25.06.2006
Menschen stehen an der Klippe, ihre kleinen Kinder im Arm. Unten ist der Strand. Sie werfen die Kinder in den Abgrund. Dann gehen sie herunter und sammeln sie wieder ein. Was noch von ihnen übrig ist.
Die Götter haben es bestimmt. Die Götter haben es gewollt. Alles geschieht im Willen und zur Freude der Götter.
Rituale. Ritualmorde. Es gab sie - und es gibt sie noch heute. Nur heißen sie heute anders.
Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit ihrem Kind zum Kinderarzt. Sie haben Ihr gelbes Vorsorgeheft dabei und erwarten, daß dieser ihr Kind nach allen Regeln der Kunst behandelt. Sie vertrauen diesem Arzt. Dieser Arzt erzählt Ihnen, daß Schutzimpfungen, aus diesen oder jenen Gründen, nicht zu machen seien. Er erzählt vielleicht etwas von Impfschäden. Vielleicht erzählt er auch etwas von der Harmlosigkeit der Krankheit, gegen die geimpft werden soll. Möglicherweise erzählt er sogar etwas von Allergien... wer weiß das schon. Sie vertrauen ihm, denn er ist Arzt.
Hätten Sie ihm auch vertraut, wenn er gesagt hätte?:
Nein, Sie hätten Sie ihm nicht vertraut.
Mit dieser Härte erklären sich die Anthroposophen ihren Opfern auch nicht. Nein, vor ihren Opfern blähen sie sich auf und schwafeln megatonnenweise Schwulst und Nonsens, dem normale Menschen nicht folgen können. Aber das sollen die auch nicht, denn Hauptsache ist, die werden beeindruckt und tun, was die Anthroposophen von ihnen wollen: die Kinder wie die Schafe zur Schlachtbank führen.
Statt des genannten Buches "Kindersprechstunde" von Michaela Glöckler und Wolfgang Goebel, über das Sie dort
------------------------------------------------------------------------------- Soziale Hygiene. Merkblätter zur Gesundheitspflege im persönlichen und sozialen Leben. Verein für ein erweitertes Heilwesen e.V. 7263 Bad Liebenzell-Unterlengenhardt Frühere Einzelhefte Nr. 7, 14 und 15. Erscheinungsdatum: 1982, Broschüre, 31 Seiten 2. Auflage 1985 4. Auflage 1988 ISBN 3-922060-24-2"Soziale Hygiene.", "Merkblätter zur Gesundheitspflege im persönlichen und sozialen Leben.", "Verein für ein erweitertes Heilwesen e.V." - Muff des 19.Jahrhunderts, man hoffte ihn längst ausgestorben.
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Und dann der Titel:
------------------------------------------------------------------------------- Kinderkrankheiten haben einen Sinn! von Wilhelm zur Linden, Walther Bühler, Otto Wolff Unzeitgemässe Abhärtung - Das Rachitisproblem Aus dem Inhalt: Wilhelm zur Linden / Walther Bühler - Abhärtung im Kindesalter - Der Wärmeorganismus - Abhärtung und Verweichlichung - Praxis der Abhärtung - Kleidung - Wasseranwendung - Der Wärmeorganismus als Träger des Ichs Wilhelm zur Linden / Walther Bühler - Vom Sinn der Kinderkrankheiten - Die Angst vor dem Fieber - Vom Sinn des Fiebers - Die Masern - Das Scharlachfieber - Der Wärmeorganismus - Zum Impfproblem Wilhelm zur Linden / Otto Wolff - Die Rachitis und ihre Verhütung - Das so genannte Vitamin D - Die Gefahr der Anwendung von Vitamin D - Die praktische Vorbeugung - Zur Frage der "Kollektivmedizin" -------------------------------------------------------------------------------
Das ist kein Buch für Eltern, das ist ein Buch für die Hartgesottenen. Für Eingeweihte. Ideologie pur.
Den Teil "Vom Sinn der Kinderkrankheiten" habe ich WWW gefunden. Er wurde (so heißt es in der betreffenden Web-Seite) "Entnommen aus "Kinderkrankheiten haben einen Sinn!", Wilhelm zur Linden/ Walther Bühler/ Otto Wolf Verein für anthroposophisches Heilwesen, Bad Liebenzell)"
------------------------------------------------------------------------------- Kinderkrankheiten haben einen Sinn! -------------------------------------------------------------------------------
Das ist Programm. Das gibt Sinn, das gibt DEN Sinn ALLER anthroposophischen "Medizin".
Von einer weiteren Quelle im WWW (http://www.kidmed.de) habe ich den Teil "Abhärtung im Kindesalter", sowie Kommentar:
------------------------------------------------------------------------------- I) WILHELM ZUR LINDEN / WALTHER BÜHLER Abhärtung im Kindesalter Die moderne Zivilisation, die uns das äußere Leben in vieler Beziehung so leicht und bequem macht, hat es mit sich gebracht, daß der Mensch, zumal der Städter, sich der Natur immer mehr entfremdet. Unseren Großeltern war noch selbstverständlich, daß sie von Kind auf bei Sturm und Regen, bei Hitze, Schnee und Kälte die weitesten Wege zu Fuß machen mußten; sie empfanden das nicht als besondere Strapaze, sondern als Kräftigung und Stählung ihrer Natur.
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Das ist eine unerträgliche, zynische Lüge voller Bosheit.
Meine Mutter, geboren 1925, wuchs in einem Dorf in Jugoslawien als Bauernkind unter primitiven Bedingungen auf. Für sie war es die Hölle, mit ihren 5 Jahren durch den hohen Schnee zu müssen, zwischen den Dörfern und Feldern, durch die Kälte. Nicht jedes Kind überlebte damals.
Meine Mutter hatte zeit ihres Lebens Angst, daß sie wieder in solche Not kommen könnte - und meine Mutter ist einer der härtesten und gnadenlosesten Menschen, die ich kennengelernt habe...
Abhärtung --- Wer hätte je gedacht, daß es bei der angeblich "sanften" anthroposophischen "Medizin" in Wahrheit um Abhärtung geht?
Um Abhärtung, die sich an einer Ideologie orientiert, welche Wörter wie "Kräftigung" und "Stählung" benutzt.
"Stählung"... ein Wort, welches man schon ewig nicht mehr gehört hat, und das auch niemand in den Zusammenhang mit den "sanften" Anthroposophen bringen würde, der nicht weiß, welches die eigentlichen Wurzeln der Anthroposophie sind.
Mal ganz davon abgesehen, daß auch unsere Großeltern derartige Torturen als Strapaze empfanden, ist dies ein Menschenideal ("Härte, Zähigkeit, Ausdauer"), an welches Deutschland ganz schlechte Erinnerungen hat und welches wohl das größte Leid über uns und die ganze Welt gebracht hat, das man sich bis dato vorstellen kann.
Wie stellen sich Bühler und zur Linden diese Abhärtung vor, diese "Härte, Zähigkeit, Ausdauer"?
Natürlich, es soll keine rein körperliche sein, sondern eine "ganzheitliche", die Körper und Psyche erfaßt:
------------------------------------------------------------------------------- Dazu gehört allerdings eine bestimmte seelische Einstellung, denn die dem Menschen zuträgliche Abhärtung ist nicht nur ein körperliches, sondern auch ein psychologisches Problem. Engländer oder Spanier setzen sich, wenn sie stark schwitzen, ruhig in Wind oder Zugluft, "damit sie schnell trocknen". Typisch deutsch dagegen ist der Ruf "Es zieht!", sobald in einem Raum ein Fenster geöffnet wird: Der Deutsche hat von der Zugluft eine andere Vorstellung, er fürchtet sie, und schon deshalb fällt er ihr leichter zum Opfer. Der mutige Wille, besonders hartes Wetter zu ertragen, oder der sportliche Ehrgeiz, sich in einer großen Strapaze zu bewähren, macht den Menschen in der Tat widerstandsfähiger. -------------------------------------------------------------------------------
DER Deutsche, DER Engländer, DER Spanier...
"DER Deutsche" war bei den Anthroposophen von jeher die Krone der Schöpfung. Ihn gilt es besonders auszubilden, ihn gilt es zu stählen. Er ist von den Anthroposophen auserwählt, die höchste Stufe der Rassenlehre Steiners als erster zu erreichen.
So liest man in dem Waldorfschulbuch "Atlantis und die Rätsel der Eiszeitkunst" von 1936:
------------------------------------------------------------------------------- Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden, -------------------------------------------------------------------------------
1936 ist seit langem vorbei, und nun bedroht "der Deutsche" die anthroposophische Ideologie mit einer normalen Lebensführung, die nicht auf "Stählung" ausgerichtet ist. DAS darf ein anthroposophischer "Arzt" natürlich nicht zulassen...
Nun zu "Vom Sinn der Kinderkrankheiten".
------------------------------------------------------------------------------- Vom Sinn der Kinderkrankheiten Es ist eines der beunruhigenden Zeichen für die Naturentfremdung des heutigen Menschen, daß ihm das Verständnis für die Grundtatsachen des Lebens - Gesundheit und Krankheit - immer mehr verlorengeht. Er steht den Vorgängen in seinem eigenen Körper hilflos gegenüber und hat den Instinkt verloren für das, was ihm zuträglich oder schädlich ist. -------------------------------------------------------------------------------
Eine der Geisteskrankheiten ist die permanente Suche nach "dem Sinn".
Eine andere Geisteskrankeit ist die Wahnvorstellung, einen HÖHEREN Sinn gefunden zu haben - am besten den Willen von irgendwelchen Wesenheiten oder Gottheiten oder sonstigen höheren Mächten, die dann auch gleich die Legitimation dafür liefern, daß für diesen Wahn auch Menschenleben geopfert werden können, müssen, sollen...
------------------------------------------------------------------------------- So erscheint den meisten Menschen heute jede Krankheit - und sei es nur ein harmloses Schnupfenfieber - als ein lästiges und oft gefährliches Ereignis, das so schnell wie möglich beseitigt werden muß, am liebsten durch vorbeugende Impfung oder ein radikal wirkendes Mittel. Was in früheren Generationen für jede einfache Mutter ein selbstverständliches Wissen war, ist für den heutigen Menschen ein völlig neuer, unerhörter Gedanke: daß nämlich den Krankheiten selbst oder ihren Begleiterscheinungen wie dem Fieber ein verborgener Sinn zugrunde liegen könne, der für die körperliche und seelische Entwicklung des Menschen von wesentlicher Bedeutung ist. -------------------------------------------------------------------------------
"Früher hatte man Wissen.", "Früher war man im Einklang der Natur" - kaum eine Lüge ist größer als diese Behauptungen.
Früher hatte man KEIN Wissen. Früher war man der Natur hilflos ausgeliefert. Die Menschen starben durch einfachste Verletzungen oder Infektionen.
Die Menschen hatten Hunger, erlitten Unterernährung. Die Ernten mißrieten, was geerntet war, wurde ein Raub der Fäulnis - was blieb, machte Mensch und Tier krank, es tötete.
Die Flucht - vor allem aus Deutschland und Irland - nach Amerika war für viele die einzige Rettung. Obwohl viele während der Reise, der Überfahrt und der Zeit danach ihr Leben verloren, war das immer noch besser als in Deutschland oder Irland zu sterben.
Hätten Leute wie Bühler oder Wolff ihre "Weisheiten" damals auf einem Schiff verkündet, sie wären auf der Stelle über Bord geworfen worden.
Und noch etwas muß gesagt werden zu der Suche der geisteskranken Hirne nach "dem Sinn": Wenn es Dinge gibt wie Wetter oder Krankheiten, dann MÜSSEN diese einen Sinn haben. Denn die Götter haben die Welt gemacht. Also haben die Götter alles mit Absicht gemacht. Alles hat Sinn und Zweck. Auch die Krankheiten.
Und dann, dann lesen wir es: daß wir alle verweichlicht sind, weil wir nicht krank werden wollen.
Demzufolge war der Mensch schon immer verweichlicht, denn die Behauptung, früher habe man gewußt, daß Erkrankungen einen Sinn hätten, ist der blanke Blödsinn, selbst im volkstümlichen Sinne. Nicht umsonst wünschen sich die Menschen schon immer "Gesundheit", wenn sie miteinander Umgang pflegen.
Wir sollen also unbedingt krank werden, sagen die Autoren. Wer nicht krank wird, taugt nichts.
Eine ungeheuerliche Erkenntnis tut sich da auf, denn der einzig zulässige Schluß, den man aus diesen Zeilen ziehen kann, lautet:
Zum anthroposophischen Arzt geht man, um krank zu werden.
------------------------------------------------------------------------------- Die Angst vor dem Fieber Vor allem bei den Krankheiten der Kinder blicken die Eltern aus der Sorge und Verantwortung für ein hilfloses und noch unselbständiges Geschöpf verständlicherweise ängstlich und wie gebannt auf die scheinbar nur negativen und gefährlichen Seiten des Krankseins. Viele unwissende Eltern verlangen vom Arzt, daß er das Fieber möglichst bald beseitigt, ja manche sind so töricht, die Tüchtigkeit des Arztes geradezu nach der Geschwindigkeit zu beurteilen, mit der er das Fieber zum Absinken oder Verschwinden bringt. Diese Haltung entspringt der irrigen Annahme, jedes Fieber sei an sich schon eine Krankheit. -------------------------------------------------------------------------------
Krankheit ist ein Segen und die Eltern sind töricht. Würde jemand diesen Satz in die Welt posaunen, man erklärte ihn für verrückt.
Aber die Perversion der Sektoiden ist bekanntlich grenzenlos. So hetzen beispielsweise Impfgegner mit der Behauptung, der "Pharmamafia" zuarbeitende oder sogar auf ihrer Lohnliste stehende Ärzte würden auf die Eltern herabsehen und wie Trottel behandeln. Hier nun sehen wir eine Stelle, wo guruistisch der Zeigefinger gegen die "törichten", "unwissenden Eltern" erhoben wird, die Gesundheit für ihr Kind verlangen...
------------------------------------------------------------------------------- Nun werden tatsächlich genug Mittel angeboten, mit deren Hilfe der Arzt ein Fieber in wenigen Stunden senken oder gar beseitigen kann. Aber man schenkt der Tatsache zu wenig Beachtung, daß immer wieder neue, stärkere "Wunderdrogen - auf den Markt gebracht werden müssen - offenbar weil die alten schon nicht mehr wirken. Irgend etwas scheint nicht zu stimmen bei dieser Rechnung: Wundermittel - Fieberbeseitigung - "Heilung". Wie kommt es denn, daß trotzdem die Ärzte immer mehr zu tun haben und daß die Krankenhäuser nicht mehr ausreichen? -------------------------------------------------------------------------------
Ja, eine schwere Frage: Warum immer mehr Ärzte und immer mehr Krankenhäuser?
Eine schwere, schwere Frage.
Eine dumme Frage. Dumm, denn sie suggeriert etwas.
Dumm, denn die Antwort ist ganz einfach: Weil die Gesellschaft, weil die Gemeinschaft, weil der Staat es sich leisten kann, MEHR Ärzte auszubilden und MEHR Krankenhäuser zu bauen und zu unterhalten. Jetzt, in der Wirtschaftskrise, in der wir auf der ganzen Erde stecken, sieht man wie das ist OHNE Geld: Keine Geld für Ärzte, kein Geld für Krankenhäuser, kein Geld für Medizin. Mehr Menschen werden sterben. Alte Menschen kriegen schon seit Jahren weniger Hilfe. Die Mittel werden aufgeteilt. Wen kann man noch retten und wen muß man dafür opfern, sterben lassen?
Eine dumme Frage, denn schon damals, 1982, als Bühler und Wolff sie stellten, war die Antwort klar.
Eine dumme Frage, denn nicht erst 1982, sondern schon viel früher war in der Medizin klar, daß man die neuen Medikamente trotz des großen Aufwands (durchaus eine Milliarde Mark pro erfolgreichem Stoff) entwickelte, DAMIT sie weniger Nebenwirkungen haben, gezielter wirken, gezielter an bestimmten Eigenschaften der Krankheiten ansetzen, besser dosierbar sind. Man lernte ständig dazu und konnte ständig neues Wissen in die Forschung einbringen.
Aber neues Wissen ist nichts wert, denn (siehe oben!) :
------------------------------------------------------------------------------- Was in früheren Generationen für jede einfache Mutter ein selbstverständliches Wissen war, ist für den heutigen Menschen... -------------------------------------------------------------------------------
Weiter:
------------------------------------------------------------------------------- Gewiß verlieren zahlreiche akute Krankheiten mit Hilfe solcher Mittel rasch ihren heftigen Charakter, aber oft ist der Patient nachher nicht im wahren Sinne "genesen"; er kann sich nicht recht erholen und klagt vielleicht bald über andere Beschwerden, da die alten nicht wirklich "geheilt", sondern nur symptomatisch behandelt, also "verdrängt" wurden. -------------------------------------------------------------------------------
Auch hier diabolische Lügen. Und gleich die erste: daß die neuen Mittel nichts taugen, weil...
Haß gegen das Neue, das an der Autorität der Gurus sägt, das die Allwissenheit der alten Arztpriester in Frage stellt, weil DAS NEUE den Kranken hilft...
Und dann eine der miesesten Lügen: daß Krankheiten nicht geheilt, sondern nur deren Symptome unterdrückt würden. Diese Lüge wird insbesondere von den Homöopathen verbreitet, denn nach deren Wahnvorstellung ist einzig und allein die Homöopathie DIE richtige, die ALLEINIGE Medizin.
Homöopathen können GRUNDSÄTZLICH keine neuen Erkenntnnise in der Medizin, keine neuen Behandlungsverfahren und keine neuen Medikamente brauchen, denn SIE, die Homöopathen SIND BEREITS im Besitz der Allwissenheit.
Daß aber die geschmähte wissenschaftliche Medizin den Menschen überleben hilft und die angeblich alternativen Verfahren das nicht tun - und die "Alternativen" noch nicht einmal beweisen können, daß ihre Verfahren wirksam sind, das geht nicht in die Köpfe der "Alternativen".
Natürlich, ein Fieber wird mit Pharmazeutika gesenkt. Blutdruck kann gesenkt oder gehoben werden. Die eigentliche Krankheit läßt sich nunmal nicht immer beseitigen. Wir sind keine Götter, die mit dem Finger schnippen - und zack! ist der Mond viereckig und aus Käse. Wir müssen mit der Welt leben SO WIE SIE IST. Und wir tun unser Bestes - zumindest Viele tun es. Wir können froh sein über jeden Fortschritt, den wir erreichen.
Eine weniger leicht erkennbare Lüge in dem Passus ist die Klage darüber, daß sich die Kranken "nicht recht erholen".
Leider richten viele Krankheiten bleibende Schäden an - und es sind gerade die "alternativen 'Heiler'" mit ihren Wahnsinnsmethoden daran schuld, denn durch ihre unterlassenen Diagnosen wird nicht behandelt; behandeln sie, behandeln sie falsch, verzögern und verschlimmern Krankheiten, lassen die Schäden und Folgeschäden wachsen - alles zum Nachteil der Kranken.
Hömöopathie ist dabei eine der schlimmsten Idiotien in der Medizin. Tausende und abertausende sterben jedes Jahr wegen der durch Homöopathie verursachten Schäden.
------------------------------------------------------------------------------- Hat das immer stärkere Auftreten fieberlos verlaufender Krankheiten, das man heute beobachten kann, vielleicht seinen Grund darin, daß den Menschen das heilende Fieber mit Hilfe der Gewaltmittel abgewöhnt wurde? Jedenfalls ist es eine Tatsache, daß der zivilisierte Mensch heute den Zustand völliger Gesundheit kaum noch kennt; er befindet sich in einem andauernden Schwebezustand zwischen halber Krankheit und halber Gesundheit. -------------------------------------------------------------------------------
Früher starben die Menschen einfach. Es gab keine Mittel, sie zu retten. Heute gibt es mehr Medikamente und Methoden als früher. Heute werden Menschen älter.
Krankheiten hinterlassen Schäden. Es gibt kein Medikament und keine Maschine, womit man die Krankheit beseitigen, die Uhr zurückdrehen und den Menschen wieder "wie neu" machen kann.
Menschen altern. Ihre Kräfte lassen nach. Menschen leben heute länger, also gibt es mehr Alte, also gibt es mehr Menschen, die nicht mehr ihre vollen Kräfte haben. Das ist ein völlig logischer Zustand, den JEDER logisch denkende Mensch verstehen und einsehen kann.
Nur die alternativen "Heiler", die verstehen das nicht.
------------------------------------------------------------------------------- Bisher war diese Entwicklung in der Hauptsache auf die Erwachsenen beschränkt. Leider erstrecken sich aber die beschriebenen medizinischen "Erfolge" allmählich auch auf immer jüngere Jahrgänge, also auf Schulkinder und manchmal schon auf Kleinkinder oder sogar Säuglinge. Es gibt heute zwei- oder dreijährige Kinder, bei denen nichts mehr recht anschlägt, weil sie schon mit sämtlichen Antibiotika ausgiebige Bekanntschaft gemacht haben! Und da die verschiedenen Keime gegen diese Mittel resistent geworden sind, läßt sich das Fieber nicht mehr unterdrücken. Alle zwei bis drei Wochen tritt eine akute fieberhafte Krankheit auf. -------------------------------------------------------------------------------
Diesen Passus habe ich einem Medizinstudenten gezeigt und ihn zu dem hervorgehobenen Satz befragt. Seine Antwort:
Resistente Keime haben mit Fiebersenkung nichts zu tun. Gegen Fieber nimmt man Fiebersenker und gegen Bakterien nimmt man Antibiotika.
Akute fieberhafte Erkrankungen haben mit allem zusammen meist nichts zu tun, weil akute fieberhafte Erkrankungen in der Regel von Viren ausgelöst werden und Viren viel bessere Fiebermacher sind als Bakterien.
Der Text ist Schwachsinn. Das liest sich wie die Stammtischmedizin eines Bauarbeiters."
In der Tat, was Bühler und zur Linden erzählen, ist das alte Märchen, daß der Patient gegen ein Antibiotikum resistent wird. In Wahrheit sind es natürlich die Bakterien, die Resistenzen entwickeln. Wenn diese Bakterien im Körper ausgerottet sind, dann sind sie tot. Dann gibt es keine Resistenzen!
Werden aber NICHT alle Erreger getötet, können sich Resistenzen entwickeln. Diese setzen sich dann besonders gerne in Patienten durch, bei denen die Antibiotikatherapie nicht sachgerecht durchgeführt wurde: zu geringe Dosierung, oder Behandlung zu kurz oder Behandlung abgebrochen.
Besonders wirksam als Verursacher ist hierbei ausgerechnet die alternative Szene, sowohl auf Seite der Ärzte (Homöopathen etc), als auch bei den Patienten, so daß die Behauptungen der Alternativen selbsterfüllende Prophezeihungen sind und die Alternativen die Täter.
Hierzu ein schönes Beispiel für den Hergang:
------------------------------------------------------------------------------- Alternative Methoden Anleitung: Wie züchte ich Resistenzen... Autor: ~Peter 18.04.2002, So, oder ähnlich geschieht es täglich Typischer Krankheitsablauf in einem Alternativenhaushalt: 1. Tag) Der 6 jährige Sohn leidet unter leichten Halsschmerzen. Frau K, die Mutter des Kindes, meint, das wird schon wieder und verbreicht ihm Globuli. 2. Tag) Die Halschmerzen sind inzwischen stärker geworden, das Kind fühlt sich krank und möchte aufgrund starker Schluckbeschwerden keine Nahrung zu sich nehmen. Die Temperatur ist erhöht. Da die Beschwerden sich nicht verbessern, versucht die Mutter es nun mit Globuli Sorte B. 3. Tag) Die Beschwerden sind immer noch unverändert, das Kind leidet. Der Vater (in anderen Haushalten übernimmt die Mutter den venünftigen Part) besteht nun darauf, dass das Kind einem Arzt vorgestellt wird. Der Arzt diagnostiziert eine Mandelentzündung und verschreibt ein Makrolidantibioatikum. Mutter besteht aber auf einer begleitenden homöopathischen Behandlung, und verabreicht zusätzlich Tonsiotren. In Anbetracht der schlimmen Schmerzen, die das Kind hat, bekommt es am dritten Tag seine korrekte Antibiotikadosis. 4. Tag) Als sich am Morgen immer noch keine Besserung zeigt wird die Mutter bereits ungeduldig. Gegen Abend ist das Fieber aber deutlich zurückgegangen. Irgendwo hat sie mal gehört, dass Antibiotika streng nach ärztlicher Anweisung einzunehmen sind. So erhält das Kind auch am Tag 4 die korrekt Dosis. 5. Tag) Dem Kind geht es bereits deutlich besser, die Mutter freut sich über den Erfolg und denkt, dass die homöopatische Eigenbehandlung angeschlagen hat. Beim Einkaufen trifft sie auf Karola und Norbert. (Namen fiktiv...?!) Beide sind empörte Gegner der Schulmedizin und erklären stolz wie gesund ihre Kinder seien. Ihre Kinder würden grundsätzlich nur von einem Homöopathen behandelt und seien deshalb auch fast nie krank. Antibiotika lehnen die beiden grundsätzlich ab, da sie die Darmflora schädigen und der Körper immun dagegen werde. Kleinlaut muss Frau A eingestehen, dass ihr Kind zur Zeit Antibiotika einnehmen muss. Karola und Norbert lächeln hochnäsig und mitleidig und verabschieden sich. Am Abend beschließt die Mutter eigenmächtig die Antibiotikagabe zu verringern. 6. Tag) Dem Kind geht es wieder gut, wozu noch ein Antibiotikum?, zumal es doch so böse Nebenwirkungen hat. Außerdem hat sich Karola zum Kaffee angemeldet, da macht sich die Antibiotikaschachtel auf dem Küchenschrank nicht gut. Schnell wirft Frau K das Medikament in den Müll. Ihre Kind wird auch ohne Antibiotika wieder gänzlich gesund werden. 7.,8.,9. Tag) Frau K stärkt die Abwehr ihres Kinders mit Globuli, die Karola ihr beim gemeinsamen Kaffee empfohlen hat. 10. Tag) Der Junge bekommt wieder Fieber, diesmal ein plötzlicher Beginn, Schüttelfrost. Zum Glück erkennen die Eltern die ernste Situation, stellen ihr Kind beim ärztlichen Notdienst vor. Dieser diagnostiziert eine Lungenentzündung und verschreibt wiederum ein Makrolidantibiotikum. 11. Tag) Der Zustand unverändert, die Eltern machen sich große Sorgen. Als sie es nicht mehr aushalten, bringen sie ihr Kind ins Krankenhaus. Die Ärzte vermuten, dass das Antibiotikum nicht anschlägt und verabreichen nun Cefazolin. Frau K fragt, ob man nicht auch homöopathisch behandeln könne. Der Oberarzt schaut sie entsetzt an und murmelt etwas, was die Mutter zum Glück nicht gehört hat. 12. Tag) Ein Antibiogramm wurde erstellt und bestätigt die Resistenz des Erregers gegen sämtliche Makrolidantibiotika. Aufgrund des schnellen Medikamentenwechsels in der Klinik ist nochmal alles gut gegangen... -------------------------------------------------------------------------------
Weiter im Text von Bühler und zur Linden:
------------------------------------------------------------------------------- Daran kann man erkennen, mit welcher verzweifelten Kraft ein gesund geborenes Kind einmal, ein einziges Mal eine Krankheit wirklich erleben und durchstehen möchte. -------------------------------------------------------------------------------
Da steht tatsächlich, daß ein Kind krank sein WILL. Und diese Idiotie sagt nicht irgendwer, sondern das sagen Ärzte.
Die Antibiotika versagen, weil die Erreger resistent dagegen sind - und DARIN soll sich nach dem Wahn von Bühler und zur Linden der Wille des Kindes zeigen, KRANK WERDEN ZU WOLLEN. Aber die Resistenz ist eine Eigenschaft der Erreger und keine des Kindes!
In einem von Anthroposophen betriebenen Server mit Biografien gibt es auch eine über Wilhelm zur Linden. Darin heißt es unter anderem:
------------------------------------------------------------------------------- Wilhelm zur Linden Arzt. * 05.11.1896 Neuwied/Rheinland (Deutschland) + 05.12.1972 Bad Godesberg (Deutschland) Er war ein wacher, tatkräftiger Zeitgenosse des 20. Jahrhunderts. Eine weltweite Bekanntschaft und Bedeutung erlangte er als Arzt, Forscher und Anthroposoph. Die Inhalte der durch Rudolf Steiner gegebenen Anthroposophie in ebendiesem Jahrhundert bedeuteten schon früh für ihn geistige Heimat und bestimmten im Wesentlichen das ärztliche Tun und den Charakter seiner wissenschaftlichen Forschung. [...] In dem Hauptwerk "Geburt und Kindheit" legt der Verfasser die Essenz seiner gesamten Lebenserfahrung als Arzt und Kinderarzt offen. -------------------------------------------------------------------------------
Nicht nur Arzt, sondern auch noch Kinderarzt!
In der Biografie über Walther Bühler heißt es:
------------------------------------------------------------------------------- Walther Michael Bühler Arzt. * 02.04.1913 Homburg/Saar (Deutschland) + 14.10.1995 Unterlengenhardt (Deutschland) Walther Bühler war einer der maßgeblichen und wortmächtigen goetheanistisch denkenden und forschenden Vertreter der anthroposophisch-medizinischen Bewegung. [..] Seit 1940 beschäftigte sich Bühler neben der ihn schon immer interessierenden Astronomie auch mit Astrologie - angeregt durch eine der damals profiliertesten Astrologinnen Deutschlands, die seine Patientin war. Er testete das Erlernte an den Horoskopen seiner eigenen Familie und forschte nach Übereinstimmung mit den Karmadarstellungen Steiners. [...] Er arbeitete im erweiterten Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland, im Vorstand der von ihm mitbegründeten Arbeitsgemeinschaft anthroposophischer Ärzte/Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte und in dem von ihm selbst 1952 ins Leben gerufenen und mit Heinz-Hartmut Vogel begründeten "Verein für ein erweitertes Heilwesen", dessen Namen er selbst noch wenige Tage vor seinem Tod in "Verein für ein anthroposophisches Heilwesen" änderte. Im Rahmen seiner Tätigkeit in dieser Patientenorganisation war er Herausgeber der "Merkblätter für Soziale Hygiene" und verfasste selbst zahlreiche dieser medizinisch-volkspädagogisch veranlagten Blätter. Darüber hinaus schrieb er Aufsätze für anthroposophische Zeitschriften, für die Weleda-Nachrichten und die Weleda-Korrespondenzblätter. Wie in seinen Büchern stehen medizinische, kosmologische und allgemein anthroposophische Themen im Mittelpunkt. [..] Besonders populär ist sein Büchlein "Der Leib als Instrument der Seele", hervorgegangen aus vier Vorträgen, die er für Mitarbeiter der Weleda gehalten hatte. [...] 1967 verließ Bühler das Paracelsus-Krankenhaus, zog nach Stuttgart und wurde hauptberuflicher Redner und Dozent für die Anthroposophische Gesellschaft. Er war es ein Vierteljahrhundert "mit Leib und Seele, ohne Mühen oder Anstrengungen zu scheuen", wie seine Frau bemerkt. [...] ... sodass er sein goetheanistisch-wissenschaftliches Lebenswerk über den goldenen Schnitt... [...] ...im September 1995 die letzten Korrekturen dem Verlag abzugeben, sodass sein Werk "Das Pentagramm und der Goldene Schnitt als Schöpfungsprinzip", von ihm selbst noch vollendet, nach seinem Tode erscheinen konnte. -------------------------------------------------------------------------------
Zwei Ärzte. Beide offensichtlich mit Einfluß, der eine Kinderarzt und der andere sogar "hauptberuflicher Redner und Dozent für die Anthroposophische Gesellschaft. Er war es ein Vierteljahrhundert".
Welches Unheil haben diese beiden Ärzte angerichtet...
Was in ihren Köpfen vorging und was sie auf die anderen Anthroposophen übertrugen und noch immer übertragen ... spottet jeder Beschreibung, siehe vor allem die nun folgende Passage:
------------------------------------------------------------------------------- Gegen alles ist ein solches Kind geimpft und trotzdem möchte es sich einmal in einer Krankheit bewähren; es möchte einmal seine eigenen Heilfähigkeiten einsetzen dürfen und dabei seine Konstitution stärken. Selbstverständlich haben wir es in solchen Fällen von Arzneimißbrauch mit Entartungserscheinungen unserer Zivilisation zu tun, die vorläufig noch nicht die Regel sind. Ebenso zweifellos ist aber, daß diese Tendenz im Steigen ist, daß die Zahl solcher Unglückskinder bereits riesengroß ist- und daß sie weiter wachsen wird. -------------------------------------------------------------------------------
Hitler und seine Horden zogen gegen "entartete Kunst" und hier, mitten unter uns im Jahr 1982, schreiben ÄRZTE: Impfungen sind "Entartungserscheinungen unserer Zivilisation".
Es sind nicht irgendwelche Ärzte, es sind Anthroposophen!
Es sind nicht irgendwelche Anthroposophen, es sind Anthroposophen, die auch
heute noch gedruckt und nachgebetet werden, wie zum Beispiel im "Waldorf
Journal Project #4", im Juni 2005, gedruckt von den "Foundations for a
Healthy Life" und unterstützt durch den "Waldorf Curriculum
Fund", herausgegeben von der "Association of Waldorf Schools of North
America":
http://www.waldorflibrary.org/waldorf%20journals%20project/WRP4.pdf
Bühler und zur Linden weiter:
------------------------------------------------------------------------------- Vom Sinn des Fiebers Es gibt wohl in der Geschichte der Medizin keinen großen Arzt, der seine Schüler nicht eindringlich gelehrt hätte: Fieber ist nicht die Krankheit selbst, sondern so etwas wie eine Waffe, die der Kranke im Kampf mit der Krankheit besitzt und entwickelt. Für den biologisch heilenden Arzt ist diese Auffassung selbstverständlich. Neuerdings ist sie auch von schulmedizinischer Seite voll bestätigt worden. Professor O. Westphal, Freiburg i.B., der die Rolle des Fiebers erneut untersuchte, sagt darüber: "Fieber ist nur ein Zeichen von Krankheit. Heute wissen wir recht genau, daß ein Fieber an sich das Gegenteil von einer Krankheit ist, nämlich, daß es zu den Mechanismen gehört, mit denen der Körper versucht, sich einer Infektionskrankheit zu erwehren." -------------------------------------------------------------------------------
Das hört sich logisch an, aber es ist eine Falle eingebaut. Fieber ist tatsächlich eine Methode des Körpers, Erreger abzutöten. Fieber tötet dabei aber auch eigene Körperzellen!
Wie man am Beispiel der schädigenden Temperaturerhöhung bei einem Sonnenstich sieht, ist der Temperatur nach oben sehr wohl eine deutliche Grenze gesetzt, auch zeitlich.
Der rhetorische Trick bei Bühler und zur Linden besteht darin, eine offenkundige Tatsache mit ihren anthroposophischen Wahnideen zu verquirlen. Dazu dient sehr häufig der Verweis auf die offenkundige Tatsache UND DIE BESTÄTIGUNG der offenkundigen Tatsache durch Andere, durch echte oder angebliche Autoritäten. Dies wird dann aber so gedreht, als ob diese Autoritäten der anthroposophischen Wahnidee gleichermaßen zustimmen würden...
Wurde im obigen Absatz Prof. Westphal herangezogen, wird das noch weiter erhöht zur "völligen Übereinstimmung in allen medizinischen Richtungen":
------------------------------------------------------------------------------- Mit dieser Feststellung von wissenschaftlicher Seite ist in diesem sehr wichtigen Punkt eine völlige Übereinstimmung in allen medizinischen Richtungen hergestellt worden. Wenn nun auch in der Praxis danach gehandelt würde, könnte viel Unheil verhütet werden, das durch vorzeitiges, nicht genügend überlegtes Unterdrücken von Fieber entsteht. -------------------------------------------------------------------------------
Der von Bühler und zur Linden hier hineingelogene Fehler besteht darin, das Senken des Fiebers mit einzubeziehen. Es wird so getan, als sei das Senken des Fiebers ein Unheil. Tatsache ist, daß das Senken des Fiebers entweder nicht nötig ist oder aber bewirkt werden MUSS (damit dem Körper kein Schaden durch die zu hohe Temperatur zugefügt wird), wozu es eben Fiebersenker gibt. Für die Bekämpfung der Erreger gibt es Antibiotika.
Es ist nicht nur so, daß nach dem Willen der Anthroposophen das Kind krank sein muß, nein, auch Fieber muß es haben! Fieber hat für die Anthroposophen eine magische Bedeutung.
------------------------------------------------------------------------------- Es wurde schon darauf hingewiesen, daß Komplikationen und Nachkrankheiten entstehen können- sowie vor allem auch eine stark verzögerte Rekonvaleszenz-, wenn das Fieber zu früh zum Schwinden gebracht und die eigentliche Krankheitsursache nicht heilend angegangen wurde. -------------------------------------------------------------------------------
Und wieder eine Falle - aus mehreren Teilen innerhalb eines Satzes.
Der letzte Halbsatz wird mit "und" angehängt und ist die Bedingung, die hier eingeschmuggelt wird.
Das Wort "heilend" ist vergiftet, denn unter "heilen" und "heilend" verstehen Anthroposophen etwas ganz anderes als logisch denkende Menschen.
Um das zu erklären, zitiere ich noch einmal diesen oben aufgeführten Passus:
------------------------------------------------------------------------------- Gewiß verlieren zahlreiche akute Krankheiten mit Hilfe solcher Mittel rasch ihren heftigen Charakter, aber oft ist der Patient nachher nicht im wahren Sinne "genesen"; er kann sich nicht recht erholen und klagt vielleicht bald über andere Beschwerden, da die alten nicht wirklich "geheilt", sondern nur symptomatisch behandelt, also "verdrängt" wurden. -------------------------------------------------------------------------------
Diese beiden Dinge spielen zusammen. Was man beim Satz "die eigentliche Krankheitsursache nicht heilend angegangen wurde" noch hinnehmen könte, erweist sich durch die ZWANGSWEISE UND IMMER vorhandene Verkettung mit der implizit (siehe oben) hineingezogenen Homöopathie als völlig unannehmbare Lüge. Heilung, das wird behauptet, käme nur durch Homöopathie. Antibiotika würden nur unterdrücken, aber nicht heilen.
Hier kommt dieser Teil des Satzes zum Tragen: "die eigentliche Krankheitsursache". Was ist denn die "eigentliche" Krankheitsursache? Nach dem Wahn der Homöopathen selbstverständlich die "Verstimmung der Lebenskraft", denn eine andere Ursache als diese gibt es für Homöopathen nicht. DESWEGEN lehnen Homöopathen Antibiotika ab. Homöopathen KENNEN keine Infektionskrankheiten. Alles, aber auch wirklich alles in diesem Bereich ist einzig und allein eine "Verstimmung der Lebenskraft".
Der Begriff "heilen" im Mund eines Homöopathen ist eine Perversion.
Weiter bei Bühler und zur Linden:
------------------------------------------------------------------------------- Auch kann der Organismus bei einer vorzeitigen Auslöschung des Fiebers oft keine Immunität gegen die betreffende Krankheit entwickeln, so daß zum Beispiel eine mit Antibiotika abgebrochene Scharlacherkrankung mehrmals wiederkommen kann. -------------------------------------------------------------------------------
Das ist falsch. Das Fieber hat damit überhaupt nichts zu tun. Scharlach kann auch bei voller Erkrankung einen Menschen mehrfach infizieren und zu erneutem Krankheitsausbruch führen.
Und weiter, mit Fieber...:
------------------------------------------------------------------------------- Die Aufgabe des Arztes besteht eben nicht darin, das Fieber zu bekämpfen. Sein Bemühen muß es sein, den biologischen Vorgang des Fiebers zu überwachen, so daß es als heilender Faktor wirksam werden kann. - -------------------------------------------------------------------------------
Das Fieber ist heilig, es darf nicht bekämpft werden. Der Schamane, will heißen der Anthroposoph, ÜBERWACHT das Fieber. DAS IST DIE ZENTRALE FUNKTION DES ARZTES bei den Anthroposophen: ÜBERWACHEN.
Beim Überwachen kommt SELBSTVERSTÄNDLICH das Karma des Patienten hinzu. Das Karma MUSS erfüllt werden. DARAUF achtet, darüber wacht der Anthroposoph. DAS ist SEINE Aufgabe.
Nun ist aber schon glasklar gesagt worden, daß das Kind eine Krankheit haben WILL, daß das Kind das Fieber haben WILL. Mit anderen Worten: dem Überwacher kommt die PFLICHT zu, das Kind vorsätzlich krank werden zu lassen, um dann sein Fieber zu überwachen und dafür zu sorgen, daß es ja nicht gesenkt wird.
Es ist klar, daß das auch fatal ausgehen kann. Das wissen die Anthroposopohen, siehe:
------------------------------------------------------------------------------- Selbstverständlich kann bei jeder Krankheit auch einmal ein schwerer Verlauf auftreten. Die Art des Fiebertypus gibt dem erfahrenen Arzt dann wichtige Hinweise für die Frühdiagnose einer derartigen Situation. Daher ist es notwendig, bei hohen Temperaturen den Arzt zuzuziehen, damit er den Fieberablauf "überwacht". Wenn er, wie es ja bei einem guten Arzt vorausgesetzt wird, die Fähigkeit besitzt, die biologischen Vorgänge des Fiebers richtig zu beurteilen, muß man ihm vertrauensvoll die Entscheidung überlassen, ob es sich noch um ein Heilungsgeschehen handelt, oder ob - wie dies in selteneren Fällen vorkommen kann - das Fieber aus einem Schwächezustand heraus weiterlodert. Der Pflegende aber sollte durchdrungen sein von dem Wissen um die wohltätige Aufgabe des Fiebers; eine kraftvolle Fieberreaktion hilft ja dem Patienten, die verlorengegangene Harmonie der Körpervorgänge wiederherzustellen. -------------------------------------------------------------------------------
Wie man sieht, stammt der Begriff "überwachen" nicht von mir, sondern von den Anthroposophen selbst. Sie gestehen also expressis verbis das, was ich schon beschrieben habe.
Auffallend ist "der erfahrene Arzt". Es ist nicht der Arzt mit der hohen Heilungsquote, es ist "der erfahrene Arzt". Die Person des Arztes wird überhöht, hochstilisiert. Und, in der Tat, er wird zum Herrn über Leben und Tod, zu dem, der Krankheiten BRINGT - dies nicht körperlich, aktiv, sondern durch Indoktrination zum Verzicht auf Impfungen, damit das heilige Fieber über die Kranken komme... Betriebsunfälle eingeschlossen. Aber die haben es dafür ja im nächsten Leben besser. Das ist das Karma, das kennt der Arzt, das weiß er und darüber wacht er. Das Karma zu erfüllen ist die Aufgabe des Arztes.
Der Arzt ist kein Diener des Menschen, sondern der Diener des Karma. Das Karma geht von einer Wiedergeburt zur nächsten, die Tode natürlich eingeschlossen, die Zwischenphasen natürlich auch. Anthroposophie ist ein Todeskult.
Nachdem er den Patienten hat krank werden lassen, pflegt ihn der Arzt hingebungsvoll. Er ist "durchdrungen von dem Wissen um die wohltätige Aufgabe des Fiebers". Ja, und er schafft es, er schafft es, er schafft es! Was? Er schafft es über "eine kraftvolle Fieberreaktion ... dem Patienten, die verlorengegangene Harmonie der Körpervorgänge wiederherzustellen".
Das ist EXAKT die Geisteskrankheit, die in der klinischen Psychologie als "Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom (Münchhausen by proxy)" bezeichnet wird.
Meist wird sie Müttern angedichtet, sogar völlig zu unrecht. Wer hätte aber gedacht, daß es eine ganze Kaste von Ärzten ist, die Münchhausen by proxy als Gewerbe betreibt?
Der folgende Satz wirft ein bezeichnendes Licht auf den "modus operandi", die Art und Weise, wie die Ärzte ihre Patienten handhaben, dirigieren, steuern:
------------------------------------------------------------------------------- Diese vertrauensvolle Grundhaltung ist in der Pflege eines Kranken bereits selbst ein heilender Faktor. Die innere Unruhe, die aus der Angst vor dem Fieber und den seltenen Komplikationen entsteht, von denen man vielleicht einmal gehört hat, überträgt sich nur zu rasch auf den Patienten und erschwert damit die Heilungsvorgänge. -------------------------------------------------------------------------------
Ergebenheit in das Schicksal, immer brav dem großen Doktor folgen - das ist das Schicksal der Kranken. Der Halbgott in Weiß gibt sich nicht mit der Hälfte zufrieden...
------------------------------------------------------------------------------- Ganz besonders gelten diese Überlegungen für die Fieberzustände bei Kindern. Temperamentvolle Kinder können heute über 41 Grad Fieber haben und drei bis vier Tage später völlig gesund sein! -------------------------------------------------------------------------------
Ja, einige Kinder können das. Andere sind tot.
------------------------------------------------------------------------------- Erfahrene Eltern haben gelernt, sich über das hohe Fieber, das akute Erkrankungen wie Grippe, Angina oder infektiöse Kinderkrankheiten - besonders Masern, Scharlach- begleitet, zu freuen. -------------------------------------------------------------------------------
Zur Verstärkung ein Lob für die "weisen" Eltern, die - völlig ahnungslos - ihre Kinder über die Klippe "Kinderkrankheiten" werfen.
------------------------------------------------------------------------------- Sie erkennen daraus, mit welcher starken Kraft sich ihr Kind zur Wehr setzt. -------------------------------------------------------------------------------
"Naturvölker", also solche, die weit weniger gebildet waren als wir, kennen diese Kraft. Diese Kraft ist mit den Tüchtigen. Wer die Probe nicht übersteht, der taugt nicht, der wird weggeworfen. Untüchtiges, kränkelndes, schwaches, unwertes Leben wird ausselektiert.
------------------------------------------------------------------------------- Wie jede Krise, die man im Leben durchmacht, ist auch das Fieber oft mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden. Es kann starken Blutandrang zum Kopf und erhebliche Kopfschmerzen verursachen. Selbstverständlich wird der Arzt oder auch die Mutter von sich aus mit Wadenwickeln, nassen Strümpfen oder lauwarmen Essigwasserwaschungen das Blut vom Kopf abzuziehen suchen. -------------------------------------------------------------------------------
Aber wozu all diese Qualen, wenn man die Krankheiten durch eine Impfung verhindern kann? Antwort: Weil das Kind die Krankheit haben WILL! Weil das Kind das Fieber haben MUSS!
------------------------------------------------------------------------------- Der naturgemäß vorgehende Arzt sieht es als seine Aufgabe an, Übertreibungen, die in jedem lebenden Organismus vorkommen, zu mildern und zu lenken. Dazu steht ihm eine Reihe heilsamer Heilpflanzen zur Verfügung, wie z.B. die Tollkirsche (Belladonna) oder der Eisenhut (Aconitum napellus), deren giftige Auszüge in potenzierter, d.h. rhythmisch verdünnter Form verordnet werden. -------------------------------------------------------------------------------
Welche "Medikamente" bekommt das kranke Kind? Homöopathische! (Das sagt das Wort "potenziert", und dann auch noch "rhythmisch"!) Also völlig wirkungslosen Schund.
------------------------------------------------------------------------------- Der Arzt arbeitet so nicht gegen, sondern mit dem Fieber, denn es ist für ihn ein wichtiger Heilfaktor. Niemals wird er daher so weit gehen, das Fieber rasch und völlig zu beseitigen. Je ernster eine Krankheit, um so wichtiger ist die Beachtung dieser Grundregel allen echten Heilens. -------------------------------------------------------------------------------
Wie schon beschrieben: Fieber erzeugen, wirkungsloses Zeug geben (Homöopathika) - und das dann als "Heilen" bezeichnen. Das ist pervers. Die Verwendung des Begriffs "Heilen" durch Anthroposophen und Homöopathen ist Betrug.
------------------------------------------------------------------------------- Man bedenke auch die Tatsache, daß manche Krankheiten erst dann gefährlich werden, wenn eine Entzündung vorliegt und kein entsprechend hohes Fieber auftritt. Fieber ist also eine höchst sinnvolle Kraftäußerung des Kranken. -------------------------------------------------------------------------------
Wieder ein Schlag in die Kerbe: "Fieber muß sein!"
------------------------------------------------------------------------------- Die Masern Eltern, die mit wacher Aufmerksamkeit die Entwicklung ihrer Kinder verfolgen, machen die Erfahrung, daß eine Kinderkrankheit,- wenn sie in rechter Weise überstanden wurde - sich segensreich auswirkt. Am deutlichsten kann man das bei den Masern beobachten. -------------------------------------------------------------------------------
Masern haben eine mysthische Bedeutung. Aus diesem Grund setzen Anthroposophen alle Hebel in Bewegung, nutzen jeden Lug und Trug, um durchzusetzen, daß Kinder an Masern erkranken.
Auch in obigem Satz von Bühler und zur Linden sind mehrere Fallen und Lügen.
Erstens sind es keine "Kinderkrankheiten", sondern so hochinfektiöse Krankheiten, daß sie sehr schnell zuschlagen und fast alle Menschen schon im Kindesalter treffen. Es ist ein Glück, daß diese Krankheiten überlebt werden können und auch zu Immunität führen. Ebola ist auch hochinfektiös, aber es ist ganz einfach tödlich.
Zweitens sind "Kinderkrankheiten" "segensreich". Das wird den Eltern eingehämmert. Und es ist eine Lüge.
Drittens - und schon wieder eine Falle! - sind die Kinderkrankheiten "segensreich", "wenn sie in rechter Weise überstanden" werden. Diese "rechte Weise" ist selbstverständlich bei Verwendung von Homöopathika. Antibiotika sind verboten!
Das heißt klar und absolut eindeutig, daß die Kinder KEINE sinnvollen Medikamente erhalten, sondern wirkungslosen Schund. Dadurch sind sie den Krankheiten VOLL ausgeliefert. Geimpft sind sie ja nicht - Impfungen sind "Entartungserscheinungen der Zivilisation".
Die Kinder werden also VORSÄTZLICH völlig ungeschützt den Krankheiten zum Fraß hingeworfen.
Weiter:
------------------------------------------------------------------------------- Kräftig auftretende Masern führen zu einer Art von Aufquellung der Haut und der Schleimhäute. Das führt zu Schnupfen, Bindehautentzündung, Husten mit Schleimabsonderung, vor allem aber zu einer Aufweichung der Gesichtszüge, die Konturen werden unscharf, was oft zu einer grotesken Veränderung der Gesichtsformen führt. Dann aber, nach zwei oder drei Tagen, gehen alle Schwellungen zurück, das Fieber und alle katarrhalischen Erscheinungen an Augen, Nase und Bronchien lassen nach. Langsam, aber immer deutlicher kommt dann ein neuer, oft fremder Gesichtsausdruck zur Erscheinung und nach einiger Zeit fällt aufmerksamen Eltern auf, daß vielleicht sogar die bisherige Ähnlichkeit des Kindes mit Vater oder Mutter abgenommen hat, daß ein neues, individuelleres Gesicht entstanden ist. Auch sonst zeigt sich eine Veränderung im Kindel. Eigenarten oder Schwierigkeiten im Wesen, die bisher zu bemerken waren, treten zurück. Das Kind ist offensichtlich in ein neues Entwicklungsstadium eingetreten. Will man es exakt ausdrücken, so kann man sagen: "Das Kind ist jetzt besser inkarniert", Leib und Seele haben sich besser gefunden. Eine tiefere Erklärung für diese Vorgänge kann man nur geben, wenn man auf die intimeren Zusammenhänge im Menschenwesen eingeht: Das Kind konnte gewisse Besonderheiten, die es aus der Vererbung übernommen hatte, mit Hilfe des Fieberprozesses überwinden, und es ist nun erst richtig zu sich selbst gekommen. Sein eigenes Wesen, das, was seine innerste Persönlichkeit ausmacht, hat sich durchgesetzt - mit Hilfe der Masern und unter Mitwirkung des Fiebers. -------------------------------------------------------------------------------
Masern und Fieber als Instrumente im Menschwerdungsprozeß...
Wenn man annimmt, das Kind sei bereits schon einmal "inkarniert", so nimmt man auch an, der Tod sei nicht schlimm. Daß Eltern ihr Kind nicht verlieren wollen, ist völlig egal. Sie tragen ihr Schicksal. Daß das Kind leben will, ist auch einerlei. Es hat zu sterben für den höheren Zweck. Und wenn es nicht stirbt, dann wird sich schon irgendetwas Positives zeigen. Selbst wenn es die SSPE in fünf Jahren ist.
Das wissen Eltern in der Regel nicht, wenn sie zum anthroposophischen Arzt gehen. Sie wissen nicht, was in den wirren Köpfen vorgeht. Denn es wird ihnen nicht gesagt. Wer würde länger als fünf Minuten bei einem Arzt sitzen bleiben, der behauptet es sei völlig egal, ob man stirbt oder nicht? Wer besucht so einen Arzt?
Und wer weiß, was Eltern mit einem Arzt anstellen, wieviele Knochen sie ihm brechen würden, wenn sie wüßten, WARUM ihr Kind krank wurde und starb: wegen des anthroposophischen Wahns von "Ärzten"...
Noch einmal der letzte Absatz. Dort heißt es am Schluß:
------------------------------------------------------------------------------- Das Kind ist offensichtlich in ein neues Entwicklungsstadium eingetreten. Will man es exakt ausdrücken, so kann man sagen: "Das Kind ist jetzt besser inkarniert", Leib und Seele haben sich besser gefunden. Eine tiefere Erklärung für diese Vorgänge kann man nur geben, wenn man auf die intimeren Zusammenhänge im Menschenwesen eingeht: Das Kind konnte gewisse Besonderheiten, die es aus der Vererbung übernommen hatte, mit Hilfe des Fieberprozesses überwinden, und es ist nun erst richtig zu sich selbst gekommen. Sein eigenes Wesen, das, was seine innerste Persönlichkeit ausmacht, hat sich durchgesetzt - mit Hilfe der Masern und unter Mitwirkung des Fiebers. -------------------------------------------------------------------------------
Vererbung... was verstehen Sie darunter? Vermutlich das, was wir alle uns darunter vorstellen: Gene, DNA, ... Dies ist aber ein Irrtum. Anthroposophen meinen damit "karmische Schuld", die Kinder aus ihrem vorherigen Leben abzutragen haben. In der Vorstellung der Anthroposophen trägt man diese in sein nächstes Leben mit und hat geflissentlich an dieser zu leiden, weil man sonst nicht "rein" von dieser Schuld werden kann.
Dazu gibt es Listen. Listen der Abtragung von Schuld:
"Anthroposophische Ärzte" = Verwalter des Karmas
(http://www.ariplex.com/ama/ama_ant2.htm)
------------------------------------------------------------------------------- Damit nähern wir uns dem eigentlichen Sinn einer solchen Erkrankung: Das Ich des Kindes, also sein in ihm wirkendes Wesen, benutzt die Wärmesteigerung, die wir Fieber nennen, um zur Selbstverwirklichung zu gelangen. Es wird dadurch erst richtig Herr im eigenen Haus. -------------------------------------------------------------------------------
Ja, das Kind MUSS krank werden! Das magische Wort "Selbstverwirklichung" übt große Kraft auf kleine Geiste aus...
Anthroposophie ist eine Ausgeburt des Hirns von Rudolf Steiner. Ihm liegen die Anthroposophen zu Füßen. Was er sagt, ist für sie heilig. Spricht er beispielsweise über die Mistel als wertvoll, MÜSSEN die Anthroposophen aus der Mistel ein Krebsmittel machen.
Beim Punkt "Scharlach" wird der große Guru der Sekte geholt - und dessen psychopathisches Geschwafel über "Seele" und "Ordnung":
------------------------------------------------------------------------------- Das Scharlachfieber Auch wer die menschenkundlichen Schriften Rudolf Steiners nicht genauer kennt, kann durch eigene exakte Beobachtung die dort niedergelegten Anschauungen bestätigt finden und nun bereit sein, das volle Wesen des Menschen, also außer seinem physischen Körper den Organismus der lebendigen Kräfte des Aufbaues und Wachstums, dazu die Seelenkräfte, sowie das in allem wirksame Ich als zentralen Kern des Menschen, anzuerkennen. Wer lediglich das Körperliche für wissenschaftlich erforschbar hält, der kommt nur zu einer oberflächlichen Betrachtung und kann weder Gesundheit noch Krankheit verstehen, am wenigsten aber die Tatsache, daß bei einer Krankheit ein wohltätiger, sinnvoller Aufruhr entsteht, der schließlich zu einer um so größeren Klärung und Ordnung führt. -------------------------------------------------------------------------------
Mit solchem Schwulst werden Hirne benebelt. Lauter wirres Zeug, Nebelschwaden...
------------------------------------------------------------------------------- Es wird noch nicht genügend erkannt, daß im menschlichen Organismus jeder physiologische Prozeß nicht nur ein chemischer Vorgang ist, sondern zugleich Mittler und Instrument seelisch- geistiger Prozesse. -------------------------------------------------------------------------------
Ein Charakteristikum ist das Einpeitschen. Hier sieht man es in dem "Es wird noch nicht genügend erkannt". Mit dieser Finte erhöht der Vortragende sich selbst, stellt die Zuhörer tiefer - so schafft der Schamane den Abstand, die Unterwürfigkeit seiner Untertanen, der Kranken. Und er schafft die Distanzierung zu anderen Gruppen, etwa zur wissenschaftlichen Medizin, der er damit Unfähigkeit vorwirft.
------------------------------------------------------------------------------- Dies sei kurz am Beispiel des Scharlachfiebers gezeigt. Wenn sich einem Menschen auf dem Wege zu einem als gut erkannten hohen Ziel, das er erstrebt, scheinbar unüberwindliche Hindernisse in den Weg stellen, kann er, in edlem Zorn aufbrausend, sagen: "Man möchte aus der Haut fahren.-. Er möchte gleichsam die Grenzen des Möglichen sprengen, und die zunehmende Rötung des Gesichtes und das "Anschwellen der Zornesader- zeigt, daß er bis ins Leibliche ergriffen ist. Der gestaute Wille macht sich daher vielleicht in einem Faustschlag auf den Tisch Luft.- So wie bei einer solchen Willensbewegung die Armmuskeln das Instrument der wollenden, im Zorn entflammten Seele sind, so lebt zum Beispiel in der Muskeltätigkeit des Herzens, also in jedem Herzschlag, der unbewußte Lebenswille unseres Seelenwesens. Ja, alle physiologischen Wärmeprozesse in uns sind Träger der unbewußten Tiefen unseres seelisch- geistigen Wesens, insofern es Willenscharakter hat. Die Wärme ist das Tor, durch das sich unser - dem ewigen Wesenskern entstammender - Lebenswille den Körper erobert und damit in die Sinneswelt einzieht. Es ist deshalb nicht bloß ein Vergleich, wenn wir das Fieber einen organisch- unbewußten Zorn nennen. Jedem Fieberprozeß liegt in der Tat eine Steigerung unseres Lebenswillens zugrunde. Der Scharlachkranke, der nun im wörtlichen Sinne aus der geröteten Haut fährt, die oft in Fetzen abfällt, erobert sich in einem Anfall berechtigten "Zornes - seine Leiblichkeit, die dem Eindringen des Seelisch - Geistigen mancherlei Widerstände entgegensetzen kann. Er sucht mit Vehemenz das ihm von dem Vererbungsstrom bereitete, aber nicht immer passende "Modell- (Rudolf Steiner) auf seine individuellen Bedürfnisse abzustimmen. Gerade eine solche dramatische Erkrankung kann uns also auch über die seelisch - geistige Innenseite des Fiebers aufklären. Jeder gewaltsame Eingriff in den Fieberprozeß bedeutet daher zugleich eine Schockierung der unbewußten Geistwesenheit des Menschen, ein Verurteilen derselben zur Lethargie, eine Schwächung ihres Lebenswillens. -------------------------------------------------------------------------------
Wie gehabt: schwafeln, einpeitschen, lügen, dem Guru huldigen.
Und ganz zum Schluß noch ein weiterer Irrsinn:
------------------------------------------------------------------------------- Eine Wiederholung solcher Rückschläge durch stete unsachgemäße Fieberbeseitigung statt sinnvoller Fieberlenkung greift besonders beim heranwachsenden Organismus ungut in die Entwicklung der Persönlichkeit ein und schafft Dispositionen für Willensschwäche und Hemmung der Lebensinitiative, ja für Melancholie und Depressionen im späteren Lebensalter. Das Gegenteil ist der Fall bei einem Menschen, der das werdende Leibesinstrument in der Kindheit durch die vom Schicksalsgang geforderten Krankheitsprozesse auf seine Individualität richtig abzustimmen vermochte. Er bleibt leiblich gesünder und seelisch elastischer. -------------------------------------------------------------------------------
Das heißt: Macht das Kind keine "Kinderkrankheit" durch, wird es willensschwach und melancholisch. Ja, wenn das kein Grund ist, das Kind in den Abgrund zu werfen!?
Hätte man den Text, die Forderung, daß Kinder Krankheiten haben MÜSSEN, von einem der Schreihälse auf der Straße erhalten, die da Maulaffen Reden halten über Universum, Gott, Untergang der Welt und Benzinpreise, man hätte ihn als irre in den Mülleimer geworfen.
Aber es sind keine Schreihälse auf der Straße, es sind sich honorig gebende Akademiker, Ärzte, die sich in mehr als 100 Jahren in ständiger Wühlarbeit durch die Parteien und in die Regierungen gehebelt haben. Die Vereine haben, die Geld haben, die Macht haben, die sich gegenseitig Jobs, Posten und Aufträge zuschieben. In dem bereits erwähnten Web-Server mit den Biografien sind 12.000 Personen erfaßt, wovon für rund 1500 die Biografien veröffentlicht sind. Damit stellen die Anthroposophen jede Partei weit in den Schatten.
Es ist ein weltweites Netzwerk, eine weltweite Sekte. Eine Sekte mit dem Ziel, daß Kinder krank werden.
Aribert Deckers
Anmerkungen:
[A] Rudolf Steiner über Menschen, die keine Menschen sind
Rudolf Steiner über ein kleines Mädchen, das gar kein Mensch ist. Und über Menschwerdung. Und über Neger als Zwischenstation.
------------------------------------------------------------------ [ZITAT] Der Schularzt spricht über besondere medizinische Fälle. Dr.Steiner: Das Mädchen L. K. in der 1. Klasse, da wird irgend eine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Innern. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten. x: Wie ist das möglich? Dr.Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange für einander determiniert die hinuntersteigenden Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunter zukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis. Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesenheit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück. Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirn-Automatismen eine Pseudo-Moral züchten. Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies vielfach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht solchen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade dadurch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Menschen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt. Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegnerschaft ist so schon groß genug. Solche Dinge chokieren die Menschen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Chok hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, daß ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen großen Ruf hat, daß der nach einem sehr, kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher. Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden. [/ZITAT] ------------------------------------------------------------------
[B] Zahlen zum Tod durch "Kinderkrankheiten"
Aus der Zeitschrift "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter", aus der Zeit als eine Impfung noch nicht möglich war. Dort ist auf Seite 622 diese Tabelle:
BILD: "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter",
Erster Band, 1925/26, erschienen im Verlag von Georg Stilke,
Seite 622: Gestorbene Kleinkinder 1922-1924 nach Todesursachen
und Alterstufen
Die Zahlen lauten:
-------------------------------------------------------------------------------
Gestorbene Kleinkinder 1922-1924 nach Todesursachen und Alterstufen
Todesursachen Alter in Jahren .
1 - 2 2 - 3 3 - 5
. m w m w m w .
Scharlach 9 4 8 4 20 11
Diphterie 58 42 41 34 33 36
Typhus 1 6 - - - -
Genickstarre 7 5 4 6 7 -
Venerische Krankheiten 12 10 2 2 - 1
Keuchhusten 85 106 16 26 5 12
Tuberkulose der Atmungsorgane 55 48 33 28 37 20
Sonstige Tuberkulose 143 111 109 101 121 111
Masern 189 178 67 56 25 25
Influenza 73 57 24 15 19 18
Lungenentzündung 372 316 77 80 36 33
-------------------------------------------------------------------------------
Dabei entfallen auf Keuchhusten bzw Masern:
-------------------------------------------------------------------------------
1 - 2 2 - 3 3 - 5 SUMME
Scharlach 13 12 31 56
Diphterie 100 75 69 244
Keuchhusten 191 42 17 250
Masern 367 123 50 540
-------------------------------------------------------------------------------
In 3 Jahren 56 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Scharlach.
In 3 Jahren 244 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Diptherie.
In 3 Jahren 250 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Keuchhusten.
In 3 Jahren 540 tote Kinder von 1-5 Jahren alleine durch Masern.
Auf Seite 615 nennt Dr. Hans Guradze, Berlin, in einem Beitrag die Zahl der Kinder bis zu 6 Jahren nach den Volkszählungen, in den Jahren 1910 und 1919:
BILD: "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter",
Erster Band, 1925/26, erschienen im Verlag von Georg Stilke,
Seite 615: Kinder bis zu 6 Jahren nach den Volkszählungen, 1910, 1919
Kleinkinder (Alter 1-6) sind am 1.1.1925: 217.502. Macht rund 36.000 pro Jahrgang, woraus für die Jahrgänge 1-5 rund 180.000 Kinder folgen.
Eine etwas größere Statistik gibt es auf Seite 619 der Zeitschrift:
BILD: "Gesundheitsfürsorge im Kindesalter",
Erster Band, 1925/26, erschienen im Verlag von Georg Stilke,
Seite 619: Gestorbene [Kinder] nach Todesursachen, 1922-1925
-------------------------------------------------------------------------------
In in Jahren 1922 -1925 starben in Berlin
alleine an Scharlach: 177
alleine an Diptherie: 641
alleine an Masern: 1002
alleine an Keuchhusten: 894
-------------------------------
Summe = 2537 Kinder
===================
... und das bei einer Geburtenrate von rund 36.000 Kinder pro Jahr
-------------------------------------------------------------------------------
In den 4 Jahren 1922, 1923, 1924, 1925 starben 894 Kinder an Keuchhusten.
Das Jahr 1924 brachte mit 14 toten Kindern insgesamt durch Masern einen Ausreißer. 1925 starben 205. Zuvor waren es in 1922 439 und 1923 344.
Es starben in den Jahren 1922, 1923, 1924, 1925 insgesamt 1002 Kinder alleine durch Masern.
Und dennoch wird gegen das Impfen gehetzt.
[C] In der Hölle, ein Kind von Impfgegnern zu sein
In welchen Horror Kinder hineingeboren werden und was ihnen infolge der Lügen der Impfgegner angetan wird, zeigt als ein Beispiel von vielen dieser Forumsbeitrag aus dem Juni 2006:
------------------------------------------------------------------------------- http://f3.webmart.de/f.cfm?id=357215&r=threadview&a=1&t=2840561 Kritisches Forum rund ums Impfen von www.impfschaden.info Autor: Lichtwesen Thema: habe mich bequatschen lassen... 22.06.06 22:14 Hallo, war heute wegen der normalen U bei meiner Kinderärztin. Sie wusste, dass wir unser Kind nur gegen Tetanus impfen wollten und das erst mit 1 Jahr. Nun hatte ich mich aber schon sehr oft belesen, viel versch. Seiten durchgearbeitet und überall stand was anderes. Ich hielt es für sinnvoll noch die Diphterie impfen zu lassen. Warum weiß ich auch nicht mehr. Es ist schon eine Weile her gewesen. Sie hat daraufhin einen Impfstoff bestellt, der enthielt Tetanus, Diphterie und Keuchhusten. Ich bin dann aber nicht mehr zu ihr gegangen weil ich dann wieder eine andere Seite gefunden habe wo stand, dass es quatsch ist, man bräuchte nur Tetanus. Auf jeden Fall hab ich mich heute doch bequatschen lassen und habe meine Tochter mit dieser 3-fach Imfpung belastet. Mein Mann ist stinksauer und ich mach mir irgendwie Vorwürfe. Zumal wir ja jetzt noch 2-mal hin sollen wegen der Vollständigkeit. Meine Frage - wenn wir jetzt doch nur die nächsten 2-mal Tetanus impfen lassen - geht das? Bringt das was? Werden die bisher eingeimpften Diphterie und Keuchhusten-bestandteile wieder ausgeschieden oder haben die Nebenwirkungen wenn nicht vollständig geimpft wird? Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.. :-( -------------------------------------------------------------------------------
[D] Beschlüsse des 109. Deutschen Ärztetags, 23.-26. Mai 2006,Magdeburg
Ich gebe hier das Impfen betreffende Beschlüsse wieder. Vielleicht wird jetzt, endlich, den Ritualmorden der Impfverweigerer Einhalt geboten.
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Pflichtimpfung für Masern Auf Antrag von Prof. Dr. Leupold (Drucksache VII-49) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung: Der Deutsche Ärztetag fordert die Bundesregierung auf, umgehend die Masernimpfung in Deutschland nach 20 Abs. 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG) als eine Pflichtimpfung vorzusehen. Begründung: Deutschland hat sich im Rahmen der Politik "Gesundheit für Alle" 21 Ziele für das 21. Jahrhundert der WHO-Region Europa verpflichtet, die Masern bis zum Jahre 2007 zu eliminieren. Deutschland ist von diesem Ziel weit entfernt, wie die derzeitige Masernepidemie in Nordrhein-Westfalen beweist. Mit Stand vom 10. Mai 2006 wurden in Nordrhein-Westfalen 1 106 Masernfälle gemeldet, wobei von einer nicht unbedeutenden Dunkelziffer auszugehen ist. Als Ursache für die starke Ausbreitung gelten Impflücken insbesondere bei den schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen von 5 bis 19 Jahren (weitere Einzelheiten siehe Epid. Bull. Nr. 18 vom 5. Mai 2006 und Update in Nr. 19 vom 12. Mai 2006). Deutschland zählt damit zu den Ländern mit der höchsten Masernmorbidität in der Europäischen Union und als Ursprungsland für Einschleppungen in andere Länder, auch den USA. Dies widerspricht dem Ethos der deutschen Ärzteschaft und der Vorsorgepflicht des Staates für Kinder und Jugendliche. Eine wirksame Änderung ist daher dringend angezeigt (auch in anderen Ländern der EU gibt es Pflichtimpfungen: Belgien IPV; Frankreich D, T, IPV; Italien D, T, IPV, Hepatitis B; Slowenien, Tschechien, Ungarn alles Pflicht). -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Kindesmisshandlung Der Antrag von Frau Dr. Schulenberg (Drucksache VII-85) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen: Der Deutsche Ärztetag fordert die Erstellung eines Systems, das jeden kindlichen Unfall erfasst, um die hohe Dunkelziffer von Kindesmisshandlungen zu verringern und um eine Fortführung von Misshandlungen zu vermeiden. Begründung: Hinter einem Unfall mit Kindern kann sich eine Misshandlung verbergen. Wenn die Familie aus dem Umfeld des Behandlers und Behandlungsortes wegzieht, ein anderes Krankenhaus oder eine andere Praxis aufgesucht wird, braucht es längere Zeit, bis die Misshandlung aufgedeckt werden kann. Bei einem Erfassungssystem, das für jeden Unfall gilt und damit keine Vorverurteilung darstellt, weil es selbstverständlich ist, könnte weiteren Misshandlungen vorgebeugt werden, und die Familie einer Therapie zugeführt werden. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Impfungen Auf Antrag von Prof. Dr. Leupold (Drucksache VII-50neu) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung: Der Deutsche Ärztetag fordert die Ärztekammern auf, zu prüfen, ob gegen Ärzte, die sich explizit und wiederholt gegen empfohlene Schutzimpfungen nach 20 (3) Infektionsschutzgesetz (IfSG) aussprechen, berufsrechtliche Schritte eingeleitet werden können, da sie mit ihrem Verhalten gegen das Gebot der ärztlichen Sorgfalts- und Qualitätssicherungspflicht verstoßen. Begründung: Schutzimpfungen gehören bekanntermaßen zu den wirksamsten Maßnahmen der primären Prävention gegen Infektionskrankheiten. Die rechtlichen Grundlagen sind in Deutschland mit dem Infektionsschutzgesetz klar geregelt. Um so erstaunlicher ist die Tatsache, dass in praxi auch ärztlicherseits in zunehmendem Maße von empfohlenen Standardimpfungen abgeraten wird. Den behandelnden Arzt trifft die Pflicht, den Patienten auf die Notwendigkeit und Möglichkeit der Impfung gegen verschiedene Ansteckungskrankheiten aufmerksam zu machen, ganz unabhängig von seiner persönlichen Auffassung. Entscheidend ist die vorherrschende Ansicht in den Kreisen der wissenschaftlichen Medizin. Disziplinarisch und rechtlich bleibt dies zurzeit in Deutschland leider noch unbeachtet. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Impfstatus in Gemeinschaftseinrichtungen Auf Antrag von Prof. Dr. Leupold (Drucksache VII-51) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung: Der Deutsche Ärztetag fordert die zuständigen Länderministerien auf, die notwendigen Rechtsbestimmungen zu erlassen, dass in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindergärten und Schulen, nur Kinder aufgenommen werden dürfen, die einen vollständigen Impfstatus entsprechend den nach Paragraph 20 (3) IfSG von den obersten Landesgesundheitsbehörden öffentlich empfohlenen Schutzimpfung dokumentiert vorweisen können; es sei denn nach ärztlichem bzw. amtsärztlichem Urteil ist eine Impfung bei dem Kind oder Jugendlichen kontraindiziert. Begründung: Noch auszubauende Rechte von Familien mit Kindern auf einen Kindergartenplatz oder einen Platz in einem Gymnasium sind untrennbar auch mit Pflichten verbunden. Dazu gehört unter anderem auch die Prophylaxe von Infektionskrankheiten durch Schutzimpfungen. Auch notorische Impfgegner lassen ihre Jugendlichen impfen, wenn sie ein Highschooljahr in einem anderen Land absolvieren wollen. Wir sollten daher in Deutschland ebenso wie den USA in den jeweiligen Ländergesetzen festlegen: keine altersgerechte Impfung - kein Kindergartenplatz und kein Gymnasienbesuch (no vaccination, no school). Die gesetzlichen Krankenkassen sollten aufgefordert werden, neben mehr oder weniger wirksamen Bonusregelungen (wie z. B. Zahnersatzbonus bei der AOK Sachsen für Säuglingsimpfung) auch Malussysteme in Form von Nichtübernahme der Kosten für impfpräventable Erkrankungen festzuschreiben. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Höhere Durchimpfungsrate Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Auf Antrag von Prof. Dr. Kunze, Prof. Dr. Leupold, Prof. Dr. Keller, Dr. Voigt, Dr. Bolay, PD Dr. Benninger, Prof. Dr. Mau, Dr. Peters und Dr. Zimmermann (Drucksache VII-53) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung: Der 109. Deutsche Ärztetag fordert die zuständigen Ministerien der Bundesländer auf, eine vollständig erfolgte Durchimpfung von Säuglingen und Kleinkindern - entsprechend den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) - zur Voraussetzung für die Aufnahme in überwiegend staatlich finanzierten Kinderkrippen und Kindergärten zu machen und diese in dem künftigen Präventionsgesetz auch gesetzlich zu verankern. Begründung: Die ständig sich verringernde Durchimpfungsrate und zunehmende Zahl von Impflücken und Impfgegnern führen zu einem Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Eine höhere Durchimpfungsrate kann - entsprechend den Beispielen in anderen Ländern - nur erreicht werden, wenn flächendeckend solche Voraussetzungen bestehen. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Präventionsgesetz Auf Antrag von Dr. Kaplan, Prof. Dr. Kunze und Dr. Rechl (Drucksache VII-13) beschließt der 109. Deutsche Ärztetag mit großer Mehrheit: Die Bundesärztekammer, insbesondere die Ständige Konferenz Prävention, möge sich gerade jetzt im Vorfeld des Gesetzentwurfes dafür einsetzen, dass in einem Präventionsgesetz der Ärzteschaft eine zentrale Aufgabe zukommt und die Arztpraxis sowie das Krankenhaus in ihrer Schlüsselfunktion eine adäquate Berücksichtigung finden. Viele Maßnahmen in der Primärprävention müssen auch als "hoheitliche Aufgaben" der zuständigen Länder anerkannt werden. Neue Setting-Bereiche müssen erschlossen werden, bereits vorhandene Präventionsmaßnahmen sowohl der Primär- und Tertiärprävention, aber insbesondere der Sekundärprävention, müssen weiter ausgebaut und gefördert werden. Der Gesetzgeber wird aufgefordert, noch in dieser Legislaturperiode ein Präventionsgesetz zu verabschieden. Begründung: Die Prävention wird in Zukunft gerade aufgrund der demographischen Entwicklung mit der dadurch verbundenen Zunahme von chronischen Erkrankungen einerseits und aufgrund der sozio-kulturellen Einflüsse mit der Zunahme gesundheitlicher Risiken besonders im Kindes- und Jugendalter andererseits, immer mehr zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe und somit zu einem zentralen Thema im Gesundheitssystem. Diese Aufgabe ist sicherlich von Ärzten nur gemeinsam mit den anderen Heilberufen, Pädagogen und Sozialarbeitern zu schultern, jedoch unter Leitung und Koordinierung durch die Ärzteschaft. Da der Arzt gleichermaßen von Angehörigen aller sozialen Gruppen und aller Altersstufen aufgesucht wird, somit einer der wichtigsten Setting-Bereiche ist, kommt ihm eine zentrale Bedeutung zu, einer sozialen Ungleichheit in der Gesundheitsförderung und Prävention entgegen zu wirken und vor allem auch diejenigen zu erreichen, die mit Prävention erreicht werden sollen. Dies müssen wir Ärzte und insbesondere unsere Körperschaften der Politik klarmachen, um absehbaren Fehlentwicklungen entgegen zu steuern. -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Präventionsgesetz Auf Antrag von Prof. Dr. Schulze (Drucksache VII-41) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung: Der 109. Deutsche Ärztetag fordert die Politik auf, der Prävention in allen gesellschaftlichen Bereichen eine größere Bedeutung beizumessen und zu diesem Zweck ein Präventionsgesetz mit fachlicher Unterstützung der Ärzteschaft auf den parlamentarischen Weg zu bringen. Zur Stärkung der Prävention fordert der 109. Deutsche Ärztetag, die Gesundheitsförderung und Prävention auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu stärken sowie weiterzuentwickeln und über die Sozialversicherungen, als auch über Steuermittel und private Zuwendungen in einem gesamtgesellschaftlichen Ansatz zu finanzieren. Begründung: Durch die Förderung der Gesundheit und gezielte Präventionsmaßnahmen lassen sich Krankheiten vermeiden, mögliche Risikofaktoren für Erkrankungen positiv beeinflussen, Erstmanifestationen von Krankheiten rechtzeitig erkennen und behandeln sowie Krankheitsverläufe stabilisieren und verbessern. Die Gesundheit des Einzelnen kann sowohl durch eine allgemeine Verbesserung der Lebensbedingungen, eine Stärkung des öffentlichen und betrieblichen Gesundheitsschutzes wie auch durch individuumsbezogene Maßnahmen der Prävention verbessert werden. Dazu ist es unabdingbar, Prävention in unserem Gesundheitswesen zu stärken und als eine weitere Säule zu etablieren sowie eine Konkretisierung ihrer Aufgabenfelder, ihrer Akteure und ihrer Finanzierungsgrundlagen vorzunehmen. Da die Grenzen zwischen Gesundheit und Krankheit fließend sind, lässt sich alles, was dem Erhalt von Leben und der Verbesserung von Lebensqualität dient, unter dem Begriff der "Prävention" subsumieren. Umso notwendiger ist es, eine klare Grenzziehung zwischen dem vorzunehmen, was Aufgabe der Solidargemeinschaft der Versicherten, was Aufgabe des Staates und seiner Organe im Rahmen seiner allgemeinen Fürsorgepflichten gegenüber dem Bürger ist und was darüber hinaus durch Dritte organisiert und finanziert werden soll. Das geplante Präventionsgesetz muss daher zu einer Klärung der jeweiligen Aufgabenbereiche und Zuständigkeiten beitragen. Bund und Länder sind verpflichtet, ihre Verantwortung für wichtige präventive Aufgaben außerhalb der Medizin umzusetzen, zum Beispiel in der Bildung-, Arbeits-, Umwelt- und Verkehrspolitik sowie im Verbraucherschutz. Ein Präventionsgesetz muss bestehende Präventionsprogramme stärken und weiter entwickeln. Es darf nicht dazu dienen, bereits bestehende und bewährte Maßnahmen vor allem im Bereich der Sekundär- und Tertiärprävention zu schwächen oder Prävention und Kuration gegeneinander auszuspielen. Vielmehr sollte das Gesetz auch dazu beitragen, dass bestehende Maßnahmen der Prävention flächendeckend und dauerhaft gestärkt und ergänzende, neue Aufgabenbereiche benannt werden. Wir Ärzte haben die Kompetenz, gesundheitliche Risiken abzuklären, über geeignete Maßnahmen aufzuklären und deren Erfolg zu überprüfen. Dies ist bei der Formulierung eines Präventionsgesetzes zwingend zu berücksichtigen - denn Vorbeugen ist besser als Heilen! -------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------- Beschlussprotokoll des 109. Deutschen Ärztetages vom 23.-26. Mai 2006 in Magdeburg Konsequente Vorbereitung auf eine potentielle Influenza-Pandemie ist eine gesamtstaatliche Aufgabe Auf Antrag des Vorstandes der Bundesärztekammer (Drucksache VII-05) unter Berücksichtigung des Antrages von Frau Dr. Bunte, Dr. Schüller, Frau Dr. Gitter, Frau Dr. Groß, Dr. Ungemach, Dr. Josten und Dr. Mayer (Drucksache VII-67) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung: Die Vogelgrippe Influenza A/H5N1 grassiert in Vogelbeständen seit 1997 weit entfernt von Deutschland im asiatischen Raum. Die Bevölkerung in Deutschland fühlte sich lange auf Grund der Entfernung sicher. Doch seit Mitte 2005 breitete sich die Vogelgrippe unter Wildvögeln innerhalb weniger Monate bis nach Skandinavien aus. Anfang April 2006 wurde die Vogelgrippe A/H5N1 erstmalig im deutschen Nutztierbestand nachgewiesen - die Bedrohung durch einen solchen Erreger ist real. Aufgabe muss es sein, Hysterie zu dämpfen und besonnen antiepidemische Maßnahmen für den Ernstfall vorzubereiten. Bisher gilt die Vogelgrippe als Tierseuche. Nur nach intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel ist es - vorrangig in asiatischen Ländern - in Einzelfällen zu einer Übertragung von Geflügel auf den Menschen gekommen. Aktuelle WHO-Angaben verzeichnen weltweit bisher etwa 180 Erkrankungsfälle. Um von Mensch zu Mensch übertragbar zu sein, muss das Vogelgrippevirus A/H5N1 oder ein anderer Subtyp genetisch so mutieren, dass es die dafür erforderlichen pathogenetischen Eigenschaften erlangt. Dieser Prozess - sollte er stattfinden - ist vom Menschen nicht beeinflussbar. Auf eines kann aber prophylaktisch Einfluss genommen werden: auf die Ausbreitung des Infektionsgeschehens und die Minderung der Auswirkungen. Deshalb wurden der Nationale Pandemieplan (Teile I - III) auf Bundesebene und - derzeit im Aufbau - entsprechende Umsetzungen auf regionaler Ebene bis in Krankenhäuser und Arztpraxen hinein erarbeitet. Eine Influenzapandemie, die von einem hochvirulenten Subtyp des H5N1 Vogelgrippevirus verursacht wird und gegen den in der Bevölkerung keinerlei Immunität besteht, stellt eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten innerhalb des Gesundheitssystems dar. Die deutsche Ärzteschaft ist bereit, ihren Beitrag zur Vorbereitung auf eine Influenza-Pandemie zu leisten. So hat die Bundesärztekammer gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter Mitwirkung einer Experten-Arbeitsgruppe der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft die Positionierung der Ärzteschaft "Saisonale Influenza, Vogelgrippe und potentielle Influenzapandemie - Empfehlungen zum Einsatz insbesondere von antiviralen Arzneimitteln und Impfungen" am 9. Dezember 2005 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Ferner hat die Bundesärztekammer ein Koordinierungsgremium mit den Pandemiebeauftragten der Landesärztekammern gebildet, um die zahlreichen Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene aufeinander abzustimmen. Die Ärztekammern einschließlich der Bundesärztekammer geben ihren ärztlichen Sachverstand in die Erarbeitung von Pandemieplänen und deren Umsetzung ein und stehen dabei in einem konstruktivem Dialog mit Vertretern von Bund, Ländern, Kommunen und deren zuständigen Behörden. Die Ärztekammern führen Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte durch und erarbeiten einen bundeseinheitlichen Fortbildungskatalog. Zahlreiche Informationen und Hinweise in den Ärzteblättern sollen niedergelassene Ärzte und Krankenhausärzte dabei unterstützen, sich auf der Grundlage aktuellen Wissens und eingehender Kenntnisse für ihr Personal und den ihnen anvertrauten Patienten einsetzen zu können. Der 109. Deutsche Ärztetag stellt daher fest: Bund und Länder sind aufgerufen, ihre staatliche Verpflichtung zur Daseinsfürsorge für die Bevölkerung nach Art. 2 des Grundgesetzes zu übernehmen und sich umfassend auf eine potentielle Influenzapandemie vorzubereiten. Hierzu gehört vor allem eine konsequente Vorgehensweise zur Bevorratung und Vergabe von antiviralen Arzneimitteln zu therapeutischen und/oder prophylaktischen Zwecken und eine zeitadäquate Verfügbarkeit von wirksamen Pandemieimpfstoffen für die Bevölkerung. Dies hat im Interesse der gesamten Bevölkerung zu erfolgen. Eine bundeseinheitliche Anwendungsstrategie von Arzneimitteln ist auch die notwendige Voraussetzung für eine überzeugende Außenvertretung der Bundesrepublik in internationalen Fachgremien, wie in der Europäischen Union oder in der Weltgesundheitsorganisation, mit dem Ziel, eine wirksame Pandemieeindämmung vereinbaren zu können. Im nationalen Rahmen beabsichtigen Bund und Länder - wie auch im Nationalen Pandemieplan Teil I festgelegt - die Pandemie weitestgehend im Rahmen der Regelversorgung zu bekämpfen, um nicht den Katastrophenfall ausrufen zu müssen. Zu konkreten Planungsmaßnahmen im Rahmen der Regelversorgung stehen aber noch viele Zuständigkeits- und haftungsrechtliche Fragen sowie auch die Frage der Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen offen. Hier muss dringend Klärung durch konsequente Aufgabenwahrnehmung herbeigeführt werden. Ziel muss sein, dass der Nationale Pandemieplan mit Festlegungen der Verantwortlichkeiten bis in den kommunalen Bereich hinein ausdifferenziert wird. Aufgrund des föderalen Aufbaus der Bundesrepublik ist eine Abstimmung und eine klare Festlegung der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten von Bund und Ländern unabdingbar. Für Aufgabenbereiche, für die keine Bundeskompetenz besteht, aber von der Sache her ein einheitliches Handeln zur flächendeckenden gleichmäßigen Gesundheitsversorgung geboten ist, muss zumindest eine funktionierende Koordinierungsstelle mit Entscheidungsbefugnis gemeinsam von Bund und Ländern eingerichtet werden. Diese könnte ggf. die Bund-Länder-Arbeitsgruppe oder die beim Bundesministerium des Inneren eingerichtete Bund-Länder-Koordinierungsgruppe sein. Darüber hinaus muss es Aufgabe sein, die internationale Kooperation zu verbessern und eine enge Zusammenarbeit insbesondere mit den direkten Nachbarn Europas aufzubauen, denn eine Pandemie hört nicht an den Grenzen eines Landes oder auch eines Kontinents auf. Mit der Wahrnehmung dieser Außenvertretung fällt dem Bund eine besondere Verantwortung zu. Ärztinnen und Ärzte erkennen die Aufgabe, ihren Beitrag zur Vorbereitung auf eine Pandemie zu leisten und Verantwortung für ihr Personal und den ihnen anvertrauten Patienten zu übernehmen. Ärztinnen und Ärzte nehmen ihre Aufgaben bei dieser Vorbereitung wahr, erwarten aber auch eine präzise Aufgabenabgrenzung zu den anderen Beteiligten auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Ärztinnen und Ärzte setzen sich für eine hohe Beteiligung an den empfohlenen Impfungen, insbesondere an der (saisonalen) Grippeschutzimpfung sowohl beim medizinischen Personal als auch bei Ihren Patienten ein. Ärztekammern führen Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte durch und informieren die Bevölkerung. Bund, Länder und Kommunen werden aufgefordert, ihre Aufgaben im Rahmen der nationalen Pandemieplanung unter Einbeziehung der Ärztinnen und Ärzte wahrzunehmen. Organisierte "Nicht"-Verantwortlichkeit muss bei der Pandemievorsorgeplanung unbedingt vermieden werden. -------------------------------------------------------------------------------
Links:
[1] [ Kinderkrankheiten um 1900: Keuchuhusten ] Zitate über Keuchhusten aus dem Buch "Die Aerztin im Hause", von Dr. med. Jenny Springer, das um das Jahr 1900 geschrieben wurde + Anmerkungen zu diesem Buch und zu den Krankheiten [2] Medizin vor 100 Jahren: Kinderheilkunde anno 1900 * [ Keuchhusten ] * [ Tetanus ] * [ Diptherie ] * [ Kinderlähmung, Polio ] * [ Masern ] [3] [ Die Gesellschaft zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit ] [4] [ Zwei weitere Kinder aus NRW durch Masern an ] [ unheilbarer Gehirnentzündung SSPE erkrankt ] [5] Siegrist Claire-Anne, Aebi Christoph, Desgrandchamps Daniel, Heininger Ulrich, Vaudaux Bernard: "Konsistent unrichtige Informationen" (http://www.ariplex.com/ama/ama_im18.htm) [zuerst veröffentlicht in "Schweizer Ärztezeitung", Basel, 2005] Das Original hat die URL http://www.saez.ch/pdf/2005/2005-25/2005-25-777.PDF Die Web-Site des Verlags ist http://www.saez.ch [6] Online-Lexikon "Krankheiten A-Z" des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/show.php3?id=27&nodeid=
hier geht's weiter !
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