TINA's Reaktor - on ARIPLEX.COM, File 2



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last update: 14.9.97

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A-002.001
written ..........: 17.10.96 
last time revised : 07.11.96 
Der Name Thomson war berüchtigt wegen der vielen Entlassungen, die dieser französische Staatskonzern auf dem Gewissen hat. Jetzt ist Thomson nichts mehr wert: Für gerade mal 1 Franc wurde Thomson verkauft, an die private französische Lagardere-Gruppe. Wegen der hohen Verluste mußte selbst dieser Preis schmackhaft gemacht werden: Der Staat wird dem Konzern in letzter Sekunde noch 3,2 Milliarden DM schenken, sofern die EU keine Einwände erhebt.

Zu Lagardere gehört Matra. Matra-Harris ist (unter anderem) ein IC-Hersteller, vor allem im Military-Sektor. Angeblich soll Matra mit dem Thomson-Äquivalent zusammengelegt werden und den größten europäischen Konzern für Elektronik und Rüstung zu bilden. Später will man die Weltmarktsführung. So meldet es wenigstens dpa.

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Der Unterhaltungsbereich von Thomson soll an Daewoo verkauft werden. Nachdem Thomson schon vor Jahren Nordmende und andere Firmen geschluckt hat, jedes Mal mit fatalen Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt, geht es nun mit dem gesamten Unterhaltungs-Elektronik den Bach runter. Thomson verschwindet. Die Arbeitsplätze auch.

TINA


A-002.002
written ..........: 1996
last time revised : 20.01.97
Wer hätte das gedacht: Alles stöhnt, weil sich die Porno-CDs nicht mehr so richtig verkaufen lassen, die Preise gehen in den Keller. Da kommt eine kleine deutsche Firma, die sonst eher Spiele und anderes macht, und geht den Leuten an die Wäsche. Auf einer CD dieser Firma fand ich vor kurzem diesen Nachsatz unter der Inhaltsangabe der CD:

Jetzt bekomme ich den neuesten Katalog - und siehe da: Nachbars und eigene Nackedeis gibt es zu sehen für sage und schreibe 79.-- DM (neunundsiebzig!). Es gibt sogar 2 CDs - jede mit 750 Fotos - und es kostet natürlich jede 79 Mark!

Da fällt mir wieder ein, warum der Playboy in Amerika so kräftig verloren hatte: Wenn jemand eine nackte Frau sehen wollte, dann sagte er einfach seiner Freundin: "Zieh dich aus!" In Deutschland scheint das nicht zu funktionieren.

TINA


A-002.003
written ..........: 1996
last time revised : 20.01.97
Es gibt ein Shareware-Programm namens NTFSDOS. Bootet man mit einer DOS-Diskette und startet dieses Programm, so kann man die angeblich geschützten Files auf HPFS-Platten einsehen und komplett kopieren, weil das sogenannte Sicherheitsbit schlicht und einfach nicht benützt wird.

http://ftp.uni-mannheim.de/info/OReilly/windows/win95.update/ntfsdos.html

TINA


A-002.004
written ..........: 1996
last time revised : 20.01.97
In S*, ex-DDR, gibt es nun einen neuen Schutz gegen Ladendiebe: Jeder, der den Baumarkt dort betritt, muß auf eine Waage. Das Gewicht wird nicht gedruckt, sondern auf einem Schlüssel-Chip gespeichert (so groß wie eine Streichholz-Schachtel), den der Kunde dann erhält. Wenn der Kunde nach dem Einkauf das Haus verlassen will, muß er an der Kasse durch eine Schleuse, die mit dem Schlüssel geöffnet wird, wenn, ja, wenn das Gewicht des Kunden JETZT nicht um mehr als 20 Gramm von dem vorigen Gewicht abweicht.

Das soll also ein Diebstahlschutz sein. Naja! Gehen wir davon aus, daß es viele nette kleine Teile gibt, wie Bohrer usw., die alle ein paar Mark kosten, dann braucht ein Ladendieb nur folgendes tun: Das Teil kaufen. Daheim wird es genau gewogen und ein Gewicht von gleicher Masse hergestellt. Wieder im Laden läßt der Dieb das Gewicht liegen, steckt sein Beutestück ein - und spaziert vollkommen unbehelligt durch die Schleuse...

Ob man als Gewicht Sand in eine Tüte füllt (der fällt nachher niemandem auf) oder kleine Steine oder anderes (gerade im Winter Streugut!), das ist völlig egal. Die Idee, eine effiziente Überwachung des Ladens (und damit deren Kosten) vermeiden zu können, ist grundlegend falsch. Natürlich wird jemand, der nicht so pfiffig ist, nicht auf solche einfachen Idee kommen, dafür aber werden andere die nicht vorhandene Überwachung ausgiebigst nutzen. Es ist also auch falsch, zu glauben, daß man wenigstens einen Teil der Ladendiebe ausgeblockt und damit den Schaden verringert hätte: Die anderen klauen dafür umso mehr und umso ungenierter...

TINA


A-002.005
written ..........: 20.08.96
last time revised : 20.01.97
Wer als Kind an sein Ketchup-and-Wrestling-Programm will, muß nur clever sein: Wenn der Fernseher einen V-Chip intus hat, dann tunet man eben per Video-Recorder, der hat ihn noch nicht. Diese Lücke soll ein Chip schließen, der von Zilog gebaut wird.

Da wundert einen gar nichts mehr, auch nicht, daß Fernseher in Zukunft Java-fähig sein sollen dank eines Java-Interpreters in Form eines 32-Bit-RISC-Prozessors, der Java im Native Mode verarbeitet.

TINA


A-002.006
written ..........: 10.08.96
last time revised : 20.01.97
Seltsam, seltsam: Auf der einen Seite will Microsoft angeblich "Active-X" an eine "unabhängige Körperschaft" abgeben, um sich so der Angriffe zu erwehren, man sei eine "ungeheure Industriemacht." Auf der anderen Seite will Microsoft in den USA in Kürze in den Ballungszentren 10 lokale Zeitungen im Netz herausbringen und damit 1/3 des Anzeigenmarktes an sich reißen.

Oder nicht schizophren, sondern eiskalte Berechnung: Die Technik, die Active-X liefert, steht doch sowieso allen offen, wozu sie also weiter vorantreiben und dafür Geld ausgeben!? Geld einnehmen ist doch viel schöner - und dann noch gleich 1/3 des Werbeetats. Laut Geschichtsbuch gab es in den USA einmal so etwas wie Anti-Trust-Gesetze. Aber so genau weiß ich das nicht, weil das Geschichtsbuch jetzt auf dem Server im Internet ist, bei MSN...

TINA


A-002.007
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Als IBM den Abstieg vom Olymp machen mußte und der Konzern zerschlagen wurde in Einzelunternehmen, gab es schon mal eine Bombe: IBM machte sich im Service-Bereich breit. Irgendwo muß man ja seine Techniker unterbringen können.

Die vielen kleinen Schrauber sind viel billiger als IBM und haben daher (Kopf einziehen!) trotzdem noch überleben können. Das wird sich jetzt kändern. Weil die Zerschlagung der Post ebenfalls viele Arbeitskräfte freisetzt, werden die ebenfalls für andere Aufgaben genutzt. Die Telekom will nicht nur in den Handel mit PCs einsteigen (Tante-Emma-Läden und Supermärkte führt sie ja schon), sondern auch bei Wartung und Instandhaltung mitmischen. Da sie im Gegensatz zu IBM über ein sehr dichtes Netz verfügt, wird meiner Vermutung nach mindestens 1/3 der bisherigen Schrauber/Reparateure dichtmachen können in den nächsten Jahren.

Ein Aspekt, der aus einem ganz anderen Bereich kommt, wird durch die Flächendeckung der Telekom auch durchgeschüttelt: die soziale Relevanz und Notwendigkeit eines PC. Bei einem jetzt geführten Prozeß wurde vom Gericht für einen Behinderten der Kauf eines PCs nicht als vom Sozialamt erstattungsfähig deklariert, sondern ihm nur eine Schreibmaschine zugebilligt. Wohl dem (Richter), der eine Sekretärin hat...

Weil nun, dank Telekom, nicht nur Telephone, sondern auch PCs flächendeckend sein werden...

Gebt PC-Freiheit, Sire!

TINA


A-002.008
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Beschlossene Sache: Eure Grafik-Karten sind Schrott und gehören auf den Müllplatz der Geschichte! 2D ist out! 3D ist in! Allein noch in diesem Jahr sollen 10 Millionen Chip-Sets für 3D-Grafik-Karten verkauft werden. Innerhalb der nächsten 5 Jahre soll eine Marktdurchdringung von 90% erreicht sein.

O.k., zu irgendwas muß DOOM schließlich gut sein ... und wenn es nur dem Verkauf von Grafik-Karten dient...

TINA


A-002.009
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Um Rechner vor Abstrahlung von Lampen oder anderem zu schützen, zB die Meßwerterfassung bei Computer-Tomographie oder anderem, muß man die Räume wie Faraday'sche Käfige isolieren. Die nach wie vor beste Methode ist ein Stahlgerüst mit möglichst wenig Löchern. Verzinkte Rahmen plus Messerkontakt-Tür sind dabei besser als Chromstahlrahmen plus Schlupf-Tür. Aber beide Methoden sind TEUER! Siemens hat ein Verfahren, bei dem die Fäden eines Vliesstoffs aus Nylon mit Kuper umhüllt werden. Dieses Vlies kann auf Wände geklebt werden und soll die Käfige aus massivem Metall ersetzen können, angeblich bei 70% weniger Kosten. Dafür aber auch bei 80 dB weniger Dämpfung...

TINA


A-002.010
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Yahoo und Livingstone haben ein Programm gebastelt, mit dem Kindern der Zugriff auf verbotene Sachen blockiert werden soll. Anstatt aber ein Filterprogramm zu benutzten, muß man sich über einen einzigen Anwender anmelden und dann gibt's Sachen nur noch von einer Liste der erlaubten Dinge.

Bleibt die Frage: Was soll das!? Derlei Scherze kann jeder machen, der den Zugriff auf das Netz mit einer proprietären Software macht, sei es AOL, Compuserve oder nochwer. Das ist wirklich kein Kunststück. Also nochmal die Frage nach dem Sinn. Jemand, der sich freuen könnte, wäre die chinesische Regierung. Die könnte doch glatt den Besitz von unerwünschen Programmen verbieten und mit Todesstrafe ahnden (in China nix neues) und den Zugriff nur über bestimmte Tools zulassen.

So what, Mr. Yahoo!?

Ach ja: Vielleicht kommen wir doch hinter den Sinn, wenn wir uns anschauen, was denn so erlaubt sein soll: "ein breites Angebot an Themen, wie Unterhaltung, Sport, Wissenschaft, Kulturen der Erde, Kunst, Handwerk..." Fällt das Kamasutram jetzt unter Kunst, unter Kultur oder unter Handwerk?

Nein, mal ganz ernsthaft: Was steckt da dahinter? Ich befürchte: WERBUNG. Die Firmen, die an der Sachen teilhaben wollen, werden in das Angebot, das der proprietäre Zugriff erlaubt, kommen gegen Zahlung von Dollars, Francs, DM, Yen...

TINA


A-002.011
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Für den Herbst [1996] zieht Euch warm an!!! Dann kommen neue IC-Karten auf den Markt, wiederbeschreibbar, mit einer Speicherkapazität von 256 KiloBit. Lebensdauer der Daten darauf: 10 Jahre - und das ohne Akku oder Batterie! Matsushita und Motorola (Indala) setzen dabei eine neue Technik um, die FeRAMs benutzt und im Gegensatz zu früher schnellere Zugriffszeiten und eine deutlich höhere Zahl von Schreibzyklen (10 Mio!) hat.

Das waren nur die nackten technischen Daten. Wie sieht es aus mit der realen Anwendung? Die bisherigen Karten konnten nur wenige Bytes unterbringen, 20 - 30 Bytes oder vielleicht 200 bis 400 Bytes. Jetzt gibt es 32 KiloByte pro IC. Nichts spricht dagegen, unter Umständen mehrere davon in eine Karte zu packen.

Was fangen wir damit an? Wie wäre es mit einer "Bookmark" wie bei den Cookies von Netscape und Konsorten!? Dann könnte der Händler (oder wer auch immer) sehen, wo wir vorher gekauft haben, vielleicht, was wir vorher gekauft haben. Wie wäre es mit Notizen für die anderen Händler nach dem Muster: "Ist ein Nörgler", "Moniert immer wegen der Qualität der Ware"...!?

Früher, in den unzivilisierten Zeiten, zogen Vagabunden und kleine Ganoven durch die Lande, machten ihre Geheimzeichen an Hecken und Büsche und Türen usw., signalisierten, wo man gut plündern konnte und wo man sich wegen des Gendarms lieber nicht blicken ließ. Heute leben wir in der Zivilisation. Heute sind diese Zeichen in unserem Portemonnaie...

Zieht Euch warm an ...!

TINA


A-002.0012
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Die im Hintergrund grollende Katastrophe namens UMA, um schlampige PCs noch billiger herstellen zu können für den Consumer-Markt, wird uns in nicht mehr zu ferner Zeit erreichen. Man hat Tests durchgeführt, die schlimmstes befürchten lassen. Es gibt inzwischen auch einen neuen Standard, genannt VESA UMA (VUMA) für Hardware und BIOS Extensions.

TINA


A-002.013
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Für Plug-and-Play unter Windows 95 gibt es jetzt zwei neues ICs: Mit ihnen kann man eine fertige Single-Chip-Lösung kaufen, die man bloß noch in seine zu entwerfende Platine integrieren muß. Damit bekommt man: Plug-and-Play State-machine, Schalt-Logik, Adreß-Dekoder oder ein EEPROM, um platinenspezifische Dinge zu speichern. Der Name der ICs ist passend gewählt: NM95MS15 (für Video, Grafik- oder Multimedia-Karten) und NM95MS16 (für Modem, Fax/Modem oder Sound-Karten).

TINA


A-002.014
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Die japanische Wetterkarte ist Spitze! Das Land ist in ein Gitter von kleinen Quadraten aufgeteilt und in den Grafiken werden für jedes Quadrat die Ergebnisse angezeigt. Also keine Hupfdohle oder ein Witzereißer, die Make-up vorführen und Plattituden labern, sondern richtige, saftige Information: über Temperaturen, Niederschlagsmenge und so weiter. Da sollte sich das Deutsche Fernsähen (wohl eher ein Konjunktiv...) eine Scheibe abschneiden!

TINA


A-002.015
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
So hoch manche Angaben über Lebensdauern von Elektronik auch liegen mögen, manche sind so tief im Keller, daß man auch dort nur noch staunen kann. So eine Zahl aus dem Dezember 1995: MTBF für eine Modem-Karte "stolze 41.791 Stunden", für eine 2. Karte doppelter Leistung "23.076 Stunden".

TINA


A-002.016
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Die neuen Batterien von Duracell, bei denen man den Ladezustand per Knopfdruck an einer Skala ablesen kann, funktionieren folgendermaßen: Durch Druck auf 2 Druckknopfschalter wird ein Widerstand mit der Batterie verbunden. Es fließt ein Strom durch den Widerstand und erwärmt diesen. Über dem Widerstand ist eine schwarze Farbe aufgebracht, die im Bereich von 40-50øC farblos wird. Hat also die Batterie die nötige Spannung, so wird die Farbe durchsichtig und man kann eine darunterliegende Farbskala sehen. Das Etikett besteht aus 8 Schichten und ist insgesamt nur 0,3 mm dick. Es wird von Avery-Dennison herstellt. Duracell wird pro Monat 100 Millionen Stück von Avery-Dennison kaufen! Das bedeutet also 100 Mio Batterien pro Monat. Jetzt ratet mal, was das Hauptproblem bei der Entwicklung war!

TINA


A-002.017
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Texas Instruments hat einen der besten Compiler-Hersteller gekauft, Tartan. Tartan hat die schnellsten Compiler gebaut für die DSPs von TI.

TINA


A-002.018
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Im Preiskrieg bei den Prozessoren hat IBM nachgelegt: Der PowerPC 401 ist eine abgespeckte Version der großen Chips: DRAM-Controller usw. wurden weggelassen. Er brummt bei 2,4 Volt mit 25 MHz und 40 mW typischer Verlustleistung, schläft mit 0.015 mW. Dafür kostet der 401 GF nur 13$ bei 10.000 Stück.

TINA


A-002.019
written ..........: 18.08.96
last time revised : 14.09.97
Die von mir angekündigten Quantum-Festplatten mit 5.25" sind im Markt. Der Preis ist tatsächlich äußerst günstig: rund 500 DM Straßenpreis (ab 479,-- DM) für 2,5 GigaByte. Die Platte heißt "Bigfoot" und ist für ein 5.25"-Laufwerk verblüffend niedrig! Es ist sehr dickwandig, robust, und sehr sauber verarbeitet. Die Elektronik-Platine schaut an einer Seite 3-eckig hervor - das durchgezogene Bodenblech dient dabei als Verstärkung. Alles solide verarbeitet!

624 Zylinder, 128 Köpfe, 63 Sektoren. Landezone: 4993! Das Laufwerk wird mit 4994 Zylindern angegeben und mit 16 Köpfen. Wieviel Köpfe es real sind, weiß ich nicht, aber daß es 8 Scheiben geben soll in diesem Gehäuse, kann ich mir nicht vorstellen. Sicher ist aber eines: Durch den großen Durchmesser ist der nutzbare Bereich der Scheiben sehr groß.

Mit CORETEST ermittelt (mit einem AMD 5x86-133): Mittlere Zugriffszeit: 15 msec, Track-Track: 6 msec. Data Transfer-Rate: 3847 kByte/sec. Das kann sich sehen lassen. Weil die Spuren sehr lang sind, können bei kontinuierlich aufgezeichneten Daten hohe Geschwindigkeiten erreicht werden, wenn viele Sektoren hintereinander folgen (denn die Umfangsgeschwindigkeit ist groß). Da reicht auch eine Drehzahl von nur 3600 Upm. Sind die Daten wild verteilt, macht sich natürlich die hohe Spuren-Zahl bemerkbar. Folge: die 6 msec Track-Track. Der angeblich vorhandene Cache hat sich bei CORETEST also nicht bemerkbar gemacht. Vielleicht ist es aber auch so, daß nicht alle Platten tatsächlich den Cache enthalten? Egal! Für einen großen Datenparkplatz ist die Bigfoot zur Zeit die ideale Lösung. Eine heute übliche Hauptplatine mit 4 EIDE-Anschlüssen verträgt 4 solcher Platten, ergibt locker 10 GigaByte - und das für unter 2000 Mark!
* 14.9.97
"Kleine" Verbesserung: Inzwischen sind es 6,5 Gigabyte pro Laufwerk geworden, bei einem Staßenpreis von 585 DM. Macht 26 Gigabyte für DM 2340 DM.

TINA


A-002.020
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Im Fernsehen haben die jetzt den Erfinder des Personal Computers gezeigt: Ed Roberts. Aber die Journalisten sind sehr gnädig mit ihm umgegangen. Im Buch von Daniel Ichbiah dagegen steht ganz ungeschminkt, daß der Typ Sachen verkauft hat, obwohl er genau wußte, daß sie nicht funktionieren. That's the American way of life...! Heute ist Roberts übrigens Arzt, hatte mit 39 angefangen, Medizin zu lernen. Klar, der Verkauf seiner Firma an Pertec hatte ihm einiges eingebracht. Da kann man sich den Luxus eines Studiums leisten. Pertec hat später übrigens angeblich mal VW gehört.

TINA


A-002.021
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Die rotchinesischen Fabriken, die jetzt ihre Fluten von Elektronik-Material in den Rest der Welt ergießen, wurden zum Teil schon vor 9 Jahren begonnen. Das kommt jetzt ans Tageslicht, wenn man in die Werbeunterlagen hiesiger Hersteller und Importeure schaut. Da muß man sich fragen, wie in dem vor 9 Jahren noch sehr abgeschotteten Rotchina so etwas geschehen konnte. Frage also, ganz präzise: Welche Politiker waren vor 9 - 10 Jahren in Rotchina und haben uns anschließend ganz stolz über neue Handelsabkommen berichtet?

Da sollte man doch glatt die alten Zeitungsarchive durchsehen, die betreffenden Namen heraussuchen und diesen Herren ganz gezielte Fragen stellen, was sie sich dabei gedacht haben. Unsere Arbeitslosen wüßten gerne eine Antwort. Und das Amt für Arbeitslosenverwaltung auch, das schließlich jedes Jahr mehrere Milliarden Mark zahlen muß.

Könnte es sein, daß es unter Umständen intelligenter gewesen wäre, auf die Aufträge aus Rotchina, die ein paar Milliarden brachten, zu verzichten - und damit den Folgeschaden in Höhe von mehreren Hundert Milliarden Mark zu vermeiden!?

TINA


A-002.022
written ..........: ??.??.96
last time revised : 20.01.97
Ganz unbemerkt, aber Justiz-amtlich: Das Patent für die Entwicklung des "Single-Chip-Computers" wurde Gary W. Boone zugesprochen (TI). Gilbert P. Hyatt hat also verloren. Faggin (Intel) ebenfalls. Uff! Wie hätte die Welt sonst aussehen können...?

TINA


A-002.023
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Endlich gibt es eine CD mit Videos, die auch einen sittlichen Nährwert haben! Für Studenten und Ärzte werden Schnitt- und Operationstechniken erläutert: "Die 20 wichtigsten Operationen der viszeralen Chirurgie werden durch ein kombiniertes System von Zeichnungen, farbigen Fotos und OP-Videos step-by-step ausführlich erklärt." Wer einen stabilen Magen hat, nicht gleich umfällt, wenn er Blut sieht, und 178 Mark übrig hat: Gleich beim Enke-Verlag in Stuttgart bestellen!

TINA


A-002.024
written ..........: 15.07.96
last time revised : 20.01.97
Wenn das Monster von links kommt und nach rechts donnert, dann kann man das hören - wozu gibt's schließlich Stereo!? Kommt das Biest aber von oben oder von unten... Pech gehabt! Mit 2 Lautsprechern ist da nichts zu wollen. Das soll sich jetzt aber ändern. Die Hersteller wollen mit "3D Audio" wirklich räumliches Hören ermöglichen. An den ICs dazu wird bereits gearbeitet. Die zusätzlichen Kosten der Soundkarten werden sich bei ca 20$ für die DSP-ICS bewegen. Hinzu kommen noch RAMs usw. Mit 2 Lautsprechern geht es natürlich nicht, also wird noch mindestens ein weiterer dazukommen, wenn nicht sogar 3! So bekommt auch die Lautsprecher-Industrie ihren Teil vom Kuchen...

TINA


A-002.025
written ..........: 15.07.96
last time revised : 20.01.97
Was plagen wir uns mit den Lebensdauern unserer Computer!? Hier kommt ein Bauteil, von dem man nur träumen kann: 20.000.000 (in Worten: zwanzig Millionen) Stunden MTBF. Wer keinen Taschenrechner zur Hand hat: Das sind 2.283,1 Jahre! Das Teil ist ein DC-DC-Converter mit Schaltspannungsregler, also kein IC, sondern eine Hybridschaltung, montiert in einer neuartigen Bauweise. Kostet nur 8,99 US $ bei 1000 Stück. (Was machen die wohl, wenn in 500 Jahren jemand mit einer Reklamation kommt?)

TINA


A-002.026
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Wie viele Befehle braucht man zum Starten eines Programms?
Booten bei DOS .........................:  1 Mio Befehle
Booten von Standard-Mode Windows .......:  5 Mio Befehle
Booten von Windows im Erweiterten Modus : 35 Mio Befehle

TINA


A-002.027
written ..........: 12.07.96
last time revised : 20.01.97
Texas Instruments will dieses Jahr mit 0,18 Mikro-Bauteilen in Serie gehen. Weil die Transistoren und andere Elemente damit extrem winzig sind, kann man bis zu 125 Mio Elemente in einem Chip unterbringen. Umgerechnet sind das rund 20 oder 25 Pentiums parallel auf einem Chip.

Wenn man vergleicht, daß es vor 40 Jahren im Juli hieß, die Preise für Transistoren seien endlich gesunken, im Vorjahr wären mehr Transistoren produziert worden, ganze 3 1/2 Millionen Stück, aber in diesem Jahr (1956) wären es bereits 2 Millionen, bis Jahresende erwarte man insgesamt eine Zahl zwischen 10 und 11. Aber das nur am Rande. Wesentlich sei, daß nach einer Reihe von Anti-Trust-Klagen AT&T viele Patente kostenlos habe abgegeben müssen.

Darunter waren ganz offensichtlich auch jene für Transistoren. Da wird einem dann manches klarer.

TINA


A-002.028
written ..........: 15.07.96
last time revised : 20.01.97
Wenn man einen kleinen Balken hat und den Untergrund darunter statisch auflädt, dann wird der anders gepolte Balken davon angezogen. Berührt der Balken einen Kontaktpunkt, so kann ein Strom fließen. Berührt der Balken 2 Kontaktpunkte (und verbindet diese), so entspricht das einem Relais. Mit nur 3 oder 4 Kontaktpunkten kann man so eine Schaltung jetzt auf 30x60 Mikrometer Flache herstellen. ON-Widerstand ca 50 MilliOhm, OFF-Widerstand ca 10 E15 Ohm. Die Muster haben mehr als 10 Millionen Schaltvorgänge durchgehalten. Weil es keine Halbleiter-Übergänge gibt, sondern nur elektrostatische Vorgänge, ist das Ganze sehr einfach und sauber herzustellen. Parasitäre Kapazitäten sind sehr gering, dementsprechend auch das Übersprechen. Schalter- und Relais-Elemente können anscheinend beliebig mit anderen Halbleitern auf dem gleichen Chip kombiniert werden.

Das dürfte eine der weitreichendsten Entwicklungen des Jahrhunderts sein. Telefonnummer der Entwickler gibt's bei mir.

TINA


A-002.029
written ..........: 18.08.96
last time revised : 20.01.97
Antwort zu PCH-04-9010-3 * Moin, moin - Celtic Man! Die Bezeichnung dessen, was ein "Assembler" ist, hat sich (auch zu meiner Überraschung!) im Lauf der Zeit erheblich geändert. In den ersten Tagen der Micro-Prozessoren war ein Assembler ein extrem auf einen Prozessor zugeschnittener Befehlssatz, eine "Sprache". Außerdem nannte man "Assembler" ein Programm, das Assembler-Sources in Binär-Code übersetzt.

Weil man nicht jedes Mal alles komplett assemblieren wollte, wurde das Konzept so geändert, daß LINK-bare Files gemacht wurden und lediglich nur das neu assembliert wurde, was noch nicht übersetzt worden war. Die Linker mußten dann die übersetzten Teile zusammenfügen. Man ging später noch einen gewaltigen Schritt weiter und übernahm aus den Hochsprachen zB deren Behandlung von Unterprogrammen. Im Gegensatz zu früher kann man heute ein Unterprogramm aufrufen und dabei auch Variablen übergeben: CALL yxz (var1, var2, var3,...) oder so ähnlich. Beim Übersetzen wird aus der Klammer eine sogar recht aufwendige Sache gemacht, die Stack-Pointer setzt, Variablen kopiert und so weiter. Beim RETURN werden die Pointer wieder korrigiert usw. Also ist heute ein Assembler eine Hochsprache (mit erstaunlichen Eigenschaften!). Zur Steuerung des Assemblers gibt es daher auch eine große Zahl von Befehlen, die ausschließlich den Übersetzungsvorgang steuern, also mit dem Prozessor gar nichts zu tun haben.

"Maschinensprache" hatte ich mir früher auch immer anders vorgestellt. Bei den IBM-Großrechnern zum Beispiel ist aber Maschinensprache nicht das, was die Maschine real ausführt, sondern nur ein Zwischencode, der seinerseits von einem Interpreter (Software!) abgearbeitet wird. Das hat für IBM (und die anderen natürlich auch) den Vorteil, daß man die Hardware komplett umbauen, ja, sogar einen ganz anderen Prozessor einbauen kann, die darüber (über der Maschinensprache) liegenden Softwareschichten aber vollständig unverändert lassen kann. Durch diesen Kunstgriff ist es IBM gelungen, die Leistung der Maschinen durch Austausch von ein paar Moduln Stück um Stück hochzufahren, ohne daß die Kunden deshalb die Software umstellen mußten, was horrende Kosten und große Risiken nach sich gezogen hätte. Eine Maschinensprache bei einem Micro-Prozessor und bei einem Mainframe ist also ganz und gar nicht das gleiche.

TINA


A-002.030
written ..........: 20.09.96
last time revised : 20.01.97
Antwort zu PCH-04-9040-7 * Hallo, FDS! Deine Hoffnung auf die "gesetzlich geregelte Grundversorgung" beim Telefon muß ich leider dämpfen. Zur Zeit wird über die recht heftig diskutiert. Die Unternehmen versuchen nämlich, die auszuhebeln. Der erste Schritt dazu war, daß man im Gegensatz zu früher nicht mehr pauschal 65 DM für den Anschluß zahlt, sondern "nach Aufwand". Jemand, der wie Du in der Wüste wohnt, ist damit ein verdammt armes Schwein. Wenn sich die anderen, kommenden Anbieter auch auf die Formel "nach Aufwand" festlegen, so ist das für sie keinerlei Problem: Sie werden Dir lediglich einen Kostenvoranschlag präsentieren, auf dem ein paar Ziffern mehr vor dem Komma stehen. Da wird der liebe Endkunde ganz formaldemokratisch und gleichbehandelt in den Boden gestampft...

Ob die Energieversorger "die Ballungszentren" versorgen werden, wie Du meinst? Ich weiß nicht so recht. Oder meinst Du die städtischen Unternehmen? Für die trifft das nämlich zu. Es gibt in Münster, Hamburg, Bremen und (wenn ich mich nicht irre) Düsseldorf dazu schon Ansätze. In Nordrhein-Westfalen planen die 10 größten Städte ein eigenes Netz. Interessanterweise sind das aber nicht nur die Versorgungsunternehmen. In Bremen beispielsweise ist neben den Stadtwerken Bremen und den Stadtwerken Bremerhaven die Städtische Sparkasse Bremen beteiligt! Frage jetzt mal einer, warum die Sparkasse Bremerhaven nicht mit von der Partie ist. Ob Bremen, bekannt durch die Asche des Vulkans:-) mal wieder kräftig über die Grenze in anderer Leute Taschen greifen will?

Die Firma in Bremen heißt übrigens "Brecom CNB-Communications Netmanagement Bremen GmbH" und residiert in der Theodor-Heuss-Alle 20 in 28215 Bremen. Sie darf nach Aussagen gewisser Leute "ab 1.7.96 Corporate Networks betreiben, man darf aber nicht nach außen hin [d.h. aus der Firma heraus] Sprache übertragen."

In Hamburg ist die Informationspolitik wesentlich besser. Es gibt sogar ein eigenes Newsletter namens "LIT Info" des Landesamts für Informationstechnik. In Hamburg ist die Netzstruktur riesig (große Stadtfläche). Man hat schon vor über 100 Jahren mit dem Bau begonnen. Damals mußte man Feuermelder mit einer Zentrale verbinden. Später kamen Polizei-eigene Leitungen hinzu. Heute ist es das interne Netz der gesamten Stadtverwaltung.

In anderen Städten plant man ebenfalls eigene Netze. Aber man gibt sich noch sehr bedeckt. Je mehr man jetzt mauschelt und je weniger Informationen man herausläßt, desto mehr Geld kann man nachher scheffeln... Ich vermute, daß eine ganze Menge Leute aus der Politik klammheimlich damit beschäftigt sind, sich hier einen ruhigen Job als Ruhesitz behaglich auszupolstern...

PS: Eben kommt die Meldung, daß die Vebacom (Düsseldorf), die RWE Telliance (Essen) und die Bayernwerk Netcom (München) mit ihren Netzen loslegen. Bayernwerk Netcom soll bereits 4000 km Glasfaserkabel in Betrieb haben. Das ist aber ein Klacks gegen die rund 40.000 km, die die DB (Bundesbahn) herumliegen hat. Die DB will zusammen mit Mannesmann eine gemeinsame Tochterfirma DBcom (oder so ähnlich) auf die Kabelei loslassen und in den nächsten 2 Jahren sogar noch 10.000 km Glasfaserkabel zusätzlich verlegen. Im Gegensatz zu allen anderen Anbietern hat die DB als einzige ein die ganze Bundesrepublik umfassendes Netz. Außerdem hat sie, was in den ganzen Pressemeldungen und Kommentaren vergessen wird, eigenes Gelände! Sie wird also nicht, wie die anderen Anbieter den Städten irgendwelche Gebühren zahlen müssen. Ebenso wie den anderen Anbietern fehlt der DBcom der Anschluß an den Endkunden, die "letzten Meter". Das läßt sich jedoch durch Funk-Telefone umgehen. Weil die Funktelefone überall in der Stadt Transponder-Stationen benötigen, kommt der Bahn ihr Gelände zustatten, auf dem sie diese Stationen aufstellen kann. Der Punkt Elektro-Smog wird von allen Anbietern unter den Tisch gewischt. Die Bundesrepublik ist übrigens (nach den letzten Meldungen im Fernsehen) bereits heute das am höchsten mit Elektro-Smog verseuchte Gebiet der Erde.

TINA


A-002.031
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Antwort zu 05-2740-200 und 05-2740-201: * PATTEX und TriLoBit: Die Telekom hat 1995 über 4 Milliarden Gewinn gemacht, 1996 werden es (auch nach Abzug der Steuern) immer noch mehr als 4 Milliarden sind. Die Telekom nagt also weißgott nicht am Hungertuch. Die Konkurrenz, die der Telekom ans Leder will, muß erst einmal eine Infrastruktur aufbauen. Die Telekom hat aber bereits eine, zum Teil mitfinanziert durch unsere Steuern, da die Telekom als Postministerium sich auch im Haushaltstopf bedienen konnte und auch andere, elementare geldwerte Vorteile hatte (zB Bei der unentgeltlichen Flächennutzung). In den letzten Jahren hat die Post als Monopolist so kräftig absahnen können, daß die Regierung sie gern als Geldquelle benutzt hat - schon wieder auf unsere Kosten. Was aber vorher wieder dem Staat zufloß, wird in Zukunft nicht mehr dem Staat, sondern den Anteilseignern der Telekom zufließen. Konnte man früher noch sagen, daß die Post auf eine gewisse Weise ein Abschöpfen von Geld ermöglichte, um es dem Staat (also der Allgemeinheit, also uns allen) wieder zufließen zu lassen, so gilt das seit Telekom nicht mehr! Vor allem, weil jetzt auch sozial Benachteiligte (Behinderte usw.) ganz erheblich leiden müssen. Da hört für mich jedes Verständnis auf. Bei Kaffee gibt es große Kampagnen für "Fairständnis". Wo, bitte, bleibt das für die Alten, die Kranken und die Behinderten!?

TINA


A-002.032
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Antwort zu 05-2740-218 * Tscha, Madame Ripley, dann geh' doch mal zu I* und frage die Leute nach Kontrollen! Fast wörtliche Antwort eines hochrangigen I*-Verkäufers ("Managers"): "Wir haben keine Kontrollen, weil wir davon ausgehen, daß die Lieferanten uns einwandfreie Ware schicken." Es gibt keine Waren-Eingangskontrolle und es gibt keine Ausgangskontrolle...

Es freut mich, daß meine Warnungen vor scharfkantigen Gehäusen bei mindestens einer Zeitschrift durch deren eigene Erfahrungen und nachfolgende Berichte unterstützt werden.

Meine Hinweise zu der ISO 9000 kamen nicht aus der Luft, sondern beziehen sich auf Aussagen aus Firmen. Diese Aussagen waren nicht einmal geheim (hinter vorgehaltener Hand), sondern waren auch in Zeitschriften zu lesen. Soviel zu ISO 9000.

[Vergleiche C-001.308 in TINA_CF.HTM]

Mangelnde Qualität von Waren ist eine reine Sache der Kalkulation: "Stelle ich alle Waren sauber her, prüfe ich alle Waren - oder stelle ich einfach her und verkaufe?" Wenn die Kosten durch Reklamationen geringer sind als der Aufwand für eine einwandfreie Fertigung und für das sorgfältige Prüfen, dann ist doch klar, daß keine Kontrolle durchgeführt wird. Der Kunde, der ein defektes Teil erhalten hat, wird sich sogar noch freuen, daß er so schnell ein ganz neues Ersatz-Exemplar bekommt. Diese Freude würde höchstens dadurch getrübt, daß auch dieses Exemplar dann nicht funktioniert... Aber, so ein Originalzitat: "Meckerer gibt es immer wieder. Man kann es nicht allen recht machen..."

TINA


A-002.033
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Antwort zu 05-2740-256 * Ergänzung zur Meldung über die Firma, die Faxe und Telefonate nur noch mit 190-er Nummern betreibt: Jene Firma, die offensichtlich hinter der Chose steckt, hat jetzt auch 190-er Nummern. Das läßt nicht nur den Schluß zu, daß die mächtig absahnen wollen, sondern auch, daß wahrscheinlich Kunden ihnen sowohl Telefon- als auch Fax-Anschlüsse stundenlang blockiert haben müssen... (warum wohl?).

Und etwas anderes noch: Wie oft passiert es, daß Ihr irgendwo anruft und statt eines Menschen Stimme plötzlich Musik aus dem Rohr dudelt? Wie lange müßt Ihr da warten: 1 Minute, 2 Minuten, 5 Minuten? Rechnet mal nach: 3,60 DM pro Minute x 5 Minuten...! Das macht "mal so eben" 18 Märker für nix und wieder nix! Wenn Ihr Euch das ersparen wollt und es per FAX versucht, was blüht Euch dann? Geht mal davon aus, daß so eine Verkaufsliste, die Ihr per Fax-Polling holen wollt, ihre 8 bis 10 Seiten hat, was locker 10 Minuten Übertragungszeit kostet. Also seid Ihr ratz-fatz 36 Mark los! Und es gibt keine Garantie, daß Ihr irgendwas von dem Zeug in der Liste brauchen könnt! Was ist, wenn seitenweise irgendwelche exotischen Ersatzteile kommen, die nun absolut niemand brauchen kann - äh, und die guten Sachen kommen (falls überhaupt) ganz am Schluß auf der allerletzten Seite...

Für 36 Mark kann man sich auch schon 'ne gute Pizza leisten oder 'ne flotte CD...

TINA


A-002.034
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Hi, erix! Leider irrst Du Dich in einigen Punkten ganz gewaltig. So ist die Zugriffszeit bei einem IC nicht jene, die man braucht, um die "komplette" (also alle, wie Du meinst) Information lesen zu können. Es ist vielmehr jene Zeit, die verstreicht vom Anlegen der Adress-Pegel an die entsprechenden Pins plus Auslösen der Übernahme der Adress-Pegel in die internen Latches plus interne Laufzeiten usw., bis dann ENDLICH die Information (zB nur ein einziges Bit) am Ausgang erscheint. Es ist also in diesem Punkt bei einem IC genau wie bei der Platte, wo man den Kopf positionieren muß UND abwarten muß, bis der richtige Sektor unter dem Kopf vorbeisaust UND die Elektronik die Daten gelesen und dem Host-seitigen Interface anbietet.

Eine andere Zeit ist bei ICs die Zyklus-Zeit. Die besagt, daß man nach einem Lesen NOCHMALS lesen kann. Bis dahin vergehen durch allerlei Dinge (vielleicht Refresh) doch etliche Nanosekunden.

SIMMs sind nicht Kondensatoren, sondern sind eine Bauform für Speicher. Pfiffige Hersteller haben sich diese Sockel mit ihren vielen Pins zunutze gemacht und andere Assemblies so hergestellt, daß sie in diese in die (durch hohe Stückzahl) preiswerten und sehr funktionstüchtigen SIMM-Sockel gesteckt haben. Es ist nämlich gar nicht so einfach, eine praktische und auch preiswerte Methode zu basteln, um Platinen auf andere aufstecken zu können. Bei SIMMs wird durch die mehrfache Verriegelung zum Beispiel auch dafür gesorgt, daß die Module nicht durch Vibration oder Erschütterung durch Schlag herausspringen können.

Die Kondensatoren, die in den dynamischen RAMs speichern, sind nicht jene, die ich mit Kapazitäten gemeint hatte. Ich bezog mich auf die Kapazität, die am Eingang des ICs ist bzw am Ausgang. In diese Kapazitäten müssen die Treiber Strom schicken (oder herausziehen), um dort den Spannungspegel zu ändern.

Wenn man mehrere ICs (d.h. mehrere SIMM-Module mit dynamischen RAMs) benutzt, dann addieren sich die Kapazitäten der einzelnen ICs sehr wohl! Die "Steuer-ICs" (wie Du sie nennst), gibt es in der von Dir beschriebenen Form nicht. Es handelt sich um Treiber, die einfach die Schleusen auf oder zu machen. Ein "Prüfen" von Spannungswerten gibt es nicht. Geschaltet wird bei der heute üblichen Schaltungslogik flankengesteuert, d.h. zu einem sehr genau definierten Zeitpunkt, der sich durch das Schaltverhalten der ICs ergibt. "Genau definiert" ist also nicht etwas, was der Mensch für alle Zeiten fixiert hat, sondern (salopp ausgedrückt) das jeweilige Exemplar IC "beschließt", die Daten jetzt so und so zu übernehmen. Genau hier machen sich Kapazitäten und Parameterstreuungen extrem bemerkbar. Es geht hier nämlich um einen Schnappschuß, der nur Bruchteile von Nanosekunden betrifft, vielleicht gerade noch mehrere Nanosekunden. (Aber das wäre schon langsam!). Und genau im Moment dieses Schnappschusses müssen an allen Pins die richtigen Pegel liegen!

Ich habe in der EDN Europe [July '96] einen guten Artikel von Jim Lipmann gefunden, der sich mit Störungen beschäftigt, die durch Leitungen entstehen können. Zur Beachtung: Bei den hohen Frequenzen, die bei Computern auftreten, sind die einzelnen Verbindungsstrecken zwischen den ICs nicht irgendwas, sondern müssen nach den Regeln der Leitungstheorie behandelt werden.

PC-Board-Leitungslängen, die zu wahrnehmbaren Störungen der Signal-Integrität führen können:


Logik-Familie  Anstiegs-     minimale 
               /Abfall-Zeit  Länge
----------------------------------------
Standard-TTL   5   nsec      37,36 cm
AS             1,9 nsec      14,2  cm
10k ECL        2,5 nsec      18,7  cm
BiCMOS         0,7 nsec       5,23 cm
100k ECL       0,5 nsec       3,73 cm 
GaAs           0,3 nsec       2,24 cm 

Laut Lipman ist es eine Faustregel, daß - wenn die Anstiegs- oder Abfallzeit eines Signals kürzer ist als das Signal braucht, um in der Leitung zum Ende und wieder zurückzulaufen - es wahrscheinlich Störungen geben wird. Die Laufzeit auf typischen Platinen (hängt auch vom Material ab!) beträgt 0,0669 nsec/cm. (Diese krumme Zahl ergibt sich durch die Umrechnung von Zoll in Millimeter.)

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die Hersteller bei dynamischen RAMs die Probleme in den Griff kriegen konnten. Es gibt nämlich nicht nur ein Überschwingen, sondern auch Unterschwingen. Das kann die ICs sogar zerstören! Also hat man als ersten Schritt Treiber gebaut, die durch einen Widerstand (eklig herzustellen!) eine Anpassung an den Wellenwiderstand der RAM-Anschlüsse bewirkt haben. Die heutigen Treiber müssen so etwas analog tun.

Ein anderes Problem sind die "Glitches", die entstehen, wenn die Ausgangstreiber (jene beiden Transistoren, die als letzte im IC sitzen) eines ICs gleichzeitig leitend sind (das geschieht beim Entlangfahren der Schaltflanke). In diesen Momenten gibt es Einbrüche in der Versorgungsspannung, die andere ICs stark stören können.

So, dabei belasse ich es mal für heute...

TINA


A-002.035
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Antwort zu 05-2740-482 * Daß Leichen Sondermüll sind, ist eine Meldung der Ärzte, Oscar Oldie. Daß Du die Friedhöfe als "Deponien" bezeichnest, finde ich lustig. Wahrscheinlich wirst Du aber einen Sturm der Entrüstung bei allen Religionsfanatikern ernten...

Daß die Leichen aber auch im echten Sinn Sondermüll sind, ist ein sehr ernstes Problem. Früher hat man die Erde vom Friedhof immer an die Gärtnereien usw. verkauft (gut gedüngt...), die war sehr beliebt. Mit dem Quecksilber darin geht das aber nicht!!! All jene, die sich irgendwo "Blumenerde" kaufen, sollten verdammt wachsam sein, wo das Zeug wirklich herkommt.

TINA


A-002.036
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Da es bei Laptops und Notebooks bei den Akkus anscheinend ernste Probleme mit dem Laden zu geben scheint: Wenn der Akku nicht mehr so richtig aufgeladen werden kann, d.h. der Rechner mit einem gerade "voll" aufgeladenen Akku nach sehr kurzer Zeit in die Knie geht, dann ist daran möglicherweise der Memory-Effekt schuld. Mit etwas Glück kann man den Akku aber wieder hochpäppeln. Dazu muß man ihn aufladen und anschließend mit dem Nennstrom entladen. Der Nennstrom sollte im Handbuch des Rechners stehen. Zum Endladen kann man sich eine Glühbirne mit Fassung nehmen und 2 Drähte anlöten. Die beiden Drähte klemmt man an den Akku. Die maximale Spannung der Glühbirne beachten! Spätestens dann, wenn die Birne nicht mehr leuchtet, muß man SOFORT das Entladen beenden, weil Akkus durch das zu tiefe Entladen zerstört werden können. Dann den Akku ganz normal wieder laden mit dem Ladegerät (des Rechners), bitte sauber! Also auf keinen Fall überladen, das ist angeblich noch schlimmer als Tiefentladung. Diese Prozedur muß man wiederholen, möglicherweise 10 mal oder öfter. Danach hat man die Kapazität eines neuen Akkus zwar nicht erreicht, aber mehr als die Hälfte könnte es wohl schon sein. Weitergehende Zahlen sind natürlich besser, aber ich will nicht zuviel Hoffnung machen. Den Trick mit der Glübhirne kenne ich von einem Reparaturbetrieb für Rasenmäher. Dort hat der Mann aber keine Glühbirne genommen, sondern einen 12-Volt-Lüfter, was ihm im Sommer natürlich mehr bringt.

TINA


A-002.037
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Antwort zu 05-8050-08 * Die Sache mit dem ZX-81-Emulator ist recht einfach, Kahlbutz: Der Programmierer hat einen Z80-Emulator geschrieben (oder wesentliche Teil woanders abgeschrieben, aber das betrachte ich hier nicht). Der Knackpunkt ist das Betriebssystem des ZX 81. Um den ZX 81 nachzumimen, ackert einfach der Z80-Emulator das Betriebssystem des ZX 81 ab, das als Binarcode in den "ZX-81-Emulator" übernommen wurde. Lediglich die Behandlung von I/O-Vorgängen wird abgefangen und auf dem PC-Bildschirm dargestellt. Anstelle des Tapes kann man möglicherweise auf die Diskette schreiben. Soweit die Technik. Weil bei der beschriebenen Methode das ZX-81-ROM also ein Teil des Emulators ist, wird fremdes Eigentum verwendet. Darum der durchaus richtige Hinweis auf die Urheberschaft und die Notwendigkeit, legaler Besitzer eines ZX 81, bzw mindestens eines originalen ROMs zu sein.

Wer den Emulator benutzen möchte und sich dabei absolut korrekt verhalten möchte, der kann sich einen defekten ZX 81 (mit ROM!) besorgen bzw lediglich dieses BASIC-ROM. Es reicht, wenn das IC vorhanden ist. Funktionstüchtig muß es natürlich nicht sein. Bei den IBM-PCs und deren Clones ist das analog gelaufen: Einfach eine originale Platine besorgen, die sonst als defekt weggeworfen worden wäre (oder wurde) - schon ist man im Besitz einer gültigen Lizenz...

TINA


A-002.038
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Die SPD ist zwar gegen eine Zensur im Internet, will aber, "daß der Rechtsstaat auch im Cyberspace Gültigkeit hat" [sinngemäßes Zitat aus der CZ]. Bleibt die Frage, wessen Recht in welchem Land dann Gültigkeit hat! Die DDR-Bonzen, die jetzt verurteilt werden, werden heute (!) nach DDR-Recht verurteilt. Und dieses "Recht" war schon was besonderes. Wie wäre es mit einer Rechtsprechung nach den Lehren und Lexen des lieben Herrn Ghaddafi?

Weckt jemand mal bitte die SPD auf und erklärt ihr, daß das Internet ein globales Ding ist...

TINA


A-002.039
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Die Möbel-Bauer gehen jetzt auch ins Internet. Na gut, das tun andere Leute auch. Erstaunlich aber einer der Gründe: Man will damit die Zahl der Reklamationen senken. Die liegt zur Zeit bei 30 Prozent. Da drängt sich die Frage auf, ob das nicht die gleichen Leute sind, die auch die Computer bauen... Die Ähnlichkeit ist zu verdächtig.

TINA


A-002.040
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Daß Monitore magnetische und elektrostatische Felder abstrahlen, ist bekannt. Daß man gegen die Abstrahlungen Abschirmungen baut, ist bekannt. Neu dagegen ist ein Filter... ach, das muß ich wörtlich zitieren, weil es gar zu komisch ist: "...Monitorabschirmungen blocken unsichtbare Störfelder ab und garantieren ein ruhiges Bild ohne Farbschatten, Bildschirmflimmern oder -flackern...."

Geschützt wird also gegen Einstrahlungen. Simpel, bekanntes Phänomen. Wenn es aber "unsichtbare" Störfelder gibt, dann hätte ich doch gerne die sichtbaren gesehen...!

TINA


A-002.041
written ..........: 20.10.96
last time revised : 20.01.97
Mal was nicht elektrisches: Es gibt eine Tinte, die "sich bei feuchter Wärmeeinwirkung von mindestens 115 Grad C bei einer Mindestdauer von 20 Minuten verfärbt... Mit ihrer Verwendung wird der Beweis für eine Mindesttemperatur und eine Mindestprozeßzeit erbracht (zB Beim Abfüllen von Konserven). Die Tinte ist hitzebeständig bis 400 Grad C."

Temperaturabhängige Farben gibt es schon lange, solche, die siche je nach Temperatur ändern und solche, die bei einer "Kipptemperatur" in eine andere Farbe umschlagen, welche sie dann behalten. Und dann gibt es noch die, welche sich im Farbton ändern und den der höchsten erreichten Temperatur behalten. Diese Farben werden benutzt, um die Temperatur auf Halbleitern oder anderen Bauteilen beobachten zu können, vor allem auch wegen Garantie- oder Service-Leistungen. Die Farben werden entweder mit einem Stift aufgetragen oder sind in einem Aufkleber enthalten.

Eine "Tinte" scheint mir etwas neues zu sein. Wenn es diese eine gibt mit dem Umschlag bei T größer 115 Grad C UND Zeit größer 20 min, dann wird es wohl auch andere geben (wenn nicht jetzt, dann demnächst) für andere Zeiten und andere Temperaturen. Ich denke vor allem daran, daß man sie in Computer-Druckern einsetzen könnte (wenns's denn gar nicht anders geht, dann notfalls per Tampon-Druck). Damit könnte man ICs bedrucken oder auch Medikamente. Viele Medikamente haben eine maximale Lagertemperatur, die nicht überschritten werden darf. Analoges gilt ganz besonders für Lebensmittel. Also ein unglaublich großer und wichtiger Markt.

TINA


A-002.042
written ..........: 18.10.96
last time revised : 20.01.97
In Zukunft soll man nach einer Meldung der "Computer-BILD" mit einer Satelliten-Anbindung ins Internet kommen, genauer: Die Meldungen zum Internet gehen per Telefon-Leitung, die Antworten kommen via Satellit, mit 400 kByte/sec. Anbieter soll sein:
Hughes Olivetti Telekom GmbH
Otto-Straße 9
64347 Griesheim
Tel: 06155-8440

"PC Online! hatte schon 3 Monate früher darüber berichtet und kommt auf 400 kBit/sec. Na gut, ist bloß der Faktor 8 dazwischen... (?, der kommt mir doch so merkwürdig bekannt vor...)

Die Satellitengeschichte wird teuer: 2500 DM für Schüssel plus spezieller Receiver. Dazu kommt aber noch eine mengenmäßige Abrechnung, die im Monat bei 30 MByte 35 DM Gebühr ausmachen soll.

Im Gegensatz zu Channel Videodat, wo für alle Empfänger das gleiche Datenmaterial gesendet wurde, bekommt hier jeder das gesendet, was er haben will, dh, was er vorher dem Server als Wunsch gemeldet hatte. Nehme ich die 64kBit/sec über ISDN, so sind die 400 kBit etwa 5x so schnell. Wer billig fahren will, ist also mit ISDN auf jeden Fall besser aufgehoben. Vor allem, weil bei der Satelliten-Lösung der Telefonanschluß nicht wegfällt sondern weiterhin benutzt werden muß. Es geht hier also nicht um Geldersparnis, sondern um die hohe Datenrate. Also wird selbst bei Firmen nur eine sehr kleine Gruppe von Internettern mit dieser Geschichte etwas anfangen können. Schade!

In Le Mans hat man eine viel preiswertere, dafür aber auch viel schnellere Internetlösung hochgezogen: Datenübertragung mit 10 MB pro Sekunde hin, und Rückkanal mit 760 kB. Kosten für Privatanwender: 90 DM Anschlußgebühr, monatliche Pauschale von 60 DM. Gewerbliche Kunden zahlen angeblich rund 60 Prozent mehr. Die Technik ist ausgereift: Kabelmodems und Kabelrouter von Motorola, basierend auf dem TV-Breitbandkabel.

TINA


A-002.043
written ..........: 17.11.96
last time revised : 20.01.97
Raubkopien: Gibt es auch bei Hardware! Wie in CP 17/96 gemeldet wird, sind bei einer Razzia bei

Hornet Technology U.S.A. Corp.,
Nitro Link Corp.,
Area Electronics Systems Inc.
Priority Micro Inc.

Beweise dafür gefunden worden, daß diese Firmen Raubkopien von Adaptec-Karten herstellt oder vertrieben haben. Betroffen sind:
AHA 2940
AHA-3940
sowie die Kits mit diesen Karten

Betroffene Händler sollen sich bei Adaptec melden (Münchener Telefonnummer: 089-456060), damit geprüft werden kann, ob sie Originale oder Raubkopien bekommen haben.

TINA


A-002.044
written ..........: 7.11.96
last time revised : 20.01.97
DVD-Controller in nur einem einzigen IC

Der Krieg um die Video-Discs war heftig und lang. Entschieden wurde er von den Anwendern - nicht den Endusern! - in den Branchen Film und Musik, von Größtkonzernen mit Milliarden-Umsätzen. Entschieden, bevor auch nur ein einziges Gerät vom Band gelaufen war.

Was GENAU haben die Medien-Zare entschieden? Wo sind die Details? Die Medien-Konzerne geben keine Antwort, aber zum Glück kann man bei den Chip-Herstellern Unterlagen bekommen, so von LSI Logic.

LSI Logic ist bereits im Medien-Geschäft beteiligt mit Chips für die Sony Playstation und für die Sateliten-Set-top-Box von Echostar. Dataquest erwartet nach einer Meldung von "What's new... 11/96" bis zum Jahr 2000 mehr als 33 Millionen Video-Disc-Player - ein Anreiz für LSI Logic, dafür den Controller zu entwickeln.

Das Ding ist jetzt fertig geworden: ein einziger Chip! Er umfaßt 9 verschiedene Cores, 45 Speicherbereiche - mit über 2 Mio Transistoren ein halber Pentium.

Was, wenn diese Leute Prozessoren bauen würden?

TINA


A-002.045
written ..........: 05.11.96
last time revised : 20.01.97
Recycling, 100%!

Gerade rechtzeitig zur Weihnachtszeit gibt es jetzt einen neuen Bausatz: "Der selbstgemachte Tannenbaum". Zugegeben, keine Tanne, sondern nur eine Fichte. Macht nichts: Grün bleibt grün! Wie es sich für Do-it-to-yourself gehört, ist der Baum nicht fertig, sondern muß erst aus Samen gezogen werden. Der Bausatz enthält also "Töpfchen, Torftablette, Fichtensamen und Pflanzanleitung".

Der Ergänzungsbaukasten setzt das erfolgreiche Gelingen mit mindestens einem Grundbausatz voraus. Er enthält Nägel, Säge und die Anleitung "Wie baue ich (m)einen Sarg".

TINA


A-002.046
written ..........: 05.11.96
last time revised : 20.01.97
Peinlich,

was Shell widerfahren ist mit der Bohrinsel: Kritik, aber heftig! Wie jetzt zu lesen ist, tut Shell aber auch etwas: die Kritiker verklagen. "ABGANG!", eine Kölner Firma, hat das zu spüren bekommen, darf ein T-Shirt mit dem Aufdruck "hell" nicht mehr verkaufen, auch keine Werbung dafür machen. Auf diesem T-Shirt ist ein stilisierter Totenschädel, rot auf gelbem Grund, dessen Umrisse irgendwie entfernt an eine Muschel erinnern... darunter - "hell".

Wie gesagt: Is' nich' mehr! Rein aus Zufall habe ich aber gerade vor einigen Tagen ein Selbstbauset für T-Shirts entdeckt. Enthalten sind: Software zum Spiegelverdrehen von Bildern (zum Beispiel gescannten), 2 Folien, die man mit einem Tintenstrahldrucker oder Nadeldrucker schwarz/weiß oder farbig bedrucken kann, 1 T-Shirt Größe XL. Was noch fehlt, ist die Vorlage. Auch kein Problem! Die gibt's auf Seite 13 des "Münchener", eines Münchener Stadtmagazins, zu kaufen in jedem guten Kiosk.

TINA


A-002.047
written ..........: 05.11.96
last time revised : 20.01.97
Auch nicht schlecht: Eine Mailbox, wo man Programme herunterladen kann, sogar 14.000 Stück. Hat nur einen Haken: Das Zeug ist Shareware. Warum das so ein großer Haken ist? Weil der Zugang über eine 190-er Nummer 1,20 DM pro Minute kostet!

Nehmen wir einen Datenrate von (unterm Strich, also real) 14.400 Bit/sec, (1800 Byte/sec), bekommt man um die 100 kByte/min über die Leitung. Ein Programm mit 1 MB, keine Seltenheit, kostet damit 12 Mark! Für dieses Geld hat man das Programm aber nicht gekauft, sondern es bloß in den Rechner geladen, wo es nur 21 oder 30 Tage lang funktioniert. Spitze!

TINA


A-002.048
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Nachdem National Semiconductor ein höchst interessantes IC herausgebracht hat, gibt es inzwischen auch Zahlen zum Umfeld: Das IC ist der LM 78 und dient dazu, in einem Gerät Lüfter zu überwachen, ferner Temperaturen, mechanischen Einbruch in das Gehäuse. Es überwacht ferner die Versorgungsspannungen und ist ein Watch-Dog. Geraten Parameter außerhalb der festgelegten Werte, schlägt es Alarm. Zur Zeit wird über den PC-Markt als Zielgruppe gesprochen und geschrieben: Es heißt, daß die PCs sehr hohe Wartungskosten hätten, ca 8000 US $ pro Jahr (laut Cheryl Aljuni, 4.11.96), wovon rund die Hälfte auf Verwaltung entfiele.

Das ist aber nur ein sehr kleiner Teil des tatsächlich vorhandenen Marktes, auch wenn NS sagt, daß man anpeile, "eines Tages" über das Internet bei PCs eine Diagnose und Reparatur durchführen zu können. Interessanter sind vielmehr die Milliarden kleiner Subsysteme, die überall eingesetzt werden für Steuerungen oder was auch immer. Für die ist bisher schon eine Überwachung möglich gewesen, aber nur proprietäre Lösungen - und mit hohem Materialaufwand. Der LM 78 kostet zur Zeit nur 5,50 US $ bei 1000 Stück und hat als nur ein einziges IC eine wesentlich kleinere Platinenfläche als die anderen, diskreten Lösungen. Besonders wichtig auch die Eigenschaft, daß der LM 78 beim Hochfahren eines Systems sehr schnell ist und daher die anderen Komponenten überwachen kann, während DIESE hochfahren! Eine Überwachung im laufenden Betrieb ist einfach, die Überwachung im Anfahren jedoch ist ein Meilenstein.

Es folgt zwangsläufig, daß Einheiten wie zB Motore usw. in Zukunft mit Schnittstellen versehen werden, um die notwendigen Signale nach außen liefern zu können.

Und es läßt sich noch ein Schritt vorhersagen: Die Integration des LM-78-Core in die embedded-Designs für Maschinensteuerungen jeglicher Art. Schließlich hängt ein großer Teil der heutigen Steuerungen an Bus-Systemen - und genau dort ist der LM 78 der geniale Baustein. Aber selbst dann, wenn es diese Busse noch nicht gibt: Man wird sie entwickeln! Dann wird es zum Beispiel in einem Computer nicht nur einen Daten-Bus, einen Adreß-Bus geben, sondern auch einen Überwachungs-Bus, in dem die einzelnen Überwachungsbausteine agieren, den Speicher, jede Platte, jedes einzelne Subsystem kontrollierend.

TINA


A-002.049
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
"PC-Intern" schreibt in Heft 10/96 auf Seite 16 über die neue Grafikkarte von Microsoft. Angeblich soll das Ding der absolute Superknüller werden, denn "Nach internen Angaben eines Grafikkartenherstellers müssen nämlich sämtliche Hersteller, die die DirectX- bzw Dirext3D-Spezifikation erhalten möchten, Microsoft ihren Sourcecode der Grafikkarte überlassen - und aus diesem Pool von Daten die besten Eigenschaften herauszufischen, sollte wohl nicht schwer fallen..."

Insider-Wisen war schon immer etwas Besonderes. Schlag' nach bei Ichbiah, da steht was drin...!

TINA


A-002.050
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Calluna baut 1,8"-Festplatten, die zum Beispiel in den PCMCIA-Typ-III-Karten eingesetzt werden. Die Kapazität ist bisher gering: 130 MB und neuerdings 260 MB. Jetzt gibt es Muster mit 510 MB. Da wird die Sache interessant, besonders aber, wenn die Meldung stimmt, wonach an 1,8"-Laufwerken gearbeitet wird, die 1,2 GigaByte schaffen sollen. Wichtig zu wissen: Während andere Hersteller durch Umstellen auf magneto-resistive Köpfe noch Spielraum haben, auch durch PRML-Technik - Calluna nicht, denn Calluna benutzt bereits beides! Daher auch die hohen Werte für die jetzigen Platten. Andere mußten schon vorher die Segel streichen, so wie HP bei den 1,3"-Platten, die den Solid-State-Disks zum Opfer fielen.

TINA


A-002.051
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Texas Instruments macht Feuer: Für die Seagate ST 52520A mit 3,5 Gigabyte hat TI ein Controller-IC gebaut, das alleine (!) die gesamte Platte steuert, also nur noch ein einziges IC für alle Funktionen! Es enthält einen cDSP (customizable DSP) Kern. Vorteile des neuen ICs: weniger ICs, kleinere Platinenfläche, geringerer Stromverbrauch und so weiter. Der Clou jedoch liegt in einer nur am Rande erwähnten Eigenschaft: Dieser Controller speichert spezifische Daten einer Platte in einem Flash-EPROM, kann nicht nur für einen einzigen Plattentyp verwendet werden, sondern bei der Herstellung werden für einen neuen Plattentyp lediglich dessen Parameter eingegeben. Damit benötigt Seagate nur noch eine einzige Platine, reduziert Entwicklungs-, Produktions- und Lagerkosten.

TINA


A-002.052
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Ein Infrarot-Laser hat 2 wesentliche Eigenschaften: Erstens strahlt er Energie ab, zweitens sieht man dies nicht. Wenn man mit einem solchen Laser in einen vollkommen durchsichtigen Glasblock strahlt, dann werden entlang des Strahls die Atome des Glases angeregt, einschließlich der von Unreinheiten. Macht man dies mit 2 Lasern mit nur geringfügig von einander abweichender Wellenlänge und trifft dabei kurz hintereinander die gleiche Stelle, so wird dort bei Atomen von bestimmten seltenen Erden die Aussendung von Photonen bewirkt, also Licht. Mit einer geeigneten Steuerung kann man damit aus einem ganz gezielt mit seltenen Erden dotierten Glasblock ein 3-dimensionales, leuchtendes Display herstellen - bei 10" für ca 80.000 US Dollar. Eine "post graduate" - also nach erfolgreichem Studium weiter an der Universität - arbeitende Diplomandin hat die Entwicklung gemacht: Elizabeth Downing.

TINA


A-002.053
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Welche Welten zwischen einzelnen Prozessoren liegen, zeigen folgende Werte der neuesten Entwicklungen:

Der X704, ein Power-PC-Super-Clone von Exponential Technology düst mit dem erzeitigen Rekordtakt von 533 MHz - verbrät dabei rund 75-85 Watt. Dagegen verbraucht der Super-H Nummer 4, also der SH-4 von Hitachi bei 200 MHz lediglich 1,8 Watt, was man bei einem Redesign auf 0,25-My-Strukturen 1998 auf 100 Milliwatt bei 100 MHz senken will.

Das wird die Kühler-Industrie gar nicht gerne sehen...

TINA


A-002.054
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Die Auswirkungen der Versionitis gravis bei Software-Abhängigen:

Lee Goldberg über den Liefertermin seiner Tochter, eines "Produkts mit eingeschränktem Produktlebenszyklus".

TINA


A-002.055
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
ENDLICH mal eine gute Idee, was man mit den teuren Quix-Kästen machen kann: Laut ADAC Motorwelt 7/96, p24 wird bei einigen Kfz-Werkstätten dem Kunden ein Quix-Empfänger mitgegeben, wenn er sein Auto in der Werkstatt läßt. Dann kann die Werkstatt sich jederzeit melden, wenn der Wagen fertig ist oder falls es Probleme gibt.

TINA


A-002.056
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Die Übertragungsstrecken mit LEDs hatten immer ein großes Handicap, ihre niedrige Datenrate. TEMIC (also das, was aus AEG Telefunken Halbleitergruppe übrig blieb und mit Siliconix, Matra MHS und Dialog Semiconductor bei Daimler Benz unter dem gemeinsamen Namen TEMIC verwaltet wird), TEMIC also hat ein Hybrid-Modul von weniger als 13x6x6 mm für eine IRDA-Übertragungsstrecke mit 4 Megabit/Sec, einsatzbereit zB in Notebooks zur Kommunikation von Notebooks miteinander oder mit den Desktop-Systemen: TEMIC TFDS 6000 arbeitet über den normalen Bereich von 115 kbit/sec bis 4 Mbit/sec, auch bei hellem Sonnenlicht und Bürobeleuchtung.

TINA


A-002.057
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Für die Geruchssensoren, mit denen man zum Beispiel Erdbeeren kontrollieren kann, gibt es neue Anwendungen:

So funktionieren die Sensoren: Die betreffenden Polymere verhalten sich wie Halbleiter. Sie ändern ihren Widerstand dann, wenn durch das Auftreffen von Fremdmolekülen auf die Oberfläche elektrostatische Vorgänge ausgelöst werden. Je nach Material des Polymers (und vermutlich auch bestimmter Voraussetzungen durch die Geometrie) reagieren die Sensoren jeweils anders. Mit einem Sensor allein wird man also nicht weit kommen, sondern man muß vielmehr mit einer Gruppe verschiedener Sensoren bestimmte Muster ermitteln, die sich reproduzierbar bei bestimmten Gerüchen ermitteln lassen. Geruchssensoren sind also untrennbar mit einer guten Auswertelogik verbunden, neuronale Netzen oder anderem.

Die Herstellerfirma Neotronics ist jetzt auch im Internet vertreten: http://www.neotronics.com

TINA


A-002.058
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Altia Design hat ein Plug-in für Netsacpe 2.02 und neuere entwickelt, mit dem man Benutzeroberflächen im Internet testen kann.

http://www.altia.com

Klingt harmlos, ist es aber nicht! Erstens hat die Sache ihren Preis: Altia verlangt 5900 US-Dollar für die Software, mit der man die Oberfläche entwickeln kann, für die PC-Version. Unixer zahlen 9900 US-Dollar.

Aber das sind wirklich ganz kleine Fische! Der entscheidende Faktor wird sein, daß in Zukunft Demos wesentlich stärker an die Server der Firmen gekoppelt sein werden. Das spart eine Menge Entwicklungszeit. Außerdem ist nach jeder Korrektur immer sofort das neueste Release der Programme zum Testen verfügbar. Es müssen auch keinerlei Datenträger mehr verschickt werden. Letzteres wäre durch das Internet sowieso schon gegeben. Jetzt aber muß man nicht einmal mehr ein Exemplar eines Programms aus der Hand geben, weil die Demo nur von Server aus aktiv ist.

Ich vermute, daß der Ansatz von Altia genau so funktioniert wie auch die Programme zur Fernwartung, zB Co-Session, bei denen das eigentliche Programm auf einem Rechner läuft, dessen I/O aber umgelenkt wird auf einen entfernten Rechner. Die Daten werden nicht unbedingt immer in vollem Umfang über die Datenleitung geschickt, sondern oft nur gewisse Befehle, die dann beim Empfänger umgesetzt werden. Beim Empfänger geht das Umsetzen schneller, man spart also Übertragungszeit.

Was bei Programmen wie Co-Session begonnen wurde, hier anscheinend fortgeführt wird, wird enden mit der Bedienung eines entfernten Rechners, indem man daheim an einem PC sitzt und auf einem entfernten Rechner via Internetanschluß Diagnosen usw. durchführt. Das ist genau das, was die Support-Firmen dringend brauchen, umd Benutzer-Service zu bieten zu können. Sobald dies in brauchbarem Rahmen machbar ist, wird SOFORT eine Landflucht einsetzen: Die Support-Firmen werden Büros im Ausland aufmachen, wo man jemanden für weniger als 500 DM Gehalt pro Monat anheuern kann (zB Indien). Zwar wird dann nicht alles von Indien aus gemacht werden, aber eben ein ganz entscheidender Teil.

Das hat Folgen...!

TINA


A-002.059
written ..........: 16.11.96
last time revised : 20.01.97
Der Personal-Identity-Clip am Schuh:

Neu? Nein, gab's schon während der Olympiade 1996. Aber nicht, um die Schuhe vor Diebstahl zu schützen, sondern um die Zeiten der Marathon-Läufer zu ermitteln: am Start, dann alle 5000m und am Ziel waren Meßstationen, die die Werte der Transponder aufnahmen und sie sofort dem kontrollierenden Rechner weitergaben, von wo sie zu Anzeigetafeln weitergereicht wurden.

TINA


A-002.060
written ..........: 10.10.96
last time revised : 20.01.97
Meine Nachbarin hat mir eine Zeitschrift mitgebracht, von Microsoft, die "Microsoft Advantage" heißt. (Eine der Spätfolgen der Tennis-Sucht?)

Dort ist in Heft "Juni/Juli/August 1996" zu lesen [p9]:

Übt sich die Stiftung Warentest neuerdings in Satire? Man sollte den Dieter Hildebrandt warnen. Konkurrenz!

A-002.061
written ..........: 10.10.96
last time revised : 20.01.97
Microsoft gibt eine Zeitschrift heraus: "Microsoft Advantage". Diese Zeitschrift, von Microsoft "Magazin" genannt, ist nicht irgendeine, sondern eine Mitgliederzeitung - eines Clubs - des Microsoft Advantage Clubs. Dat is enne janz exclusive Sache. Nee, nee - ich übertreibe nicht, denn (sagt Microsoft wörtlich!) da gibt es:

Wirklich! Ganz exclusiv! Aber (ganz unter uns): Für 100 Mark könn' Se auch rein. Eyh, Mann! ICH will die 100 Lappen doch nich'! Microsoft will die. 100 Mark, dat ist der Jahresbeitrag.

Janz exclusiv...

TINA


A-002.062
written ..........: 14.10.96
last time revised : 20.01.97
Nun hat mich doch tatsächlich jemand gefragt, was man davon hat, wenn man in den Microsoft Advantage Club geht. Ich geb's ehrlich zu: Habe ich auch nicht gewußt. Also haben wir in die Unterlagen geguckt - und da steht es tatsächlich drin: Wenn man Mitglied ist, dann kann man Sachen billiger kaufen. Für schlaffe 349 DM kriegt man ein Bundle aus

Hey! Auf der Sampler-CD gibt es sogar eine "Kurzversion von Fury und weiteren 8 tollen Spielen des Entertainment Packs von Microsoft".

Und dafür 349 DM.

Erinnert mich daran, daß Microsoft massive Schwierigkeiten mit Spielen hatte und das Zeug nicht verkauft bekam. Da mußte man kräftig die Preise runterlassen. Ist noch gar nicht so lange her. Bei vielen guten Spielen gibt es die ersten Level als Shareware - gratis, umsonst, kostenlos.

Schauen wir uns die Sache mal genauer an: Beide Programme laufen nur auf Windows 95. Das heißt, daß man erst mal Windows 95 kaufen und installieren muß. Für das "Update Word" muß man außerdem schon ein Word haben. Oder auch das noch kaufen.

Rechne ich nach guter Kaufmannsart die Jahresgebühr für den Club dazu, dann sind 449,- DM vom Konto verschwunden...

Also hat meine Nachbarin in die Zeitung geguckt: Da gibt es ab 50 Mark Star-Office 3.1 auf CD. Für einen Aufpreis von nur 100 DM gibt es bei Vobis (und anderen) 3 Programmpakete zum Rechner dazu. Macht 33 DM pro Paket. Endverkaufspreis, wohlgemerkt! Ganz legal, ganz offiziell. Wenn man das für 50 Mark verkaufen kann, hat man 17 Mark gutgemacht beim Rechnerkauf. Die meisten Angebote liegen darüber - also mehr Geld für den cleveren Käufer des Rechners.

Für die 50 Mark hat meine Nachbarin jetzt Star Office 3.1. Das ist eine Vollversion - also nichts mit Update und so. Und es sind auf dieser CD:

Rechnen muß man können. Ganz exclusiv.

TINA


A-002.063
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Laut Computerzeitung vom 31.10.96 macht Novell einen Vorstoß bei Druckern: Die sollen jetzt auch im Internet drucken können, wenn man ihnen Daten schickt. Genauer: Man schickt an irgendjemanden Daten - und der dortige Drucker führt den Druckbefehl ganz brav aus. Die Drucker-Industrie arbeitet bereits eifrig mit an der Sache.

Was steckt dahinter? Zum einen eine ganz einfache Überlegung: Wenn es zu einer Verschmelzung von Techniken des Internet und der bisherigen Inhouse-Netze kommt, dann ist das Ergebnis die gleiche Technik, sowohl bei Intranet als auch Internet. Das betrifft auch die Drucker. Wenn also bisher die Drucker hausintern genutzt werden konnten, dann wird man das in Zukunft auch Internet-weit machen können. Der Marktführer bei Inhouse-Netzen muß sich also etwas einfallen lassen, wenn er sich nicht von den Internettern vom Markt drängen lassen will.

Zur Beachtung: Das ist alles anderes als eine triviale Angelegenheit, denn der Drucker bekommt direkt von einem anderen Computer seine Befehle! Es ist auch das erste Mal, daß Statusmeldungen (als Standard, wohlgemerkt!) eines (Peripherie)geräts über das Internet an einen anderen Computer gegeben werden.

Soweit die rein betriebswirtschaftliche Seite. Es gibt aber auch einen ganz anderen Aspekt: Wenn die Drucker tatsächlich über das Internet steuerbar sind, dann sind sie die ersten Geräte, die - an einem Punkt der Erde stehend - man von einem beliebigen anderen Punkt der Erde aus steuern kann! Ich verwette meinen Strohhut, daß - sobald es auch nur annähernd erkennbar sein wird, worum es eigentlich geht - sofort damit begonnen werden wird, andere Geräte nach genau der gleichen Methode zu steuern. Bei Druckern braucht man eine entsprechende Umsetzung der Steuerbefehle für Drucker. Hatte es bisher schon viele Geräte gegeben, die man an die parallele Druckerschnittstelle anschließen konnte (weil es sehr praktisch war, diese schon vorhandene Schnittstelle dafür zu mißbrauchen), so wird es genau das Gleiche also über das Internet geben: Meßgeräte, Plotter, Eprom-Brenner, Scanner, Kameras - und was alles sonst noch.

Damit wird etwas anderes noch viel schneller kommen, was ich an anderer Stelle ankündige...

TINA


A-002.064
written ..........: 15.01.96
last time revised : 20.01.97
Wenn, wie sich aus den Arbeiten von Novell zum Drucken im Internet (siehe CZ 31.10.96) folgern läßt, es prinzipiell Geräte geben wird, die prinzipiell für den Anschluß im Internet steuerbar gemacht werden, dann hat das Konsequenzen - Konsequenzen so unglaublicher Tragweite, daß man darüber Bücher schreiben müßte, und dennoch nur einen Bruchteil erfassen könnte.

Eine Konsequenz wird zum Beispiel sein, daß die alle Geräte, die bisher über einen Telefonanschluß verfügten, standardisiert werden können. Bisher war es auch kleinen Firmen möglich, mit guten Ideen Geld zu verdienen, in einem Nischenmarkt oder sogar in einem weltweiten Markt mit viel Konkurrenz. Als Beispiel fällt mir die Ferndiagnose von Fahrstühlen ein. Da gibt es neben vielen anderen auch eine kleine Firma in München, die hier Pionierarbeit geleistet hat, aber (wie die anderen Firmen auch) mit einer proprietären Lösung. Das wird sich ändern (müssen): Die Maschinen werden einen Standard-Anschluß erhalten, im einfachsten Fall eine Druckerschnittstelle. Der PC dazu wird im einfachsten Fall ein Single-boarder sein, zwar noch kein "PC-on-a-chip", aber bald auch das...

Damit ist der Markt offen für den totalen Krieg, das Wegputzen der Konkurrenz vom Marktplatz Erde.

Bill Gates hatte es mit seinem SIPC versucht, angeblich gibt es inzwischen sogar einen. Aber das ist kalter Kaffee. Die Idee von Novell ist viel einfacher, viel praktischer - und SIE wird sich durchsetzen!

Warum? Nun, erstens, weil man zu ihrer Umsetzung keine neuen Computer braucht, weder einen SIPC noch eine Embedded-Version davon. Es reicht der bisherige Maschinenpark vollkommen aus. Im Gegensatz zu Gates' Idee muß man eben nicht erst all die Computer kaufen, sondern kann schon vorhandenes Material benutzen. Im Gegensatz zu Gates' Idee braucht man auch nicht das ganze Windows-Gedöns und die vielen unnmützen Megabytes RAM und teure Prozessoren. Es reicht, wenn der Computer eine Telefonleitung bedienen kann und die Daten an seine Peripherie weiterreicht. Z80 und andere (heute nicht mehr mit 40 pins, sondern als Core-Lösung irgendwo mit-integriert) reichen vollkommen, sparen Energie, Platz und Geld - und bieten die Zuverlässigkeit, die jede größere Lösung eben PRINZIPIELL (wegen ihrer zu großen Bauteilezahl!) nicht bieten kann.

Das ist der zweite Punkt: Je simpler, je kleiner, je weniger Teile, desto weniger Energieverbrauch, desto langlebiger und vor allem zuverlässiger wird die Sache - und genau darum geht es in der Steuerungsindustrie. Ein SIPC ist da ein krasser Widerspruch. Wenn auch die Hardware notfalls durchhalten könnte - der Energieverbrauch, und erst die Software ...!

Der erste Grundpfeiler für die Änderungen ist also die Standardisierung - ran an die Telefonleitung. Der zweite ist die tatsächliche Nutzung der Telefonleitungen.

Das heißt: Heute hat man die Leitung zwar, aber man nutzt sie nicht - oder nur in geringem Ausmaß. Ein Beispiel für etwas, das sich hier grundlegend ändern wird, sind die bereits vorhandenen Telefone: Mit nur geringem Mehraufwand lassen sich daraus intelligente Geräte machen. Die Telekom (und andere Tele-Kommunikations-Anbieter) können durch einen angeschlossenen Computer weitere Dienste und Funktionen ermöglichen. Praktisches Beispiel: Außen am Telefon ist der Stecker für den Anschluß des Druckers (oder jedes anderen Geräts mit passendem Anschluß). Man bringt also sein eigenes Gerät mit, schließt es an - und fertig!

Ein Beispiel, wie die Industrie vereinfacht: Bisher gab es zu jedem akkubetriebenen Gerät einen Akku, der nur zu diesem Gerät paßte. Neues Gerät - neuer Akku! Inzwischen gibt es jedoch einen Hersteller, der alle seine Geräte mit dem gleichen Akku ausstattet - und auch in seiner Werbung genau dies als elementaren Vorteil herausstellt. Die Vorteile für den Käufer liegen auf der Hand:

Handies als Telefonanschluß sind der dritte Grundpfeiler: Bisher konnte höchstens ein FAX angeschlossen werden - und auch das nur nach langer Denkzeit seitens der Industrie. Kommen wird die Anschlußmöglichkeit eines Internet-PC an ein Handy.

Das wiederum löst eine Explosion von Folgen aus, denn man kann entweder

Für den Fall a) ist nach meinem Wissen eine brauchbare elektrische Schnittstelle für die seriellen Ton- oder Digital-Signale (die über den Ton-Kanal übertragen werden) noch nicht verfügbar.

Bei c) wird das "Handy pur" Steuerleitungen bekommen. Weder Display noch Tastatur sind notwendig, entfallen, desgleichen die Stromversorgung, denn die wird von dem Gerät übernommen, das via Handy den Telefonanschluß erhält. Guter Einsatzfall sind Wetterstationen oder andere Meßwert-Erfassungen "in freier Wildbahn", wo eine Verkabelung sowohl teuer als in den meisten Fällen auch technisch oder politisch nicht durchführbar wäre. Übrig bliebe also eine kleine Schachtel, gerade mal so groß wie eine Musik-Cassette, mit kurzer oder Stummel-Antenne.

Dieses Modul könnte auch an vielen anderen Stellen eingesetzt werden, so in Leihwagen, bei denen die Position durch die permanente Anpeilung von Transpondern ermittelt werden kann. Falls notwendig, schickt das Handy-Modul Notsignale, dient aber auf jeden Fall zur Positionsermittlung, bei Unfällen und Diebstahl.

Auch der innerbetriebliche Transport mit Fahrzeugen kann so überwacht, vielleicht auch gesteuert werden. Natürlich kann man auch hauseigenen Funk benutzen. Aber das sind heute sehr teure Lösungen, die durch die Massenproduktion im Preis extrem sinken werden und erst damit in ausreichender Zahl für Industrie, Handel und andere Anwender preislich erreichbar sein werden.

Enorm profitieren wird auch der Medizin-Bereich:

Für den Fall b) wird von Chip-Herstellern seit einiger Zeit Werbung gemacht, allerdings mit einem wichtigen "Weniger": Das Gerät ist kein Halbteil, sondern ein Komplettgerät, ein Handy mit Bildtelefon und eingebautem Computer mit Tasten - also eine Vision, denn technisch auch in den nächsten 10 Jahren noch nicht realisierbar (Stromverbrauch, Bandbreite, Gewicht, Volumen). Eine Lösung aus Handy plus Computer ist aber mit heutiger Technik realisierbar - sogar mit sehr geringem Aufwand, denn die Controller der Handies sind sehr aufwendig und werden eigentlich für ein so primitives Gerät wie ein Handy nur unzureichend ausgenutzt. Rechenkapazität (hochgezüchtete DSPs) ist also genug vorhanden. Man müßte lediglich die Peripheriebausteine hinzufügen. Dazu reicht ein einziger Chip - es sei denn, man integriert ihn als Core mit in das Controller-IC des Handy.

Dritter Grundpfeiler also die Eroberung der Mobilität. In jedem der 3 Fälle folgt eine durchgreifende Änderung des Marktes, der Wirtschaft - und der Lebensumstände.

Weitere Anwendungen sind im Bereich der Sicherheitstechnik oder des Militärs. Bei der Sicherheitstechnik ist eine kritische Stelle die Abhängigheit von einer Stromversorgung: Bricht die 230-Volt-Versorgung in einem Wohnhaus zusammen, dann meist auch die Alarmanlagen, so lange sie nicht von einem Akku gespeist werden. Handies haben aber nicht nur einen geringen Strombedarf, sie können auch völlig autonom an vielen verschiedenen Stellen in einem Areal untergebracht werden. Aktiviert werden sie erst durch Steuersignale. Für Funktechnik gibt schon Ansätze, aber nur nur unzureichend, schwach in der Leistung, mit nur wenig Funktionen - dafür aber zu horrenden Preisen. Vom Anwender aber selbständig programmierbare Geräte - und dann auch noch zu brauchbaren Preisen: davon sind wir (ohne Handies) noch sehr weit entfernt.

Garantiert wird jetzt der Einwand kommen, daß Handies einen viel zu hohen Stromverbrauch haben für den Einsatz im Sicherheitsbereich. Das stimmt, aber nur für die jetzigegn Handies. Im Bereich der Uhren-ICs sind bereits ICs mit einem Verbrauch von nur 1 Nanowatt erreicht worden. Viel mehr als das ist bei einer Überwachung eines Schalters oder eines Thermometers nicht notwendig, denn erst dann, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt - dh, wenn der Schalter ausgelöst wird -, ist ein Hochfahren des Computers notwendig. Der Warte-Zustand einer Sicherheitsschaltung verbraucht also wirklich extrem wenig Leistung. Man muß lediglich die Stromversorgung so gestalten, daß die einzelnen Teile der Elektronik getrennt versorgt werden können.

Ein wichtiger Punkt der neuen Sicherheitstechnik ist, daß sie viel weniger Kabel benötigt. Gerade die Kabel waren bisher eine ernste prinzipielle Schwachstelle bei der Sicherheit, ein Problem beim (sicheren!) Verlegen - und bei den Kosten.

Das Militär kann Kameras oder anderes mit dem Handy-PC ausstatten, irgendwo abwerfen oder absetzen - und sich dann jederzeit die gewünschten Daten besorgen.

Soweit die guten Meldungen. Die Bösen - können mit genau der gleichen Technik zuschlagen. Was clevere Spezialisten einem ahnungslosen deutschen Auto-Hersteller auf sein Testgelände schmuggelten, um die Neuentwicklungen zu fotografieren, das kann in kurzer Zeit jeder im Laden an der Ecke kaufen. Er muß es nur entsprechend zusammenstecken, schon ist in 5 Minuten die Überwachungseinheit fertig.

Das heißt, daß wir uns nicht nur diese neue Technik kaufen KÖNNEN, um uns, unsere Häuser und Anlagen zu sichern, sondern daß wir sie kaufen MÜSSEN. Auch ein neues Lebensgefühl...

TINA


A-002.065
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Die neue Standardisierung der Druckerschnittstelle dergestalt, daß Drucker im Internet verwendet werden können, beschert dieser Welt als Folge ein Fülle von bisher ungeahnten Dingen. Auf eine davon bin ich gestoßen, als ich meine Link-Liste getestet habe:

Da gibt es im Internet massig Bilder von nackichten Frauen und Männern, das meiste als Standbild. Die animierten GIF- oder JPG- Bilder sind ein gewaltiger technischer Fortschritt, von wirklich bewegten Bildern jedoch weit entfernt. Movies gibt es inzwischen auch. Aber das ist eben kein reales Leben, ist einfach nur tote Konserve. Doch findige Bastler haben auch dieses Problem gelöst, so daß man seit kurzem "Live Video" im Internet bekommt, Striptease-Shows live. Wem aber selbst dies zu wenig ist, darf neuerdings sogar aktiv ins Geschehen eingreifen: "the girls do what you say". Dafür darf mann pro Minute mindestens 2 Dollar auf den elektrischen Tisch des Hauses legen, leicht auch das 3-fache, per Bankabbuchung...

Meine Damen, meine Herren, liebe Unentschiedene! Das ist alles Schnee von gestern! Was die Cyber-Erotiker in ihrem Cyber-Space sich an Sex-Maschinchen gebastelt haben, ist nur ein schlaffer (aua!) Anfang. Sobald die Standardisierung der Druckerschnittstelle da ist, wird anstelle des Druckers ein Datenhandschuh angeschlossen und an LPT2 kommt der elektrische Akt(ivibra)tor - und schon gibt es quer um den Globus rum mehr als nur virtuelles Gefummel. Die Optik kommt auch nicht zu kurz: Die von DOOM bekannte Technik, Positionsdaten zu senden/empfangen und damit mit lokal vorhandenen Bildern Bewegung in einem Raum darzustellen, braucht nur ein wenig verbessert zu werden... (aber bitte mit höherer Bildauflösung...)

Das hätten sich die Regelungstechniker mit ihren sensiblen Robotern auch nicht träumen lassen...

Jetzt bin ich gespannt, wann der erste Science-Fiction-Film kommt, in dem meine Idee umgesetzt wird. Das wäre dann ein Science-Fiction-Film, der der Realität hinterherhechelt, denn irgendwo, im stillen Kämmerlein, da bastelt schon jemand...

TINA


A-002.066
written ..........: 28.11.96
last time revised : 20.01.97
DuPont hat ein "gutes Händchen" gehabt und ist für mindestens einen Stoff anscheinend der alleinige Hersteller weltweit. Wenn so etwas für Materialien wie Teflon oder andere der Fall ist, dann kann das verdammt böse Konsequenzen haben, falls mal etwas schief geht: Die Knappheit bei Chips war die Folge des Erdebebens in Japan. Wird jedenfalls mit Pokerface behauptet.

Ganz von der Hand zu weisen sind diese Schwierigkeiten allerdings nicht. Bisher hatte ich aber noch nie davon gehört, daß so ein Monopol eine wirklich ganz ernste Folge gehabt hätte. Jim Williams schreibt nun in Electronic Design vom 18.11.96, daß es anscheinend in 5 Jahren keine Kondensatoren mehr geben wird mit Polysterene (den deutschen Ausdruck kenne ich nicht). Bob Pease ergänzt, daß, wer auf den Temperatur-Koeffizienten oder auf die Linearität des Temperatur-Koeffizienten gerade diesen Materials angewiesen ist, wieder von vorne anfangen und seine Schaltungen vollkommen neu entwickeln muß.

TINA


A-002.067
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Der "Verband unabhängiger EDV-Distriburoren i.G." geht gegen Praktiken und Äußerungen Microsofts vor, die er für nicht rechtens hält. Der Verband ist nicht unvermögend, hat er doch (sagt er) 50 bis 60 Prozent des Microsoft-Umsatzes...

Der Verband hat seinen Sitz in München. Vorstandssprecher ist Marcus Suhrborg, GF von SMS GmbH, Rothebuch bei Aschaffenburg.

URL:???

TINA


A-002.068
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Im Kampf der Betriebssysteme ist immer von "Workstations" die Rede. Aber was verbirgt sich dahinter? Lächerliche 424.600 Stück (laut Dataquest) im 1. Halbjahr 1996. Dabei entfallen auf:

40,4 %  Sun 
16,7 %  HP 
 9,4 %  IBM 
 8,5 %  Silicon Graphics 
 7,9 %  DEC              
17,1 %  Sonstige 

Wenn man weiß, daß fast alle Käufer von Sun-Maschinen Unix fahren - und ein Großteil der Käufer anderer Marken auch (Beispiel Silicon Graphics: "fast keinen Umsatz mit NT-Systemen" [CZ, 24.10.96]), dann fragt man sich, wer in dieser Welt denn Windows NT überhaupt will. Intelsat jedenfalls (laut CZ von eben dem gleichen 24.10.96) nicht mehr, weil es (Zitat) "täglich" zu Systemabstürzen kam.

TINA


A-002.069
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Verschlüsselte Zeugnisse

Stefan Rohr, geschäftsführender Gesellschafter der r&p Management consulting Hamburg/Düsseldorf/Frankfurt/Karlsruhe, gibt in "Computer Partner 18/96" einen Hinweis:

Wenn das bloß kein neuer Code wird...

TINA


A-002.070
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Es ist den Elektronikern bekannt, daß die Fans der Sinclair-Computer Ärger mit Transistoren haben: Diejenigen, die im Original verwendet werden, gibt es kaum zu kaufen - Ersatztypen haben nur eine extrem kurze Lebensdauer (falls überhaupt).

Dies sind die charakteristischen Werte der Originale:

ZTX650  ZTX651  ZTX450  ZTX550
 NPN     NPN     NPN     PNP  
  80      80      60     -60    V(CBO) [Volt]
  60      45      45     -45    V(CEO) [Volt]
2000    2000    1000   -1000    IC     [mA]
6000    6000    2000   -2000    ICM    [mA]
   0,5     0,5     0,25   -0,25 VCE(sat) [V] max bei 
2000    2000     150    -150                     IC  [mA]
 200     200      15     -15                     IB  [mA]
 100     100     100    -100    hFE min bei
 500     500     150    -150                     IC  [mA]
   2       2      10     -10                     VCE [V]
  40      40      15      15    hFE min bei
2000    2000       1      -1                     IC  [mA]
   2       2      10     -10                     VCE [V]
 140     140     150    -150    fT min [MHz] bei
 100     100      50     -50                     IC  [mA]
 CBE     CBE     CBE     BCE    Pin-out 123

TINA


A-002.071
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Falls jemand an tieferen Analysen über bestimmte wirtschaftliche Entwicklungen interessiert ist, kann er bei darauf spezialisierten Firmen Untersuchungen in Auftrag geben oder auch schon besreits erstellte Reports kaufen. Billig sind sie aber nicht!

Zu den bekanntesten Adressen gehören Dataquest, IDC und Datapro. Hier die Adresse von Datapro:

Datapro Research Group
McGraw-Hill House
Shoppenhangers Road
Maidenhead, Berkshire, SL6 2QL
England
Telephone : (0628) 773277
Fax ......: (0628) 773628

TINA


A-002.072
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Die Telefonnummer der Hotline von Western Digital:

0031-20-4467651

Wie man leicht sieht, keine deutsche Nummer und erst recht keine kostenlose Nummer...

TINA


A-002.073
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Die Betriebsdaten von SIM-Modulen werden der angeschlossenen Logik über mehrere Pins mitgeteilt:

Für 72-pin PS/2-SIMMs:

Kapazität
PD1 (pin 67)  PD2 (pin 68)
gnd           open      1 MByte  = 256k x 32
open          gnd       2 MByte  = 512k x 32
gnd           gnd       4 MByte  =   1M x 32
open          open      8 MByte  =   2M x 32
--------------------------------------------
gnd           open     16 MByte  =   4k x 32
open          gnd      32 MByte  =   8k x 32
gnd           gnd      64 MByte  =  16M x 32


Zugriffszeit
PD3 (pin 69)  PD4 (pin 70)
open          open         60 nsec
gnd           open         70 nsec          
open          gnd          80 nsec
gnd           gnd         100 nsec

PD = presence detect
gnd=ground, Masseverbindung

Das behauptet in in einem Leserbrief der c't Nr. 9/96, p 10, Dr. Yngve van Spalden, Vellmar. Unklar ist aber, wie man mit nur 2 Pins (PD1 und PD2) 7 verschiedene Zustände erkennen will. Mit anderen Worten: Da fehlt noch eine wesentliche Information!

TINA


A-002.074
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Fragen zu Intel-Prozessoren kann man hier stellen:

http://www.x86.org * Intel secrets

Aber bitte nicht übertreiben. Der Mann muß sich seine Brötchen mit Arbeit verdienen.

TINA


A-002.075
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Jeder kennt die Hand-Scanner. Scanner, bei denen man das Papier auf eine gewölbte Scheibe legen muß, sind uralte Kisten, ebenso jene, die das Papier einziehen. Bei beiden alten Verfahren kann man keine Buchseiten scannen und auch keine Materialien, die zu dick, zu zerbrechlich oder schlicht und einfach zu dick sind.

Stand der Technik (von der professionellen Reprographie abgesehen) sind die Blatt-Scanner, bei denen das Blatt (oder Buch) auf eine ebene Glasplatte gelegt und dann von einem beweglichen Arm mit Spiegel abgetastet wird. Aufwendige Geräte haben einen automatischen Einzelblatteinzug.

Der Anschluß der Geräte erfolgt mit einer eigenen Controller-Platine (es lebe der IRQ!) oder oft auch mit SCSI.

Neu ist jetzt ein Scanner, der in den Rechner eingebaut wird: Er paßt in einen 5,25-Zoll-Slot mit halber Bauhöhe. Vorne ist ein Schlitz, wo man ein Foto hineinschieben kann.

Mehr unter http://www.easyphoto.com/storm

TINA


A-002.076
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Neues Verpackungstechnik für Chips

Abgesehen davon, den Chip überhaupt funktionsfähig hergestellt zu bekommen, haben die IC-Hersteller ein sehr ernstes Problem: das Gehäuse. Es kostest sehr viel Aufwand, das IC so herzustellen, daß es zu den auf dem Markt verfügbaren Gehäusen paßt. Üblicherweise werden Keramik-Gehäuse nicht von den IC-Herstellern gebaut, sondern zugekauft. Eben diese Keramik-Gehäuse benötigt man aber für alle großen und teuren ICs, die in Sockeln einsesetzt werden sollen. Außerdem benötigt man sie für Hybride, wo zum Beispiel ein zweiter Chip (zB. Pentium Pro) oder auch nur die Keramik-Konsensatoren direkt zum Chip montiert werden sollen (zB. Alpha).

Die Monate des Chips im Gehäuse ist sehr teuer und wird aus Kostengründen gerne nach Asien verlagert, zB. nach Malaysia. Das bedeutet aber nicht nur viel Transport-Logistik, sondern auch, daß die Chips für eine ganze Weile außer Haus sind, was wiederum Lieferschwierigkeiten bringen kann.

Die israelische Firma ShellCase hat (laut M+T vom 31.10.96, p70) eine neue Verpackung entwickelt, bei der ein Chip zwischen 2 dünne Glasplättchen kommt. Die eine Glasplatte in ein Stückchen kleiner, so daß von den Kanten des Chips die Anschlüsse über der unteren Platte hervorragen können. Mit nicht mehr als 0,1 mm Dicke ist das Gehäuse extrem dünn. Ferner sollen die elektrischen Werte (zB. parasitäre Kapazitäten usw.) wesentlich besser sein als bei bisherigen Gehäusen.

Die in den Glasplättchen verpackten Chips können wie mit BGA oder ähnlicher Anschlußtechnik weiterverarbeitet und auch gelötet werden.

Für die IC-Hersteller hat die neue Technik den Vorteil, gleich nach der Chip-Fertigung mit fast den gleichen Methoden der Chip-Herstellung weitergeführt zu werden, also keine grundsätzlich neuen Maschinen zu erfordern, erst recht keine Verlagerung ins Lohnkosten-günstigere Ausland.

Soweit die Technik. Was aber kann man daraus alles machen!? Ich sehe mehrere Dinge:

TINA


A-002.077
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Werbung in der "Computer-BILD", Nr. 20 vom 30.9.96, auf Seite 37:

Jetzt möchte ich all die Händler sehen, die diese Waren noch zum alten Einkaufpreis gekauft hatten und die eben NICHT 100 Prozent aufschlagen, sondern viel weniger, und bei denen diese Waren noch im Lager stehen. Alle diese Händler sind jetzt ein ganzes Stück ärmer.

Händler und Endkunden bleiben bei dieser Markpolitik auf der Strecke. Ich habe 1992 ein Schnäppchen gemacht und für 400 DM ein noch unbenutztes AMI Pro 3.1 kaufen können. Das ging damals, weil zu der Zeit die Leute ihre Software aus den Bundles verkauft haben. Heute gibt es Ami Pro 3.1 auf CD für 19,80 DM am Kiosk, in der Reihe "Vollversion". Ähnlich ist es mit dBase, Designer, Corel Draw.

Wer heute für ein Programm mehr als 30 DM bezahlt, ist selbst schuld. Man MUSS nicht immer das Neueste haben!

TINA


A-002.078
written ..........: 18.12.96
last time revised : 20.01.97
Wie kann man Mädchen unter die Röcke schauen? Indem man eine Kamera benutzt. In einer deutschen Internet-Zeitschrift wird jetzt groß und breit darüber berichtet, wie man das anstellen muß. Natürlich wird das alles furchtbar verurteilt, aber ein paar nackte Frauenkörper bzw Teile davon auf der Titelseite und auf den Heftseiten garantieren einen guten Verkauf des Hefts...

Wer nicht ganz so geschickt ist beim Basteln, der kann diese Kameras auch fertig kaufen. Neuester Clou: Die Kamera hat sogar einen einen PC eingebaut! Aber auch das wird noch überboten, denn es gibt sogar eine Version mit zusätzlich eingebauter Festplatte UND mit Modem-Anschluß für das Internet.

486-PC, 8 MB RAM, 340 MB Harddisk, Modem oder Netzwerk-Anschluß, hochauflösender Video-Bildsensor, DOS und Windows vorinstalliert. Das ganze kleiner als ein zusammengefalteter Regenschirm: 6x7x25 cm (Gewicht 800 Gramm), also ganz unauffällig überall anzubringen.

TINA


A-002.079
written ..........: 20.12.96
last time revised : 20.01.97
Es gibt nichts, von dem man nicht meint, es sei seltsam, ja sinnlos, das aber dennoch produziert wird...

Da gibt es Löschgeräte. Damit werden Disketten gelöscht oder Bänder. Mehrere Varianten sind zu haben, die großen davon mit Förderband, womit die mehr als 7000 (3,5"-)Disketten durchgeschleust werden, die das Gerät pro Stunde verdaut. Für Rechenzentren oder Video-Kopierer gibt es besondere Bauformen, für Bänder oder Spulen.

Jetzt aber der witzige Punkt, der Behauptung nämlich, mit einem dieser Geräte auch Festplatten löschen zu können. Auf Anfrage unseres Händlers schrieb der Hersteller sinngemäß:

Ich vergaß zu erwähnen, daß das oben genannte Gerät weit über 6000 DM kostet. Angesichts dieser Zahl empfiehlt es sich vielleicht doch, auf den (patentrechtlich nicht geschützten) "S*...-Hammer" zurückzugreifen, jene Methode, mit der S*... schon seit über 15 Jahren erfolgreich Festplatten löscht: Man nehme einen großen Amboß und einen mindestens 2 kg schweren Vorschlaghammer. Dazwischen bringe man die Festplatte dergestalt, daß erst die Platte auf den Amboß gelegt wird und dann der Hammer - mit reichlich Schwung...

TINA


A-002.080
written ..........: 20.12.96
last time revised : 20.01.97
In meinem Archiv habe ich eine steinalte Statistik entdeckt, die ursprünglich von International Data Corporation stammt, vom Juni 1987:
Die Verkaufszahlen IBMs von IBM-PCs und ähnlichen Geräten

   angekündigt                         Stückzahl 
   August 1981: IBM-PC .............: 3.264.000 
     März 1983: IBM-XT .............: 2.173.500 
  Oktober 1983: XT/370 und 3270-PC :    124.600
 November 1983: PCjunior ...........:   530.000 April 1985 eingestellt
  Februar 1984: PC Portable ........:   138.100 April 1985 eingestellt
   August 1984: PC AT ..............:   906.000 
   Januar 1986: RT PC ..............:     5.000 
    April 1986: Convertible PC .....:    23.000 
September 1986: XT 286 .............:    15.000 

Stand Juni 1987
Damit dürften der XT 286 und erst recht der RT PC sich zu begehrten Sammlerstücken entwickeln.

TINA


A-002.081
written ..........: 20.12.96
last time revised : 20.01.97
Endlich etwas Gutes, das die Elektronik leistet: Fyrnetics Ics, Roselle, Illinois, USA, Tel: 001-(708)-893-4592 bietet Detektoren an für Kohlenmonoxid. Die reinigen ihre Sensoren alle 2 1/2 Minuten selbständig. Zur Zeit haben die Geräte nur einen 120-Volt-Anschluß für die Stromversorgung und als Ausgabe eine Hupe und/oder eine LCD-Anzeige. Jetzt warte ich auf Geräte für Batteriebetrieb, für beliebige Eingangsspannung - und vor allem mit Ethernet-, LON- oder Modem-Anschluß.

TINA


A-002.082
written ..........: 20.12.96
last time revised : 20.01.97
Nach den neuesten Meldungen sind in den USA die MD-Data-Laufwerke von Sharp (nicht Sony!) lieferbar. Sie haben 2,5"-Format und eine Bauhöhe von 17mm, UND sie ist hot-plug-bar in einen "standard floppy-drive slot", was immer das bedeuten mag. Preis bei 10.000 Stück: 200 US-Dollar. Trotz 140 MegaByte: Bei dem Preis sehe ich keinerlei Konkurrenz zu Iomega's Zip-Drive.
* 15.6.97
Vielleicht wird nun doch etwas aus den MD-Data-Laufwerken: Sony hat eine Erhöhung der Kapazitat auf sagenhafte 640 MB angekündigt.
                        MD-Data             MD-Data
                       "Quad Density"       1. Version
Kapazität ...........:  650 MB              140 MB
Data Rate ...........:  568 kB/s            150 kB/s
Sektor ..............: 2048 Byte           2048 Byte
Cluster .............:   64 kB               32 kB
Cartridge ...........:   68x72x5mm           68x72x5mm
Scheibe:                                              
  Dicke .............:    1,2mm               1,2mm 
  Durchmesser .......:   64mm                64 mm
Spurabstand .........:    0,9 um              1,6 um
Laser ...............:  650 nm              780 nm
Numerische Apertur ..:    0,52                0,45
Aufzeichnung.........:      Magnetfeldmodulation 
                             direct overwrite      
Lineare 
Laufgeschwindigkeit .:    2,05 m/s            1,2 m/s
Signalmodulation ....:    RRL (1,7)           EFM
Fehlerkorrektur .....:    Reed-Solomon-       ACIRC
                          Produktcode   
Kompatibilität: Die neuen Geräte können alte Datenträger (140 MB) lesen und beschreiben!

Die Erhöhung der Kapazität durch:

TINA


A-002.083
written ..........: 20.12.96
last time revised : 20.01.97
Nachdem die Handies überhand nehmen, ist es wieder schwer, sich vom gemeinen Volk zu unterscheiden. Auch das Zweit-Handy ist keine Lösung. Aber gerade rechtzeitig zu Weihnachten ist das ideale Spielzeug fertig geworden: ein handgroßes Fax-Gerät zum Mitnehmen. Es hat einen Speicher für 20 Seiten, die es allerdings nicht ausdrucken kann, sondern mit einer optischen Anzeige darstellt. Mit 249 US-Dollar bis 349 US-Dollar ist es allerdings so preiswert, daß es schon fast nicht mehr exklusiv ist. Wer auffallen will, muß also schnell sein: Reflection Technology, Waltham, Massachusetts. Tel 001-(617)-890-5905

TINA


A-002.084
written ..........: 20.12.96
last time revised : 20.01.97
Dallas Semiconductor bietet schon seit einiger Zeit einen "Button" an, ein IC, das in ein knopfgroßes Stahl-Gehäuse von 16 mm Durchmesser verpackt ist. Der Witz an dem Ding ist, daß es über einen Kontakt Daten senden und empfangen kann. Es gibt keine Datenleitungen, sondern der Knopf wird wie eine Knopfzelle benutzt. Die hat bekanntlich auch 2 Metallschalen, die man lediglich berühren muß, um die Verbingung herzustellen. Jetzt ist bei Dallas der Knopf gefallen: Das IC soll als Ident-Modul im Internet dienen. Im Innern werden 6 kByte gespeichert, so auch Konto-Nummern, usw.. Wenn man an den Knöpfe "herummacht", dann machen sie Harakiri und verlieren ihre Daten.

Mit einem speziellen Prozessor-Kern können 1024-bit Public-Key- Algorithmen in weniger als 1 Sekunde abgearbeitet werden. Im Frühjahr '97 sollen die Dinger auf den Markt kommen.

TINA


A-002.085
written ..........: 20.12.96
last time revised : 20.01.97
Noch ein Geschenk für Yuppies: Den Spezial-Scanner "CardScan Plus 300" für Visitenkarten. Visitenkarte reinschieben, Software anwerfen und das Bild der Visitenkarte in eine Datenbank speichern. Das Datenbank-Programm kostet einzeln 99 US-Dollar, das gesamte Kit mit Scanner und Software kostet 299 US-Dollar.

Corex, Cambreide, Massachusetts, Tel 001-(617)-492-4200

Jetzt überlege ich mir, ob man nicht auch die gescannten Visitenkarten wieder drucken kann. Der Trick des lieben Kollegen Rockford mit seiner Visitenkarten-Druckmaschine auf dem Rücksitz ist ja bereits überholt. So aber könnte man sogar Visitenkarten raubkopieren...

TINA


A-002.086
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Ein kleiner Blick zurück: 1990

Mitte 1990 kauft Archive "Cipher Data Products" für 120 Mio Dollar. Cipher hatte die Produktgruppe "Irwin" und Archive "Maynard Electronics", beides Namen von vorher geschluckten Firmen...

Ein kleiner Blick zurück:

Seit Ende März 1990 wurde der Festplattenhersteller Priam stückchenweise verkauft. Atasi übernahm einen Teil, außerdem soll Sequell etwas gekauft haben. Beides ebenfalls Namen, die ich heute nicht mehr sehe...

Ein kleiner Blick zurück:

1985 kauft Kodak (USA) Verbatim (USA) für 175 Mio Dollar und verkauft sie im März 1990 für eine ungenannte Summe an Misubishi Kasei (Japan).

Ein kleiner Blick zurück:

Sony kreiert einen neuen Begriff für sehr kleine Computer: "Palmtop".

Ein kleiner Blick zurück:

Siemens stellt die Produktion von 5.25"-Winchester-Festplatten ein. Seit 1983 wurden ca 100.000 Stück hergestellt.

Ein kleiner Blick zurück:

Ron Sommer, seit 1986 Vorsitzender der Geschäftsführung der Sony Deutschland GmbH, wird am 1.4.1990 Stellvertretender Vorsitzender der Sony Corporation of America. Wie wir inzwischen wissen, hat er inzwischen wieder gewechselt... - zur Telekom.

Ein kleiner Blick zurück:

PrairieTek, die Erfinder der 2,5"-Festplatte, sind 1990 noch im Geschäft, sogar voller Hoffnung, weil "Kobe Steel" 8% kauft, für 5 Mio Dollar. PrarieTek wurde 1986 gegründet.

Ein kleiner Blick zurück:

Anacomp verkauft die Produktlinien "Dysan" und "Xydex" an Hanny Magnetics (Hong Kong).

1990 (?) wird in Deutschland die "Dysan Magnetics GmbH" gegründet, als Vertriebsfirma (!). Sie verkauft die von Hanny Magnetics (Hong Kong) produzierten Datenträger.

Ein kleiner Blick zurück:

Adaptec liefert 1990 einen SCSI-Controller für Drucker, der "Daten an Drucker über die SCSI-Schnittstelle liefert". Brauchbar ist so etwas für OEMs oder Druckerhersteller. Es soll, so heißt es, 95 Sekunden dauern, um einem Drucker mit Centronics-Schnittstelle eine Seite A4 (Grafik oder Text?) zu schicken. Mit der SCSI-Schnittstelle wären es nur 1,2 Sekunden.

Da muß ich ganz ketzerisch fragen, ob es nicht möglich wäre, einen Puffer von 8 oder 16 KiloByte in den Drucker einzubauen. Das würde ähnliche Resultate liefern. Die Centronics-Schnittstelle ist mit 100 kByte pro Sekunde belastbar. Das sollte reichen!

Ein kleiner Blick zurück:

Nicht nur Drucker, auch Floppy-Laufwerke wurden mit SCSI-Controllern versehen.

Ein kleiner Blick zurück:

Fuji bietet ihre 2"-Diskette 1990 auch auf dem deutschen Markt an. Koerzitivkraft 1530 Oersted, Aufzeichnungsdichte 14340 bpi, Kapazität 1 MegaByte (brutto?).

Ein kleiner Blick zurück:

Nicht nur Insite Peripherals arbeitet an einer 20-MB-Floppy ("Floptical"), sondern auch Brier Technology ("Flextra").

Ein kleiner Blick zurück:

Ende 1989 waren in der damaligen Bundesrepublik 2,6 Millionen Computer installiert, wovon 2,2 Millionen Mikrocomputer waren. Die Lebensdauer eines Rechners betrug nach Schätzuungen des Umweltbundesamts 5 Jahre, so daß damals rund 7500 Tonnen Computerschrott pro Jahr anfielen.

TINA


A-002.087
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Kollege Roman ist inzwischen auch im Internet:

Roman

TINA


A-002.088
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Die Bundesregierung ist inzwischen ebenfalls im Internet, auch ihre Wohllobredner sind dort zu finden:

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 
Journal für Deutschland
Welckerstraße 11
53113 Bonn
BPA

Wer sich gar köstlich amüsieren will, sollte dies versuchen:

Bei Nebenwirkungen fragen Sie ihren Bundestagsabgeordneten...

TINA


A-002.089
written ..........: 15.11.96
last time revised : 20.01.97
Deutschland ist ein Entwicklungsland

Deshalb sollen die "Schulen ans Netz", in den nächsten 3 Jahren 10.000 Schulen - Kosten 59 Mio DM, eine Aktion der Telekom und des Bundesbildungsministeriums.

"Infos für Lehrer, Schüler, Sponsoren" gibt es unter Telefon 0228-700-4869.

Koordinierungs- und Beratungsstelle "Schulen ans Netz"
Oberkasseler Straße 2
53227 Bonn

Logischerweise gibt es auch eine URL:

http://www.san-ev.de

Verglichen mit den mehreren Milliarden Mark Gewinn, die die Telekom jedes Jahr einsteckt, sind die 59 Mio DM noch weniger als ein Griff in die Portokasse.

Hätte nicht, bei ein wenig mehr Nachdenken und einem gewaltigen Mehr an betriebswirtschaftlichem Denken und einem ERHEBLICHEN Mehr an volkswirtschaftlichen Denken, eine Geschäftsführung einer jeden Firma, die von der Vermietung von Kabeln fürstlich lebt, oder die fast mehr Computer produziert als sie verkaufen kann, es nicht fertigbringen können, diese 59 Millionen DM zu spenden...!?

Amerikanische Firmen können da nur müde lächeln. Apple oder IBM haben Tausende von PCs an Schulen verschenkt. Mit gutem Grund: Kinder von heute sind die Kunden von morgen!

Rechnen muß man halt können...

TINA


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TINA
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