TINA's Reaktor - on ARIPLEX.COM, File 6



Copyright © 1998-2000
TINA
and
Copyright © 1998-2000
Antares Real-Estate




last update: 25.3.1999

zurück zum Kern des Reaktors


A-006.001
written ..........: 21.07.1998
last time revised : 21.07.1998

Wer könnte sich davon angesprochen fühlen? Was ist das überhaupt? Wozu soll so etwas gut sein? Zuerst die Frage, was das ist: Es ist ein Stellenangebot, erschienen in der Süddeutschen Zeitung vom 18.7.1998. Wozu es gut sein soll, erklärt der zweite Teil des Inserats:

Als Dienstleistung, das klärt ein Telefongespräch, wird "Finanzdienstleistung" angeboten. Die Stelle, das klärt das Inserat, ist finanziell lukrativ und dürfte nach meiner Schätzung um die 120.000 bis 150.000 DM pro Jahr liegen (Produktmanager). Was soll der neue Mitarbeiter machen? Das WWW ist ein Werbemedium; folglich kann es nur Marketing sein - und das heißt Webdesign! Diese Auslegung mißfällt. Bleibt die logische Schlußfolgerung: Die Produkte werden dem Medium angepaßt. ("Produkt-Portfolio für das "www" optimiert, zukunftsweisende Konzeptionen erarbeitet") Das führt zur Frage nach der Zielgruppe. "mittlere und größere Unternehmen" heißt es. Der neue Mitarbeiter soll also Finanzierungen für "mittlere und größere Unternehmen" konzipieren, und zwar so, daß die Darstellung im WWW dabei die Rahmen festlegt.

Als Inhaber oder Finanzchef eines "mittleren oder größeren Unternehmens" - würde ich mich auf der Suche nach Geldquellen ins WWW begeben? Oder würde ich nicht eher versuchen, DIREKT mit einer Bank zu reden oder mit privaten Investoren? (Private Investoren sind risikofreudiger und auch umgänglicher als Banken.) Würde ich als seriöser Geschäftsmann - ich gehe davon aus, daß sich ein Inhaber oder Finanzchef eines "mittleren oder größeren Unternehmens" immerhin also solcher sehen wird und daß er vor allem als seine Geschäftspartner solche suchen wird - würde ich also ins WWW sehen, so wie die Hausfrau in den Gelben Seiten sucht, wenn sie einen Klempner braucht für den verstopften Abluß? Mit Verlaub, ich habe Zweifel.

Aber, sei's drum, nehmen wir an, besagter Inhaber oder Finanzchef eines "mittleren oder größeren Unternehmens" würde ins WWW gehen und Homepages durchstöbern. Was würde er dann finden? Angebote, Konzeptionen und Webdesign eines Menschen, der mit diesem Stellenangebot gesucht wurde. Das bringt uns zurück auf die allererste Frage: Wer könnte sich von diesem Stellenangebot angesprochen fühlen? "Verfügen Sie über 128 MB RAM freie Fantasie?" Ein echt voll geil cooler techno-geiler Cyber-Freak, am besten mit implantiertem Sound-Anschluß...

So habe ich mir das immer vorgestellt. Oder ist es doch das, was man - mit Verlaub - im Marketing-Studium bezeichnet als ein Lehrbuch-Beispiel der Wahl der falschen Zielgruppe, einen Zielgruppen-Konflikt...? Und den gleich in doppelter Ausführung.

TINA


A-006.002
written ..........: 21.07.1998
last time revised : 21.07.1998

Power to the people!

Aus einem willkürlich gewählten Inserat in einer Computerzeitschrift: Angebote für Prozessoren

                                                 
                                               Leistungs-                 Leistungs-     
                                    Preisstufe verbesserung Preisstufe z. verbesserung   
                                    zu 200 MHz zu 200 MHz   langsameren   z. langsameren
                                                            Version       Version
IBM/Cyrix M2 PR 200 MHz ???          -          -           -             -              
IBM/Cyrix M2 PR 233 MHz 119,-- DM    ?    %     16,50%      ?    %        16,50%
IBM/Cyrix M2 PR 266 MHz 179,-- DM    ?    %     33   %      50,42%        14,16%
IBM/Cyrix M2 PR 300 MHz 279,-- DM    ?    %     50   %      55,87%        12,78%
                                                 
AMD K6 200 MHz          129,-- DM    -    %     -           -    %        -
AMD K6 233 MHz          159,-- DM    23,26%     16,50%      23,26%        16,50%
AMD K6 266 MHz          219,-- DM    69,77%     33   %      37,77%        14,16%
AMD K6 300 MHz          299,-- DM   131,78%     50   %      36,53%        12,78%
                                                                                  
Intel P II 200 MHz      350,--*DM    -    %     16,50%      -    %        -    %
Intel P II 233 MHz      379,-- DM     8,29%     16,50%       8,29%        16,50%
Intel P II 266 MHz      459,-- DM    31,11%     33,00%      21,11%        14,16%
Intel P II 300 MHz      699,-- DM    99,71%     50,00%      52,29%        12,78%
Intel P II 333 MHz      889,-- DM   154,00%     66,50%      27,18%        11,10%
Intel P II 400 MHz     1699,-- DM   385,43%    100,00%      91,11%        20,12%

* = nicht im Angebot, deshalb geschätzt
Das Angebot der Intel-Chips ist absolut ohne den 200er schlecht abzuschätzen. Wichtig sind aber nur die relativen Sprünge!

Die Verbesserungen in den Leistungen sind wenig aussagekräftig, weil der Rechner durch den Cache und das RAM gebremst wird. Real dürfte die Verbesserung daher deutlich schlechter ausfallen. Beachtet man dagegen die deutlich höheren Preise, wird klar, daß es sich für fast niemanden lohnt, zur Zeit auf einen Prozessor mit mehr als 200 MHz umzurüsten. Der Leistungsunterschied (sollten sich RAM und Cache nicht auswirken) zwischen 233 und 200 MHz beträgt nur 16 Prozent. Das ist fast nicht spürbar. Dafür 30 DM auszugeben...??? Oder für einen (Papier-)Leistungsunterschied von nur 1/3 gleich einen 70 Prozent höheren Preis (90 DM mehr!) zu zahlen...???

Warten wir beim Umrüsten auf mehr als 200 MHz noch 1/2 Jahr! Die Prozessorhersteller kämpfen wie Ertrinkende, um sich über Wasser zu halten. Intel geht es zwar gut, muß aber schneller die Preise senken als ihm lieb ist. Motorola, DEC, IDT, AMD, National Semiconductor (Cyrix) haben Personalprobleme (zuviele Leute). Dagegen können sie auf dem Markt nur über die Stückzahl kämpfen. Das hat seinen Preis...!

Kleiner Tip für alle, die unbedingt mehr Leistung aus dem Rechner herausholen wollen: Packt den Pinguin in den Tank!

TINA


A-006.003
written ..........: 25.08.1998
last time revised : 25.08.1998

Feuer!

Wer in der EDV-Branche Händler ist, der muß schon lange Masochist sein. Gestern nacht spuckte das FAX-Gerät das neueste Angebot "Highlights 9-98" eines Großhändlers aus:

CD-Rohlinge : ab 1000 Stück: 1,65 DM netto 
              ab  100 Stück: 1,69 DM netto 
(1,69 DM netto = 1,9604 DM)

Da flattert heute morgen der neue Conrad-Katalog ins Haus:

CD-Rohlinge :       Stück: 2,16 DM brutto
              ab 10 Stück: 1,90 DM brutto

TINA


A-006.004
written ..........: 25.08.1998
last time revised : 28.08.1998

8 - 9 - aus !!!

Die Maus-Pads waren bei ihrem Einzug der große Renner. Konkurrenzdruck durch zu viele Hersteller, Preiskampf der Händler und schnell erreichte Marktsättigung haben den Markt plattgebügelt. Der endgültige Knock-out kommt jetzt: Zeitschriften bringen Maus-Pads als Einkleber mit Werbe-Botschaften. In "ComputerPartner" Nr. 18 vom 20.8.1998 ist es HP, die mit einer auf das Maus-Pad aufgedruckten Übersicht von DAT- und DLT-Recordern als Einkleber wirbt.

Nur gut, daß Tamagotchis zu dick sind, sonst gäbe es auch die schon längst als Einkleber...

Als Scheckkarten aufgemachte Kundenkarten - ob sie nun eine Kundennummer tragen oder nur eine Werbebotschaft, das sei hier egal - sind "seit Ewigkeiten" ein bekanntes Bild in Zeitschriften.

Doch steht die nächste Stufe schon vor der Tür: Java-Cards mit so großem Speicher, daß auch größere Programme darauf Platz finden. Nicht nur als Nachfolger der CDs als Datenträger, sondern als autarke Computer. Natürlich wird man das nur einsetzen können in den entsprechenden Endgeräten, aber wer hat die schon!? Denkste! Mit der Einführung des Euro werden nicht nur Banken, sondern auch öffentliche Einrichtungen und staatliche und kommunale Institutionen neue Karten-Lesegeräte installieren. Die ohnehin vorgeschriebene Umstellung von DM auf Euro macht es notwendig; die Aussicht, gleichzeitig Personalkosten einsparen zu können, verleiht Flügel...

Doch warum ausgerechnet Karten mit Java?

Weil Java universell einsetzbar ist, besser als alle anderen verfügbaren Software-Schnittstellen. Das liegt aber nicht an der Qualität, sondern vielmehr an der Trendiness von Java: Was dem Normalo sein Rave bis zur Hirnerweichung, ist dem Banker sein Java. Wozu braucht ein Banker Ecstasy, wenn er Java hat!? Denn mit nichts kann man so schön schnüffeln wie mit Java...

Nachdem auch die Parteien, allen voran natürlich die CDU, im Internet mit Web-Sites herumspielen, werden auch sie das Schnüffeln anfangen. Die CDU ist als staatstragende und technologisch führende Partei voll dabei: Ihre Web-Site benutzt seit einigen Tagen Javascript. Kanther sei Dank...? Wie ist doch die Zurückweisungsmeldung des CDU-Servers http://www.cdu.de, wenn jemand per Anonymizer http://www.anonymizer.com an einer der Diskussionen teilnehmen will?

Damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Parteien ihre Wahlwerbung in Form von Java-Cards verteilen, als Einkleber in Zeitschriften, gleich neben "Fragen Sie Helmut!"...

8 - 9 - aus !!!

Demokratie tot, durch technischen K.O.

TINA


A-006.005
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 28.08.1998

Es macht keinen Spaß mehr

Fernsehgerätehersteller sind ein seltsames Volk: Sie verkaufen unsereinem die Fernsehgeräte und auch die Fernsteuerungen dazu. Doch wehe, so eine Fernsteuerung geht kaputt. Schon kurze Zeit nach dem Verkauf gibt es die Dinger nicht mehr. Ersatzteile? Auch nicht. Weder sind Original-Fernsteuerung noch Ersatzteile nachkaufbar!

Der Käufer einer nunmehr defekten Fernsteuerung wird sich aber nur in den allerseltensten Fällen dazu verleiten lassen, wegen einer kaputten Fernsteuerung gleich einen neuen Fernseher zu kaufen (aber den bitte MIT Fernsteuerung...!). Was tun? Früher, lang ist's her, da gab es Anzüge noch mit zwei Hosen dazu. Dürfen die geplagten Anheber des Bruttosozialprodukts nunmehr ZWEI Fernsteuerungen zu einem Fernseher erwarten? Mitnichten!!! Wie heißt es doch so schön in einer Werbung eines Telekommunisten?: "Wir wollen doch nicht übertreiben!"

Der Trend verläuft in eine völlig andere Richtung. Wer als Käufer eines Fernsehgerätes eine Original-Fernsteuerung nachkaufen will, der erhält eine völlig andere als das Original. Andere Tasten, anderes Design. Doch auch dieses Stück ist vom Hersteller des Fernsehers. Zumindest laut Aufkleber. Das Innenleben... "Made in China", jede Wette. Aber diese Wette hätten wir bereits mit dem Fernseher gewonnen, denn auch die kommen seit Jahren von dort.

Die Fensehgerätehersteller liefern einfach irgendein Dingens nach, das dem Fernseher die gleichen Signale liefert. Alles andere ist egal. Ihnen egal. Bis auf den Preis. Der ist exorbitant! "Weit über 100 Mark", sagt sogar der Händler andächtig.

Es macht keinen Spaß mehr. Den Fernsehgeräteherstellern offensichtlich auch nicht. Und so schlampen sie an dieser Stelle beim Kundenservice, was das Zeug hät. Dabei heißt es doch, daß gerade der Service die Kundenbindung schafft, und daß es so viel teurer ist, einen Neukunden zu gewinnen als einen Stammkunden zu betreuen.

Die Fernsteuerungen, das ist klar, stammen von einem Zweitanbieter, der sich nur auf diese Teile spezialisiert hat. Die angeblichen Original-Ersatzfernsteuerungen kommen ebenfalls von dort, aus ganz anderen Serien. Programmierung macht es möglich: Statt nur ein Gerät steuern zu können, vermag so eine Fernsteuerung dank Bibliothek im Innenleben (Masken-ROM) Hunderte verschiedener Fernsehgeräte zu bedienen. Doch nicht nur das! Eine Fernsteuerung für einen Video-Recorder oder eine Hifi-Anlage unterscheidet sich nur in den Daten der Bitströme. Da ist es naheliegend, alle Funktionen in ein- und dieselbe Prozessorsteuerung zu brennen. Tastatur und Gehäuse (Platine wird angepaßt) gibt es nach Wunsch des Auftraggebers.

Längst haben die reinen Fernsteuerungshersteller den Markt übernommen, ihn komplett aufgerollt. Markenzeichen: Die universellen Fernsteuerungen, die auch (und gerade!) der Endkunde kaufen kann, bedienen alle Geräte. Je nach Version kann man 1, 2, 3, 4 oder noch mehr Geräte steuern, vom Fernseher bis zum CD-Player.

Die Fernsteuerung als Eigenleben, als eigenständiges Produkt. Einen Namen hat sie auch schon: der "Zapper".

Aber auch dieses Stadium währte nur kurz. Die Gesetze des Marktes befehlen: Neue Produkte! Neue Nischen erobern! Das konnte man zur Fußball-Weltmeisterschaft gleich zweimal erleben. Da gab es eine Fernsteuerung im Fußballfeld-Design: jede Taste ein Trikot, der Kopf im Ball-Muster. Die andere Ausgabe war deutlich praktischer, noch näher an den Wünschen und Vorlieben des Konsumenten orientiert: Der "Fußball Zapper SBC RU 098" von Philips vereint eine TV-Fernbedienung ("vorprogrammiert, steuert alle handelsüblichen und Fernsehgeräte an, erschütterungs- und spritzwasserfest") und einen Flaschenöffner.

Prost!

TINA


A-006.006
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 09.09.1998

Die Titanic war nichts dagegen...

Der PC-Markt ist so gut wie tot. Die Stückzahlen sind zwar leidlich hoch, aber die Margen sinken in den tiefroten Bereich. Die Talfahrt der Vobis-Gruppe (Maxdata und Peacock nicht vergessen!) macht das deutlich:

      Umsatz  Gewinn  PCs in Europa  durchschnittlich pro PC
      Mrd MD  Mio DM                 Preis (DM)   Gewinn (DM) 
1994  2,66    50,8    520.000        5.115,40     97,69
1995  3,1     48,4    570.000        5.438,60     84,91
1996  3,3     46      721.436        4.574,20     63,76
1997  4,6     37      960.408        4.789,60     38,52

(Diese Statistik basiert auf Zahlen aus "ComputerPartner" Nr. 18 vom 20.8.1998, die Material von Vobis ausgewertet hatte.) ("ComputerPartner" sollte man unbedingt abonnieren!!! Gibt es aber nur für Insider, leider...)

Kein Wunder, daß sich die Schulden zu Bergen häuften und Vobis (das ist die alte Vobis plus Peacock plus Maxdata) letztendlich verkauft werden mußte: Kaufpreis 587 Mio DM und Übernahme der Schulden in Höhe von 684 Mio DM. Macht 1,27 Milliarden DM für ein großes Abenteuer. Wenigstens ist der Umsatz mit 3,9 Milliarden DM größer als damals bei Escom, bevor diese das Finanzielle segnete. Für die 3500 Beschäftigen von Vobis fängt das Abenteuer an : Der amerikanische Käufer CHS zerlegt und strukturiert Vobis um. Die größten Filialen sollen als Superstores ausgebaut werden, die kleinen werden ins Franchising geworfen. Bei beiden Typen von Läden soll das (bisher so lustlose) Personal (Service, was ist das???) in die Verantwortung genommen werden. Entlassungen. Wen wunder's!? Allein in der Zentrale sind gleich mal 30% der Belegschaft betroffen: 130 Mann.

Kurz und knapp: Vorwärts, Genossen; es geht zurück! Weg von der gesichtslosen Kistenschieberei mit Dumpingpreis zu kundenorientierten Läden mit Kundenbindung und echtem Eigeninteresse des Personals.

Wenn das nur so einfach wäre! Die Metro, bisheriger Besitzer von Vobis, hat ja immer noch die Media-Märkte. Mit dem kürzlich erfolgten Aufkauf der Kriegbaum-Gruppe in Süddeutschland hat sie einen der letzten ernstzunehmenden Gegner vom Markt gefegt.

Die Metro wird ihre bisherige Preispolitik kaum ändern wollen. Falls sie es überhaupt könnte...

Aldi und Lidl haben der sich so etabliert meinenden "Fach"händlerschaft, zu der sich auch Vobis rechnete, die Zähne nicht nur gezeigt, sondern tief in den Umsatzkuchen geschlagen. Die hochkatapultierten Stückzahlen von Fujitsu kommen nicht von ungefähr. Und sie bleiben nicht ohne Folgen.

Könnte es sein, daß Vobis lediglich ein glücklicheres Ende gefunden hat als der Herr Orgel-Schmitt (so der Branchen-interne Spitzname, weil Schmitt dereinst mit einem Musikaliengeschäft begann) mit seiner Escom AG?

Wir werden es sehen.

Nur so als Vergleich:

PC-Verkäufe in Europa               1997      1998 
Vobis                               551.000   600.000
Metro (mit MediaMarkt, Saturn       317.000   397.000
       ohne Maxdata, ohne Peacock)
Aldi                                200.000   250.000 
Comtech                              70.000    80.000
Schadt                               70.000    75.000
Lidl                                 65.000    70.000
PC Spezialist                        60.000    65.000
(Quelle: PC Europa, zitiert in ComputerPartner 19/98, Seite 17)

Aldi überflügelt in einem einzigen Jahr Konkurrenten wie Schadt, die schon lange im Markt sind. Mit einem fast nichts an Beratung oder Support. Schon 1996 gingen bei Aldi "75.000" PCs über die Theke. Das hat seine Gründe einzig und allein im Verkaufspreis: Der lag (zumindest wohl teilweise) sogar unter dem Einkaufspreis der Händler. Und die Metro ist mit den Preisen auch dabei...

Händler, die sich dadurch an die Wand gedrückt sehen, erhalten dann zum Beispiel eine solche Antwort, wie sie in "ComputerPartner" 16/98, vom 23.7.1998 auf Seite 6 zu sehen ist. Da antwortet eine Frau Paas, Ministerialrätin aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, München, einem Fachhändler (ich zitiere einen Ausschnitt):

(Folgt ein Hinweis, der Frager könne ja den zivilrechtlichen Weg beschreiten...)

Die "Werbeunterstützung" muß bei solchen Preisen ja auch gar nicht groß sein. Es reicht, wenn die tägliche Kundschaft eines bundesweiten Konzerns durch ein Flugblatt an der Wand davon erfährt: Wieviele Menschen kaufen täglich bei Aldi oder Lidl ein? Damit ist das "Argument" des großen Aufwands für Werbung als das entlarvt, was es ist: leere Worte. Und falsch!

Kann man die Verkaufsaktivitäten über eine vollkommen branchenfremde Filialkette (wie Aldi oder Lidl) nicht als "systematischen Verkauf" betrachten? Spielt da nicht auch die Stückzahl irgendwann eine Rolle!?

Werden also mehrere Zigtausend Computer in einer geplanten Dumping-Aktion auf den Markt geworfen, ist das nicht zu beanstanden. Aha! Wohlgemerkt: Es war keine wirtschaftliche Not, die zu diesem Verkauf geführt hat, es war eiskaltes Kalkül!

Merkt da nicht auch der Mensch auf der Straße, daß etwas faul ist im Staate D? Wenn die Rechtssicherheit des Einzelnen, sei er Privatperson oder kleiner Händler, durch solche Fehlentscheidungen vernichtet wird, dann braucht man sich nicht mehr zu wundern, weder über die Arbeitslosigkeit noch über die Ausgänge von Wahlen - finden sie nun in Sachsen-Anhalt oder zum Bundestag statt.

Doch zurück zum Markt. Von Vobis (und all den anderen) auf der Seite zum Endverbraucher hin reicht die Handelskette zurück zu den Herstellern. Die Handelskette ist kurz geworden. Statt über Distributoren werden die Großkunden direkt beliefert. Und die Hersteller bereiten den Markt auch selbst auf, höchstpersönlich - und die Ärmel aufgekrempelt! Fujitsu hat dies eindrucksvoll gezeigt...

Es geht ums Überleben. "ComputerPartner" erwähnt in Heft 12/98, Seite 5, daß laut einer Infobroschüre der Raiffeisenbank "pessimistischen Schätzungen zufolge nur jeder 50. Computershop überlebt". Von 100 Läden werden nur 2 überleben. Wieviel gibt es dann noch??? ... zum Beispiel in München? Oder in Hamburg. Gibt es dort überhaupt 100 Computerläden!? Und was wird aus den Menschen, die dort gearbeitet haben?

TINA


A-006.007
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 28.08.1998

Fernsteuerungen, TV und die Netigration

Es geht ums Überleben. HP hat sich für seine Drucker eine besondere Strategie ausgedacht. So brachte man ein Programm in den Markt, das ganz spielerisch war: Ein supernettes Viech, mit dem man sich "anfreunden" konnte und das seine Scherze trieb. Und das natürlich zum Drucken animierte. Wie bei einem Tamagotchi ging es diesem Tierchen gut, wenn man sich darum kümmert. Und Drucke liebt es ganz besonders...

Eine Tamagotchi-Imitation als Brechstange für den Absatz von Drucker-Tinte. Denn nichts ist schöner als Farbdrucke. Und nichts ist teurer. Pro ganzflächiger A4-Seite kann man beim Bunt-Druck mit rund 1 DM rechnen.

Der nächste Coup von HP ist die Einbindung des Internets in die gleiche Sache. Hier ist man mit einem Plug-in für Browser dabei, das die Ausdrucke vereinfachen soll. Statt wie bisher umständlich sollen die Drucke dank HP kinderleicht gehen, mit einem einzigen kleinen Knopfdruck.

Was sich benutzerfreundlich anhört, ist in Wahrheit ein raffinierter Werbetrick. Die umständliche Bedienung eines Druckers bzw. das umständliche Erledigen eines Druckauftrags (Drucker-Parameter usw.) bewirkt beim Anwender eine Ablehnung, reduziert seine Lust am Drucken. Das ist den Arbeitgebern recht, denn es reduziert damit auch die Kosten. Wird der Druckauftrag dagegen kinderleicht und gibt es keine die momentane Arbeit störende Verzögerung, dann ist es nur logisch, daß die Angestellten (und die Heimanwender) viel mehr drucken werden. Das ist das Ziel von HP. Sonst nichts.

Bei IBM geht man die Sache an einer anderen Stelle an. Man setzt auf den Absatz von Geräten. Nachdem weltweit 1998 die Stückzahl von Handys die Stückzahl der verkauften PCs inzwischen übersteigt (so Rüdiger Hahn in seinem Leitartikel des "Elektronik-JOURNAL" August 1998), ist es eindeutig, daß der EDV-Markt als Cash-Cow nicht nur ausgedient hat, sondern verlassen werden muß. Bloß weg vom PC! Der neue Trend heißt "Pervasive Computing". Das ist nichts anderes als "Computersteuerungen überall rein, wo es nur geht!" IBM versucht es über die Internet-Schiene: Internet-Zugang ohne PCs.

Internet-Zugang über das Fernsehgerät ist nur eine der vielen Möglichkeiten. Es geht nicht um Dinge, mit denen der Anwender im Internet surfen kann, sondern - viel umfassender! - um das Internet als Mittel zur Datenübertragung. Der Internet-Anschluß ist nur die praktischerweise leicht erreichbare und universale Schnittstelle dazu.

Bank-Automaten, Fahrkarten-Automaten, Buchungs- und Auskunfts-Systeme, Verkaufs-Automaten aller Art (von Süßigkeiten bis Porno-Hefte...) - alles kann per Internet gesteuert werden. Um die Konstruktion der Geräte zu vereinfachen, setzt IBM auf Java. Funktionen und "Gesicht" bzw. die "Oberfläche" des jeweiligen Geräts werden durch eine Java-Applikation bestimmt. Java deshalb, weil man damit Plattform-unabhängig entwickeln kann. Das spart Kosten. Und birgt einen Pferdefuß! Ein wesentlicher Punkt ist die Steuerung des Client-Systems durch den Server.

Ein wesentlicher Punkt ist die Steuerung des Client-Systems durch den Server. Der Satz hat es in sich! Besagt er doch nicht weniger als daß das Gerät, mit dem ich meine Buchung durchführe oder mit dem ich meine Heizung steuere, laufend - ohne mein Wissen, gegen meinen Willen - seine Funktion ändert. Daten können plötzlich in dunkle Kanäle verschwinden...

Die bereits erwähnte Java-Card trägt ihren Teil dazu bei. Wobei noch eins nachzutragen ist: Die Programmierung, also die Steuerung der Java-Card, kann natürlich ständig modifizert werden. Und sie wird es auch...

Was als "völlige Transparenz für den Anwender" gepriesen wird: Nichts anderes als Datenmanipulation, Datendiebstahl, Datenspionage, Datenmißbrauch für kommerzielle Zwecke. Der Bruch sämtlicher Gesetze, die dem Schutz der Persönlichkeit und der persönlichen Daten dienen sollen, ist damit Java-isiert...

Die Fernsteuerungen für Fernseher stehen nicht ohne Grund in der Titelzeile. Sie sind geradezu prädestiniert für den Einsatz einer Java-Steuerung. Mit der Verschmelzung des Fernseh-Geräts mit einem Internet-Anschluß wird auch die Fernsteuerung mehr Funktionen erhalten müssen. Damit sind sowohl beim nunmehrigen "Kommunikations-Zentrum" als auch seiner Fernsteuerung der Spionage die Tore weit geöffnet. Jeder Tastendruck, jede Aktivität kann protokolliert und ausgewertet werden. Wie lange hat Herr Müller die Harald-Schmidt-Show gesehen? Wann hat er gezappt zum Softporno? Welche Summen liegen auf welchen Konten? Welche Dessous hat Frau Meier sich im Web-Angebot angesehen? Welche davon bestellt? Wann bestellt? Vor oder nach der Tagesschau? Oder nach der Pseudo-Aufklärungs-Talkshow?

Klingt übertrieben? Na gut, dann zählen wir mal die Tage, bis das in die Tat umgesetzt ist...

TINA


A-006.008
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 04.09.1998

Kaufrausch

Nur zur Erinnerung: Der Büromarkt besteht nicht nur aus Computern, sondern aus Papier, Aktenordnern, Büromöbeln, Linealen, Kugelschreibern - und dergleichen mehr. Viele dieser Dinge sind von der Machtübernahme der Computer betroffen. Papier-Formulare werden an Programme angepaßt - oder verschwinden ganz. Die Hersteller passen sich an und nehmen Computer-orientierte Dinge in ihr Sortiment auf oder gründen sogar eigene Softwareabeilungen. Als Beispiel wäre da Zweckform zu nennen.

Namen wie "Leitz" kennt jeder. Doch Leitz, der größte deutsche Hersteller, ist vor kurzem verkauft worden. Das Karussel ist in Gang...

"ComputerPartner" zitiert in Heft 16/98 vom 23.7.1998 eine Statistik der Lebensmittelzeitung vom 12.6.1998. Danach sind die weltweiten Branchenriesen im Büroartikelhandel:

                                Umsatz weltweit    davon Umsatz in Deutschland
Office Depot/Viking (USA)       14,2 MRD DM        240 Mio DM 
Staples/Quill (USA)             10,4 MRD DM        180 Mio DM 
Ikon Office  (USA)              10,1 MRD DM         40 Mio DM 
Corporate Express (USA)          6,4 MRD DM          ? 
BT-Office Productions (NL, USA)  2,9 MRD DM        530 Mio DM  !!!
Ahrend (NL)                      0,7 MRD DM        200 Mio DM 
Guilbert (F)                     0,7 MRD DM        200 Mio DM

Auch hier rollen die großen Handelskonzerne den Markt rückwärts auf. Wenn die Hersteller Umsatz machen wollen, müssen sie ins Sortiment der Handelsketten. Dort werden ihnen die Preise bis in den roten Bereich ruiniert. Einstige Edelmarken verkommen zum Ramschartikel.

Was ist mit Namen wie Herlitz oder Leitz? Leitz ist verkauft. Ware von Herlitz gibt es bei der Metro und ihren Märkten, zum Teil weit unter dem Preis der Konkurrenz - bei gleicher Qualität.

Und wieder fällt der Name Metro auf...

Aber bleiben wir bei Viking, der Nummer 1 der Liste. Die hat in Deutschland eine Tochter namens "Viking Direkt". Wie der Name sagt: ein Direktvertrieb. Wie ich per Email erfahre, sind die Preise zum Teil sehr aggressiv. Da gibt es weißes Kopierpapier für DM 3,99 netto (500 Blatt). Lieferung ab DM 149 frachtfrei. Lieferung innerhalb von 24 Stunden. Kundentelefone und Kundenfax mit 0130er Nummer! Wie war das noch mit den Firmen, deren Hotline oder Bestellannahme auf 0190 läuft!?

Kein Wunder, daß der Rubel rollt. Vieles ist natürlich teuer, teurer als hier im Supermarkt. Aber wer wohnt schon in einer so gut versorgten Region oder in der Großstadt?

Damit ich jetzt nicht mit Emails überschwemmt werde, die beiden Nummern:

Viking Direkt
Tel: 0130/818182
Fax: 0130/814848

TINA


A-006.009
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 28.08.1998

Kaufrausch

Der Krieg der Firmen macht natürlich auch vor dem Internet nicht halt. Auch dort ist nach der Wahnsinns-Euphorie der Wahnsinnigen der Kaufrausch ausgebrochen.

In meiner Liste kostenloser Homepages, Email-Accounts und anderer Angebote (http://www.ariplex.com/tina/twebspac.htm) habe ich schon auf Seltsamkeiten des Internets hingewiesen.

Neueste Entwicklungen:

Soll das heißen, daß alle großen Anbieter von kostenlosen Email-Accounts einen Heißhunger der Suchmaschinen auslösen? Sieht so aus. Mit der Email läßt sich nämlich dauerhaft Werbung in die Rechner der Surfer stopfen! Ergebnisse von Suchmaschinen werden relativ schnell weggeworfen. Emails daggegen bleiben wochen- oder monatelang auf den Festplatten der Surfer, vielleicht sogar jahrelang, wenn die Emails sauber archiviert werden. Das ist eine dauerhafte Basis für Werbung. Vor allem kann man diese Werbung nicht löschen. (Schon mal Werbetext aus einer angekommenen Email gelöscht???) Noch dazu ist dies eine Werbung, die nicht "unsolicited", also nicht unverlangt ist. Unverlangte Werbung ("Spam, UBE, UCE") wird Zug um Zug in einem Staat nach dem anderen verboten werden. Anfänge dazu sind schon gemacht.

Aber die Industrie hat die große Hintertür schon gefunden...

TINA


A-006.010
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 28.08.1998

Weltweit surfen, fast umsonst...

So oder ähnlich locken die Angebote. Neu in den Kampf um das Geld der Surfer haben sich die Telefongesellschaften geworfen. Ihre Angebote verheißen Surfen ohne Telefonkosten.

Wenn ein solcher Anbieter offeriert

dann kann man sogar ohne Taschenrechner gegenrechnen:
  1. Das Angebot mit den 4,95 DM pro Stunde gilt nur in der Freizeit!
    Genau in das Angebot sehen! Montags bis Freitags, für die Zeit von 9.00 - 21.00 Uhr will die Firma nämlich stolze 7,95 DM!
  2. Eine Grundgebühr muß man auch berappen: 4,95 DM. Aber auch die nur als Kunde der Telekommunikations-Firma. Sonst ist es auch hier wieder mehr, nämlich 9,95 DM pro Monat.
  3. Die Telekom, so sehr man auch über sie schimpfen muß, ist weitaus preiswerter! Bei ihr kostet eine Stunde Telefonieren in der Zeit werktags von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr DM 1,80 pro Stunde.
Nehmen wir die Freizeittarife und gehen von 5 Stunden Surfen im Monat aus (einschließlch Email), kostet das bei der Telekom 9,00 DM. 5 Stunden beim billigsten Wert des schon erwähnten Konkurrenten reißen dagegen mit 4,95 DM Grundgebühr plus 24,75 DM (= 29,70 DM) ein großes Loch ins Portemonnaie.
In der Hauptverkehrszeit ist es noch deutlicher: Telekom 24,00 DM. Konkurrent: 44,70 DM (4,95 plus 39,75).

Bei einem guten ISP ist man ab 20 DM pro Monat dabei. Bei einem Ortsanschluß ist es immer günstiger, per Telekom zu surfen. Erst dann, wenn die Energieversorgungsunternehmen und Wasserwerke von ihrem Raffke-Trip herunterkommen und akzeptable Preise machen, sind sie eine ernst zu nehmende Konkurenz zur Telekom. Alles andere ist lächerlich. Wie lange wird es noch dauern, bis sie das endlich begreifen!?

TINA


A-006.011
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 28.08.1998

Das Leben ist hart

CadSoft gibt für private Anwender und für Testzwecke eine Leistungs-begrenzte Version seines Layout-Programms Eagle, "Eagle Light 3.5", kostenlos ab: als Freeware.

Die Web-Site ist nicht mehr spartanisch, sie ist schlichtweg dürftig. Es ist mühsam, bis man die richtige Web-Seite gefunden hat. Warum benutzt jemand bei einer so winzigen Web-Site Frames? Warum Links auf Distributoren mit einem Paßwort verborgen werden, ist auch ein Rätsel. Auf den Kinderkram mit den Frames hätte man gut verzichten können! Will man hier absichtlich die potentiellen Kunden verärgern?

Download an dieser Tankstelle: http://www.cadsoft.com/info/forms/freecc.htm

Aber Achtung! Die 3,2 MB großen Brocken herunterzuladen, dauert seine Zeit...

Der Kampf um Marktanteile zeigt also auch bei den bei Layout-Programmen seine Wirkung. Wann setzt der nächste Kaufrausch der Hersteller ein?

TINA


A-006.012
written ..........: 28.08.1998
last time revised : 28.08.1998

Super-PCs im Anmarsch

Die von mir intern bereits angekündigten Super-PCs sind nun im Markt. Der erste Großhändler bietet jetzt ein Modell an: eine High-end-Maschine mit CD-Brenner statt CD-Player. Das bietet ihm einen um ca. 10 Prozent höheren Umsatz, also auch mehr Gewinn. Da die Kunden heute sowieso CDs brennen wollen, war dieser Schritt schon seit rund 3/4 Jahr überfällig.

Eine interessante Nebenwirkung der CD-Brenner sollte man nicht vergessen: Fast ohne jede Ausnahme werden die PCs ohne Streamer für die Datensicherung gekauft. Auch die Zahl der Nachrüstungen mit einem Streamer ist lächerlich gering. Der Spiel- und Raub-Kopier-Trieb der Anwender lechzt nach einem CD-Brenner. Mit dem lassen sich aber auch problemlos ganze Verzeichnisse der Platten sichern. Da dies so ist, wird der eine oder andere schon eher auf die Idee kommen (nach einem Crash, versteht sich...), Teile seiner Platten auf CDs zu sichern. Die CD-Brenner entwickeln sich damit zu einem sehr ernsten Gegner für die Band-Streamer. Die Preise für Streamer sinken denn auch deutlich...

Haben wir es also den CD-Brennern der Raubkopierer zu verdanken, daß wir endlich preisgünstige Band-Streamer kaufen können. Perverse Welt.

TINA


A-006.013
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Der GEMA kommen die Tränen...

Email

"X-From_: send@dmail3.real-net.net Sat Aug 29 15:45:19 1998
Return-Path: 
Date: Sat, 29 Aug 1998 06:44:51 -0700
Subject: Store music CDs in CD-quality RealAudio!
From: RealNetworks News 

Dear RealPlayer User,

We're excited to tell you about a great software
product that converts your audio CDs into CD-quality
RealAudio for personal playback on your PC: CD Streamer
by SuperPlanet.

CD Streamer lets you store music CDs in highly 
compressed CD-quality RealAudio on your hard drive.
It automatically retrieves the album title and song 
names from the Internet, and allows you to create 
customized playlists for playback via CD Streamer.

Now your entire music library is instantly available 
on your computer. 

CD Streamer won ZDNet Editors' Pick with a 5-star rating.
"Leave your CDs at home and try CD Streamer" -- ZD Net 

For a limited time, we're offering CD Streamer for only 
$19.95 (reg. $34.95), a savings of $15!

To take advantage of this offer by ordering now,
simply click on:

http://www.realstore.com/specials/cdstreamer.html

We guarantee that you'll enjoy CD Streamer or your
money back. (Return required within 30 days of 
purchase for refund.)

Thank you for using RealNetworks products,

Maria Cantwell
Senior Vice President
RealNetworks, Inc.
Seattle, WA  USA

---------------------------------------------
 ABOUT THIS E-MAIL

 Participation in RealNetworks product updates
 and special offers is voluntary. During the 
 installation of the RealPlayer software you
 indicated a preference to receive these emails.

 For information about subscribing to or 
 unsubscribing from future announcements, visit 
 http://www.real.com/mailinglist/index.html"

Besonders gut gefallen haben mir 2 Sätze:

"CD Streamer lets you store music CDs in highly compressed 
CD-quality RealAudio on your hard drive.

It automatically retrieves the album title and song 
names from the Internet, and allows you to create 
customized playlists for playback via CD Streamer."

Der erste Satz besagt, daß die Inhalte von CDs bequem auf die Platten befördert werden können. Beachte das Wort "compressed"!

Die Bombe platzt dann im zweiten Satz: Einzelne Titel können problemlos aus dem Netz gezogen und zu CDs kompiliert werden. Wer die wohl in das Netz stellt...?

Arme GEMA...

Wie war ihr Leben in der guten alten Zeit der Schallplatten doch noch so schön bequem und die Welt noch in Ordnung...

TINA

PS: Das dicke Ende kommt zum Schluß:



A-006.014
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern

Es gibt schon wieder ein neues Verfahren, um gestohlene Autos wiederzufinden. Die Zeitungen flöten es bereits.

Fahrzeuge mit Funk zu verfolgen, egal ob gestohlen oder im laufenden Betrieb, ist nichts neues. Dieses Mal ist es gleich das weltweit erfolgreichste Funkfinde-Unternehmen, Detektor, das sich in Deutschland versucht.

Ausgelöst wird das Funksignal, mittels dessen das Fahrzeug dann geortet werden kann, nicht durch den Diebstahl selbst, sondern durch ein Funksignal mit einer relativ niedrigen Frequenz. Die läßt sich nicht so gut abschirmen wie GSM-Frequenzen. Benutzt wird ein deutschlandweites Netz von stationären und mobilen Stationen. Die nehmen auch gleich das Signal des Fahrzeugs auf, wenn dieses sich meldet. Innerhalb von 2 Stunden soll ein Fahrzeug aufgespürt sein. Erfolgsquote bisher angeblich 95 Prozent, im Durchschnitt, weltweit...

Da fällt mir ein: War da nicht mal ein CDU-Politiker, der Kinder mit Funk-Transpondern ausstatten wollte...? Nein, keine Häme. Nur eine kleine Erinnerung. Was der Herr vorgeschlagen hatte, kommt nämlich wieder. Nicht von ihm, weil ihn hat man damals zurückgepfiffen. Aber andere sind eifrigst dabei. Das Verfahren, das hier bei Autos ausprobiert wird, gibt es in x Varianten in anderen Bereichen. Schon lange. Heute mit dem Handy unterwegs gewesen...?

TINA


A-006.015
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Schweine im Weltall

Die Zeitungen haben es auch erfahren und samt Bild sofort gedruckt: Rosige Schweine sitzen vor dem Bildschirm und rudern mit einem Joystick herum.

In den USA wurde es ausprobiert. Man will mit besonderen Symbolen auf dem Bildschirm mit Schweinen kommunizieren. Angeblich gibt es auch schon ein Spiel. DOOM wird es wohl noch nicht sein, aber Pacman oder Invaders? Pro Treffer einen Keks für das glückliche Schwein?

Die Pointe an der Geschichte ist nicht, daß Schweine am PC sitzen. Das gibt es überall. Aber das Betriebssystem als "Windows für Schweine" zu bezeichnen, das muß den Zeitungen besonders gut gefallen haben.

Wie die da nur drauf kommen...?

TINA


A-006.016
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Ganz schön klever

http://www.clever-telefonieren.de ist seit Juni 98 im WWW und zeigt die jeweils günstigsten Tarife zum Telefonieren an.

TINA


A-006.017
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Kühe im Weltall

Aus dem Katalog einer Landwirtschaftausstellung:

Das mit dem "Milchklau", das hat mich überzeugt, ehrlich...

Bei Bedarf:

Holm und Laue
Moorweg 6 
24784 Westerrönfeld
Telefon: 04331/849024
Fax:     04331/849026

Wohl bekomm's!

TINA


A-006.018
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Nur noch einen Schritt bis zum Monopol - oder in den Abgrund...

Als mal wieder die RAMs so furchtbar billig waren, daß die amerikanischen Hersteller nur noch stöhnen konnten, da haben Motorola und andere die Fertigung aufgegeben und in Asien herstellen lassen. Alle Hersteller? Nein, nicht alle. Da ist doch noch so ein kleines Dorf namens Micron, das tapfer Widerstand bietet und weiterproduziert. Als es 1997 bei Texas Instruments finanziell nicht so gut aussah (bei wem sieht es schon gut aus, außer bei Intel? Aber auch Intel entläßt 3000 Mann), da hat Micron sogar zugekauft und von TI den DRAM-Bereich übernommen.

Das zahlt sich aus. Nachdem inzwischen schon wieder einmal der DRAM-Markt sogar jenseits seiner Grundfeste donnert und bebt, auch Siemens sich eine blutige Nase geholt hat (zwengs einer bestimmten Chipfabrik...) und National Semiconductor (nicht wegen RAMs!) sogar einen die ganze Firma betreffenden mehrtägigen Produktionsstop für alle Produkte verhängte, sitzen die Analysten und lesen im Kaffeesatz, wer denn die Materialschlacht im RAM-Bereich überleben wird. Gute Frage, wenn man (laut "Computer Zeitung" vom 20.8.1998, Seite 17) RAMs für 10 Dollar das Stück herstellt und sie dann für 8 Dollar verkauft...

Also, die Analysten kommen auf NEC, Samsung und Micron. Weil die zusammen rund 45 Prozent des Marktes hätten. Sagen die Analysten, sagt die "Computer Zeitung". An anderer Stelle heißt es, Samsung, Hyundai und LG Semicon (ex "Goldstar") hätten zusammen 40 Prozent am Weltmarkt für DRAMs und Samsung stehe sogar mit 19 Prozent da.

Das Pikante ist, daß Micron vor mehreren Jahren eine sehr vollmundige Werbekampagne hatte. Micron war führend bei schnellen statischen RAMs und verkündete stolz (mit Bild ihres CEO) "This differs the boys from the men."

Nun wüßte ich gerne, wie man - wenn man mit Verlust verkauft - überleben soll. Micron, um den Faden wieder aufzunehmen, hat damals sehr gut mit den statischen RAMs verdient, weil die bei den Militärs so begehrt und so teuer sind. Und - besonders wichtig! - weil Micron ein amerikanischer Hersteller ist. Die amerikanischen Militärs kaufen aus Sicherheitsgründen bei einheimischen Herstellern.

Mit diesem Polster hat Micron sich halten können - und mußte nur warten, bis nach dem Schweine-Zyklus die RAMs mal wieder teurer würden. Sie wurden. Schon damals war Micron der einzige nennenswerte amerikanische RAM-Hersteller.

Damit kommen wir zum Kernpunkt des Preiskriegs: Die Hersteller müssen ja nicht so billig verkaufen! Sie verkaufen unter Herstellungspreis, um ihre Stückzahlen hoch zu halten, damit - wenn die Konkurrenz in die Knie geht - sie ein noch größeres Stück vom Kuchen kriegen können. In dem Fall auch etwas vom Gewinn.

Der einzige, für den diese Rechnung aufzugehen scheint, ist Micron. Grund, wie gesagt, die besondere Situation wegen der Militärs.

Solange die Hersteller es nicht schaffen, sich einig zu werden und sich nicht weiter gegenseitig zu unterbieten, wird der Trend anhalten. Der mit dem längsten Atem überlebt.

Dann wird es teuer. Sehr teuer!

TINA


A-006.019
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 15.09.1998

DRAMs, der Aufstieg in den Abgrund

1970  Intel stellt das 1-kBit-DRAM vor, das 1103, und verkauft es 
      für rund 35 US-Dollar

1973  Ungefähr 8 Millionen 1-kBit-DRAMs werden verkauft 

1974  Die ersten 4-kBit DRAMs auf dem Markt 

1976  Japan kündigt ein nationales VLSI-Programm an 

1977  In den USA wird die "Semiconductor Industry Association" gegründet

1978  Japan beginnt mit 16-kBit-DRAMs und erkämpft sich einen 
      Marktanteil von 40% des Weltmarkts

1979  In den USA wird das VHSIC (Very High Speed Integrated Circuits) Programm 
      gestartet

1980  Die ersten 64-kBit-DRAMs auf dem Markt 

1981  11 US-amerikanische Firmen produzieren DRAMs: 
      AMD, AMI, Fairchild, Intel, ITT, Micron, Mostek, Motorola, 
      National Semiconductor, Texas Instuments, Zilog 

1981  Japan kündigt das "5. Generation Computer" -Programm an
      NTT hat ein 256-kBit-DRAM. 

1984  Siemens und Philips beginnen ihr Mega-Projekt, Ziel: Entwicklung 
      eines 4-MBit-DRAMs bis 1989 

1985  Juni: Die japanischen DRAM-Hersteller lassen den Preis herunterkrachen 
      Die US-amerikanischen Firmen klagen die Japaner des Dumpings an. 
      Alle US-amerikanischen RAM-Hersteller bis auf Texas Instruments und 
      Micron geben DRAMs auf. 

1986  Das US-amerikanisch-japanische Halbleiter-Handelsabkommen wird 
      unterzeichnet.

1987  Die Sematech wird gegründet. 

1987  August: DRAM-Knappheit! Siemens benutzt Toshibas Technologie und 
      beginnt die Volume-Production von 1-MBit-DRAMs.

1989  Japan controlliert 80% des Weltmarkts für DRAMs, insbesondere 
      90% des Weltmarkts für 1-MBit-DRAMs. 
      Motorola mischt wieder bei DRMAs mit. 
      Das europäische Projekt JESSI (Joint European Submicron Silicon) 
      beginnt. 

(Nachzulesen in "Electronics", September 1989)

* 15.9.1998
Leichen zählen, noch mitten in der Schlacht...

Siemens macht Chip-Fabrik in England dicht.
Fujitsu schließt Fabrikation in England.
Hitachi schließt Fabrikation in USA.
Mitsubishi schließt Fabrikation in USA.
Weitere Kandidaten...? Sind ja nicht mehr viele...

TINA


A-006.020
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Durch dieses hohle Portal muß er kommen

Im Krieg der Portals hat Netscape wieder Kasse gemacht: Gleich zwei Firmen wollten sich so unbedingt einen Platz an der Datenkrippe sichern, daß sie dafür fürstlich zahlten. America Onlines Digital City ist der eine, Citicorp (die Bank!) die andere.

Citicorp zahlt über 40 Mio US-Dollar. Digital City ist für 2 Jahre dabei.

TINA


A-006.021
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Nach Hause telefonieren...!

Die Diebstähle von PCs sind ein ernst zu nehmendes Thema. Jährlich verschwinden zum Beispiel aus Hochschulen PCs im Wert von x Millionen DM.

Die Versuche, PCs mit Funk auszustatten, sind nicht neu, ebensowenig die Versuche, über das Netz hausintern bzw. Internet. "Sentry Security" http://www.sentryeuro.com versucht es mit dem Telefonanschluß: Hängt der PC per einem Modem an einer Telefonleitung, ruft er seine Zentrale an. Das soll sowohl bei unberechtigter Benutzung als auch bei Diebstahl funktionieren.

Die geschickteste Lösung ist immer noch die über das Internet. Da weiß der Anwender nicht, daß in den Bits, die durch die Leitung düsen, ein paar von der 5. Kolonne sind. Da fällt es nicht auf, daß der Computer das Telefon benutzt: Der Anwender hat es ihm ja sogar befohlen.

Eine Lösung des Problems, die den Kanther'schen Plänen zu dessen höchstem Vergnügen genügen dürfte, ist eine Ident-Nummer des PCs, die er - wie ein Telefon die Caller-ID - bei allen Transaktionen im Netz mitschicken muß.

Also: Warum nicht gleich so!? Herr Kanther wäre begeistert.

TINA


A-006.022
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Finger weg!

Die Scanner sind inzwischen so billig, daß man sie in der Parallelport-Version für unter 100 DM bekommt. Grund für die Hersteller, die Preise durch zusätzliche Features hoch zu halten bzw. wieder nach oben zu schieben. Eine Lösung sind zusätzliche Tasten (!) am Scanner: Drückt man da drauf, wird ein Programm "ausgelöst".

Nach den zusätzlichen Tasten an den Tastauren (weil die Internet-Werbefirmen damit die Portals direkt ansteuern wollen) nun Tasten an den Scannern.

Was jetzt fehlt: Tastenkappen, damit man diese unnötigen Tasten nicht aus Versehen drückt.

Oder ein Viren-ähnliches Programm, das auf solche Dinge lauert und sie kurz und bündig "frißt".

Aber man muß vorsichtig sein! So hatte Solid Oak, http://www.solidoak.com, der Hersteller des "Cyber-Sitter" eine wirklich geniale Funktion in den Cyber-Sitter eingebaut: Sie blendet die Bannerwerbung aus. Das hätte Solid Oak lieber nicht tun sollen! Es hagelte prompt wütendste Proteste von Werbefirmen und von Porno-Sites: Man drohte mit dem Boykott von Solid Oak. Die Porno-Sites sind die wichtigsten Kunden, weil diese ihre Existenz damit aufrecht erhalten, daß sie auf solche Programme wie Cyber-Sitter hinweisen und scheinheilig erklären, daß sie ja diese Programme ganz brav benutzen täten würden, um die lieben Kinderlein zu schützen...

So kann es einem ergehen, wenn man eine gute Idee hat.

TINA

PS: Was die Pornos angeht: Die kommen heute im Fernsehen schon gegen Mittag. Kinder müssen eben früh ins Bett. Hat alles seinen Grund...


A-006.023
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Internet-Tastaturen

Auch Logitech hat jetzt eine Internet-Tastatur im Programm:

Die Website   http://www.logitech.com   ist sehr dürftig. Wozu die dann auch noch mit Javascript und Frames verpestet wurde, ist mir ein Rätsel.

TINA


A-006.024
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

http://darwin.stoneknife.com/scu.html

TINA


A-006.025
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Merchandizing

Die Tamagotchis sind einfach nicht tot zu kriegen. Die Preise sind gefallen und gefallen. In der Zeitung steht schon fast nichts mehr über sie drin. Da kommt ein Katalog von Hach, in dem die Dinger immer noch den stolzen Preis von 19,-- DM netto kosten.

Es gibt sogar das "original Tamagotchi Fan-Sticker-Buch". Kostet schlappe 6,95 DM netto. Ist billig. Vorher waren es 13,95 netto.

Aber der wahre Knüller ist die Tamagotchi-Bettwäsche: Spannbettlaken (nur noch 19,50 DM netto), Kissen (nur noch 8,50 DM netto), Kopfkissen und Bettbezug (nur noch 39,50 DM netto) mit Motiven der elektronischen Zombies.

Das bringt mich auf zurück auf die T-Shirts, von denen ich neulich aus Linuxer-Kreisen hörte: Bedruckt mit dem Motiv eines Kuchen-bekleckerten Bill Gates.

Dem Vernehmen nach können die Dinger gar nicht schnell genug gedruckt werden. Preissenkungen sind nicht zu erwarten...

TINA


A-006.026
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Platzprobleme

Was ist so groß bei Handys? Die Tastatur und der Akku.

Was ist so groß bei digitalen Kameras? Der Akku? Der Anschluß zum PC.

Was ist der neueste Renner bei den Gameboys? Die Kamera.

Was ist ein Gameboy? Eine Kamera mit integriertem Spiel, das schon bald niemanden mehr interessiert. Warum? Weil die Netzwerkverbindung der Gameboys und der Kameraanschluß sich selbständig machen werden.

Was kommt dann? Handy mit digitaler Kamera und Netzwerkanschluß.

Und der Clou? Wenn das Ding von Philips ist: mit integrierter TV-Fernsteuerung und Flaschenöffner...?

TINA


A-006.027
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Statische Aufladung

Statische Aufladung ist nicht nur ein Ärgernis, sondern kann Einem auch ganz schön in die Knochen fahren. Schlechte Bodenbeläge oder Schuhsohlen sorgen dafür: Sobald man leitfähige Teile berührt, Zzzzzippp !

Findige Köpfe bieten seit kurzem Gegenmittel an: Den "Antistatik-Schlüsselanhänger"

Beim Aussteigen aus dem Auto nur kurz damit auf das Türschloß tippen: Es blitzt auf, Sache erledigt.

Genial einfach, und darum auch nicht billig: 8,75 DM netto pro Stück im Großhandel. Ab 2 Stück sind es nur noch 6,95 DM netto pro Stück.

Weil hier grad' keiner zuhört, kann ich mal den Tip des Hauses verraten: Den Schlüssel am Metall anfassen und damit kurz auf das Schloß tippen. Funktioniert einwandfrei, ist immer dabei und kostet nichts. Metallarmband der Armbanduhr geht auch. Der Trick ist schon fast 30 Jahre alt und hat "Copyright by TINA"...

TINA


A-006.028
written ..........: 31.08.1998
last time revised : 31.08.1998

Darf's ein Quadratmeter mehr sein...?

Nicht lange her - so kommt es mir vor -, da war die Zahl von 100 Zeichen pro Sekunde Zeichen eines wahrhaft sensationell ausgestatteten EDV-Fuhrparks: Der Drucker hämmerte sagenhafte 100 Buchstaben pro Sekunde auf das Papier. Am Zeilenende machte er erst mal Pause und zog den Druckkopf gemächlich an einer Schnur zurück. Dann ging es auf zur nächsten Runde, hm, Zeile.

Von "Farbe" war natürlich auch keine Rede. Es gab nur eine und das war schwarz.

Umlaute? Was ist das? 's gab ja nicht mal Kleinbuchstaben...!

Da könnte einem richtig rostalgisch zumute werden... Die gute alte Zeit... Man denkt hin und wieder an sie zurück, wenn man mit einem neuen Maschinchen Bekanntschaft schließt. Wie mit diesen beiden hier:


                      HP Designjet 2500 CP                      HP Designjet 3500 CP
---------------------------------------------------------------------------------------------
Auflösung             300 dpi im Schnellmodus                   300 dpi im Spar- und 
                      300 dpi im Normalmodus                            Produktivitätsmodus 
                      600 dpi im Präsentationsmodus             600 dpi im Präsentationsmodus 

Druckgeschw. A0       Gestrichenes Papier     Hochglanzpapiere
  schnell              8 Minuten              16 Minuten        8,6 Quadratmeter/Stunde
  normal              15 Minuten              23 Minuten        4,3 Quadratmeter/Stunde
  Präsentationsmodus  37 Minuten              35 Minuten        1,7 Quadratmeter/Stunde

Speicher              20 MB RAM (max 68 MB)                           20 MB RAM (max 68 MB) 
                       2 GB Harddisk (850 MB für Schriften             4,3 GB Harddisk 
                                      850 MB für internes Postscript
                                      410 MB zur Warteschlangenverwaltung)

Sprachen              Adobe Postscript Level 2                  Adobe Postscript Level 3                    
                      HP-RTL, HP-GL2, PJL, PML                  HP-RTL, HP-GL2

Netzwerkkarte         J2552B HP JetDirect-Karte                 J2552B HP JetDirect-Karte 

Schnittstellen        HP Bi-Tronics ECP (Centronics),           HP Bi-Tronics ECP (Centronics), 
                      TCP/IP, Appletalk                         IEEE 1284 kompatibel, 
                      (Localtalk & Ethertalk),                  Internet/802.3:BNC (10Base2), 
                      Novell, Lan Manager                       RJ-45 (10BaseT), localtalk System 7

Gewährleistung        1 Jahr vor Ort Service                    1 Jahr vor Ort Service
                      erweiterbar auf 3 Jahre mit               erweiterbar auf 3 Jahre mit 
                      dem HP Support Pack                       dem HP Support Pack 
Was sagt HP noch?

Mit anderen Worten: Auch für Außenwerbung in Schaukästen geeignet. Und noch etwas: Die neue pigmenthaltige Tinte wird auch die Konkurrenz nicht untätig lassen. Vielleicht wird dabei für die kleineren Drucker auch etwas abfallen? Teuer genug sind die Tinten ja. 1 DM pro Seite DIN A4 in Farbe ist schließlich kein Pappenstiel. Was dann eine Seite DIN A0 kostet...? Bei 8,6 Quadratmeter pro Stunde können den Produktmanagern Freudentränen kommen.

TINA


A-006.029
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998

Intellectual Property

Ein neues Schlagwort sorgt seit geraumer Zeit im Halbleiter-Bereich für Aufregung: "Intellectual Property", kurz "IP". Dabei ist IP nur eine neue Umschreibung der Tatsache, daß man sich "cores", also Bau-Blöcke eines ICs, zukaufen kann. Neu ist, daß man sich Gedanken macht, wie man diese Blöcke am besten verkaufen kann: Alles muß zueinander kompatibel sein. Dazu benutzt man inzwischen leidlich standardisierte Beschreibungssprachen. Vor allem die juristische Seite dieser Angelegenheit wird endlich ernst genommen. Wie dem Autor eines Buches einem Buch wird dem Entwickler eines Bau-Blocks ein Urheberrecht zugesprochen. Im Print-Bereich ist es tägliche Praxis, Druckrechte zu kaufen oder zu verkaufen. So nun auch bei ICs. Was man nicht selbst entwickeln will, kann (fast) problemlos zugekauft werden. Wer etwas entwickelt hat, produziert nicht selbst, sondern verkauft lediglich die Nutzungsrechte.

"Systeme" beschäftigt sich in Heft Heft 9/98 (kaufen!) wieder eingehend mit dem Thema und bringt auf Seite 68 eine höchst interessante Liste (im Kasten):

Es folgen noch weitere Blöcke, vom USB-Controller mit 8000 Gattern oder einem LAN-Controller mit rund 17.000 Gattern.

Der Begriff des Urheberrechts wird sich in der Branche schnell durchsetzen. Zum einen sind es ja nicht mehr so viele Firmen, die da noch im Halbleitergeschäft tätig sind. Zum andern geht es um sehr viel Geld, möglicherweise um Beträge von Milliarden DM pro Jahr, die demnächst zur Debatte stehen. Da lohnt es sich, dabei zu sein. Und wer nicht mitmacht, der kann seine Fab gleich dichtmachen.

Mich interessiert an dieser Sache ein ganz anderer Aspekt, der den Halbleiterfirmen bisher entgangen zu sein scheint. So ist es durch die Einbindung eines Cores möglich, mehrere Prozessoren im gleichen Chip parallel laufen zu lassen. Bisher war es doch so, daß man einen Core-Prozessor und mehrere Speicher-Blöcke, sowie dedizierte I/O-Blöcke auf einem Chip zusammenfaßte. Meist waren die I/O-Schaltung oder die Glue-Logic in eigener Arbeit entstanden, der Rest zugekauft. Mehrere Prozessoren in einem Chip gibt es schon seit etlichen Jahren. So hat NCR hat 8 (oder mehr?) identische Prozessoren zur Parallelarbeit in einem höchst bemerkenswerten Design zusammengefaßt. Texas Instruments hat im "C80" mehrere Prozessoren, die ihrerseits von einem Prozessor gesteuert werden, und damit die 4 Farb-Planes eines RGB-Datenstroms mit 1200 MIPS verarbeiten können.

Aber sowohl im Chip von NCR als auch dem von TI sind die Core-Prozessoren speziell für eine bestimmte Aufgabe vorgegeben. Wie steht es nun mit frei benutzbaren Core-Prozessoren? Wie wäre es beispielsweise mit einem 6502 und einem Z80 parallel? Damit wäre Software beider Originale zu verarbeiten. In Echtzeit, wohlgemerkt!

Die kleinen Prozessoren benötigen bemerkenswert wenig Gatter: 4000 bzw. 8000. Bei heutigen Chips sind mehrere 100.000 Gatter problemlos herzustellen. Ein Prozessor "nebenbei" ist also kein Problem. Alle Emulatoren auf Software-Basis sind bisher mit Vorsicht zu genießen. Langsamer sind sie auch. Was spricht gegen eine Steckkarte für den PC mit mehreren Prozessoren (als Core in einem Chip), die andere bzw. alte Software verarbeiten können? Ich wollte schon immer einen Z80 mit 120 MHz...

Mir geht es dabei nicht um irgendwelche Spielereien, sondern um ein sehr ernstes Problem: Viele alte Maschinen, die wegen mangelnder Teile nicht mehr länger am Leben erhalten werden können, haben TeraBytes an Daten, die nun nicht mehr zugänglich sind. Das reicht von Computern in Krankenhäusern bis zu Satellitenauswertungen der NASA. Mit einer preiswert herzustellenden Emulationskarte wären diese Daten und Programme noch zu verwenden. Es geht dabei um Werte von Milliarden Mark, die gerettet werden können und müssen.

Eine andere Entwicklung ist von noch größerer Bedeutung: Bei den Logik-Schaltungen hat man große Arrays von Gattern hergestellt, die in der ersten Phase nur durch Schmelzsicherungen programmiert werden konnten. In der zweiten Phase wurde die Steuerinformation in RAMs geschrieben. Damit kann so ein IC im laufenden Betrieb in eine andere Logik-Schaltung umprogrammiert werden. Als eine der neuesten Entwicklungen ist eine Kamera-Steuerung entstanden, bei der je nach Bedarf die eine oder die andere Schnittstelle bedient werden kann.

Warum nicht als nächstes die Umprogrammierung von Core-Prozessoren!? Urheberrechtlich ist das natürlich ein heikles Problem. Aber technisch ist es ein Leckerbissen von ganz besonderer Güte. Ein "FPGA-Prozessor" - wäre das nichts!?

Überschäumende Phantasie? Reingelegt! Das gibt es in Deutschland schon zu kaufen. Zum Beispiel bei
Gamma Computer
Telefon: 0621-107960
Email : orga-team.delta@t-online.de

TINA


A-006.030
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998

Frauen-Power

Frauen sind seltsame Wesen. Auf der einen Seite kämpfen sie um Gleichberechtigung, wollen in Männerberufe wie Schwerst-LKW-Fahrer oder Schweißer oder Bergmann. Nicht einmal die Armeen sind vor ihnen sicher, von der Israels, der der USA oder (ganz ganz zaghaft) der Bundeswehr.

Auf der anderen Seite sind sie mimosenhaft bis zur Unerträglichkeit. Da gibt es Computer-Kurse "nur für Mädchen". Weil sie da "besser lernen können" würden. Oder Studiengänge nur für Frauen. Der neueste Gag: Eine ganze Universität nur für Frauen.

Es gibt nichts, was zu lächerlich ist, als daß es nicht jemand versuchen würde...

Vor allem, wenn es Geld bringt. So meldet "insider, Borgmeiers Branchenmagazin über die Consumersoftware-Industrie" in Heft 7/98 (Seite 14), daß spezielle "Girls' Software" laut Analyst Gary Gablehouse das Marktsegment der Mädchenspiele (man beachte das Alter: 8 - 13 Jahre!) größer ist als der Hardcore-Sektor. Na, wenn das kein Grund ist!?

TINA

PS: Ist Hardcore - trotz der ungezählten Millionen DM Umsatz - demnächst nur noch ein Nischenmarkt...?


A-006.031
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
HOHO!

Kleine Ikone aus jener einen Zeitschrift, die die Qualität von CDs ernsthaft betrachtet:

Titel: ?
System: PC CD-ROM
Genre: Internet-Utility
Hersteller: ?
Vertrieb: ?
empf. VK: 49,95 DM 
Produktinfo: überwacht Festplattenaktivitäten während 
             Online-Sessions
USK-Freigabe: nicht geprüft 
Veröffentlichungstermin: bereits erhältlich
Besonderheiten: komplett deutsch 
Marketing: Anzeigen in Computer Bild, Hörzu und anderen, regionale 
           Werbeunterstützung 
Produktqualität: ungenügend
Marktchancen: Erkennt nicht, daß beispielsweise die Microsoft
              Homepage den User ausspioniert. Keine einzige Meldung warnt.
              Aufgrund der massiven Werbung noch ein guter D-Titel
Abverkaufsrate: D

TINA


A-006.032
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Aufschwund Deutschland

Der Aufschwund Deutschland macht sich bemerkbar. Dankenswerterweise waren schon vor Jahren viele Politiker in Asien unterwegs - ganz besonders in China -, um dort Handel und Wandel zu bringen, ganz besonders aber neue Produktionsstätten. Das Ergebnis läßt sich sehen. So feiert Friwo die Einweihung seiner Fabrik in China. In Europa arbeiten nur 700 Mitarbeiter, dagegen in China 3000.

TINA


A-006.033
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Rückruf-Aktion bei Tektronix Oszilloskopen

Bei den Oszilloskopen der Modell TDS 210 und TDS 220 von Tektronix kann die Erdung bei nicht bestimmungsgemäßer Benutzung ausfallen, warnt "Electronic Trends" (28./29. Woche). Betroffen sind 60.000 Geräte:

Bei TDS 210 Seriennummern vor BO 49400
bei TSA 220 Seriennummern vor BO 41060 bzw. CO 11175

Vor einer Weiterbenutzung der Geräte wird gewarnt. Informationen gibt es bei der Service-Hotline (Telefon 0130/869289) oder bei http://www.tek.com/Measurement/programs/tds200-recall/index.html

TINA


A-006.034
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Zeitungsarchiv auf CD

Macht sich das Urheberrecht der Autoren bemerkbar? Bei CD-Kompilationen von Zeitungen müssen die Autoren eine zusätzliche Vergütung erhalten. "Einfach" die schon vorhandenen Texte und Bilder auf CD zu pressen und zu verkaufen ist nicht drin. Angesichts der gigantischen Menge von Texten und Bildern, die auf eine CD paßt, macht sich das deutlich bemerkbar. So kostet die "Süddeutsche Zeitung" als kombiniertes Abonnement 1997 PLUS der gleiche Jahrgang auf CD 479 DM (Bayernausgabe) bzw. 489 DM (Bundesausgabe). Will man auf CD auch noch die Jahrgänge 1995 und 1996, so kostet das bereits 629 DM (Bayernausgabe) und 649 DM (Bundesausgabe).

Hoffentlich wissen Autoren das auch. Beim "Spiegel" wußte es nicht mal der "Spiegel"...

TINA


A-006.035
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Geschmackvoll

Thermo-Drucker gibt es in den Lebensmittelabteilungen schon lange. Man kennt sie dort von den Waagen. Die letzte (auch schon alte) Entwicklung waren dort die Selbstbedienungswaagen für die Kunden.

Jetzt hat sich Maggi vorgewagt. Vom "Maggi Kochstudio" gibt es in der Lebensmittelabteilung eine kleine Dependance: Auf Knopfdruck werden auf einem schmalen Streifen Thermopapier 2 Rezepte ausgedruckt. Auf den Knopf mit dem entsprechenden Gemüse drücken (von Aubergine bis...) und sich über die hohe Geschwindigkeit des Druckwerks freuen.

Süchtige können natürlich auch im Internet suchen: http://www.maggi.de

TINA

PS: Wenn ich so darüber nachdenke: Druckpapier mit der jeweils entsprechenden Geschmacksnote und eine Duftprobe: Wär das nicht eine Idee...?


A-006.036
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 19.01.1999
Call-Center

Daß heiße Frauenstimmen per 0190er Nummer zu haben sind, dürfen wir als bekannt voraussetzen. Neu ist dagegen Rechtsberatung am Telefon per 0190er Nummer. So wirbt eine Firma "Global Connect GmbH, Business Development & Training":

Nun hat es also auch die Anwälte "erwischt"... Heimarbeit, warten auf Abruf, hoffen, daß jemand anruft und einen kleinen Auftrag hat. Der Stundenlohn, der schließlich übrig bleibt, ist gering - besonders wenn man die Leerzeiten berücksichtigt, was man natürlich tun muß.

Geschickt auch die Weitergabe der Verantwortlichkeit an die Anwäte. Die Frage ist nun, wer hinter was steckt. Ist der Anwalt der Auftraggeber und zahlt? Das Standesrecht dürfte schließlich auch eine - und keine unwesentliche - Rolle spielen.

* 6.10.1998
Im Fernsehen wurde inzwischen auch über diesen 0190-Service berichtet. Er soll so eingeschlagen haben, daß die Firma auch in andere Länder expandieren will.

Warten wir es ab.

* 19.1.1999
Mit Aktenzeichen 6 U 130/98 hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden, daß Anwälte keine Kundenberatung nach festen Tarifen per Telefon durchführen dürfen, weil dies ein Verstoß gegen die Rechtsanwaltsgebührenverordnung sei. Im vorliegenden Fall hätten Anrufer pro Minute 3,63 Mark pro Minute an die Telekom bezahlt, wovon der Anwalt 2,48 DM erhälten hätte.

TINA


A-006.037
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Preise weiter bergab

Beleuchtete Trackballs mit großen Kugeln (!) gibt es bei Karstadt für inzwischen nur noch 44,-- DM.

Bei Conrad gibt es Laser-Pointer schon für 14,95 DM.

TINA


A-006.038
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Kaffe is fertich!

Download an dieser Tankstelle!  
http://www.transvirtual.com

Und dann wird der Kaffe zuhause gebraut!

TINA


A-006.039
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Tankstelle

Da schreibe ich schon einige Zeit "Download an dieser Tankstelle". Jetzt gibt es so ein Ding tatsächlich: http://www.softwaretankstelle.de

TINA


A-006.040
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Die Werbung wird härter

Das Leben auch. Die Post gibt jetzt Nachhilfe in Sachen Mailings.

Als ob es mit der Reklameflut in Deutschland nicht schon schlimm genug wäre! Seit Anfang des Jahres gibt es bei http://www.deutschepost.de/direktmarketing das "ideale Angebot für Direktmarketing-Neuling" (so Christof Lenhard, zuständiger Projektleiter in der Bonner Generaldirektion).

Ach ja, man ist ja sooo uneigennützig... Werden denn nicht die ganzen Mailings von der Post befördert? - Gegen Geld, versteht sich...

TINA


A-006.041
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Auf dem Rückweg

vom Briefkasten mal wieder 99,9 Prozent des Gewichts gleich in der Mülltonne entladen? Mal wieder Post an "Herrn Sabine Meier" gehabt? Dann mal reinschauen bei http://www.deutschepost.de/direktmarketing, der DeutschePost-lichen Oase für Reklameproduzenten. Da findet sich unter anderem auch ein News-Dienst mit Meldungen wie diesen:

Das wollen wir doch mal genauer wissen! Also nachschlagen!

Könnte es sein, daß da dem unbedarftem Menschen auf der Straße nicht so irgendwie gewisse Analogien zu Geschäftchen mit Kaffee-Fahrten einfallen? Der Urlaub als verlängerte Kaffeefahrt, bei der sich der Veranstalter auch noch die Fahrtkosten sparen kann...?

Auch interessant:

Microsoft huckepack beim Otto-Versand, um die Versandkosten für die CDs zu sparen? Nach den berühmten AOL-CDs, die inzwischen ein Entsorgungsproblem für Sondermüll geworden sind (wer hat noch weniger als 20 AOL-CDs???): Microsoft als weiterer Kandidat?

Den Namen kennen wir doch!

Da reibe ich mir die Augen und frage mich verwundert, ob hier die Adressen der Abonnenten verkauft werden. Kann doch nicht sein. Oder?

Der dickste Brocken ist und bleibt aber die Post selbst.

O.K., allgemeines Geplätscher als Einleitung.

"Ein fehlerfreier und aktueller Adreßbestand ist für alle Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen wichtig, die viel per Post kommunizieren - sei es in der täglichen Kommunikation oder im Direktmarketing. Falsch geschriebene, veraltete und unvollstdädige Anschriften tummeln sich jedoch selbst in gut gepflegten Adreßdateien. Ursachen: Umzüge, Todesfälle, Namensdäderungen oder Lese-, Hör- und Schreibfehler bei der Erfassung. Diese Probleme gehören mit der "Adress Factory" der Vergangenheit an."

"Diese Probleme gehören mit der "Adress Factory" der Vergangenheit an." Na, das will ich aber doch nicht hoffen!!! Schließlich schützt sich ein (leider noch viel zu kleiner) Teil der Bevölkerung mit absichtlich falschen Angaben vor Werbung. Sollte die Branche etwa die Chuzpe haben wollen, auf korrekten Adreßangaben bestehen zu wollen!? Gab es da nicht einen Präzedenzfall, in dem ein Richter sinngemäß erklärte, Werbung sei immer falsch und verlogen - und in dem dieser Richter die Klage gegen die Werbung abschmetterte!? Im Rahmen der "Ausgeglichenheit der Waffen" (oder wie man das nennen will) hat der Bürger das Recht auf die Angabe falscher Daten!

Aha! Da gibt man seine wertvollen Daten außer Haus...

Na gut, einer muß ja damit anfangen. Daß das Verschicken der Daten via Internet eine Vereinfachung darstellt, ist auch klar. Aber auch ohne Internet wäre es sehr einfach zu machen: per Direktanwahl an den Rechner der Post.

Also doch nicht gar so billig, wie im vorigen Absatz angekündigt: Jeder Aufttrag kostet Geld.

Das das so gemacht werden muß, ist nicht erstaunlich. Die Daten stehen im WWW auf einer Web-Site jedermann zur Verfügung, der an sie heran kann. Da ist es selbstverständlich, daß sie verschlüsselt werden müssen.

Ab wann sich ein Adreßabgleich lohnt, ist eine Frage des Aufwands, den die Firma bei ihrer Werbung treiben will. Will sie pro Adressat 10 DM ausgeben, setzt sie bei den erwähnten 500 Adressen und einer möglichen Versager-Quote von 5 Prozent 250 DM in den Sand. Viel Geld.

Zu was werden die erwähnten FPGA-Prozessoren wohl eingesetzt? Zum Lesen von Belegen!

Beachte das Wort Aktionspostleitzahlen  ! Da hat der Monopolist Deutsche Post noch einen mächtigen Knüppel gegen die Konkurrenz im Sack: Wer außer der Deutschen Post schafft es schon, für eine einmalige Aktion eigene Postleitzahlen durchzudrücken!?

Na denn: Man überzeuge sich selbst!

TINA


A-006.042
written ..........: 02.09.1998
last time revised : 02.09.1998
Music on Demand

Nicht nur RealAudio bastelt an Übertragung von Musik über das Internet. Auch die Telekom mischt mit. Eine eigene Website dafür gibt es auch schon: http://www.Audio-on-Demand.de

Auch die Telekom setzt darauf, daß einzelne Titel gekauft werden können. Nachdem dies der neue Trend ist, stehen die Verlierer fest: die Musiker. Statt wie bisher eine Scheibe von Gedröhn zu produzieren mit einem einzigen guten Titel darauf, wegen dessen man die Scheibe kaufen muß, bleibt ihnen nun nichts anderes übrig, als nur noch gute Musiktitel zu schreiben. Schlechte Titel werden einfach nicht gekauft...

TINA


A-006.043
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Mein DAC, dein DAC

"Der kleinste DAC der Welt !" Na, wir wollen doch nicht gleich übertreiben, gelle!? Aber auf der Erde ist er wohl der kleinste: http://www.analog.com/AD5300

TINA


A-006.044
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Rag Doll

Die uralte Puppe, die ganz hinten im Schrank liegt, ist halb zerfleddert. Wegwerfen? NIE!!!!! Das Andenken an die Kindheit? Die bleibt da!!! - und wenn das Haus zusammenfällt!!!

Das gleiche Schicksal bei einem Computer? Undenkbar! Computer sind technische Teile und da muß immer das neueste und schnellste auf den Tisch. Heute, wo jeder kleine Bub einen PC mit mindestens 333 MHz Pentium II will,... ...da kauft der Pappa "seinen" C64...

Was ja auch einen Sinn macht: Bei einem Preis von 499 DM (oder gar 699 DM - das steht angeblich noch nicht fest. Zeitungen schreiben sogar von 800 DM!) könnte man auf dem Flohmarkt 3 komplette 486er Systeme kaufen, samt Bildschirm. Und für 1300 DM gibt es einen nagelneuen Pentium-Rechner. Aber das wäre ja logisch. Und mit der Logik hapert es nun mal bei Computer-Freaks...

Eine eigene Web-Site verkündet es schon: http://www.commodore64.com

Erinnert an das Steinzeit-Beil, das Karl Valentin in seinem Musäum haben soll: Ein echtes, vollständig erhaltenes Beil aus der Steinzeit. Nur den Stiel von dem Steinzeit-Beil haben's mal erneuert ... und irgendwann den Stein...

Und was für ein Steinzeit-Beil!

Nicht mehr und nicht weniger als ein ganz normaler 486er PC mit 100 MHz Takt, 16 MB RAM und ein paar eingebauten Teilen. Doch halt! Wo ist der C64!?

Der wird emuliert... So heißt die neue Maschine auch nicht "C64" sondern "Web.it!". Was Sinn macht, denn es ist nichts anderes als ein Thin Client, der die gesamte Software als Firmware intus hat.

DOS 7 und ein embedded Windows samt Ami Pro und anderer typischer PC-Programme, dazu einen Browser. Das ist DAS Gerät der Zukunft.

Praktischerweise hat man eine Käufergruppe gleich mit eingekauft: die C64-Freaks.

Aber an dieser Stelle muß ich energisch Protest einlegen! Wo bleiben die Z80-Fahrer!? Standard-CP/M, CP/M auf dem C64 oder C128, die Sinclair-Computer, TRS-80,...und und und! Die wollen nicht vergessen sein!

Die Liebhaber des 6502, von AIM, KIM über APPLE und was noch alles: Auch sie haben ein Recht auf ihren Uraltkrempel!

Wo man schon einen Emulator in die Firmware gepackt hat, wäre es doch ein Leichtes gewesen, auch die anderen reinzutun. Caldera als Besitzer dessen, was einmal Novell von Digital Research gekauft hat (oder irre ich mich da?), würde begeistert mitspielen. Jede Wette!

Auch APPLE würde die Lizenz-Dollars gerne entgegennehmen, die seine Talfahrt etwas bremsen würden...

So aber gibt es nur ein DOS-taugliches Internet-Terminal mit nur einem Emulator.

Schade.

TINA


A-006.045
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 16.09.1998
AMD ELAN SC405 66-100 MHZ Micro controller

Auf der Suche nach dem Innenleben des Elan SC405 hat mir die Such-Funktion der Web-Site von AMD sehr geholfen. Die Web-Site ist recht gut aufgemacht. Hätte man auf das Javascript verzichtet, wäre es eine wirklich ausgezeichnete Web-Site geworden...

Die folgenden Zitate stammen von den Websites von AMD, Datus und Wyse. Die Hervorhebungen in den Zitaten sind von mir.

Links zu interessanten Seiten bei AMD:
http://www.amd.com
http://www.amd.com/products/lpd/elan400/press/press.html
http://www.amd.com/advances/columns_features/issue27/plugging_ft.html
http://www.amd.com/legal/trademarks.html
http://www.amd.com/products/lpd/elan400/press/400die.gif
http://www.amd.com/advances/columns_features/issue30/pg08_feature.html
http://www.amd.com/advances/columns_features/issue30/pg08_side_bar.htm
http://www.amd.com/products/lpd/e86gen/19257.html
http://www.amd.com/products/lpd/elan400/elan400.html
http://www.amd.com/products/lpd/elan410/elan410.html
http://www.amd.com/news/prodpr/96100.html
http://www.amd.com/products/lpd/21648a.html
http://www.amd.com/advances/columns_features/issue29/pg16_cc.html
http://www.amd.com/products/lpd/elan400/21026a.html

Élan(TM)SC400 Microcontroller


Schon die "Introduction" zeigt, wo es langgeht:

Der Elan 405 ist allem Anschein nach eine spezielle Kundenversion, weshalb man die Nummer 405 nicht findet. Das ist üblich so.

 

Terminal-Hersteller Wyse hat mit dem AMD Elan einen Thin Client gebaut. Über dieses "Winterm" sagt Wyse:

 

DATUS, eine Division von Daewoo Telecom, hat auf der Basis des Elan 400 ein GPS-basiertes Gerät "RouteFinder", einen "PNA (Personal Navigation Assistant)", gebaut:

Nicht zuletzt:

 

Eine weitere Firma, PCTVnet, hat mit dem Elan eine Neuheit gebaut:

Mehr bei http://www.homepilot.com * PCTVnet

 

Diese Beispiele zeigen genau das, worüber ich geschrieben hatte: die vollständige Verschmelzung von von TV, Internet und Werbung, und die gezielten Eingriffe in die private Sphäre durch Händler, Banken, und andere Schnüffler.

Am 28.8.1998 hatte ich gesagt: "Zählt die Tage!" Jetzt ist der 4.9.1998. Macht 7 Tage von der Warnung bis zum Beweis.

TINA


A-006.046
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 16.09.1998
Trademarks

In http://www.amd.com/legal/trademarks.html listet AMD eine Reihe von Markennamen und Bezeichnungen auf, für die AMD die Rechte hat. Ich denke, daß diese Liste einen guten Einblick in die Halbleiter-Marketing-Szene gibt.

29K
29K logo
3DNow!
ADSL Classic
ADSL-Lite
Advanced Network Test Center
Advanced SLAC
Advances
Am186
Am188
Am29000
Am29000 and design
Am29005
Am29030
Am29035
Am29040
Am29050
Am29200
Am29202
Am29205
Am29240
Am29243
Am29245
Am386
Am486
AM5X86
AMD
AMD 80C287
AMD-Building the World Network
AMD Facts-On-Demand
AMD logo
AMD-640
AMD-645
AMD-K5
AMD-K6
AMD-K6®-2
AMD-K6 Logo
AMD-K7
AMD-K8
AmDSL
AmMAP
AmRite
AmSLAC
AmSLAC2
AmSLAC3
ANTC
ASAP-I
ASLAC
ASLACIF
ASLIC
AutoVec
bIMR
Bus Friendly
Byte-Slice
Chip-Pak
ComMaestro
COMM86
COSLAC
Design-Made-Easy
DSLAC
DSLACIF
DSL-LITE
E86
E86MON
eIMR
eIMR+
Élan
Embedded Designs Made Easy & Logo
ESLIC
ExpressFlash
ExpressROM
FASTcard
FITL-SLIC
FlashErase
FlashRite
FlexIO
Fragment Filtered
Fusion Flash Card
FusionAMD
FusionE86
FusionFDDI
FusionInterWave
FusionPC
FusionPhoX
FusionPLD
GigaPHY
GLITCH EATER
HIMIB
IDPC
ILACC
IMOX
IMR
IMR+
IMR100
IMR2
IMS
IMS100
Interface
Intimate Integration
IWS
K86
LabPro
MACH
MACHPRO
MACHXL
Magic Packet
MASC
MemoryMiser
MUSIQ
NetPHY
NX586
NX686
PACT
PACTALK
PAL
PALASM
Passport
PAUI
PCAmSLAC
PCnet
PCnet-
FAST
PCnet-Mobile
PermaNet
PhoX
Port Mobility
ProMACH
ProPal/ProPAL
QFEX
QFEXr
QFEX+
QFEX10/100
QFEXr+
Q-PACK
QSLAC
QuASI
QuEST
QuIET
Reduced MII
RISC86
RMII
Rocket Chip
SAPPHiRE
Scalable Clocking
SLAC
SmartDMA
Speed Steering
SSR
Super7
SUPERNET
Systems in Silicon
TAXI
TAXIchip
TeraPHY
TestPro
The Future of Digital Media
Traceable Cache
Upgrades Made Easy
USLIC
Voice Vault
VoiceZip
What it Takes
WORLD-CHIP
ZPAL

Eine beeindruckende Liste. Besonders die "86"-Varianten haben es in sich.

Die Highlights

Bei den Features des Elan 400 ist ein Schmankerl zu sehen: "Just-add-memory(TM) for a complete system". Wenn das Problem der Integration von mindestens 16 MByte RAM auf dem Chip gelöst ist, wird es wohl heißen:

- Total System
- Ready-to-Run
- Compleat System
- Total Integration
- All REAL Silicon
- just add battery!

oder ähnlich.

Bevor jemand auf dumme Gedanken kommt: Diese Trademarks haben mein Copyright drauf. AMD kann sich ja bei mir melden...

TINA


A-006.047
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
2.5 Inch Silicon Disk Drives

Die Silicon Disks von Contec gibt es in den Kapazitäten von 4 MB bis 160 MB für industriellen Einsatz. Sie sollen diese Dinger mit den rotierenden Scheiben ersetzen, "Festplatten" oder wie die heißen...

Contec: Fax: +31-23-5673035

Was mich an die Lebensdauer von Halbleiter-Zellen erinnert. War da nicht was mit 100.000 Schreibzyklen? Die Flash-EPROMs haben nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Deshalb gibt es in den Chips interne Controller, die defekte Zellen erkennen und ausblenden. Deshalb muß so eine Flash-EPROM auch "ein ganzes Eck" größer sein als die Zielkapazität. So hat man noch genug Reservezellen zur Hand. Wie gut, daß die Lebensdauer einer echten Festplatte doch ein gutes Stück größer ist! Schon mal ausgerechnet, wie oft beim Editieren eines Textes so ein Sektor auf der Platte neu überschrieben wird? Und erst, wenn Windows in seinem Cache wütet??

TINA


A-006.048
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998

Finis Conner baut angeblich eine Billigplatte für unter 100 US-Dollar. Eine Bestätigung dafür konnte ich noch nicht finden. Soviel ich weiß, hat Finis Conner mit der Firma Conner auch den Namen Conner verkauft. Er müßte deshalb einen anderen Namen benutzen.

TINA


A-006.049
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
"Beheizbare Spiegel erzeugen gesundes Wohnklima"

Das behauptet eine Firma, die aus Frankreich Spiegel vom Type "Profil Miroir" von TECHMETA SA importiert. Wie wär's mit 60 x 120 cm, bei einer Heizleistung von 380 Watt? Oder kleiner: 60 x 60 cm, 190 Watt. In Bädern hat das was für sich, weil diese Spiegel wegen der Erwärmung nicht beschlagen. Sagt der Hersteller.

Wer mehr wissen will: Telefon 03677/842832

Was mich auf die Leistungsdichte von Halbleitern bringt: Wie groß ist die Leistung, die die gleiche Fläche eines Z80 (4 MHz), eines 8088 (4,77 Mhz), eines Pentium II (333 Mhz), eines ARM oder eines Hyperstone abstrahlen?

TINA


A-006.050
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Das Bier zum Bade ausschütten

http://www.neuzeller-bier.de

TINA


A-006.051
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
The BIG BANG

Das ultimative (und wie...!) Geschenk gibt es jetzt bei Contaplan. Im Weihnachtskatalog, der jetzt verschickt wird (wie passend: gleich, nachdem es bei Aldi die ersten Weihnachts-Lebkuchen gibt), findet sich auf Seite 87 eine Wanduhr, die die Sekunden bis zum Jahrtausendwechsel zählt.

Wer neben einem Atomkraftwerk wohnt, kann sich damit auf die letzten Sekunden so richtig freuen.

http://www.contaplan.de

TINA

PS: Wer rechtzeitig seinen Flug in die Südsee buchen kann, auf eine einsame Insel, für den gibt es auch eine Version als Armbanduhr.


A-006.052
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Private Telefon-Gesellschaften für jedermann

Na fast... Bei Contaplan (Katalog September 98, Seite 89) gibt es ein Münz-Telefon: "Für Gäste, Kunden und Mitarbeiter". Besonderes Merkmal: "Einstellbare Gewinnspanne"...

TINA


A-006.053
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Rettung für die Taschenrechner

Taschenrechner gibt es wie Sand am Meer. Nachdem es die Mouse-Pads schon umsonst gibt, wird es eng. Taschenrechner im Mouse-Pad sind also auch keine geniale Lösung mehr. Doch die Rettung ist nah! Die Umstellung auf den Euro beschert uns Taschenrechner mit ZWEI Displays nebeneinander: eines für die Heimatwährung, eines für die Umrechnung in Euro.

TINA


A-006.054
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Notruf

Die Preise für Alarmsysteme sind immer noch viel zu hoch. Eine seit einigen Jahren jedoch immer ihren Preis werter werdende Entwicklung sind per Funk arbeitende Systeme. Bei denen sind die einzelnen Melder nicht per Kabel angeschlossen und deshalb kann ein Dieb auch kein Kabel durchschneiden...

Rauchmelder und andere Sensoren können ebenfalls angeschlossen werden.

Zwar immer noch sehr teuer, aber interessant ist ein Angebot von (3x dürft Ihr raten... Contaplan): Die Zentrale des Funksystems ist ein Telefonapparat, der im Fall eines Alarms bestimmte Nummern anruft und Meldung macht. Auch Stromausfall kann Alarm auslösen. Ob auch ein Sensor für den Öltank paßt, weiß ich aber nicht...

TINA


A-006.055
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Feuer!

Nicht nur die Hersteller von Taschenrechnern haben Schwierigkeiten, ihre Ware an den Mann zu bringen. Auch Feuerzeuge sind ein Problem. Findige Köpfe haben zwei Auswege gefunden:

Haben die doch glatt was vergessen: Das Feuerzeug läßt sie nicht los: Feuerzeug mit glasklarem Gehäuse, innen eine blinkende Mini-Lichterkette. (*)

TINA
(*) Diese Idee stammt nicht von mir, ehrlich...!


A-006.056
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Werbung wird härter

Die Einschränkungen durch Werbeverbote werden stärker.

http://www.beer.com ist eine Methode, doch Werbung unter die Leute zu bringen. Wer seine Email-Weiterleitung bei Beer.com macht, weiß ganz genau, worauf er sich einläßt.

Dienstleister gibt es für diese Art von Werbung auch. Die Umsetzung von Emails in Faxe ist hinlänglich bekannt. Aber Briefe??? Wer will, kann bei http://www.netzmarkt.de/freenetz im WWW einen Brief eingeben, der dann auf Papier ausgedruckt wird und auf Kosten des Werbenden verschickt wird. Der Empfänger sollte sich dann über die beiliegende Werbung nicht wundern...

Wie sind die Konsequenzen? Weitreichend!!! Zunächst einmal darf man in Zukunft nicht mehr jeden Werbebrief sofort ungeöffnet wergwerfen. Es könnte ja eine persönliche Mitteilung eines Bekannten oder Freundes darin sein.

Treibt man die Entwicklung auf die Spitze, bleibt die Analogie zu den Versuchen, Telefonieren kostenlos anzubieten - wenn die Teilnehmer dafür auch die laufenden Werbeunterbrechungen anhören. Statt ins WWW könnte man in den Post-Shop gehen, dort seinen Brief in ein schon bereitliegendes Couvert mit Werbung beilegen lassen - und ab geht die Post!

Bei den Milliardenbeträgen, die jedes Jahr für Werbung ausgegeben werden, wären die für diese Art der Werbung anfallenden Kosten Peanuts.

Falls hier einer der Werbemenschen mitliest: "Copyright by TINA" nicht vergessen...! :-)

TINA


A-006.057
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Etwas fürs Gemüt...

Werbung in Deutschland, Dezember 1983

TINA


A-006.058
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Noch was fürs Gemüt...

http://www.backspace.org/iod/

TINA


A-006.059
written ..........: 04.09.1998 
last time revised : 04.09.1998 
Und noch etwas fürs Gemüt...

http://www.chindogu.com

TINA


A-006.060
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998

...wie in der Branche üblich...

Da wird von den Computer-Händlern gewettert gegen das Handwerk, was das Zeug hät. Aber einen Speicher richtig verpacken, das können Händler bis heute nicht!

Ein Beispiel (im Reaktor gibt es schon mehrere Beiträge zu diesem Thema):

Ein Kunde bestellt Ware. Sowohl bei der Preisanfrage als auch bei der Bestellung weist er "ausdrücklich darauf hin, daß jedes Teil einzeln antistatisch verpackt sein muß". Was geschieht? Die bestellten RAMs (SIMM-Module) werden in ganz normalen Luftpostertaschen (aus dem Bürohandel) geliefert. Also nicht antistatisch verpackt!

Der Kunde schreibt eine Reklamation. Der Händler antwortet darauf unter anderem:

Da stecken gleich ZWEI dicke Brocken auf einmal drin:

  1. "Ich meine, wir sollten die Diskussion damit beenden, daß ich darauf achten werde, daß bei künftigen Lieferungen, die Ware für Sie antistatisch verpackt wird."
  2. "...daß wir die Ware wie in der Branche üblich verpackt haben,...

Ad 1:

Die Diskussion um die aktuelle Lieferung ist doch noch immer nicht beendet! Der Kunde hat eine mit großer Wahrscheinlichkeit beschädigte Ware erhalten. Aber "Schwamm drüber"??? Weitermachen wie bisher, Business as usual!? Wozu hat denn der Kunde ZWEI MAL ausdrücklich auf einwandfreie antistatische Verpackung hingewiesen!? Doch wohl, um einwandfreie Ware zu erhalten - und nicht, um mit laschen Sprüchen abgespeist zu werden!

Ad 2:

Der Kunde, der mir die Emails übermittelt hat, weist in seiner Reklamation zu recht auf folgenden Punkt hin:

Doch wie schreibt der Händler?: "...daß wir die Ware wie in der Branche üblich verpackt haben..."!

Was, bitteschön, ist "in der Branche üblich"? Dokumentiert der Händler mit diesem Satz, daß ALLE seine Lieferanten die Ware nicht einwandfrei verpacken? Wie sieht es mit anderen Lieferanten aus!? Wie steht es um andere Händler!?

Das hier gezeigte Beispiel ist eines von vielen. Die Gerichte sehen die Dinge nicht so locker. Einer der Händler, der wegen falscher Verpackung vor Gericht zitiert wurde, gab - nachdem er zuerst den Mund weit aufriß - vor dem Gerichtstermin ganz plötzlich kleinlaut auf und ließ von seinem Anwalt einen einzigen Satz mitteilen:

Der betreffende Händler hat die Ware zurückgenommen und den Preis erstattet, und er hat bis auf den letzten Pfennig ALLE Kosten des Verfahrens bezahlt.

Das Geschrei der Händler wegen angeblicher Gängelei und Abzockerei durch den Staat ist reine Heuchelei. Die seit Jahren nicht einwandfrei verpackten Halbleiter sind nur ein Beispiel von vielen, die zeigen, wie die Händler die Kunden betrügen. Denn eines wollen wir doch mal klarstellen: Defekte Bauteile zu verkaufen ist Betrug!

Die Händler müssen endlich in die Haftung genommen werden. Wer vorgestern Schmierseife verkauft hat, gestern Klosetts und heute Computer - was kann man von dem schon erwarten!?

Computer sind hochempfindliche Geräte, zu deren Bau, Installation, Verkauf, Handhabung und laufender Wartung es Fachleute bedarf.

Der Computer-Handel muß sich endlich um eine sach- und fachgerechte Ausbildung seiner Mitglieder und Angestellten kümmern. Es muß eine Pflicht zur Ausbildung geben. Es muß eine Pflicht geben, daß nur ausgebildete Elektronik-Fachkräfte mit Ausbildungsnachweis eingesetzt werden dürfen.

Aber da höre ich schon das Jammern und Wehklagen: Das sei VIEL zu teuer. Das könne sich niemand leisten. (Bei der Forderung des Handwerks nach der Meisterausbildung ist eines der "Argumente" der Händler denn auch, daß diese Ausbildung ja Geld kosten würde.)

Umsonst, liebe Freunde, ist der Tod. Und der kostet das Leben! Wer mit EDV sein Geld verdienen will, der muß dazu die notwendigen moralischen und fachlichen Voraussetzungen mitbringen. Wem gezeigt wird, daß seine fachlichen Kenntnisse nicht ausreichen, der sollte sich nicht auf das Herauslügen verlegen. Lügen haben kurze Beine und Gerichte einen langen Arm.

Wer Schüler und andere unterbezahlte Hilfskräfte ausbeuten will (siehe die 620-Mark-Jobs!), wer Kunden betrügen will, der ist fehl am Platz. Der ist fehl an JEDEM PLATZ, im Handel, in Handwerk, in der Industrie! Solche Leute brauchen wir nicht am "Standort Deutschland"! Und woanders auch nicht.

TINA

PS: Mir wurde per Email der Name eines Distributors mitgeteilt, der Prozessoren nicht antistatisch verpackt. Pentiums...


A-006.061
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998

...alles über den Kunden herausfinden!

(aus "Sanitär- und Heizungs-Report", Nummer 6, August 1998, Seiten 40 und 41: "Du mußt dich ändern" über den 2. Internationalen Baumarktkongreß des Bundesverbandes deutscher Heimwerker (BHB) im Einkaufszentrum Oberhausen (an dem "320 europäische Topmanager aus Industrie, Handel und Dienstleistung" zwei Tage lang teilnahmen), grammatisch korrigiert)

TINA


A-006.062
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
20 MB auf einer Diskette

Das hohe Gewicht (2 kg) kommt wahrscheinlich durch das Netzteil zustande.

2,2 MegaBit pro Sekunde = 281 KiloByte pro Sekunde. Nicht gerade überwältigend. Der Preis von 2000 DM ist der K.O für so ein Gerät. Was kostet heute ein ZIP-Laufwerk? Rund 1/8. Und wieviel kann man auf einer ZIP-Scheibe speichern? Das 5fache! (a:drive : das 6fache)

Insite, Brier und Canon haben damals eine Menge Lehrgeld bezahlt...

Wann? 1991. Die zitierte Meldung stammt aus der "PC-Woche" vom 1.12.1991.

Heuer warten wir auf die 200-MB-Floppy von Sony. (Daten im Reaktor) Die soll um die 200 DM kosten.

TINA


A-006.063
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Sieh einer mal an!

http://www.gewerbefreiheit.de

Liebe Leute: Wie wärs damit, daß ihr dabei mithelft, daß Halbleiter endlich korrekt verpackt werden? Dann können wir vielleicht über Eure seltsame "Gewerbefreiheit" reden. Aber erst dann - und selbst dann nur sehr vielleicht!

TINA


A-006.064
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 06.11.1998
Ei vertippt nochmal!

http://www.ibi.de

Psylock!

* 6.11.1998
Na!? Den Braten gerochen? Psylock ist eine Methode zur Personenidentifikation "anhand eines psychometrischen Fingerprints". Im Juni 1997 wurde das Verfahren von "Gateway" vorgestellt (Meldung Seite 6, oben). Es ist ein gemeinsames Projekt zwischen Uni Regensburg und TU München. Die Identifizierung des Tastaturbenutzers geschieht duch Analyse des Tippverhaltens: Schreibrhythmus, Geschwindigkeit, Fehlerhäfigkeit, und so weiter. In der Lernphase muß der User einen Text von 70 Zeichen eingegeben, anschließend zur Erkennung einen "vom System zufällig ausgewählten "Pruüftext, wobei die Muster verglichen werden.

Jetzt ist die Frage, wie leicht sich so etwas implementieren läßt und wie und wo diese Erkennung überall eingebaut werden kann. Der User muß ja nichts davon erfahren, daß so ein Ding installiert ist!

Eine Anwendung solcher Methoden ist schon lange im Gespräch, schon lange, bevor man an Identifikation dachte: Zur Messung der Arbeitsleistung von Mitarbeitern.

Frage: Wie leicht ist es, so eine Ident-Routine in einen Browser einzubauen!?

TINA


A-006.065
written ..........: 04.09.1998
last time revised : 04.09.1998
Marktforschung

http://www.datamonitor.com

TINA


A-006.066
written ..........: 09.09.1998
last time revised : 09.09.1998
Flughäfen im Visier der Ident-Branche

Die "ID Systems European Edition" meldet in ihrer Ausgabe August/September 1998 (Seite 18), daß durch Beschädigungen der Gepäckscheine die Lesegeräte beim Umladen auf Zwischenstationen nur eine Erfolgsquote von 60 bis 70 Prozent haben, verglichen mit 95 Prozent beim Abflug. Das ist für die meist mit Bar-Codes arbeitenden Firmen kein Ruhmesblatt. Deshalb wollen sie es mit Hochfrequenz-Tags (RF-ID) versuchen. Noch eine Branche, die in Richtung RF-ID spaziert.

TINA


A-006.067
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

Solid-State Disks im Aufwind!

Uher stellt den weltersten tragbaren Audio-Recorder für Compact-Flash Speicherkarten vor: Digital Handheld DH10 Audio Recorder

Mit der 2-MB-Karte können 30 Minuten Sprache aufgenommen werden, mit der 4-MB-Karte 60 Minuten. "suggested retail price: $330".

Die CompactFlash Karten überstehen mehr als 10.000 Steckvorgängen. Damit sind sie allen Bandkassetten haushoch überlegen.

Der Rekorder ist klein (10 x 5 cm), wiegt unter 200 Gramm und arbeitet mit 3 AAA Batterien oder einem NiMH-Akku, der geladen werden kann, indem der Rekorder in eine Aufladestation gesteckt wird.

Der Knackpunkt ist die Möglichkeit, die Aufnahme per Kabel vom Rekorder direkt in den PC zu übertragen oder die Speicherkarte in einen Karten-Adapter direkt im PC einzustecken. Damit ist eine wesentliche Hürde genommen. Die Umsetzung der Audio-Daten in einer Diktier-Software, die in Text übersetzt, wird natürlich angepeilt. Aber das sind bei der Qualität der jetzigen Programme noch fromme Wünsche...

TINA


A-006.068
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

Solid-State Disks im Aufwind!

SanDisk baut die erste und kleinste Lösung eines 16-MegaByte Flash ChipSets mit ATA/IDE-Schnittstelle

Abmessungen: Speicherchip: 14mm x 20mm x 1.2mm, Controller: 16mm x 16mm x 1.4mm.

SanDisk hat eine strategische Allianz mit Seagate Technology, Matsushita Electronic Corp., NEC Corp. und LG Semicon.

http://www.sandisk.com

TINA


A-006.069
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

SanDisk garantiert eine Lebensdauer von 10 Millionen Aufnahmen

http://www.sandisk.com/oem/shock-b.htm

http://www.sandisk.com/copy_of_webdev/oem/shock-b.htm

SanDisk Corporation kündigt eine neue Garantie an: SanDisk garantiert bei in digitalen Kameras eingesetzten FlashCards eine Lebensdauer von 10 Millionen Aufnahmen.

Das muß man relativieren! Nach den mir bekannten Werten halten Flash-EEPROMs rund 100.000 Schreib/Löschzyklen pro Sektor aus. Bei einem Speicherchip mit einer Kapazität von 10 MB dividieren wir diese 10.000.000 durch die 100.000 Zyklen. Ergibt 100. Diese Zahl bedeutet, daß bei einer Zahl von 100.000 Zyklen der Speicher in 100 Byte große Sektoren zerlegt werden kann, und dabei der Speicher die Behauptung erfüllt: Jeder Sektor kann 100.000 mal beschrieben werden. Alles zusammen haben wir damit 100 Sektoren x 100.000 Zyklen = 10 Millionen Zyklen.

War's das? Sieht so aus. Wir müssen die Sektoren nur noch so groß machen können, daß ein Foto draufpaßt. In SanDisks Werbeaussage ist die Größe der Aufnahme nicht angegeben. Geht man von rund 48 MByte bei einer FlashCard aus, haben wir 4,8x 100 Byte für eine Aufnahme... Nicht viel, und es zeigt, wie schnell die großen Zahlen zusammenschnurren, wenn man die Statistik näher ansieht. Sind die Bilder nämlich größer, sind es keine 10 Mio Aufnahmen mehr...

SanDisk sagt dazu:

Alles schön und recht. Aber an die Auflösung eines Farbfilms reicht eine digitale Kamera nicht heran.

TINA


A-006.070
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

SurVivaLink's Defibrillator "FirstSave" speichert Informationen über Patienten auf CompactFlash Cards.

Nur speziell ausgebildete Ärzte können Defibrillation durchführen. Um den Mangel an ausgebildetem Personal auszugleichen, soll der Defibrillator die Werte des Patienten analysieren, eine bedrohliche Situation erkennen, sowie die Werte des Patienten speichern (Herzrhythmus, Schlagzahl und Schlagmuster).

Die eigentliche Leistung des Defibrillators besteht also weniger im Speichern der Informationen als in der Analyse der Schlagmuster!

TINA


A-006.071
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

Nur so ein Zitat...

Vor einem Jahr 40.000 US-Dollar für die Unixer und jetzt 200 US-Dollar für das normale Volk. Könnte es sein, daß die Unixer das nicht so lustig finden?

TINA


A-006.072
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

Analyse verboten?

Der taiwanesische Scanner-Hersteller Umax wird angeblich vom amerikanischen Scanner-Hersteller Visioneer verklagt. Grund: Im Auftrag von Visioneer hat ein unabhängiges Labor Geräte der "Astra 1220"-Serie zerlegt und dabei festgestellt, daß der in allen Geräten benutzte AD-Umsetzer maximal 30 Bit hat. Umax behauptet aber, die Geräte hätten 36 Bit...

Das erinnert an die Klage von Stac gegen Microsoft wegen des Diebstahls von patentiertem Code. Stac hatte seinerzeit Doublespace (oder wie das Dings gerade heißt...) disassembliert und dadurch den Diebstahl durch Microsoft nachweisen können. Microsoft hatte mit einer Gegenklage geantwortet, weil Stac die Unverschämtheit besessen hatte, die Sache herauszufinden, Pardon, weil Stac den Code analysiert hatte...

Getreu der Microsoft'schen Philosophie könnten jetzt die Hardwarehersteller auf die Idee kommen, das Zerlegen ihrer Geräte zu verbieten.

Auf den Web-Sites ist leider kein Hinweis zu finden.

http://www.visioneer.com
http://www.umax.com

TINA


A-006.073
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

Gigantisch

Wenn das stimmt...: Angeblich ist die IDC der Meinung, 1998 würden rund 4 Milliarden 1,44-MB-Disketten verkauft.

Wenn das die Urheberrechtsgesellschaften hören...

TINA


A-006.074
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

Der letzte Schritt zu Maximalintegration...

Mitsubishi Electric hat angeblich den weltersten 32-bit-Prozessor mit onboard-DRAM in Massenproduktion: M32R/D.

Nachdem Flash-EEPROMs auf Prozessor-Chips schon gebaut werden, ist die Integration von DRAMs der letzte Schritt zur Massenproduktion von billigen PCs. Die statischen RAMs benötigen zuviel Platz bzw. an ihrer Stelle kann man nun deutlich größere Speicherkapazitäten in Form von DRAMs integrieren. Damit wird der Preis für die OEM-Controller-Module zusammenbrechen.

TINA


A-006.075
written ..........: 17.09.1998
last time revised : 17.09.1998

Die Zukunft von Metronet

und der Untergang der freien Wirtschaft?

In anderen Ländern gibt es seit gut 10 Jahren Versuche, über lokale Fernseh-Netze Lebensmittel zu verkaufen: Der Kunde sitzt daheim am Fernseher und bestellt Ware, die ihm im Laden vor eine Video-Kamera gehalten wird. Alle diese Versuche setzen eines voraus: eine ausreichend große Käuferzahl, die über genügend Kaufkraft verfügt. Das ist ein Fehler, denn allenfalls in Ballungszentren wird sich so etwas rentieren können.

Eine weitere kritische Frage ist der Transport der bestellten Waren zum Kunden, denn diese Dienstleistung muß natürlich bezahlt werden. Im Medizinsektor sind die Apotheken in den ruinösen Wettbewerb indes schon heute so weit vorgeprescht, daß man sich Medikamente direkt nach Haus liefern lassen kann. Ohne jeden Aufpreis! Diese Praxis ist nur möglich durch sehr niedrige Preise der Auslieferfahrer.

IBM und die Bundesbahn haben auf dem Sektor der Auslieferfahrten ausgiebig Erfahrung sammeln können. Die Ersatzteilauslieferung für IBM erfolgt über freie Subunternehmer. Das kann auch schon mal ein Auftrag an ein Taxi sein. Schenker, der Bahnspediteur (der auch für IBM die Logistik betreibt), hat auch Subunternehmer.

"Subunternehmer", das ist die neue Klasse von Arbeitspferden, die letztendlich für einen einzigen Auftraggeber arbeitet - aber alles auf eigene Rechnung und ohne soziale Absicherung.

Viele Trucker (auf gut deutsch "LKW-Fahrer") sind zu Subunternehmern geworden. Manche Auftraggeber ködern die Fahrer in Inseraten mit Aufträgen, zu deren Erledigung die LKWs "zu günstigen Konditionen überlassen werden können...". Man lockt mit der Selbständigkeit und hakt an diesen Köder einen dicken Mühlstein: die Zahlungsverpflichtungen für den LKW.

Freie Subunternehmer sind auch die Fahrradkuriere, die in kurzer Zeit zu Ruhm gekommen sind und nach amerikanischen Vorbild die Straßen unsicher machen. Auch Rikschas gibt es seit einigen Jahren. Seit Mitte 1998 mischt ein (deutscher) Paketdienst mit einem Last-Rikscha mit. Der Kunststoff-Ladebehälter wurde eigens entwickelt.

Damit ist als Folge der Internettisierung des Lebensmittelhandels eines vorgegeben: ein noch härterer Tritt in der Pedale. Die Arbeitslosigkeit frißt den kleinen Mann, auf der Straße...

TINA


A-006.076
written ..........: 19.09.1998
last time revised : 19.09.1998

Alles easy!

Anfang der 80er Jahre hatte der Markt+Technik-Verlag mehrere Zeitschriften, darunter "Computer persönlich" und "Happy Computer". Diese waren für "Einsteiger". Die "Happy Computer" wurde einzig und allein zu diesem Zweck gestartet.

Daß diese Zeitschriften (wie auch die analogen aus dem Hause Franzis) sang- und klanglos untergingen, war schon beim Start abzusehen gewesen: Ein Anfänger ist nur eine relativ kurze Zeit ein Anfänger. Danach braucht er mehr. Ein Zeitschrift nur für Anfänger kann sich des Interesses eines Lesers nur für kurze Zeit erfreuen, dann springt er ab. Eine Zeitschrift braucht aber Stammleser. Diese gibt es nur mit tiefer gehenden Artikeln. Eine Zeitschrift kann langfristig nur dann am Leben bleiben, wenn sie einen brauchbaren Mix bietet.

Die Geschichte lehrt, daß der Mensch aus der Geschichte nichts lernt.

TINA


A-006.077
written ..........: 15.09.1998
last time revised : 15.09.1998

LIST.COM

Das legendäre Programm. Immer wieder verbessert. Unschlagbar. Eines der am meisten benutzen Programme aller Zeiten. Download bei dieser Tankstelle! http://www.buerg.com

TINA


A-006.078
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

Nur 1 kWh auf 100 Kilometer

So wenig braucht ein Fahrrad mit Elektromotor. Das Laden des Akkus geschieht mit Solarstrom. Na bitte, es geht doch vorwärts!

http://www.bktech.ch

TINA


A-006.079
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

Der Pleitegeier kreist

1996: in Deutschland sind 150 Softwarehäuser Pleite gegangen 
1997: in Deutschland sind 175 Softwarehäuser Pleite gegangen 

Macht nichts, wir haben ja noch genug... Wie lange noch? An der EU-weiten Gesamtzahl von 78.462 Firmenpleiten ist Deutschland mit 31.471 beteiligt, meldet "ComputerPartner" am 17.9.1998 (Heft 22/98, Seite 39), leider ohne dabei auf die Brisanz dieser Zahl hinzuweisen:

40 Prozent der in der EU Pleite gegangenen Firmen sind deutsche Firmen!

Schaden in Deutschland: 62 Milliarden Mark. Wer bezahlt den Schaden?

TINA


A-006.080
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

Beetle

Nach einer Meldung in "Europe Electronics Express" im Heft September/98 (Seite 4) hat Cyrix ( http://www.cyrix.com ) einen weiteren Kunden für seinen MediaGX-Prozessor gefunden: Siemens.

Der Prozessor soll eingesetzt werden in Siemens' POS-Terminal namens "Beetle", das die weltkleinste Registrierkasse sein soll.

Zwei Dinge machen mich staunen:

TINA


A-006.081
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

Akkus sind nich blöd!

Das "bq2013H Gas Gauge IC" von Benchmarq mißt Ströme von 100 mA bis 100A und überwacht dabei kritische Parameter des Akkus. Kontakt mit dem Host-Prozessor erfolgt über eine 1-Draht-Leitung (1 Draht? naja..!). Oder man schließt bis zu 5 LEDs als Status-Melder an.

TINA


A-006.082
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

Überwachung durch die Hintertür

Der amerikanische Kongress muß ein Gesetz beschlossen haben, wonach die Städte bis 2001 ein drahtloses Notrufsystem installiert haben müssen. Denver, mit 75.000 Notrufen per Handy pro Jahr, ist da nicht zimperlich und läßt die Handys mit einem IC ausstatten, das die Ortung des Handys mit 3,5m Genauigkeit liefern soll.

Mal wieder ein genialer Schachzug! Da werden auf einen Schlag schon existerende Technologien (GSM, GPS) verknotet, mit weitreichenden Konsequenzen. Dabei hat der Kongress nur ein Funknetz gewollt. Das hätte man ebensogut mit einem neuen Funknetz aufbauen können.

Wieder ein Beispiel, das beweist, daß eine Technik, wenn sie schon mal da ist, auch genutzt wird, koste es, was es wolle - und sei es die persönliche Freiheit.

Jetzt fehlt die Verschmelzung von Handy und TV-Fernsteuerung. Die Verschmelzung von TV-Fernsteuerung und Internet ist ja schon beschlossene Sache.

Mit anderen Worten: Zapp am Fernseher und ich sage Dir, daß Du in der Küche sitzt, gerade die URL vom Playboy liest, und vor 18 Minuten mit Deiner Freundin Ulla telefoniert hast...

Und der Zähler in dem integrierten Flaschenöffner signalisiert die 3. Flasche Bier (am Geruch eindeutig erkannt vom Alkohol- und Geruchssensor).

TINA


A-006.083
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

USB kommt in Fahrt

Der USB-Port gewinnt endlich an Fahrt. Tasturen gibt es schon länger, andere Dinge haben sehr lange auf sich warten lassen. Nun sind Tastaturen und ähnliches Zubehör nichts neues. Die waren auch schon vorher anzuschließen und sind damit uninteressant, außer für die Hersteller, die mit dem USB Kosten für Platinenplatz und spezielle Schnittstellen sparen wollen.

Wirklich interessant sind für den Anwender Dinge, die er bisher noch nicht machen konnte. Dazu gehören der problemlose Anschluß einer Kamera (Gameyboy läßt grüßen!) und der wirklich problemlose Anschluß von mehreren Druckern.

Aber auch das ist mehr oder minder "Bürokram" und/oder Spielzeug. Ein echter Knüller ist dagegen die Meßwerterfassung per USB. Was bisher IEEE 488 oder ähnliche Busse waren, das könnte der USB werden. Zumindest für einen sehr großen Teil des Markts.

Mit dem USB sind somit diese Geräte und Module nicht nur anschließbar, sondern auch endlich einmal der breiten Masse der User leicht, schnell und problemlos, ohne zusätzliche Kosten anzubieten. Bisher bedeutete IEEE 488 immer den Einbau einer IEEE-488-Karte, eine für den Normalverbraucher zu große Hürde. Alleine die Idee, den Rechner aufschrauben zu müssen...!

In Zukunft geht alles viel einfacher: Gerät auspacken, an USB anschließen, Software von CD einspielen, fertig!

Die Konsequenz davon sind mehrere Milliarden Mark, Euro oder sonstige bunte Scheinchen. Pro Jahr!

Mit dem USB kann man auch etwas verwirklichen, das bisher ziemlich exotisch und teuer war: hausinterne Netzwerke in ganz normalen Wohnhäusern. Man muß nichts weiter tun als einen PC mit USB als Stand-alone-Modul in ein kleines Gehäuse zu verpacken. Web-Server auf Linux-Basis für hausinterne Netzwerke gibt es inzwischen von der Stange, für schlappe 1249 US-Dollar. Linux, Apache usw. sind komplett vorinstalliert.

"Netzwerke" sind dabei nicht der bis zum Abwinken bekannte Zusammenschluß von mehreren PCs miteinander, sondern Vernetzung zur vollständigen Gebäudesteuerung, mit Alarmanlage und Heizungssteuerung. Damit werden auch alle bisherigen (meist proprietären) Versuche zur Gebäudesteuerung obsolete.

Man muß nur noch vorinstallierte Netzwerkknoten in die Kabelkästen, Schaltschränke oder an die Wand schrauben.

Der Kontakt zwischen den einzelnen Knoten erfolgt per billigem Kupfer- oder Glaskabel, je nach Aufgabe.

Angebot für Meßmodul mit USB:
Datalog GmbH
Tel: 021166-9520-0
Fax: 02166-950-20

TINA


A-006.084
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

"Integrierte Transistor-Vollbrücke spart 300% PCB-Fläche"  *

Glaub ich nicht. :-)

TINA

*) Inserat einer Firma Z. aus München im August 1998.



A-006.085
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

Gutes Motiv

Die Topware kennen wir als den Technik-Goliath, der vom Technik-David Telekom und ihren Ablegern besiegt wird.

Oder anders rum? Was solls!? In jedem Fall war die Topware schnell und die Telekommer langsam. An diesen Datenraten hat sich, glaube ich, nichts geändert.

Schadenfreudige Meldung in den Zeitungen: Als neuesten juristischen Knüppel aus dem Postsack soll Detemedien Joachim Steinhöfel sogar persönlich auf 10 Millionen DM Schadenersatz verklagt haben. Begründung: Steinhöfel, Betreiber von Willkommen bei RAE Steinhöfel online und Geschäfsführer von Topware, soll auf der Adressen-CD mit seinem Foto geworben haben. Ehrlich, daß die Fotos von Joachim Steinhöfel, Betreiber von Willkommen bei RAE Steinhöfel online, so werbewirksam sind, daß die Detemedien dadurch gleich einen Schaden von 10 Millionen DM davonträgt...? Hätte ich nicht gedacht. Arme, arme Detemedien. So schlimm von einem Foto geplättet.

"Internet intern" (http://www.intern.de meint, die Story sei ein vom Herrn Steinhöfel, Betreiber von Willkommen bei RAE Steinhöfel online, lancierter Pressetrick gewesen und die Detemedien hätte gar nicht wegen des Fotos geklagt. Versteh ich nicht. Bei DEM schönen Foto!

TINA



A-006.086
written ..........: 29.09.1998
last time revised : 29.09.1998

Kleinste Festplatte der Welt: IBM 1-inch hard disk microdrive

IBM hat den Rekord von HP gebrochen. Statt 1,3 Zoll ist die kleinste Platte jetzt nur noch 1 Zoll groß. Dafür geht 17mal soviel drauf: 340 MB.

Beachten: Die 170 MB gibt es mit 1 Kopf, die 340 MB mit 2!

Preliminary specifications - IBM 170 MB and 340 MB microdrives

Dimensions                  42.8 x 36.4 x 5.0 mm
Capacities                  170  /  340 MB
Disks                       1
Data heads                  1    /    2

Seek time                   15 ms             
(typical read) average 
Media transfer rate         34 - 49 Mbits/sec
Rotational speed            4500 RPM
Power supply voltage        3.3 V
Weight 20g
Interface                   CompactFlash Type II

Als Interface CompactFlash Type II zu nehmen, ist ein raffinierter Schachzug, mit dem gleich im Revier des größten Konkurrenten, SanDisk, gewildert wird.

Als "Key technologies " führt IBM auf:
- IBM Enhanced Adaptive Battery Life Extender
- IBM GMR (giant magnet-resistive) technology
- IBM load/unload technology

Zum Thema Load/Unload fällt mir ein, daß es schon vor vielen Jahren eine Firma geschafft hat, einen Kopf von der Seite her über die Platte zu schieben. Das war aber NICHT IBM! Daher ist die Frage erlaubt, was an der Mechanik neu sein soll.

Vorteile der Platten gegenüber Flash-EEPROMs:
- sind viel schneller
- haben auch nicht deren geringe Zahl von Schreibzyklen
- sie sind strahlungsfester und deutlich billiger.

Mit das größte Teil der Platte ist der Stecker. Damit haben wir das Stadium erreicht, in dem eine Platte ein steckbares Modul ist wie ein Lego-Baustein, bei fast der gleichen Größe.

Die Integration in ein Handy ist damit vorgegeben.

TINA


A-006.087
written ..........: 03.10.1998
last time revised : 03.10.1998

Es ist vollbracht!!!

Fast genau 1 Jahr ist es her, da schrieb ich in "TINA's Reaktor on ARIPLEX.COM, File 4", (A-004.006) über gewisse Methoden, mit Gerätehersteller die Konkurrenz ausschalten können, und schlug vor:.

HP hat es vollbracht, mit dem HP 2000C. Ich habe mir die Daten zu dem Fall von den Web-Sites von HP geholt. Eine Tortur! Die Suchfunktion funktioniert nicht richtig, die Produkte sind nur zu finden, wenn man ihre Nummern kennt (wer tut das schon als potentieller Kunde?) und problemlose Navigation ohne zeitfressendes Bilderladen ist nicht möglich; mit Bilderladen allerdings auch nicht. 20 kByte (oder waren es doch 42kByte?) laden zu müssen für zwei oder 3 Sätze - da kommt Freude auf...

Man muß Hellseher sein, um sich in diesen Web-Sites zurechtzufinden, die darüber hinaus auch noch mit Javascript verhunzt sind. Hätte man sich nicht bei AMD ein Beispiel nehmen können!?

Zu den Fakten! Der Tintenstrahl-Drucker HP 2000C wurde im April 1998 vorgestellt und ab dem 11. September 1998 in Verkaufsvolumen in den US-Markt gebracht. HP hat für den HP 2000C mehrere Dinge neu entwickelt, so die Druckköpfe. HP führt die Begriffe "Smart Chip" und "Modular Ink System architecture" ein.

                   Tropfengröße: 
Farbige Tinte:      8 Picoliter 
Schwarze Tinte:    35 Picoliter
                                                   
Füllmenge:         28   Kubikzentimeter  (cyan,    1700 Seiten *1)
einer Patrone      28   Kubikzentimeter  (magenta, 1600 Seiten *1)
                   28   Kubikzentimeter  (yellow,  1900 Seiten *1)

                   26,5 Kubikzentimeter  (schwarz,  550 Seiten *2)
                   69   Kubikzentimeter  (schwarz, 1700 Seiten *2)  
 
*1: Lebensdauer bei 15% Flächenabdeckung 
*2: Lebensdauer bei  5% Flächenabdeckung 

Druckkopf:           andere Drucker       HP 2000C 
Breite:              1/5 Zoll             1/2 Zoll
Düsen:               64 pro Farbe         304 pro Farbe
Düsen gesamt:        ca 320                1.216 Düsen

Der breitere Druckkopf erhöht die Geschwindigkeit, keine Frage.

Epson Stylus Color 800 oder Epson Stylus Color 3000 haben insgesamt nur 320 Düsen, heißt es. Auch der Canon 7000 hat nur 80 Düsen pro Farbe.

Jeder Druckkopf ist einzeln austauschbar. Jeder Druckkopf ist polarisiert und damit fehlerfrei nur an der richtigen Stelle einzustecken. Der für Schwarz soll 12.000 Seiten aushalten, einer für Farbe 24.000 Seiten.

HP erwartet eine Lebensdauer des Druckers von 5 Jahren, was - umgerechnet - mit 24.000 Seiten einen Neukauf eines Kopfes für Schwarz bedeuten soll, aber keinen jener für Bunt.

Andererseits soll das Druckwerk 5000 Seiten pro Monat aushalten. Das ist aber nur in Relation mit der Gesamtlebensdauer zu sehen: Dann hält der Drucker rein statistisch nur 5 Monate! Die 5000 Seiten pro Monat sind ein mächtiger Seitenhieb in eine andere Richtung, nämlich gegen Laserdrucker. Das Verteilen der Arbeitslast von einem Farb-Laserdrucker auf eine Gruppe von mehreren HP 2000C soll bei gleichen Kosten eine weitaus höhere Geschwindigkeit bringen - oder bei gleicher Geschwindigkeit wesentlich niedrigere Kosten.

Die Zeit bis zu einer fertig gedruckten Seite wird zu einem großen Teil auch durch den benutzten Computer bestimmt. Der/die Treiber des HP 2000C greif(t/en) auf MMX zurück...

VIER Druckköpfe und dazu noch VIER große Tintenpatronen (beachte das Volumen!!!) machen eine sehr große Masse aus, die der Carrier bewegen müßte. Das würde starke Motoren bedeuten und eine schwere Konstruktion. HP hat sich dieser Last entledigt und die Tintenpatronen feststehend montiert. Die Versorgung der Druckköpfe erfolgt per Schlauch. Die Tinte läuft aus dem Vorratsbehälter in eine Gummiblase (auch in der Patrone), aus der sie mit einem Hebel herausgedrückt wird. Ein einfacher Pumpmechanismus mit Sensor für den Druck. Ist kein Druck mehr aufzubauen, wird die Patrone als leer erkannt.

Beim Stoppen oder zum Austauschen der Patrone wird der Hebel zurückgezogen, so daß kein Druck mehr auf der Leitung ist, durch den Tinte austreten würde. Drucken "mit halber Kraft", also mit zum Beispiel einer Farbe zuwenig, damit man seinen Text oder sein Bild einigermaßen hinbekommt (soll schon vielen Leuten so gegangen sein), wird anscheinend blockiert; heißt also: "entweder ganz oder gar nicht...!"

HP hat im Druckkopf einige neue Schmankerln eingebaut und nennt das "Smart Chips". Der Drucker erhält dadurch Angaben über wesentliche Parameter des Druckkopfs:

Ganz schön ausgebufft! Was sich als Vorteil für den Druck liest - und naürlich auch als solcher gepriesen wird -, ist in Wirklichkeit ein raffinierter Trick zur Erhöhung der Ausbeute bei der Produktion. Es ist extrem schwer, ALLE Düsen mit identischen Merkmalen herzustellen. Das dürfte auch der Grund sein, warum bisher nur maximal rund 80 Düsen pro Farbe benutzt werden. Erhöht man die Zahl der Düsen, wird durch individuelle Typenstreuungen zwischen einzelnen Parametern der verschiedenen Düsen das Druckbild ungleichmäß. Der Kunde ist beleidigt und kauft nicht.

Ist dagegen zum Beispiel die Größe eines (Norm)Tropfens bekannt, kann die Energie (umgerechnet aus der Auslöseenergie) berechnet werden, die auf einen Heizwiderstand gegeben werden muß, um dennoch einen Tropfen notwendiger Größe zu erhalten. Oder man kann entsprechend länger Tinte schießen. Oder man fährt noch einmal darüber. Je nach Belieben und Bedarf und Optimierung. HP benutzt die anhand einer Lebensdauer-Studie ermittelte notwendige Tropfengröße, entsprechend der Bit-Auflösung in 1/8-Schritten.

Falls Düsen verstopfen und man sie nicht wieder richtig säubern kann: Auch kein Problem, einfach nur die gespeicherten Daten im Druckkopf ändern!

Das Putzen des Druckkopfs erfolgt mit einer zusätzlichen Flüssigkeit. Das spart Tinte.

In den Speicher des Druckkopfs können auch laufende Werte neu hinzugeschrieben werden, so die Zahl der produzierten Tropfen und die Anzahl ausgefallener Heizwiderstände (maximal 3). Aus den Daten kann (mittels des ensprechenden Treibers) der Anwender sehen, in welchem Zustand der Druckkopf ist, welcher gegebenenfalls ausgetauscht werden muß. Für Käufer von Gebrauchtgeräten endlich eine wertvolle Information!

Den technologischen Vorteil, den HP mit dem HP 2000C eingeheimst hat, will HP natürlich möglichst weit vor der Konkurrenz verteidigen, weswegen HP auch den Einsatz dieser Druckköpfe in anderen als nur von HP lizensierten Geräten strikt verbietet und dies mit einer expliziten Warnung auf den Druckköpfen kundtut:

In einer Meldung von Lyra (http://www.lyra.com/topstory.nsf/41cb8cdb6f9e98b2852564de004a9cfc/9df9) heißt es dazu:

Auch der Refill-Markt soll blockiert werden. Dazu prangt auf den Teilen:

Es wäre interessant, zu erfahren, was so alles in den Speichern der Tintenpatronen während des Betriebs geschrieben wird.

Natürlich ist ein mächtig prächtig, wenn man eine Patrone aus einem Drucker herausnehmen und in einen anderen tun kann und dabei der neue Drucker sofort den Füllzustand der Patrone kennt (und die anderen Werte). Aber ob das auch ALLES immer im Sinne des Kunden ist???

Die erwähnte Meldung von Lyra bemerkt, daß die Patrone in kodierter Form auch die Kennung des Namens des Herstellers trägt. Wird eine Patrone installiert, bedankt sich der Treiber artig, daß man ein Original HP Teil gekauft habe...

Und wenn nicht...? In diesem Fall soll angeblich keine Funktion des Druckers blockiert werden. Vorausgesetzt, der jeweilige Hersteller konnte die notwendigen Daten durch Reverse Engineering herausfinden und konnte sie auf einem kompatiblen Chip in die Patrone implantieren. Eine große Hürde, denn sie setzt auch die Kenntnis des Datenformats beim Datentransfer zwischen Patrone und Druckerprozessor und Treiber voraus. Wenn die encrypted sind... Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die netten ICs von Dallas Semiconductor, die auf einer 2-Draht-Leitung sogar sehr komplexe Protokolle fahren können. Der Aufwand zur Herstellung dieser Verschlüsselungstechnik ist nicht besonders hoch. Zum Knacken hingegen...

HP kann sich also ganz genüßlich zurücklehnen und sagen "Es gibt keine Blockierung." HP ist ja nicht verpflichtet, das Protokoll offenzulegen.

Setzt man ein Fremdprodukt ein, merkt sich der Drucker das fein säuberlich... Im Fall einer Panne (die auf das fremde Teil zurückzuführen ist) gibt es dann keine Garantie.

Eine andere Frage ist, was geschieht, wenn man ein Fremdprodukt einsetzt. In einem Datenfeld der Patrone ist nämlich HPs "Jet Series" Markenzeichen eingetragen. Was, wenn der Drucker dort liest und diese Bitmuster für irgendwelche Berechnungen benutzt? In dem Fall müßte ein Konkurrenzhersteller dort eine Byte-Sequenz eintragen oder simulieren, auf die HP ein Markenrecht hat. Aber genau das darf er nicht, eben wegen HPs Markenrecht...

Nachbetankte Patronen ("rebuilt") zu verkaufen ist damit auch unmöglich, denn der Chip mit HPs Markenzeichen wäre dann nicht mehr gültig. Ein Refiller müßte sich erst einen neuen Chip besorgen. Und das kann er nicht.

Füllt der Kunde selbst nach, dann wird das vom Drucker erkannt, der dafür den Zähler bei 150% der vorgesehenen Füllmenge komplett stilllegt. Fortgesetztes Nachtanken soll also möglich sein.

Wer über den HP 2000C mehr wissen möchte, für den hat Lyra ein besonderes Angebot parat:

Einen Praxistest des HP 2000C gibt es auch. Aber Carrie Lechners Kommentar vom 1.6.1998 bei CNET (computers.com) fällt harsch aus. (http://www.computers.com/reviews/justin/main/0,30,0-15-642162-642163,0):

Und:

Der neue Druckkopf sollte die Druckqualität verbessern. Doch ausgerechnet damit zu scheitern... Peinlich, peinlich!

Ich bin gespannt, wie HP diese Scharte ausbügeln wird.

HP hat extra für den HP 2000C eine eigene Web-Site spendiert: http://hp2000C.com. Dort gibt es eine Spezifikation (http://hp2000C.com/product/specs/specs.htm) und eine allgemeinere Produktinformation (http://hp2000C.com/product/info.htm)

Wer mehr wissen will, sollte sich über die Pressemeldungen informieren. http://www.hp.com/pressrel/

TINA



A-006.088
written ..........: 03.10.1998
last time revised : 21.05.1999

Opera 3.5 beta9 fertig

Opera Software http://www.opera.nta.no hat das neueste Release des Browsers Opera 3.5, beta 9, fertig.

Download an dieser Tankstelle! http://idirect.tucows.com/adnload/win3x/dloperabeta16.html

* 21.5.1999
Neue Meldungen warnen vor der Version 3.50 und auch vor der Version 3.60 von Opera.

TINA



A-006.089 
written ..........: 03,10.1998
last time revised : 03.10.1998

Warum hieß der "HP-35"   "HP-35"?

Weil er 35 Tasten hatte. Mehr über den legendären HP-35 bei http://www.hp.com/abouthp/features/hp35calculator/.

Dave Hicks, ein Ingenieur bei Intel Corporation in Oregon, ist ein solcher Liebhaber von HP-Taschenrechnern, daß er von jedem produzierten Modell ein Exemplar besitzt. Ein Blick in seine Museums-Website ist beeindruckend!

http://www.teleport.com/~dgh/hpmuseum.html

TINA


A-006.090 
written ..........: 03,10.1998
last time revised : 03.10.1998

Wichtige Nummern zur Giftigkeit von Tinten von Hewlett-Packard

Tinten sind meist sowohl giftig als auch ätzend. Für den Fall einer möglichen Verletzung sollte man sich daher schon im voraus die anzurufenden Nummern bereitlegen!

HP hat auf der WWW-Seite http://www.hp.com/pays/eur_supplies/english/faq/faq-2.html eine Telefonnummer angegeben:

Übersetzungen dieses Texts gibt es auch. Falls man sie zu Gesicht bekommt...

Wer einen Drucker eines anderen Herstellers benutzt, sollte sich rechtzeitig die entsprechenden Nummern von den Tintenpatronen abschreiben oder von seinem Händler oder vom Hersteller besorgen und sie gut sichtbar und wiederfindbar zurechtlegen!

TINA


zurück zum Kern des Reaktors



Copyright © 1998-2000
TINA
and
Copyright © 1998-2000
Antares Real-Estate