeergebiet und in
Südamerika.
Reisende sollten sich vor allem impfen lassen, wenn enger
Kontakt zur Bevölkerung gesucht wird (z. B. Arbeit im
Gesundheitswesen, sexuelle Kontakte, Entwicklungshilfeprojekte),
bei Freizeitaktivitäten mit Verletzungsgefahr oder wenn
längere oder wiederholte Aufenthalte in diesen Ländern
geplant sind.
* Personen aus diesen Ländern, die sich in der Schweiz aufhalten
* Neugeborene, deren Mütter Hepatitis-B-Virusträgerinnen sind
(zusätzlich zur Impfung erhalten diese Neugeborenen ein
Anti-Hepatitis-B-Serum zum Sofortschutz)
Haben Sie Fragen?
Frage: Besteht Ansteckungsgefahr, wenn ein Familienmitglied an
Hepatitis B leidet?
Antwort: Ja, es besteht eine erhebliche Ansteckungsgefahr. Diese
wird um so grösser, je enger der Körperkontakt ist. Die anderen
Familienmitglieder sollten sich auf jeden Fall gegen Hepatitis B
impfen lassen.
Frage: Schützt die Impfung auch gegen AIDS?
Antwort: Nein, gegen AIDS gibt es noch keine Impfungen. Deshalb
ist es wichtig, jede Verletzung mit gebrauchten Spritzen zu
vermeiden und beim Geschlechtsverkehr Präservative zu verwenden.
Frage: Wann sollte man sich nicht gegen Hepatitis B impfen lassen?
Antwort: Alle gesunden Personen können sich impfen lassen.
Während der Schwangerschaft oder bei chronischen Krankheiten
sollten Sie sich hingegen von Ihrem Arzt beraten lassen.
Frage: Bemerken alle Träger von Hepatitis-B-Viren, dass sie diese
Krankheit haben?
Antwort: Nein, viele akute und chronische Träger wissen nicht,
dass sie das Virus in sich tragen und andere Personen anstecken
können. Nur ein Bluttest erlaubt eine sichere Diagnose.
Frage: Wie lange dauert es nach der Ansteckung, bis erste
Krankheitszeichen auftreten?
Antwort: Symptome einer akuten Hepatitis B treten zwischen sechs
Wochen und einigen Monaten nach der Ansteckung auf. Es kommt aber
häufig vor, dass sich gar keine Krankheitszeichen feststellen
lassen und die Krankheit erst bemerkt wird, wenn Jahre später die
Komplikationen der chronischen Hepatitis B eintreten
(Leberzirrhose, ev. Leberkrebs).
Schweizerische Hepatitis-Informationsstelle
Hochstrasse 113
4018 Basel
Telefon 061 331 90 80
Telefax 061 331 90 21
Herausgeber:
Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie
Sekretariat
Abt. für Spitalhygiene
Kantonsspital Basel
Petersgraben 4
4031 Basel
Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie
Sekretariat
Postfach
3000 Bern 25
http://www.swiss-paediatrics.org
-------------------------------------------------------------------------------
Zum Punkt Todesfälle gibt es ZWEI Angaben:
------------------------------------------------------------------------------- Akute Hepatitis-B-Erkrankungen machen in der Schweiz jedes Jahr etwa 200 bis 250 Spitaleinweisungen nötig und verursachen 6 bis 10 Todesfälle wegen akuten Versagens der Leberfunktion. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Fast jede zehnte Person, die sich mit Hepatitis-B-Viren ansteckt, wird zum chronischen Virusträger. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind chronische Verläufe noch häufiger. In der Schweiz gibt es schätzungsweise 20000 Virusträger, weltweit rechnet man mit mehr als 350 Millionen. Diese können die Infektion zeitlebens weiterverbreiten und unterliegen selbst einem erhöhten Risiko von ernsthaften, oft gar lebensgefährlichen Komplikationen. So erkrankt jeder vierte Virusträger an einer chronisch fortschreitenden Leberentzündung, aus der mit den Jahren eine Leberschrumpfung (Leberzirrhose) und später in vereinzelten Fällen ein Leberkrebs entsteht. Diese schweren Komplikationen haben in der Schweiz jährlich 200 bis 400 Spitaleinweisungen und zirka 40 bis 80 Todesfälle, weltweit mehr als eine Million Todesfälle zur Folge. -------------------------------------------------------------------------------
Todesfälle durch AKUTE Hepatitis-B-Erkrankungen: 6 - 10 pro Jahr.
ZUSÄTZLICH Todesfälle SPÄTER durch Leberschrumpfung (Leberzirrhose) und Leberkrebs: 40 bis 80 pro Jahr.
Gesamt also pro Jahr: 46 - 90 Tote.
Stark