TINA's Kernspeicher

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TINA
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Antares Real-Estate




korrigiert: 28.6.2001

zurück zum Kern des Reaktors


C-001.001
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Es gibt eine neue Tastatur. Sie sieht aus wie zwei Handschuhe, deren obere Hälfte fehlt. Dort, wo die Fingerspitzen sind, befinden sich pro Finger jeweils mehrere Magnetschalter. Um einen Buchstaben zu tippen, muß man den Finger nur noch ein ganz klein wenig nach links, rechts usw. bewegen, also nicht mehr die großen Tastenhübe ausführen. Dadurch soll es angeblich kein RSI mehr geben.
TINA


C-001.002
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Dallas Semiconductor hat ein neues IC herausgebracht, mit dem ein Computer sich selbst aufwecken kann: Uhrenbaustein mit Startup-Logik, so daß bei einer bestimmten, vorher eingegebenen Uhrzeit der PC Strom bekommt und hochfährt. Anwendung: z.B. Laptop ruft nachts automatisch seinen Host an, macht Datenaustausch und schaltet sich anschließend wieder ab.
Achtung: Der Host-PC hat auch so ein IC und wird durch den Anruf aufgeweckt ("Kickstart"), dh eingeschaltet und anschließend wieder ausgeschaltet. Das IC enthält: 8k Byte NV-RAM, Uhrenbaustein, Lebensdauer 10 Jahre ohne äußere Stromquelle, wird geliefert mit oder ohne eingebauten Quarz, mit oder ohne Lithiumbatterie. Besonderes: Jedes IC hat seine eigene 64-bit lange Kennung, jeder PC ist daher eindeutig identifizierbar!
TINA


C-001.003
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Die ersten Versionen des 586 von Intel haben 16 Watt verbraten, der Alpha bei 166 MHz gibt 23 Watt ab. Bei diesen Werten ist es schwer, durch ausreichend Kühlung dafür zu sorgen, daß die Sperrschichttemperatur 85 °C nicht überschreitet (90 °C beim 586). Ohne Zwangskühlung würde der 586 eine Außentemperatur am Gehäuse von über 200 °C erreichen, genug, um das Lötzinn zu zerschmelzen, den Chip natürlich "verglühen", genauer: vollständig zu diffundieren. Nur bei maximal 22 MHz kann der 586 ohne Zwangskühlung betrieben werden. Selbst dann muß immer noch sichergestellt werden, daß die Umgebungstemperatur 25 °C nicht überschreitet. Wenn die Umgebungstemperatur 45 °C erreichen kann, muß man runter auf 16 MHz.

Um diese Probleme in den Griff zu kriegen, hat Aavid Engineering "Oasis" gebaut, bestehend aus 3 Teilen: Ein Heizkörper wie der einer Zentralheizung, natürlich nicht ganz so groß. Auf dem Prozessor sitzt eine Kappe. Die ist hohl und mit 2 Schläuchen an den Heizkörper angeschlossen. Gefüllt ist das Ganze (nicht vollständig!) mit Fluorinert, einer Flüssigkeit, die bei 57 °C verdampftt. Der uP bringt das Zeug zum Verdampfen, der Dampf kommt durch den Schlauch (den für den Dampf) in den Heizkörper und kondensiert dort. Das Kondensat rinnt unten heraus durch den Rückführungsschlauch wieder zurück in die Kappe. Damit das funktioniert, muß der Heizkörper räumlich über dem uP sein und ausreichend Wärme abstrahlen können.

Ein Kühlsystem ist aber keine Garantie gegen hohe Temperaturen. Deshalb gibt es 2 neue Ansätze: Die Temperatur wird gemessen und über einen Regler wird notfalls die Taktfrequenz so weit heruntergefahren, daß die maximale Arbeitstemperatur nicht überschritten wird. Dazu gibt es Chips von PicoPower (Power on Demand, kostet 30 US $ bei OEM-Stückzahlen) und EliteGroup (PowerShift).
(Anmerkung: Die Idee der variablen Arbeitsgeschwindigkeit zur Temperaturkontrolle ist alt: Sie wurde schon zu Anfang der 80-er benutzt, um bei Druckern die Arbeitsgeschwindigkeit zu senken, wenn die Temperatur des Druckkopfs zu hoch wurde, so bei einem Drucker, den es von Heath-Kit als Bausatz gab.)
TINA


C-001.004
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Daten einiger 64-Bit-RISC-Prozessoren:

Alpha 21164 :   300 MHz,    40 Watt,   9,3 Mio Transistoren
HP PA-8000  :    ?     ,    ?     ,  < 4   Mio
PowerPC 620 : > 100 MHz, ca 30 Watt,   ?      
MIPS        :   200 MHz,    30 watt,   5-6 Mio
Sun UltraSPARC: 167 MHz,    30 Watt,   3,8 Mio
                            (20 mW dösend)
TINA


C-001.005
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Wirkungsgrade von Energieumsetzung:
Kohlekraftwerke: 36 %
Auto: 30 % maximal, 12 % im Durchschnitt
TINA


C-001.006
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Es gibt eine Festplatte, die nur 5 mm dick ist. Spurabstand: 4000 Spuren/Zoll, Kapazität: 121 MB, paßt in PCMCIA-Slot Type II, Muster kosten jetzt 400 US-$, Produktionsbeginn: jetzt.

* 23.12.96
Das ist ein paar Tage her...
TINA


C-001.007
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Es gibt nicht nur BIOSse von AMI oder AWARD, sondern auch von anderen Herstellern, bei denen man auch spezielle Anpassungen haben kann.
TINA


C-001.008
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
UMC in Korea stellt einen 486er her, der durch bessere Abarbeitung des Microcodes wesentlich schneller ist (als welche anderen???). UMC bietet folgende Vergleichstabelle:
Benchmark:    Index      UMC     Standard   UMC     Standard   Standard
-----------------------------------------------------------------------
                          U5S33   486SX33    U5S40   486DX2-66  486DX50
Landmark V2.0  MHz        137,95   111,45     165,5   167,23     167,27
Norton SI V6.0 Index       93,3     71        111,9   108,1      104,5 
PM V1.8.1      MIPS        13,9      9,9       16,7    15,9       16,3
PC Mag V7.0    CPU Harm. 9261     6729      13169    12886     13169  

U5S33 = 486SX, 33 MHz
U5S40 = 486SX, 40 MHz
Beim Dösen (idle) braucht die 3,3V-Version 0,56 Watt, die 5V-Version 2,86 Watt, das ist rund 1/3 weniger als beim Standard (Standard ist natürlich AMD, wer sonst!?).
Der Händler-EK ist ca 90,-- DM netto.

* 23.12.96
1.Heute kriege ich einen 486-DX4-133 von AMD für 69 DM.
2. Wenn ich mich nicht irre, hat UMC Ärger bekommen wegen Copyright... -und die Produktion nach nicht sehr langer Zeit wieder eingestellt. War für die wohl ein teurer Spaß...
TINA


C-001.009
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Lieber X, das mit dem Nichtrückgang der Mainframes hat seinen guten Grund: Die Client-Server-Architektur bricht zusammen, sobald sich Clients beim Server anmelden. Ab einer gewissen Zahl läuft da nämlich nichts mehr (der Grund ist schlicht und einfach die extrem schwache Kanalkapazität der kleinen Server), so daß bei großen User-Zahlen nur noch ein Mainframe den Betrieb aufrecht erhalten kann.
* 23.12.96
Das haben jetzt auch die ganzen Netzwerk- und Internet-Fuzzis gemerkt, denen ihre Kästen schlichtweg stehenbleiben. Und IBM lacht sich einen, die sind wieder an vorderster Front - vor allem, weil die Ahnungslosen, die noch Großrechner bauten oder eingesetzt hatten, diese herausgeworfen haben...
TINA


C-001.010
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-5040-4:

Lieber Hain Blöd, wenn Du mit Deinem Rechner rumspielen kannst, dann hast Du das "einer kleinen elitären Minderheit" zu verdanken, die diese Maschinen geschaffen haben.

Um Deinem Denken mal ein wenig nachzuhelfen, schlag nach bei Hans Weigel "Die Leiden der jungen Wörter":

TINA


C-001.011
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Datensicherung: Lieber X, auch wir kennen eine Sekretärin, die in Heimarbeit Buchmanuskripte getippt hat (nach Bandaufnahme). Diese werte Dame hat seit Installation ihrer Maschine 3 volle Jahre lang gearbeitet ohne eine einzige Sicherung zu machen. Als sie mit "DEL *.*" einmal alle Texte gelöscht hatte, sollten sie mit Nortons UNDELETE wiederbelebt werden. O.K., die Texte waren wieder da, nur hat jetzt das schrottreife Textprogramm gemeldet: "Platte defekt". Die Platte war jedoch nicht defekt! Es war lediglich so, daß durch die Wiederherstellung nicht exakt 100%-ig jenes Datenmuster erzeugt worden war, wie es das Textprogramm gebastelt hatte. Folge: Das Textprogramm ist BEI JEDEM Text abgeschmiert mit eben der blöden Meldung, die Platte sei defekt. Nicht einmal Teile der Texte konnten gerettet werden, da diese auch noch in chaotischem EBCDIC gespeichert waren, so daß kein anderes Programm sie lesen konnte (womit ein Import wieder möglich gewesen wäre). Weil die Manuskripte ständig ergänzt werden müssen (juristische + BWL-Texte, die Gesetzesänderungen usw. berücksichtigen müssen), waren volle 3 Jahre Arbeit im Eimer! Den Namen des Herstellers des Textprogramms brauche ich wohl nicht zu nennen, er stellt auch Hardware her...
TINA


C-001.012
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Lieber X, die Rückgabe von 40% der CDs kann nur da stattfinden, wo sie möglich ist. Hier in Deutschland weigern sich aber z.B. die Lieferanten schlichtweg, selbst dann, wenn sich das verdammte Programm nicht einmal installieren läßt. Das ist mir gerade passiert mit einem sogenannten "Harddisk-Lexikon". Der Installer stürzt regelmäßig ab - und damit hat es sich dann. Und der Verkäufer weigert sich, die CD zurückzunehmen. Wieder mal Zig Mark zum Fenster rausgeschmissen.

Deine Meinung, daß es sich räche, daß hier die Großen das Geschäft alleine machen wollten, kann ich so nicht akzeptieren. Es sind einfach Pfuscher und Raffkes am Werk, die (egal ob Großfirma oder kleiner Eckladen) irgend etwas zusammenpfriemeln, Hauptsache, das Zeug geht über den Ladentisch. Daß der Kunde erwartet, daß die Programme auch noch funktionieren!? Nein! Wo kämen wir denn da hin!?

Ich erinnere nur an den Fall, wo vor einigen Jahren jemand - mitten in Deutschland! - Speichererweiterungen verkauft hat. Ich zitiere aus einem Brief, den ich dazu erhielt:

So wird aus lauter Angst vor den lieben Anzeigenkunden fast jede Schweinerei in Deutschland totgeschwiegen. Das eben ist es, was den Firmen diese unglaublichen Sauereien ermöglicht. Würden die Sachen publik, dann würden viele Firmen schnell pleite sein. Vielleicht würden dann manche auch endlich mit ihrem Pfusch aufhören. Wie das Beispiel Intel-Bug zeigt, hat das alles nichts mit Firmen-Größe zu tun, nur mit Größe, menschlicher Größe.

Und noch etwas: Bei fast allen CDs ist ein INSTALL-Programm dabei. Wer zum Teufel braucht denn ein Install-Programm, das tonnenweise Müll auf die Platte kippt, den man nachher nicht wieder loswerden kann, weil das Biest sich z.B. in die Windows-Directories eingenistet und obendrein auch noch die INI-Files versaut hat!? Dabei ist es doch stinkeinfach, von der CD mit XCOPY in ein Directory der Platte zu kopieren. Mehr macht der Installer im Endeffekt bei einer ganzen Reihe von Programmen auch nicht. Weil man aber nicht weiß, was er noch anrichtet (vor allem, was er abschießt), ist man nach einigen Bruchlandungen vorsichtig und schmeißt solche CDs eher auf den Müll als sie an seinen Rechner zu lassen.
TINA


C-001.013
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Lieber X, wenn interaktives Fernsehen und Video-on-Demand in den USA nicht so liefen, wie sich die Investoren das dachten, dann schlicht und einfach deshalb, weil die Investoren absahnen wollten und die Kunden jedoch gemerkt haben, das dieser ganze Käse unheimlich teuer ist. Eine SAT-Schüssel auf dem Dach kostet nämlich nichts und dafür nimmt man eben die Werbung in Kauf bzw zappt auf den nächsten Kanal, wobei die Amis wohl ziemlich faul sind und nicht einmal zappen. Das war ja auch die traurige Erkenntnis der Marketing-Spezis, die hier in Deutschland auf die gleiche Faulheit gebaut hatten - deren Wortschatz jedoch um "Zappen" und "Verluste" reicher wurde...
TINA


C-001.014
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Hi, Apricorn! Du sprichst mir aus der Seele. Ich bitte jedoch, folgendes zu bedenken:

TINA


C-001.015
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Troni: Du hast recht: Shareware wird nicht sterben. Vor allem nicht, weil die Softwarehersteller auf diese Weise ihre alten Sünden immer noch mit Gewinn verkaufen können. Ja, selbst wenn sie hier ihr altes Zeug verschenken, bringt das immer noch Geld, weil es ja die Updates gibt...
TINA


C-001.016 
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Hain Blöd, die Shareware ist kommerziell! Es ist nur ein anderer Vertriebsweg als jener, bei dem man direkt bei der Waren-Übergabe bezahlen muß. Warum, glaubst Du wohl, gibt es jetzt Compiler usw. über den Fast-Umsonst-Weg? Weil die Hersteller um Marktanteile kämpfen und die Kunden ködern wollen. Zum einen bekommen sie direkt für die "Brennrechte" für die CD das erste Geld, ganz sicher aber, wenn die Leute später die neueren Programmversionen kaufen wollen - und für die müssen sie blechen!
TINA


C-001.017
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Wonko und Andy: Die Festplatten, die heute gebaut werden, haben eine Mechanik, zu der je nach Verkaufszweck verschiedene On-board-Controller als Elektronik-Platine geschraubt werden. Also sind IDE und SCSI-Platten intern vollkommen identisch. Nur das Interface ist anders. Bei SCSI ist es aufwendiger - und das lassen sich die Hersteller teuer bezahlen. Eine 1-Giga-Platte kostet daher rund 500 DM mehr, also fast das doppelte wie eine IDE-Platte. Wer billig eine Platte will, der sollte also in jedem Fall (E)IDE kaufen. Wer aber Systemleistung braucht, für den gibt es nur SCSI. Außerdem ist der Kommentar hinsichtlich der 7 SCSI-Geräte am Controller-Strang korrekt. Ich z.B. kann in meinen Computer keine Karten mehr stecken, weil bei diesen blöden PC-Mainboards nur 5 oder 7 Slots sind. (Mein alter Rechner hatte 20 Slots gehabt!) Also muß ich SCSI nehmen, weil ich sonst für jede Aufgabe einen eigenen Rechner zusammenstöpseln müßte, oder wie jene, die auf PCMCIA hereinfallen, jedes Mal eine neue Karte in den Rechner stecken (was bei PCMCIA zum Glück ohne Ausschalten geht). Blöderweise kann es aber Software geben, die vorher wissen möchte, ob das Gerät auch da ist - und wenn der Rechner beim Booten dieses nicht gefunden hat, sich nachher weigert...

Der Cache auf einem Cache-Controller bringt fast nichts. Der Knackpunkt ist nämlich ein ganz anderer: Die heutigen Platten haben fast alle einen eigenen Cache und der Cache des Controllers kann sich u.U. sogar mit dem der Platte "verwuseln", so daß der Controller nur Geld kostet, sonst nix. Außerdem ist Cache grundsätzlich eine Frage der Software, die Daten schreibt oder liest. Die dabei anfallenden Datenpakete haben eine gewisse durchschnittliche Größe. Zugriffsmethode und Paketgröße spielen die entscheidende Rolle. Als Diagramm betrachtet, ist das eine S-Kurve, ähnlich einer Hysterese-Kurve. Sind die Datenpakete größer als der Cache, dann geht die Performance voll in die Knie, weil der Cache nichts mehr nützt. Sind die Pakete sehr klein und nie im Cache, nützt der Cache ebensowenig. Ganz wichtig ist auch die Verteilung der Daten auf der Platte (Fahrwege!) Wer ständig in tief verschachtelten Directories werkelt, der muß dafür mit Perfomance-Verlusten büßen. Bei Windows mit Cache-Controller wird durch die zum Teil sehr großen Datenmengen das Ganze ad absurdum geführt. Wenn man sich überlegt, daß WIN nur einen großen Hauptspeicher simuliert und deshalb swapped, dann leuchtet ein, daß ein billiger Controller und dafür 16 MB mehr Hauptspeicher (also 32 MB) wesentlich mehr bringt. Ich habe jetzt echte WIN-Fans kennengelernt, die fahren 32 MB und sogar 64 MB RAM Hauptspeicher.
TINA


C-001.018
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Lieber Meister Zufall, Deine Platte tickt nicht richtig! Aber um das herauszufinden, muß man nur einen kleinen Test machen: Versorge die Platte aus einem anderen Netzteil. Schalte diesen Strom ein, warte 5 Minuten, dann schalte Deinen PC ein. Der müßte jetzt ganz schnell hochfahren. Ist das der Fall, dann hat die Platte Schwierigkeiten beim Hochfahren, entweder weil Braucht der Rechner aber trotzdem sehr lange zum Booten, dann ist etwas anderes faul. Um das zu testen: Alles ausbauen, nur Video-Karte drin lassen. Dann einschalten. Jetzt muß sehr schnell das RAM-Hochzählen kommen. Ausschalten; nach und nach alle Karten einbauen und jeweils testen. So, wie ich Deinen Fall sehe, ist aber mit größter Wahrscheinlichkeit die Platte beschädigt.
TINA


C-001.019
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Mad Monkey: Die Platte ist vielleicht kaputt, aber es kann auch etwas anderes sein. Deine Angabe "Neue Platte" sagt nicht, wer die eingebaut hat und was Ihr alles ausprobiert habt, um die alte zu analysieren. Wenn man den Bootsektor abschießt oder die FAT, dann ist auch nix mehr los. Dann muß die Platte neu formatiert werden (low level). Oft reicht aber auch wohl ein FDISK. Habt Ihr das versucht? Ein Druck auf den RESET-Knopf kann sehr unerschiedliche Reaktionen auslösen. Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Schutzmaßnahmen gegen den Reset-Impuls gibt (z.B. ob irgendwelche Dinge noch zu Ende gebracht werden). Ich glaube das aber auch nicht. RESET ist eine sehr mächtige Sache und reißt wie an einer Signalleine in den alten Straßenbahnen alles auf einen Startzustand zurück. Dazu gibt es eine Reset-Leitung. Die führt aber nicht an alle ICs und schon gar nicht zu externen Dingen wie Floppy oder Festplatte. Diese Geräte werden beim Einschalten in einen Grundzustand versetzt durch deren interne On-board-Controller. Alle weiteren Effekte sind Software-Resets, die aber nur eine kleine Menge jener Funktionen auslösen wie ein echter harter Reset durch das Einschalten. Wenn also auf die RESET-Taste gedrückt wird, dann kann z.B. die Platte noch wuseln (z.B. schreiben!) und bekommt durch den Murks, den der RESET-Impuls auslöst, vielleicht falsche Daten, fährt den Kopf in den Orkus und klemmt ihn ein. Das Geräusch der Platte klingt verdächtig danach. Ich glaube, daß mir so etwas auch schon mal passiert ist - aber ich kann mich an nichts mehr erinnern. Falls die Platte per FDISK nicht anzusprechen ist, solltet Ihr mit SPEEDSTOR versuchen, Tests durchzuführen. Vielleicht beherrscht das BIOS auch Plattentests. Wenn es eine IDE-Platte ist, dann solltet Ihr aber kein Low-level-Format von dort machen, weil das die Platten killen kann. Mechanisch ist sie dann zwar nicht kaputt, aber für die interne Steuerung der Platte würden notwendige Informationen gelöscht (dann könntet Ihr sie wegwerfen).
TINA


C-001.020
written ..........: ?.?.1994
last time revised : 23.12.96
Joe Cool: Beim XT gibt es kein CMOS-RAM, also auch keine Anmeldung einer Festplatte. Ein XT hat auch keine 16-Bit-Slots. Also sieh Dir den Controller an. Wenn Du einen IDE-Controller hast, dann haste Pech jehabt. Ist es ein 8-Bit-Controller, dann reicht einfach FDISK, falls die Platte schon low-level-formatiert ist. Ist sie das nicht oder Du hast einen Controller, der vorher an einer anderen Platte war, dann muß Du vermutlich die Platte neu formatieren, weil die Signale der Platte vom Controller nicht richtig gelesen werden könnten, also den DEBUG starten. Dann G=C800,3 eingeben (oder so ähnlich). Das hängt auch vom Controller ab. Falls Du SPEEDSTOR hast, ist die Sache leichter, weil das dann Menü-geführt geht. (Wer kein SPEEDSTOR hat, ist eh ein armes Schwein...) Viel Spaß!
TINA


C-001.021
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Probleme mit der Hotline...

Klar, warum Du nichts rausfinden konntest: "Heißline" kommt von "heiße Luft". Hast Du etwa etwas andere erwartet, Fly? Als erstes solltest Du den Controller ausbauen. Dann den Rechner starten und mit MSD die Interrupts usw. durchsehen. Im Zweifelsfall auch die Karten ziehen und dort die Jumper überprüfen. Dann den CD-ROM-Controller wegen Jumper nachsehen. Falls das nix bringt: Die parallelen und seriellen Schnittstellen disablen bzw die Karten ziehen, ebenso Soundkarte. Dann versuch's nochmal mit der IDE-Karte. Wenn das noch nichts genutzt hat, wird's complicated, aber Du kennst jetzt den Weg: rausfinden, was mit wem kollidiert. Wieso hast Du eigentlich eine Controller-Karte gekauft? Hast Du keine Sound-Karte? Bei einigen kann doch dort das CD-ROM-Laufwerk anschließen. Falls Du eine Sound-Karte hast und dort ist zwar eine Schnittstelle, aber die falsche, dh sie paßt nicht für Dein Laufwerk, dann ist der Controller auf der Soundkarte zu disablen, sonst krachts...
TINA


C-001.022
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
RUBRIK=04-2740-391

Was ein EDV-Fachwirt ist, müssen Dir die im Arbeitsamt erklären. Die Schulungen werden (z.B. bei Umschulungen) auch von privaten Schulen durchgeführt. Die Prüfungen werden z.T. von der IHK abgenommen. Schau danach, ob die Ausbildung einen stattlich oder einen von der IHK anerkannten Abschluß hat. Da gibt es Unterschiede. Es kommt auch darauf an, was für eine Vorbildung Du hast. Ganz bestimmt macht es weder Spaß noch Sinn, etwas zu lernen, wenn Du hinterher doch keinen Job kriegst, weil es zu wenige Arbeitsplätze dazu gibt. Also erkundige Dich vorher, wie die Sache aussieht. EDV ist natürlich immer gut, aber weder Allheilmittel noch eine Garantie für einen Arbeitsplatz. Es gibt genug Informatiker (von der Uni!), die als Verkäufer im Supermarkt endeten - und das mit den besten Zeugnissen!
TINA


C-001.023
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hi, Holzwurm! Die Sony MD wird ein furchtbarer Flop werden, weil Sony es in über 3 Jahren immer noch nicht geschafft hat, das Ding tatsächlich auf den Markt zu bringen: Als wir von dem Ding hörten, wollten wir sofort Unterlagen, aber keiner wußte Bescheid...

Die MD ist dem Syquest usw. deutlich überlegen, weil der Datenträger sehr klein und robust ist und auch billig. Die MD ist der geniale Nachfolger für die 3,5"-Disketten. Besonders geschickt wäre sie für Laptops und Notebooks, wo sie im unteren Segment eine mehr als vollwertige 2. Platte sein würde. Das gilt aber nur rein technisch gesehen. Vermarktung: Siehe oben! Preis: viel zu hoch! Stand der Dinge ist, daß das ZIP-Laufwerk der Renner wird, wenn es denn endlich einmal käme... IO-Mega wäre sonst drauf und dran, in die Fußtapfen von Sony zu latschen.
* 23.12.96
1. Die MD ist bis heute nicht in Erscheinung getreten. Sharp erst hat es versucht, das Ding wirklich auf den Markt zu bringen, zur Jahreswende 96/97 (siehe andere Meldungen im Reaktor).
2. Das ZIP-Laufwerk wurde ein Renner !
TINA


C-001.024
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Stellt Euch vor, Ihr nehmt einen Schweißdraht und die Gasflamme und schmelzt den Draht an - und Tropfen für Tropfen setzt Ihr eine Raupe zusammen, die immer weiter wächst, weil ihr auf der Raupe immer mehr auftragt. Auf diese Weise, z.B. immer im Kreis herum, kann man ein Rohr "schweißen". Eben genau nach diesem Rezept wird das jetzt mit Lasern gemacht, die einen Metalldraht erhitzen und dabei immer Materialportionen auf eine Unterlage auftragen. Damit kann man sehr schnell Prototypen herstellen.[OLE!, 11/94]
TINA


C-001.025
written ..........: 10.5.95
last time revised : 23.12.96
Nicht nur x-Inside muß Rückruf-Aktionen machen: Auch HP hat bei den Prozessoren PA-7100 und PA 7150 Fehler eingebaut. Betroffen sind 20.000 Rechner.
TINA


C-001.026
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Idee der Temperatur-gesteuerten Lüfter in den Netzteilen klingt nicht schlecht. Sie hat aber einen entscheidenden Fehler: Der Lüfter transportiert die Luft aus dem Rechner heraus, sorgt also für Zirkulation und das Einströmen von kalter Luft an Karten und eingebaute Geräte (denkt an die heißen 486er!). Solange der Lüfter nicht eingeschaltet ist, wirds dort heiß, ist der Luftstrom zu schwach, gibt's ne kurze Lebensdauer...!
TINA


C-001.027
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wenn Du bei Tante Beate antwortest, also z.B. eine Postkarte schickst, dann haben die Deine Adresse. Und die verkaufen sie dann z.B. an den Bücherbund. Wundert Euch also nicht, warum plötzlich so viel Post kommt. Pro Adresse kriegen die dann wohl 1 oder 2 oder 3 DM - recht einträglich das Ganze! Wann habt Ihr zuletzt an Tante Beate geschrieben?
TINA


C-001.028
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Kann mir jemand verraten, wieso die Cartridges für die HP Laserjet 3 intern keine Beleuchtung haben?
* 15.8.97
Weil es sich um einen Einkomponenten-Toner handelt.
TINA


C-001.029
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
BIG T (Ist das ein -Bone?)! Du schreibst nicht, wie die Platte des XTs formatiert wurde und wer es gemacht hat. Hast Du gesehen, daß die Platte einwandfrei läuft, dh sich einwandfrei formatieren läßt? Womit wurde die Platte formatiert? MFM-Platten haben den kleinen Fehler, daß sie sich zwar formatieren lassen, daß aber ein Fehler dabei nicht immer gemeldet wird. Ob die Platte tatsächlich einwandfrei formatiert wurde, kann man nur feststellen durch einen anschliessenden Oberflächen-Test. Das beste Tool zum Installieren scheint DM (Diskmanager) oder Speedstor zu sein. Zum Testen ist Speedstore aber eindeutig vorzuziehen. Was für ein Controller ist im Rechner? Kann dieser Controller formatieren oder braucht man ein Hilfsprogramm dazu? Hast Du nach dem Formatieren FDISK ausprobiert? Wie ist die Fehlermeldung - falls eine kam? Melde Dich mal mit den Antworten auf die Fragen, dann kann ich Dir weiterhelfen!
TINA


C-001.030
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hi, Sid Amos! Die Angabe des freien RAMs hängt von den BIOS-Einstellungen ab. Durch einige Tricks können da ein paar Kilo verlorengehen (Cache enabled und so). Genaues weiß ich nicht, weil für mich der ganze Krempel mit dem RAM Kinderkram ist. Ein vernünftiger Rechner, der sein BS automatisch an die Oberkante des RAMs bzw an eine vom Anwender (!) vorgegebene Oberkante schiebt, ist das einzige, was ich akzeptiere. Mein alter Rechner lief schon vor 18 Jahren nach diesem Prinzip!
* 23.12.96
Nun sind es 20 Jahre, und noch immer nichts Gutes unter der Sonne...
TINA


C-001.031
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Prof. Mario Dal Cin, Erlangen, bei der Eröffnung des Symposions "Leistung und Verläßlichkeit von Computern":

Der Kommentar des Profs hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Computer bzw der Programme dafür ist um wesentliche Punkte zu erweitern:


TINA


C-001.032
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
J.-L. Picard! Das Ein- und Ausschalten eines komplizierten elektronischen Geräts (wie z.B. einem Computer) bewirkt sowohl beim Einschalten, wie auch beim Ausschalten Stress für die Bauteile, weil es in den Phasen mit einem ansteigenden Strom bzw Spannung (und jenen mit abfallendem..) keine Steuerung gibt, so daß die Grenzwerte deutlich überschritten werden können, Treiber können gegeneinander arbeiten usw. usw. Außerdem werden die Festplatten "gequält", weil die Mimiken für die Kopf-Positionierung nicht so gut sind, als daß sie diesen Stress vermeiden würden. Es gibt bei Platten nur 1 oder 2 Ausnahmen, bei denen die Köpfe schonend geparkt, dh NICHT auf der Plattenoberfläche aufgesetzt werden.

Das Ganze hängt auch vom Gesamtstrom des Systems ab: Je größer das System, desto größer die Ströme, die benötigt werden bzw die tatsächlich geliefert werden - und die dann wild vagabundieren!

Es gibt bis heute anscheinend keinen Computer, der sowohl astrein sauber herauf- als auch herunter gefahren werden kann. Man geht bei Computern - wie auch fast allen anderen industriellen Produkten - von einer geplanten mittleren Lebenserwartung aus. Bei Festplatten wird die Lebensdauer angegeben bei einer Nenn-Lagertemperatur von x Grad, bei einer Nenn-Belastung von y Prozent, dh soundsoviele Zugriffe pro Minute, dann wieder soundsolange Ruhe. Dadurch kommen auch die extrem hohen Zahlenwerte heraus von z.B. 500.000 Stunden! Reale Anwendungen mit z.B. 1000 Tage Windows-Schaufeln, 24h am Tag, oder die Arbeit in einem Server in einem nonstop benutzten Netzwerk lassen die Leute blaß werden.

Das erklärt auch viele Preisunterschiede: Die einen Geräte sind für harten Einsatz konzipiert bzw "Einsatz unter rauhen Bedingungen", die anderen sind Low-Cost-Consumer-Produkte, bei denen man ohnehin nur eine ganz geringe Nutzungszeit pro Tag annimmt (das heißt, diese voraussetzt!).

Eine Anmerkung zum Schalter selbst: Beim Schalten entsteht ein Plasma, das den Schaltkontakt Stück für Stück abbrennt, je länger es existiert. Daher darf man den Hebel nicht zu langsam bewegen. Macht man den Fehler oft, bemerkt man bald ein Knistern und das Licht geht aus. Besitzer alter Geräte kennen diesen Effekt...
TINA


C-001.033
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ein Cache ist ein Speicher, der nach einem bestimmten Algorithmus neue Daten hereinliest und bei Erreichen seiner Speicherkapazität alte Inhalte überschreiben muß. Welche alten Inhalte er überschreibt, ist eine Frage der Strategie, die man durch Tests mit realen Daten ausprobiert. Der Cache muß einen möglichst direkten Zugriff auf den physikalischen Speicher haben, um diesen Zugriff optimal machen zu können. Ein wesentlicher Knackpunkt ist z.B. bei IDE und SCSI-Platten die Umsetzung von logischen Tracks und Sektoren (die das DOS "sieht") und der tatsächlichen Hardware in der Platte. Sinnvollerweise verwendet man bei einem Zugriff immer die gleiche Spur und schaltet auf die nächste Oberfläche um. Weil aber der Onboard-Controller die Umsetzung macht, kann der Cache im Rechner nicht mehr optimal arbeiten.

Der Cache auf der Platte kann viel besser arbeiten, weil er genau "weiß", wie die Platte aufgebaut ist. Ein wichtiger Schritt eines Cache besteht darin, schon im voraus Daten zu lesen, die anschließend benötigt werden ("lookahead"). Dazu ist es sinnvoll, u.U. die ganze Spur zu lesen und so die Latenzzeit möglichst auszuschalten. Ein bekanntes Verfahren zum Bestimmen, welche alte Daten im Cache überschrieben werden, ist, jene Daten herauszuwerfen (zu überschreiben), die am längsten nicht benutzt wurden.

Interessanterweise gibt es aber ein Verfahren, welches jene Daten herauswirft, die als letzte benutzt wurden (Argument: "Das haben wir jetzt erledigt"!). Dieses Verfahren ist ebenfalls sehr erfolgreich, setzt aber - wie alle anderen Verfahren - bestimmte Zugriffe auf Daten voraus. Die Optimierungsmethoden sind also von den Daten und den Zugriffen darauf (durch das Verarbeitungsprogramm) abhängig. Wie man leicht sehen kann, gibt es nun das Problem, daß die 3 Caches (Windows plus Swappen!, Controller-Cache und platteninterner Cache) gegeneinander arbeiten können. Für den normalen Anwender ist das nicht durchschaubar. Außerdem hat er keinerlei Möglichkeiten, die Caches bzw ihre Strategien zu bestimmen. Also gibt es nur die Lösung "Augen zu und durch!" und zu hoffen, daß man damit günstig fährt. Die beste Wahl ist eine Platte mit einem möglichst großen Cache, um so möglichst viele Spuren lesen zu lassen. Gute Platten haben mindestens 512k Cache, das reicht "gerade für den Anfang", weil pro Spur bereits sehr viele k untergebracht sind. Man kann hier schon sehen, daß eine stark fragmentierte Platte auch diesen Cache ins Schleudern bringen kann, weil der interne Controller nicht im voraus wissen kann, von welcher Spur gelesen werden soll. Eine Defragmentierung im doppelten Sinn ist es daher, sowohl die wild über die reale Platte verstreuten Daten als auch die beim Zugriff auf das Laufwerk benutzte Umsetzungstabelle auszuschalten. Das geschieht implizit in jenem Cache auf dem Controller, indem dieser einfach eine ausreichend große Datenmenge einliest. Sinnvollerweise muß es nun zwischen dem Cache im Rechner und dem Cache auf dem Controller ein bestimmtes Größenverhältnis geben, um optimale Verhältnisse zu erreichen. Dieses Größenverhältnis wird durch die Zugriffstrategien und durch die durchgeschleusten Datenmengen bestimmt. Entscheidend sind dabei Anzahl und Größe der Datenpakete, die der Rechner pro Sekunde von seinem Cache anfordert und Anzahl und Größe jener Datenpakete, die der Cache daraufhin vom Controller anfordert. Ein Programm, das ständig nur neue Daten liest (z.B. beim Kopieren) erfordert einen guten Lookahead und bildet praktisch die Grenzlast dessen, was das Plattenlaufwerk physikalisch liefern kann. Ein Programm, das stets nur kleine Pakete benutzt, deren Größe weit unter jenen der Caches liegt (und dies von immer nahe beieinander liegenden Stellen) wird sehr gute Performance-Werte erreichen, die meist bestimmt sind durch die Software-Overheads. Das sind die beiden Extreme. Und dazwischen findet die tägliche Arbeit am Computer statt. Das ist dann die Praxis. Wenn Du, Andy, das Glück hast, daß Dein Rechner mit seinem Cache-Controller eine gute Performance liefert, dann zeigt das, daß die HW und SW ausreichend zueinander passen. Es kann aber ebensogut wesentlich schlechter sein. Freue Dich also und denk' dran: "Ohne Theorie keine Praxis"!
TINA


C-001.034
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Zeugnisse müssen aus juristischen Gründen verschlüsselt sein. Schriebe jemand die Wahrheit (dh negativ), so könnte er mit Erfolg (!) verklagt werden (ist schon oft genug geschehen, selbst bei Umschreibungen, die aber "nicht freundlich genug" waren). Dieser Zwang, die Wahrheit zu sagen, aber andere Worte bzw Umschreibungen dafür benutzen zu müssen, ist also durch die Justiz erzwungen. Wobei die liebe deutsche Justiz so abgrundtief dämlich ist, daß sie trotz Bekanntwerden von eindeutig bekannten Ersatzformulierungen nichts gegen diese tut. Es gibt im übrigen schon seit geraumer Zeit ein Programm auf dem Markt, mit dem Personalchefs die Zeugnisse schreiben lassen können: Sie geben die Noten (!) ein und der Computer holt aus seiner Datenbank die passenden Sätze dazu! Kann man die Justiz besser darstellen???
TINA


C-001.035
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
X! Die Verarschung durch die sogenannte Fachpresse geht nun über 15 Jahre. Die haben einfach Angst, die Tatsachen auf den Tisch zu legen, weil sie sonst ihre Anzeigenkunden verlieren bzw eine Klage am Hals haben wegen Geschäftsschädigung, Verleumdung usw. So werden selbst offenkundige Betrüger noch gedeckt!
TINA


C-001.036
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Lieber Ginsei Shinzaki, zum Burn-In: Du verwechselst die normalen Burn-Ins vor Auslieferung eines Geräts, die meist nur 24 Stunden (oder weniger) betragen, und die fertigungsbegleitenden Burn-Ins für die Qualitätskontrolle. Bei der Herstellung von Kondensatoren usw. wird aus der normalen Produktionsmenge eine bestimmte Anzahl entnommen und zum Teil sehr harten Tests unterworfen. Beim Burn-In eines Gerätes will man nur sicherstellen, daß das Gerät auch die Garantiezeit überlebt und nicht etwa schon nach 1 oder 2 Stunden ausfällt. Die Ausfallrate hat die berühmte "Badewannenform": zu Anfang hoch, dann ganz gering, schwach steigend, zum Schluß steiler steigend, hoch. Tests für zu verkaufende Geräte unter erhöhten Temperaturen durchzuführen, wäre völlig unsinnig, weil durch die starke Alterung die Geräte zerstört bzw im Wert gemindert würden.Bei Einzelbauteilen macht man die harten Tests, vor allem Temperaturzyklen (dh rauf und runter mit der Temperatur - das ist viel schlimmer als eine gleichbleibende Temperatur!), um zu prüfen, ob die anderen (!) Bauteile aus der gleichen Charge die zugesicherte Lebensdauer, durchschnittliche Ausfallrate usw. auch tatsächlich einhalten. Die getesteten Bauteile werden anschließend nicht verkauft, sondern weggeworfen!

Einzige Ausnahme dieser Methode sind Bauteile für extreme Anwendungen, z.B. für die Leistungsverstärker im Transatlantik-Kabel, wo man die Bauteile künstlich altert, um ganz genau definierte Bedinungen zu schaffen. Bei den Hochleistungstransistoren hat man damals für jedes einzelne Exemplar einen ganzen Leitz-Ordner voll Testprotokolle gehabt. Diese Bauteile sind dann natürlich entsprechend teuer.
TINA


C-001.037
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Sorry, Andy, aber SCSI ist ganz bestimmt nicht "out". Die SCSI-Schnittstelle ist nämlich maschinen-unabhängig, wodurch eine SCSI-Platte an einem Mac, einem PC und auch an einem Großrechner angeschlossen werden kann. IDE ist da nur ein kleiner Furz in der PC-Welt... Und der lebt auch noch nicht mehr lang, weil die Hersteller den USB oder SSA benutzen werden, um die gleiche Durchgängigkeit wie von SCSI auch im Low-Cost-Bereich haben zu können. Dann werden alle Tastaturen, Platten, Floppy-Laufwerke usw. die gleiche Schnittstelle haben, so daß man nur noch EINEN EINZIGEN (!) Anschluß im Computer braucht, was die Kosten dramatisch senken wird. Und der Stecker ist auch nur ein 4-poliger, so daß das Ganze sehr, sehr klein sein wird. Die ganzen Flachband-Kabel-Salate fallen also auch weg. Wenn man das Ganze mit einer passenden Steuerung versieht, dann kann man sogar Computer damit verbinden zu einem Netzwerk. IBM hat die ersten SSA-Produkte schon fertig. Mit "1-2 Jahre Zeit bis USB" ist es also auch nix. Das Zeug ist bereits da! USB/SSA werden also in 1-2 Jahren wesentlich mehr sein, als das, was heute IDE ist, denn im Gegensatz zu IDE ist SSA/USB (wie SCSI!) maschinen-unabhängig!
TINA


C-001.038
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
X! Einen Computer mit DOS onboard hat es schon vor 10 Jahren gegeben. Damals hat AMI (American Microsystems), ein Chip-Hersteller, CP/M auf einem Z80-Die im ROM integriert. Bei Systemstart wurde das CP/M dann ins RAM kopiert. Ob außer Samples auch Produktionsmengen die Firma verlassen haben, bezweifle ich.
TINA


C-001.039
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Recht hast Du, Nocheinstein! Was in den Berichten in YY usw. jedoch unterschlagen wurde, ist, daß I* diese Praxis schon seit Jahren ausübt. Wer z.B. einen Wartungsvertrag bei I* hat, muß damit rechnen, daß ihm nicht absolut neue Teile in den Rechner geschraubt werden, sondern gebrauchte und dann (nach Ausfall) reparierte! Das bedeutet für den Kunden, daß er den Wartungsvertrag bezahlt, damit vermutlich (je nach Vertrag) die Teile nicht extra bezahlen muß. Also könnte ihm das egal sein, denn, wenn wieder etwas kaputt geht, gibt es ja den Kundendienst, und der ist schon bezahlt. Irrtum!!! Der hauptsächliche Schaden, der dem Kunden entsteht, liegt nicht in den Kosten des defekten Teils, sondern im Produktionsausfall, während das defekte Teil vor sich hin dümpelt, wobei ein Totalausfall noch das Optimale ist. Sporadische Störungen, die sich monate- oder jahrelang dahinschleichen und immer wieder zuschlagen, können eine Firma in den Abgrund treiben.
TINA


C-001.040
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Digital Data! Die Herstellungskosten eines Festplatten-Laufwerks hängen ab vom Preis für die Scheiben und vom Preis des Rests. Also ist es logisch, so wenig Scheiben wie möglich einzubauen. Damit liegt bei einer einzigen Scheibe die unterste Kante für den Preis. Die Leistung des Laufwerks kann man nur noch durch mehr Scheiben oder höhere Schreibdichten erhöhen. Letzteres hat man gerade mit den magneto-resisitiven (MR)-Köpfen erreicht, zusätzlich mit einer statistischen Auswertung der Signale (Maximum Likelihood). Das bedeutet 500 MB Bzw 1 Gigabyte als unterstes Level. Das hat IBM schon vor Monaten prophezeit als Entry-Level für den Consumer-Bereich. Kleinere Platten zu kaufen ist für die Kunden nicht sinnvoll - und damit ist auch deren Produktion für die Hersteller sinnlos. Nur für hohe Anforderungen könnten besondere Versionen mit weniger als 1 Giga sinnvoll sein.
TINA


C-001.041
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ich behaupte: Im Zusammenhang mit einem besonders gut arbeitenden Plattenbetriebssystem (des On-board-Controllers auf der Festplatte) gibt es eine neue Methode zum De-Scramblen der Video-Signale der Pay-TV-Sender. Ich habe inzwischen festgestellt, daß es jemanden gibt, der es mit einer ähnlichen Idee wie ich sie habe, zur Zeit versucht, allerdings auf einem weit tieferen technischen Niveau, als ich es tun würde.

Ich behaupte, daß es möglich sein wird, die Signale (beliebige! Signale ) zu decodieren, jedoch nicht in Echtzeit. Man wird also auf Computer aufnehmen, umrechnen und sich dann entweder direkt am PC ansehen oder automatisch auf Band schreiben lassen können.Die entsprechende Festplatte gibt es bereits. Ich gebe den Herren Cracker eine Frist von einem Jahr.
* 23.12.96
Wo sind die Hacker geblieben, auf der Strecke...?
TINA


C-001.042
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Lieber X, wenn Du einen Computer als zu kompliziert bezeichnest, um Plug & Play zu ermöglichen, dann muß ich energisch widersprechen. Eben gerade die Komplexität ermöglicht Plug & Play, dh automatische Installation beim Booten. Es ist ja leider so, daß durch IBMs und M$s genialen Schwachsinn, nur so wenige Ports usw. zuzulassen, die Konstruktion der PCs so grauenhaft daneben ging. Mein alter Rechner, der Urvater aller Home-Computer auf diesem Globus, ein Altair 8800, hatte einen 8080, 256 Byte RAM und werkelte mit 2 MHz. Trotzdem hatte er (1975!) die Möglichkeit 65536 I/O-Ports anzusprechen. Es war ein entsetzlicher Rückschritt, von diesem, inzwischen auf 56k RAM (=48k+8k!) aufgerüsteten, Rechner umzusteigen auf einen PC mit 256k RAM und Festplatte. Anstatt wie bisher problemlos 4 Drucker anschließen zu können, waren nur noch 2 möglich usw. In meinem alten Rechner konnte man 16 verschiedene (!) CPUs parallel laufen lassen, vom 1802 bis zum 68000 - dagegen im PC: totales Vakuum. Bei meinem alten Rechner konnte man bei jeder Platine per DIP-Schalter die I/O-Adressen, RAM-Adressen usw. einstellen. Alles lief ohne jedes Problem (es sei denn, der Entwickler hatte geschlampt und Timing- oder Signal-Fehler gemacht, was leider oft vorkam). Natürlich war es für die Anwender nicht leicht, so einen Rechner zu installieren (aber ab da lief es problemlos), was aber nur daran lag, daß es damals noch nicht genug billiges RAM gab und auch nicht jene IC-Technologien wie heute, z.B. NV-RAM oder RAM-gesteuerte Logikbausteine. Hätte es diese Bausteine damals schon gegeben, so hätte man automatisch beim Hochfahren (eventuell über zusätzliche Steuerleitungen) die Adressen einstellen lassen können. Der Witz ist ja auch heute schließlich der, daß die Plug&Play-Karten eindeutig identifizierbare Nummern haben müssen, die es dem Prozessor ermöglichen, sie einzeln anzusprechen. Erst danach wird eine Umadressierung durchgeführt - was auf der Karte stattfindet, aber auch über Tabellen: beides höchst primitive Dinge!

Wenn heute bei einem PC die ganzen Problem auftreten, dann nur, weil es nicht genug Port-Adressen gibt, jahrelang haben die Hersteller einfach "300" genommen - und das war die "Reserve"-Adresse gewesen, wovon IBM angenommen hatte, daß eine reicht. Wollte man 2 Karten einstecken: Pech gehabt! (Steckt doch heute mal 2 Soundkarten parallel ein und schaut, was passiert...! Steckt 2 oder 3 IDE-Controller rein - was passiert?). Es hat sich eben eine Maschine zum Standard durchgesetzt, die nur für ganz wenige Aufgaben vorgesehen war, z.B. nur für 1 einziges Anwenderprogramm. Wer die Mic*soft-Hotline fragen wollte, wie er etwas installieren soll, dem wurde um die Ohren gehauen, er solle dies und jenes und PATH usw. in den AUTOEXEC schreiben - was absoluter Quatsch ist, weil man so etwas nur in jene BATCH-Files schreibt, mit denen man die einzelnen Programme startet. "Ja, sie wollen mit mehreren Programmen auf Ihrem PC arbeiten? So etwas haben wir nicht vorgesehen. Da wissen wir auch nicht weiter." erhält man dann fast wörtlich als Antwort - und dies HEUTE, nicht vor 10 Jahren! Der PC ist schlicht und einfach zu klein, er ist Hundefutter in der DOSe.
TINA


C-001.043
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ach, Natty Dread, da setzt Du Dich aber in die Nesseln: Ein Schüler, der wenig Geld hat, hat damit noch lange nicht das Recht, sich einfach Raubkopien zu besorgen! Im Übrigen kann er sich im PD-Bereich mit ausreichend Programmen versorgen, die eine mindestens ebensogute Qualität haben. Wenigstens aber kann er sich ältere Programm-Versionen kaufen, die inzwischen ausreichend billig sind (vielleicht 20 oder 30 DM). Auch finde ich es widersinnig, wenn ein 586-er Pilot jammert, er hätte kein Geld für die Software. Ganz anders sieht es dagegen mit Leuten aus, die eine ganze Stange Geld für die Programme hingeblättert haben und eben diese Programme funktionieren dann nicht einwandfrei! Dann hat m.E. der Käufer nicht nur das moralische Recht, sich schadlos zu halten. Daß er heute in unserer BR (B-Republik) vor Gericht nicht Recht zugesprochen bekommt, zeigt nur, wie weit die Juristen hier noch hinter dem Mond leben.
TINA


C-001.044
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Eine Blindensendung muß nicht unbedingt von einem Blinden zu einem 2. gehen und sie muß auch nicht in Blindenschrift sein! So gibt es Post von Bibliotheken (und die sind nicht blind!) an Blinde und zurück. Blindensendungen können Musikstücke enthalten. Heute können Blinde mit Scannern Texte lesen, dennoch sind sie blind. Ihnen also gedruckte Texte vorzuenthalten bzw diese nicht als "Blindensendung" zuzulassen, wäre Schwachsinn. Im Übrigen gibt es schon seit Jahren blinde Programmierer (ich komme mir richtig klein dagegen vor): Die arbeiten auch an Großrechnern etc, haben via Tastzeile den ganzen Bildschirm im Griff, alles im Kopf! Außerdem lassen sich viele Dinge (wie Grafiken) heute gar nicht mehr per Braille-Drucker ausdrucken, weil das Zeit- und Materialverschwendung wäre. Ob der Gilb die Blindensendungen noch länger machen wird, ist eine Frage der moralischen Integrität der Chefs in diesem Laden...
TINA


C-001.045
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-937:

Natty Dread, bei allem Respekt, aber einen Blick hinter die Kulissen solltest Du auch tun: So hat z.B. MTV Moderatoren, die einen barbarischen Akzent sprechen, seien es nun französische oder deutsche, die das Englisch zu Rade brechen. Warum? Weil diese Typen durch diesen Akzent so wunderbar "exotisch" wirken und daher die Zuschauer anziehen (betriebswirtschafliches Faktum!). Aus dem gleichen Grund wird das in den deutschen Sendern auch gemacht! Auch die Kamerafahrerei, als ob der Kameramann nicht nur besoffen ist, sondern auch noch eine Dosis LSD geschluckt hatte und an Zuckungen leidet, gehört zu diesem Mist. Insofern kann ich den Kommentar von The Fly sehr wohl verstehen (auch wenn ich ihn im Original nicht gelesen habe). Denk doch mal an die Nigger-Darstellung in "Starsky + Hutch" und vergleiche das mit den Filmen mit Sidney Poitier: da liegen Welten dazwischen. In der Krimi-Serie wird ein dunkelhäutiger Mensch als Halbidiot oder Dealer dargestellt, in den Poitier-Filmen als aufrechter, menschlich deutlich besserer Mensch als die "Quark-Gesichter". Und dann sieh Dir an, wie sehr dieses Nigger-Verhalten aus "Starsky + Hutch" in so vielen anderen Filmen nachgemacht wird und wie Du es auf der Straße wiederfindest, als Folge der Filme!

Wer aber macht nach, was Sidney Poitier vorlebt???

Wenn sich jemand gegen die Ver-Niggerung des Fernsehens wendet, so ist er damit noch lange kein Rassist, vielleicht sogar im Gegenteil jemand, der mehr Achtung vor Menschen hat als jemand, der als deutscher Moderator im Fernsehen wohlgesetzte und erlauchte Worte von sich gibt. Deutlicher gesagt:

- und ich glaube, daß wir darin wohl alle einer Meinung sind.

Das wäre doch was: Sidney Poitier als Kanzler! - endlich mal ein aufrechter Mensch als Politiker in Bonn...!!!
* 14.4.97 Schade, jetzt waren die Bahamas schneller: Sidney Poitier wurde zum Botschafter der Bahamas in Japan ernannt.
TINA


C-001.046
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Also mal ehrlich, Otti, diese Frau kann ich schon verstehen, die einen PC sucht und der vom Verkäufer eine elektrische Schreibmaschine empfohlen wird. Ich würde da auch ausrasten. Es muß ja nicht ein 486-soundsoviel sein, aber auf jeden Fall ein Computer mit brauchbarer Fullscreen-Darstellung, also mindestens XT mit Hercules-Karte. Ich bezweifle, daß Du jemals ernsthaft mit einer Schreibmaschine gearbeitet hast. Schreibmaschinen sind gnadenlos dämlich, auch die elektronischen mit Mehr-Zeilen-Display. Man kann weder sein Programm vernünftig updaten noch überhaupt ein anderes benutzen als nur das eine, was in der Maschine drin ist. Die Bedienung aber ist das Grauen persönlich. Stell Dir vor, Du dürftest die nächsten 20 Jahre nur mit EDLIN arbeiten! Ein Computer ist eine Maschine, die je nach geladenem Programm etwas anderes machen kann - eine Schreibmaschine kann das nicht. Vom Betriebswirtschaflichen her ist daher ein Computer immer, auch für daheim, das einzig Sinnvolle.
TINA


C-001.047
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hi, Nele! Die Definition von Intelligenz ist sehr simpel und präzise:
"Muster" ist dabei die sehr umfassende Beschreibung für Verhalten, Buchstaben, Töne, logische Dinge, usw. Es gibt daher eine mathematische, eine sprachliche, eine soziale Intelligenz, sowie viele andere, wobei man auch noch in analytische und kreative Anteile unterscheiden könnte. Jeder Mensch hat auf den verschiedenen Gebieten mehr oder weniger Kapazität. Was die sogenannten Intelligenztests messen, ist nichts weiter als die Reaktion auf ein vorgegebenes Muster an Fragen, Zeichnungen, mathematischen Aufgaben, Gedächtnis-Prüfungen, wobei Gedächtnis an sich nicht die mindeste Intelligenz hat, schwachsinnigerweise aber hoch bewertet wird. Falls die soziale Komponente jemals betrachtet wird, dann unter Garantie falsch, weil Sozialverhalten kann sich nur am realen Objekt zeigen. Insofern sind auch die Assessment-Center, die man gerade zur Erfassung von Dingen wie "Durchhaltevermögen", "Teamgeist" (was an sich schon Blödsinn genug ist) durchführt, totaler Nonsens - man fischt höchstens jene heraus, die auf die Aufgabe "Assessment-Center" die geschickteste Reaktionsfähigkeit haben, so wie man inzwischen auch weiß, daß die "Einser-Kandidaten", die vom Gymnasium geliefert werden, lediglich die Fähigkeit haben, dort Einsen zu sammeln. Das hat jedoch mit Intelligenz nicht sehr viel zu tun, lediglich mit Anpassungsfähigkeit an eine bestimmte Umgebung.
TINA


C-001.048
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Willkommen im Club, Herr Gravenreuth! Daß Sie "Günni" heißen sollen, ist vielleicht eine Modeerscheinung, verbirgt aber auch den harten Kern der Sache. Das halte ich für bedenklich. Auf der anderen Seite ist Annäherung eine Politik, die vielleicht - außer den formalen Informationen von der einen Seite des Schützengrabens zur anderen - ein wenig zur Erkenntnis verhilft. Wobei ich folgendes zu bedenken gebe:

Ein geschädigter Softwarehersteller muß den Kopierer (und nur die verfolgen Sie, wenn ich das richtig sehe) zivil verklagen und hat dann noch die Möglichkeit, gegen ihn strafrechtlich Anzeige zu erstatten.

Solange ein Kopierer nicht angezeigt wird, passiert ihm nichts. Wenn ein Softwarehersteller trotz Meldung eines betrogenen Käufers (der anstatt eines Originals eine Kopie) bekommen hat, nichts tut, dann geschieht nichts. Denn auch die Strafanzeige darf anscheinend nicht jeder erstatten. Das große Blabla der Softwarehersteller ist also zum größten Teil Mummenschanz. Der Buhmann ist dann letztendlich derjenige, der für diese Firmen die zur Abschreckung hin und wieder notwendige Drecksarbeit macht. Insofern ist der Ausdruck "Schützengraben" gerechtfertigt: In der großen Politik sind sich die größten Gauner immer handelseinig geworden - auf der Strecke geblieben sind nur die kleinen Fische und die Ehrlichen...
TINA


C-001.049
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Zero! Du sitzest einem ganz gefährlichen Irrtum auf! Public Domain darf nicht beliebig kopiert werden. Dazu hat es in Stuttgart bereits ein Urteil gegeben!
TINA


C-001.050
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Frage: Mad Monkey, wie viele Programme hast Du schon geschrieben??? So eine Antwort wie die Deine kann nur jemand geben, der nur Kopien geschnorrt hat. Meine Antwort ist nicht "von oben herab", sondern die Erfahrung aus x Computerclubs: Sobald jemand auch nur eine einzige Zeile Programm geschrieben hat, sieht er die Sache nämlich ganz anders. Und was Du da behauptest, ist moralisch, ethisch und juristisch falsch.


TINA


C-001.051
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Orwell! Die Behauptung "Wer heute noch raubkopiert, ist schwachsinnig." kann ich in dieser Form nicht stehen lassen, denn Du vergleichst den Preis für eine alte Programmversion mit der Tatsache, daß jemand die neue Version raubnutzt. Es ist wohl richtig, daß man sich die alte Version billig besorgen kann, aber bis das so weit ist, vergehen mehrere Jahre. Ein Update ist oft genauso teuer wie Neukauf. Gerade bei J*, K* und nachher L* waren die Update-Bedingungen eine pure Frechheit. Wer sieht, daß er als offiziell registrierter Anwender horrende Summen zahlen muß für Updates, und daß die Programme (auch weiterhin) furchtbare Fehler haben, wer sieht, daß die "Hotline" nichts anderes ist als eine Volksberuhigungs-Verarschung, der ist nicht ohne weiteres bereit, sich nochmals über den Tisch ziehen zu lassen. Ich kenne genug Leute, bei denen die gekaufte Software furchtbare Folgeschäden hinterlasssen hat. So jemand kauft bestimmt nichts mehr. Die Argumentation der Softwarehersteller erinnert fatal an Psychopathen, die Steine aus dem Fenster werfen und sich dann beklagen, daß die Scheibe kaputt ist...Ich will hier nicht für die Raubnutzung eintreten, aber ich weise ganz entschieden darauf hin, daß die meisten (größten?) Softwarefirmen in ihrem Geschäftsgebahren um keinen Deut besser sind als die Raubkopierer, ja, daß sie oft genug sogar selbst Raubkopierer sind - M* und ein paar andere dürfen jetzt ruhig einmal in den Spiegel schauen!
TINA


C-001.052
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ich schlage vor, daß wir hier im Interesse der Sache endlich eine klare Begriffstrennung durchführen:

Mit meiner Trennung ist zum Einen der bisher sträflich (sic!) vernachlässigte Punkt der Shareware endlich deutlicher erfaßt, zum anderen ist es meiner Meinung nach ein großer Unterschied, ob jemand ein Programm nur anwendet oder ob er aus krimineller Absicht heraus Kopien fertigt, die nur ein Kenner vom Original unterscheiden kann, und die er dann für horrendes Geld an Ahnungslose verkauft.
TINA


C-001.053
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hi, Wonko! Deiner Meinung kann ich in einem Punkt zustimmen. Ich bin zwar der Meinung "Wehret den Anfänge(r)n!", aber der Punkt mit den BBS ist schon richtig, wobei ich aber an etwas ganz anderes denke als Du. Die großen Vertriebsfirmen, die auf CD oder Funk (denk mal nach!) verkaufen, haben sich von den Autoren nicht die Rechte für den Vertrieb geholt, geschweige denn, sie überhaupt bezahlt. Kennst Du einen PD-Versender, der den Autoren etwas bezahlt??? Diese Händler machen durchaus 2-stellige Millionenumsätze im Monat, indem sie Dinge kopieren, die ihnen nicht gehören. Bei den meisten PD-Programmen ist explizit angegeben: "Darf nicht kommerziell" vertrieben werden". Na, was bedeutet denn das Wort "Raubkopierer"!?
TINA


C-001.054
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Der schweizerische Bundesrat hat Verbrauchs-Zielwerte für PCs und Monitore festgelegt. Damit wollen die Burschen jährlich bis zu 120 Mio kWh einsparen. Aber das ist eine Milchmädchenrechnung. Erstens haben sie nicht bekanntgegeben, wieviel denn nun so ein Monitor und ein PC verbrauchen dürfen. Zweitens haben sie vergessen, daß die Zahl der Computer auch in der unterentwickelten Schweiz noch weiter drastisch steigen wird. "Arbeitsplatzrechner und Monitore verbrauchen (in der Schweiz) heute im Ruhezustand (sleep mode) jährlich 300 Mio kWh, was fast 1/2 Prozent des Elektrizitätsverbrauchs der Schweiz entspricht." Noch eine Milchmädchenrechnung, denn erstens gibt es heute nur wenige Geräte, die einen idle-Modus haben, weil die meisten nämlich noch alte Hobel sind, und zweitens wird an den Computern gearbeitet, so daß kaum in den idle-Modus geschaltet wird. Wenn jemand wirklich sparen wollte, dann müßte er bei den Laserdruckern die dauernde Aufheizung der Heizwalze abschalten!
TINA


C-001.055
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es wird demnächst keine kleinen Festplatten mehr geben, weil die Kosten pro Mindestmechanik (mindestens 1 Scheibe) plus Elektronik zu hoch sind im Verhältnis zur Kapazität. Die Käufer würden nur noch die größeren nehmen. Die sind aber teurer! Um in unteren Preissegment verkaufen zu können, werden Flash-Drives produziert, die den Bereich bis 200 MB abdecken sollen.
TINA


C-001.056
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die neuen Flash-Drives, die auch in die PCMCIA-Karten eingebaut werden, haben einen großen Nachteil: maximal 100.000 Schreibzyklen, also eine sehr geringe Lebenserwartung.
TINA


C-001.057
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die neuesten kleinen Festplatten haben bei 1,8"-Scheiben 1 GigaByte Kapazität! Die leistungsfähigste 2,5"-Platte bringt es auf 1,35 GigaByte.
TINA


C-001.058
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Tschüss, ihr kleinen Cache-RAMs! Endlich gibt es brauchbare RAM-ICs! 256 Megabit, also 32 MegaByte, zu haben in den Ausführungen 64Mx4, 32Mx8, 16Mx32. Zugriffszeit 26 nsec. So richtig passend für die Notebooks. Betriebsspannung 2,5 oder 3,3 Volt. Hersteller: IBM, Siemens, Toshiba gemeinsam. Lieferung demnext. Muster gibt es schon.
TINA


C-001.059
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Kleine Rechenkunde: Für einen 586-iger Clone betragen die Herstellungskosten rund 270 US $. Die Stückzahlen sind zu klein. x-Inside hat es da leichter: Bei 40 Mio Stück/Jahr kostet ein Pension-Prozessor nur 100 US $!

(Hi, Säzzer! Dat da is keen Tippfehler nich!)
TINA


C-001.060
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hi, Shanky - The Mad Wolf! Du hast mich in einigen Punkten offensichtlich gewaltig mißverstanden. Ich wollte nur darlegen, warum es besser ist, eine größere Platte zu kaufen, als sich einen teureren Prozessor aufschwatzen zu lassen. Was letztendlich auf der Platte drauf ist, habe ich überhaupt nicht betrachtet.

Nun zu Deinen Punkten:

TINA


C-001.061
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hallo, Wonko der Verständige! Die Sache mit der identischen Mechanik kann man den Unterlagen der Hersteller entnehmen, welche die Platten wahlweise mit IDE- oder SCSI-Schnittstelle anbieten, bei sonst gleichen Daten.
TINA


C-001.062
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
So,so, Wonko der Verständige, Du mißtrauest meinen Worten!? Daß Platten nach Herstellernamen usw. gekauft werden, ist doch nichts Neues. Daß das zum Teil blindwütige Mystik ist und zum Teil großer Schwachsinn, ist auch nichts Neues. Daß SCSI ebenso wie IDE "auch nur mit Wasser kocht", ist auch nichts Neues. Aber SCSI hat den Vorteil eines Bus-Systems, welches die Slots insofern entlastet, als an einer Steckkarte 7 Geräte angeschlossen werden können. Darum spart man eben zusätzliche Controller für all jene Geräte ein, die man ebenfalls an den SCSI-Bus anschließen kann. Bei IDE ist ab 2 Stück Sense, es sei denn, man hat einen Controller, der 2 Kabelanschlüsse hat oder einen der speziellen, die 4 Platten vertragen. Die MFM-Platten haben übrigens auch oft 3 Adressbits, so daß man 4 oder mehr Platten anschließen kann. Dies aber wurde von IBM und Microsoft gnadenlos versaubeutelt.

Meinem alten Rechner trauere ich nach, weil der mehr Hardwareleistung und Flexibilität brachte, siehe 08-2740-247.

TINA


C-001.063
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt offensichtlich Schlitzohren - oder wofür sie sich auch immer halten - die gebrauchte Tonerpatronen verkaufen. Hier ein Tip:

Der Toner des HP Laserjet III ist eine Spezialsoße, die wegen ihrer Zusammensetzung sehr schwer ist. Ich habe 4 Patronen gewogen:

1. alt ......... 1080 Gramm
2. angefangen .. 1300 Gramm
3. gekauft ..... 1330 Gramm
4. gekauft ..... 1350 Gramm
"alt" heißt: kaum noch Schwärzung des Papiers, also weit über die Anzeige "Toner low" hinaus benutzt! Da meine Küchenwaage nicht das exakteste Meßgerät ist, können diese Werte nur als SEHR grobe Annäherung dienen! Wichtig ist die Differenz von ca 250 Gramm. Ausgehend von rund 3000 Drucken kann man ca 12 Seiten pro Gramm bedrucken bzw braucht 0,08 Gramm pro Seite. Damit kann man bei gebrauchten Cartridges nachrechnen, wieviel mit ihnen schon gedruckt wurde.
TINA


C-001.064
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
In Großbritannien sind zur Zeit 150.000 Überwachungskameras installiert, in Läden, Banken, in der U-Bahn, mitten in der Stadt. Und die Filme, die haben tolle Sachen drauf! Die kann man jetzt im Fernsehen anschauen: wie sich einer in der Nase bohrt, wie einer einen Lolli klaut oder einen Laden ausräumt. Alles nette Sachen. Hey! Ob jetzt das deutsche Fernsehen oder RTL auch die Filme zeigt? Privatsphäre gibt's ja sowieso keine mehr...
TINA


C-001.065
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ein arbeitsloser Informatiker hat in Regensburg von 350 Luxus-Autos die Reifen zerstochen.
TINA


C-001.066
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Jetzt gibt's ein Inserat in der Süddeutschen Zeitung "Ich höre Ihnen zu!" Ob der Mann wohl eine Spracherkennung plus ELIZA installiert hat...?
TINA


C-001.067
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
In den USA hat jeder 76. Einwohner ein Modem, in Deutschland jeder 380. und in Italien jeder 1800.
TINA


C-001.068
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
All der Schnickschnack mit den 70 Hertz und den 80 Hertz und den 90 Hertz und den 100 Hertz bei den Monitoren hat nun eine Ende, definitiv! Bis zu 1000 (eintausend!) Hertz schafft eine neue Technologie von Texas Instruments, die auch für Monitore mit mehr als 25 Zoll geeignet ist! Bis 2000 will TI 1 Milliarde Dollar Umsatz alleine damit machen.
TINA


C-001.069
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wie viele Telefone und so weiter haben wir in Deutschland? Wieviele gehen täglich kaputt? Die Post baut gerade eine neue Logistik auf, um täglich 35.000 defekte Geräte sortieren zu können. Siemens baut die Anlage.
TINA


C-001.070
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die bisherige Schranke von rund 10 Nanometer (=0,01 my) für die kleinsten fotolithografisch herstellbaren Strukturen soll durch ein neues Verfahren um den Faktor 1000 verbessert worden sein: Bis herunter auf 0,01 Nanometer soll es gehen, laut Harvard University und NIST (National Institute for Standards and Technology).
TINA


C-001.071
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
HP und Nokia wollen ein schnurloses Telefon bauen, das als Modul in einen Laptop/Notebook integriert werden soll.
TINA


C-001.072
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
In Japan wird angeblich daran gearbeitet, für Stumme eine Umsetzung der Gebärdensprache ins Englische zu machen. Ich nehme an, daß die Leute die multihypertollen Cyberspace-Handschuhe anbekommen und auf diese Weise das Signal erfaßt wird. Vermutlich wird dann in eine Projektionsanzeige vor dem Auge das Wort eingeblendet. Die Idee aus den Science-Fiction-Serien mit Leuten mit einer elektronischen Optik im Gesicht ist also doch nicht ganz so weit entfernt.

* 23.12.96
1. Meine Vermutung war richtig.
2. Ich habe jetzt eine ganz einfache Idee: Man muß nicht unbedingt eine Tastatur haben, wenn man schreiben will. Es reicht doch, wenn man mit Handschuhen arbeitet, in denen Tast-Schalter sind (wie in C-001.001). Also entfällt das "Hackbrett", äh Keyboard. Um zu sehen, was man getippt hat, wird das Ergebnis mit einem kleinen Bildschirm angezeigt, den wie einen militärischen Pilotenbildschirm am Kopf wie eine Art Rückspiegel hat. Dann könnte man jederzeit am Computer arbeiten, brauchte keinen großen Bildschirm eines Laptop oder Notebook - und auch keine große Tastatur. Für unterwegs ideal, besonders für Piloten, Polizisten, Astronauten - und Journalisten...
TINA


C-001.073
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Abfallvermeidung ist besser als Recycling. Also jede unnütze Verpackung vermeiden. Deshalb gibt es jetzt im MultiMedia ein Bundle: Autoradio mit Cassettendeck und CD-Wechsler, für 16.999 DM. Kein Cellophan, keine Pappe! Nee, das Ganze im Auto eingepackt.
TINA


C-001.074
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Endlich mal eine sinnvolle Aufgabe für Computer: Es gibt jetzt den ersten Airbag für LKWs! (Bei Volvo)

* 23.12.96
Nachdem sich jetzt immer mehr herausstellt, daß meine Angst vor einem Airbag doch nicht unberechtigt war, muß ich meine obige Meldung wohl mit vielen Fragezeichen versehen.
TINA


C-001.075
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Oh je, was da wieder läuft hinter den Kulissen. Die Bahn hat irgendeinen Vertrag abgeschlossen, anscheinend mit Microsoft. Wert angeblich 500 Mio DM! Wenn die Bahn schon zuviel Geld hat, dann sollte sie kurzerhand Microsoft kaufen. Den Laden dann dichtzumachen, würden die schlimmsten Folgen verhüten.
TINA


C-001.076
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Vobis produziert jetzt auch Software! Goldjunge Hannes Keller (Witchpen!) ist auch Teilhaber - und aus seinem Keller scheint das "Witchdesk" denn auch zu kommen, das jetzt "Bob" vom Bildschirm putzen soll - falls dieser es jemals überhaupt dahin schaffen sollte.
TINA


C-001.077
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Jim Manzi übersteht nicht mal die ersten 100 Tage unter der Fuchtel von IBM und hat jetzt das Handtuch geworfen.
TINA


C-001.078
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Also: Es gibt einen Arbeitsminister - und wir haben keine Arbeit. Unser Zukunftsminister...

Also: Unser Zukunftsminister hat entdeckt, daß man auf einem optischen Speicher von der Größe einer Scheckkarte ein Buch speichern und mit einem Gerät von der Größe eines Kalkmann dieses Buch dann lesen könnte. Nun ja. Schon 1985 gab es die Lasercards und Maxwell (der Großverleger) hat sich dann um die Zeit damals auch eine Lizenz gekauft. Jetzt, nach rund 10 Jahren, ist die Message in Bonn angekommen. Hat wohl wieder einer den Mund halten nicht können...
TINA


C-001.079
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
SGS-Thomson und nVidia bringen eine neue Superkarte heraus: PCI-Bus, 400 MByte/sec Rendering Brandbreite, Farbtiefe bis 30 Bits/Pixel, alle 256 ROPS (Raster-Operationen) in Win 3.1 und Win95 bei 8, 15 und 30 Pixel, 350-MIPS-Audio-Engine, bis 32 Kanäle von 16-Bit-Wavetable-Sound, gleichzeitiges Playback und Mischen von bis zu 50 Kanälen, Untersützung für MPU-401, General MIDI und Multimedia APIs in Win 3.1 und Win96, dazu Soundeffekte wie Tremolo, Vibrato und und und... So, wie es aussieht, sind nur 12 Chips auf der Platine: 8 Speicherchips und 4 Verarbeitungs-Chips. Die Zugriffs-Mimik auf das VRAM hat locker mal 1 Million Transistoren, braucht man auch für 30 Bilder/sec...

Freut Euch auf Weihnachten!
TINA


C-001.080
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Bill Gates hat wieder zugeschlagen. Nachdem er in aller Stille schon seit Jahren in Museen Gemälde usw. photographieren läßt, hat er in einer seiner kleinen Firmen über 500.000 Fotos zusammengetragen. Jetzt aber hat er die größte private Fotosammlung der Erde gekauft: hat nur die Kleinigkeit von 16 Mio Fotos!. Die zweitgrößte hat er schon im Visier (15 Mio Fotos). Überlegt mal, wieviel Fotos auf 1 CD passen und wieviele CDs sich damit füllen lassen und was uns folglich als nächstes in Haus steht!? Ihr ahnt es nicht: ein voll bebildertes Lexikon! Dann denkt mal nach, wieviel Text noch in so ein Lexikon paßt, wenn da Bilder mit drauf sind und wieviele CDs das geben wird.

Genau!
TINA


C-001.081
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wenn man beim Philips-CD-Recorder 522 das SCSI-Kabel vertauscht (Mac und PC, dann "wird die Platine zerschossen": Die Pinbelegung ist verschieden! Wenn man den "Term-Power"-Schalter falsch einstellt, desgleichen!

Wenn man beim Syquest-Laufwerk Mac und PC-Kabel vertauscht, "raucht die Platine ab..."

Der CD 522 wurde im letzten Jahr angeblich mehrfach "upgedatet".

Der neue CD-Recorder, der von HP verkauft werden soll, wird von Philips hergestellt und ist bereits als Philips-Produkt im Angebot, aber wegen Produktionsschwierigkeiten immer noch nicht lieferbar. Auch mehrere andere Hersteller werden auf dieses Gerät ihr Label kleben. Die Liefertermine werden sich wohl noch mehrfach verschieben...
Das Gerät hat nur einen kleinen eingebauten Speicher, der zudem NICHT erweiterbar ist. Es ist nur mit Rechnern mit einem Prozessor ab P5 zu betreiben, ferner sind AV-feste Platten Voraussetzung, weil es sonst Aussetzer gibt, dh zerschossene CD-Rohlinge. Also wird der Kauf dieser Kiste einen recht teuren Rechner voraussetzen oder eine teure Erweiterung.

* 23.12.96
Jetzt sind die Preise total zusammengebrochen: Niedrigstes Händler-Angebot im Moment 488 DM netto.
TINA


C-001.082
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Quantum bricht den Rekord und bringt jetzt eine 3,5"-Platte mit 640 MB auf einer einzigen Scheibe! Mit der ATA-Schnittstelle kommt das Laufwerk auf 16,6 MByte/sec, mit der SCSI-3-Schnittstelle sind es 10 MByte/sec. Was uns übrigens zeigt: TINA


C-001.083
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Jetzt, wo es möglich ist, auch komplette Computer- oder Steuerungssysteme auf einem einzigen Chip herzustellen (z.B. für ein Handy), gibt es eine neue Möglichkeit: Für alle Module des Chips, für die man das Knowhow selbst nicht hat, werden die Teile aus Bibliotheken zugekauft. So wie früher die einzelnen ICs im Gehäuse jeweils einzeln auf einer Platine ein Ergebnis bilden, wird in Zukunft nur Wissen zugekauft und das Ergebnis ist ein Chip.
TINA


C-001.084
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Eine geniale Idee hat jemand in der Fachhochschule Nürnberg gehabt: Wenn von einem rotierenden Teil, z.B. einer Turbine, Daten gesendet werden sollen, dann geht das nicht, weil der Sender immer im Kreis herumgeschleudert wird. Jetzt macht man es mit einer kreisförmig gebogenen Glasfiber, der gegenüber der Sender sitzt -- und auf seiner Kreisbahn herumsausend, ständig in die ihm jeweils gerade gegenüberliegende Stelle der Schleife hineinleuchtet. Bei einer Probe mit 30 cm Durchmesser konnte man Daten mit über 2 MHz senden.

* 23.12.96
Die MESA Systemtechnik GmbH in Konstanz bietet jetzt so etwas an unter der Bezeichnung "virtueller Schleifring".

MESA Systemtechnik GmbH 
Schiff-Straße 6
78464 Konstanz
Tel: 07531-93710
Fax: 07531-93717
TINA


C-001.085
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Das von mir seit Jahren angekündigte Handy mit Bildübertragung ist da! Es ist nur ein wenig langsam. Aber das wird sich auch irgendwann ändern.
TINA


C-001.086
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Jemand bringt ein sprechendes Telefon auf den Markt, welches mit der hinlänglich bekannten Elektronik bis zu 20 Sekunden speichern kann. Demnächst gibt es wohl die Klobrille mit eingebautem Recorder...
TINA


C-001.087
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wie soll die deutsche Industrie einen Aufschwung hinbekommen, wenn die Aufträge ins Ausland gehen? Die LTU hat sich jetzt etwas in Riga schnitzen lassen. Wie war noch die Meldung einer Zeitung über Lettland: Dort arbeiten lassen, kostet nur 1/3 des deutschen Lohns...
TINA


C-001.088
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Das US-Energieministerium glaubt, daß mit einem Supercomputer ausreichender Leistung man die Vorgänge einer Atomexplosion berechnen könnte - und daß die Franzosen leider keinen haben. Machen wir doch eine Friendship-Aktion für Chirac: Schickt ihm alle einen Abakus!
TINA


C-001.089
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Eine Reihe von Monitor-Herstellern will in Zukunft die sichtbare Diagonale angeben (wie bei Fernseh-Geräten).
TINA


C-001.090
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt auch gewebte, textile Aufkleber für Strich-Codes, besonders gut geeignet für Klamotten...
TINA


C-001.091
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wie stark in Japan die Halbleiterindustrie als Kernstück für alle neuen Technologien gepushed wird, sieht man am neuesten Mammutprojekt: Um in Zukunft 16-Zoll-Wafer herstellen zu können (statt bisher 8-Zöller), werden 150 Mio US $ spendiert. Die Hälfte kommt vom MITI.
TINA


C-001.092
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hi, X! Hier kommt's dicke: In England wird kundgetan von Michael S. Taylor der neueste Anschlag. (Und HP, Informix und Gemplus arbeiten bereits an der Hardware und an der Software!) In Läden sollen Terminals stehen, die den Kunden über Geräte informieren sollen. Dazu wird es auch ID-Systeme geben, meist wohl mit Strich-Codes. Durch diese Verbindung wird es später möglich, z.B. alle Anfragen zu einem Gerät usw. (auch Dinge zeitlicher Natur!) auszuwerten, so das Kundenverhalten usw. festzustellen, damit der Hersteller entsprechend reagieren kann.

So, das war die gute Nachricht,...

Nach dem erfolgten Verkauf wird durch die Nummern des Kunden (ebenfalls erfaßt) zwischen dem Kunden und einem jeden Gerät eine eindeutige Verbindung hergestellt - und die wird natürlich in den Datenbanken ebenfalls gespeichert! Angeblich soll der Support für den Kunden damit VIEL besser werden.

Und was geschieht noch...???
TINA


C-001.093
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Schweden sind supermodern: bei rund 8,5 Millionen Einwohnern hat inzwischen jeder 3. ein Handy. Steht der Pfarrer vor einer Beerdigung, fragt er taktvoll, ob auch alle Handies abgeschaltet sind. Kinder funken im Unterricht den Essenswunsch in die heimatliche Küche. Für Kinderbewachung ist das Ganze gar nicht blöd: Es gibt einen Tarif, bei dem es keine Grundgebühr gibt und keine Einschreibegebühr gibt, und wo man im Monat nur 30 DM als Mindestbetrag für vertelefonierte Einheiten zahlen muß. Eine Mutter wäre doch dumm, wenn sie ihren Kindern nicht so ein Ding in die Tasche steckte! Es gibt keine bessere Möglichkeit, die Kinder unter Aufsicht zu haben und ihnen dabei gleichzeitig soviel Freiraum wie möglich zu lassen.

Es gibt natürlich auch Blüten: So wurde in Stockholm schon ein Mann gesichtet, der beim Durchsuchen von öffentlichen Papierkörben mit einem Kollegen besprach, wo noch was zu holen sei...
TINA


C-001.094
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Windows 95: "In der deutschen Win-95-Version, die seit dem 5.9. über den Ladentisch wandert, sind die aus den Beta-Tests hinlänglich bekannten Probleme geblieben." Aha! Die DFÜ-Fähigkeiten lassen arg zu wünschen übrig. Aha! Bliebe nur die Frage, ob man das MSN anrufen kann. Aha!
TINA


C-001.095
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Leute bei Hitachi haben eine genial einfache Idee gehabt: Um die Reflexionen am Chip-Ausgang zu dämpfen, wird zeitversetzt um T/2 erst die halbe, dann die ganze Amplitude geschaltet, dies sowohl beim Hochschalten auf "high", als auch beim Runterschalten auf "low". Damit donnern aus den 1-Gigabit-Chips die Bits mit 220 MHz Bustakt in die Landschaft...
TINA


C-001.096
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Das 256-MBit-DRAM von IBM, Siemens +Toshiba bringt es auf 26 nsec Zugriffszeit. Ganz schön lahm... Dafür ist es aber wenigstens 8Mx32 groß. Also der ganze Hauptspeicher eines Notebooks als 1 Chip!

* 23.12.96
Inzwischen ist die technische Entwicklung so weit, die gesamte Logik eines PCs zusätzlich zum Prozessor in einen Chip integrieren zu können - einschließlich der gesamten Peripheriebausteine (wie Floppy-Controller, Plattencontroller, Grafik-Subsystem und so weiter!). Damit kann man einen vollständigen PC mit nur 2 Chips herstellen. Dank der neuesten Gehäuse-Technik ist das Ganze kleiner als eine kleine Briefmarke - und ebensodick wie eine Briefmarke.
TINA


C-001.097
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wer vor dem Kauf einer Porno-CD auf die Details schaut, muß sie nicht nachher vergeblich suchen... Viele Bilder sind in einer Wahnsinnsauflösung von ca 140x192 Pixeln gescannt. Außer farbigen 4-Ecken wird man also nachher nicht viel erkennen können!
TINA


C-001.098
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Werbung in Zeitungen ist mal wieder einer Zensur ausgesetzt: Aus Futterneid untersagen die Zeitungen "als prinzipiell geschäftsschädigend" Anzeigen, die Internet-Adressen enthalten. Die FAZ, die WAZ und der Bonner Generalanzeiger untersagten den Abdruck eines Inserats einer Werbeagentur, in dem stand, ausführlichere Informationen seien im Internet unter Adresse xyz zu lesen.
TINA


C-001.099
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt ein neues System, welches mit einer Infrarot-Video-Kamera ein Thermo-Bild, genannt Thermogramm, eines Gesichts aufnimmt. Software verarbeitet das Bild und macht die Erkennung auf Basis des Adersystems, des Gewebes und der Wärmeabgabe der Haut. Das System wurde vorgestellt, ist aber noch nicht verkäuflich. Es kann Bilder in 6 Sekunden erfassen und verarbeiten. Schwitzen, Schwellungen, Narben und sogar plastische Chirurgie ändern die Wärmeabgabe einer Person nicht.

"Die Anwendungen für diese Technologie sind endlos. Wir sehen einen Tag voraus, an dem Kunden keine Karten an Geldautomaten brauchen, High-Level-Telekommkunikation kann vollständig gesichert werden und Neugeborene können geschützt werden vor dem Verlassen des Krankenhauses durch das Erzeugen eines privaten Familien-Records, sagt David Evans, Präsident und CEO von "Technology Recognition Systems".

Das Verfahren soll genauer sein als digitale Fingerabdrücke, Stimm-Muster oder Retina-Abtastung. Obwohl die Software ausgeklügelt ist, läuft sie bereits auf einem 386-er PC. Ein digitalisiertes Thermogramm benötigt zwischen 2kByte - 4 kByte. Das erste Projekt soll im nächsten Frühjahr auf den Markt kommen: Zugangskontrolle.
TINA


C-001.100
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
In den USA plant die "Tracker Corporation of America" ein Identifizierungssystem für verlorene Sachen. Schlüssel - und was auch immer - erhalten einen Aufkleber, anhand dessen später der Verlierer sein Gut wiedererhalten kann. Der Finder eines mit Tracker-Codes gekennzeichneten Teiles braucht nur Tracker kostenloses 800-Telefon anzurufen (wie 0130 in Deutschland) und das Teil an Tracker zu schicken. Firmen haben großes Interesse. Allein Disney hat im Jahr 360.000 Fundstücke. Städte und Gemeinden sind auch mit von der Partie. Tracker erwartet bis zum Ende des Jahres 30 Millionen markierte Teile. Pro Jahr wird in den Fundämtern Material im Wert von 1 Milliarde Dollar abgegeben und nicht abgeholt, so daß es in Auktionen verkauft werden muß.
TINA


C-001.101
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Kultusministerkonferenz hat 1994 beschlossen, nur Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache als Kernfächer für das Abitur festzulegen. Nachdem das Bildungsniveau schon nach der alten Regelung in den Keller ging, sollten wir uns also auf Tiefbohrungen einstellen...

Fernsehen, Computer und Gameboys tragen zum Analphabetismus bei. Die Stiftung Lesen sagt, es gäbe 3 Millionen sekundärer Analphabeten, also Menschen, die zwar schreiben und lesen gelernt hatten, es mangels Übung aber wieder vergessen haben.

Dieses Problem habe sich durch die elektronischen Medien dramatisch verschärft. Eine vergleichbare Entwicklung sei in allen Industriestaaten zu beobachten, mit Ausnahme von Japan.

Na gut, Gameboys sind nicht so doll. Aber daß die Computer generell schuld sein sollen? Nee, so ganz glaube ich das nicht! Immerhin muß man doch die Gebrauchsanweisungen lesen können. Bei den heutigen Hinterhältigkeiten, wo man sich bis in semantische Analysen vertiefen muß, haben die Leute doch einiges zu lesen. Nee, also das kann ich alles gar nicht glauben...

* 15.8.97
Inzwischen sollen es insgesamt sogar 4 Millionen Analphabeten in Deutschland sein. Zugereiste oder Gotchis der Tama???

TINA


C-001.102
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Tante-Emma-Läden sterben aus, dank Supermärkten und Ladenschlußgesetz. Doch jetzt gehen gleich 2 neue Arten von Laden ins Rennen: Die gelbe Post übernimmt immer mehr Dinge in ihre Post-Läden - und umgekehrt nehmen die echten Tante-Emmas Postaufgaben wahr. Dazu kommen die Tankstellen, wo es schon lange nicht nur Benzin und Zeitungen gibt. Jetzt warten wir mal, bis es dort endlich auch Computer-Cafés mit Modem-Anschluß gibt... Dann können wir unsere ganzen Bank-Angelegenheiten vom Café-Tisch aus machen. Tankstellen als soziale Begegnungsstätte - das wär' doch was!
TINA


C-001.103
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Telekom will bis zum Jahr 2000 rund 60.000 Stellen streichen. Nicht nur, daß die Burschen einen Profit von rund 3 Milliarden pro Jahr einfahren, nicht nur, daß sie die Gebühren erhöhen, jetzt sollen noch mehr Leute der Raffgier zum Opfer fallen! AT&T will ebenfalls deleten: 20.000 Leute sind zum Abschuß freigegeben. Alle Welt verspricht uns neue Jobs durch die Datenautobahnen und die neuen Medien. Aber wo laufen sie denn...!?
TINA


C-001.104
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Engländer sind schon pfiffig - wenn sie sich nur nicht dabei erwischen liessen! 2 Typen haben einen Geldautomaten nachgebaut und den Nachbau aufgestellt. Wenn jemand kam, so hat der Kasten treu und brav die PIN usw. aufgenommen, gerattert - und die Karte ausgespuckt mit dem Kommentar: "Ihre Anfrage konnte leider nicht bearbeitet werden. Bitte versuchen Sie es später noch einmal." Während der Kunde enttäuscht abzog, wurden die Codes den Spezis per Modem geschickt, die sich damit sofort bedienten. Schaden: 275.000 DM.
TINA


C-001.105
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Damit Ihr es alle wißt: Demnächst müßt Ihr alle richtig schreiben! Wie, das haben die im Duden-Institut ausgekocht. Dazu kam ein wunderschöner Leserbrief

Schööön!
TINA


C-001.106
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Jetzt hat so ein Typ die Idee gehabt, bei Musik-CDs den Rand abzuschneiden, damit die Dinger nicht mehr rund sind, sondern wie ein Sägeblatt, ein Fisch, dreieckig oder sonstwie aussehen. Innerhalb von 5 Monaten ist der Typ auf 10 Millionen DM Umsatz gekommen! Die Firmen stehen schon Schlange, um ihre CDs bearbeiten zu lassen: 10 Maschinen schneiden die Figuren mit Laserstrahl.

Das hat er sich sogar patentieren lassen. 3- und 4-eckige Zigaretten will er auch machen. Ob als nächstes doch die 4-eckigen Eier drankommen?
TINA


C-001.107
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Neue Maßstäbe hat ganz bestimmt dieser Herr gesetzt, den die Polizei im Juni in Frankreich erwischt hat, als er mit 290km/h fuhr. Dabei sind doch nur 90 erlaubt. Besondere Beachtung: Der Bursche war erst 19 und hatte seinen Führerschein erst am ein paar Tage vorher erhalten. Nun ist er ihn wieder los. Bevor ich es vergesse: Gefahren ist er auf einem Motorrad...

Gebt dem bloß nie ein Fahrrad - wer weiß, was er damit aufstellt. Aber wie wär's mit einem Pentium...!?
TINA


C-001.108
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
IBM muß noch einiges dazulernen: Das IBM-DOS 7 kostet als Upgrade 96 DM (+ 10 DM Porto und Verpackung). Als Alleinprodukt kostet es 155,-- DM plus 10 DM. Wenn ich mir überlege, daß Windows 95 jetzt schon für 159 DM (brutto!) zu haben ist als Vollprodukt bei Karstadt. Der Händler-EK dafür ist übrigens 159,--DM netto!
TINA


C-001.109
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die englische ICI Imagedata hat ihr optisches Bandlaufwerk "Creo" an EMASS, USA verkauft. EMASS baut magnetische Bandlaufwerke. Die Fertigung von "Creo" wird weiterhin bei ICI erfolgen. "Creo" ist das Gerät der Zukunft: pro Band verdaut es 1 TB (=1024 Gigabyte).
TINA


C-001.110
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Leute, eßt mehr Obst! Forscher von der Uni Sussex haben herausgefunden, daß das Fruchtfleisch der Papaya empfängnisverhütend wirkt. Es enthält das Enzym Papain (wie passend...), das in Indien und Sri Lanka sogar zu Abtreibungen benutzt wird.
TINA


C-001.111
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
"PC-Shopping" macht jetzt ganzseitig Reklame:

??? Könnte einem da nicht in den Sinn kommen, denen sei doch nur das Herz in die Hose gerutscht vor Angst, daß denen mal eine ganze Auflage beschlagnahmt werden könnte...?
TINA


C-001.112
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ich finde es nicht nett, was man so über die Telekom sagt. Die Telekom ist gar nicht so unkommerziell, wie die Leute behaupten. Ich gebe Euch ein Beispiel: Ab 1.1.96 sollen neue Dienste möglich sein. Die Telekom macht auch schon eifrig Werbung dafür: In den Postämtern liegen Faltblätter aus, in denen man zum Beispiel beim 0190-Service sogar das Stichwort "EDV-Beratung" findet. Also ruft man an und will auch so einen 0190-Service. Ja, und dann kommts: Als erstes soll man rund 800 DM (netto) pro Monat als Grundgebühren (sind mehrere) zahlen, daß man in diesen Service rein darf. Dann kassiert die Telekom kräftig bei den Gebühren mit: Wenn man nur die "Basisdienste" macht, eine primitive Sache, wo man aber mindestens 30 Leitungen fahren muß (wobei dann für jede Leitung Grundgebühren zu zahlen sind!), dann behält man von den 1,15 DM, die der Anrufer zahlen muß, nur 57 Pfennig, also nicht mal die Hälfte. Bei diesen Beträgen ist es natürlich klar, daß die Firmen nur Automaten hinstellen, die irgendwelches dummes Geschwätz vor sich hin labern, denn Menschen sind für so einen Arbeitsplatz mit so geringen durchschnittlichen (!) Stundenlöhnen viel zu teuer.

Aber es soll ja alles besser werden! Man will, wenn "das Ministerium endlich mitmacht", auch höhere Minutengebühren erheben, also sind 2, 3 oder mehr DM pro Minute "drin". Aha, also kann jetzt endlich qualifizierte Arbeit geleistet werden! Doch da haben die Telekommer eine kleine Ergänzung. Denn - man muß ja klein anfangen - bei einer generellen Betriebssweise, die über die Basisdienste hinausgeht, kriegt man von den eingenommenen Minutengebühren nur 37%!!! Nicht nur, daß die Telekom eine sinnlose hohe Grundgebühr fordert, sie will hier - bei den wirklich guten Servicen - so richtig absahnen. Ich glaube, daß die Restaurantbesitzer, die Schutzgelder zahlen müssen, von der Mafia günstigere Tarife bekommen.
TINA


C-001.113
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Kaufrausch! Escom kauft AssCarfi. AssCarfi gehört zu RWE, hat 50 Geschäfte und ist im Telekommunikationsmarkt. Escom zahlt nicht bar, sondern drückt der RWE Escom-Aktien in die Hand: 12,5% Anteil an Escom gibt es! Was sagt uns das? Daß Escom auch in den Provider-Bereich hineinfunken wird. What a brave new world...!

* 23.12.96
Das mit AssCarfi war einer der ganz scharfen Sargnägel...
TINA


C-001.114
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Escom ist arm dran: bei 2,2 Milliarden DM Umsatz kommen die bloß auf 15,8 Mio Gewinn. So gut kann deren Steuerberater also nicht sein, daß er immer noch 15,8 Mio herumliegen läßt.

* 23.12.96
Da lag noch ein bißchen mehr herum - und vieles im argen...
TINA


C-001.115
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Kaufrausch!
IBM kauft Quellcode für "Star Office" von Star Division.
Symantec kauft Delrina.
Quarterdeck kauft Landmark.
Adobe kauft Frame.
Und ich kauf mir'n Eis.

TINA


C-001.116
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Acer hat ein Patent für die Art und Weise, wie die PCMCIA-Karten beim Einstecken in den Rechner geerdet werden. Angeblich benutzen alle Notebook-Hersteller dieses Verfahren. Außerdem hat Acer ein Patent dafür bekommen, daß sie den Trackball in die untere Seite der Tastatur gesetzt haben.

Die Grüchte besagten, daß Acer für die Nutzung sowohl der Erdungsart als auch des Trackball-Platzes jeweils rund 50 US-Cent kassieren wollte. Wie die Sache wohl ausgegangen ist...?
TINA


C-001.117
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Für die Freunde der großen Speichermedien: Von den 100-MB-Floppy-Laufwerken sollen 1994 angeblich 200.000 Stück produziert worden sein. Das glaube ich ja nun weniger, weil die Dinger erst 1995 auf den Markt kamen. Dafür sollen es in 1998 schon 3,4 Millionen Stück sein.

Bei den PCMCIA-Platten sollen 1994 156.000 Stück verkauft worden sein. In 1998 sollen es 990.000 werden.
TINA


C-001.118
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hört Euch mal das an:

X hat Recht mit seiner Angst vor "Datenspuren". Aber hier, wo man nicht anders kann, als in die Tasten tippen, um ins Netz zu kommen und dort zu navigieren, sollen also alle Tastendrücke protokolliert und anschließend ausgewertet werden. Vorsicht: Das ist auch keine Zukunftsmusik, sondern bereits real vorhanden!

Wie kann man solchen Leuten das Handwerk legen? Ihr Oberfreaks, die Ihr DOOM oder was auch immer niedermetzelt, hier ist eine neue Aufgabe für Euch, eine reale Gefahr. Werdet Ihr damit fertig werden oder ist bei Euch bei Ballerspielen schon das Ende der geistigen Fahnenstange erreicht!?
TINA


C-001.119
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Datenblätter von Festplatten enthalten nicht mehr nur die realen Daten, sondern auch die Angaben "logische Köpfe", "logische Zylinder" und "logische Sectors per Track". Gesehen bei Calluna, die 1,8-Zoll-PCMCIA-Platten bauen. Die Platten haben eine MTBF von über 150.000 Stunden, das sind 17 Jahre! Ein Jahr hat nämlich 8760 Stunden. Meine große Platte hat eine MTBF von 800.000 Jahren. Ob ich wohl so alt werde...?

Bei Calluna ist übrigens die Zahl der Start/Stop-Zyklen auch angegeben: mindestens 300.000. Diese Angabe sagt aber nicht viel, denn ein Start oder Stop der Platte kommt nicht nur dann zustande, wenn man den Rechner einschaltet, sondern kann auch durch einen Power-down erzeugt werden, der den Motor abschaltet, um Strom zu sparen. Wie oft das geschieht: absolutes Rätsel! Es hängt aber auf jeden Fall von der Betriebsdauer ab. Man müßte mal bei einem durchschnittlichen Anwender die Plattenaktivitäten protokollieren lassen, um eine vernünftige Aussage zu bekommen.
TINA


C-001.120
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
X Elektronik schlägt zu: Die bringen jetzt eine Datenblattsammlung eines IC-Herstellers heraus auf CD-ROM, wird vierteljährlich aktualisiert. Aber: "Sichern Sie sich fortlaufende Aktualität durch eine Subscriptionsorder über 4 Ausgaben zum Preis von netto DM 37,50 pro Ausgabe!" Das ist bei radikal gesunkenen Herstellungskosten der absolute.... Die gedruckten Werke waren nach meinem Wissen bei weitem nicht so teuer im Verkauf, dafür aber wesentlich teurer in der Herstellung als die CD-ROMs.
TINA


C-001.121
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
In einem anderen Artikel [M+T, 18.8.95, p7] (von Georg Steinberger, einem meiner Lieblingsautoren) eine böse Idee: Wie bei den Mobilnetzen die Handies als (fast) kostenlose Dreingabe "verschenkt" werden, könnten demnächst die PCs bzw "Movie-Stationen" (Wort von mir) verschenkt werden, wenn die Abnehmer für eine Mindestzeit Abonnenten eines Online-Services werden.
TINA


C-001.122
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
DEC hatte 1993 geplant, seine ALPHAs über Vobis zu verkaufen:

50.000 Stück sollten es werden. 500 wurden es...
TINA


C-001.123
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Intels neuer Prozessor soll nicht "P6" heißen, sondern "Pentium Pro" - ein neuer Trick, um die Konkurrenz bei den Namensverfolgungen ausschalten zu können. Also nix mit "686". Warum eigentlich nicht? Die Kunden wissen doch sowieso, worum es geht. Die "586" sind Renner, sowohl von Cyrix als auch von Nexgen. Wozu also aufregen? Wir werden die neuen Dinger "686" nennen - und jeder weiß Bescheid...

* 23.12.96
Skat-Spieler hätten die Antwort zu "pro" sofort gewußt: "contra"...!
TINA


C-001.124
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Das ist eine tolle Leistung: Die Handterminals wurden erst einmal "ruggedized", damit die Arbeiter sie in 40m Höhe auf dem Gerüst benutzen konnten, etc...! Lest mal den ganzen Artikel!
TINA


C-001.125
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ich möchte etwas zitieren. Man setze sich und genieße jedes der nun folgenden Worte:

So, das war nicht aus dem neuesten Programm irgendeines Kabaretts, sondern eine wahre Geschichte, erzählt und aufgeschrieben vom (Mit)Inhaber eines der schönsten Versandhäuser Deutschlands: "Manufactum". Falls Ihr den ganzen Katalog wollt (einfach SUPER!, und kostenlos ist er auch) und noch mehr lesen wollt, dann schreibt an:

Manufactum, Hoof & Partner KG 
Postfach 1620 
45746 Marl 
Tel: 02365-916-0  
FAX: 02365-916-29 
(Man kann natürlich auch faxen...)
TINA


C-001.126
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Liebe Freunde aller Festplatten von Conner! Nehmt einen Pinsel und malt "Seagate" darauf. Denn soeben hat sich Al Shugart, der die legendären Shugart-Floppies gebaut hatte, und der zusammen mit Finis Conner die Firma Seagate gegründet hatte, auch die Firma Conner Peripherals einverleibt. Guten Appetit!
TINA


C-001.127
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ja, das Leben ist hart! Es gibt eine ganze Menge Leute, die ihren "kleinen Computerladen" wieder zumachen mußten. Wenn Du siehst, daß der Schadt inzwischen mehr als 90 Läden hat, dann frag' Dich mal, wo die herkommen! Das sind zum Teil Läden, die den Bach runter sind und die der Schadt dann aufgekauft hat, mitsamt den bisherigen Eigentümern. Der Laden in Böblingen ist so ein Fall - der war schon nach wenigen Wochen "ex". Es reicht eben nicht, Verkaufsräume zu mieten und ein Schild "Computer" hinzuhängen. Nicht nur, daß die Verdienstspannen heute so gering sind - sie werden auch noch vom Hersteller bzw Großhandel aufgezwungen: Da stehen klipp und klar im Angebot Dein EK und der VK. Und der VK wird in der Werbung bekanntgegeben. Dann verkaufst Du ein Teil mit 10 DM Spanne: Der Kunde zahlt 160 DM und davon gibst Du 150 weiter. Aber von den 10 DM mußt Du die Ladenmiete zahlen, den Strom, sonstige Werbung und so weiter. Und wenn Du das schaffst, dann solltest auch Du noch den Generaldeppen zahlen, der mindestens 14 Stunden am Tag in dem Laden malochen muß, damit alles läuft, nämlich Dich selbst. Und wenn Du es schaffst, wenigstens Deine Miete zu zahlen, Deine Klamotten und ab und zu etwas zu essen zu kaufen, dann schaust Du sehnsüchtig nach den Stellenangeboten für Putzfrauen (sind hochgesucht und hochbezahlt) und vergleichst deren Stundenlohn mit dem Deinen...

Mehr muß ich jetzt wohl nicht mehr sagen.
TINA


C-001.128
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hi, Highlander! Du hast ja so recht! Windows 95 - what the hell ...!? Ich habe das Zeug gesehen und sofort beschlossen, daß mir dieses Zeug nicht auf den Rechner kommt. Man muß weit über 1000 DM ausgeben, nur um die ganzen Software-Pakete zu updaten auf das neue Level. Dafür funktionieren dann eine ganze Menge alter Dinge nicht mehr. Wer z.B. darauf angewiesen ist, viele Files in einem Directory zu haben: bei 512 Files ist es Essig: COPY, XCOPY stellen den Dienst ein. Probiert das ruhig mal aus! Wenn ich kopieren will und dabei überschreibe, kommt jedes Mal diese dämliche Frage, ob ich auch wirklich will. Heiß' ich etwa Bill Gates!?

Warum sollte ich mir ein Betriebssystem installieren, das die Leistung noch weiter runterfährt??? DOS 5.0 ist immer noch die sicherste Lösung. Heute kriegt man es für "fuffzich Maack" - also auch noch preiswert. Wenn es das IBM-DOS 7.0 (Ich betone: IBM!) günstig gibt, dann lohnt sich vielleicht der Umstieg darauf. Und wenn alle Stricke reißen, dann wird gnadenlos auf LINUX umgestellt. Da gibt es den Source-Code, so daß man alle Fehler auch selber beseitigen und notwendige Funktionen hinzufügen kann. Ich war nie ein UNIX-Fan, aber Bill Gates ist der beste Grund, auf UNIX umzusteigen!

* 23.12.96
1. Nachdem sich herausgestellt hat, daß das 2. Release von Win95 die VFAT 32 enthält und daß ein großer Teil der alten UND der neuen Software nicht mehr läft, ist das noch mehr Wasser auf meine Mühlen...
2. Ein Plattenfresser par Excellence ist der Cache-Verwalter des Netscape Navigator. Per Zufall habe ich gesehen, daß in meinem Cache-Directory mehr als 1400 Files sind. Ich fahre jetzt IBM-PC-DOS 7.0 und die bisherige Grenze von 1024 Files pro Directory scheint damit auch überwunden zu sein. Wieviel Jahre werden wir warten müssen, bis ein Microsoft-Produkt diese Werte erreichen wird...?

* 15.8.97 IBM-PC-DOS 7.0 beherrscht mehr als 16.385 Files pro Directory!!!
TINA


C-001.129
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Verehrter X, Deine Aussage, daß die falschen Leute Software einkaufen, darf man ruhig 3x dick unterstreichen. Die falschen Leute, das sind genau die, die mit ihren bunten Pie-Charts hochwohlgelehrtes Yuppie-Geschwätz bröseln. Und diese Infanten sind es, die von den Verkäufern mit den bunten Bildern für kleine Kinder an die Bildschirme gelockt werden, wo so schön Solitär oder DOOM läuft oder irgendwelche geilen Porno-Szenen.

Daß auf den Rechnern dann vielleicht Textverarbeitung gemacht werden soll, wofür ganz andere Maßstäbe gelten - wen interessiert das schon?

Das mit den Pornos ist kein Witz: Ich hatte das Vergnügen, in einem Vortrag auf die Gefahren von Viren durch Spiele hinweisen zu dürfen, als plötzlich der Chef auftauchte und den Teilnehmern (während des Vortrags) auf deren (persönliche) Laptops höchstselbst Pornospiele kopierte...
TINA


 
C-001.130
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-23

Die Messen werden deshalb so teuer, weil die Aussteller sich von dem Ansturm der Nichtkäufer belästigt fühlen. Viele Aussteller haben schon seit x Jahren kleine Boxen auf dem Stand, wohin sie mit ihren Kunden verschwinden. Die Kunden sind bereits vorab informiert und die Termine zum Teil schon seit Wochen oder Monaten ausgehandelt. Die Hersteller liefern ja nicht an Endkunden, sondern an den Großhandel. Der Großhandel sucht die Einzelhändler. Die Einzelhändler müssen dann die Endkunden versorgen. So hat jeder seinen Bereich. Die Endkunden für die Cebit sind aber keine Heimanwender, sondern gewerbliche Kunden: Industrie, Handel, Handwerk usw. Wenn die Eintrittspreise jetzt aber auf 50 DM steigen, dann wird das Echo auch der gewerblichen Kunden ganz klar lauten: "Was sollen wir da!? Wenn die uns etwas verkaufen wollen, dann sollen die zu uns kommen - und weil der Markt so dicht ist, kommen die sogar ANGEKROCHEN. Also spar' ich mir die ganze Fahrerei. Ein FAX - und die Sache ist erledigt!"
TINA


C-001.131
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-38

Ein bißchen mehr Demut bitte, NECRONOMICON! Schließlich sollt Ihr in der Schule die Grundlagen der Datenverarbeitung lernen und nicht DOOM ballern oder sonstigen Müll veranstalten. Wenn Ihr Pascal lernt, dann reicht dazu sogar ein Rechner mit 2 Floppy-Laufwerken aus, ohne Festplatte. Damit würdet Ihr sogar wesentlich mehr lernen!

Für den Unterricht in einer Berufsschule gilt allerdings, daß dort Tabellenkalkulation, Datenbanken und Textverarbeitung "bedarfsorientiert" gelehrt werden sollen, also mit den Programmen, die in den Firmen gut vertreten sind, so daß die Schüler anschließend leicht in den beruflichen Alltag wechseln können.
TINA


C-001.132
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-46

Zum 435. Mal: Disketten bestehen aus einem Trägermaterial, auf welches eine magnetisierbare Beschichtung aufgebracht ist. DD- und HD-Disketten haben eine unterschiedliche Beschichtung. Das Formatieren oder auch nur Beschreiben mit dem falschen Schreibstrom zerstört die "Struktur": die magnetisierten Domänen sind von den Abmessungen her falsch bzw von ihren magnetischen Eigenschaften. Das kann so weit gehen, daß man nur noch Fehler bekommt. Aus Sicherheitsgründen gilt: Eine falsch beschriebene oder formatierte Diskette gehört sofort in den Mülleimer, gleich neben den Diskettenlocher.
TINA


C-001.133
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-93

Hi, X! Die Idee, daß die Roboter mal die Welt übernehmen, beeindruckt mich nicht im mindesten. Es wird einfach nix werden daraus.

Dies aus 2 simplen Gründen:

Anders gesagt (Ich zitiere einen Autor, der seinerseits zitiert...): TINA


C-001.134
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-100

NECRONOMICON, Du machst einen fundamentalen Fehler, wenn Du immer irgendwelche Disketten in Deinen Rechner stopfst und Dich dann über Fehler wunderst. Die erste Frage lautet: Kann der Rechner in diesem Floppy-Laufwerk Disketten sauber formatieren, beschreiben und anschließend sauber lesen? Wenn er seinen eigenen Disketten sauber verarbeitet, ist die nächste Frage: Wo kommen die Disketten her, die ihm Schwierigkeiten machen, wo wurden die wie formatiert bzw wie beschrieben? Einer der beiden Rechner hat entweder dejustierte Laufwerke oder die Disketten sind aus schlechtem Material oder schlichtweg überlagert. Oder mindestens eines der Laufwerke ist kaputt.
TINA


C-001.135
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-118

Ja, Terror Kid, da gibt es nur eines: Sag' laut und deutlich "Scheiße!" und tipp' den ganzen Kram nochmal ein! Wer Passwörter oder Verschlüsselung verwendet, der hat selbst schuld und verdient nicht das geringste Mitleid!
TINA


C-001.136
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Zu Bargeld: Die Banken haben gerade die Schweinerei des Jahrtausends in Angriff genommen:

Sie wollen Münzgeld abschaffen und durch nachladbare Chip-Karten ersetzen. Aber (!): pro Buchungsvorgang sollen 0,3% Gebühr berechnet werden, mindestens aber 5 Pfennig. Bei der Umschlagshäufigkeit von Kleingeld ergibt das horrende Beträge. Für den Einzelhandel (besonders Kioske etc) wird das Ganze ein Fiasko, weil die Buchungen äußerst umständlich sind und zu langen Warteschlangen führen. In England ist gerade eine Stadt (mit 100.000 Einwohnern?) dabei, die Sache auszuprobieren: vom Kiosk, über Taxifahrer und den gesamten Einzelhandel usw. bis hinein in die Kneipen soll alles bargeldlos laufen. Taschengeld gibt es dann per direkter Übertragung von der Chip-Karte des Vaters auf jene des Sohnes. Ich frage mich nur, welche Bank dann bei all diesen (auch privaten) Transaktionen die Gebühren einsacken wird...

Wie sagte Remington Steele?


TINA


C-001.137
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-237

Also, Twilight, einen Rechner zu emulieren, heißt nicht unbedingt, ihn auch in Echtzeit nachzumimen! Die schönste Emulation, von der ich weiß, war jene, bei der auf einem Superrechner ein anderer Superrechner nachgebildet wurde. Die Sache hatte nur einen Haken: Die Emulation war schneller als das Original...

* 23.12.96
Leider habe ich vergessen, welche 2 Rechner das waren. Weiß jemand etwas über diese Geschichte?
TINA


C-001.138
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-238

Hi, PSYBORG of AMPIRE: Es ist völlig egal, wieviel Bit Breite der Original-Rechner hat und vieviel das Werkzeug, mit dem Du das Original simulierst! Wenn Du mit einem 8-Bitter arbeitest, dann dauert es halt etwas länger, um eine 32-Bit-Operation in einem 68000 nachzubilden. Das ist alles.
TINA


C-001.139
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-340

Ich möchte Vectors Aussagen korrigieren, bevor jemand über seine Begriffe stolpert:

TINA


C-001.140
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-2740-417

Dies als Ergänzung zu meinem Text in Heft 10: Ein Vergleich zwischen verschiedenen CD-Caches ist in Heft 3/95 von "PC go!" gemacht worden. Mir ist allerdings trotz mehrfachen Lesens nicht klar geworden, womit die Cacheprogramme (als Aufsatz auf DOS) getestet wurden. Interessant sind die Ergebnisse:

CD-Speed ........:  17%
CD-Speedway .....:  19%
Norton Speedrive :  30%
Opti CD-Cache ...: -11%
SmartCD .........:  29%
Smartdrive 5.0 ..:  23%
Super PC-Kwik ...:  23%
Die Prozentangaben sollen die Geschwindigkeitsgewinne darstellen. Wie man leicht sieht, war das eine Programm jedoch eher ein Bremsklotz. Wichtigstes Ergebnis ist aber: Die Gewinne sind höchstens läppische 30 Prozent. Wenn man weiß, wie lahm ein CD-ROM-Laufwerk ist, dann sieht man deutlich, daß da etwas oberfaul ist. Ein Cache-Programm, das seinen Namen verdient, muß deutlich bessere Werte bringen. Um diese Aussage aber untermauern zu können, müßte man GENAU wissen, WIE denn nun getestet wurde. Wenn ich mir die Preise (bis 180 DM!) für diese Programme ansehe, dann weiß ich genau, daß ich niemals eines kaufen werde.
TINA


C-001.141
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Liebe X, wenn Du dereinst mit einem "Friede Deinem Oxid" diese Welt verlassen wirst, weil Deine Bastelei versagt hat, dann solltest Du auch den Grund wissen: Einen Draht "anknoten" ist hochgradischer Pfusch, weil die Metalloberflächen oxidieren und damit nichtleitend werden. Folge: Die Verbindung setzt aus und es gibt eben keine einwandfreie Masseleitung mehr. Und es gibt keine X mehr... Die Erfindung der Schraubklemme hat nicht nur akademische, sondern auch durchaus lebenserhaltende Wirkungen.
TINA


C-001.142
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Soroban fragt in Heft 10, warum sie den Virus nicht beseitigen konnten. Antwort: Weil immer noch auf etwas drauf ist, das nicht geputzt wurde. Beim Formatieren ab DOS 5.0 muß man immer die /U-Option nehmen, weil sonst der alte Boot-Sektor wiederverwendet wird. Außerdem muß man auch die DOS-Disketten usw. vorher in einem klinisch einwandfreien Zustand haben!
TINA


C-001.143
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-5040-5

Lieber Hain Blöd, da muß ich Dir leider ganz energisch widersprechen. In nicht nur einem Fall unterliegst Du Wissenslücken und Fehlschlüssen.

* 23.12.96
[1] Wie man zum Beispiel in C-001.091 lesen kann.
TINA


C-001.144
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
(So zu finden in einer Zeitschrift namens "Computer und Recht", Heft 5/95, Seite 263.) Was sagt uns das? Daß "Windows 95" in der verkauften (!) Beta-Version keine Markenware, sondern eine Dienstleistung war.

Da schau her!

Da wir gerade dabei sind:

Daß heißt, daß ein Teil der Schwierigkeiten, über die in Leserbriefen laufend berichtet wird, durch Abmahnungen in den Griff zu bekommen wären. Ein Privatmann kann allerdings nicht persönlich abmahnen. Das kann nur z.B. der Verbraucherschutzverein. Also wendet Euch an den!
TINA


C-001.145
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Jetzt kommt die BSA mit einer ganz tollen Meldung: "Softwarepiraterie raubt Arbeitsplätze", jawoll! Der Anteil geraubter Software soll in Europa 60% betragen, in den USA nur 35%. Würde man auch in Europa auf diese 35% kommen, so würde das 56.000 Arbeitsplätze schaffen. Und bis anno 2000 seien es gar 97.000 neue Jobs. Mein lieber Herr Lehrer würde einem Schüler so eine Aussage als Milchmädchenrechnung um die Ohren hauen. Denn: Die jetzt produzierte Software wird kopiert. Würde sie verkauft, so wäre es immer noch die gleiche Software - und Software hat ein ganz markantes Merkmal: Sie wird nur 1x programmiert und dann beliebig oft kopiert. Wer da nun kopiert, die Raubkopierer oder die Kopierautomaten der Hersteller, von neuen Arbeitsplätzen kann in keinem Fall die Rede sein. Eher kommt die Rettung der Arbeitsplätze duch die Fehler in der Software, wegen denen so viele Leute beschäftigt werden müssen, damit man als Anwender trotzdem vorwärts kommt. Vielleicht sollten wir den Programmierern in den Software-Firmen "eine Tafel Schoki" (dank Herrn Eberle endlich mal eine neue Währungseinheit...) schicken, als Dank für die Fehler...?
TINA


C-001.146
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-8050-52

Hi, Coctail und Magnum! Daß PD nicht beliebig frei kopierbar ist, ist eigentlich logisch. Lest doch die Bedingungen, die die Urheber der Programme klar und absolut unmißverständlich schreiben. So kann ein Autor das Kopieren durch einen Händler verbieten. Zack! So einfach ist das. Das spezielle Urteil habe ich zwar nicht im Original, aber in "Computer und Recht" dürfte es zu finden sein,. "Computer und Recht" ist eine sehr teure Zeitschrift (418,-- DM/Jahr! Also lest sie am besten in der Bibliothek. Ausleihbar wird sie in den meisten Fällen nicht sein, weil 1. Zeitschrift und 2. sehr teuer, also das Verlustrisiko für die Bibliothek zu groß ist. Eine CD gibt es auch: 1985-1994, kostet DM 1498,-- DM...
TINA


C-001.147
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Schööön! Es hat ein Urteil gegeben wegen des Verkaufs von Computern mit aufkopiertem Betriebssystem: Das gilt für "unerlaubt", also offensichtlich bei Raubkopien. Jetzt warte ich auf das Urteil bei "Lizenzkopie"...

* 23.12.96
Wie wäre es mit all den Fällen, wo das neue Betriebssystem namens XXX sich mit fast der ganzen verfügbaren Anwendungssoftware nicht verträgt und diese sang- und klanglos abschmieren läßt...!?
TINA


C-001.148
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
TINA


C-001.149
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 10-8060-4

Hallo, Markus! Nun mal ehrlich: Da hast Du aber einen sehr großen Fehler gemacht. Laß es mich an 2 Beispielen zeigen:

Merke: Du kannst diesen Leute nicht entgehen. Irgendwie kommt immer jemand an Deine Adresse oder Telefonnummer. Also mußt Du den Spieß umdrehen und nur freundlich sein, so lange, bis sie umfallen. Es geht dabei nicht nur darum, daß Du freundlich bist, sondern um ihre Kosten und ihre Zeit. Je mehr Leute sich die Haie nach dem gleichen Schema vornehmen, desto weniger kommen die Haie voran und müssen irgendwann die Segel streichen!

Wenn jemand etwas über wirtschaftliche Dinge lesen will, dann sollte er sich die monatlich (?) erscheinende Zeitschrift "SPITZE" holen:

Geld und Verbraucher Verlags-GmbH & Co.
Rauheck-Straße 8
74232 Abstatt
Tel: 07062-6021
FAX: 07062-61169
Wie gut die sind, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall stehen da höchst interessante Dinge drin, die anscheinend sehr gründlich recherchiert wurden!
TINA


C-001.150
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Vorsicht vor Leuten, die Euch bei einem (Neben-)job viel Geld versprechen.! Vor allem das sogenannte MLM ("Multi-Level-Marketing") ist ein Riesenschwindel. Es beruht auf dem Schneeball-Prinzip. Aus einem Brief von so einem Fuzzi, der einem seine Masche verhökern will, habe ich diese Tabelle:

Stufe      Gesamtumsatz        Ihr Gewinn
           der Mitarbeiter
2          25.000 DM             2.000 DM 
3         125.000 DM             8.000 DM 
4         625.000 DM            80.000 DM 
5       3.125.000 DM           800.000 DM 
6      15.625.000 DM         2.600.000 DM 

Nun, wie macht man das? Ganz einfach: Man wirbt 5 Leute, die werben wieder 5 Leute und so weiter und so weiter. Wenn man in der Spalte "Umsatz" die Nullen wegläßt, so hat man die Folge 25, 125, 625, 3.125, 15.625 - und das ist identisch mit der notwendigen Zahl der Mitarbeiter. Nun glaube ich allerdings, daß es in Deutschland verdammt wenige Firmen gibt, die 15.000 Mitarbeiter haben...
TINA


C-001.151
written ..........: 15.11.95
last time revised : 23.12.96
Eine Ergänzung zu meiner Kritik an Kompressionsprogrammen für Festplatten: Ich habe folgendes erfahren: Wer bei WinCIM einen Download eines Files macht, braucht dazu genug Platz. Ob genug Platz vorhanden ist, wird überprüft, indem WinCIM vorher ein leeres File der benötigten Größe anlegt. Bei Verwendung eines Komprimierers wird dies extrem gut komprimiert werden kann. Daher gibt es später beim Download, wenn tatsächlich mehr Platz benötigt wird, die Meldung, die Platte sei voll.
Da ich prinzipiell keine Komprimierung verwende, kann ich dies nicht testen, Euch also lediglich auf diese Information aufmerksam machen. Meldet mal Eure Resultate.
TINA


C-001.152
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ich habe eine alte Statistik in einem Buch von 1984 gefunden, leider nicht mit exakten Daten, sondern eine gezeichnete Kurve, so daß ich die Werte nur schätzen kann:

   Micro-Computer in Deutschland
   1979         1982         1985
   ca 50.000    ca 140.000   ca 950.000

Das enthält Geräte bis zum Preis von 25.000 DM/Stück. Die Werte für 1985 sind natürlich nur geschätzt, weil vermutlich nur jene Werte von 1984 vorlagen. Wenn ich mir vorstelle, daß mein ältester Oldtimer von 1975 stammt: Ist ein ganz schön illustrer Kreis gewesen, damals... Da war sogar der Bruder vom Professor Grzimek dabei. Der hatte ein Rechenzentrum. Das waren noch Zeiten, mit 48k RAM - und Programmen, die in dieses RAM nicht nur sich, sondern auch noch ihre Daten hineinbekamen...
TINA


C-001.153
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Nach Meldungen, die ich noch nicht prüfen konnte, kann man über T-Online zwar ins Internet. Man kommt aber nicht in alle Newsgruppen rein, weil die Telekom einen Filter hat, der z.B. Gruppen wie "alt.sex..." nicht durchläßt.

Es ist schon pervers, daß ein Unternehmen Millionengeschäfte mit Sex-Telefonen macht, daß auch im BTX weiterhin Kinderpornographie vertrieben wird. Aber hier einfach eine Zensur auszuüben, halte ich für eine Frechheit. Wenn hier jemand eine Zensur ausüben dürfte, dann Eltern wegen ihrer Kinder. Aber über gleich 800.000 Kunden pauschal eine wie auch immer geartete Zensur zu verhängen...
TINA


C-001.154
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Ergänzung zur Beschichtung von Disketten: Fuji Photo Film gibt für seine ATOMM-Floppy, die es auf über 100 MB auf einer 3,5"-Diskette bringt, folgendes an: Die ATOMM-Technologie verwendet eine 01,-0,5 Mikrometer dicke obere Beschichtung aus Metall-Partikeln über einer darunterliegenden nicht-magnetischen Schicht aus Titan-Material, genannt "Titan-Fine". Die dünne Schicht aus magnetischem Material erreicht eine glatte, glänzende Oberfläche, die sehr haltbar ist (durable). Die spärischen Partikel, welche die Oberfläche bilden, haben rund 1/6 der Größe der metallischen magnetischen Partikel. Wer mehr wissen will: Telefon 001-914-789-8148. Allerdings weise ich darauf hin, daß der dort sitzende Mensch sich nur im Firmengeschäft betägt. Also: Freaks unerwünscht!
TINA


C-001.155
written ..........: 23.10.95
last time revised : 23.12.96
Bei Kampf um neue Technologien bei Festplatten gibt es viele Abkürzungen.

IDE : integrated-device-electronics
SCSI: small computer systems interface
ATA : AT-bus attachment

Leistungen von SCSI
----------------------------------------------------------------
                 Mbytes/sec      Kabel-Länge     Zahl der Geräte
----------------------------------------------------------------
Parallel SCSI :   4               6m single       8    8 bit
                                 20m differential           
Fast SCSI     :  10               6m single       8    8 bit
                                 20m diff.                  
Fast und Wide :  20               6m single      16   16 bit
SCSI                             20m diff.                  
Fast-20       :  20   8 bit       3m             16 theoretisch
                 40  16 bit                       6 praktisch
Fast-40       :  40   8 bit       3m             16 theoretisch
                 80  16 bit                       6 praktisch
SSA           :  20  Pt->Pt      40m Kupfer     127
                 80 Loop        680m Fiber         
FC-AL         : 100 single loop  30m Kupfer     126
                200 dual loop  10km  Fiber         
P1394         :  25               4,5m           64
--------------------------------------------------------------

Die großen Leistungen von Fast-20 und Fast-40 werden nicht in den PC-Markt kommen, sondern im Großrechnerbereich verwendet werden.

IDE-Platten sind billiger als solche mit SCSI-Schnittstelle. Sie werden daher aus Kostengründen jetzt auch in RAID-Systemen eingesetzt. APPLE wird, weil es ihm schlecht geht, IDE-Platten anstelle von SCSI einsetzen.

Die neuen Techniken FC-AL, SSA und P1394 werden erst in 5-6 Jahren massiv in den Markt kommen. Die ersten Anbieter werden bereits jetzt als "Helden" deklariert, weil sich die meisten wohl eine blutige Nase holen werden. (EDN Oktober/95)

Die USB Spezifikation kann man unter http://www.teleport.com/~USB bekommen.
TINA


C-001.156
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Gesellschaft für Technologietransfer hat in 400 Unternehmen gefragt, welchen Nutzen die grafischen Oberflächen haben. Ergebnis: Nur 42% sehen in grafischen Oberflächen prinzipielle Vorteile. 23% sind aber der Meinung, daß die Bedienung der Programme durch die grafischen Oberflächen komplizierter wurde.

Was sagt uns das? Statistik ist Glücksache! Denn die vorliegenden Aussagen geben keinerlei Auskunft über die Aufgaben, die die Anwender erledigen. Es wurde nicht gesagt, wer denn nun gefragt wurde: Sekretärinnen oder DTP-Spezialisten, Programmierer oder Datentypisten (der Unterschied zwischen letzteren beiden soll ja nicht sehr groß sein...).
TINA


C-001.157
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Putzwut ist schlimmer als Diebe: Putzfrauen haben aus einem Museum in Kalifornien Fossilien von ausgestorbenen und ausgerotteten Arten (wie z.B. Flaschennasen-Delphinen und Seelöwen) rund die Hälfte aller Stücke weggeworfen. Jetzt sind die rund 3000 Teile, die bis zu 300.000 Jahre alt sind, auf dem Müllplatz unter einer 3m dicken Erdschicht begraben.

Also, klar und deutlich: Laßt keine Disketten rumliegen oder Printouts! Alle Maschinen an die Kette legen. Tastaturen am Tisch festnageln. Alle Handbücher und CDs in Schränke einschließen. Großes Schild an die Tür: "Betreten verboten. Radioaktiv verseucht." Geheime Disketten am besten in den Cola-Automaten einschließen. Der wird bekanntlich nie geputzt...
TINA


C-001.158
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Mäuse

Nach den Mäuseklavieren: Für die kleinen Chip-Bauteile, wie Kondensatoren und andere Winzlinge, die für SMD-Technik eingesetzt werden, gibt es jetzt Behälter, genannt "SMD-Mäuseklo"...

Knallhart! Die "robusteste Maus der Welt" kann auch mit Arbeitshandschuhen oder mit schmutzigen Fingern bedient werden!
TINA


C-001.159
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Toshiba liefert den weltschnellsten Z80: Bei 25 MHz rund 160 nsec Befehlsausführungszeit. Registerbankstruktur, 32-Bit-Arithmetik und 16 MB linearer Adressraum für Programme und Daten hat er auch. Es gibt sogar eine Version mit 4-Kanal Highspeed-DMA und DRAM-Controller. Ich würde dessen Werte gerne mit einem P6 vergleichen...
TINA


C-001.160
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Kaufrausch!
Diamond hat Spea gekauft.
Compaq hat Thomas Conrad gekauft. Networth steht schon als nächstes auf der Liste, für 372 Mio Dollar.
AMD hat Nexgen gekauft.

Cisco hat gekauft: Crescendo, Kalpana, Lightstream, Combinet Internet Junction und Grand Junction - von 1993 bis jetzt.

Boca Research wollte Hayes kaufen.
Diamond Multimedia Systems wollte Hayes kaufen. (Spea läßt grüßen.)
US Robotics wollte Hayes kaufen.
Jetzt haben eine Tochter von Northern Telecom und "ACMA" (Singapur) sich mit 51% eingekauft und damit Geld gebracht.

Disney hat den größten amerikanischen Fernsehsender, ABC, gekauft.

Maxtor ist nun endgültig von Hyundai übernommen, für insgesamt 370 Mio Dollar.

Forstmann Little hat vor einem Jahr Ziff-Davis gekauft (den weltgrößten Verlag im PC-Bereich). Das ist gemein! Weil Forstmann Little den Ziff-Davis doch der japanischen "Softbank" vor der Nase weggeschnappt hat... Dafür kommt jetzt der 2. Versuch: Softbank will Ziff-Davis von Forstmann Little kaufen. Softbank hat übrigens 50 Prozent Marktanteil in Japan...

Elsag Bailey Process Automation hat Hartmann & Braun gekauft, für 1 Milliarde DM. Die hat jetzt Mannesmann.

Suhartos Sohn kauft Lamborghini. Viel Aufwand, bloß wegen eines Autos...

Und ich kauf' mir ne Bratwurst (liegt am Wetter)...
TINA


C-001.161
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Endlich weiß ich, wieviel Ihr seid und wieviel Taschengeld Ihr habt! Laut Microsoft nämlich gibt es in Deutschland 2,1 Millionen Haushalte mit "windowsbasierten Multimedia-PC mit CD-ROM-Laufwerk" - und jeder dieser Haushalte hat 12 CD-ROMs und gibt im Jahr 600 DM für Software und CD-ROMs aus.
TINA


C-001.162
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Logitech hat einen neuen Trackball mit optischer Abtastung: Auf der Kugel sind Muster, die von Reflex-Lichtschranken abgetastet werden - also keinerlei mechnisches Innenleben mehr, das sich abnutzt oder verschmutzt.
TINA


C-001.163
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
DAP hat einen "Rugged PC". Das ist ein kompletter PC in der Größe der allerersten Taschenrechner (wie 1 Pfund-Paket Zucker, nur dünner).
TINA


C-001.164
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt ein Funk-Warn-System für PCs: Wird ein PC an einem Empfänger vorbeigeschleppt, so gibt's Ärger. Gut gegen Diebstahl!
TINA


C-001.165
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt einen 21-Zoll-Flachbildschirm mit FARBE! Das ist ein Plasmaschirm, also absolut frei von Flimmern und Zeilen-Wackeln, vollkommen unempfindlich gegen magnetische Störungen. Und er ist nur 6 cm dick!
TINA


C-001.166
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Pinnacle Micro hat eine neue optische Platte herausgebracht mit 4,6 GigaByte. In Kürze verfügbar: Gerät: 4200 DM, Medium: 350 DM.
TINA


C-001.167
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Oracle und n-tv haben ein neues Projekt: "Information on demand". Dabei sollen vom Kunden gewünschte Filme aus einer Bibliothek (komprimiert) verschickt werden. Bei 90 Minuten Film sind das aber immer noch 2 GigaByte. Der Server muß dazu massiv parallel aufgebaut sein und soll später 25.000 Kanäle unterstützen.
TINA


C-001.168
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die "Computerzeitung" beweist mal wieder, daß sie von vielem etwas versteht... Unter der Schlagzeile "Panda Project wirft die traditionelle Systembauweise für PCs über Board" wird berichtet über einen Rechner, der (Wunder!!!) eine Passiv-Backplane-Bauweise hat, so daß man (Wunder!!!) jede gewünschte CPU einsetzen könne, indem man nur die CPU-Platine austauscht.
Der gute alte 8080 begann den Siegeszug der PCs schon vor 20 Jahren auf einer Passiv-Backplane und man konnte (etwas später) bis zu 16 verschiedene Prozessoren sogar simultan darauf betreiben, jeden auf seiner eigenen Karte...

Was die Computer-Zeitung nur am Rande erwähnt: Der Bus des Panda ist hauseigen gestrickt, entspricht also anscheinend keinem der genormten Standards. Wenn das man gut geht...

Das einzig Nette an dem Rechner von Panda ist die Hülle des Gehäuses: Sieht fast wie ein Rucksack aus. Wenn das Dings nicht so verflixt groß wäre, könnte man es glatt für einen Versuch für einen neuen Laptop halten, diesmal nicht als Henkelmann, sondern auf dem Rücken zu tragen...

* 23.12.96
Nun ist über ein Jahr vergangen - und von einem Panda ist nichts zu sehen und zu hören...
TINA


C-001.169
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Laut Gartner Group (USA) entfallen in den Firmen nur 12 Prozent der Gesamtkosten für die PC-gestützte DV auf die PC- und Zubehör-Anschaffung, dafür aber 57 Prozent auf Betriebskosten, 17 Prozent auf Installation von Netz und Software, plus 14 Prozent für den Support.

Was sagt uns das? Daß pro Jahr die Folgekosten eines PC-Kaufs 7x so hoch sind wie der Kaufpreis von Gerät und Software. Und das heißt: Daß dies eine Milchmädchenrechnung ist, denn sie erfaßt nicht die Aufwendungen, die in den erfaßten Daten stecken. Diese Kosten bemerkt man dann, wenn die Anlage mitsamt allen Sicherungsbändern verbrennt und man noch mal wieder von vorne anfangen muß...

* 23.12.96
Oder die Dame schießt die Daten ganz gezielt ab, wie in C-001.011...
TINA


C-001.170
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Armes Deutschland! In den USA haben (statistisch) 33 Prozent der Bevölkerung (nicht der Haushalte!) einen PC, in Deutschland 12 Prozent und in Japan 8 Prozent. Na gut, das kommt nur durch die Umrechnung, denn es gibt in den USA Firmen, die schon vor 10 Jahren über 10.000 oder sogar über 20.000 PCs hatten. In Deutschland gibt es so viele derart große Firmen nicht. Und es gibt auch keine kostenlosen Ortsgespräche. In den USA haben 5,8 Millionen Leute einen Internetanschluß - und in Deutschland haben wir die Telekom...
TINA


C-001.171
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Lustig: Da hat einer in den USA Patente bekommen für die Idee, mit einer Videokamera (CCD) Bilder aufzunehmen und sie dann mit einem HF-Sender abzustrahlen, so daß die Kinder, die die Kamera ihrer Barbie-Puppe in die Hand oder ihrem Hund auf den Kopf binden, am Fernsehempfänger sehen können, wie ihr Spielzeug die Welt sieht. Dabei gibt es das in Deutschland schon zu kaufen: Siehe den neuesten Flyer von Conrad!
TINA


C-001.172
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Was Madame Crusher mit ihrem Tricorder macht, geht heute auch schon, nur nicht ganz so schnell: Es gibt ein Analysesystem, das Lebensmittel auf Verseuchung durch Salmonellen untersucht. Bisher brauchte man 120 Stunden, jetzt nur noch 8. Der Test arbeitet mit der Identifikation von spezifischen DNA-Teilen.
TINA


C-001.173
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Handys sind jetzt in Hamburger Kliniken verboten. Die können nämlich Herzschrittmacher aus dem Takt bringen. Hatte da wer nicht einen Erbonkel...?
TINA


C-001.174
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Raffiniert! Anstatt den langsamsten Brüter (made in Kalkar) abzureißen oder umzubauen, wird ein Freizeitpark daraus. Was für ein wunderschöner Freizeitpark hätte aus dem Schürmann-Bau werden können? Bekanntlich gibt es im Ruhrgebiet das Abenteuer-Tauchen in stillgelegten Gruben (und Hütten und was auch immer).
TINA


C-001.175
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt ein Endoskop, mit dem man Hologramme aufnehmen kann. Das Ding hat einen ultradünnen Faden (nur 0,46 mm Durchmesser), bestehend aus 10.000 Fasern. Mit Hilfe von spezieller Software kann man das Hologramm generieren. Die Daten dazu liefern CCD-Sensoren. Damit man auch das passende Licht hat, wird das Gewebe mit Laserlicht angestrahlt. Bisher hat man mit dem Gerät Zellen aus dem menschlichen Mund (Endothel) damit untersucht. Weil es so unglaublich klein ist, kann man damit auch in sehr kleine Hohlräume. Die Microchirurgie (z.B. durch den Bauchnabel) wird neue Höhen erleben!
TINA


C-001.176
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Man kann jetzt die Reaktion des Gehirns auf einen Nadelstich oder anderes sehen. Dazu wird mit einem Laser eine Nervenzelle der Hand gereizt (Schmerz). Mit Aufnahmen, die im 10-msec-Takt gemacht werden, kann man dann im Hirn die Energie-Änderungen in den einzelnen Bereichen aufnehmen. Dazu verwendet man anscheinend eine Weiterentwicklung der Positronen Emissions-Tomographie (was immer das sein mag).

Weil man mit dem Laser zu ganz bestimmten Zeitpunkten reizt, kann man genau sagen, was durch den Laser verursacht wurde und was nicht. Dann kann man (über eine statistische Auswertung) analysieren, was im Gehirn vor sich geht.
TINA


C-001.177
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt einen Spleißer, mit dem man optische Fasern reparieren kann. Das Ding ist handflächengroß und wiegt 2,8 kg. Die Dämpfung durch die Reparaturstelle beträgt 0,12 db typisch bei Singlemode Fasern und 0,05 db bei GI Fasern.
TINA


C-001.178
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Haltbarkeit von Daten, die auf CD-ROMs oder optischen Platten gespeichert werden, beträgt nur 10 bis 30 Jahre. Microfiche werden mit 100 Jahren Haltbarkeit angegeben. Alles kalter Kaffee, verglichen mit 5000 Jahren Haltbarkeit, die ein neuer Speicher hat, der aus nichts weiter besteht als rostfreiem Stahl oder Iridium. Beschrieben wird er mit einem Ionenstrahl, und seine Aufzeichnungsdichte ist 200x so groß wie die einer CD-ROM: "4 komplette Ausgaben der umfangreichsten Enzyklopädie passen auf einen 2,5 cm langen Stift."
TINA


C-001.179
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wer schon ahnte, daß CD-ROMs ein gutes Geschäft sind - hier die Zahlen für optische Laufwerke (betrifft fast nur die CD-ROM-Laufwerke und Medien dafür, weil alle anderen Gerätschaften nur einen winzigen Marktanteil haben):

Jahr  Umsatz in Milliarden Dollar
1990    0,78
1991    1,06
1992    1,61
1993    2,55
1994    3,92
1995    5,19
1996    6,44
1997    7,67
1998    8,92
1999   10,19
2000   11,55
Macht zusammen 60 Milliarden Dollar...

TINA


C-001.180
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Nachdem der Verkauf von "Windows 95" doch nicht so glorreich verläuft, ergreifen sofort die Marketingstrategen die Initiative und versuchen, was Qualität nicht kann (??? Ich kann mich nur daran erinnern, daß z.B. das australische Militür Win95 nicht wollte wegen der Schnüffelei darin...), durch Werbung auszubügeln - und prompt gibt es in ganz Deutschland Seminare, zu denen man Einladungen bekommt:

Dazu gibt es eine Liste mit Terminen in 12 Städten.

Ja, da muß es Microsoft wohl richtig schlecht gehen...
TINA


C-001.181
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Endlich mal eine Innovation. Hört Euch mal an: Gehäuse und Tasten sind aus verchromtem Zink. Also keine Angst vor dem kleinen Brüderchen...!
TINA


C-001.182
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Toshiba hat wieder einen neuen Rekord geschafft: eine 2,5"-Festplatte mit 2,1 GigaByte, bei nur 19mm Bauhöhe. Das Ding hat 5 Schreiben und benutzt PRML-Technik. Muster werden gegen Ecu verkauft. Zu dumm, ich habe' doch nur Dollars und DM, aber die sind wohl nix mehr wert...
TINA


C-001.183
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Und wieder ein Rekord: Craig Barret behauptet, bis zum Jahr 2000 werde die Jahresproduktion bei PCs 100 Millionen Stück pro Jahr betragen.
TINA


C-001.184
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Da sieht man, mit welch gigantischer Werbung man eine gigantische Wirkung erreichen kann: DEC hat mit einem unglaublichen Werberummel den "Alpha"-Prozessor in die Welt gesetzt. Produziert haben sie bloß schlappe 300.000 Stück, wovon 137.000 in eigene Rechnersysteme wanderten.
TINA


C-001.185
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Nachdem es in Jahren harten Kampfes endlich dazu gekommen ist, die Monitore so abzuschirmen, daß sie "strahlungsarm" sind (mehr oder weniger...), da wird jetzt geworben für eine "Abhörmaßnahme gegen das Ausspähen von Daten":

Erinnert mich irgendwie an die Sache mit den Erdstrahlen und den Geräten, deren Innenleben aus ausgewaideten Uralt-Radios bestand...

Erstens ist das Feld nicht auf 4m beschränkt, sondern reicht bis ins Unendliche - es sei denn, man sperrt das ganze Zimmer in einen dichten Faraday'schen Käfig (und das wird hier keiner tun, denn bei einem Faradya'schen Käfig brauchte man dieses Elektronik-Zeugs nicht! ) - und zweitens baut man hier Felder auf, die nicht nur die gleichen Frequenzen haben müssen wie die Computer und Bildschirme, sondern sogar ein viel stärkeres Feld, damit die Computer-Felder überlagert werden. Drittens ist das zu erzeugende Feld nicht eines aus Rauschen, sondern muß auch ein bestimmtes Signalverhalten wie eben Computer haben.

Dabei gibt es doch eine ganz einfache Methode des Datenschutzes:


TINA


C-001.186
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt in Deutschland rund 80.000 Kartentelefone. Anscheinend sind diese Apparate nicht nur dazu ausgerüstet, daß man aus ihnen herausrufen kann, sondern sie sind in einem intelligenten Verbund. Der nächste Schritt wird sein, daß man seine Chip-Karten dort "aufladen" kann - der Betrag wird dann vom Konto abgebucht. "Electronic Cash" wird zum Beispiel geplant anstelle von Fahrkarten aus Papier: jetzt soll es aufladbare Chip-Karten geben. Der Verkauf der Fahrkarten kostet jene Unternehmen, die sich im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen haben, jährlich 150 Mio DM. Werden also wieder einige Tausend arbeitslos werden...
TINA


C-001.187
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Im Internet hält jetzt eine Untergruppe der amerikanischen Guardian Angels, die "Cyber Angels" Ausschau nach "verdächtigem Verhalten" und ist auf der Suche nach "Pädophilie, Betrügereien, Pornographie."

Cyberangels URL: "http://www.cyberang.org

*23.12.96
Ob die jetzt auch in Belgien eine Niederlassung haben...?
TINA


C-001.188
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Bei der Perlen-Agentur geht es nicht so zu, wie ich es mir wünsche:

Wenn man da eine Platine bestellt (kostet weit über 1oo DM!), kommt die nicht in einem Karton, sondern in einem schlappen Couvert ("Luftpolstertasche"). Die Platine ist auch nicht in Antistatik-Folie eingepackt, sondern lediglich eingewickelt in einem Blatt Papier, der sogenannten Bedienungsanleitung. Und das bei einer fast 15 cm langen Platine! Wirklich beeindruckend, diese Qualität!

Aber das ist noch nicht alles! Seht Euch mal die Rückseite des "Basis-Katalog Herbst 95" an: Dort sind unter anderem 2 Merkwürdigkeiten:

Dieses deucht mich seltsam. Die (wie ich meine) Überrumpelung mit dem anscheinend üblichen Widerrurfsrevers zu haben, der aber doch keiner ist... Was würde wohl ein Abmahnverein dazu sagen...?

Übrigens: Einer war anscheinend schon da, denn es gibt bereits eine geschwärzte Stelle...

Ach ja,: Es war wohl noch einer da: Es gibt schon einen Kleber mit einer Korrekturangabe... Vielleicht, weil die "'effektive' Gebühr" effektiv daneben lag...?
TINA


C-001.189
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Endlich mal eine gute Nachricht: Computer sind tatsächlich zu etwas nütze! Ab 1997 will eine deutsche Firma ein Satelliten-Navigationssystem (GPS) liefern, mit dem Blinde arbeiten können. Man soll den Zielort eingeben können und das Gerät meldet sich dann aus dem Rucksack und sagt, wohin man gehen soll. Leider ist das Ding teuer (wie üblich bei Blindengeräten - es muß ja abgesahnt werden!) und kostet 10.000 DM.

Ich meine: Normale GPS-Geräte gibt es ab rund 800 DM. Wenn ich einen kleinen Notebook dazurechne und noch einen Lautsprecher und ein Programm zur Steuerung, dann dürfte das Ganze nicht mehr als 5000 DM kosten.
TINA


C-001.190
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Juris-GmbH hat ab sofort ihre Datenbanken zur Rechtsprechung, Bundesrecht und Aufsätze und Pressemitteilungen der Obersten Landesgerichte online: Über T-Online (also BTX bzw Datex J) unter *juris oder *40020 .
TINA


C-001.191
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Firma "Marketry" aus Washington wollte ans große Geld kommen und hat die aus Diskussionen herausgefilterten User-Adressen vermarkten wollen. Nachdem sie tonnenweise "flames" in ihre Netzwerkadresse bekommen haben, weil jemand diese zusammen mit einer Beschwerde bekanntgemacht hatte, will Marketry es doch nicht mehr tun. Brav! Die Frage ist nun: Wer hat jetzt die Adressen!?
TINA


C-001.192
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Das MD-Data-Laufwerk von Sony wird nun auch von Sharp geliefert. National Semiconductor hat dabei mitgearbeitet. Im März '96 soll es Muster geben, zunächst an amerikanische PC-Hersteller, für 200 US $ pro Stück.

* 23.12.96
Nach einem 3/4 Jahr fängt nun wohl endlich die Produktion an. Bei einer Industrie, die mit einem Produktlebenszyklus von nur wenigen Monaten rechnet... Da sträuben sich jedem Marktwirtschaftler die Haare.
TINA



C-001.193
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Der P6 soll ein supertoller Schlitten sein. Hier habe ich eine Tabelle über 2 Benchmarks. Die "int" ist für Integer-, die "fp" für Fließkommaberechnungen:

Typ           Taktfreq.  SPECint95b  SPECfp95b
HP P8000         -       8,6         15
HP P7200      120 MHz    4,37         7,54
DEC Alpha     300 MHz    7,3         11,6
PowerPC 604   167 MHz    6,0          5,0
Mips R 10000     -       7,4         15
Ultra-SPARC   143 MHz    5,1          7,4
P6            200 MHz    8,09         5,99

Wie man leicht sieht, ist das ein großer Schwindel, weil man die echte Leistung der Architektur nur vergleichen kann, wenn die Prozessoren bei der gleichen Taktfrequenz verglichen werden. Also habe ich mal umgerechnet auf 100 MHz:

Typ           SPECint95b   SPECfp95b
HP P8000       -            - 
HP P7200      3,64         6,28
DEC Alpha     2,43         3,86
PowerPC 604   3,59         2,99
Mips R 10000   -            - 
Ultra-SPARC   3,56         5,17
P6            4,04         2,99

Wenn man schätzt, daß die Taktrate beim P8000 wohl um die 140-170 MHz liegen dürfte (soweit mein Gedächtnis nicht trügt), hätte der P8000 bei einem Ausgangswert von 170 MHz bei 100 MHz immer noch 5,05. Ähnliches dürfte für den Chip von Mips gelten Ob dieser und der P8000 wirklich so gut sind, weiß ich nicht. Tatsache ist aber, daß der P8000 eine außergewöhnlich gute Architektur hat und besser als der 7200 ist. Der Alpha erreicht seine Werte nur aufgrund seiner hohen Taktfrequenz.

Lassen wir P8000 und R 10000 außer acht, dann hat der P7200 eindeutig die besten Werte. Der PowerPC ist jedoch am interessantesten, weil er auch sehr preiswert zu sein scheint und sogar in normale Laptops und Notebooks kommt. Auch der Sparc ist durch die vielen Anbieter sehr preiswert zu haben. Der P6 ist furchtbar teuer. Er soll zwischen 1000 und 2000 Dollar kosten (Hersteller-EK bei 1000 Stück!)
TINA


C-001.194
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
2. Folge: Vorsicht vor Leuten, die Euch bei einem (Neben-)job viel Geld versprechen, vor allem vor dem "MLM" (Multi-Level-Marketing)!

Ein wichtiges Argument der MLM-Anbieter ist, daß man den "normalen" Weg über den Großhandel ausschalte - und gerade der habe ja so exorbitante Gewinnspannen. Und dieses entsetzliche, schädliche Zeug, das gäbe es beim MLM nicht. Jawoll!

Dazu einige kritische Fragen:


TINA


C-001.195
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Perlen-Agentur...

In ihrer Zeitschrift "DOS-Trend" (beworben als das "weltweit auflagenstärkste 'Sharewaremagazin mit Heftdiskette'") ist innen immer ein Katalog. Der ist wohl das wichtigste Teil... Wo gibt es das sonst wohl, daß die Leute sich einen Katalog auch noch kaufen, womöglich sogar im Abo!?

In diesem bezahlten Katalog (Beispiel in Nr "7-8 95") also heißt es unter "Shareware - Freeware - Public Domain: die rechtliche Seite":

Das bezweifle ich! Denn nicht zu jeder Shareware gibt es eine "Vollversion". Das Wort "Vollversion" und die Formulierung des Satzes erwecken den Eindruck einer eigenständigen und leistungsstärkeren Version eines Programms.
Auch der Begriff "Registrierung" ist nach meiner Auffassung der deutschen Rechtsprechung nicht korrekt, denn es handelt sich im vorliegenden Fall (bei Shareware) um nichts anderes als um den Kauf von Nutzungsrechten.
Ob man dabei tatsächlich "registriert" wird, dh in ein Register berechtigter Nutzer eingetragen wird, ist völlig nebensächlich.
Einzig relevanter Punkt ist der Erhalt einer Quittung für die Zahlung. Das kann zum einen durch eine Bestätigung durch den Softwarehersteller erfolgen, mindestens aber durch einen Zahlungsbeleg bei Bank oder Post.

Und dann schreibt Perle:

Erstens haben die Autoren bei Public Domain von Anfang an ihren Copyright-Vermerk deutlichst angebracht. Also nix mit "Verzicht" auf das Copyright!

Zweitens: Daß die Programme ohne jede Einschränkung "zum Vertrieb" freigegeben seien, ist ebenfalls falsch, denn es gibt fast immer deutliche Einschränkungen. So wird beispielsweise fast immer jede kommerzielle Nutzung untersagt (wozu auch das gewerbsmäßige Kopieren oder zum-Download-Bereithalten in Mailboxen fällt).

Drittens gilt für Perle das deutsche Urheberrecht - und nach dem kann ein Urheber sein Urheberrecht weder jemals verlieren noch kann er darauf verzichten.

* 23.12.96
Die Position der Autoren wurde inzwischen durch weitere Gerichtsurteile eindeutig zementiert. Daran gibt es nichts, aber auch gar nichts mehr zu deuteln! Sobald ich die Texte habe, werde ich sie zitieren.
TINA


C-001.196
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Hier noch eine Ergänzung zu der Sache mit den temperaturgesteuerten Lüftern in Netzteilen und zur Wärmeabfuhr aus Rechnergehäusen: Heute habe ich in einem Katalog die abartigste Lüfterkonstruktion für PCs gesehen. Da wird in einen 16-Bit-Slot eine Karte gesteckt. Die Karte ist aber keine Karte im eigentlichen Sinn, sondern ein flaches Rohr mit rund 15mm Dicke. An der Seite, wo die Bleche festgeschraubt werden, ist ein Blech, tatsächlich zum Festschrauben. Aber es hat lauter Löcher, sieht aus wie ein Kühlergrill. Am anderen Ende ist das Rohr geschlossen. Gleich daneben aber sitzen 1 oder 2 Lüfter, die Luft in das Rohr hineinpusten, so daß sie durch das Rohr gepreßt wird und am Ende mit dem Grill herauskommt. So wird also Luft aus dem Rechner herausbefördert. Die Lüfter haben einen 4-poligen Stromanschluß wie Platten oder Floppy-Laufwerke. Der Händler-EK netto für ein Rohr, pardon "PC Air Conditioner", mit 1 Lüfter: 26,90. Für das Ding mit 2 Lüftern muß der Händler schon 36,90 netto hinblättern.

Viel Geld für einen großen Schwachsinn, denn das Ding "saugt mittels Lüfter die warme Luft aus dem PC-Gehäuse, die Luft wird dann über den Abluftkamin nach außen geführt." - und "Ideal für Pentium-Rechner" steht auch noch im Katalog. Dabei ist ganz klar, daß man nicht Luft heraussaugen, sondern hereinblasen muß, weil sonst das Netzteil zu wenig Luft bekommt. Also erst recht nicht "ideal für Pentium-Rechner" - im Gegenteil!

Das einzig Nette in dem Katalog: Es gibt einen Lüfter zum Aufklipsen auf den Pentium, der einen "akustischen Alarm" hat. Anscheinend hat er einen Temperatursensor, der bei einer bestimmten Temperatur einen Piezo-Summer betätigt. Da fällt mir ein, daß Dallas Semiconductor einen Temperaturschalter produziert, der so groß ist wie ein kleiner Transistor. Ein Piezo-Summer ist auch recht billig. Also kann sich jeder Bastler so eine Vorrichtung selbst bauen. Vor allem kennt er dann die Temperaturen - und die Schaltung funktioniert auch...

* 20.5.97 Die Sache mit dem Luftstrom muß man immer überprüfen! Es gibt auch Netzteile, die die Luft in das Gehäuse blasen. Die Regel ist also immer: Nachsehen, in welche Richtung das Netzteil bläst. Dann herausfinden, wo man am besten Löcher im Gehäuse läßt, damit die Luft einen möglichst geringen Durchlaßwiderstand hat.
TINA


C-001.197
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Computer sollen den Analphabetismus fördern. Steht schon wieder in der Zeitung. Da steht auch, daß 70 Millionen Amerikaner keinen Zeitungsartikel zu Ende lesen können. Das glaube ich. Wir haben auch solche Politiker. Aber es soll mir bitte keiner sagen, daß eben genau diese 70 Millionen Amerikaner einen Computer haben. Ich wette, daß die meisten davon KEINEN Computer haben. Und sie haben keinen, weil sie nicht richtig lesen können. Fragt jetzt bitte nicht, für wen Windows gemacht wurde...
TINA


C-001.198
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 01-2740-23

Hi, Dizzy Devil! Die Zugriffe auf das Netzwerk sollen nach SUNs Meinung mit Java erfolgen, wobei man sich die Anwendungsprogramme aus dem Netz dazulädt. Angeblich soll das unter Java sicher sein. Warum, weiß ich jedoch noch nicht. Tatsache ist aber, daß man diese sogenannten "Applets" über das Netzwerk laden muß, weil sonst nichts läuft. Andere Firmen wollen das nicht über Java, sondern über ihre eigene Soße machen. Alles das halte ich für ungeheuerlich. Die Idee ist ja nicht schlecht, die Wirkung dafür umso mehr!

Deine Meinung über Zeitschriften kann ich nur unterstreichen. Es ist für die Typen in den Redaktionen ja auch sooo viel einfacher, nur dummes Gewäsch zu verbreiten, als sich wirklich ernsthaft mit einer Sache auseinanderzusetzen. Ich war geschockt, als ich jetzt einen Test von SOFTRAM in einer Zeitschrift fand, die das Ding für gut befand. Die Yogis wiesen zwar darauf hin, daß die "c't" anderer Meinung war, ließen das inhaltlich aber ganz unter den Tisch fallen, haben also nicht das mindeste verstanden von dem, was die "c't" geschrieben hatte.

Letzte Meldung:

1. Softline wird SOFTRAM nicht mehr verkaufen.

2. Es gibt Insider, die Java als "das größte Sicherheitsrisiko der EDV" bezeichnen.

* 23.12.96
Daß Java ein Sicherheitsrisiko ist, kann inzwischen niemand mehr ernsthaft bezweifeln wollen. Die Frage lautet also, wie wir uns erfolgreich dagegen wehren können.

* 15.8.97
Syncronys, der Hersteller von SOFTRAM, wurde von der amerikanischen Handelsbehörde FTC verurteilt, weil das Produkt SOFTRAM nicht die zugesichertern Eigenschaften besitzt.
TINA


C-001.199
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 01-2740-330

Hi, Twilight! Leider wird man die Burschen juristisch nicht packen können, weil irgendwo (man muß nur suchen!) in deren Beschreibung die Angabe steht, daß der "700"-Streamer nur 680 MB schafft (komprimiert) und daß es real nur um die 340 MB sind (oder waren es nur 320?). Schaut mal in die Angaben von IOmega: Ihr werdet staunen! Die haben ihrem Streamer den Namen "700" verpaßt, obwohl es (nach deren eigenen Angaben) selbst komprimiert nur 680 MB sind.

Bei Scannern muß man noch mehr aufpassen: Es gibt Scanner, die mit "Hardwareauflösung 600x600" angeboten werden, so der Artec 6000 (oder andere, die auf dem gleichen Innenleben basieren und möglicherweise auch die Nummer 6000 im Namen tragen). In Wirklichkeit schafft der Kasten nur 300x 600 optisch und schon im Scanner wird von der dortigen Firmware interpoliert! Im Handbuch stehen diese Werte natürlich nicht drin! Ich fühle mich durch so etwas betrogen. Meinen Scanner habe ich postwendend an den Absender zurückgehen lassen, als ich die wahren Werte der Hardware erfahren habe - und jeder, dem es ähnlich geht, sollte genauso verfahren.
TINA


C-001.200
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Nach der Übernahme durch IBM ist bei Lotus tatsächlich ein wenig Intelligenz eingekehrt. Schauen wir mal in den "Lotus Software-Vertrag":

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-------------------------------------------------------------

Da sind einige sehr bemerkenswerte Punkte enthalten!

Gilt auch hier nur das Motto "Verkaufen und vergessen!" !?
TINA


C-001.201
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 01-8060-15

Warnung: Windows 95 hat ein Sicherheitsloch, will sagen: Man hat mal wieder eines entdeckt. Wenn man die Option "File and Printer Sharing" benutzt, kann es unzulässige Zugriffe geben, "nachdem der Systemadministrator das System abgemeldet hat" (wohl eher sich vom System...). Dann sollen unautorisierte Anwender Files des betreffenden Rechners sehen können. Schlimmer soll es sein, wenn man mittels eines Unix-Programms auf den Rechner via Internet zugreift. Tür und Tor des Rechners sollen dann offenstehen. Unter

http://www.microsoft.com/windows

soll es einen Patch geben.
TINA


C-001.202
written ..........: 18.11.95
last time revised : 23.12.96
Was ist der Nachteil bei den ganzen Selbstklebe-Etiketten, die es überall für Warenbeschriftung (denkt mal an die Shampoo-Flaschen und anderes!), zur Preisauszeichnung, zur Identifikation (Bar-Codes), und so weiter gibt? Daß es nicht 1 Teil ist, sondern derer 2! Denn die Etiketten müssen auf einem speziellen Träger ausgeliefert werden, von dem man sie anschließend bei Gebrauch herunterzieht. Allein in Europa werden zur Zeit pro Jahr 370.000 Tonnen Trägerfolie herstellt und anschließend in den Müll geworfen.

Jetzt gibt es eine "strategische Allianz" von 2 Herstellern, die Aufkleber ohne Trägerfolie produzieren wollen.
TINA


C-001.203
written ..........: 16.11.95
last time revised : 23.12.96
Dringende Warnung: Nintendo hat eine Partnerschaft mit Netscape Communications. Sinn der Sache: Ein 64-bit-Spielsystem soll für rund 240 US-Dollar in Japan zu haben sein. Als Zubehör soll es einen Modem-Adapter und einen Internet-Browser geben. 3 Millionen Stück sollen im 1. Jahr ausgeliefert werden. Das sind 3 Millionen Eltern, die sehr plötzlich sehr hohe Telefonrechnungen haben werden. Man sehe sich vor!
TINA


C-001.204
written ..........: 16.11.95
last time revised : 23.12.96
Aus die Träume! Ein britisches Marktforschungsunternehmen hat 16.000 Haushalte in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanie und Großbritannien befragt und kommt zum Ergebnis, daß die PC-Verkäufe sehr schnell stagnieren werden, weil der Markt gesättigt ist. Klar, denn eines ist schon lange bekannt: Die vielen alten Rechner, die man noch herumstehen hat, stehen herum, weil man sie nicht los wird, weil sie niemand mehr haben will. Bestes Beispiel: Laptops auf XT-Basis, die jetzt für 199 DM angeboten werden. Es gibt bereits Inserate für gebrauchte Laptops auf 286-er Basis für rund 300 DM, 386-er Laptops bekommt man ab 400 DM.
TINA


C-001.205
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt Kästen, die simulieren bei einem PC eine Tastatur. Also kann man die Rechner hinstellen und niemand kann auf der Tastatur herumpfuschen. Zusätzlich gibt es Kästen, an die kann man einzelne Tasten anschließen, um für ganz spezielle Zwecke Programme zu steuern. Das ist auch nicht dumm, weil dann Warmstart und andere Schweinereien ausgeschlossen sind. Gut ist das Ganze auch für Steuerungscomputer, bei denen man eh nur ein paar Tasten benötigt und die große Tastaur eben viel zu viel Platz beanspruchen würde.Die Kästen der ersteren Sorte kann man sich lässig aus einer alten Tastatur bauen, deren Tasten defekt sind. Die der zweiten Sorte muß man wohl kaufen (oder basteln).

Wozu man allerdings einen "Mouse-Eliminator" braucht, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben. Dafür weiß ich aber die Preise: "Phantom Keyboard" kostet 65 US-Dollar, "Phantom Keyboard/Mouse-Eliminator" kostet 139 US Dollar.

Eine Tastatur bekommt man in Deutschland für weniger als 50 DM, eine kaputte für 10. Und die billigste Klappermaus gibt es im Laden für weniger als 20 DM. Mich deucht, da hat einer nicht alle Pins am Prozessor...
TINA


C-001.206
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Eine Maus, die die Schutzart IP 54 erfüllt, gibt es jetzt auch in Deutschland zu kaufen!

Von einer anderen Firma habe ich nun ein Angebot erhalten: Die "robuste Maus" kostet 550,-- DM netto. Dafür kann man woanders schon einen ganzen Rechner kaufen. Irgendwo hört der Spaß auf!
TINA


C-001.207
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Um den "Elektrosmog" in den Griff zu kriegen, kann man elektromagnetische Störstahlung mit einem kleinen Prüfstift messen. Das Ergebnis wird allerdings nicht exakt angezeigt, sondern nur auf einem LED-Balken. Dafür weiß man aber wenigstens, wo die Strahlung aus Kabeln oder Gehäuse "kriecht".

Dieses Wissen kostet allerdings eine Kleinigkeit: 715,-- DM. Achtung: plus 17,5% Mehrwertsteuer, also plus 125,15 DM! Weil der Lieferant in Holland sitzt, muß man die holländische Mehrwertsteuer bezahlen.

* 23.12.96
Im neuesten Werbemittel-Katalog von Schneider gibt es jetzt "3 Geräte in einem!":

Steht auf Seite 396, und 14,95 DM netto kostet das grüne Ding.
TINA


C-001.208
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt von JENOPTIK (bekannt, oder!?) einen Laser-beschrifter - für Werkzeuge und vieles andere.
TINA


C-001.209
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die furchtbaren Schwierigkeiten mit den Steckern für die 220-V-Steckdosen sind endlich vorbei (sagt der Hersteller...) Es ist zwar leicht, die Stecker in die Steckdose zu pfriemeln, das Herausziehen aber ist eine Tortur. Jetzt gibt es einen Stecker mit einem Hebel, mit dem man den Stecker herausdrücken kann. Ob es diese Steckdose nur für die Wandmontage gibt, weiß ich nicht. Auch der Preis ist mir noch unbekannt. Das Ding wird produziert von Bosch-Jaeger, Postfach, D-68505 Lüdenscheid. Weil die über den normalen Installationsfachhandel liefern, müßten diese Steckdosen demnächst überall zu haben sein.
TINA


C-001.210
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
IOmega hat nach dem ZIP-Laufwerk das Jaz-Laufwerk in die Startlöcher gesetzt. Dies ist keine Floppy-Laufwerk und auch kein MO-Drive, sondern eine Festplatte mit magnetisierbaren Datenträgern. Seltsam ist die Idee, in einer Cartridge 2 Scheiben unterzubringen. Das ist sowohl mechanisch problematisch als auch bei den Kosten ein außerordentliches Problem. Selbst dann, wenn man das Laufwerk für 500 DM kaufen könnte, wäre es völlig witzlos: Die Medien sollen 125 $ kosten, also 143 DM ohne Zoll. Und das für 1 GigaByte-Medien. MO-Medien oder PD-Medien sind nicht nur billiger, sondern halten die Daten auch wesentlich länger (30 Jahre bei MO). Ich habe mir gerade ein MO-Laufwerk gekauft und bin damit HÖCHST zufrieden! Um das ZIP-Drive habe ich vorerst einen Bogen gemacht und warte auf die Ergebnisse hinsichtlich Datensicherheit bei längerer Aufbewahrungsdauer, Spurstabilität und anderes. Ich kann allen nur raten, Geduld zu üben und zu warten!

* 23.12.96
Mehr über ZIP an anderer Stelle im Reaktor. In den USA ist anscheinend einiges gelaufen...
TINA


C-001.211
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
NCR gibt es nicht mehr! Statt dessen nennt man sich jetzt "Symbios Logic OEM Europe GmbH", wenigstens das, was in Deutschland übrig gebliegen ist nach der Konzern-Zerschlagung.

Adresse gibt's- wie immer - bei mir.
TINA


C-001.212
written ..........: 7.12.95
last time revised : 23.12.96
SNI ist clever: Die brauchen nur geschickt zu produzieren - und schon kommt das Geld angerollt. SNI hat nämlich 10% Anteil an Escom...

* 23.12.96
Doch nicht so clever, wenn der Laden dann den Bach runter geht...
TINA


C-001.213
written ..........: 7.12.95
last time revised : 23.12.96
SNI ist clever: Selbst verkaufen, bringt mehr Geld als das Ausliefern an Groß-Dealer. Also haben sie ihre Läden aufgepeppt und jetzt sind es sogar 40 Stück, die da in Deutschland PCs und so weiter verkaufen.
TINA


C-001.214
written ..........: 7.12.95
last time revised : 23.12.96
Vergeßt Virensucher und anderes! Es geht nichts über Voodoo, Zauberei, Magie! In den USA kann man jetzt einen Kristall kaufen, der schützt vor Systemabstürzen und Viren. Im Lieferumfang enthalten: "Die heilige Anleitung", ein Mantra und eine "Kein-Geld-zurück-Garantie." Und das alles für nur 19,95 Dollar!
TINA


C-001.215
written ..........: 7.12.95
last time revised : 23.12.96
Softline hat SOFTRAM vom Markt genommen. Bleibt die Frage: Zahlt Softline jetzt der "c't" die Kosten für die einstweilige Verfügung???
TINA


C-001.216
written ..........: 7.12.95
last time revised : 23.12.96
"Lemmings" soll das erfolgreichste Computerspiel der Welt sein. Kann ich gar nicht glauben. Es ist zwar sagenhaft gut - aber wer hat das Ding gekauft???
TINA


C-001.217
written ..........: 10.12.95
last time revised : 23.12.96
Eine Lektion über die Zuverlässigkeit von Firmen: AMD hat den 29020 und den 20045, die für Dezember 1995 angekündigt waren, im Dezember 1995 kurzerhand aus dem Programm genommen. Nachdem AMD Nexgen gekauft hat, wollen sie sich noch mehr auf x86-Prozessoren stürzen. Schade.
TINA


C-001.218
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Nun haben wir unser Fett: Die neueste Generation von Rechnern sind hochgepeppte Taschenrechner. Die haben unter anderem Funkanschluß ans hausinterne Netzwerk und anderes. Und sie haben etwas, das ganz besonders wichtig zu sein scheint: "Faustkeil-Format". Tausende von Jahren Zivilisation im Eimer...
TINA


C-001.219
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Preise für die Funk-Uhren sind im Keller. Es gibt zwar noch Anbieter, die 700 bis 900 DM wollen, aber man kann auch schon für 39,68 DM eine bekommen (in der "Metro").
TINA


C-001.220
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Zuhören!

Die Schreibfehler stammen nicht von mir, sondern sind original aus dem Katalog entnommen. 169 DM netto bedeuten 194,35 DM brutto. Der "Rucksack" wird auf den Rücken geschnallt, das "Kissen" wird auf den Stuhlsitz hinter das "Heck" des Sitzenden gestellt, so daß die Lendenwirbel, Nieren und andere Einzelteile bedröhnt werden.

Erinnert mich an die Typen, die in der Disko in die offenen Riesen-Baßlautsprecher (rund 1,70 hoch) geklettert sind - und in ihrem Suff dort einschliefen. Am nächsten Morgen waren sie zwar tot - aber Spaß gemacht hat's trotzdem...

Noch Fragen...?
TINA


C-001.221
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Nicht nur, daß Microsoft mit dem MSN auf die Frontplatte gefallen ist (statt vorausgesagter 9 Millionen Teilnehmer bis Ende 1995 wurden es nur 600.000 [und damit hat sich meine Befürchtung von der rund 1 Million Opfer des MSN fast schon in diesem Jahr erfüllt], auch die Inkompatibilität ist eine Katastrophe. Jetzt hat Bill Gates eine Lizenz für Java kaufen müssen...

Bei Sun hat man an diesem Tag wahrscheinlich allen Leuten eine Extra-Ration Hamburger und Sekt spendiert. Selbst wenn der Lizenzpreis 1 Dollar gewesen wäre (hoffentlich nicht!), so hatte allein die Tatsache, daß Microsoft angekrochen kommt, bei Sun bestimmt für ein gigantisches Gelächter gesorgt.

Wie wäre es mit einem neuen Slogan: "Wir sind das Netzwerk!" ?
TINA


C-001.222
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die "D-Info"-CD darf nach einer Entscheidung des OLG Frankfurt nicht mehr verkauft werden! Die DeTeMedien hat Top-Ware vorgeworfen, Daten kopiert zu haben. Angeblich sitzen jetzt für Top-Ware 500 Chinesen in Peking an den Tasten und tippen Telefonbücher ab. Bei einem Monatslohn von 200 DM (oder war das der Jahreslohn?) lohnt sich die Sache: Rund 800.000 Scheiben hat Top-Ware verkauft. Rechnen wir einen Netto-Gewinn von 10 DM pro Scheibe, dann sind das 8 Mio DM - ausreichend für eine komplett neue Produktion.

Außerdem: Für die neue Ausgabe hätte man den ganzen Krempel ohnehin neu erfassen müssen, denn weil die Daten über Umstellungen und Umzüge Top-Ware nicht mitgeteilt werden, sind die einzige Fundquelle für diese Dinge ausschließlich die neuen gedruckten Telefonbücher. Außer einem Schuß vor den Bug eines unerwünschten Konkurrenten hat die Post somit nichts erreicht. Die rund 3000 DM für eine komplette Sammlung aller deutschen Anschlüsse (alter Preis der Post für ihre CD) sind jedenfalls ein- für-allemal vorbei.

Jetzt geht es nur noch darum, die 49 DM für eine CD vom Tisch zu bekommen. Ich habe inzwischen sogar D-Infos für 29 DM brutto inseriert gesehen. Dabei ist doch DM 29 netto der Händler-EK gewesen.

Wenn nun jemand auch auf die Idee kommt, die ganzen Telefonbücher eintippen zu lassen und eine Konkurrenz-CD herausbringt, für - sagen wir DM 9,99 - dann geht es erst richtig rund!

Also: Wer zeigt der Post UND Topware mal so richtig die Zähne?

Aber, Achtung: Komme mir keiner auf die Idee, diese CDs oder deren Daten in einen Internet-Server zu werfen...!
TINA


C-001.223
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die Sprache ist verräterisch: Jetzt gibt es "hammerfeste" Tastaturen. Gut, daß es so etwas gibt - wissen wir inzwischen. Das wirklich Erstaunliche ist jedoch, daß es sich dabei um Folientastaturen handelt!
TINA


C-001.224
written ..........: 20.12.95
last time revised : 23.12.96
Kodak hat einen neuen Bildsensor mit 4096x4096 Pixeln entwickelt. Der Strom ist extrem gering (weniger als 10 pA pro Quadratzentimeter bei 25 °C). Die Fläche pro Pixel ist 9x9 Mikrometer.

Das wird neue Video-Kameras geben und andere nette Weihnachtsgeschenke.
TINA


C-001.225
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Da hätte Microsoft drauf kommen müssen: Es gibt jetzt eine Tastatur, die hat Bilder auf den Tasten. Drückt man auf eine Taste, dann schickt sie keine Meldung zum Computer, denn den braucht sie gar nicht. Sie spricht vielmehr ein Wort oder einen Satz, der zu dieser Taste gehört.
TINA


C-001.226
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Stellt Euch vor, es gäbe einen Rechner für Schüler - und der hätte 2 Tastaturen: eine für den Schüler und eine für den Lehrer. Seltsame Idee, nicht wahr? Wohl genauso seltsam wie die Idee, ein Tandem zu bauen, also ein Fahrrad, mit dem 2 Leute fahren können - und dann diesem Tandem 2 (in Worten: ZWEI!) Lenker zu geben. Das Ding gibt's aber! Jetzt warten wir also auf den Rechner...
TINA


C-001.227
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Der Computer hält Einzug in Arztpraxen, nicht nur für die automatisierte Rechnungsschreibung, sondern als Diktiergerät: Der Text wird auf der Platte gespeichert und die Tipperinnen können ihn an ihrem Rechner abrufen und sofort in die Tasten klopfen.
TINA


C-001.228
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt einen Plasma-Bildschirm, der nicht mehr das furchtbare Bernstein als (monochrome) Farbe hat, sondern der tatsächlich 260.000 Farben gleichzeitig darstellen kann. Das alles in absolut flimmerfreier und nicht wackelnder Darstellung! Auflösung: 640x480 Pixel. Größe: 21" (!). Dicke: 44 mm. Unangenehm der hohe Stromverbrauch: 120 Watt. Ganz unangenehm der hohe Preis: 13.100 DM netto.

Wer ihn trotzdem kaufen will: Adresse gibt's bei mir.
TINA


C-001.229
written ..........: 10.7.95
last time revised : 23.12.96
"Telemedizin" heißt es, wenn man via Telefonleitung Bilder usw. von einer Operation übertragen kann und so durch einen Experten der Operateur dirigiert werden kann. Das kostet - wie wir jetzt wissen - 15.000 DM: Der Einstieg "...besteht aus 6 ISDN-Anschlüssen und einem multimedialen Softwarepaket nebst Videokamera zur Aufrüstung des bestehenden Computers. Es geht zwar auch billiger, doch dann muß man auf die Dynamik verzichten, wie die Übertragung von endoskopischen Video-Life-Untersuchungen.... Die Gebühr einer einfachen Standbildübertragung, beispielsweise eines Röntgenbildes, ist etwa doppelt so hoch wie die eines herkömmlichen Telefongesprächs."

Was ist nun "ein herkömmliches Telefongespräch"?
TINA


C-001.230
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Die DOS-Rechner kommen ganz still und heimlich angeschlichen! Das MS-DOS breitet sich aus und verdrängt immer mehr die firmenspezifischen Betriebssysteme von kleinen Geräten. Bisher hat man zum Beispiel in Kassen, Scannern, Datenloggern und so weiter das Steuerungsprogramm in EPROMs gehabt. Die Entwicklung war sehr teuer und lief auf sehr teuren Entwicklungsgeräten ab. Heute macht man es sich einfacher und verwendet zwar weiterhin EPROMs als Speicher, bringt darin aber ROM-able Versionen von MS-DOS unter. Von Panasonic gibt es jetzt ein "Handheld Terminal", das man zur Datenerfassung in Firmen einsetzen kann. Es hat RAM von 640 kByte bis zu 2 MByte und 256 kByte ROM (für MS-DOS, BIOS plus Anwendungsprogramme).
TINA


C-001.231
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Wehe, Du ißt Fisch - dann kommst Du nicht durch die Tür! Der Geruchssensor für die Türkontrolle könnte da durchdrehen. Noch allerdings sind wir nicht soweit und die Tufts University bastelt noch. Immerhin aber haben sie für ihr sensorgestütztes Identifizierungssystem vom amerikanischen Verteidigungsministerium 2,25 Mio Dollar erhalten...

Mit Verlaub: Das stinkt!

* 23.12.96
Das stinkt sogar gewaltig - sogar dem Sensor...! Wie ich jetzt gelesen habe, sind den Amerikanern angeblich ihre Sprengstoffsensoren während des Irak-Feldzuges ausgefallen, weil sie mit dem Diesel-Gestank nicht fertig wurden...
TINA


C-001.232
written ..........: 25.12.95
last time revised : 23.12.96
Der Umsatz mit Computerspielen in Deutschland ist 1995 auf rund 1 Milliarde DM gestiegen. Also komme mir keiner damit, daß es uns hier schlecht ginge, was von Arbeitslosigkeit und so weiter. Solange wir 1 Milliarde für Müll aus dem Fenster schmeißen können, geht es uns noch verdammt gut.

Wie lange noch?
TINA


C-001.233
written ..........: 25.12.95
last time revised : 23.12.96
Der P6 hat bei Intel eine "entkoppelte 12-stufige Super-Pipeline".
TINA


C-001.234
written ..........: 25.12.95
last time revised : 23.12.96
Wenn man die Antenne nicht richtig aufstellt oder Bäume oder Häuser im Weg stehen, dann gibt es auf dem Fernsehschirm "Geisterbilder". Dagegen gibt es jetzt ein IC, welches einen DSP, ein digitales Filter mit 576 Anzapfungen und einen Speicher auf einem einzigen Chip enthält. Das IC ist sogar in der Lage, "on-Screen" abgeglichen zu werden, dh man kann es einstellen und sieht die Werte auf dem Schirm! Das IC kann Geisterbilder von -7,5 usec bis +42,5 usec herausfischen.
TINA


C-001.235
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Das Landgericht Koblenz hat entschieden, daß ein Computerhandbuch nicht vollständig in deutscher Sprache sein muß. Es reicht aus, wenn die wichtigsten, für den durchschnittlichen Benutzer gedachten Hinweise in Deutsch sind. Der Käufer ist in diesen Fällen nicht zur Rückgabe des Computers berechtigt.

Dabei ist das Problem doch so einfach zu lösen: Es gibt Deppenhandbücher (vollständig in Deutsch!), die fast nichts taugen (außer, daß sie in deutsch sind). Diese Handbücher kann jeder Computerhändler von seinem Großhändler für nicht mal 20 DM kaufen. Damit hat der Handel schon lange die ganze Sache ad absurdum geführt, denn wie sollte man bei einem Handbuch auch noch auf die Qualität (!) klagen!?

* 10.8.97
Diese sogenannten "Handbücher" bekommt man im Großhandel inzwischen für unter 10 DM!
TINA


C-001.236
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
Nachdem ich letztes Mal über die Einkaufs-Orgien berichtete, hier die (gerüchtigen) Gegenteile: Daimler klopft Fokker platt, AEG haben sie schon und endgültig beerdigt. Der Bremer Vulkan ist flöten. Weil die sich für in der DDR eingekaufte Firmen haben zweckgebundene Gelder geben lassen (wohl über 800 Mio DM) und diese bei diesen Firmen nie angekommen sind, gehen auch diese Firmen mit in den Orkus.

Die Telekom will entlassen, Siemens will entlassen, .. in dieser Reihe könnte ich ein paar Meter weitermachen, ohne Atem zu holen. Aber es gibt auch Gutes an Pleiten: Der Umzug nach Berlin fällt aus, die Rechtschreibreform fällt aus.

Jetzt noch eine gute Nachricht: Ludwig Rotstift kauft den Markt + Hektik-Verlag...

* 23.12.96
Nun ist M+T doch aufgekauft worden, bloß nicht vom Ludwig. Da war ein anderer schneller...
TINA


C-001.237
written ..........: ?.?.1995
last time revised : 23.12.96
REWE hat sich bei Pro 7 eingekauft, glatte 40% gehören ihnen jetzt. Damit haben die mehr Aktienanteile als Thomas Kirch (24,5%). Warum das alles so wichtig ist? Weil Pro 7 wiederum mit HOT verbastelt ist und damit hat REWE einen (fast) eigenen Fernsehsender für seine Werbung... REWE hat 1994 41,4 Milliarden DM Einzelhandelsumsatz gemacht, die REWE-Gruppe 46 Mrd. DM. Da bleibt für die Werbung eine ganze Menge übrig. Pro 7 hatte 1995 rund 1,45 Mrd. DM Umsatz. Wie nahe liegt das wohl an den Werbeausgaben von REWE??? Und was liegt nun näher, als bei REWE auch mit Computern zu handeln???
TINA


C-001.238
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-1

Hi, Alkoholhasser! Mal ganz ehrlich, haßt Du den Alkohol wirklich oder verträgst Du bloß keinen? Ich hasse Alkohol nicht, aber ich vertrage keinen - so ist das Leben...

Nun zu den 8-Zoll-Disketten, die Du im Krankenhaus gefunden hast: Die amerikanische Forschung hat in vielen Bereichen das gleiche Problem, vor allem aber das Verteidigungsministerium, das bei der Raum- und Erderforschung kräftig mitmischt. Ein großer Teil der alten Daten ist zwar noch vorhanden, allerdings auf Datenträgern, für die es den dazu passenden Computer bzw Betriebssystem, das die Daten lesen könnte, längst nicht mehr gibt. Wohlgemerkt: Betriebssystem! Selbst, wenn es die Datenerfassungs- und bearbeitungsprogramme noch gäbe - ohne das Betriebssystem darunter geht gar nichts!
TINA


C-001.239
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-181

Armer Alkoholhasser! Ich befürchte, Du hast Geld zum Fenster hinausbefördert. Die Hauptplatine ist "nackt". Soll das etwa heißen, daß das BIOS und der Tastaturanschluß-IC fehlen??? Wenn dem so ist, ist wahrscheinlich die Platine defekt und vor dem Verramschen hat noch einer alles heruntergezogen, was auch nur einen Pfennig wert war. Du darfst eine Hauptplatine nur kaufen, wenn sie noch funktionsfähig ist und der Verkäufer Dir diese Eigenschaft auch zusichert. Sag' Dir jetzt: "Lieber 5 Mark futsch als 50 Mark futsch!" und leg das Ding in die Ecke. Kauf Dir eine andere Platine, bei der Du vom Verkäufer auch die Unterlagen bekommst. Weil Du noch keine Ahnung hast, ist das die billigste Lösung. Selbst für hartgesottene Experten sind sehr viele Hauptplatinen ein "Buch mit 7 Siegeln" und ohne Handbuch völlig wertlos. Man kann es natürlich trotzdem versuchen. Aber das ist nur etwas für Masochisten.
TINA


C-001.240
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-185

Hallo, Khaki! Deine Beschreibung klingt nicht gut - sie ist aber auch nicht vollständig. Welche Disketten kannst Du denn fehlerfrei lesen? Woher weißt Du, daß der Rechner nicht richtig schreibt? Gibt es eine Fehlermeldung? Wie lautet diese? Hast Du die Laufwerke, die Kabel oder den Controller schon an einem anderen Rechner ausprobiert? Auf welchen Disketten wolltest Du schreiben? Hat der Controller Schalter drauf? Ich kenne Controller, wo man per Schalter oder Jumper die Eigenschaften der Laufwerke einstellen muß. Hast Du eigentlich versucht, auf eine Diskette zu schreiben, von der Du vorher einwandfrei gelesen hast? War der Schreibschutz runter? Oder hast Du etwa frisch gekaufte Disketten hineingesteckt? Jetzt bitte keinen falschen Stolz und das übliche "aber ICH doch nicht!" Ist alles schon vorgekommen! Kann Dir jemand ein Laufwerk leihen, das nachweislich einwandfrei funktioniert und das Du in Deinem Rechner ausprobieren könntest?

So, jetzt haste watt zu tun...!
TINA


C-001.241
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-189

Wenn Du einen Rechner kaufst und hast durch die Kaufbelege des Verkäufers (Siehe die Anzis zu Vobis, Escom und Co in den letzten Heften!) oder durch die Originaldisketten der Softwarehersteller den Originalitätsnachweis, dann brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die Handbücher gibt es entweder nicht, weil sie gar nicht auf Papier gedruckt wurden oder einer der Vorbesitzer hat sie behalten. Das ist ohne weiteres möglich und hat auf die Nutzungsrechte an den Programmen keinerlei Einfluß. Dumm ist nur, wenn man ohne Handbücher mit den Programmen nicht umgehen kann. Aber es gibt mehr als genug Beispiele, wo man mit den Handbüchern auch nicht besser dran ist...
TINA


C-001.242
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-241

Oscar Oldie! Wenn Bits "weich" werden, dann gibt es beim Lesen Fehler und der Controller meldet das. Ist der Fehler (durch Temperaturschwankungen usw. entstanden) aufzufangen, dann muß man eben öfter lesen. Geht das nicht, dann erntest Du entweder Datenschrott oder ein Programm, das anschließend irgendwann abstürzen wird. Weil der Absturz auch das "Schreiben an nicht zulässiger Stelle" sein kann, besteht die Gefahr, daß Deine Platte "Löcher bekommt", also auch dort Daten, Programme und (was sehr schlimm ist) die Directory-Einträge und die FATs zerstört werden. Darum: Regelmäßig jedes Jahr 1x alle Disketten und Bänder auf frisch formatierte Disketten und Bänder umkopieren! (Finger weg allerdings bei Originaldisketten der Hersteller! Die nicht wieder neu beschreiben!)

Bei der Gefahr durch eine Virenverseuchung gibt es beim Kopieren zusätzlich zur normalen Fehlerfortpflanzung noch die einer Virus-Weiterverbreeitung durch den gesamten Diskettenbestand! Also immer von garantiert frischen und nicht verseuchten DOS-Disketten booten und dann Kopien machen! Auf den alten Disketten immer den Kopierschutz drauflassen! Aus Sicherheitsgründen benutze ich die alten Disketten nicht mehr, sondern lasse sie liegen. Das tue ich aber nicht, weil die Disketten physikalisch erledigt sind, sondern um im Zweifelsfall (falls beim Kopieren doch etwas passiert - man weiß ja nie...!) eine vielleicht doch noch lesbare - vor allem aber - nicht infizierte Diskette zu haben.
TINA


C-001.243
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-192

Aye, Electrician! Stürzt Dein Rechner auch ab, wenn Du die alte Platte wieder einbaust? Stürzt der Rechner auch ab, wenn Du die neue Platte drin hast, aber nicht EZ-Drive benutzt, sondern eben nur die ersten 504 MB? Ist nur 1 Platte im Rechner oder beide? Ist beim 2-er Betrieb die alte C-Platte auch jetzt noch C:? Probier's aus und melde Dich!
TINA


C-001.244
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-193

Black Shadow, wenn Du Windows gestartet hast, dann hast Du den Boden des freiheitlich-demokratischen DOS verlasssen. Das, was Du als "DOS" bezeichnest, ist gar kein DOS, sondern die "DOS-Box", eine Simulation. Die Bezeichnung "Eingabe-Aufforderung" ist übrigens durch die Hersteller gnadenlos dämlich verhunzt worden. Was nämlich die angebliche "DOS-Eingabe-Aufforderung" sein soll, ist in Wirklichkeit ein bestimmter Betriebsszustand, in dem der Commnand-Prozessor (also ein Programm!) auf Deine Befehle wartet und Dir als sein Zeichen ein Erkennungszeichen auf den Schirm pinselt oder auch bloß hupt. Das ist der "DOS-Prompt" und kann durch den Befehl

so eingestellt sein, daß Du Laufwerks- und Pfadnamen siehst. Man kann durch komplizierte Befehle auch Farbe und sonstiges einstellen. (Danach hatte Devils Dancer gefragt in 02-2740-214). Das, was der Command-Prozessor dann serviert, ist der "Prompt". Laut Wörterbuch heißt "to prompt": "jemandem das Stichwort geben- soufflieren - antreiben, drängen, nötigen, veranlassen".

Du hast die Version von DOS und Windows nicht angegeben. Ich nehme an, daß der Umschalt-Fehler entweder in der Installation begründet ist oder ein Treiber etwas falsch macht. Wenn es nur der Treiber ist, dann kann es mit den Versionen zusammenhängen. Ist es in der Installation, dann solltest Du zuerst versuchen, einen simpleren Treiber (geringere Auflösung für Windows) zu nehmen bzw auf den einfach umzustellen. Wenn das nicht hilft, dann installiere um auf die alte oder eine höhere Auflösung.

Und wenn auch das nichts nützt, dann installiere die Grafikkarte nochmal, mit den Files von der Diskette. Falls das nichts hilft, gehe auf "Standard-VGA". Wenn es auch dann noch nicht will: probiere einfach eine andere Grafik-Karte aus!

Und wenn selbst dieses versagt, denn gib dem Windows die Kugel und installiere das noch einmal neu. Denk' aber daran, daß bei einer Neuinstallation von Windows Du auch alle Anwendungen neu installieren mußt. Die übliche Methode, die GRP-, INI-, und PIF-Files nachher wieder einzuspielen, kann unter Umständen versagen, weil darin falsche Einträge sind, die Du nicht kennst und die erst durch die neue Installation auf richtige Werte eingestellt werden.

* 23.12.96
Das mit dem "freiheitlich-demokratischen DOS" könnte Wirklichkeit werden, wenn Caldera tatsächlich das von ihnen gekaufte Novell-DOS in die Public Domain abgibt, samt Source-Code. Soviel ich weiß, hatte Novell durch den Kauf von Digital Research auch die uralten Quellen von Seattle Computer und deren QDOS ("Quick and dirty DOS") bekommen. Diese dürften dann endlich auch zur Verfügung stehen. Wirtschaftlichen und technischen Sinn machen diese alten Quellen heute keinen mehr, aber sie werden uns vieles zeigen, was auf seine Art hochinteressant sein dürfte.
TINA


C-001.245
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2740-490

Tagchen, Shanky, THE MAD WOLF! Das war ja eine riesig lange Antwort von Dir...

Ich wollte Dir nur sagen, daß ich keine Haarspaltereien betreibe und sie auch überhaupt nicht mag. Leider ist es aber so, daß durch nicht exakte Aussagen die Leute irritiert werden, oft genug auch wissen es die Leute nicht besser und labern nur so vor sich hin. Das ist jetzt NICHT gegen Dich gerichtet, aber ich habe sehr schlechte Erfahrungen machen müssen. Wenn ein paar Typen untereinander im Jargon reden, dann mögen sie das verstehen und auch Ironie oder Veräppelungen. Anfänger, die das auch hören oder lesen, fallen aber voll darauf rein!

Bestes Beispiel ist die Frage, womit man nachschaut, ob noch genug Benzin im Tank ist. Da werden die meisten Leute erkennen, daß die Antwort "Feuerzeug" nicht gut ist, aber JEDER wird das nicht kapieren!

Wenn jemand sich nicht präzise ausdrückt, dann weiß man nie, wieviel der wirklich von der Sache versteht, ob er sich bloß nicht richtig ausdrücken kann oder ob er einfach nur etwas vergessen hat. Sieh Dir doch bloß mal die Reaktionen an, die auf falsche Angaben in Anzis kommen oder auf (für Fachleute) schier unfaßbare Fragen, die dann in einen monatelang dauernden Kanon hinauslaufen:

Kaum hat man dem Einen die Frage beantwortet, stellt der nächste die gleiche Frage, entweder weil er neu dazugekommen ist oder die Frage auch noch im Kopf hat und die Antwort nicht gelesen hat oder aber er hat die Antwort gelesen und kommt nun mit der nicht klar - und so geht das immer im Kreis 'rum.

Fast alle Fragen aus den Bereichen "Umgang mit Disketten", "Datensicherung" und "MFM-Platten, deren Controller und beider Neigungen" sind inzwischen gründlichst durchgekaut - und dennoch tauchen sie unentwegt wieder auf.

Ich will mich hier keinesfalls darüber beschweren, aber ich glaube, wir sollten die Fragen und Anworten sammeln.

Nachdem ich wegen des PCH inzwischen einen Brief bekommen habe (via Verlag), überlege ich mir schon seit einiger Zeit, ob ich mich bei Interesse nach einer E-Mail-Adresse umschauen sollte, bei der auch heikle Fragen besprochen werden können (Dann kann man mir auch E-Mail direkt schicken.) Und ich verspreche, daß ich sie auch beantworten werde. Schon geschriebene Antworten (nur die "an alle", also nicht die auf heikle Fragen!) würde ich dann auf einen Server legen, von wo sie von den Lesern abgerufen werden.

[* 23.12.96: Anmerkung: Jetzt sind wir soweit! Watt sagste nu'!?]

Zu 2: Von Uninstallern rate ich ab, weil es viele Dinge gibt, die diese Programme nicht beherrschen. Wenn ich zum Beispiel erfahre, daß irgendwelche Parameter nicht gut sind oder ich (warum auch immer) an ihnen von Hand herumschrauben muß, dann ist dies definitiv das Ende für einen Uninstaller.

Außerdem kann es so sein, daß einmal eingestellte Werte auch für ein anderes Programm wichtig sind. Deinstalliert man das erste, dann werden dem 2. irgendwelche Parameter "verbogen" oder gehen ganz verloren. Ich verlasse mich daher ausschließlich auf reine Handarbeit.

Weil ich vor jeder Neuinstallation die GRP-, PIF- und INI-Files in Unterverzeichnisse rette (alte Hausregel, seit x Jahren bewährt), kann ich diese auch wieder hervorholen, wenn ich deinstalliere oder etwas abgestürzt ist.

Nicht mehr benötigte Files zu löschen, ist simpel.

Denkste! Der Haken sind immer wieder die besagten Parameter! Und so ein Parameter ist die Revision eines Files. Es gibt ein paar Files, bei denen man ab und zu durch eine Installation neue DLLs (oder was auch immer) auf die Platte bekommt - und die nicht funktionieren oder mit anderen Dingen kollidieren oder wo MEHRERE Programme auf dieses eine File zugreifen müssen.

Bei "Video für Windows" oder anderem Unfug ist das schon ein paar Mal passiert.

Dann darf ich auch beim Deinstallieren nicht einfach so ein File löschen, weil ja das alte File überschrieben wurde, also gar nicht mehr auf der Platte vorhanden ist!

Dumm ist es auch, wenn ich eine frische CD kaufe, davon installiere und das Kraut darauf mir nolens volens alte Files überschreibt mit Files, die sogar noch viel älter sind! Da hilft oft nur noch Handarbeit und zurückkopieren vom Band.

Darum sollte man vorsichtshalber vor dem Installieren die Files auf den CDs nach Datum usw. durchsehen!

Zu 12: Die Idee mit der parallelen Platte zur Datensicherung stammt nicht von Dir und nicht von mir - damit haben Leute herumgespielt, die aus dem Großrechnerbereich kommen. Leider haben die vergessen, daß bei einem Großrechner immer Bandsicherungen gemacht werden und Viren (bei abgeschotteten Rechnern) nicht vorkommen. Selbst dann, wenn die Leute keine Bandsicherung machen, ist die Gefahr eines gleichzeitigen Ausfalls beider Platten sehr gering. Aber sie ist vorhanden! In dem vorliegenden Fall wurde jemandem vom Kauf eines Streamers abgeraten und der Einbau einer zweiten Platte empfohlen... Daher meine Hinweise auf die Denkfehler, die hier gemacht werden.

Eine Sicherheit vor Viren hat man bei keiner Methode zur Datensicherung! Aber dazu ist die Datensicherung auch überhaupt nicht gedacht!

Es ist lediglich so, daß bei einem Virus-Befall man auf eine älteren Speicherzustand zurückgreifen kann. Wenn der verseucht ist, dann geht man zu einem noch älteren Bestand - und so weiter. Die Viren selbst mit einem Programm erschlagen ("beseitigen") zu wollen - darauf würde ich mich NIEMALS einlassen!!!!!

Zum einen gibt es - wie Du richtig sagst - Viren, die sich tarnen können, zum anderen glaube ich nicht, daß alle Viren einwandfrei entfernt werden können. Wenn also ein Virus vorhanden ist: Sofort die aktuellen Daten retten auf Band und die Platte formatieren! Und dann vom Backup wieder einen sauberen Zustand herstellen. Dann die aktuellen Daten ebenfalls vom Band hereinholen. Kritischer ist das seit den Macro-Viren. Da ich kein so perverses Programm wie Word benutze, habe ich jedoch keinerlei Sorgen...

Mein Kommentar in Heft 10/95 bezog sich übrigens auf einen Denkfehler, den sehr viele Leute machen: Die glauben, daß es ausreicht, wenn sie nur ihre Daten (geschriebene Texte etc) auf Diskette sichern. Sie übersehen aber, daß sie mehrere 100 MB an installierten Files haben, die zu den Anwendungsprogrammen und Fonts usw. gehören. Diese Grundinstallation nach einem Absturz oder einem anderen Fehler wieder herzustellen, dauert Stunden und ist zum Teil sehr aufwendig. Denk' nur mal an die ganzen Einstellungen in Windows oder den Anwendungsprogrammen, die man erst nach der Installation durchführt. Kein Mensch kann sich all die Werte merken. Die stecken in den CFG-, INI- und sonstigen Files. Man muß also auch hin und wieder die gesamte Platte auf Band kopieren!

Das mit dem Sichern auf Band bei einer 6 Giga-Maschine ist klar. Das sieht jeder ein. Ich behaupte aber, daß auch schon bei einer 20 MB-Platte ein Streamer sinnvoll ist.

Zu einem ist dahinter ein zeitliches Problem verborgen (Sicherungen mit Disketten dauern elend lang!) und zum anderen ein psychologisches, weil man meist zu faul ist, "schon wieder" mit den vielen Disketten herumzufummeln.

Beim Streamer: Band rein, Programm wird gestartet - that's it! Außerdem haben Disketten eine sehr geringe Betriebssicherheit - und es ist wirklich zum Haarausraufen, wenn einem die Platte versaut wurde, man sich mit dem Diskettenstapel hinsetzt - und dann irgendwann die Sache zusammenbricht, weil die 14. Diskette (von vielleicht 50!) geruht, nicht mehr gelesen werden zu wollen. Alle nachfolgenden werden dann nämlich auch nicht mehr akzeptiert - und man hat bloß noch einen Haufen Schrott!

Das ist übrigens eines von vielen "netten" Erlebnissen mit meinem eigenen Rechner...
TINA


C-001.246
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-2760-10

Bloß keine zu große Euphorie über die neue PTS-DOS-CD mit Source-Code. Soviel ich gelesen habe, gibt es nicht von allem den Source-Code! Bevor ich auch nur einen Pfennig dafür ausgebe, werde ich erst einmal abwarten, was den auf der CD wirklich drauf ist. Wer sich die CD schon gekauft hat (ist schon in einigen Läden zu haben), sollte sich hier mal melden. Der Ansatz eines 100% bekannten Sourvce-Codes, den ich für das DOS fordere, ist mit der CD wenigstens ein Stückchen näher gerückt. Ich beneide die Leute mit ihrem LINUX. Sobald es auch für die DOS-Fahrer den gesamten Source-Code gibt, brechen für M$ sehr harte Zeiten an! (Eyh! Das "M$" find ich gut, M$ weniger...)

* 23.12.96
Ob es wohl diese CD war, die Caldera auf die Idee brachte, das Novell-DOS in die PD freizulasen ?
TINA


C-001.247
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 02-8050-16

Hallo, Star aus Dresden! Deine Fragen sind mit Vorsicht zu behandeln, weil Du Dich nicht so klar ausgedrückt hast.

Soweit der logische Teil. Was aber soll man machen, wenn man seine Daten auf Band gesichert hat - man kann doch nicht einen Teil des Bandes löschen oder gar herausschneiden!? Und alle seine zig Bänder Stück für Stück auf die Platte kopieren (wozu dort erst einmal Platz sein muß) und sie dann um das verkaufte Programm verringert wieder auf das Band kopieren, was der grundlegenden Idee von Datensicherung und Virenschutz völlig wiederspricht...!?

Ich befürchte, daß in der Rechtsprechung der Besitz von Kopien auf Streamerband und selbstgebrannten CD-Sicherungs-ROMs aus einer ganzen Reihe von Gründen juristische Probleme aufwerfen wird, die nicht mit angemessenem Aufwand zu lösen sind und die uns für einige Zeit eine Grauzone bescheren werden.
TINA


C-001.248
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Ich habe im gelesen, daß Leute alte Patronen von Laserdruckern, Tintendruckern und Kopierern suchen. Bei Laserdruckern gibt es den Unterschied zwischen denen, bei denen nur der Toner nachgefüllt wird (notfalls auch in Form einer Plastikschachtel, die man in den Apparat hineinsteckt) und solchen, wo in der Tonercartridge auch eine Bildtrommel dabei ist (z.B. HP-Drucker). Der große Unterschied besteht dabei nicht nur in der Existenz einer Bildtrommel in der Cartridge, sondern darin, was aus dem Toner wird!

Laserdrucker verwenden nicht allen Toner, sondern der bei jedem Druck zuviel auf die Bildtrommel aufgebrachte Toner wird anschließend abgewischt und muß dann beseitigt werden. Bei Druckern, die den Toner "pur" bekommen (ohne Bildtrommel in der Cartridge), wird der alte Toner in ein separates Auffanggefäß befördert. Das muß man hin und wieder ausleeren. Bei einer Cartridge mit Bildtrommel darin wäre es ein unsinniger Aufwand, die so gut geschlossene Einheit bloß wegen des alten Toners mit einer Auslaßöffnung zu versehen und dann noch im Drucker ein Auffanggefäß bereitzuhalten. Also ist in diesen Cartridges bereits ein Raum für alten Toner enthalten. Bei Kopierern gilt das gleiche. Wer also für "ein umsonst" an Toner möchte, braucht nur eine Suchanzeige aufgeben. Obgleich die Patrone vom Drucker als "leer" bezeichnet wird, ist immer noch ein minimaler Rest frischen Toners darin, sowie der gesamte alte Toner, was unter Umständen 1/10 bis 1/5 der Neumenge ist. Eine alte Cartridge kann also für vielleicht noch 600 Seiten Druck alten Toner enthalten. Sich die Cartridges auch noch auf Kosten des Absenders zuschicken zu lassen - eine raffinierte Idee! Wenn ich mir allerdings überlege, was für ein furchtbar dreckiger Job es ist, die Cartridge zu zerlegen - gitt! Aber bevor man so weit ist und die Cartridge zerlegt, kann man noch eine ganze Weile fröhlich mit dem Rest frischen Toners drucken, auch wenn der Drucker mault und "Toner low" meldet, wie die HP-Laser das tun.

Soviel ich weiß, gibt es inzwischen auch einen Recycling-Markt. Da bekommt man Preisvorteile, wenn man alte Cartridges einschickt bzw es gibt Leute, die alte Cartridges suchen und auch noch dafür bezahlen. Daß sie dann eine "ganz ausgelutschte" Zitrone bekommen, wissen sie erst hinterher. Weil sie eine "alte Patrone" wollten, haben sie eben Pech gehabt.

Bei Patronen von Tintenstrahlern gibt es möglicherweise auch einen Markt für alte Teile. Und während ich dies schreibe und mir überlege, was man mit dem alten Glump anfangen kann, kommt mir eine Frage in den Sinn: Kann man einer Patrone ansehen, womit sie gefüllt ist? Kann es sein, daß Drucker verkauft werden, wo in den Patronen Füllertinte oder ähnliches drin ist, was man lieber doch nicht hätte hineintun sollen?

Ich werde das dumme Gefühl nicht los, daß im Gebrauchtgeräte-Markt ein paar ganz linke Dinge ablaufen...

* 23.12.96
Inzwischen weiß ich eine Menge mehr. Darüber werde ich Euch in der Rubrik "Pleiten, Pech und Software" schreiben.
TINA


C-001.249
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Bei den Streitigkeiten um den Namen "Triton" wurde die Behauptung aufgestellt, die Firmen seien nachlässig. Wie ich jetzt sehe, hat Artisoft, ein amerikanischer Hersteller, der sich mit Netzwerken befaßt, eine Firma namens "Triton" aufgekauft (kostet 12 Mio US $). Der Chipsatz von Intel heißt Triton. Gleichzeitig aber gibt es diese Firma namens Triton, die Software herstellt für "Remote-Control". Ich glaube kaum, daß Intel dies verborgen geblieben war, als man dort nach einem Namen für den Chipsatz suchte. Nur war dort - offensichtlich - eindeutig klar, daß die Firma "Triton" und der Chipsatz "Triton" nichts miteinander zu tun haben. In Deutschland gehen die Uhren anders. Jedenfalls bei einigen Leuten...

* 23.12.96
Intel selbst hätte übrigens auch guten Grund zum Klagen gehabt: "Insite Peripherals" hat mit der Benutzung des Wortes "Insite" ein Wort benutzt, welches Intel bereits 1976 als "TM", also als "registered trademark" hatte schützen lassen: "Intel's Software Index and Technology Exchange", eine Bibliothek von Software, die Kunden geschrieben hatten, und die Intel nunmehr weltweit anbot. Für einen Mitgliedsbeitrag von 100 US-Dollar pro Jahr (zu zahlen im voraus per Scheck), bekam man 5 ausgesuchte Programme zugesandt, konnte darüber hinaus alle in die Bibliothek aufgenommenen Programme gegen eine "small handling fee" erhalten, auf Papier ausgedruckt oder auf Lochstreifen.
TINA


C-001.250
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Microsoft ist in der Klemme. Obwohl die mächtig absahnen, werden die Gürtel enger geschnallt, denn Deutschland will nun mal kein Windoo.95. In der Diskettenfertigung wurden 120 Leute gekündigt - angeblich, weil die CDs die Disketten verdrängen.
TINA


C-001.251
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Die Telekom setzt den Rotstift an - und dabei bleiben Firmen auf der Strecke. "Fuba" (Hans Kolbe & Co.) hatte 1990 noch 190 Mio DM von der Post bekommen. Die Telekom zahlte 1995 bloß noch 10 Mio DM. Nun hat Fuba Vergleich angemeldet für den Bereich Kommunikationstechnik. Zwar ist die Telekom nicht der einzige Kunde, weil aber die Umsätze von 450 auf 150 Mio gesunken sind, ist eben nichts mehr zu retten.
TINA


C-001.252
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Da werden Wunschträume wahr! Es gibt Logikbausteine, die programmiert werden. Das Besondere ist, daß die Programmierung nicht durch Schmelzsicherungen erfolgt, sondern durch Logikpegel. In den ersten Versionen hat man noch EPROM-Kerne genommen, die die Information gespeichert haben. Seit geraumer Zeit gibt es auch RAM-Kerne dafür. Das ist schon hinreichend bekannt. Mit der steigenden Integrationsdichte sind wir aber inzwischen so weit gekommen, daß ich mir überlege, ob man nicht die gesamte Logik in der Computerperipherie damit bauen könnte. Das wäre zwar am Anfang sehr teuer, hätte aber bei Industriesteuerungen wegen der Einsparungen an der Platinenfläche und wegen der wesentlich geringen Entwicklungszeit solche Vorteile, daß die höheren Kosten der Chips nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.
TINA


C-001.253
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Nachdem der Flieger der "Birgen Air" runtergefallen ist, kommt eine Meldung ans Tageslicht: Die "Boeing 757" hat wesentlich mehr Mechanik in den Steuerungselementen, kann daher bei Schwierigkeiten durch fliegerisches Können des Piloten schneller aufgefangen werden als die anderen Maschinen, die mehr Elektronik haben und die deswegen unzuverlässiger sind.

Das erinnert mich an die Meldung, wonach bestimmte deutsche Firmen, deren Namen ich jetzt leider nicht nennen darf, innerhalb der ersten 6 Monate (Garantiezeit) bei 50% (!!!) ihrer Computer einen Schadensfall haben. Die Nummer 2 auf der Ausfallstatistik hat weniger als 50%, aber so um die 30 waren es wohl doch, wenn ich mich nicht irre.

Bleibt die Frage: Gibt es ein Leben nach der Garantiezeit!?

Wie gut, daß ich meine Kiste selber zusammenschraube! Da habe ich qualitativ hochwertige Teile, alle einzeln nach Hersteller und Leistung ausgesucht, von zuverlässigen (und in jahrelanger Übung validierten) Lieferanten gekauft.
TINA


C-001.254
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Wie weise und prophetisch Science-Fiction-Autoren sind, haben schon einige bekannte Beispiele gezeigt. Dieses hier ist noch nicht so bekannt. Darum möchte ich Euch darauf hinweisen: In einem Roman, der schon mindestens 25 Jahre alt ist und der in ferner Zukunft spielt, gibt es eine Stadt "Gitler", "benannt nach einem berühmten Mann des 20. Jahrhunderts".

Der Autor muß schon was geahnt haben...
TINA


C-001.255
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Vorsicht bei Billigangeboten! Wie ich heute sehe, bietet eine Firma "1x1" die CD-ROM "D-Info" an für DM 29,-- und schreibt groß dazu "20 DM Preissenkung", erwähnt auch, daß die Produktion eingestellt worden ist. (In dem Moment, wo ich den Werbebrief erhalte, ist aber bereits die neue "D-Info 2.0" auf dem Markt.) Nicht nur der Werbe-Hinweis auf die eingestellte Produktion soll dazu anreizen, die alte CD zu kaufen, bevor man keine mehr bekommt: "Sichern Sie sich eines der letzten Exemplare!" (so steht es groß auf der Bestell-Postkarte). Es wird dabei verschwiegen, daß auf der alten CD der alte Datenbestand ist - (und der ist schon seit Urzeiten obsolete) und daß es jetzt eine neue Version gibt. Und genau in dem Moment, wo diese neue Version der D-Info in Deutschland verfügbar ist, da schickt 1x1 seine Werbung für die alten Scheiben!

* 23.12.96
Inzwischen ist ein Gerichtsurteil ergangen, wonach ein Händler eine CD mit veraltetem Datenmaterial zurücknehmen mußte. Um welche CD es sich dabei handelte, wurde leider nicht angegeben.
TINA


C-001.256
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Nachdem Programmierer bekanntlich 3 Laster haben (Alkohol und Zigaretten), wird sich das dank neuester Produktionsmethoden ändern: Alkohol und Eier.

Für die Computer kann das nur vorteilhaft sein, denn Zigarettenrauch ist extrem schlecht für die Maschinen und der Wiederverkaufswert einer Raucher-Maschine ist nur halb so groß wie der eines Computers, der bei einem Nichtraucher gestanden hat.
TINA


C-001.257
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Multimedia soll ein Jobkiller sein. Dazu hätte ich gerne brauchbare Argumente gehört. In der CZ (8.2.96) finde ich: Online-Buchungen haben definitiv nichts mit "Multimedia" zu tun, sondern nur mit Computern. Aber "Berger" ist ein sehr bekannter Münchener Unternehmensberater.

Oder hätte ich das nicht sagen dürfen...?
TINA


C-001.258
written ..........: 8.2.96
last time revised : 23.12.96
Weizenbaum hat schon vor rund 30 Jahren mit "Eliza" gezeigt, wie Menschen ein persönliches Gefühl für Computerprogramme entwickeln können - und er hat davor gewarnt. Jetzt ist ein großer Artikel in der CZ (8.2.96), wonach in den USA ein ganz supertolles Programm existieren soll, mit dem man beachtliche Erfolge bei der psychotherapeutischen Arbeit habe feststellen können:

Was sagt uns das?

Was also sagt uns das alles???

TINA


C-001.259
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Die PC-Produktion läuft auf vollen Touren:

weltweit:
1994       1995
 47,9 Mio   59,7 Mio

1995 
in Japan   in Europa  in Amerika
5,71 Mio   15 Mio     22,5 Mio Stück
Sowohl im Vergleich mit Japan als mit den USA ist der angebliche Wirtschaftsriese Europa ganz jämmerlich abgeschlagen. Dabei dürfen wir unsere Wirtschaft aber nicht grundlos schelten, denn sie hat unter furchtbaren Handicaps zu leiden: 1. den EU-Richtlinien und 2. Helmut K.
TINA


C-001.260
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Angeblich soll SUN 3 neue Prozessoren auf den Markt bringen, bei denen schon eine Programmiersprache (Java) auf dem Chip integriert ist. Na schön, die Idee ist weit über 10 Jahre alt: Damals hatte es auf einem Z80-Chip noch ein ROM mit CP/M gegeben. Heute ist es nicht das Betriebssystem, sondern ein Interpreter für Java. Auch recht. Aber wo, bitte, ist da die Innovation!? Solange nicht das Betriebssystem, sondern nur der Java-Interpreter on-chip ist, braucht man noch immer das Betriebssystem, also weitere ROMs auf der Platine, steht also schlechter da als seinerzeit AMI mit dem CP/M-Chip. Der ungeheure Vorteil, Betriebssysteme und Interpreter laden zu können (z.B. für Updates!) ist durch die Integration auf den Chip tot. Das schadet den Kunden und nützt den Herstellern. Eine Lösung, bei der die Programme in billigen ROMs sind, ist wesentlich besser für die Verbraucher als SUNs Idee, denn die SUN-Prozessoren sollen zwischen 25 - 100 US $ kosten!
TINA


C-001.261
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Eine Firma AMS HAS bietet jetzt den (wie sie sagt) ersten universellen Single-Chipper für ein Telefon an: Da sind alle notwendigen Teile drauf. Egal, um was für ein System es sich handelt, der Chip wird nicht programmiert, sondern sucht sich die notwendigen Parameter im laufenden Betrieb automatisch!
TINA


C-001.262
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Der Hyperstone wird jetzt Kern eines EU-Projektes innerhalb der OMI (Open Microprocessor Initiative). Ich bin gespannt darauf, wann es Meßdaten gibt, mittels derer man den P6 und den Hyperstone vergleichen kann.

Die Prozessoren, die in die Tisch-Computer wandern, taugen meist nicht viel. Die Prozessoren für "embedded control", dh für Druckersteuerungen und anderes, haben meist eine viel höhere Leistung. Der beste Vergleich ist immer noch ein 68kx in einem Drucker, der an einen PC angeschlossen ist. 1996 rechnet man mit 3,5 Milliarden Microcontrollern weltweit. Was macht da die Handvoll PC-Prozze aus!? Für 2000 rechnet man mit 10 Milliarden Microcontrollern. DAS sind doch Produktionszahlen! Natürlich reicht das Spektrum dabei vom 1-bit-Prozessor bis zur 64-bit Maschine (die auch ein Wahnsinns-Innenleben hat - made by IDT).

Das "native signal processing", bei dem der Haupt-Prozessor im PC die Arbeit der ganzen Peripheriesteuerung macht (wie weiland mit am extremsten im ZX 81), das soll ja wiederkommen. Der Knackpunkt ist nur, daß die Prozessoren eine so ungeheure Rechenleistung brauchen, um all die Peripherie schnell genug bedienen zu können (zum Beispiel mit einem einen Bitblt oder anderem Gemüse), daß eben aus diesem Grund man immer schnellere Prozessoren braucht. Die Hersteller finden das sehr praktisch, weil sie einem einerseits immer größere "P-such-mich-mal" verkaufen können, zum anderen die Peripherie-Boards sehr primitiv gestalten können, also teure Bauteile einsparen: alles ein Riesenschwindel! Gute Architektur und verteilte Datenverarbeitung innerhalb eines Computers ist schneller und unterm Strich besser für den Anwender. Das heißt: Schnelle Controller überall hinein! Der Hyperstone wird, wenn man ihn richtig einsetzt, elementare Vorteile bringen. Er ist nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr klein und damit in der Herstellung billig, und er verbraucht nur wenig Strom. Weil er nicht nur auf einer Art RISC-Konzept basiert, sondern auch DSP-Fähigkeiten hat, ist er für Controller besonders gut geeignet. Diese DSP-Fähigkeiten werden zur Zeit noch nicht in die "SPEC-soundsoviel" eingerechnet, so daß ein echter Vergleich noch nicht möglich ist.
TINA


C-001.263
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Ich hatte Euch eine Tabelle mit Benchmarks von Prozessoren gezeigt:
Typ           Taktfreq.  SPECint95b  SPECfp95b
HP P8000         -       8,6         15
HP P7200      120 MHz    4,37         7,54
DEC Alpha     300 MHz    7,3         11,6
PowerPC 604   167 MHz    6,0          5,0
Mips R 10000     -       7,4         15
Mips R 10000  275 MHz   12,0 *       24,0 * NEU  (* SPECint95 und SPECfp95)
Ultra-SPARC   143 MHz    5,1          7,4
P6            200 MHz    8,09         5,99
Umgerechnet auf 100 MHz:
Typ           SPECint95b   SPECfp95b
HP P8000       -            - 
HP P7200      3,64         6,28
DEC Alpha     2,43         3,86
PowerPC 604   3,59         2,99
Mips R 10000  4,36*        8,72* NEU (* aus 275 MHz umgerechnet)
Ultra-SPARC   3,56         5,17
P6            4,04         2,99

Leider lagen die Werte für den MIPS R 10000 damals noch nicht vor. Jetzt wird geschätzt: 12 SPECint95 und 24 SPECfp95 bei 275 MHZ, also nicht ganz so hoch getaktet wie der DEC Alpha, diesen jedoch erheblich übertreffend. Wie man sieht, erreicht der MIPS R10.000 traumhafte Rekordwerte für die Architektur.

Meine Methode, alle Werte auf eine Vergleichsfrequenz umzurechnen, habe ich inzwischen bei Prozessor-Spezialisten wiedergefunden. Die rechnen aber mit 1 GigaHz, womit die Prozessoren zwar nicht getaktet werden, was aber erlaubt (Schlamperei!), das Komma wegzulassen. (Ist ja nur der Faktor 10.)
TINA


C-001.264
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Micropolis ist verkauft. Diese Firma, die anfing mit Floppy-Laufwerken und Floppy-Controller-Platinen (tatsächlich! Die waren unter anderem für den S-100-Bus.), ist am Ende. Weil man mit den anderen Herstellern nicht mithalten konnte, hat man die Festplatten-Produktion verkauft, Lizenzrechte und den Namen "Micropolis". Dafür gab's insgesamt 40 Mio US $ aus Singapur - ganz schön wenig...

Der Rest von Micropolis produziert jetzt unter dem neuen Namen "Streamlogic" "Speichersubsysteme", also RAID und anderes. Leider für uns normale Anwender um Größenordnungen zu teuer...Bye-bye, good old days...
TINA


C-001.265
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Compaq hat einen Geniestreich gelandet: Die verkaufen jetzt eine Tastatur mit eingebautem Seiten-Einzugscanner. Die Auflösung beträgt 200x400 dpi.

Als vorsichtige Menschen rechnen wir nach:

Fazit: Ein separater Blatt-Scanner ist schneller, hat eine höhere Auflösung und ist betriebswirtschaftlich sinnvoller, auch für Bastler.
TINA


C-001.266
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Geld muß man haben, dann kann man sich auch ein paar Genies leisten. IBM hat Geld. Und die Genies haben jetzt etwas wunderbares gebaut: ein optisches Mikroskop, mit dem man auf eine Auflösung von 1 nm (in Worten: ein Nanometer) kommt. Zur Beachtung: Sichtbares Licht hat eine Wellenlänge von mehreren Hundert nm! Die Auflösung ist 500x so stark wie bei einem konventionellen optischen Mikroskop.

Das Gerät heißt SIAM (scanning interferometric apertureless microscope). Als Lichtquelle dient ein 632 nm HeNe Laser. Der leuchtet durch die Probe auf eine extrem scharfe Spitze. Die Spitze vibriert bis zu 1 nm an die Oberfläche, wobei das Licht gestreut und moduliert wird aufgrund einer Wechselwirkung mit der Oberfläche.

Die Probe wird Linie für Linie mit einem höchstempfindlichen Interferometer gescannt, das die Unterschiede in der Belichtung auswertet.

Es wird erwartet, daß man auch biologische Proben untersuchen kann, bis herunter auf Atom-Ebene. Selbst, wenn man nicht so weit geht, wird man zum Beispiel Analysen von Genen durchführen können: Wofür man bisher Jahre brauchte, wird dann in Stunden zu machen sein.

Aber das ist nur ein Teil! Man erwartet auch, daß man neue Speichermethoden für Computer damit bauen kann, mit Speicherdichten, die 100x so groß sind wie die heutigen.

Als ich schrieb, daß man einen Speicher aus rostfreiem Stahl herstellen und mit einem Ionenstrahl beschreiben will, habe ich mich gefragt, wie man den Speicher wohl auslesen sollte. Mit einer Art SIAM könnte es gehen. Allerdings wird man das Material nicht durchleuchten können, sondern andere Effekte benutzen müssen.

Bis zur Großanwendung wird aber noch viel Wasser den Bach runterfließen, denn die Verwendung von derart präzise arbeitender Mechanik setzt voraus, daß die ganze Apparatur extrem erschütterungsfrei gelagert ist.
TINA


C-001.267
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Alles freut sich auf den USB, denn der soll so wunderbar sein. Mag sein, daß der USB wirklich gut ist. Weniger gut sind diese Nebenwirkungen: Da wirbt eine Firma, deren Namen ich hier lieber nicht sage, für den neuen Stecker, den man für den USB-Anschluß benötigt. Eine Besonderheit: Die Kontaktzungen für die Stromversorgung sind länger, so daß sich die Stromversorgungsleitungen zuerst schließen, worauf das Gerät "hochfahren" kann - und dann die Datenleitungen bedient. Klingt nicht schlecht.

Die Firma hat sogar den "ISO 9001" drauf - auch nicht schlecht. Wenn man dann aber sieht, daß (laut Prospekt) der als "robust and durable" gepriesene Stecker nur 1500 Steckvorgänge aushält, dann kann einem schlecht werden...!

Was nützt uns ein "ISO 9001", wenn das Produkt drittklassig ist!?
TINA


C-001.268
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Die 2,5-Zoll-Festplatten schlagen zu! Thoshiba baut jetzt ein Laufwerk mit 2,16 GigaBytes, Zugriffszeit 13 msec, ATA-Interface, 4200 Upm und 128kByte Cache.
TINA


C-001.269
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Das Imperium schlägt zurück: Nachdem IOmega ihr Wechselplatten-Laufwerk "Jaz" angekündigt hatte (mit 1 Gigabyte), setzt Syquest eins drauf: 1,3 Giga soll deren neues Laufwerk bringen, dazu soll nicht nur das Laufwerk billiger sein, sondern vor allem die Medien (und das ist viel wichtiger!). Das Laufwerk wird immer noch rund 900 DM (netto oder brutto?) kosten - für 1 GigaByte recht ordentlich. Die MOD-Laufwerke haben damit eine brutale Konkurrenz im Nacken: Waren die Kapazitäten mit rund 650 MB bzw später 1 GB und 1,3 GB bisher mehr als doppelt oder dreimal so hoch wie bei den magnetischen Wechselplatten, ist es jetzt damit vorbei. Einzig die Frontrunner der MODs mit 4,6 Gigabyte und 2,6 GigaByte (jetzt angekündigt) haben noch eine Chance. Die sehr hohen Preise der MODs (rund 3500,-- bis über 4000,-- DM) werden damit ein Ende haben - und die betreffenden MODs vermutlich auch. IBM hat sich bei seiner Produktion gerade noch rechtzeitig ("mit quietschenden Reifen") davongemacht, als man dort die Produktion vollständig aufgab und den gesamten Lagerbestand schlichtweg "verramscht" hat. Ich habe mir auch so ein IBM-Drive gekauft: Es ist sehr gut und ich bin damit sehr zufrieden. Ein zweites werde ich mir aber nicht mehr kaufen...
TINA


C-001.270
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Daß Prozessoren heutzutage reine Wundertiere sind, ist nichts neues mehr. Was aber "Advanced RISC Machines" jetzt mit seinem "ARM"-Prozessor gemacht hat, ist ein Knaller: Da gibt es ein Modul zur Kompression. Weil der Prozessor ausschließlich 32-Bit-Befehle hat, braucht er für alle Befehle 32 Bits im Speicher - auch wenn sie für den Befehl gar nicht notwendig sind. Das "Thumb" genannte Modul komprimiert in Echtzeit (transparent für den Prozessor) und kann bis zu 30% Platz sparen. Weil das nicht mit allen Befehlen funktionieren kann, sind beim Einsatz vom Thumb eben nicht alle Befehle zugelassen, sondern nur ein Subset. Man muß sich nur zu helfen wissen...!
TINA


C-001.271
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Obwohl im IBM-PC-DOS 7.0 bei der Unterstützung von Bandlaufwerken der Name "HP" (Hewlett Packard) konsequent totgeschwiegen wird, ist HP alles andere als "tot". Hier eine kleine Übersicht:

Hersteller   DC2000  DC6000   4mm      8mm    DLT 
HP           49,4%            50,7%               
Exabyte       0,9%                     100%       
Tandberg      0,7%   59,4%                        
Quantum                                       100%
In der "Markt+Technik" (2.2.96) könnt Ihr die ganze Tabelle lesen. Mir geht es nicht um die Zahlenwerte an sich, sondern um das, was hinter den Kulissen läuft. Tandberg z.B. (hat winzige 0,7% bei den DC2000-Laufwerken) steht in IBMs Handbuch in der Liste der unterstützten Laufwerke. HP (mit gleich 2x 50% bei zwei Gerätetypen) steht nicht drin. Was soll jetzt ein armer Anwender machen, der ein HP-Laufwerk hat!? IBM muß immer noch EINIGES lernen...!

Die "100%"-Angaben sind übrigens leicht zu erklären: Die anderen Hersteller beschäftigen sich nicht damit - oder etwaige Konkurrenten wurden inzwischen aufgekauft. Wer kennt noch die Namen "Maynard", "Colorado Memory Systems", "Archive", "Wangtek"...?
TINA


C-001.272
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Erinnert Ihr Euch noch an den raffinierten Trick, durch den die ersten Homecomputer so billig waren? Da wurde einfach der Fernseher als Monitor mißbraucht! Wie lange ist das nun her?

Es hat mindestens 15 Jahre gedauert, bis wieder ein Schlaufkopf auf eine ähnliche Idee gekommen ist: In den USA gibt es jetzt einen kleinen ferngesteuerten Roboter (eine Art Schildkröte, für 99$), der über den Tisch rollt und 17 Funktionen hat (Geräusche von sich geben oder aufnehmen und so weiter). Der Trick dabei: Als Fernsteuerung wird die des Fernsehers benutzt, muß also nicht extra gekauft werden...!
TINA


C-001.273
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
Daß uns "Consumern" nur Ware minderer Qualität zu einem niedrigen Preis angeboten wird, dürfte bekannt sein. Über die Preisunterschiede muß aber selbst ich manchmal staunen: Da gibt es ein Chassis (ein Chassis ist kein Gehäuse!) mit Passive-Backplane für einen PC. Die Backplane hat 20 ISA/PCI-Slots (man beachte!) und 2 redundante Netzteile. Die Netzteile bringen je 300 Watt, laufen im Normalbetrieb parallel, teilen sich die Last. Fällt eines aus, so übernimmt das andere die vollen 300 Watt. Das alles hat seinen Preis ... beginnend bei 2295 US$!
TINA


C-001.274
written ..........: 10.2.96
last time revised : 23.12.96
In den USA gibt es real Reality: Für 699,95 US $ kann man einen Fernseher kaufen (leider nur US-System), so groß wie ein Kalkman, dazu einen kleinen Bildschirm, welcher direkt vor dem Auge getragen wird an einem durchsichtigen Schirm (wie bei einer Mütze mit Sonnenschirm). Es gibt 2 Ausführungen: eine für das rechte und eine für das linke Auge.

Es wirkt so, als ob eine 1,50 Meter -Leinwand in rund 3 m Entfernung ist, also sehr groß - 60 Zoll Diagonale in Farbe und mit Stereo-Sound.

Für Taxi-Fahrer genial... für die Versicherungen wohl weniger.
TINA


C-001.275
written ..........: 18.2.96
last time revised : 23.12.96
In New York haben Computerbesitzer eine Hotline-Firma verklagt, weil diese ihren Pflichten nicht ausreichend nachgekommen sei. Ich halte dies für einen Meilenstein - und es ist zu hoffen, daß möglichst viele Anwender ebenfalls klagen werden.

In diesem Zusammenhang fällt mir wieder eine Firma ein, die mit einer 0130-Nummer wirbt, mittels derer man sich bei Ihr ins Internet hängen kann. Auf Fragen, wieviele 0130-Leitungen es denn gibt und wie lange man sich dort laut Vertrag ins Internet hängen kein: KEINE Antwort! Pikant: Falls die 0130-Nummer besetzt sein, könne man sich über die anderen POPs direkt einwählen (also mit den horrenden TeleZonk-Gebühren!). Falls also jemand bei dieser Firma den Vertrag abgeschlossen hat und nicht zur 0130-Nummer durchkommt, sich also geleimt fühlt: "Modell New York" ist eine gute Idee...!

* 23.12.96
Diese Firma ist inzwischen eingegangen. Die juristischen Konsequenzen sind aber anscheinend noch nicht ganz geklärt.
TINA


C-001.276
written ..........: 18.2.96
last time revised : 23.12.96
Daß es elektronische Rauchmelder gibt, ist jedem bekannt. Es gibt aber auch elektronische Nasen. Das sind Sensoren, mit denen man Gerüche erkennen und unterscheiden kann. Das Wichtigste bei diesen Sensoren sind die Reproduktionsfähigkeit von Messungen, eine extrem geringe Typenstreuung, sowie eine sehr gute Alterungsbeständigkeit. Das heißt, daß man mit verschiedenen Sensoren unterschiedlichen Alters immer noch eindeutige Messwerte bekommt. Die Sensoren, aus leitfähigen Polymeren aufgebaut, sind in der Lage, zum Beispiel verschiedene Erdbeerproben zu unterscheiden, oder auch Erdnüsse und andere Früchte, die für Menschen nur sehr schwer zu differenzieren sind. Die Erdbeerzüchter setzen die Sensoren ein, um sicherzustellen, daß die gezüchteten Erdbeeren immer noch die gleiche Art von Geruch haben. Damit kann man gute von weniger brauchbaren Pflanzen trennen und auf diese Weise mit nur ganz wenigen Früchten die Pflanzen einordnen.
TINA


C-001.277
written ..........: 18.2.96
last time revised : 23.12.96
Jetzt habe ich endlich gesehen, wofür Programme wie ELIZA oder TLP gut sind: Als ich an meiner Satellitenschüssel gebastelt habe, ist mir auch HOT ins Haus geflogen. Das ist der Sender, der angeblich nicht starten durfte, aber doch im Äther ist.

ELIZA oder TLP werden ganz bestimmt notwendig sein, um die Opfer einer fernsehmäßigen Werbeberieselung wieder ins normale Leben zurückzuführen. Was die Space Ranger (und wie das Zeug heißen mag), nicht geschafft haben - eine Psyche so richtig bis in die Grundfeste zu ruinieren - die Werbung machts. Nicht immer, aber immer öfter...
TINA



C-001.278
written ..........: 24.2.96
last time revised : 23.12.96
Die Tele.omm sucht Leute. Dazu hat sie eine Firma engagiert, die sich das Etikett "Personaloptimierung" aufgeklebt hat. Nun ist Optimierung die Kunst, mit so wenig Einsatz wie möglich - möglichst viel! - zu produzieren. Wozu eine Firma, die zur Zeit über 66 Milliarden DM Umsatz macht, wovon 5 Milliarden als Gewinn hängen bleiben, noch weiter optimieren will, ist nicht so ganz verständlich. Eine einzige Gebührenerhöhung bringt doch viel mehr Gewinn als jede Entlassungsmaßnahme, denn es muß ja immer noch genug Leute geben, die die Arbeit machen...
TINA

C-001.279
written ..........: 24.2.96
last time revised : 23.12.96
Es ist bereits jetzt eine Schande, wie viele Batterien nach Gebrauch weggeworfen werden und die Umwelt vergiften. Da muß man diese gewaltige Giftfracht doch nicht noch weiter erhöhen, oder? Jedoch, es gibt eine Firma, die gerade das zur Zeit mit einem neuen Produkt versucht. Sie baut jetzt eine Batterie, bei der man "mit einem Knopfdruck einen Leistungsmesser aktiviert - ähnlich der Benzinuhr. Ein leicht abzulesendes Farbband gibt Auskunft über die vorhandene Batteriekapazität." Nicht nur der Batterieschrott, sondern auch der zusätzliche Schnickschnack wird dem Kunden zugemutet (der muß dafür zahlen, denn Mehrleistung kostet Mehrgeld!) und dann noch der Umwelt. Danke, liebe Firma, danke - auch im Namen meiner zukünftigen Enkel, die später diese Hinterlassenschaften noch teurer werden zahlen müssen.
TINA

C-001.280
written ..........: 27.2.96
last time revised : 23.12.96
Die so gut wie unverwüstlichen Mäuse, die unter anderem von Texas Industrial Products (sieht fast wie "Instruments Instruments" aus) hergestellt werden, enthalten als Schaltelement den "Hulapoint" von Fujitsu. Unklar war bisher, was denn darin verborgen ist. Nun ist er heraus: Das Ding arbeitet mit Hall-Effekt. Nicht schlecht!
TINA

C-001.281
written ..........: 27.2.96
last time revised : 23.12.96
Die öffentlich-richtigen Rundfunksender sind nicht immer so dumm wie befürchtet. Das "Deutschland-Radio" hat eine kleine Überraschung: Dort wird das "Deutschland-Radio Newsletter" gemacht, das man sogar täglich abbonnieren kann, das sogar per E-Mail oder FAX ins Haus kommt - oder auf Diskette. Das kostet allerdings etwas. Für diejenigen, die mehr wissen wollen - und bisher nicht Radio gehört haben:

Deutschland-Radio Newsletter
Redaktion Forschung aktuell
50963 Köln
FAX: 0221-345-4859
Das Programm vom Deutschland-Radio ist angeblich sogar werbefrei - klingt auch nicht schlecht!

Im neuesten Newsletter ist eine Meldung, wonach Streichinstrumente besser klingen, wenn sie oft gespielt werden. Man hat das an Geigen nachgewiesen und herausgefunden, daß dahinter "ständige Schwingungen von 10 Hz, wie sie beim Geige spielen entstehen, den Dämpfungskoeffizienten der Instrumente senken und so den Klang verbessern." Jetzt bleibt die Frage: Was ist der Dämpfungskoeffizient? Ich glaube, daß der Infraschall (10 Hz ist unter der Hörgrenze) bestimmte Teile des Holzes zerstört, die dämpfend wirken. Dämpfend können sie nur wirken, wenn es sich um zähes Material handelt, das eine Steifigkeit unterhalb eines gewissen Grenzwerts hat. Dieses Material also wird zerstört. Jenes Material, das eine höhere Steifigkeit hat, wirkt nicht so stark dämpfend. Das bedeutet, daß dieses steifere Material auf andere Frequenzen reagieren muß - und das dürften wohl jene Frequenzen sein, die uns beim Geigenspiel interessieren, hörbare Töne nämlich.

Dieses Beispiel gibt uns eine Antwort zu der vor einiger Zeit im PCH gestellten Frage nach den Infraschall-Kanonen bzw -orgeln: Infraschall zerstört Material mit einer gewissen Steifigkeit und gewissen Resonanzfrequenzen. Weil wegen der geringen Steifigkeit Material geringer Festigkeit betroffen ist, wird (so vermute ich) Knorpel-Substanz betroffen sein, sowie noch tiefer schwingendes Fleisch- bzw Fett- und Nervengewebe.

Das zeigt uns ferner, daß das Geigenspiel auch für den menschlichen Körper schädlich ist. Und genau das habe ich schon damals behauptet, als ich in der Schule Streichholz lernen mußte...!

* 23.12.96
Die Meldungen vom Deutschland Radio gibt es nicht mehr auf Diskette oder in gedruckter Form, sondern nur noch im Internet unter dieser URL:

http://www.d-radio.de * Deutschland-Radio

TINA


C-001.282
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Nachdem sich Seagate Conner einverleibt hat, ist der Plattenmarkt in Bedrängnis: Aus ihren bisherigen 28% (ohnehin der Marktführer in Europa) machen Conners 13,5% stolze 41,5%. Quantum, auch weiterhin die Nummer 2, hat nur 23% - was jetzt also fast die Hälfte ist. Anders gesagt: Die ersten beiden haben fast 2/3 des Marktes, die ersten 3 (Western Digital = 14%) fast 80%! Jetzt dürften wir noch warten, bis entweder Absprachen oder Aufkäufe das noch weiter bereinigt haben. Da die Margen extrem gering sind, wird das nicht lange dauern...

Die Stückzahlen sind schwindelerregend: 1995 sollen es in Europa 89 Millionen Stück gewesen sein. In diesem Jahr (96) sollen es sogar über 115 Millionen werden.
TINA


C-001.283
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Escom nagt am Hungertuch: Bei über 2 Milliarden Umsatz sind 125 Millionen übrig geblieben - aber leider nicht im Plus, sondern als Verlust. Bei vielen solcher Dinge sieht man vor dem Verlust im Portemonnaie einen Verlust des Image. Ob das die Folge eines Qualitätsverlusts ist? Die in den Medien seit Monaten bekanntgegebenen Ausfallraten der großen PC-Umsatzriesen dürfte sich deutlichst bemerkbar gemacht haben, so wie die Pannenstatistik des ADAC. Auf einen Computer-Club, der analog zum ADAC funktioniert, warten wir aber seit fast 20 Jahren vergeblich: Zu gut funktioniert das Schmiermittel Geld, das da in den Clubs versickert.
TINA

C-001.284
written ..........: 22.3.96
last time revised : 23.12.96
Große Umsätze bedeuten nicht immer auch Gewinn, wie das Beispiel Escom zeigt. IBM hat vor ein paar Jahren die Druckerabteilung "ausgelagert" als eigenständige Firma und sie "Lexmark" genannt. Jetzt kann man lesen, daß sie bei einem Umsatz von 2,2 MRD DM (oder doch lieber US-Dollar?) einen Gewinn von nur 32 Mio US-Dollar gemacht hat.

Diese Zahlen zeigen eine furchtbare Sache: Firmen dieser Größenordnung können noch mit kleinster Gewinnspanne arbeiten und trotzdem rentabel sein. Durch ihre Möglichkeiten (große Stückzahlen und damit sehr effiziente Fertigung - viel Geld und damit "gute Polsterung" für weniger lukrative Dinge) können sie "mit dem kleinen Finger" die Konkurrenz aus dem Weg schnipsen. Die Ankündigung, daß "nur die Großen" den Wettbewerb im PC-Markt überleben werden, hat es in sich: Die vielen kleinen Firmen werden auf der Strecke bleiben. Das sind übrigens genau die Läden, wo die meisten von Euch arbeiten...
TINA


C-001.285
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Wie ich jetzt lesen muß, hat die Stadt Frankfurt eine Diskette herausgebracht (kostet 5 Mark!), in der die armen Kleinen z.B. lesen können: "Altöl gehört nicht ins Klo!"

Setzen also Fernsehsendungen von Peter Lustig oder die "Sendung mit der Maus" eine zu hohe Intelligenz voraus? Zugegeben, diese Sendungen haben den höchsten Intelligenzquotienten des Deutschen Fernsehens - weshalb gerade Erwachsene ihre Probleme damit haben... Dem kindgerechten Fernsehen mit seinen hohen Anforderungen sollten die Städte sicherlich einen oder zwei Mitarbeiter zugesellen können dürfen, die in den Städten kindgerechte Computerhilfe geben. Wie ich die Sache sehe, werden Bewerbungen an die Stadt Frankfurt juvenile Arbeitslosigkeit dämpfen...
TINA


C-001.286
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Es wird behauptet, daß das neue Flaggschiff von Seagate 23 GigaByte hätte. Wenn ich da an meine Hauptmaschine denke mit ihren 11 GigaByte (verteilt auf mehrere Laufwerke), dann dürfte ein Umbau sicherlich nicht schlecht - und dringend notwendig - sein. Jene Firma, die einen IBM-Großrechner spazierenfuhr, der nur 16 GigaByte beherbergte - wohlverteilt auf fast 1 Dutzend doppeltkühlschrankgroße Blechkisten, zusätzlich noch eine Kühlanlage für 15.000 DM... Bei einem Rotordurchmesser von über 60 Zentimetern hat allein der Kühlermotor mehr Energie verbraucht als mein ganzer PC. Ich gebe zu, daß mein Computer nicht so viele Terminals dran hat wie der IBM-Hobel. Dafür aber hat er mehr Rechenleistung...
TINA

C-001.287
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
In Hannover wird es jetzt eng: "Das Projekt ist kein Versuch, sondern der Start in die flächendeckende Anwendung." Hört sich cool an! Endlich wird in Hannover "digital bezahlt". Ja - um Chipkarten geht's! Tatsache ist jedoch, daß die Chipkarten für den Kleinsummen-Transfer eine der größten Gefahren für unsere Freiheit sind: Erstens gibt es nichts umsonst - und die Banken werden sich diesen "Service" sehr teuer bezahlen lassen (wenn nicht jetzt, dann später)! Zweitens ist die Gefahr der Datenspur, die wir hinter uns herziehen, unglaublich groß, mit anderen Worten: Nicht mehr zu bändigen! Drittens werden einige Zigtausend, möglicherweise sogar weit über Hunderttausend, Bankangestellte auf die Straße gesetzt, weil man sie dank Chipkarte nicht mehr braucht. Der lachende Gewinner sind die Bonzen der Banken, die auf ihrer Ausgabenseite ein paar Hundert Millionen Mark (ich schätze alleine für den Anfang mindestens 200 Millionen!) pro Jahr einsparen wollen - dies zum Schaden der Angestellten und der Kunden.

Und noch etwas: Wenn so eine Chipkarte versagt, weil der Kontakt klemmt oder sonst etwas nicht funktioniert, dann sitzt man - bildlich gesprochen - ganz schön in der Sch...! Ihr könnt dann weder telefonieren noch auf ein öffentliches Klo gehen, weil die Elektronik versagt hat. Denkt daran - ganz besonders in Hannover!
TINA


C-001.288
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Die "Internet-PCs" sind auf dem Vormarsch. Das wird uns jedenfalls in immer größeren Schlagzeilen suggeriert. Dabei sind es zwei Zielrichtungen: Einerseits geht es tatsächlich um geschrumpfte PCs, die sich im Internet anmelden und von dort ihre Programme und Daten holen und speichern sollen. Andererseits jedoch sollen "Intranet-PCs" in die Firmen kommen. Dabei soll - weil diese kleinen Blechdosen keine eigenen Platten haben - keinerlei individuelle Wartung mehr notwendig sein. Der Trend "Weg von Großrechner - hin zum Netzwerk", den sich SUN sogar als Slogan auf die Brust geschrieben hat: "The Network is the Computer", genau dieser Slogan wird jetzt von genau dieser Firma SUN mit dem Schmiedehammer plattgeklopft: Man sieht dort das "Java Terminal" "primär als 'Zero Administration Client'" (so steht dieser Ausdruck wortwörtlich in der CZ).

Weil die vielen lieben dummen Manager geglaubt hatten, durch die vielen kleinen (und ach so billigen) PCs die Großrechner mit all ihren Kosten los zu sein, haben sie die PCs angeschafft - und die Erkenntnis gewinnen dürfen müssen, daß der "Benutzerservice" ganz gewaltig aufgestockt werden mußte, weil die lieben Anwender Hilfe brauchten, vor allem weil sich auf den PCs Sachen fanden, die dort nicht oder anders hingehörten. Das alles wird nun wegfallen: Dank der plattenlosen PCs gibt es den echten Datenparkplatz nur noch auf den Servern.

Da soll es jetzt tatsächlich Leute geben, die behaupten, daß man dann doch gleich die Großrechner hätte behalten sollen. Aber die müssen sich ganz bestimmt irren, oder...?
TINA


C-001.289
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Je nach Tageszeit und Wettervorhersage kann man in der CZ mal lesen, daß es den DV-Fachleuten schlecht geht - mal sollen sie berufsmäßig gute Karten haben. Heute nun sehe ich: "DV-Oldies haben in den Firmen schlechte Karten". Haben wir heute also den schlechten Tag erwischt. Es wird behauptet, daß Leute über 40 einpacken können, daß "Alters-Mobbing" die alten Säcke heraustreiben soll. Gleich neben dem Artikel findet sich dann eine Statistik mit der Überschrift "DV-Mitarbeiter verdienen gut" Hat die linke Hand ge-(lay)-outet, was die rechte Hand nicht geschrieben hatte? Wie auch immer: Eine halbe Seite an Honorar kommt da zusammen, verbunden mit dem Peitschenknallen für alle über 40. Da freut sich die Industrie. Wer jetzt in Richtung 39 spaziert, sollte sich schon mal warm anziehen - wenn nicht wegen der tatsächlichen Lage in den Firmen, dann wegen solcher Artikel. Es gibt ja Firmen, die bereits Schulkinder einstellen wollen, weil die mehr von DV verstehen - vor allem aber, weil diese sich für'n "Appel und 'n Ei" verkaufen. Und DAS ist des Pudels Kern: Solange sich Anfänger für "Eine Mark pro Statement" alle Nutzungsrechte für ihre Programme abkaufen lassen * (den Namen der eisenhaltigen schwäbischen Firma lasse ich jetzt mal weg), so lange wird es nichts mit der DV: Die Anfänger werden nicht ausreichend bezahlt (und haben auch meist nicht genug Ahnung...) und die Experten sitzen auf der Straße.

* Diejenigen unter Euch, die schon derartige "unsittliche Angebote" hatten, sollten hier mal über ihre Erfahrungen berichten! Das würde einer Menge Leute, vor allem Schülern, furchtbare Erfahrungen ersparen helfen.
TINA


C-001.290
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Was so ein richtiger Power-Freak ist, dem seine Anlage muß fetzen. Mit läppischen 200 Watt lockt man doch schon lange keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Spaß macht das ganze erst, wenn die Tennisbälle auf den Woofern herumhüpfen wie Puffmais. Für den ultimativen Kick hat eine amerikanische Firma einen Verstärker entwickelt, der 25.ooo Watt bringt (25 Kilowatt). Das Besondere ist, daß man diesen Verstärker wie einen Operationsverstärker anschließen kann: +-300 Volt bei +- 85 Ampere (Dauerlast) oder +- 177 Ampere (Spitzenlast) schafft die Kiste bei 0 bis 4 KHz. Falls das nicht reicht, kann man bis zu 20 Module parallel hängen, macht lockere 0,5 Megawatt. 1 Modul kostet 8900 US $ und hat dafür auch excellente Werte für die Verzerrung: 0,2% bei 200 Hz und 85 Ampere, hat Referenzklasse, weil es mit nur 1 mV/ °C Offset thermisch sehr stabil ist.

Damit kenne ich schon das nächste Weihnachtsgeschenk: Als Endverstärker für den Soundblaster, ganz speziell bei DOOM. Da geht im Hochhaus die Post ab, wenn die Monster durch die Gemäuer dröhnen!
TINA


C-001.291
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Nun hat es angeblich auch Bill Clinton erwischt, das "Porno-Schutzprogramm": "Surfwatch", das alle ankommenden Texte noch verbotenen Wörtern durchschnüffelt, ist laut Zeitungsmeldung bei "couple" fündig geworden. "couple" ist ein Ehepaar, kann aber auch "ein paar", "einige" bedeuten.

Wie gnadenlos dämlich diese Sucherei nach Wörtern ist, möchte ich an ein couple von Beispielen zeigen:"Der Kolben fährt im Zylinder rauf und runter." Das ist eindeutig pornographisch - könnte aber möglicherweise auch in einem Lexikon stehen und die Funktionsweise eines Motors erklären. Das heißt: Die Sprache hat so viele Möglichkeiten, Dinge auszudrücken, daß meist sogar die Umschreibungen härteren pornographischen Inhalts sind als die biologischen Begriffe. Ein Programm, das Texte durchsucht, müßte also ALLE Wörter in einem Index haben, die als Umschreibung möglich sind. Weil aber diese Wörter überall vorkommen - in Physik, Technik, Politik und so weiter - würde man mit einem Text-Scanner alle diese Bereiche (nämlich Physik, Technik, Politik und so weiter) streichen, zensieren, sie ihrer Aussagen berauben, sie völlig wertlos machen.

Weil es auf diesem Globus nicht nur eine, sondern viele Sprachen gibt, wird sich ein Pornosoph in Amerika ganz lässig nur noch dänische, deutsche oder französische Texte besorgen - und damit jedes "Watch"-Programm unterlaufen. Die "Watch"-Programme müßten folglich nicht nur die jeweilige Landessprache, sondern auch noch alle anderen Sprachen dieser Welt beherrschen, dh die entsprechenden verbotenen Wörter in ihrem Index haben. Das ist erst recht unmöglich - der Aufwand wäre viel zu hoch.

Der Gipfelpunkt der Idiotie des Einsatzes eines Text-Scanners wird erreicht, wenn der Scanner Wörter konfisziert, die aus einem Lexikon gelesen werden. Nun sind aber gerade Lexika eines der beim Internet erstrebten Ziele, denn sie dienen der Bildung und Ausbildung. Zur Bildung gehört auch sexuelle Aufklärung. Gerade für die Aufklärung werden jedes Jahr riesige Summen ausgegeben. Denkt an AIDS oder die Geburtenkontrolle in den unterentwickelten Länder, wofür allein in Deutschland jedes Jahr Beträge von mehreren Hundert Millionen DM aus den Steuereinnahmen ausgegeben werden! Gerade das Internet als Bildungsmedium könnte hier wunderbar funktionieren. Aber dank "Surfwatch" und anderer Textschnüffler wird das nun in den Bach gehen.

Es heißt, der Mensch habe das Gehirn zum Denken bekommen. Man merkt bloß nicht viel davon.
TINA


C-001.292
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Daß Netscape 2.0 auf der Festplatte herumschnüffelt, ist inzwischen hoffentlich jedem bekannt. Daß auch E-Mail-Adressen oder der Weg einer Message durch das Netz verfolgt werden können, ist jetzt in der CZ zu lesen. Aber eines ist bislang keinem aufgefallen, etwas, das noch viel schlimmer ist: Wenn man sich bei manchen Stationen in WWW anmeldet, dann motzt einen das Programm an, man habe noch die alte Version. Man könne hier und gleich und sofort an Ort und Stelle ein Update durchführen. Auf was denn? Natürlich auf Netscape 2.0!

Aber das ist noch längst nicht alles! Es gibt Stationen, bei denen man Informationen möchte - und mein altes (!) Netscape unterbricht und sagt mir, daß Daten gesendet werden würden - ob ich damit einverstanden wäre. Das heißt: Ich will Informationen vom Server lesen, aber in dem Moment, wo ich sie anfordere, zieht mir das Programm auf dem Server unterm Hintern weg Daten ab - und ich weiß noch nicht einmal, welche! Wer solche Praktiken feststellt, sollte sich unbedingt melden, damit wir vor diesen Schnüffler-Servern öffentlich warnen können. Eine "schwarze Liste" ist eine gute Idee, aber nur ein Anfang!

Sie ist nur ein Anfang, weil es NOCH schlimmer kommt: Ich befürchte, daß im Zuge der Java-Applets oder anderer Scherze der Anwender nicht mehr gefragt wird, ob er ein Update will, sondern es wird ihm klammheimlich und automatisch untergejubelt. Hat man einmal die erste Klippe überwunden und einem Anwender ein Programm hineingeschmuggelt, das nicht mehr fragt, ob es was darf, dann kann man Stück für Stück neue Programme und Schnüffel-Funktionen in den betroffenen PC schicken. Alles ohne Wissen des Anwenders.

Daher die ganz dringende WARNUNG: Jeder PC, der im Internet eingesetzt wird, MUSS eine blitzblanke Platte haben! Außer DOS (notfalls noch Windows) und den Programmen für den Internet-Anschluß MUSS sie absolut leer sein!

Besitzer von SCSI-Rechnern haben hier elementare Vorteile: Sie können ihre Arbeits-Platten extern betreiben, notfalls in einem zweiten Gehäuse. Beim Zugriff auf das Internet werden alle externen Platten einfach abgeschaltet! Das ZIP-Laufwerk oder ähnliche Floppy-Laufwerke mit 100 MB sind jetzt noch wichtiger als je zuvor, weil man dann die Platten allesamt abschalten und ausschließlich mit der ZIP-Diskette arbeiten kann, auf der nur DOS, Windows und die Internet-Programme sind.

Ein Schreibschutz auf den Platten, wie er z.B. bei IDE-Platten möglich ist, ist völlig sinnlos, weil dann vielleicht nichts neues installiert wird, dafür aber die ganzen Platteninhalte ausgeschnüffelt werden können.

Eine Frage noch zum Schluß: Was ist, wenn man sich bei einem Server anmeldet und der einem entgegenknallt: "Sie haben noch die alte Version von XXXX. Machen Sie sofort ein Update oder Sie werden von uns aus der Leitung geworfen!"???


TINA

C-001.293
written ..........: 18.3.96
last time revised : 23.12.96
Könnte es sein, daß die "Computer-Zeitung" die "BILD" der Datenverarbeitung ist? Warum ich das frage? Weil in der CZ vom 14.3.96 auf Seite 50 unter dem Schlagwort "Gigabyte-Diskette" gedruckt ist: "3,5 Zoll mit 1 GigaByte, die Jaz-Diskette von IOmega."

Für den Fall, daß jemand aus der Redaktion der CZ den CF liest: Das "Jaz" ist ein Wechselplatten-Laufwerk. Es arbeitet mit Cartridges, in denen 2 Scheiben sitzen. Der Kapazitäts-Rekord für 3,5"-Platten liegt zur Zeit bei rund 600 MB pro Scheibe. Eine Diskette kann aus physikalischen Gründen nicht mehr speichern als eine Festplatte maximal beherrscht. Somit ist eine "Diskette" mit 1 Gigabyte immer noch vollkommen unmöglich.
TINA


C-001.294
written ..........: 18.3.96
last time revised : 23.12.96
Die 2,6-GigaByte-MO-Laufwerke sind im Kommen. Angeboten werden sie jetzt von Hitachi, Maxoptics,... Ob jede dieser Firmen auch tatsächlich Hersteller ist, oder nur ihren Namen draufklebt, weiß ich noch nicht.
TINA

C-001.295
written ..........: 18.3.96
last time revised : 23.12.96
Hitachi hält zur Zeit den Weltrekord bei 2,5"-Platten: 2,16 GigaByte.

Ob Western Digital mit seinem neuen 3,5"-E-ID-Drive auch einen Rekord bricht, weiß ich nicht. Aber es kommt auf 2559,8 MB, wobei WD 1 MB als 1.000.00 Bytes rechnet. Macht aber nix, weil mehr als 2 Giga schon mal nicht schlecht sind.
TINA


C-001.296
written ..........: 18.3.96
last time revised : 23.12.96
Wer jetzt ein IC aufmacht und nach dem Inhalt sucht, wird sich wundern: da ist keiner! Es gibt nämlich Bauteile, die haben die Bauform von ICs, haben auch so viele Pins, sind aber Keramik-Kondensatoren. Die beherrschen bis zu 500 Volt oder gehen in der Kapazität bis 1300 uF!
TINA

C-001.297
written ..........: 18.3.96
last time revised : 23.12.96
Wenn ich an die Kindertage der Computer denke, wo bei EPROMs Zugriffszeiten von 500 Nanosekunden schon enorm waren - und man sich dann auf legendäre 150 nsec verbessert hat... Ist bloß ein paar Tage her! Heute sind wir bei 25 nsec.
TINA

C-001.298
written ..........: 18.3.96
last time revised : 23.12.96
Laut IBMs neuestem Brief wird der Software-Umsatz in 1996 75 MRD US-Dollar betragen. IBM ist weltweit größter Software-Anbieter mit (weltweit) 12 MRD US-Dollar Umsatz.

Daß sie noch mehr wollen, ist nicht zu verkennen: Für JAVA haben sie bei Sun eine Lizenz gekauft.
TINA


C-001.299
written ..........: 10.3.96
last time revised : 23.12.96
Mit einer neuen optischen Methode kann man die Hautdurchblutung sichtbar machen und photographieren. Anstelle eines Lasers (mit nur einer Wellenlänge) wird jedoch eine Blitzlampe benutzt. Das reflektierte Licht wird in die einzelnen Spektren aufgespalten und diese sichtbar gemacht. Je nach den physikalischen Vorgängen in der Haut nehmen unterschiedlich durchblutete Hautflächen das Licht unterschiedlich auf, bzw reflektieren andere Bestandteile. Auf dem Muster-Foto eines Ringfingers konnte man sehen, daß nach dem Ring (vom Körper weg in Richtung Fingerende gesehen) die Durchblutung deutlich schlechter war. Was reproduzierbar und sichtbar beweist: Besitzanzeigende Fürwörter (nicht nur in Metallform) sind schädlich!

* 15.6.97
Mit einer ähnlichen Methode hat man die Schriftrollen vom Toten Meer untersucht. Dabei wurden die Analysen des reflektierten Lichts mit durchstimmbaren LCD-Filtern gemacht. Unterschiede von gerade mal 2 Prozent im Reflektionsvermögen reichen dabei aus, um mit numerischen Verfahren, im Kontrast angereichert, als lesbare Schrift identifiziert zu werden.

Je nach Schriftstück und dessen Zustand wird ein brauchbares Ergebnis mit anderen Wellenlängen erreicht. Es sind also viel Fingerspitzengefühl und Zeit notwendig.

Es scheint, das Wissen, daß die Insekten in anderen Spektralbereichen sehen als Menschen und daher ganz andere Dinge wahrnehmen können, braucht sehr lange, um bei gegebenen Werkzeugen auch tatsächlich benutzt zu werden...
TINA


C-001.300
written ..........: 18.3.96
last time revised : 23.12.96
In der "c't" ist zu lesen, daß man bei manchen Festplatten schneller von einem Kopf auf den anderen umschalten kann, weil anscheinend beim Umschalten von einem auf den anderen Kopf erst einmal nachjustiert werden müsse, wegen "Unterschieden". Mit Verlaub: Ich habe Zweifel! Wenn ein Kamm mit mehreren Köpfen bewegt wird, dann sind alle Köpfe untereinander. Ob sie dabei exakt untereinander liegen oder nicht, ist völlig wurscht, weil ihre relative Lage zueinander die entscheidende Rolle spielt - und die relative Lage zueinander ist exakt vorgegeben durch die Fixierung im Kamm: Ist der Kamm einmal fertig, so sind die Maße für alle Zeiten gleich, es sein denn, man ruiniert irgend etwas. Für den Normalfall kann man also getrost davon ausgehen, daß beim Umschalten von einem Kopf (der exakt auf der Spur positioniert ist) auf einen anderen Kopf dieser ebenfalls exakt positioniert ist. Aus der Groß-DV ist der Begriff "Zylinder" bekannt, der genau diesen Sachverhalt wiedergibt!
TINA

C-001.301
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Bei Caches ist Western Digital wieder etwas raffiniertes eingefallen: Man hat bei den Festplatten den onboard-Cache "segmentiert". Das könnte bedeuten, daß nicht der ganze Cache für etwas beschrieben wird, sondern nur ein Teil. Nahe beieinander liegende Sektoren werden möglicherweise dadurch erfaßt, daß man jeweils eine ganze Spur liest oder schreibt, also keinen einzelnen Sektor. Wenn man sich auch noch merkt ("adaptiv"), wie häufig etwas gelesen wird und dies dann auf verschiedene "Flächen" im Cache verteilt, dann wird das noch etwas schneller sein. Ganz raffiniert: Die einzelnen Flächen nach Bedarf in der Größe zu ändern.
TINA

C-001.302
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
IBM hat den Micro-Channel nicht aufgegeben, im Gegenteil! IBM bietet jetzt Hochleistungs-Server an, wobei die kleinste Version ISA-Bus hat, die größte ausschließlich PCI/Micro-Channel. Der Kasten hat 6 Pentiums parallel...
TINA

C-001.303
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
IOmega baut ZIP, Jaz und Ditto. Ditto ist ein Streamer. Der ist zur Zeit so erfolgreich, daß IOmega mit der Produktion kaum nachkommt und in Europa bei QIC-Laufwerken 33% Marktanteil hat. Conners 31% werden gefolgt von HP mit 30%. Diese Werte gibt IOmega jetzt bekannt.

Für das Jaz-Laufwerk sind die Produktionskapazitäten noch sehr begrenzt, so daß man extra Produktionsanlagen bauen muß. Wer sich also beim Kauf zurückhält, wird wenige Monate später bessere und billigere Laufwerke bekommen. Wer ganz vorsichtig ist, sollte auf das 1,3 GigaByte-Laufwerk von Syquest warten! Das kommt vermutlich im August.
TINA


C-001.304
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Endlich gibt es vernünftige Motherboards für PCs! Was haltet Ihr von "19 slot PCI/ISA, passive backplane"? Ist nicht mal teuer: 100 englische Pfund, plus Fracht und Mehrschwein (englisches!).
TINA

C-001.305
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Die ZEIT, immer vornedran mit der Berichterstattung - wenn denn die Information durchdiffundiert ist...: Am 1.3.96 verkündet die ZEIT als wissenschaftliche Neuigkeit, daß es ein Radargerät geben werde, das man auch im Haushalt einsetzen könne. Der Sensor koste gerade mal 15 DM. Wörtlich:"Bis das Radar für den Hausgebrauch serienreif ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen."

Soso...!? Die Information über den neuartigen Sensor habe ich schon vor mehreren Monaten in amerikanischen Ingenieurs-Magazinen veröffentlicht gelesen. Falls ich eines der Hefte wiederfinde, sage ich Euch, wer den Sensor herstellt. Diesen Sensor kann man schon seit geraumer Zeit (also lange vor der Veröffentlichung in der ZEIT!) bei Conrad in Hirschau für 99 DM (?) kaufen. Vielleicht sollte Conrad seinen Katalog auch mal an die ZEIT schicken...?

Wer bei den Nachrichten genau aufgepaßt hat, der weiß, daß die Polizei diese (oder sehr ähnliche) Radargeräte bereits bei Geiselnahmen erfolgreich eingesetzt hat.

* 23.12.96
Ich hatte versprochen, dieses Heft wieder auszugraben. Jetzt habe ich es endlich gefunden : "Electronic Design", 25.4.1994, Seite 35+38. Also mehr als 1 Jahr früher, als ich angenommen hatte. Entwickelt wurde die Radar-Schaltung am Lawrence Livermore National Laboratory (LLL). Falls jemand sie braucht, kann ich Euch auch die Telefon-Nummer des Entwicklers dort geben.
TINA


C-001.306
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Vorsicht bei "PCI", denn "PCI" ist nicht "PCI"! Durch die ständige Weiterentwicklung bei den extrem schnellen Chips geht man mit der Versorgungsspannung runter, von 5 Volt auf zur Zeit 3 Volt. ICs für niedrigere Spannungen sind in Arbeit. Für den PCI-Bus hat das die unangenehme Nebenwirkung, daß es sowohl Karten für 5 Volt, als auch schon solche für 3 Volt gibt. Wenn Ihr also ein Motherboard mit "PCI" habt, dann heißt das noch lange nicht, daß Ihr da jede beliebige PCI-Karte hereinstecken könnt!
TINA

C-001.307
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
"demand book production" ist, wenn man einen Text erst dann auf Papier druckt, wenn er benötigt wird. Das setzt sehr schnelle Drucker voraus, die zudem nur extrem geringe Kosten pro Druckseite haben dürfen. Nipson stellt jetzt so einen Drucker vor: Der Nipson N7000 schafft 1m pro Sekunde. Bei 7 Tagen pro Woche schafft er im 3-Schicht-Betrieb 1.828.800 Meter Papier pro Monat. Der Trick dabei besteht unter anderem in einem Toner, der bei nur 50 °C eingeschmolzen wird. [Ein HP Laserjet 3 liegt da mit rund 180-210 °C deutlich höher (den exakten Wert habe ich vergessen).] Genau dies ist der Pferdefuß! Jemand, der Papier in der Sonne liegen läßt, wird das schwarze Zeug anschließend verschmieren können. Die Temperaturen in PKW steigen auf über 70 °C, also ganz erheblich über die Schmelztemperatur des Toners, der dann sogar die Seiten zusammenkleben könnte...
TINA

C-001.308
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96

Zur Lebensdauer und den Lebensgewohnheiten von Computern

Bei elektronischen Bauteilen kann man durch Tests feststellen, wie sie sich sich bei verstärkter Alterung verhalten. Dazu kommen die Teile in Temperatur-Öfen, wo sie bei höheren Spannungen und/oder Strömen immer wieder bestimmte Temperaturverläufe mitmachen müssen. In gewissen Abständen wird dann eine bestimmte Menge herausgeholt und getestet oder aber alles wird getestet (um die Überlebenden festzustellen.) Weil die Funktionstests ebenfalls eine erhöhte Beanspruchung darstellen können, kann man nicht automatisch alle Teile testen. Durch Vergleiche mit dem "realen Leben" und seinen Beanspruchungen für die Bauteile kann man dann schätzen (schätzen! also nichts definitives!), wie lang bei normaler Beanspruchung die Teile leben werden. Was die "normale" Beanspruchung" ist, darüber kann man sehr geteilter Meinung sein. Die Hersteller teilen die Art der Beanspruchung in verschiedene Klassen ein, deren genaue Definition sie jedoch verschweigen. Das, was uns im Supermarkt angeboten wird, ist billigste "Consumer"-Qualität. Das könnte bei einem Computer bedeuten: Lebensdauer 3 Jahre bei täglich 1 Betriebsstunde, wobei nur 5 Minuten lang Plattenzugriffe erfolgen. Diese Zahl ist erschreckend niedrig. Ich habe aber bis heute keine Zahlen der Hersteller gesehen, die meinen Zahlen widersprechen. Solange die Hersteller sich weigern, ihre Prüfmethoden und ihre dabei ermittelten Werte anzugeben, rate ich jedem, von meinen Werten auszugehen.

Ich beschäftige mich aus 2 Gründen mit diesem Thema:

Natürlich wird jetzt jemand sagen, das sei aber ein Kalauer, weil die Geräte ja allesamt einmal ausfallen müssen, "die andere Hälfte dann eben nach der Garantiezeit". Schon richtig! Die Frage ist aber, wann sie ausfallen...!

Die Ausfälle eines Bauteils (oder eines Gerätes, das aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt ist), erfolgen nicht gleichmäßig, sondern erfolgen nach der "Badewannenkurve", von der ich schon geschrieben hatte. Dabei gibt es am Anfang sehr viele Ausfälle, dann wird's schnell weniger, später steigt die Kurve wieder an, geht noch später noch deutlicher nach oben.

Nehmen wir zunächst der Einfachheit halber an, die Ausfälle wären gleichmäßig verteilt, ferner eine Lebensdauer von 100.000 Stunden. Bei 100.000 Teilen fällt demnach jede Stunde eines aus. Ein halbes Jahr (1 Jahr = 8760 Stunden) nehmen wir schlamperterweise mit 5.000 Stunden an. 5.000/100.000 = 5 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, daß das Teil das erste halbe Jahr übersteht, beträgt also 95 Prozent.

Ein Computer-System besteht aber aus vielen Elementen, von Monitor bis hin zur Tastatur. Dann gibts darin die Module: die Netzteile, die Platinen und so weiter. Bei 20 Modulen mit jeweils 100.000 Stunden Lebensdauer reduziert sich die Lebensdauer des Gesamtgeräts auf nur 1/20, also 5.000 Stunden, mit anderen Worten: Die Gesamtlebensdauer beträgt ein halbes Jahr.

Diese Werte sind fiktiv und sie gehen auch davon aus, daß die Ausfälle gleichmäßig verteilt sind. Und dennoch: Bei einer Lebensdauer von nur 10.000 Stunden (schon mal das doppelte obiger Werte!) für das Gesamt-System beträgt nur die ersten 10 Stunden lang eine 99,9-prozentige Sicherheit gegen Ausfall. Und dann geht's rapide bergab...

Im realen Leben gibt es aber die Badewannenkurve. Hier ist die Ausfallwahrscheinlichkeit am Anfang sehr hoch und fällt dann ab. Aber: WIE HOCH ist die Wahrscheinlichkeit gleich zu Beginn? und wie lange fällt sie dann steil ab? Bezogen auf die Praxis: Ist bei einer Firma, bei der 50% der Rechner im ersten halben Jahr ausfallen, nach diesem halben Jahr endlich das "tiefe Tal" der Badewannenkurve erreicht - oder befinden wir uns immer noch sehr weit oben auf dem abfallenden Ast der Kurve? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Rechner den nächsten Monat überlebt, ja, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß er überhaupt den nächsten Tag überlebt!?

Ihr seht, daß dies alles andere als triviale Dinge sind. Für Firmen, die pro Jahr mehrere 100.000 Rechner verkaufen, lohnt es sich durchaus, Komponenten (wie Festplatten) direkt vom Hersteller zu kaufen - und dabei wird natürlich die Ware nach der Qualität "Lebensdauer" gehandelt. "Military" mit besonders hoher Lebensdauer oder Beständigkeit gegen radioaktive Strahlung (oder beides) ist eine sehr hohe Qualitätsstufe. Es gibt Firmen, die nur für diesen Bereich produzieren. Die Bauteile kosten dann ohne weiteres mehr als das 10-fache der "Consumer"-Ware. Und wehe, die Teile erfüllen nicht die Anforderungen! Die Hersteller würden fürchterliche Strafen zahlen müssen. Bei den Consumer-Produkten jedoch gibt es keinerlei Kontroll-Instanz, die die Einhaltung der Werte überwacht, erst recht nicht, die sie einklagt.

Rein Computer-mäßig sind wir also in einer Bananen-Republik, bei der die Dinge bei den Anwendern reifen oder halbtot vom Baum fallen...

Es wird Zeit, daß sich die Verbraucher-Vereine organisieren und daß eine Qualitätskontrolle Pflicht ist. Die Zeit, wo es sich die Firmen leisten können, eine Qualitätskontrolle weder beim Wareneingang noch beim Warenausgang durchzuführen, MUSS ein Ende haben!

Vergeßt in diesem Zusammenhang auch ISO 9000 oder die CE-Plakette! Die CE-Norm ist nichts weiter als Arbeitsbeschaffung für irgendwelche Firmen, die mirakulöse Messungen durchführen - mit horrenden Kosten! Wie sagte jemand fast wörtlich: "Die CE-Norm zu erfüllen, ist ein Kinderspiel. Bloß die Messungen sind so teuer."... Die ISO-9000 schützt uns nicht davor, z.B. Gehäuse verkauft zu bekommen, die so scharfkantig sind, daß die Kabel angeschnitten werden oder man sich böse Verletzungen an Armen und Händen holt, bloß weil die Schlamper bei der Herstellung das Entgraten nicht richtig oder gar nicht gemacht haben.

Denkt dran: Wer meint, es sich erlauben zu können, die erwähnten Schrottgehäuse zu verkaufen, wo jedermann die miese Qualität recht schnell bemerkt, was wird der erst für Platten oder andere Module einbauen, bei denen der Kunde die Qualität nicht erkennen kann...!?
TINA


C-001.309
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt (für 25,-- DM netto Händler-EK) einen "Heat-Terminator" für Plattenlaufwerke. Das ist nicht Arnie im Computer-Format, sondern ein Lüfter, der an ein U-förmiges Blech geschraubt ist. Das Blech paßt in einen 5.25"-Slot und hält die Festplatte wie ein normaler Einbaurahmen, ist jedoch wesentlich höher, sieht fast aus wie ein aufgeschnittener Zylinder-Hut und hat "oben" den Lüfter drin. Weil die Konstruktion wesentlich höher ist als 1 normaler Slot, hat der Lüfter genug Platz, um Luft auf das Laufwerk zu blasen.

Analysieren wir mal:

  • 1. Wenn es genug Platz gibt, um den "Hut" einzubauen, dann kann man die Platte doch genausogut ohne Hut einbauen und den gleichen Platz lassen. Das gibt Raum für Luftkonvektion. Die meisten Platten fallen aus, weil es eben nicht genug freien Platz um sie herum gibt.

  • 2. 3,5"-Platten werden, wenn man es richtig macht, meist in Einbaurahmen eingebaut. Dadurch haben sie am Rand Platz für zuströmende kalte Luft.

  • 3. Man sollte IMMER dafür sorgen, daß die Einbaurahmen und die Flachbandkabel diesen Luftstrom nicht behindern.

  • 4. Der "Heat-Terminator" kann die Platte gar nicht so ohne weiteres anblasen, wenn er keine Luft heranziehen kann. Trickreicherweise muß er also 2 Slothöhen beanspruchen:

    1 Slothöhe für die Platte selbst

    1/2 für den Lüfter und

    1/2 als Platz, um Luft anzusaugen. Würde er nämlich direkt an eine darüberstehende Platte stossen, könnte er überhaupt nicht funktionieren.

Was sagt uns das?

  • 1. Der "Heat-Terminator" tut nichts anderes, als uns zwingen, weniger Platten einzubauen, weil er selbst 1 vollen Slot für Lüfter plus Abstand braucht.

  • 2. ist es logisch, zwischen den Platten IMMER ausreichend Platz zu lassen.

  • 3. Wenn wir Platten einbauen wollen, dann sollten wir uns darum bemühen, zwischen den Platten ausreichend Platz zu lassen.

    Weil die Gehäuse uns daran hindern, sind folglich ALLE Gehäuse falsch konstruiert!

    Die Höheneinteilung der Gehäuse darf nicht im Raster von 1 Slothöhe erfolgen, sondern in halben Schritten, also 1/2 Slot!

    Dann kann man zwischen den Platten jeweils 1/2 Slot frei lassen. Gehäuse, die diese Vorschrift erfüllen, habe ich aber bis heute nicht auf dem Markt gefunden. Dabei ist es so einfach, sie herzustellen: Man muß lediglich zwischen die Löcher, die in die Haltebleche gestanzt werden, noch weitere in halbem Abstand stanzen.

FAZIT: Die Lüfter für die Platten sind bisher prinzipiell falsch montiert! Alles, was ich gesehen habe, sind Lüfter, die von hinten auf die Laufwerke pusten oder von oben (wie im "Heat-Terminator"). Nimmt man Lüfter, die von oben blasen, so braucht man für jedes Laufwerk seinen eigenen Lüfter, was zu viel Platz kostet und zu teuer ist. Pustet man von hinten, so bläst man auf die Kabel (schaut mal an, wie breit so ein 50-poliges SCSI-Kabel ist!) und es kommt nur ein geringer Bruchteil der Luft wirklich zum Laufwerk durch.

Die Laufwerke wirklich kühlen kann man also nur, wenn man die Laufwerke VON VORNE anbläst. Ein Lüfter muß also vorne im Gehäuse sitzen und dort senkrecht stehen. Das ist sogar überaus praktisch, weil wir den Lüfter dazu in die Frontblende einbauen können: Die Frontblende wird als Metallrahmen ausgeführt (wegen der Störstrahlung) und bekommt einen Lochrahmen, durch den der Lüfter die Luft hereinsaugt. Die Luft pustet er dann "geradeaus" weiter auf das Laufwerk. Man kann durch Anblasen wesentlich höhere Drücke herstellen als durch das Absaugen von Luft. Das Kühlen durch Anblasen ist also WESENTLICH wirkungsvoller als das Absaugen (durch den Lüfter des Netzteils)!

Weil das Platten-Sterben zur Zeit dramatische Ausmaße annimmt, müssen wir fordern:

  • 1. Die Montagerahmen der Gehäuse müssen im 1/2-Raster gelocht sein.

  • 2. Dazu muß es neue Frontblenden geben im 1/2-er und im 1-er Raster.

  • 3. Lüfter müssen vorne in die Gehäuse eingebaut werden können, wozu sowohl die Montagerahmen als auch die Frontblenden vorbereitet werden müssen.

  • 4. Es muß Frontblenden geben mit Lüfter.
Ich garantiere, daß der erste, der diese Teile funktionsgerecht auf den Markt bringt, enorme Umsätze machen wird.

Die Marketing-Leute brauchen keine Angst zu haben: Ich werde keine Lizenzgebühr verlangen. Der Vermerk: "Copyright by TINA" wäre schon ausreichend...
TINA


C-001.310
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
In einem der letzten Hefte schrieb ich über Einbauentlüfter, die in einen Slotstecker gesteckt werden. Jetzt habe ich sie tatsächlich in einem Endkundenangebot gefunden: 68 DM sollen sie kosten. Nochmals mein Rat: Es gibt bessere und billigere Lösungen!
TINA

C-001.311
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Ideen muß man haben - und selbst, wenn es sich um simpelste Physik handelt! Um Ströme zu messen, gibt es Amperemeter. Bei den meisten Geräten wird das Gerät in Reihe mit dem Meßobjekt geschaltet. Bei hohen Strömen (mehrere Hundert Ampere) wäre das aber nur selten machbar, zudem bei hohen Spannungen auch sehr gefährlich. Bei Wechselstrom kann man "berührungslos" messen, indem man eine "Stromzange" um das betreffende Kabel legt. Wie soll man aber so ein Meßgerät kalibrieren, das Ströme von vielleicht 500 Ampere messen soll??? 500 Ampere sind nicht so einfach aus dem Ärmel zu schütteln, schon gar nicht möglichst präzise. Jetzt wird ein Kalibrator angeboten. Der Trick besteht darin, mit nur 1 Ampere auszukommen. Für jedes Ampere mehr, das man messen will, wird einfach von einer Spule (die aussieht wie eine große Zugfeder) eine Windung mehr in die Meßzange genommen! Nach dem Induktionsgesetz ist der Strom proportional zur Zahl der Windungen. Der Kalibrator hat eine Spule mit 50 Windungen und das sieht aus wie eine dieser lustigen Spiralen, die man als eine Art Mobile auf dem Tisch hin- und herschwingen lassen kann. Die Spule ist unten eingebettet in eine Platte - oben schaut sie fröhlich heraus. Nun muß man nur noch mit dem Faktor 50 rechnen können...
TINA

C-001.312
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Die Marktwirtschaft hat ihre Tücken. Schon Obelix machte leidvolle Erfahrungen: War ein Hinkelstein erst eine Kostbarkeit, so wurde er später zur bloßen Dreingabe: "Kaufen Sie diesen Sklaven und Sie erhalten gratis noch 2 Hinkelsteine dazu!"

Die Firmen, die jetzt als Netzwerk-Provider agieren, wollen natürlich Geld - aber wer will in ein Netzwerk, wenn er dafür zahlen muß!? Um Kunden zu ködern, gibt es seit einiger Zeit Gratis-Angebote: "Kaufen Sie diese Zeitschrift - und Sie erhalten 1 CD dazu!" Das wurde erweitert: "Kaufen Sie diese Zeitschrift - und Sie erhalten 1 CD mit 1 Freistunde im Internet dazu!" Hat aber auch nichts genützt. Also wurde man großzügiger: Erst 2 Stunden, dann 3 Stunden... Ha! Jetzt sogar 10 Freistunden! Und...!? Nix is!

Eine deutsche Firma hat jetzt DEN Knüller: 100 Stunden freier Internetzugang. Das Sächelchen hat nur einen (einen???) kleinen Haken:

  • 1. Es ist ein Paketangebot, bei dem man ein Modem kauft plus VLB-Bus Multifunktionskarte mit schnellem UART, plus OS2 Warp 3.0 samt Bonuspack und Lotus Smartsuite für OS/2, plus die erwähnten 100 Stunden freiem Interzugang. Alles zusammen kostet 399 DM.

  • 2. Was nützt das Ganze, wenn man sich nur unter OS/2 anmelden kann?

  • 3. Wer will schon auf OS/2 umsteigen, bloß um die 100 Stunden ausnutzen zu können?

  • 4. Wie steht es mit Treibern usw. für das Modem, wenn man auf Windows 3.11 arbeiten will?

  • 5. Die Gutschrift für den Internetzugang ist angeblich 800 DM wert - das sind pro Stunde immerhin 8 DM, also 8 DM die man später für jede weitere Stunde löhnen muß!

Diese 8 DM muß man noch näher betrachten:
  • 1. sind das die Preise des Providers, die Telekom-Kosten sind nicht enthalten.

    Wie aber komme ich an den Provider?
    In welchen Städten hat der überhaupt einen Anschlußpunkt?

  • 2. Wer ist der Provider?
    Wäre ich überhaupt mit dessen Leistungen zufrieden?

    Könnte das gar die T-Online sein, die gar keinen echten Zugang zum Internet bietet, sondern bloß sehr eingeschränkte Möglichkeiten, gefilterte Informationen.......???

  • 3. Die Gutschrift ist nur in Verbindung mit dem OS/2 umsetzbar.

    Muß ich mir also meinen ganzen Rechner auf den Kopf stellen, nur um an einen Provider zu kommen, den ich nicht will, um in ein Netzwerk zu kommen, das ich so nicht brauchen kann???

    Ich (TINA) zahle für meinen Internet-Anschluß dem Provider pauschal (!) weniger als 50 DM pro Monat und habe dabei weder eine zeitliche Begrenzung noch zeitliche Abrechnung.

Mein Rat: Ich würde an Eurer Stelle alle diese Angebote mit ihren "kostenlosen" Freistunden nicht ausprobieren, nicht einmal auch nur eines der Programme dieser vielen CD-COMs installieren! Bereits der Versuch, Euch dort anzumelden, könnte auf Eurem Rechner die seltsamsten Folgen haben, wovon die mühsame De-Installation noch das kleinste Übel wäre. Eine Firma, die von mir bei Anmeldung (auch der kostenlosen Anmeldung!) persönliche Daten und meine Kreditkarten-Nummer (!) will, würde ich nicht mal im Beisein meines Anwaltes und der von mir gerufenen zuständigen Staatsanwaltschaft ins Haus lassen...

* 23.12.96
Inzwischen gibt es Leserbriefe in mehreren Zeitungen, worin beklagt wird, man sei nach dem Beenden eines Probeabos bei solchen, angeblich kostenlosen, Probierstunden dennoch mit einer Rechnung "beehrt" worden.
TINA


C-001.313
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Viele, die sich ein Handy haben aufschwatzen lassen, mußten dafür viel Lehrgeld zahlen: Die Folgekosten sind höllisch. Weil das Geschäft der Telefon-Provider nicht so recht lief, haben sie die Handies als fast kostenloses Produkt angeboten, sogar bis herunter zu 1 DM für das Handy - einzige Bedingung: Der Abschluß eines Vertrages, der sogar nicht nur eines, sondern mehrere Jahre dauern konnte. Wobei den Insidern und den Eingeweihten klar war, daß jeder, der einen Vertrag abschließt, der länger als ein Jahr gilt (und der die Preise auch eben über dieses eine Jahr hinaus festschreibt!), einem Riesenschwindel aufsitzt, weil die Preise (für alle anderen Leute) unterdessen durch den Marktdruck sinken würden. Geworben wurde aber immer mit den ach so billigen Geräten ("Handy für 9,99 DM!" und ähnliches). Tatsache ist aber, daß man IMMER darauf achten muß, was einen die Sache während der GESAMTEN Vertragslaufzeit unterm Strich kostet, alles inklusive!

Ich schreibe dies nicht, weil ich glaube, daß Ihr so dumm seid, auf die Telefon-Fritzen hereinzufallen (oder etwa doch...???), sondern weil eine analoge Entwicklung im Computerbereich vor der Tür steht. Wie ich jetzt lese, will sich "Kabel 1", der Fernsehsender (gehört zur bekannten Kirch-Gruppe), mit 289 DM teuren "Multimedia-Terminals" in den Markt wagen. Mit diesen Dingern, die eine Mischung aus Telefon plus sonstwas sind, kann man sich z.B. in eine Fernsehsendung einwählen und dort als Zuschauer melden. Die schon anklingende Drohung: Es könnte sein, daß jene Leute bevorzugt werden, die mit so einem Gerät telefonieren.

Zusammen mit der bekanntermaßen recht drastischen Fernseh- und Mitteilungssucht vieler Leute ("...dann möchte ich noch meinen Onkel Heinrich grüßen...") könnte sich hier eine Katastrophe anbahnen:

  • 1. Die Leute kaufen sich so ein Gerät, um ja und unbedingt mit "ihrem" Moderator quasseln zu können.

  • 2. Die Anbieter werden Bundles aus verschiedenen Dingen machen, die primär (und auch sonst) überhaupt nichts miteinander zu tun haben.

    Beispiele:

    • a) Teleshopping:

      Ihr könnt mit dem Apparat Teleshopping betreiben.

      Der (angebliche) Vorteil wäre z.B. eine Kostenersparnis bei der Telefongebühr.

    • b) Homebanking:

      Über wen, bitteschön, würde man denn da telefonieren???

      Welche Banken könnte man den überhaupt damit anrufen?

      Gibt es etwa eine Super-Kombinations-Spar-Hyper-Sommer-Sonder-Bank-und-Sender-Sauce, bei der man nur mit der Bank X, die (vielleicht nicht jetzt, aber später) dem Sender gehört, buchen kann und bekommt dafür beim Reisebüro "nur fliegen ist tödlicher" pro Buchung ein Gratislos für einen Flug in die Dominikanische Republik?

    • c) In welche Netzwerke könnte man sich überhaupt einwählen?

      Ist das etwa so, daß der Apparat sich nur bei einem einzigen Provider (womöglich dem Verkäufer der Kiste?) einwählen kann???

    • d) Daß man mit der VISA-Karte einkaufen kann, wißt Ihr.

      Wußtet Ihr aber auch, daß VISA vom Verkäufer für jeden Kauf vom Kaufbetrag eine gewisse Prozentsumme als Buchungsgebühr verlangt?

      Viele Firmen wollen deshalb nichts mit VISA oder anderen Kreditkartenunternehmen (z.B. American Express, EuroCard und wie sie alle heißen) zu tun haben und machen deshalb den Kunden bessere Preise, wenn diese lieber gleich und in bar zahlen. Was haltet Ihr von der Idee, daß auch die Tele-Shopper als "Makler" eine Provision für jede durch sie erfolgte Buchung verlangen?

  • 3. Jedes Gerät, das herumsteht, wird auch benutzt.

    Damit ist die latente Gefahr gegeben, daß früher oder später man diesen Leuten in die Hände fällt, auch wenn man sich zu Anfang gegen viele der angebotenen Dinge gesträubt hat.

    Als Warnung möge das Tele-Shopping in den USA dienen, bei dem manche Leute (vor allem alte und einsame) fast den ganzen Tag vor der Glotze sitzen und sich Unmengen Dinge kaufen, von denen sie schon beim Kauf wissen, daß sie völlig sinnlos sind, daß sie sie niemals benötigen werden und daß sie nur nutzlos herumstehen, daß vielleicht nicht einmal genug Platz dafür da ist und daß sie folglicherweise sofort nach Eintreffen in den Mülleimer wandern werden.

    Es gibt Leute, die Monat für Monat fast ihre gesamte Rente beim Tele-Shopping loswerden!

Das Fernsehen birgt die Gefahr, daß Menschen, die sich einsam fühlen, ihrem Gott Moderator huldigen und sich durch ihr Verhalten noch mehr von der Außenwelt abkapseln: Telegener Autismus, Monat für Monat teuer bezahlt...

Ich prophezeie, daß man diese TV-Multimedia-Shopping-plus-sonstwas-Kisten in naher Zukunft sogar kostenlos bei Euch aufstellen wird (wenn auch aus Gründen des Wettbewerbsrechts für den symbolischen Preis von 1 DM). Ich will damit aber nicht sagen, daß Ihr die Dinger nicht jetzt kaufen sollt, weil sie später billiger sein werden!

Es gibt das Wort "Wehret den Anfängen!". Dies gilt für vieles, vor allem jetzt bei der Tele-Kommunikation.

  • Kauft für jeden Zweck ein eigenständiges Gerät!

  • Haltet Euch den Rücken frei:

    • Laßt Euch niemals auf Bundles ein!

    • Wehrt Euch gegen Chipcards!

    • Besteht auf Bargeld, das man Münze für Münze und Schein für Schein in der Hand halten kann!

    • Gebt niemandem eine Abbuchungsgenehmigung!

    • Haltet Euch fern von Leuten, die Eure Kontonummer wissen wollen!

    • Haltet immer Eure Bank-Verbindungen geheim und von allem anderen fern!

    • Habt immer mehrere Konten bei lauter verschiedenen Banken:

      Wer heute noch nur ein einziges Bank-Konto hat, ist ein armes Schwein. Sichert Euch ab und macht mehrere Konten auf! Und wenn nur 5 DM auf einem Konto sind: Macht nix!

      Ihr könnt damit Geld auf dieses Konto lenken, wenn Ihr es braucht, oder Geld von diesem Konto buchen lassen, wenn Ihr Mißbrauch befürchtet. Die Bank wird Euch in diesem Fall sogar schützen! (Betrachtet letzteres nicht als Tip für einen Bank-Betrug! Die Bank würde Euch dafür zu recht das Fell über die Ohren ziehen!)

TINA

C-001.314
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Es gibt mehr Hände, die sich nach der Kombination von PC und Fernsehen recken: Laut CZ will Microsoft durch eine Zusammenarbeit mit Hughes Electronics (genauer: deren Satelliten-Fernsehsystem DirecTV) dafür sorgen, daß man mit dem PC "digitale Unterhaltungs- und Informationsdiesnte" empfangen kann. Die Frage ist: Was hat man davon? Die Geräte, die zur Zeit angeboten werden, sind VIEL teurer als PC und Fernseher einzeln gekauft. 2. Frage: Was hat Microsoft davon? Eine Firma, die Software herstellt und nun ins Satelliten-Fernsehen einsteigen will, begibt sich doch in völlig fremdes Terrain. Denkste! Das Internet hat einen elementaren Nachteil: Es braucht ein physikalisches Netzwerk, mit dem die Server miteinander verbunden sind. Das verursacht sehr hohe Kosten. Das Einwählen der Enduser beim jeweiligen Provider kostet Telekom- (oder ähnliche) Gebühren. Das sind Kosten, von denen weder die Enduser noch die Internet-Anbieter (die die nur reinen Daten auf den Servern anbieten, wofür sie dem Privider auch noch zahlen müssen!) etwas haben. Wenn es gelänge, das alles zum umgehen, dann könnte man als Softwarehersteller per Satellit senden und hätte wie beim Pay-TV die Möglichkeit, per Codierung dem Endkunden direkt etwas in Rechnung zu stellen, ohne sich um weitere Kabeleien kümmern zu müssen. Der Endkunde käme mit einer billigen SAT-Anlage (schon für weniger als 200 DM im Supermarkt zu haben) auch viel billiger davon. Microsoft will also augenscheinlich den ganzen Vertriebsweg über Zwischenhändler nochmals umgehen. Nicht nur, daß man über den Vertriebsweg Internet geht, was kurz zuvor noch energisch geleugnet wurde - jetzt bahnt sich sogar eine Umgehung des Internets an.
TINA

C-001.315
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
In einem phantastischen Film (war schon arg schräg!) habe ich ein nettes Wort gehört: " Informationswiedergutmachungsgebühr ". Diese Gebühr muß der Bürger zahlen, wenn die Informationen, die der Staat über ihn hat, falsch sind, es dem Staat also Kosten bereitet, sich die richtigen Daten zu besorgen. Noch Fragen...?
TINA

C-001.316
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Unterhalten wir uns mal über das Sterben.

Keine Angst, ich mach's ganz schmerzlos! Es gibt zur Zeit 2 wichtige Themen: die Renten und die unglaublich hohen Ausfallquoten bei neugekauften Rechnern. Damit Ihr das alles besser versteht, besorgen wir uns als erstes die notwendigen Grundlagen.

Beginnen wir bei den Renten. Es heißt, daß die durchschnittliche Lebenserwartung für einen Mann bei rund 72 Jahren liege, bei einer Frau bei rund 75 Jahren. (Kann auch sein, daß es schon jeweils 2 Jahre mehr sind.) Was die "durchschnittliche Lebenserwartung" ist, werde ich Euch an einem Beispiel zeigen. Gehen wir mal vom Jahr 1900 aus und allen Menschen, die in Deutschland in diesem Jahr geboren wurden. Dann schauen wir in jedem späteren Jahr nach, wieviele dieser Menschen noch leben. Das machen wir so lange, bis sie alle gestorben sind. Weil aber heute noch viele leben, die sogar schon vor 1900 geboren wurden, können wir nicht weiterrechnen, weil uns die Zahlengrundlagen fehlen! (Das merken wir uns!)

Gehen wir also zurück in das Jahr 1850: Alle damals geborenen 100.000 Menschen (fiktive Zahl) sind inzwischen gestorben. In einer Tabelle tragen wir nun für jedes Jahr ein, wieviele davon in diesem Jahr gestorben sind. Wegen der hohen Säuglingssterblichkeit waren das in den ersten Jahren sogar sehr viele! Dann bilden wir: (erreichtes Lebensalter) x (Zahl der in diesem Lebensalter Gestorbenen). Das gibt für jedes Jahr eine Zahl. Diese Zahlen summieren wir.

Beispiel     :    100.000 Menschen
für 1. Jahr  : 1 x 15.000 
für 2. Jahr  : 2 x 10.000
für 3. Jahr  : 3 x  7.000
für 4. Jahr  : 4 x  6.000
und so weiter
Summe =           380.000
Teilen wir diese 380.000 (Einheit = Jahre x Personen) durch die 100.000 Personen, ergibt das 38 Jahre. Das ist nichts anderes als der Mittelwert - und genau das ist eben jene durchschnittliche Lebenswartung eines Menschen, der 1850 geboren wurde. Nagelt mich bitte jetzt nicht auf die "38" fest, denn ich weiß die exakte Zahl nicht und habe einfach einen plausibel klingenden Wert aus der Luft gegrifffen. Wenn ich mich nicht irre, betrug er für die Zeit um 1900 real ca 44 Jahre.

Also: Die durchschnittliche Lebenserwartung ist der Mittelwert aller Alter, die Menschen eines genau definierten Zeitraums ihrer Geburt erreichen, z.B. des gleichen Jahrgangs. Man darf nicht New Yorker von 1950 und Mongolen von 1250 miteinander in die gleiche Statistik rühren - und dann eine Auswertung zaubern wollen, die für die Berliner von 1996 gilt!

Unsere rechnerische Pleite mit dem Jahrgang 1900 liegt daran, daß wir heute Menschen aus 1900 haben, die noch leben, wir also nicht wissen, welche Zahl sich zu unserer bisherigen Summe (von schon Gestorbenen) hinzubegeben wird. Wir können aber ganz brachial einfach davon ausgehen, daß sie alle in diesem Jahr sterben und addieren also als letzten Teil der Summe 96x Zahl der noch Lebenden aus dem Jahr 1900. Dann bekommen wir einen Durchschnittswert. Von dem wissen wir, daß er geschätzt ist und daß die Menschen mindestens dieses Durchschnittsalter erreichen werden. Eine Obergrenze können wir annähernd berechnen, wenn wir auf das letzte Geburtsjahr zurückgehen, von dem inzwischen alle Menschen gestorben sind. Bei dem können wir sehen, wie wiele der 96-jährigen wie viel Jahre älter wurden und wie also die Sterbewahrscheinlichkeit ist für diejenigen aus 1900. Mit Hilfe dieser Korrektur können wir unseren bisher geschätzten Mittelwert ein bißchen nach oben verschieben in die richtige Gegend. Exakt ist er damit aber immer noch nicht!

Weil es heute nicht sehr viele 96-jährige gibt, wird der Unterschied nicht sehr groß sein. Was aber, wenn nicht 1900, sondern 1950 oder gar 1970 unser Ausgangsjahr ist!? Dann können wir leider überhaupt nichts aussagen, weil wir der Unterschied zu groß wäre, wir nicht genügend statistische Daten haben!

Diese Sache ist deswegen so heikel, weil wir wegen der Renten wissen müssen, wie lange wieviel Geld an die Rentner gezahlt werden muß, also wie lange die Rentner (demnächst wir!) noch leben werden. Genau letzteres weiß aber niemand.

Die Versicherungen haben große Statistiken, die sie aber besser bewachen als Fort Knox. Die Regierung schweigt ebenfalls. Die Versicherungen haben natürlich persönliche Daten, z.B. über Körpergewicht, Krankheiten und so weiter, die die Regierung nicht hat, und können daher wesentlich besser rechnen. Das Problem läßt sich nämlich auch aus einem anderen Blickwinkel berechnen: Anstatt einfach aufzusummieren, machen wir es genau umgekehrt.

Beispiel                   : 100.000 Menschen
am 1. Tag, 1. J. leben noch: 100.000
am 1. Tag, 2. J. leben noch:  85.000
am 1. Tag, 3. J. leben noch:  75.000
am 1. Tag, 4. J. leben noch:  69.000
und so weiter.
Also gelten folgende Wahrscheinlichkeiten:
Wer geboren wird, wird mit 85% Wahrscheinlichkeit den 1. Geburtstag erreichen. Wer den erreicht hat, hält mit 88% durch bis zum 2. Geburtstag. Von da bis zum 3. geht's dann mit 92%. Woher plötzlich die 88% kommen? Wir dürfen nicht mit den 100.000 rechnen, sondern nur den 85.000 - und von denen sind die überlebenden 75.000 eben 88%.

Warum steigen die Prozentzahlen? Weil zu Anfang die Sterberate noch so furchtbar hoch ist. Das Gegenstück kommt dann später, weil die Leute leider nicht so alt werden, wie sie gerne würden: Wer 100 ist, hat keine guten Karten, noch 101 zu werden. Wer mit 101 noch 102 werden will, ist noch mieser dran.

Diese Kurve mit den Überlebenswahrscheinlichkeiten ist ähnlich unserer Badewannenkurve für die Ausfallwahrscheinlichkeit von Bauteilen, bloß umgekehrt, nämlich nach oben gewölbt.

Von Kurven wissen wir, daß wir sie (notfalls grafisch) interpolieren können, also über einen Punkt hinaus weiterführen, indem wir z.B. eine Gerade mit der gleichen Steigung ansetzen.

Soweit die Grundlagen. Nehmen wir wieder die Leute, die 1950 geboren wurden. Warum können wir deren Lebenserwartung nicht berechnen? Weil wir Äpfel mit Birnen vergleichen würden. Ich habe vorhin absichtlich gesagt, daß wir die Menschen aus dem gleichen Geburtsjahr nehmen. Bei denen können wir nämlich von gleichen Voraussetzungen ausgehen. Bei vielen Diskussionen z.B. über Allergien wird zu Recht darauf hingewiesen, daß die Menschen vor dem Krieg wesentlich weniger mit Chemikalien zu tun hatten. Das spielt eine große Rolle! Es kann also sehr gut sein, daß für die Menschen, die nach dem Krieg geboren wurden, die Lebenserwartung sogar deutlich zurück geht! Wer heute 72 Jahre alt ist, wurde 1924 geboren und sein Körper hat mindestens 30 Jahre seines Lebens weniger mit Chemikalien in Luft und Nahrung zu kämpfen gehabt (und mit Fett und Zucker!), als unsereiner.

Und genau an dieser Stelle wird die Überlebenswahrscheinlichkeit so wichtig: Wir nehmen einfach die Kurven von bisher vollständig gestorbenen Jahrgängen und vergleichen mit den Kurventeilen (soweit verfügbar) für die Jahrgänge danach. Dann können wir sehen, ob sich die Kurven verbiegen, verschieben oder sonstwas machen. Und dann können wir sagen: "Wer heute 40 ist, wird mit?? Prozent Wahrscheinlichkeit 41 werden", "Wer 15 ist, wird mit?? Prozent 16 werden". Für diese Aussagen haben wir ausreichende statistische Grundlagen. Aber wir können auf keinen Fall sagen, daß 1996 geborene Babys durchschnittlich 70 Jahre werden!

Ich weise Euch ganz eindringlich darauf hin, daß um 1900 Allergien kaum bekannt waren, zur Zeit aber rund 1/3 der Bevölkerung Allergien hat, Tendenz drastisch zunehmend. Allergien und andere Krankheiten können unsere Lebensdauer erheblich reduzieren. Die Hoffnung, unsere Rente 10 oder 20 Jahre lang genießen zu dürfen, sollten wir daher dämpfen. Der Staat, der sich sowieso vor dem Zahlen drückt, wird durch das Heraufschieben des Rentenalters ganz einfach dafür sorgen, daß die Zeit für die Rente so kurz wird, daß kaum noch einer Rente bekommen wird. So einfach geht das. Eine "Rentenversicherung" gibt es übrigens auch nicht, so daß Ihr möglicherweise 40 Jahre lang gezahlt hat, aber keinen einzigen Pfennig bekommen werdet. Rente ist nämlich im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung kein Geld, das man anspart und später ausbezahlt bekommt, sondern das jetzt sofort ausgegeben wird für diejenigen, die heute Rente erhalten. Ist zuwenig Geld da, muß eben der Beitrag erhöht werden. Zwackt der Staat für andere Zwecke Geld ab, müssen wir auch dafür blechen.

Dies zu den Renten. Bei Computern ist die mathematische Situation ähnlich. Die Frage nach der "Lebenserwartung" wird von der Industrie mit dem Wort "MTBF" beantwortet = "Mean Time Between Failures". Das ist (auf den ersten Blick) die mittlere Zeit zwischen den Ausfällen. Im Gegensatz zu einem Menschen wird eine Maschine repariert, sie stirbt nicht. Allerdings hat diese Betrachtungsweise einige elementare Schwachstellen:

  • 1. ist die MTBF (bei präziser Betrachtung des Wortes) nicht konstant, sondern das wären die durchschnittlichen Wartungsintervalle (die mit steigendem Alter immer kürzer werden). Das ist die "MTBF", so wie sie uns von der Industrie angegeben wird, aber nicht! Die z.B. 300.000 Stunden für Festplatten sind die geschätzte durchschnittliche Lebensdauer! Geschätzt auch nicht nach unserer Methode wie bei den Menschen betrachtet, sondern aus einer Reihe von physikalischen Tests abgeleitet. Noch ein Knackpunkt!

  • 2. geht man bei einer Maschine von einer Reparatur aus, betrachtet also nicht jenes Teil, das ersetzt wird. Da wir aber bei Festplatten usw. wegen der zu hohen Reparaturkosten nicht reparieren lassen werden, gibt es keine weitere Alterung. Es ist also tatsächlich die Lebensdauer eines Geräts. Damit haben alle Geräte die für einen Vergleich notwendigen gleichen Bedingungen, nämlich: sie sind bei Untersuchungsbeginn absolut fabrikneu.

  • 3. In der Industrie gibt es den Begriff der "zu erwartenden Nutzungszeit" für das Gerät. Ich lasse die Zeit für Wartungsarbeiten usw. weg, die man bei Großrechnern bei der Verfügbarkeitsrechnung braucht und beschränke mich darauf, daß z.B. ein Kopierer mit 7 Jahren angesetzt werden kann. Das bedeutet nicht, daß der Kopierer eine durchschnittliche Lebensdauer von 7 Jahren hat, sondern daß er tatsächlich nach 7 Jahren nicht mehr zu gebrauchen ist! Der Grund dafür liegt in zweierlei: Erstens wird der Hersteller unter Umständen nur 7 Jahre lang Teile für den Kopierer liefern. Zweitens gibt es in 7 Jahren bessere Geräte für bessere Preise, so daß sich wirtschaftlich eine Reparatur nicht mehr lohnt.

    Der Hersteller kann also sagen: "Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 10 Jahre. Wirtschaftlich nutzen können Sie 7 Jahre." Das hört sich widersprüchlich an. Die durchschnittliche Lebensdauer ist aber ein statistischer Wert, der uns sagt, mit wieviel Prozent Wahrscheinlichkeit wir überhaupt die 7 Jahre erreichen können. Er sagt ja nicht, daß ALLE Kopierer 7 Jahre alt werden, sondern nur, wieviele! (nämlich die Hälfte) Ohne die Ausfall-Kurve erfahren wir aber sonst nichts - die Zahl "10 Jahre" reicht also nicht aus!
    Ein Gerät, das eine durchschnittliche Lebensdauer von 50 Jahren hat, ist besser als eines, das auf 20 kommt, auch wenn wir es in beiden Fällen nur 5 Jahre lang würden benutzen können!

Einen sehr deutlichen Vergleich mit den menschlichen Lebenserwartungen gibt es bei folgender Gemeinheit: Bei der Umstellung von 220 auf 230 Volt sind plötzlich Geräte, die "durchschnittlich" X Jahre alt werden konnten, reduziert worden auf viel weniger. Dem entspricht eine biologische oder andere Katastrophe oder Schwächung, die wir Menschen z.B. durch das Ozonloch, Allergien oder anderes erleiden.


Nun zu den Zahlen von rund 50% Ausfall bei Computern schon in den ersten 6 Monaten: Könnte es sein, daß die Biester, wenn sie das halbe Jahr überstanden haben, nunmehr 10 Jahre lang ohne eine einzige Panne durchhalten? Antwort: Ja, das könnte sein. Das ginge aber nur unter einer einzigen Voraussetzung: Daß der Fehler entweder sofort zuschlägt oder fast nie. Einen derartigen Fehler gibt es tatsächlich. Beispiel: Ein Teil, das vibriert, muß angeschweißt sein. Dies wurde vergessen. Alle nicht einwandfreien Geräte werden den Fehler in kürzester Zeit zeigen. Sind sie aber geschweißt, so halten sie durch bis zum Tag des jüngsten Rosts. Bei Computern gibt es ähnliches, z.B. bei falscher Montage von Kabeln. Ein derartiger Fehler würde sich innerhalb der ersten Minuten oder Stunden zeigen. Um also diese Gruppe von Fehlern ausklammern zu können und noch mehr zu erfahren, müssen wir darauf bestehen, daß die pauschale Aussage "fiel in den ersten 6 Monaten aus" ersetzt wird durch eine exakte Statistik, bei der wir zumindest nach Monaten aufteilen. Dann haben wir

Gesamtzahl aller verkauften Rechner: X
Ausfälle im 1. Monat : 
Ausfälle im 2. Monat : 
Ausfälle im 3. Monat : 
Ausfälle im 4. Monat : 
Ausfälle im 5. Monat : 
Ausfälle im 6. Monat : 
also das Analoge zur Sterbestatitik!

Wichtig sind sowohl die Prozentzahlen der Ausfälle als auch der Kurvenverlauf:

Die Ausfälle im 1. Monat enthalten die Kabeleien und anderes. Aus den Punkten von 2. und 3. Monat müssen wir eine steil abfallende Gerade zeichnen können. Kurve flach, Werte hoch: Schlecht! Sind die Werte des 6. Monats immer noch sehr hoch: Ganz schlecht! Sind sie bereits nahe Null: Gut! In erster Näherung können wir aus der Gerade aus den Werten von 5. und 6. Monat ermitteln, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Rechner dann den 7. Monat überlebt...


Ich habe Euch dieses Thema etwas ausführlicher erklärt, weil ich davon ausgehe, daß Ihr alle möglichen Ausdrücke um die Ohren bekommen werdet, also wissen müßt, was sie bedeuten. Ich bin der Meinung, daß wir die Firmen zwingen müssen, uns ihre Ausfallstatistiken auf den Tisch zu legen, damit wir uns selbst ein Bild machen können. Es kann ja wohl nicht angehen, daß eine Handvoll Teile in ein Gerät eingebaut werden, jedes dieser Teile eine Lebensdauer von mehreren Hunderttausend Stunden hat, das Gerät dann aber nur nicht einmal 1500 Stunden überlebt (182 Tage zu je 8 Stunden gerechnet).

Sollten die Hersteller nicht zu genauen Angaben bereit sein, so müssen wir die Ausfallstatistik öffentlich führen. Unterschätzt das nicht! Das ist schlimmste Drohung, die es für die Firmen geben kann. Auch die "Pannenstatistik" des ADAC hat SEHR weitreichende Folgen für die Hersteller...

Um den Firmen zu zeigen, daß wir es ernst meinen, fordere ich Euch auf, ab sofort alle Pannen zu melden und damit regelmäßig bei den Zeitschriften auf den Tisch zu klopfen.

* 23.12.96
Bei den Politikern sollten wir anfangen, gehörig auf den Tisch zu klopfen, denn die Heraufsetzung des Rentenalters (mit der Folge, weniger Lebensjahre übrig zu haben, in denen man dann später eine eventuelle (!) Rente genießen könnte) haben sie uns inzwischen schon serviert...!
TINA


C-001.317
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-0140-51

Du hast recht, Gert Genial! Es ist aber nicht nur so, daß dBase, WordStar oder Turbo Pascal so gut sind und deshalb das CP/M wichtig ist. Viel, viel wichtiger ist, daß man alles das, was mit diesen Programmen gemacht und geschrieben wurde, auch auf all den anderen CP/M-Rechnern weiterhin benutzen kann. CP/M ist eine Art "Softwarebus": Wir können Zigtausende von Programmen benutzen und Daten austauschen auf ansonsten völlig inkompatiblen Rechnern! Aus dem C64 wäre nie ein brauchbarer Computer geworden, hätte es nicht die CP/M-Karte dazu gegeben, mit der man dann Zugriff auf die Irrsinnsmengen an Software hatte. Die Fanatiker werden das nicht gerne hören. Tatsache ist aber, daß die ganzen Commodore-Computer zu nichts kompatibel waren, nicht einmal zu sich selbst, wenn man das Betriebssystem änderte. (Falls es jetzt faule Eier hagelt: Ich hab 'nen Schutzanzug an... :-))) )
TINA


C-001.318
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-1340-51

Hi, X! Deine Hoffnung auf Stirlingmotoren kannst Du auf die Reinheit hinsichtlich der Umwelt begründen, nicht aber auf den Wirkungsgrad. Die Wirkungsgrade von Energieumsetzung sind: Kohlekraftwerke: 36 %, Auto: 30 % maximal, 12 % im Durchschnitt. Stirling-Motore: wesentlich schlechter als Auto-Motore. Wer etwas über Stirling-Motore wissen will, kann sich an diese Adressen wenden (2 DM Rückporto plus 1 DM Briefmarkenspende NICHT vergessen!):

  • Dieter Schager Goldbergweg 73 63073 Offenbach / Main Tel: 069-892128
  • Dieter Viebach SpielhahnStraße 17 83059 Kolbermoor Tel: 08031-93491
  • Verlag Ellen Schmidt Körner-Straße 61440 Oberursel Tel: 06171-3364
Herr Viebach verkauft einen Bauplan (110 DM plus MWSt) für einen Motor, der rund 350 Watt auf die Achse bringt. Dazu muß man bei einem Wirkungsgrad von rund 11% allerdings über 3 kW hineinschicken!!
TINA


C-001.319
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Für Abschirmungen gibt jetzt eine neue Folie, die kein Metall enthält, selbstklebend ist und bis über 95 °C Arbeitstemperatur eingesetzt werden kann.
TINA


C-001.320
written ..........: 19.3.96
last time revised : 23.12.96
Wieviele ICs könnt Ihr pro Stunde in Platinen einsetzen (nur setzen, nicht löten)? 100 Stück, 200 Stück? Wieviel ICs setzt eine Arbeiterin einer Fabrik ein? Antwort: Keine mehr, denn es gibt eine Maschine für so etwas. Die neue Kiste von Siemens schafft pro Stunde 20.000 (in Worten "zwanzigtausend") ICs.
TINA


C-001.321
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-102

Na, Sharky, da haste Dir aber in die Nesseln gesetzt! Das mit dem falschen Formatieren von Disketten ist nämlich tatsächlich genau so, wie ich es beschrieben hatte. Weil Du es nicht kapiert hast, werde ich es mal ganz einfach erklären:

Zunächst: Eine Diskette besteht NICHT aus einem magnetisierbaren Trägermaterial! Das Trägermaterial ist ein extrem strapazierfähiger Kunststoff, der vor allem temperaturstabil sein muß. Auf den Kern (das Trägermaterial) wird auf beiden Seiten eine Beschichtung aufgebracht. Nur die enthält magnetisierbare Partikel.

Mach' mit einem Tonbandgerät eine Aufnahme. Dabei wird die Musik so gespeichert, daß Stellen kleiner Lautstärke schwache Magnetisierungen bewirken, laute Musik starke Magnetisierung. Nimm dieses Band und nimm damit noch einmal auf, diesmal mit Musik, die nur leise ist. Dann wird zu der Magnetisierung, die schon vorhanden ist, eine zweite überlagert. Ist die 1. Aufnahme leise, dann wird es möglich sein, daß die 2. Aufnahme die alte "übertönt" und man nachher die 2. auch gut hören kann. Ist die 1. Aufnahme aber laut, dann kann man die 1. und die 2. zusammen hören - furchtbares Gejaule!

Natürlich kennen wir diesen Effekt bei unserem Tonbandgerät nicht. Warum??? Weil das Tonbandgerät einen Trick im Ärmel hat: Vor der 2. Aufnahme wird das Band gelöscht. Dazu gibt es den "Löschkopf". Der sitzt vor dem Schreibkopf. Zum Löschen verwendet man ein magnetisches Signal, das die Aufnahme nicht stören darf und darum eine sehr viel höhere Frequenz hat: Man hört es nachher nicht, obwohl es vorhanden ist!

Bei Floppy-Laufwerken gibt es diesen Löschkopf nicht. Warum? Weil das Signal immer gleichstark ist! Und genau hier ist der Haken: Die Aufzeichnung im DD- und im HD-Format werden nicht nur mit verschiedener Drehzahl durchgeführt, sondern auch auf einem Diskettenmaterial mit verschiedenen magnetischen Eigenschaften UND mit unterschiedlicher Signalstärke!

Nimmt man aber nicht nur das falsche Material, sondern knallt auch noch die falsche Signalstärke drauf, dann gibt das Schrott: Wird die bisherige Information zu schwach überschrieben (dh sie wird nicht vollständig gelöscht), so ist weder die alte noch die neue Information richtig zu lesen. Die alte kann auch nie mehr vollständig beseitigt werden, weil das richtige Formatieren (mit der richtigen Signalstärke) nicht die gleiche Eindringtiefe in das Band hat wie jene, die das falsche Signal erreicht hatte. Formatieren mit der falschen Signalstärke nützt uns auch nichts, weil wir doch gerade deren Signal beseitigen wollten. Pech auf der ganzen Linie!

Wird mit einem zu starken Signal geschrieben, so wird alles niedergemetzelt. Mit der richtigen Signalstärke können wir nachher nicht mehr schreiben, weil das dann wieder zu schwach ist, siehe oben. Die Eindringtiefe ist natürlich auch wieder falsch.

Weil man das falsche Magnetfeld mit den einfachen Mitteln eines Floppy-Laufwerks nicht entfernen kann, haben Computer-Techniker es mit Magneten versucht und mit Entmagnetisierungsgeräten (die z.B. für Tonbandsäulen benutzt werden). Aber sie haben aufgegeben, weil sie die Disketten damit nicht ausreichend betriebssicher löschen konnten. Darum, nochmal ganz deutlich: Mit dem falschen Format formatierte Disketten gehören in den Müll! Endgültig und ohne Ausrede!
TINA


C-001.322
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Nun seh' ich doch schon wieder ein Inserat für "Direktimport", noch ein großes dazu. Die Preise sind in Franken angegeben. Das Handbuch kostet über 100 Franken.

Wären da nicht die Haken und Ösen:

  • 1. ist der Franken viel teurer als die DM.

  • 2. steht in dem Inserat nicht, woher die Teile kommen sollen, die man da angeblich so billig bekommen kann.

  • 3. Die Qualitätsstufe ist ein heißes Eisen. Was ist, wenn es sich um Restposten handelt, wovon nur 1 Stück vorhanden ist?

  • 4. Was ist mit der Mindestbestellmenge? Angeblich gibt es keine. Aber: Es gibt zwei Varianten: Mindestbetrag oder Mindeststückzahl. Was nützt ein Preis von 100 Franken für ein SIMM, wenn man mindestens 20.000 Franken auf den Tisch legen muß? (Alles schon gehabt!)

  • 5. Wie steht es mit der Garantie?

    Wer in Deutschland als Händler Computer verkauft, bei denen in der Garantiezeit die Hälfte ausfällt: Auch dieser Händler hat das doch irgendwo gekauft! Wollt Ihr etwa an die gleichen Lieferanten geraten und dort die gleiche Sauerei erleben?

    Kaufen die Deutschen in Deutschland, so kommen sie nach dem deutschen Recht viel leichter zu ihrer Garantieleistung. Kaufen aber z.B. Österreicher in Deutschland, dann haben sie es sofort viel schwerer (es sei denn, sie wohnen direkt an der Grenze und kaufen hier auch nur persönlich ein).

    Wie wollt Ihr eine Platine (für 100 Franken gekauft) zurückschicken, wenn allein das Porto 20 oder 30 DM ausmacht?

  • 6. Was heißt eigentlich "Lieferzeit 3 - 5 Tage"? Nach meinen Erfahrungen ist das super-eilige Luftfracht. Dafür legt man lässig 50 DM auf den Tisch für ein Gewicht von 1 Kilogramm!

    Es gibt Spezis (z.B. in Hongkong), die liefern Kleinmengen ausschließlich per Eilfracht, egal, ob man will oder nicht! Nicht vergessen: Für diese Frachtkosten dürft Ihr noch den Zoll und die Mehrwertsteuer dazulegen!

  • 7. Angeblich soll man "ohne Handelsmargen" kaufen können. Toll! Der Knackpunkt ist aber, daß diese Preise bereits die Marge für den Verkaufenden enthalten. Verkauft er an Euch, dann ist seine Marge deutlich höher als beim Verkauf an Händler. Das muß auch so sein, weil für die Bearbeitung Eurer kleinen Bestellung sehr viel Zeit draufgeht. Der Stundenlohn dafür wird gleich in den Warenpreis eingerechnet.

  • 8. Schaut doch nur mal die vielen Inserate von Firmen mit asiatisch klingendem Namen an, die in Deutschland inserieren. Viele davon haben in Deutschland eine Filiale aufgemacht, sind aber in Asien beheimatet und nützen die (die für sie) besseren Verkaufspreise in Deutschland. Da könnt Ihr direkt in Deutschland kaufen, nach deutschem Recht, zu billigem Inlandsporto, und doch direkt beim asiatischen Hersteller!

Wer wissen will, wie schön es ist, im Ausland einzukaufen, sollte es mal in den USA versuchen: Als erstes akzeptieren die Burschen da drüben keine Euro-Schecks. Nachnahme ins Ausland machen die sowieso nicht. Dann wollen sie horrende Summen für das Porto! (Engländer sind beim Porto sogar noch viel, viel schlimmer als Amerikaner!) Allein für die Tatsache, daß sie sich mit Euch Ausländern abgeben (Wo ist überhaupt dieses "Germany"? Kennt das jemand?), gibt es nochmal einen heftigen Zuschlag. Der ist gut verklausuliert unter den "Lieferbedingungen für das Ausland" untergebracht. Wenn ein Ausländer in Deutschland etwas kauft mit dem Ziel, es ins Ausland mitzunehmen, dann bekommt er die Mehrwertsteuer zurück. Früher galt das allgemeiner, heute in den EU-Staaten stark eingeschränkt. Bei einer Bestellung in den USA darf man aber die dortigen "Sales-Taxes" voll blechen. Nicht einen einzigen Pfennig bekommt man zurück! Dafür aber muß man bei unserem Zoll "Einfuhr-Umsatzsteuer" und Zoll zahlen! Besonderer Grund zur Freude: Sogar auf die amerikanische Steuer kommen deutscher Zoll und deutsche Mehrwertsteuer drauf! Bei einer Reklamation muß man sich beim hiesigen Zoll einen Stempel besorgen, daß das Teil bloß zum Umtausch bzw zur Reparatur zurückgeht. Wenn Ihr nicht aufpaßt, kommt die reparierte Platine und der Genosse Zoll hält schon wieder die Hand auf: Nochmal Zoll plus Mehrschwein löhnen! (Alles schon mal dagewesen ...!)

Ich will Euch das Bestellen im Ausland nicht vermiesen. Auch ich besorge mir vieles aus dem Ausland. Aber ich überlege mir jedes Mal genau, welche Kosten und welche Risiken da auf mich zukommen.
TINA


C-001.323
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-125

Hallo, Alfred Sum! Das Verkaufen von alten Programmen ist eine harte Sache. Gerade deshalb ist der CF so wichtig, weil man nur so ausreichend viele Leute finden kann, die sich dafür interessieren. Und trotz CF dauert es dann oft sogar über 1 Jahr, bis man seine Sachen endlich los hat. Gerade dies zeigt deutlich, wie schwer das Verkaufen ist. Ein Club ist völlig witzlos, weil der keine 16.ooo Mitglieder hat. Der CF hat aber sogar viel mehr Leser, denn viele Hefte werden von mehreren Leuten gelesen. "Faire Preise"??? Die gibt es nicht. Es geht nach Angebot und Nachfrage. Sehr alte Sachen werden übrigens wieder teurer, weil die Sammler auf den Geschmack gekommen sind und sich "antike" Computer in die Wohnung stellen.
TINA


C-001.324
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-186

Hallo, Tilman Schmidt! Warum einzelne Chips mit kürzeren Zugriffszeiten Ärger machen, ist eine heiße Sache. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich inzwischen an glaubhaften Dingen so gelesen habe. Also versuche ich es mal "aus dem hohlen Bauch": Die RAMs (und die anderen Bausteine auch) sind analoge Bauelemente. "Digital" nennt man das Ganze bloß, weil man nur die 2 Zustände am oberen und unteren Ende der Aussteuerung verwendet. In der Realität gibt es ständig wilde Einschwingvorgänge, die mit sehr hohen Geschwindigkeiten ablaufen. Besonders Reflektionen sind übel. Denk' dran, daß wir es mit Laufzeitunterschieden im Bereich von nur rund 10 nsec zu tun haben. Sind die RAMs vom gleichen Hersteller und haben möglichst identische Werte, dann haben die RAMs im Eingang ungefähr die gleichen Kapazitäten und in der Versorgungsspannung die gleichen Stromspitzen zu gleichen Zeiten. Ist aber 1 IC schneller, dann kann eine Abweichung z.B. die Reflektion beeinflussen und die langsamen ICs stören - oder umgekehrt. Kritisch ist der Punkt der Datenübernahme. Der wird durch eine Taktflanke bestimmt. Wird diese Flanke gestört oder zum Zeitpunkt der Flanke ein Datensignal verhunzt, dann gibt es Schrott. Man kann auch pegelgesteuerter Logik arbeiten. Das ist aber ein Trugschluß, denn bei der Änderung des Pegels wird beim Umschalten auf den anderen Pegel das letzte vorhandene Signal gespeichert, was eine Speicherung beim Abfahren der Schaltflanke bedeutet. Das gibt es bei transparenten Latches. Ob so etwas auch bei RAMs eingebaut ist, weiß ich nicht.

Wichtig sind die Ströme im Schaltmoment, das Layout der Platine, die ausreichende und gut gewählte Bestückung mit Puffer-Kondensatoren, sowie minimales Übersprechen. Was bei der einen Platine funktioniert, kann bei der anderen komplett daneben gehen.
TINA


C-001.325
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-227

Tag, Daude! Bei dem Autochen vergißt Du 2 wichtige Punkte:

  • 1. Beim Auto ist der Lüfter hinter dem Kühler, weil er nicht davorgebaut werden kann. Sonst müßte man die Antriebswelle durch den Kühler legen und das wäre zu aufwendig.
    Vielleicht ist es auch deshalb, damit der Lüfter nicht irgendwelche Teile in den Kühler hineinschießt und dabei Löcher verursacht oder die Lamellen ruiniert.

  • 2. Der Fahrtwind ist geeignet, die Luft durch den Kühler zu drücken, aber der Luftwiderstand des Kühlers ist recht hoch. Außerdem muß auch im Stand gekühlt werden. Hinter dem Kühler kommt der Motor und um den muß die Luft herumgeblasen werden! Der Lüfter hinter dem Kühler bläst also die Luft am Motorblock vorbei durch die großen Öffnungen nach unten zur Fahrbahn. Der Lüfter muß so stark sein, daß sein Unterdruck ausreicht, daß genug Luft durch den Kühlergrill spaziert.

Das Auto, wo man konstruktive Kompromisse machen muß und noch viele andere Sorgen hat, ist somit zum Vergleich schlecht geeignet.

Bei dem PC-Netzteil habe ich mal nachgeschaut: Du hast recht. Bei meinem jetzigen, kleinen Gehäuse pustet das Netzteil nach innen. Mir war das nie aufgefallen. Bei all meinen Towern und allen früheren Rechnern haben die Lüfter einen halben Wirbelsturm nach draußen veranstaltet - jetzt sind sie so schwach, daß man nix merkt. Da habe ich nicht mitbekommen, daß man jetzt auch noch jedes Mal (!) nachsehen muß, wohin denn das dusselige Netzteil pustet.

Warum es so viel schwerer ist, einen Unterdruck zu erzeugen als einen Überdruck, ist leicht erklärt: Bei einem Lüftergebläse werden keine Luftmoleküle angezogen, sondern sie werden durch den normalen Luftdruck in den Arbeitsbereich des Lüfterrads nachgeschoben. Der Lüfter verdichtet die Luft und schlägt dabei die Moleküle von sich weg. Beim Erzeugen von Überdruck kommt immer ausreichend Luft mit dem normalen Luftdruck nach. Beim Erzeugen von Unterdruck kommen nicht mehr genug Moleküle nach, weil man ausdünnt! Will man immer mehr Unterdruck (und den starken Unterdruck braucht man für bessere Kühlung!), so muß man höllische Drehzahlen aufbringen, um noch ausreichend Moleküle zu treffen und sie wegzuschleudern. Das Ganze ist nur eine Frage der Statistik und läßt sich berechnen. Weil es auch temperaturabhängig ist, wird es für die Physiker ganz besonders nett...

Die Physiker, die für ihre extremen Experimente einen fast absoluten Unterdruck erzeugen wollen, können selbst mit Kolben- und anderen Punpen nicht den notwendigen Unterdruck erzeugen - schon lange nicht mehr. Sie bauen darum Molekülfallen: Wenn ein Molekül kommt, dann wird es "aufgeschlürft". Wenn ich mich nicht irre, gibt es dazu entweder elektrostatische Methoden oder spezielle Chemikalien, die mit den Molekülen reagieren und sie deshalb nicht mehr loslassen. Schon bei den ganz alten Röhren-Geräten hatte man in den Röhren "Getter-Pillen", die genau das tun. Röhren brauchen ein sehr hohes Vakuum. Bei frei fliegenden Molekülen würden die Elektronen auf die Moleküle treffen und die Röhre würde schließlich irgendwann nicht mehr funktionieren.
TINA


C-001.326
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-223

Na, erix on the FFH Nuernberg, jetzt hast Du mich ins Schleudern gebracht: Ich habe nicht verstanden, was Du mit den "Texten" meinst.

Danke für den Tip mit dem Phosporeszieren bei der Übertragung in den Lichtleiter. Das hatte ich übersehen. Jetzt weiß ich auch, wie die Lichtsammler funkionieren. Da wird anscheinend nicht nur Licht weitergeleitet (was sich abschwächen würde), sondern die Moleküle in dem Kunststoff werden wohl auch zum Leuchten angeregt. Frage: Kann das Licht am Ausgang heller werden als jenes auf der Sammelfläche? Viel Licht mit niedriger Energie würde dann in weniger Licht mit höherer Helligkeit umgesetzt.

Es ist absolut nicht egal, wie herum man den Lüfter werkeln läßt! Der Grund ist simpel: Der Lüfter hat immer nur die gleiche Energie zur Verfügung - und die muß optimal eingesetzt werden. Beim Saugen ist das nicht der Fall. (Siehe meine Antwort zu 03-2740-227). Deine Aussage "Hauptsache, es entsteht ein genügend großer Wärmeaustausch" ist zwar richtig, läßt aber außer Acht, daß der Wärmeaustausch abhängig ist von der Menge der durchströmenden Luft, die wiederum von den Druckverhältnissen, welche wiederum von der Arbeitsrichtung des Lüfters bestimmt werden.

Die Idee eines falschen Geldautomaten mag alt sein. Die Kiste ins Netz zu hängen, halte ich aber für eine neue Idee. Wie wäre es mit folgender Ergänzung? Im falschen Geldautomat ist ein Handy. Damit funkt er das Handy des Gangsters an, spuckt die Daten in das dort angeschlossene Notebook, welches die Chipkarte sofort programmiert. Der Klau-Spezialist braucht sich dann nur noch in ein Café neben eine Bank setzen, eine Blanko-Karte in die Maschine schieben und auf den nächsten Anruf warten. Dann geht er mal eben kassieren. Ad libitum...

Die neueste Kurzgeschichte in der c't ist auch nicht ohne.
TINA


C-001.327
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-224

Zu 03-2740-224 und -225: Da liegt Ihr beide falsch, Mark'Oh und CaSo. Seit Anfang an, seit es Public Domain gibt, haben die Autoren immer klipp und klar gesagt und geschrieben, worum es geht und die rechtliche Seite eindeutig beschrieben. Denkt an die Worte von Ward Christensen:

"Non semper rippus offus!"

Lest also meine Anzis nochmal durch, auch die Sachen im PCH. Dort habe ich mich ganz ausführlich damit beschäftigt. Fragt aber lieber Petra und Günni. Die verstehen von der Materie mehr als ich.
TINA


C-001.328
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-226

Nö, Spusty, das is' aber nix, was Du da schreibst! Selbstverständlich erscheint DOS-Trend in einem Verlag und der ist eine eigenständige Firma. Dafür gibt es viele sehr wichtige Gründe, steuerliche und urheberrechtliche. Worauf Du achten mußt, ist, wem denn die Agentur und die Verlage gehören!

Der beste Katalog ist immer noch einer, für den der Kunde zahlt, am besten im Abo. Denk' noch mal darüber nach!

Das mit dem Copyright und so weiter solltest Du genau lesen: hier im Reaktor und in dem Text über die Korotin-Broschüre!

CompuServe oder nicht CompuServe? Das ist die Frage... Der Übergang von einem reinen Disketten-Kopierer zu einem Netzwerk-Betreiber ist ein heißes Thema, bei dem ich mir die genauen Konsequenzen dieses Übergangs noch nicht ins letzte Detail überlegt hatte. Versuchen wir's mal:

CompuServe ist im eigentlichen Sinn kein Netzwerk, sondern eine Mailbox, auf die von mehreren Einwahlpunkten zugegriffen wird. Die Entfernung zwischen diesen Punkten spielt keine Rolle. Anders sieht es dagegen mit den jeweiligen nationalen Gesetzen aus, worunter die jeweiligen Einwahlpunkte fallen. CompuServe muß sich daher an alle nationalen Gesetze seiner Einwahlpunkte GLEICHZEITIG halten! Das muß ein Server im Internet nicht. Für ihn gilt nur das Recht des Landes, in dem er aufgestellt ist. (Das ist auch genau das, was den Riesenwirbel um das Internet ausmacht. In Rotchina sieht es da echt besch... aus!)

Via CompuServe kann man ins Internet bzw man kann aus dem Internet an die Mailbox CompuServe. Letzteres aber nur mit extremen Einschränkungen, weil sich CompuServe bezahlen läßt und damit nur autorisierten Personen den Zugriff auf bestimmte Gebieten erlaubt.

Würde ein Kopierer plötzlich ein allgemeines Netzwerk aufmachen, zu dem die Kunden allgemein Zugriff haben (gegen Zahlung einer allgemeinen Nutzungsgebühr), dann darf der Kopierer selbst keinerlei Software mehr anbieten. Anbieten (zum kostenlosen Download) dürfen nur noch die Autoren selbst. Weil der Server kommerziell betrieben wird, ist das Anbieten der Software auf einem Server eine kommerzielle Verbreitung. Das gilt auch für das, was "Pro 7" gemacht hat. (Wenn ich mich nicht irre, dann gibt es "Videodat" nicht mehr, auch keinen Nachfolger.) Rein rechtlich gesehen, darf auf einem kommerziellen Server keine Software angeboten werden. Einzige Ausnahmen: Der Autor hat seine Einwilligung gegeben oder die Software dort selbst zum Vertrieb aufkopiert.

Hat der Mailbox-Betreiber spezielle Usergruppen, die für gewisse Leistungen besonders zur Kasse gebeten werden, dann wird es rechtlich noch härter. Die bekanntesten "speziellen Usergruppen" sind übrigens die, die bei den Raubkopier-Mailboxen ins "Hinterzimmer" durften und von dort die Raubkopien downloaden konnten.

Der einzige Mailbox-Betreiber, der urheberrechtlich Public Domain vollkommen einwandfrei anbieten darf, ist ein privater Anbieter, der den Zugang vollkommen kostenlos macht, dh ohne jegliche Nutzungsgebühr, weder mit Zeittakt noch sonst irgend etwas. Einzige Ausnahme: Der Software-Autor hat die besondere Genehmigung zur Verbreitung auch für kommerziellen Mailboxen erteilt. Aber auch hier gilt, daß der Autor sich diese Mailboxen aussuchen und z.B. ganz strikte Ausschlüsse machen kann! Beispiel gefällig? Nimm an, die CDU würde eine Mailbox aufmachen. Dann könnte ein grüner Öko-Freak der CDU verbieten, seine Software auf ihrem Server anzubieten. (Ich hätte auch ein Beispiel mit Nazi-Mailboxen nehmen können, die grüne Sachen verteilen, aber das hättest Du mir wahrscheinlich nicht geglaubt.)
TINA


C-001.329
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-228

Ach nee! Was passiert denn wohl, wenn die warme Luft rausgeschafft wird? Dann strömt Luft nach. Wenn die genauso warm ist oder sogar noch wärmer als die, die schon im Gehäuse ist, dann wird es brenzlig! Kühlen kann man nur mit kälterer Luft. Sieh doch bloß mal die Klimaanlagen in den Geschäften an! Die Leute suchen sich die Stelle ganz genau aus, von wo sie die Luft in den Laden blasen. Wobei die nicht nur Luft hineinblasen, sondern sie erst mal kühlen, weil sonst ein viel zu hoher Luftdurchsatz notwendig wäre! Das würde einen sehr ungemütlichen Sturm im Laden geben. (Menschen sind sehr empfindlich gegen Temperaturunterschiede, vor allem aber gegen Luftzug.) Je größer der Temperatur-Unterschied, desto langsamer kann man die Luft durchströmen lassen. Zu kalt darf es aber auch nicht werden, weil die Menschen sonst frieren. Bei Elektronik gibt es den zulässigen Arbeitsbereich und den Taupunkt. Die Peltier-Kühler für die Prozessoren waren ein Flop, weil die kondensierende Feuchtigkeit Rost, Korrosion und Kurzschlüsse verursacht hat.

Daß man einen Lüfter ganz sparen kann, habe ich in dieser Form nicht gesagt. Einen Lüfter kann man nur dann weglassen, wenn die Konvektion ausreichend kühlt. Dazu muß der Kühlkörper ausreichend groß sein, auch für den Worst-Case. Dies gilt außerdem nur für all jene Teile, die ihren Kühlkörper nach draußen in die (ausreichend vorhandene) vorbeiströmende Luft hängen können, wie z.B. ein Netzteil oder die Leistungsstufe meines Typenrad-Druckers. Die Luft, die von Mainboard usw im Gehäuse (!) aufgeheizt wird, ist damit immer noch nicht beseitigt. Mainboards und andere Platinen sind mangels ausreichender Kühlkörper auf Zwangsbelüftung angewiesen. Selbst dann, wenn sie Kühlkörper hätten, würde das nicht ausreichen, weil die Kühlkörper nur innen, im Gehäuse wären, also die Wärme letztendlich nicht wirklich loswerden können. Wer den Lüfter weglassen will, darf nur mit offenem Gehäuse arbeiten. Aber selbst dann brauchen der schnelle 486 oder größere Prozessoren einen eigenen Lüfter! So, und nun geht mir die Luft aus...
TINA


C-001.330
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-229

Nein, X, die Foto-Sammlungen, die Bill Gates aufkauft, bringen viel mehr Geld, wenn er sie selbst vermarkten kann. Die Lizenzgebühr für einzelne Veröffentlichungen ist nicht so groß. Das liegt unter anderem daran, daß bei dem Verkauf an den End-User der Ladenpreis verlangt wird. Lizenzgebühr z.B. für einen Abdruck in einer Zeitung ist ein Händler-Preis und damit sehr niedrig. Es stimmt zwar, daß die Zeitung für den Abdruck eine Menge Geld auf den Tisch legen muß. Aber die Zeitung ist ein Unternehmen, das sich die Zeitung gut bezahlten läßt. Kann man deren Gewinnspanne auch noch einstreichen, dann gibt's das "große Geld". Bei Gates' Bildereien geht es weniger um Zeitungen als vielmehr um CD-Publishing und Mailbox-Betrieb (MSN!), womit das ganz saftige Geld zu machen ist. Denk' nur mal an Disney-Land. "Leute, kommt ins Disney-Land und seht Euch Mickey-Maus und seine Abenteuer an". Das wird übertragen zu: "Kommt ins MSN und seht Euch die Bilder des Louvre an!" Selbst jemand, der in Indien hinterm Busch haust, selbst in zig Jahren nicht aus dem Dorf rauskann, weil ihm das Geld niemals reichen wird, kann sich die Bilder aus dem Louvre ansehen, wenn er die paar Rupien für das Einloggen in das MSN zusammenkratzt. Das ist jetzt, bitteschön, nicht im geringsten abschätzig gemeint! Denk nur mal an die furchtbare Unwissenheit in den Entwicklungsländern, zum Beispiel über Geburtenplanung und AIDS-Vorsorge. Die erste Stufe ist das Satellitenfernsehen. Die nächste werden Internet-Punkte sein. Das ist so sicher wie das Amen in der Kloßbrühe. Das dicke Ende ist dann der Punkt, wo die Inder Software- und andere Aufträge in Indien erledigen für Firmen in Deutschland. Du weißt ja, wo das jetzt schon überall läuft...!
TINA


C-001.331
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-230

Railwayman, Du hast schon recht - aber die Umsatzzahlen zeigen, daß die Tankstellen erhebliche Umsätze durch fremde Produkte erwirtschaften. Im Fernsehen kam neulich die Zahl: Wenn ich mich recht erinnere, machen Treibstoffe und Öle weniger als 1/3 des Umsatzes aus! Ohne Zusatzgeschäft (wohl besser "artfremdes Hauptgeschäft"!) wären die schon fast alle seit Jahren pleite. Die Lebensmittel haben den Vorteil, auch nach Ladenschluß (der normalen Geschäfte) angeboten zu werden. Die Belastung durch Benzol und andere Stoffe, die in Fett usw. ziehen, ist natürlich da...

Wegen der Umgehung des Ladenschlußgesetzes fliegen zur Zeit wieder die Fetzen. Schon wieder eine Klage. Das Backverbot am Sonntag könnte z.B. einen Bäcker dazu bewegen, eine Tankstelle aufzumachen (Umsatz 1 Liter pro Monat, aber das interessiert ja keinen) und auf diese Weise sämtliche Verbote und Richtlinien für das "normale" Handwerk zu umgehen...

* 23.12.96
1. Jetzt schlagen die PC-Händler zurück und wehren sich gegen den Verkauf von PCs in Kaffee-Läden - und verkaufen Kaffee, Kaffee einer Marke, die sie sich nur für diesen Zweck selbst gegründet haben. Wenn sie auch noch anfangen, Cola mit einer eigenen Marke und Zigaretten mit einer eigenen Marke zu verkaufen, dann gibt es endlich das One-Stop-Shopping für Programmierer...
2. Die Belastung der Lebensmittel durch Benzole und andere (vor allem fettlösliche) Kohlenwasserstoffe ist inzwischen nachgewiesen worden. Falls also jemand Bedenken hat, sollte er sich unbedingt an das zuständige Gewerbeaufsichtsamt wenden!
TINA


C-001.332
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-231

Die Waren, die per Fernsehen verkauft werden sollen, sparen zwar beim Personal einiges ein, X. Das wird aber dadurch wieder ausgeglichen, daß diese Waren im Direktverkauf durchaus 4 oder 5 mal so teuer sind, wie im Laden um die Ecke:-) In München gibt es einen Großhändler, der unter anderem genau die gleichen oder fast genau die gleichen Küchenutensilien (Siebe, Messer, sonstiger Schnickschnack) anbietet wie man sie in den Werbesendungen angeboten bekommt. Beispiel Parfum: Kostet im HEK zwischen 2 bis 4 Mark pro Flasche. Im Supermarkt oder in der Marienstraße, wo die fliegenden Händler auftauchen, zahlst Du mindestens 10 bis 20 Mark. Und das ist noch wenig. Geschickterweise bieten die Burschen die Sachen paketweise an. Dann kaufst Du z.B. 2 Flaschen Reinigungspolitur für das Auto, zahlst aber nur eine ("Die zweite schenk' ich Ihnen!" [- das nennt man Mischkalkulation]) und bist trotzdem 20 Mark los. Bei einem EK von nur 1,50 DM netto pro Flasche ergibt so ein "Paket" nach Abzug der Unkosten 15 DM Gewinn. So macht man Moneten! Unterstützt wird der ganze Schwindel durch die bereits vom Hersteller aufgedruckten Preise von bis zu 79,-- DM pro Flasche. Daß dieser Preis niemals zu rechtfertigen wäre, weder durch die Qualität noch irgend etwas sonst, interessiert die Brüder nicht, die im Fernsehen erst recht nicht!

Kritisch wird es, wenn die Sachen gesundheitsgefährdend sind. So sind zum Beispiel die Pasten, mit denen man die Zähne bleichen kann, sehr gefährlich, weil man sich damit den Zahnschmelz zerstört. Die Pasten enthalten stark oxidierende Stoffe, die den Schmelz angreifen. Das müssen sie tun, weil nämlich ausschließlich darauf die weißende Wirkung basiert! Das Weißen ist nichts anderes als die Entfernung der obersten, verfärbten Schichten. Die darunterliegenden sind noch sauber, werden aber beim nächsten Tee oder der Zigarette dunkel anlaufen, wie bereits die Schichten darüber, die nun futsch sind. Es reicht nämlich nicht, die Zähne weiß zu machen! Man muß auch jegliche weiteren Verfärbungen verhindern. Das zu erklären, ist Aufgabe des Zahnarztes. Der Zahnarzt hat auch die richtigen Methoden zum Weißen, falls das mal notwendig sein sollte. Unter anderem kann er das mit einem Salzstrahler machen. Das ist wie Sandstrahlen, aber mit Salz-Kristallen, weil die eine geringere, exakt bestimmte Härte haben.

Wenn man also sieht, daß die Fernseh-Seller extrem überteuerte Waren anbieten, die wenig taugen und auch noch sehr gefährlich sein können, dann ist noch etwas klar: Daß diese Fernseh-Typen nichts anderes sind als fliegende Händler, die Leute auf der Straße anquatschen. Nur sehen ihnen beim TV mehr Leute zu. Genau wie auf der Straße fällt aber nicht jeder auf den Schwindel rein. Das wird dadurch ausgeglichen, daß per Fernsehen viel mehr Leute angesprochen werden...

Während man auf der Straße um diese Händler einen Bogen macht, geht das beim Fernsehen nicht. Stell' Dir vor, es wäre auf der Straße so, wie im Fernsehen, dann würde sich jeder Händler Dir in den Weg stellen, Dich am Kragen packen und Dir erst mal 'ne halbe Minute die Ohren vollquatschen, bevor Du weiter darfst - direkt in die Arme des nächsten...

* 11.1.97
Inzwischen ist es schon so, daß man auch im Einkaufszentrum oder sonstwo in der "freien Wildbahn" angequatscht werden kann - nicht persönlich durch einen Menschen, sondern durch einen neuen "Werbeträger", der zum Beispiel aussieht wie ein leuchtendes Reklameschild, aber ausgerüstet ist mit einem Näherungssensor und einem Wiedergabegerät: Sobald man sich dem Ding nähert, wird man mit "Musik" bedröhnt oder mit Werbegefasel angemacht.
In meinen Augen ist das nichts anderes als Nötigung, bei der mir meine Privatsphäre, die ich auch in der Öffentlichkeit habe, empfindlich gestört wird.
Ich glaube nicht, daß diese Geräte eine lange Lebensdauer haben werden...
TINA


C-001.333
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-237

Die billigen Laptops gab es in der Hamburger Gegend, Railwayman. Die besten Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Münchener und im Hamburger Raum. Das Ruhrgebiet ist erscheint mir PC-mäßig etwas unterbelichtet. Von Frankfurt weiß ich im Moment nichts neues, auch nicht über Berlin. In Hamburg sind die Sitten sehr rauh: Von Leuten, die Dir etwas zusagen, zum Beispiel eine D-INFO-CD schicken wollen, wirst Du nie wieder etwas hören. Das liegt daran, daß allem Anschein nach sehr viele auf den Verkauf von Raubkopien aus sind, oder aber stinkfaul. Bestell' mal bei einem eine Platte für 1500,-- Mark. Was passiert? Nichts! Weil der Ärmel zu faul ist, das Ding einzupacken und zur Post zu schleppen, wartet er lieber ein paar Tage und gibt es dem nächsten in die Hand, der sich höchstpersönlich zur Haustür reinquält. In Hamburg ist der Teufel los. Deshalb hat Hamburg zur Zeit einen wirklich sehr schlechten Ruf.

Ganz wilde Meldungen haben mich auch aus Bremen und nördlicherem Flachland erreicht: Das ist das Niemandsland zwischen Ostfriesland und dem Hamburger Einzugsgebiet. Während man sich in den südlicheren Regionen ab Hannover ohne weiteres auf die Räder macht und mal eben locker 100 km weit fährt, um sich einen PC oder auch nur Teile dafür zu kaufen, kriegen die Nordlichter den Hintern nicht hoch. Die Hannoveraner sind fitte Typen: Die kennen keine Hemmungen und fahren sogar über 200 km (!) hin und dann noch nochmal 200 km zurück! Die Bremer fragen "Wo is dat?" - und wenn es nicht in Bremen ist, dann ist es gleich Essig. Daß die Vulkan-Werften den Bach runter gehen, wundert mich nicht mehr im geringsten. Ich bin zwar nicht gehässig, aber bei so einer Mentalität geschieht es solchen Vögeln schon recht. Arbeitsmäßig sieht es entsprechend besch.... aus: Dem Arbeitsamt liegen für Schleswig-Holstein nicht nur für den EDV-Bereich, sondern für den gesamten Elektro-Ingenieur-Bereich nur 2 (in Worten: ZWEI) Arbeitsplatzangebote vor, das neuere davon bereits über einen Monat alt! In Ostfriesland sind es immerhin 4 (hust), auch schon längst verstaubt. Seht Euch dagegen Frankfurt, München, Stuttgart oder Nürnberg an! In München dürften es mindestens 50 Angebote sein. Das Süd-Nord-Gefälle ist grauenhaft, einfach grauenhaft.

Am liebsten gehe ich in München einkaufen. Das lohnt sich immer.

* 23.12.96
Na prima, der Tip hat sich gelohnt und er hat sich was brauchbares günstig kaufen können.
TINA


C-001.334
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-239

Das ist ein furchtbarer Wirrwarr wegen der D-Info-CD-ROMs. Aber die 2. D-Info ist inzwischen auch verboten. Die Daten für diese Scheibe wurden nicht gescannt, sondern in China eingetippt, stellen nach Meinung des Gerichts aber trotzdem eine leistungslose Übernahme dar. Wie auch immer: Die Tele-was ist mit ihrem Preis wieder runter, jetzt auf 30 DM. Aber das interessiert niemanden. Wenn die D-Info nicht mehr produziert werden darf, dann ist eines ganz sicher: Freaks werden sich jeweils die neueste Teledings-CD nehmen, "umsortieren" und dann unters Volk jubeln. Wer, wie die Telekom, gegen so viele Gesetze verstößt und so unverschämt lügt (denkt an die riesigen Zeitungsinserate "Telefonieren wird billiger", inzwischen gerichtlich verboten) und betrügt (denkt an die vielen Abrechnungen, bei denen hausintern lange bekannt war, daß sie falsch sind und bei denen die Telekom dennoch kassiert hat [durch Fernsehen und Zeitungen bekannt]), sollte nicht damit rechnen, daß ihm die Bevölkerung auch nur einen Millimeter entgegenkommt. Es ist wirklich ein Wunder, daß noch niemand bei einer der vielen Podiums- oder anderen Diskussionen den Tele-Burschen ganz drastisch "eine aufs Maul gegeben" hat. (Ich leihe mir mal ein Wort aus, das in deutschen Talk-Shows zur Zeit üblich ist.) Wer einmal eine Telefon-Rechnung über mehrere Tausend Mark bekommen hat, obwohl er in Urlaub war und die Wohnung abgeschlossen, und nun mit ein paar Kröten Rente hilfslos dasteht und von der Telekom gnadenlos jenseits des Hemdes ausgezogen wird (denkt an die Berichte im Fernsehen!), der wird sich über vieles andere, neue Gedanken machen, ganz bestimmt keine freundlichen...

Wer Schwierigkeiten mit der Telekom hat: In München gibt es einen Anwalt namens Thieler, der sich auf die Telekom "eingeschossen" hat.

Bevor ich's vergeß': Die angeblich billige Zeit von 2.oo bis 5.oo nachts ist mit Vorsicht zu genießen! Am Wochenende ist es alles andere als billig! Da ist es (vom Bereich "City" abgesehen) ohne weiteres 4 oder 5 mal so teuer (!) wie an einem normalen Werktag. In der Nacht von Freitag auf Samstag ist ab 24.oo Uhr Samstag, also Wochenende...!!!
TINA


C-001.335
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-257

Na, X, aus reiner Neugier habe ich das gemacht! Wie sonst sollte ich die Prozessoren vergleichen können, wenn nicht bei der gleichen Taktfrequenz? Ich hatte mich über DEC geärgert, weil die so tolle Werte angegeben hatten für den Alpha: Mir geht es gegen den Strich, sehr teuren Speicher einsetzen zu müssen und noch viele Klimmzüge machen zu müssen, um aus dem Rechner mehr Leistung herauszuholen. Vor allem, weil der Prozessor den Speicher real gar nicht bedienen kann, sondern über einen Cache versorgt wird, der auch noch furchtbar groß sein muß. Also teurer Prozessor, teures RAM, hoher Aufwand wegen der Frequenz und der durch sie hervorgerufenen Sauereien bei der Leiterbahnführung, der Kühlung, den Reflexionen und so weiter.Je langsamer der Prozessor ist, desto betriebssicherer ist die Maschine. Dazu muß sie aber die Daten besser verarbeiten. Wie man an der Tabelle sieht, geht es nicht nur besser, sondern viel besser als beim Alpha. Ich habe meine anfängliche Begeisterung über den Alpha ganz tief in den Keller befördert.

Daß der P6 für massiv parallele Anwendungen eingesetzt wird, wundert mich nicht. Die Zeit der alten Crays usw. ist vorbei. Der Grund ist ganz einfach die Laufzeit der Signale außerhalb der Chips. Bei den höchstdichten CMOS-ICs ist die Leitungslänge so kurz und die Schaltgeschwindigkeit so gestiegen, daß ein höchstintegriertes MOS-IC mehr Leistung bringt als schnelle ECLs oder andere Sachen, weil die nicht so hoch zu integrieren sind und darum wegen der vielen Verbindungsleitungen außerhalb der Chips Laufzeitprobleme kriegen.

GaAs ist von der maximalen Arbeitsfrequenz natürlich viel besser als CMOS, kann aber bei weitem nicht so hoch integriert werden. GaAs wäre also viel zu teuer. Deshalb geht man den betriebswirtschaftlich einfacheren Weg: Billige CMOS-Prozessoren, dafür gleich ein paar Tausend davon...
TINA


C-001.336
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-251

Das Hören und Sehen von West-Sendern war in der DDR durchaus verboten. Da mußt Du nur weiter in der Geschichte zurückgehen, Daude. Da wurden die Kinder in der Schule nach ihren Fernseherlebnissen gefragt oder die Kinder haben ihre Eltern ganz bewußt denunziert - und ähnliches. Da wurden die Antennen abmontiert... Es war lediglich so, daß der Druck der Masse doch stärker war und das Verbot nicht mehr in dem Maße durchgesetzt werden konnte. Das ist auch der Grund, warum es in der DDR nicht PAL, sondern SECAM gegeben hat. SECAM wurde zwar in Frankreich verwendet, aber Frankreich ist zu weit entfernt, als daß man es in der DDR hätte empfangen können.
TINA


C-001.337
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-426

Lieber Mad Monkey! Beim Thema Müll solltest Du Dir mal genau ansehen, was wir heute eigentlich noch für "Müll" haben. Papier ist zum größten Teil giftig, weil es durch die Druckfarben Schwermetalle und Lösungsmittel enthält: Riech mal an der Zeitung oder den Hochglanzprospekten! Die Anteile sind zwar nicht hoch, doch die Summierung bringt's. Küchenabfälle enthalten tierische Anteile, die wiederum nicht auf den Kompost dürfen wegen der bakteriellen Verseuchung. Wenn man von pflanzlichen Dingen absieht, ist also ALLES Sondermüll! Menschen auf dem Friedhof fallen übrigens auch unter Sondermüll, weil sie Amalgamfüllungen in den Zähnen haben und das Amalgam besteht zu mehr als der Hälfte aus Quecksilber.

Die Sammelleidenschaft mit dem "getrennten Sammeln" ist wunderbar: Man wundert sich über gar nichts mehr, wenn man sieht, daß all die Dinge, die man mit so viel Mühe getrennt gesammelt hat, von den Müllmännern allesamt in genau den gleichen Behälter gekippt werden. So unter unter anderem bei der Bundesbahn, die für mehrere Millionen DM Bahnhöfe mit Edelstahl-Abfalleimern für getrenntes Müllsammeln ausstattet, aber nicht weiß, was sie dann damit anfangen soll. Bis sie es irgendwann mal weiß, wird weiterhin alles in den gleichen Container geschüttet...In den Städten und den Firmen sieht es genauso aus. Da ist es beispielsweise teurer, getrennt zu sammeln. Also nimmt man lieber größere Müllcontainer und "rein damit"... (Im Haus wird natürlich streng getrennt gesammelt...)

Aber, wie ich oben zeigte, ganz so falsch ist das Zusammenschmeißen nicht, denn heute ist eh fast der gesamte Abfall Sondermüll.

* 23.12.96
Der, von dem ich das mit dem Quecksilber weiß, ist sehr aktiv - und hat außer den Manuskripten, die er bisher per Post versandt hat, inzwischen die Deutsche Amalgam-Page eingerichtet. Schau da doch mal rein:

http://www.ariplex.com/ama/ama_p0.htm Die Deutsche Amalgam-Page

TINA


C-001.338
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-430

Leider ist das keine Horror-Vision, die ich da habe, X! Chip-Karten werden zur Zeit auch in Deutschland durch sogenannte "Großtests" mit der Brechstange eingeführt. Ravensburg (oder so ähnlich) und Hannover sind die ersten großflächigen Versuchsobjekte.
TINA


C-001.339
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-2740-437

Hallo, Bahur! So logisch Deine Erklärungen zu sein scheinen, sie stimmen leider nicht! Das gilt auch für Deine Anzi 03-2740-447.

Rein logisch kennt kein DOS den Aufbau einer Diskette oder Festplatte, sondern numeriert sich die Sektoren durch von 0 bis sonstwo. Die ersten Rechner waren noch sehr primitiv und die Controller extrem dumm. Darum mußte sich das DOS selbst zurechtfummeln, wo der logische Sektor 3927 auf der Platte ist. Also wurde umgerechnet in physikalische Sektor-, Kopf- und Spur-Nummer. Bei den ATs wurden diese 3 Parameter in Form einer Tabelle im BIOS mit untergebracht. Dann wurde dem DOS gesagt, welcher Eintrag daraus benutzt werden muß. Wie das bei einem PC oder XT funktioniert hat, weiß ich nicht. Die pysikalische Sektor-Nummer reicht von 0 bis zu der größtmöglichen Zahl von Sektoren auf einer Spur, also z.B. von 0 bis 16. (Man fängt bei 0 an zu zählen!)

Ob die Aufzeichnung mit MFM, RLL oder sonstwas arbeitet, ist schnurzpiepscheißegal! Die physikalische Aufzeichnung geht nur die Analog-Elektronik von Platte und Analog-Controller etwas an, sonst niemand. Der Unterschied zwischen MFM und RLL äußert sich für die Außenwelt nur dadurch, daß wegen der geringeren Zeit, die für ein Bit benötigt wird (2/3 oder 1/2 im Vergleich zu MFM), die Bits dichter liegen, also mehr Sektoren auf einer Spur sind. Beispiel: Bei MFM 17 Sektoren (die meistgebräuchliche Zahl), bei RLL dagegen 26. Willst Du eine RLL-fähige Platte an einen MFM-Controller hängen, dann mußt Du eben diese "17" angeben statt der "26" als Zahl der Sektoren. RLL-fähige Platten halten mehr Flußwechsel pro Millimeter Spurlänge aus als MFM-Platten. Ihre Beschichtung ist viel besser und hat weniger Drop-outs. Alle RLL-Platten sind prinzipiell MFM-fähig.

Mit den SASI- und den SCSI-Controllern, die man auf die Platten schrauben konnte (SASI seit Anfang der 80-er Jahre!), gab es auch damals schon intelligente Platten, aber nur zu hohen Preisen. Als dann die Preise für die Embedded Controller so tief im Keller waren, daß man sie nicht nur problemlos, sondern gewinnbringend auch bei Platten einsetzen konnte, wurde auf den Controller-Karten, die in den ISA-Slot gesteckt wurden, die Analog-Elektronik weggelassen und nur noch sehr primitive, aber rein digitale Übertragung von/zur Platte gemacht. Deren Onboard-Controller konnten später auch verschiedene Sektoren-Zahlen pro Spur verarbeiten, ohne daß der PC damit belästigt wird: Mit einer Übersetzungstabelle (Translation-Table) hat man die vom PC gemeldeten Sektor-, Spur- und Kopf-Nummern umgesetzt in jene, die auf der Platte real vorhanden waren, also eine jener bekannten Eintragungen in der BIOS-Tabelle simuliert. Diese Simulation war notwendig, weil das DOS aus Kompatibilitätsgründen immer noch alle Platten beherrschen mußte, also die BIOS-Tabelle verwendet. Ganz konsequent zu sein und im BIOS nur einen einzigen Typ, nämlich USER, zu verwenden, den der Anwender selbst definieren kann, hat man sich offensichtlich nicht getraut. Den Grund weiß ich nicht.

Das Umrechnen von logischer Sektornummer in eine physikalische, wobei die Sektorzahl pro Spur sich ändert, beherrscht das DOS nicht. Das liegt daran, daß das DOS keine Angaben über den inneren Aufbau der Platte hat. Das ist auch gut so, denn der Onboard-Controller der Platte hat seinen eigenen Cache, seine speziellen Such- und Optimierungsmethoden, von denen das DOS gar nichts wissen darf. Stell Dir vor, der Controller stellt fest, ein Sektor ist defekt und ersetzt ihn durch einen an einer ganz anderen Stelle der Platte (heute üblich!). Da würde das DOS doch durchdrehen! Die Erkennung von Fehlern kann nur der Analog-Controller durchführen. Früher wurde das nicht gemacht. "Vor kurzem" kamen die Methoden mit Ersatz-Sektoren hinzu. "Ganz neu" ist die Methode von IBM, daß die Platte an die Außenwelt funken kann, welche Fehler denn nun auftreten. Das ist sehr wichtig für die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems. Andere Hersteller außer IBM bauen inzwischen diese Überwachung auch in ihre Platten ein.

Weil die Translation-Table und das Umrechnen durch das DOS jeweils Rechenzeit kosten, eigentlich aber völlig unsinnig sind, gibt man seit kurzem nur die logische Sektornummer an, nennt sich "LBA", "logical block address".

Soweit ich mich erinnern kann, hat auch bereits DOS 3.xx Cluster verwendet. Ein Cluster enthält mehrere physikalische Sektoren. Wie viele, wird durch die Partitionierung bestimmt - also nicht durch die reale Gesamtkapazität der Platte! Du sagst, es gäbe für die Größe eines Clusters nach oben keine Grenze. Es gibt aber doch eine, vermutlich wegen einer nur begrenzten Zahl von Bits, die das DOS intern in einem Register übergibt. Die Oberkante liegt bei 2 GigaByte. Biete dem DOS eine 4 GigaByte-Platte zum Partitionieren an und es wird Dir das Ding sauber in 2 GB große Teile zerlegen!

Es gibt maximal 65536 Cluster. Damit kann man aus der Größe der Partition die Größe so eines Clusters berechnen. Aber nicht so ganz, denn real sieht es so aus:

Partition      Sek/Cluster     Byte/Cluster
-------------------------------------------
   0-  15 MB =   8         =   4.096
  16- 127    =   4         =   2.048
 128- 255    =   8         =   4.096
 256- 511    =  16         =   8.192
 512-1023    =  32         =  16.384
1024-2048    =  64         =  32.768
Die Formatierung von IDE-Platten ist äußerst hinterhältig. Ich habe zwar keine Details über das reale Innenleben einer solchen Platte, aber bei einem Formatier-Programm eines Herstellers, speziell für IDE, habe ich gesehen, daß es mehr Parameter gibt, als man üblicherweise zum Low-Level-Formatieren angeben kann. So gibt es mehrere "Not-Spuren" oder die Möglichkeit, Sektoren zu ersetzen. All dies kann man bei einem Low-Level-Formatieren durch ein primitives Programm oder die Format-Routine des BIOS-EPROMs nicht angeben, erst recht nicht die wechselnden Zahlen von Sektoren pro Spur. Irgendwo verwaltet der onboard-Controller auch eine Bad-Sector-Tabelle. Bei IDE-Platten bekommt man die aber nie zu Gesicht. Außerdem muß (zwangsläufig!) der Onboard-Controller die Möglichkeit haben, schlechte Sektoren von sich aus in diese Tabelle einzutragen. Bietet man ihm beim Formatieren nicht ALLE diese Möglichkeiten, so baut er Mist. Der Controller hat kein EEPROM oder CMOS-RAM, sondern macht seine Notizen auf speziellen Sektoren der Platte. Die sollte man nicht zerschießen...

Es gibt in der ganzen Sache eine unlogische Stelle: Das DOS kann dem Controller im Endeffekt nur die Nummer des logischen Sektors geben. Mittels der Translation-Table zimmert sich der Onboard-Controller daraus die Nummer des physikalischen Sektors. Weil er aber selber diese Sektoren überwacht, darf es keinen Zugriff auf unzulässige oder defekte Sektoren geben! Wenn dennoch etwas schiefgeht, dann kann das nur deshalb geschehen, weil der Onboard-Controller beim Formatieren seine Überwachungspflichten vernachlässigt und sich darauf verläßt, daß sein "Befehl von oben" schon richtig ist. Ich nehme an, daß die ersten Onboard-Controller in dieser Hinsicht sehr unvorsichtig gebaut wurden und erst später eine wesentlich größere Eigen-Intelligenz und Autonomie bekamen. Denk' nur mal an die Möglichkeiten zum permanenten Rekalibrieren! Durchaus sinnvoll ist auch eine eigenständige Neuformatierung einer einzelnen Spur zur Wiederherstellung nach einem Fehler. Daß ein Controller selbsttätig ganze Datenbereiche auf der Platte dorthin verschiebt, wo sie wegen der Zugriffszeiten oder anderer Dinge besser untergebracht sind, wurde schon vor 10 Jahren bei AMD diskutiert.
TINA


C-001.340
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-5040-1

Hallo, Vizcaino, danke für die Blümchen!

Zu den Anzis von Hain Blöd: Die solltest Du schon mal lesen. Es war ja nicht nur eine einzige, sondern es war der seit Monaten dauernde Kohl, der im übrigen nicht nur mich auf die Palme gebracht hat. Ich habe daher genau das getan, was Du vorgeschlagen hast, nämlich einmal den Spieß umzudrehen - in der Hoffnung, daß Hain Blöd dann endlich versteht, worum es geht. Dazu meine sehr drastischen Worte.

Man kann doch nicht gegen die "Elite" polemisieren, und daß Geld für die rausgeschmissen wird für deren Studienmaterial etc, und dabei schlicht unter den Teppich fallen lassen, welchen ungeheuren Aufwand jemand leisten muß, der studiert. Bei 6 Jahren Studium sind das locker mehr als 60.000 DM an Geld plus 6 Jahre, die einem vom Leben fehlen, weil man Tag für Tag nonstop irgendwelches Wissen in sich hineinfressen muß. Neueste Schweinerei der Regierung: Statt bisher 5 werden in Zukunft nur noch 3 Jahre bei Rente usw. als "Arbeit im Beruf" anerkannt. Da muß man also nochmal (WIEVIEL?) Tausender dafür zahlen, daß man studiert hat. [*] Und dann kommt jemand, der sich darüber beklagt, wie gut es der Elite geht. (Ich kann das hier nur schlecht wiedergeben. Lies mal die alten Anzis. Dann wirst Du mich nicht nur verstehen, sondern auch ganz sicher meiner Meinung sein.)
[*15.1.97: Anmerkung: Inzwischen wissen wir es: 30.000 DM soll ein Studierter draufzahlen für die 2 Jahre... ]

Mein Kommentar hinsichtlich Mallorca ist im übrigen nicht aus der Luft gegriffen. Was dort abgeht, ist wirklich eine Schande. Schau' Dir mal die Berichte im Fernsehen an! Sollte ich im Urlaub ins Ausland gehen, müßte ich schamhaft verschweigen, daß ich aus Deutschland komme, denn mit dem, was in Mallorca oder sonstwo von Deutschen (ich sage nicht "den Deutschen"!) angerichtet wird, möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden...!

Die niedrigen Löhne für Ingenieure sind kein Einzelfall und auch nichts spezifisches für die neuen Bundesländer. Es gibt inzwischen eine Reihe weiterer Fälle, von denen ich erfahren habe, die sich von dem genannten Beispiel nur höchst graduell unterscheiden.

Meine Bosheit, "Tätärä" zu schreiben, war nicht unbedacht. Die Firmen in der ex-DDR haben eine eigene, hochkultivierte Psyche: Sie kokettieren damit, wie schlecht es ihnen drüben angeblich geht - einzig und allein, um damit die Löhne zu drücken und die Stundenzahlen zu erhöhen. DAS ärgert mich. Wenn es jemandem schlecht geht, dann ist es nun mal so - akzeptiert. So aber aber kann ich in dem, was dort jetzt läuft, und dem, was die Bonzen dort früher gemacht haben, keinen Unterschied sehen. Die Menschen werden nach wie vor wie Dreck behandelt und zum Wohle von ein paar Obermuftis ausgeplündert.

Zum Wort "Manchester-Kapitalismus": Da soll (in Westdeutschland!) ein Arbeitsamt einen Kurs zur Weiterbildung geplant haben und die geeigneten Arbeitlosen zu einer Vorstellung dieses (tierisch teuren) Kurses eingeladen haben. Dort muß der Chef der Firma, die diesen Kurs durchführen wollte, ein so furchtbares Manchestertum herausposaunt haben, daß es den potentiellen Schülern nicht gerade "geschmeckt" hat. Weil nicht jeder so etwas mit sich machen läßt, gab es anscheinend ein SEHR böses Echo...

Daß Politiker und Wirtschaft pervers sind, ist bekannt. Ein Herr Schneider ist ein gutes schlechtes Beispiel. Die anderen hat man leider noch nicht erwischt - oder sie sind als Politiker leider nicht greifbar, weil nur ihrem Gewissen unterworfen. Und wer hat so etwas schon...?

Der Export von Arbeitsplätzen wird nicht bloß von der Wirtschaft gemacht, sondern auch noch von Politik und Presse bejubelt! Denk' nur an diesen Herrn Lars Windhorst. Kein normaler Mensch schafft es (mit fast Null Anfangskapital!) mit ehrlichen Methoden, so schnell auf 200 Mio Umsatz pro Jahr zu kommen. Wenn es so einfach wäre, dann hätten es viele andere schon längst getan! Ich werde den Verdacht nicht los, daß der nur ein Strohmann für Rotchina ist. All die Waren, die er importiert, werden in Rotchina gefertigt - von Menschen, die für ein ganzes Jahr Arbeit vielleicht nur 300 DM bekommen. So sieht es hinter den Kulissen aus. Aber das wird von der Presse lieber totgeschwiegen - und die Politiker halten es eher mit einer Scheibe vom Kuchen in der Hand als mit der Wahrheit. Also jubeln sie mit und verleihen irgendwelche Wirtschaftspreise...
TINA


C-001.341
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Jetzt kommt's dicke! Die Gesamthochschule Siegen will in Zukunft pro Jahr "einen 6-stelligen Betrag" für Werbung haben. Dafür dürfen Firmen Aushangflächen benutzen, also Werbeplakate machen. Das steht wenigstens in der Süddeutschen Zeitung (30.3.96). "Werbeträger" dürfen auch aufgestellt werden. Weil die lieben Firmen Geld dafür zahlen, ist Konkurrenz natürlich unerwünscht und die Uni macht sich auch gleich untertänigst daran, "wilde Werbung" zu verbieten und zu verfolgen.

Das bringt mich auf ein paar kleine Ideen: Analog zum Fernsehen wird auf dem Overhead-Projektor eine Titelzeile eingeblendet: "Kauft Eure Autos bei Auto-Fuzzi" oder "Schönere Busen durch Müller-BHs. Bei uns gibt's Studentinnen-Sonderpreise!". Wie wäre es mit "Meier-Milch macht müde Studenten munter!"? Im PC-Netzwerk der Uni ginge natürlich erst recht die Post ab: Jeder, der sich anmeldet, muß erst mal 5 Minuten Werbung sehen - damit er nicht weglaufen kann, selbstverständlich "interaktiv", also zig verschiedene Knöpfe drücken, wie bei einem Intelligenztest für Affen...!

Die Professoren machen alle 20 Minuten Pause für eine Werbeeinblendung und beenden ihre Vorlesung mit dem Hinweis auf den jeweiligen Sponsor. Einziger Unterschied zum Fernsehen: Die Professoren müssen sich noch nicht um ihre "Quote" kümmern. Aber täuscht Euch nicht! Daran arbeiten Politker und Hochschulverwaltungen nämlich schon ganz kräftig...
TINA


C-001.342
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 03-8050-11

Hi, Gadget! Es gibt eine Menge Unterlagen zu Urheberrecht. Das meiste ist aber total veraltet, ebenso die Bücher, auch jene, die neu herausgebracht werden. Die Ursache ist, daß es Jahrzehnte dauert, bis die Juristen endlich etwas kapiert haben. Bei einer Industrie wie der EDV, die so unglaublich schnell so fundamentale Neuerungen bringt, hinken die die Juristen ewig hinterher. (Günni hat eine kleine Broschüre gemacht, in der Du "Stilblüten" von Richtern und Anwälten lesen kannst... Shocking!) Es gibt in Deutschland wohl gerade mal eine Handvoll Juristen, die verstehen, worum es eigentlich geht. Und wenn die es verstehen, dann versuchen sie, es den Politikern klarzumachen. Die Juristen können nämlich nicht so frei entscheiden, wie sie wollen, sondern müssen sich an die existierenden Gesetze und an alle schon gefällten Urteile ("Präzedenzfälle"!) halten. Taugen die Gesetze nichts, so kann auch der verständigste Jurist nichts machen. Auf den Verstand von Politikern will ich jetzt nicht eingehen...

Wenn Du etwas lesen willst, was auch Sinn und Verstand hat, dann kann es nur ganz neu geschrieben sein, am besten in Zeitschriften. Eine ist hier schon erwähnt worden: "Computer und Recht". Aber die ist sehr teuer. Bücher gibt es auch, wahre Mammutwerke, extrem teuer! Direkt an der Front arbeiten zum Beispiel Lehmann (München) oder Bartsch (Karlsruhe). Die machen auch Seminare, z.B. für den VDI, wo man hingehen und diese Leute auch selbst etwas fragen kann. Besorg' Dir doch vom VDI die Termine! Ein Tages-Seminar kostet rund 700 bis 900 DM. Wenn Du in der Gegend von Karlsruhe wohnst, kannst Du auch kostenlos viel lernen: Bartsch hat an der Uni Karlsruhe für Informatiker Vorlesungen gehalten! Ich hoffe, daß er das immer noch macht. Zuhören lohnt sich!

Eines muß man immer beachten: Was geschrieben wird, hat einen Hintergrund, meist einen Rechtsstreit. Jeder Anwalt vertritt natürlich die Interessen seines Klienten. Manche Sachen sind aber auch grundlegende Arbeiten, mit denen die Juristen "Weichen stellen" wollen für zukünftige Rechtsstreite ihrer Klienten (denkt an die Interessensverbände, z.B. den VDMA oder jene der Softwarehersteller oder Unternehmensberater!). Die Meinungen widersprechen sich also ganz gewaltig, gehen oft an der Wahrheit meilenweit vorbei. Es gibt also kein präzises Kochrezept "So - und nichts anders!" Es gibt nur Meinungen, keine absoluten Wahrheiten zu lesen. Selber denken ist angesagt...

Einzig die Gerichtsurteile sind bindend. Aber auch (und gerade!) die sind meist das Schlimmste...! Wenn ein Richter die total verlogene Darstellung eines kommerziellen Raubkopieres zum Thema Urheberrecht als Wahrheit zitiert und darauf sein Urteil begründet, kann einem so richtig schlecht werden.
TINA


C-001.343
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Wer noch 5.25"-Festplatten hat und diese verkaufen will, erntet schon seit langem Hohn und Spott. So altes "Geraffel" will niemand mehr haben. Wenn es aber keine Zeitungsente ist und Quantum tatsächlich die Billig-Heimer-Platten bringt (Lowest-End Consumer), dann gibt es doch wieder 5.25"-Drives, Zugriffszeiten angeblich über 15 msec, Kapazitäten 1280 und 2550 MegaByte.

Da kommen die guten alten Fertigungsstraßen wieder so richtig auf Touren. Über den Preis können wir nur rätseln, aber ziemlich weit unten am Ende der Fahnenstange, schätze ich. Für digitale Datengräber genau das richtige...

* 23.12.96
Nein, keine Zeitungsente. Nach Quantum sind auch andere Hersteller auf die Idee gekommen, wieder größere Durchmesser zu nehmen.
TINA


C-001.344
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Das neue 120-MB-Diskettenlaufwerk von Matsushita (Handelsname Panasonic) soll nicht nur diese hohe Kapazität erreichen, sondern auch 2 Köpfe haben. Weil man den exakt gleichen Formfaktor der Medien benutzt wie bei den bisher üblichen 3,5"-Disketten, soll der 2. Kopf die bisherigen Disketten lesen und schreiben können. Die 120-MB-Medien sollen eine optische Spurpositionierung haben, also genau das, was von Insite mit der Floptical erfunden wurde. Leider hatte Insite damals nicht genug Kapital...
TINA


C-001.345
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
AMD hat den 29020 und den 20045, die für Dezember 1995 angekündigt waren, im Dezember 1995 kurzerhand aus dem Programm genommen. Damit bricht die 29k-Linie zusammen. Für AMD ist die Fertigung Intel-kompatibler Prozessoren lukrativer, weil dort der Preis pro Chip wesentlich höher ist.

Was aber wird jetzt aus den Firmen, die bisher Chips aus der 29k-Familie eingesetzt haben, die für die ganze Entwicklung und Schulung ein Vermögen ausgegeben haben, das nunmehr komplett verloren ist? Ihre Zukunft steht auf dem Spiel.

Hier springt IDT in die Bresche. IDT ist die Firma, die - in der Öffentlichkeit zu Unrecht weniger bekannt - schon lange hervorragende ICs baut, z.B. Speicher und Prozessoren. IDT bietet jetzt denen, die 29k-Bausteine eingesetzt haben, ein Cross-Upgrade an.: "29k-Survival-Kit". Nomen est omen...! Bei dieser nach meinem Wissen in der Elektronik-Branche bisher einmaligen Umtauschaktion kann man seine alten Entwicklungssysteme eintauschen gegen ein neues für die IDT-Prozessoren. Das Ganze nennt sich "IDT's EZ-Exchange Program". In Deutschland kann man sich hierhin wenden:

IDT Integrated Device Technology Inc.,Europe
Tel: 08165-5024
FAX: 08165-62896
TINA


C-001.346
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Mit IDT's neuestem Entry R 5000 lauten die Benchmark-Charts:

Typ           Taktfreq.  SPECint95b  SPECfp95b
HP P8000         -       8,6         15
HP P7200      120 MHz    4,37         7,54
DEC Alpha     300 MHz    7,3         11,6
PowerPC 604   167 MHz    6,0          5,0
IDT  R  5000  200 MHz    5,5 $        5,5 $  NEU  ($ SPECint95 und SPECfp95)
Mips R 10000  275 MHz   12,0 $       24,0 $
Ultra-SPARC   143 MHz    5,1          7,4
P6            200 MHz    8,09         5,99
Umgerechnet auf 100 MHz:
Typ           SPECint95b   SPECfp95b
HP P8000       -            - 
HP P7200      3,64         6,28
DEC Alpha     2,43         3,86
PowerPC 604   3,59         2,99
IDT  R  5000  2,75 $       2,75 $ NEU
Mips R 10000  4,36         8,72
Ultra-SPARC   3,56         5,17
P6            4,04         2,99
Man beachte die nahe "Verwandtschaft" zu den Leistungsdaten des Alpha... Der jetzt vorgestellte Chip gehört zu einer neuen Generation der R5000-Prozessoren. Es ist der erste superscalare 64-Bit-Prozessor von IDT. Preis bei 10000 Stück: 275 US $.

Zu bemerken ferner die Tatsache, daß der R 10000 in den Nintento-Konsolen eingesetzt werden soll, was nichts anderes bedeutet, als daß die Nintendo-Spielchen mehr Power an den Pins haben als DEC's Kühlkörper mit Silizium drunter...
TINA


C-001.347
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt (für 25,-- DM netto Händler-EK) einen "Heat-Terminator" für Plattenlaufwerke. Habe ich Euch schon im letzten Heft beschrieben (nachlesen!). Heute habe ich ein Endkundenangebot erhalten, flattert gerade durch ganz Deutschland: 59,95 DM! Für 1 Blech, 1 Kabel und 1 Lüfter, der einzeln gerade mal 10 Mark kosten dürfte, ein bißchen arg drastisch! Für das gleiche Geld, als Aufpreis gerechnet, kann man sich statt eines mickrigen Mini-Flunder-Gehäuses einen ausgewachsenen Tower leisten. Der hat Platz und Luft genug!

Den Lüfter, der von vorne auf die Laufwerke blasen soll, und der in der Frontblende untergrbeacht ist, wird es demnächst tatsächlich geben. Ein taiwanesischer Hersteller bereitet angeblich ein Gehäuse damit vor. Leider ist es nur ein Gehäuse für 1 (eine einzige!) externe Festplatte (IDE oder SCSI).

Wenn Ihr bei Euren Händlern ausreichend Druck macht, dann wird es diese Lüfter ganz bestimmt auch für andere Gehäusetypen geben. Rennt Ihnen die Bude ein!
TINA


C-001.348
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Die Travan-Streamer kosten zur Zeit ca 300,-- DM. Eigentlich könnte man die Euch sogar schenken. Die Travan-Cartridges kosten nämlich mindestens 59 DM pro Stück! (Laut dem neuen Angebot, das heute kam, sind es 69 DM für eine 800 MB-Cartridge - wo aber netto nur rund 380 MB draufpassen, 89 DM für eine 3200 MB-Cartridge - ebenfalls mit mindestens dem Faktor 2 daneben!) Jemand, der 10 Backups machen muß (wovon man selbstverständlich jedes einzelne aufbewahrt!), legt also mindestens 600 DM auf den Tisch. 10 Backups ist aber das absolute Minimum. Die meisten Leute, die ernsthaft und verantwortungsvoll mit ihrem Rechner umgehen, haben mindestens 30 oder 40 Bänder. Allein bei 30 Stück des billigsten Angebots wären das über 1770,-- DM allein für die Bänder. Da fällt der Streamer selbst gar nicht mehr ins Gewicht. Nehme ich meinen DAT-Streamer als Vergleich, so sind das 1200 DM für den Streamer (kleinstes Gerät) plus 30x 20 DM für die Bänder, also 1800,-- DM. Nachrechnen!
             "800 MB",      "800"       "3200"   "8 Giga DAT"
             billigst                                       
               Travan      Travan       Travan           DAT
Streamer  :    300 DM      300 DM      *??? DM       1200 DM
30 Bänder :   1770 DM     2070 DM      2670 DM        600 DM 
--------------------     --------     --------      --------
Summe     :   2070 DM     2370 DM über 3000 DM       1800 DM 
* Der ist wesentlich teurer als der "800"-er Streamer!

Denkt mal drüber nach...!
TINA


C-001.349
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Heute ist wirklich der Tag der Kapriolen! Da bietet eine Firma einen Handscanner an. Ihr wißt, daß die Dinger nichts taugen, weil man mit der Hand niemals so exakt gerade ziehen kann und daher Streifen und seitliche Versatzbildungen das Scannen mit einem Handscanner witzlos machen. Aber jetzt gibt es eine Abhilfe! Das ist ein Brettchen aus Kunststoff, auf dem in einer Führungsschiene der Scanner bewegt werden kann. Leider gibt es einen Wehmutstropfen: Das Brettchen kostet sage und schreibe 99,95 DM! Kostet der Scanner selbst 150 DM, so sind es zusammen mit dem Brettchen 250 DM für eine trotzdem mehr als brüchige Sache. Dabei gibt es A4-Scanner schon ab 450 DM.

Denkt mal drüber nach...!
TINA


C-001.350
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Bei dem Scanner, den Compaq in die Tastatur eingebaut hat, gibt es inzwischen auch einen Preis: 580 DM! Rechne ich mit 100 DM für eine Tastatur und 450 DM für den Scanner, so ist das zusammen billiger, der Scanner hat eine viel bessere Auflösung und die Tastatur kann ich nach meinen persönlichen Tipp-Eigenschaften aussuchen.

Denkt mal drüber nach...!
TINA


C-001.351
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Während wir hier vor uns hinbrüten und nur staunen können, wie die Firmen uns ein ums andere Mal aufs Kreuz legen, gibt es in den USA einen kleinen Lichtblick: Eine Bank wurde zu einer Geldstrafe von 340 Millionen US-Dollar verurteilt! Die Daiwa-Bank hatte versucht, einen Verlust zu verschleiern.
TINA


C-001.352
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
In einem netten kleinen Buch über die Firma Microsoft wird auch über deren Anfangstage berichtet. Da gab es eine Firma MITS, die den Altair 8800-Computer gebaut hat. Für diesen Computer haben ein gewisser Paul Allen und ein gewisser William Gates einen Basic-Interpreter geschrieben. Der ehrenwerte Paul Allen wurde dann von MITS eingestellt als verantwortlich für Software. Was der Inhaber von MITS aber nicht wußte, war, daß Mister Allen und Mister Gates klammheimlich eine Firma für die Software aufgemacht hatten ("Microsoft"), und daß Mister Allen als Vertreter von MITS mit Mister Allen als Vertreter von Microsoft verhandelte.

In Banken- und Firmenkreisen sind Insider-Geschäfte als hochgradig kriminell striktest verboten und diejenigen, die dabei erwischt werden, erhalten hohe Strafen. Aber das spielt wohl in einem anderen Film...?

Denkt mal drüber nach...!
TINA


C-001.353
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Der Fachverband Informationstechnik meldet:
PCs pro 100 Einwohner
48 : USA 
43 : Schweiz            (wer hätte das gedacht!?)
38 : Norwegen 
35 : Dänemark
34 : Schweden
29 : Niederlande
25 : Großbritannien
24 : Deutschland 
24 : Finnland
20 : Österreich
20 : Japan              (oh, oh! sieht ja böse aus!)
19 : Belgien
18 : Frankreich
11 : Italien 
11 : Spanien
10 : Irland 
 8 : Portugal
 5 : Griechenland
Darüber muß man ernsthaft nachdenken!

TINA


C-001.354
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Jeden Tag bekommen wir vorgerechnet, wie viel Strom (und damit Geld) man sparen kann, wenn man anstelle von Glühbirnen Stromsparleuchten einsetzt. Die Wahrheit sieht aber deutlichst anders aus! Die Röhren der Stromsparleuchten enthalten eine erhebliche Menge metallischen, flüsigen Quecksilbers. Bei jeder Zerstörung einer Röhre wird dieses Quecksilber frei und in den Raum geblasen. Dort verdampft es und vergiftet uns. Jene Röhren, die auf den Müll wandern, werden nur zu einem geringen Teil wieder korrekt aufgearbeitet. Das Quecksilber - eines der gefährlichsten Gifte! - wird also in sehr großen Mengen in die Landschaft gekippt und wandert in unsere Nahrung.

Bei der Angabe des gesparten Stroms wird unterschlagen, wieviel Energie zur Herstellung der Stromsparleuchten aufgewendet werden muß. Die Leuchten enthalten viel Keramik, Kunststoffe, elektronische Bauteile - alles Dinge, für die man sogar besonders viel Energie braucht.

Beim Betrieb geben die Stromsparleuchten ständig giftige Gase ab, weil ihre elektronischen Bauteile wegen der Hitze gasen.

Die Beseitigung ist dann der totale Blattschuß! Eine Glühbirne besteht aus Metall plus Glas. Das Glas ist chemisch fast inert und wird im Boden durch Bakterien aufgelöst. Das Metall kann aus dem Müll aufgesammelt und recycelt werden. Bei Stromsparleuchten ist keinerlei Recycling möglich, weil die Trennung der einzelnen Bestandteile viel zu aufwendig ist. Das einzige, was man erreichen kann, ist eine Sprengung des Glaskörpers, wodurch man einen Teil des Quecksilbers und des Glases behalten kann.

Was ist also sinnvoller? Eine extrem teure Elektronik, die herzustellen sehr viel Energie kostet, die bereits beim Betrieb extrem giftig ist und die uns und unsere Nahrung vergiftet, die nicht wieder in ihre Rohstoffe zerlegt werden kann, also als Giftbombe ewig weiter bestehen bleibt?

Denkt mal drüber nach...!
TINA


C-001.355
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Die Qualität einer Hauptplatine ist eine heikle Sache: Man kann sie dem Ding kaum ansehen. Bei schnellen Prozessoren gibt es eine gefährliche Klippe: Die Umschaltung zwischen "idle" und "Vollgas" bedeutet z.B. bei einem R4600 mit 133 MHz einen plötzlichen Anstieg des Stromverbrauchs von 325 mA (Worst case, volle kapazitive Belastung ) auf 1675 mA. Innerhalb weniger Nanosekunden muß die Versorgungsleitung einen Stoß von mehr als fast 1,5 Ampere verkraften, ohne außerhalb der sehr engen Grenzen zu geraten. Weil alle schnellen Prozessoren mit ca 3 Volt betrieben werden, das PC-Netzteil nur 5 Volt liefert, ist auf den Boards ein Spannungsregler nur für den Prozessor. Dieser Spannungsregler muß extrem schnell sein. Findet man lediglich einen ganz simplen "780x" vor, so kann man schon daran erkennen, daß man von diesem Board lieber die Finger lassen sollte.
TINA


C-001.356
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Sprachforscher stoßen im Computer-Sprachraum immer wieder auf Extremes: Was ist denn zum Beispiel "Endianness"??? (Für Assembler-Programmierer ist das lustig. In "C" wird es gefährlich...!)
TINA


C-001.357
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Nun pfuscht Billy the Kid einen neuen Computer zusammen, den "SIPC". Der soll im Haushalt unter anderem die HiFi-Anlage steuern. Da geht es mächtig ans Eingemachte!!! Gegen das, was in der CZ vom 11.4. steht, sind die Bastelübungen von Dr. Frankenstein, Dracula, und sämtliche japanischen Kinomonster zusammen Waisenknaben gegen das, was man uns hier vorsetzen will! So soll unter anderem (!) folgendes sein:

Dieses "ActiveX" ist eine der schlimmsten Sachen, die in diesem Jahrhundert ausgedacht wurden: "Die Programme werden dafür mit einer digitalen Kennung versehen, die bei Abruf automatisch die Verbindung zu einem zentralen Netzrechner herstellt. Dort wird überprüft, ob es sich um eine legale, virenfreie Kopie handelt und ob schon eine neuere Version verfügbar ist...." und so weiter. Ist im letzten CF zu lesen (Siehe C-001.292 im "Kernspeicher"). Dank des SIPC sogar in einer geschlossen Dose, fährt einige MB RAM spazieren - und dann kann man damit angeblich seine HiFi-Anlage steuern, also die Lautstärke einstellen.

Doch in Wahrheit kommt mit "ActiveX" die Bespitzelung pur...
TINA


C-001.358
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
In Deutschland werden laut Umweltbundesamt zur Zeit 1,5 Giga-KiloWattstunden pro Jahr verbraucht für den Stand-by-Betrieb von Fernsehern, Video-Recordern und Hifi-Anlagen. Soviel Energie braucht laut "Journal für Deutschland" (Regierungs-Postille...) eine Großstadt mit 1 Mio Einwohner pro Jahr.
* 23.12.96
1500 Mio kWh sind das 5-fache von 300 Mio kWh, dem Wert, der aus der Schweiz gemeldet wird.
TINA


C-001.359
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Texas Instruments und Jaguar, der englische Autohersteller, arbeiten an einer raffinierten Sache: Mittels einer elektronischen Kamera soll bei Nachtfahrten das Bild der Straße aufgenommen werden. Das digital aufbereitete Bild soll dann von einem Display im genau passenden Winkel auf die Windschutzscheibe projiziert werden. Die Idee dazu stammt aus der Luftfahrt (der militärischen...).
TINA


C-001.360
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
RAMs sind besondere Wesen. Es geht das Gerücht, sie seien gegen statische Aufladungen empfindlich. Aber das ist nur ein Gerücht. Wenn ich in ein Geschäft gehe und dort ein Modul kaufe, das rund 450 Mark kostet, ja sogar, wenn ich dort ein größeres kaufe, das 900 Mark kostet, ja, sogar, wenn ich mehrere davon kaufe: Die Dinger werden mir einfach über die Theke in die Hand gedrückt. Meine Frage nach einer antistatischen Verpackung wird prompt beantwortet: Indem man mir eine Papier-Tüte nachreicht. Die ist aus einfachem Papier, wie eine Bonbon-Tüte. Von "antistatisch" keine Spur...! "Was anderes kann ich Ihnen nicht bieten. Wir machen das immer so." bekomme ich zu hören. Fragt mich bitte nicht nach dem Datum, wann denn dieses geschehen sei! Das war nämlich nicht vor zig Jahren, als die RAMs noch einzelne, schüchterne Bits enthielten und in TTL oder ECL hergestellt wurden, sondern anno furchtbar 1996, im Monat Mai, geschehen mit 16-MegaByte-Modulen, MOS...!

Was kann man also erwarten, wenn (jetzt, 1996!) in einer Stellenanzeige ein "Verkaufsberater" gesucht wird mit Kenntnissen über "IDE, SCSI, VLB, EISA, OS2, DOS, Windows"?

Aber wir Kunden mußten schon immer hart im Nehmen sein: Vor 3 Jahren, als die RAMs plötzlich furchtbar knapp (und teuer) wurden und der Schwarzmarkt blühte, da deckten sich viele große und kleine Läden aus allen verfügbaren Quellen mit den teuren Modulen ein. Da konnte es schon mal vorkommen, daß spät abends jemand auftauchte, vom Fahrrad stieg, in die Hosentasche seines Renn-Trikots griff und Modul um Modul auf den Tisch legte, natürlich alles garantiert unverpackt. Am nächsten Morgen wurde genau dieses Zeug dann als "1. Wahl" über die Theke verhökert.
TINA


C-001.361
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Ergonomie ist die Kunst, etwas so zu bauen, daß es besonders gut dem menschlichen Körper und dessen Gegebenheiten angepaßt ist. Trackballs sollen viel besser sein als Mäuse, weil man sie mit dem Finger bedienen kann. Ich muß aber feststellen, daß bei einer ganzen Reihe neuer Produkte die Kugel nur mit dem Daumen bewegt werden kann! Der Daumen ist ein sehr unbeweglicher Finger und daher per definitionem fast völlig ungeeignet für diese Aufgabe. Die nächste Sehnenscheidenentzündung ist damit programmiert...
TINA


C-001.362
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
In China (Rotchina) gibt es so viele Chinesen, daß man gar nicht weiß, wohin damit. Deshalb sind sie auch so billig zu haben. Laut CZ läßt Logitech seine Mäuse in China (in Suzhou) herstellen. Logitech läßt sich pro Jahr 50 Millionen Mäuse bauen. Von dem Werk in Suzhou wurde gerade die 100-millionste abgeliefert.

Denkt mal drüber nach...
TINA


C-001.363
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Was ist pervers? Wenn eine Radio-Platine, die man auf eine Sound-Galaxy-Soundkarte stecken kann, (also nur eine Zusatz-Karte ist) 68 DM kostet, eine komplett eigenständige Radio-Karte (auch von Aztech, ebenfalls unter dem Namen "Sound-Galaxy") aber nur 66,-- DM. Das gibt's im "Media-Markt".
TINA


C-001.364
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Endlich mal eine neue Tastatur! Diese hier kann man sogar durch eine darüberliegende Glascheibe bedienen, die bis zu 6 cm dick sein darf. Marke: "Garantiert Vandalen-sicher"... Dafür sind die Tasten "etwas" größer als normal. Die Tastatur liefert den üblichen AT-Scan-Code.
TINA


C-001.365
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Kühe, Schweine und andere Tiere erhalten schon seit Jahren Transponder unter die Haut geimpft: Das sind kleine Glaskapseln, rund 12 mm lang, mit 3,5mm Durchmesser. In denen sitzt ein vollständiger Computer, der nach Energiezufuhr durch Hochfrequenz seine Identifikationsnummer nach draußen funkt. Damit kann man auf dem Hof die Tiere verfolgen (zum Füttern etc) bis hin zum Schlachthof (wo der Transponder wieder "ausgebaut" wird...).

Jetzt ist eine Firma auf eine geniale Idee gekommen: Derartige Transponder werden in Förderbänder aus Gummi eingebaut. In Verbindung mit anderen Sensoren kann man z.B. feststellen, ob sich beim Bandmaterial irgendwelche Eigenschaften ändern, z.B. durch Verschleiß, Bandüberdehnung, Übertemperatur usw. Hat man Teile auf dem Band, so kann man entlang des Fahrweges genau entscheiden, was man mit diesen Teilen macht. Man kann damit auch mehrere verschiedene Dinge auf dem gleichen Band befördern und sie gezielt herausgreifen.
TINA


C-001.366
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
So schnell kann es gehen! Da schreibt im Januar das Marktforschungunternehmen "In-Stat", daß NIC ASP nicht vor dem Jahr 2000 unter 100 US Dollar zu haben sein würden, da bringt im Mai '96 der US-Hersteller IDT eine ATM-Karte (für PCI-Bus) für 99 US $ heraus! Warum das wichtig ist? Weil diese ATM-Karte mit 25 MHz arbeitet und damit das Ende von Ethernet einläutet. ATM Ist wesentlich leistungsfähiger als Ethernet und soll in mehreren Stufen bis auf 155 MHz laufen.
TINA


C-001.367
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Es gibt jetzt Festplatten mit sagenhaften 800 MB. Was daran so besonders ist? Daß sie keine Scheiben haben, sondern mit Flash-EPROMs bestückt sind!
TINA


C-001.368
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Dies sind die neuesten Händler-EKs (netto!) für Drucker-Kabel:
1,8m, 18 Pole, montiert, 1,29 DM bei 50 Stück
1,8m, 25 Pole, montiert, 1,29 DM bei 50 Stück
TINA


C-001.369
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-146

Bei optischen Mäusen wird mit einer Reflex-Lichtschranke das Gitter einer speziellen Unterlage abgetastet, wenn man die Maus darüberzieht. Das löst die Impulse aus, die der Rechner geschickt bekommt. Optische Mäuse brauchen also keine mechanischen Teile.
TINA


C-001.370
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-161

Big Sam: Zu den CRC-Geschichten solltest Du in ältere PCH und CF schauen. Da steht schon einiges darüber drin. 2 Rechner miteinander verknoten: Wozu willst Du das tun? Die einfachste Lösung zum Kopieren von Daten besteht in "Laplink" oder "Brooklyn Bridge". Da fährt man den einen Rechner hoch, klemmt den Bildschirm an den zweiten, fährt den hoch und kann von diesem aus arbeiten. Es mag auch Shareware- oder PD-Programme geben. Was die können, weiß ich aber nicht. Wenn Du Glück hast, kannst Du ein Programm kaufen gleich mit dem passenden Kabel dazu. Bei einem Parallel-Kabel (wird an die Druckerschnittstellen angeschlossen) ist die Übertragung viel schneller. Bei SW- oder PD-Programmen hast Du kein Kabel und mußt das erst selbst basteln...
TINA


C-001.371
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-194

Das Problem beim Booten ist der Name, der für das AUTOEXEC-File angegeben ist. Es gibt Spaßvögel, die den Namen in AUTOEXEK oder sonstwie geändert haben. Das ist früher mal passiert. Da mußte man von einer Diskette booten und konnte nur von dieser Diskette arbeiten. Wenn ich mich nicht irre, war der Name im COMMAND.COM anders eingetragen gewesen. Du solltest den COMMAND.COM komplett neu erzeugen. Außerdem solltest Du in die SET-Variablen schauen. Da sind auch manche Tricks vergraben, z.B. COMSPEC! Nicht zu vergessen: Es wird gebootet, aber im Floppy-Laufwerk ist eine Diskette. Dann kann man auf der Platte treiben, was man will... So, nun sucht Dir was raus, Terror Kid!

* 23.12.96
Nicht nur der Name, wie ich inzwischen weiß. Es gibt auch eine /p-Option, die Ärger machen kann.
TINA


C-001.372
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-200

SCSI-Problems: Tach, Ferengi! Ich weiß nicht, was Du alles eingestellt hast - darum ein paar Fragen:

TINA


C-001.373
written ..........: 5.4.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-237

Hi, Shanky - THE MAD WOLF! Das Spielchen mit dem Emulator, der schneller war als das Original, ist schon einige Jahre her. Darum habe ich bis auf die Tatsache, daß er schneller war, die Namen und die technischen Details schon lange vergessen. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, daß die Sache im "Computer-Magazin" stand (wurde in Stuttgart gemacht). Ob es diese Zeitschrift noch gibt, weiß ich nicht. Früher hat man um die massiv-parallelen Rechner einen ziemlichen Wirbel gemacht und die Kisten wurden nach verschiedenen "Philosophien" gebaut. Wenn ein Rechner einen anderen gut emulieren konnte, dann sicherlich, weil er durch seine Bauweise eine ganze Menge von Tricks drauf hatte. Der Fall, daß ein Emulator schneller war als das Original, ist ganz mit großer Wahrscheinlichkeit auch nur ein einziges Mal vorgekommen. In der Geschichte der Parallelrechner gibt es nicht viele Maschinen. Also müßte es in den Lexika oder ähnlichem einen Hinweis auf diese Sache geben. Da ich keines habe, kann ich aber nicht nachschlagen. Sorry, mehr weiß ich nicht.
TINA


C-001.374
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-239

Hallochen, Shanky - THE MAD WOLF! Mit der Boot-Disk wollte ich Dich nicht ärgern, nur ein bißchen stupfen. Die meisten Leute schaffen es nicht einmal, sich eine einzige zu machen. Darum habe ich DENEN auf die Sprünge helfen wollen. Daß Dir die Sache klar ist, hatte ich mir schon gedacht.


TINA


C-001.375
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-255

Das würde ich nicht sagen, Gucky. Daß die Spezialversionen von MS-DOS sich in "embedded systems" immer schneller verbreiten, hat rein wirtschaftliche Gründe: viel geringere Kosten für die Entwicklungssysteme, sehr geringe Kosten für die Compiler, und so weiter. Das ursprüngliche DOS ist ziemlich ungeeignet und muß erst durch Zusätze angepaßt werden. Diese Zusätze kann man aber von einigen Herstellern fertig kaufen, muß also selbst fast nichts dazu tun. Auch das spart viel Geld. Besonders wichtig ist auch, daß man sich auf eine "Schiene" setzen kann und die Hardware ohne eigenes Zutun immer weiter entwickelt wird. Es ist das erste Mal, daß im Steuerungsbereich die Steuerungsindustrie nicht selbständig etwas entwickeln muß, sondern sich an eine Entwicklung dranhängen kann, die aus einem ganz anderen Bereich kommt - und diese Entwicklung wird von diesem anderen Bereich auch in Zukunft vorangetrieben werden.
TINA


C-001.376
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-257

The Believer of OM: Die elektronischen Spielzeuge sind sehr teuer, werden aber dennoch in unglaublichen Stückzahlen gekauft. Das Verblüffende ist, daß auch Haushalte mit niedrigem Einkommen solche Spielzeuge kaufen. Etwas ähnliches findet man auch bei Kleidung. Dort ist der Druck auf die Kinder unglaublich groß geworden, ebenso wie "die Anderen" bestimmte Sachen zu tragen, dh "Edelmarken" zu kaufen. Weil die Eltern ihren Kindern ein Außenseiterdasein ersparen wollen, kaufen sie diese Klamotten, obwohl sie kaum Geld haben. Der Druck auf die Kinder wird - und das ist besonders übel! -, durch die anderen Kinder ausgeübt, zum Teil sehr gewaltsam. Das ist sehr schlimm - und meiner Meinung nach nichts anderes als eine besonders kaschierte Art von Nazitum.
TINA


C-001.377
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-258

Dann wäre also der Gameboy ein Lernspiel? Das hast Du hoffentlich nicht im Ernst gemeint ? Die Zahl der "Lernspiele" ist verschwindend gering, verglichen mit all den anderen Spielen. Selbst ein so bekanntes Spiel wie Schach, von dem es mehrere Computerprogramme gibt (zum Teil fast umsonst) wird kaum gespielt. Jeder, der sagt, er spiele Schach, wird mitleidig belächelt. Mit "gut" zu bewertende Lernprogramme gibt es wahrscheinlich nur ein Dutzend - und deren umsatzmäßiger Marktanteil dürfte sich deutlich unter 1 Prozent befinden.
TINA


C-001.378
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-266

Yes, Dr. Nö.: Du mir haben mißverstanden... Ich wollte nur ganz dezent darauf hinweisen, daß die Entscheidung des Gerichts höchstens Unterhaltungswert hat, weil die Computerläden dieses Urteil schon lange unterlaufen können durch die schepprigen Pseudo-Handbücher. Mir sind englische Handbücher auch viel lieber, weil es damit viel weniger Ärger gibt. Aber mach' das einem Normalverbraucher klar: Du erntest bloß Zitronen...
TINA


C-001.379
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-268

Was soll ich jetzt davon halten, X!? Tatsache ist, daß die Frauen eindeutig unterrepräsentiert sind. Tatsache ist auch, daß die Pseudonyme zum Teil furchtbare Entgleisungen sind. Ich finde das Ganze höchst amüsant.

Tatsache ist, daß gewisse Leute erheblichen Schaden anrichten. Der Genosse W. gehört leider auch dazu... Daß Du ihn in Schutz nehmen willst, wirft kein gutes Licht auf Dich. Schließlich hat man als Wissender eine Verantwortung, die Verantwortung, die Unwissenden vor falschen und gefährlichen Behauptungen zu schützen. Lehrer stehen hier an erster Stelle: Sie tragen eine ganz besondere Verantwortung. Hör' Dich mal bei denen um! Sie werden Dir viel zu erzählen haben.

"Weniger ist mehr." Das ist schon richtig, aber nur, wenn jemand bloß Wert auf sein sein Image legt und dies dauernd polieren will. Sachinformationen haben ihren hohen Stellenwert gerade in der Technik gerade durch die Geschwindigkeit, mit der sie verbreitet werden. Wer hier Imagepflege betreiben will, ist fehl am Platz.
TINA


C-001.380
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-274

Der Service eines Reisebüros besteht nicht im Vermitteln von Flugkarten, sondern in einer wesentlich umfangreicheren Leistung. Die kann eine Fluggesellschaft nicht erbringen. Sie ist nur für den Transport zuständig. Wer sich nur eine Flugkarte kaufen will, der konnte dies auch bisher schon ohne Reisebüro. All das hat mit Multimedia also nicht das geringste zu tun.
TINA


C-001.381
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-275

Hi, PSYBORG OF AMPIRE! Du hast recht. Leider sind die Preise aber nur in Einzelfällen dort angegeben, wo die Leistungszahlen stehen. Wann immer möglich, habe ich die Preise angegeben. Ich finde, daß einige Prozessoren vollkommen überbewertet werden und andere für uns "kleine" Endkunden viel interessanter sind, weil sie nämlich bezahlbar sind.

Eine interessante Rechengröße gibt es zur Leistungsmessung von Prozessoren: "MIPS pro Watt". Der Texas Instruments MSP 430 bringt es auf 660 MIPS/Watt, sagt TI.

Eine andere, schon lange benutzte Größe ist "MIPS pro Dollar". Das sieht man oft in der Werbung. Die dort angegebenen Preise gelten aber meist für 10.000 Stück, und diese Werbung richtet sich an die Hersteller von Geräten, ist also in Ingenieurszeitschriften zu finden.
TINA


C-001.382
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-280

Genau, Kahlbutz! Wie heißt es so schön:


TINA


C-001.383
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-5230-7

Hallo, Thomas Birk! Ich kenne dieses spezielle Teil nicht. Bei Trafos wird aber oft etwas verwendet, das hier auch sein könnte: eine Übertemperatur-Sicherung. 75 °C scheint mir eine brauchbare Temperatur zu sein. Bei Überschreiten der Temperatur geht die Sicherung kaputt - oder schaltet bloß ab, je nach Ausführung. Bei vielen Geräten ist eine selbstzerstörende Sicherung drin, weil man sicherstellen will, daß nicht ein Fehler auftritt und dann - nach Abkühlung - immer wieder ein Stromstoß durch das defekte (!) Gerät geht. Bei Akkus ist die Lade-Temperatur wichtig. Ist sie zu hoch, besteht die Gefahr einer Explosion oder eines Feuers. Darum ist es sinnvoll, hier zu "bremsen". Der Akkupack kann selbstverständlich ohne Sicherung betrieben werden. Dann würde die Hausratversicherung aber nicht zahlen. Aber selbst davon abgesehen, würde ich mir eine Sicherung besorgen. Wenn es nicht um spezielle Abmessungen oder eine besondere Bauform geht, dürfte eine andere Übertemperatursicherung auch reichen. Du muß meiner Meinung nach nicht unbedingt das Originalteil besorgen. Du solltest aber versuchen herauszufinden, wie hoch der Nennstrom des Originals ist!
TINA


C-001.384
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96

Antwort zu 04-8050-18

Klar, ToxiC, Du kannst Dir eine Kopie machen - aber nur von dem, wovon Du ein Original besitzt. Das wäre in Deinem Fall also von der Pappschachtel...
TINA


C-001.385
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Vorsicht! Ich hatte Euch gewarnt vor einer Firma, die ein Horoskop-Programm für rund 15.000 DM verkauft hat. Weil da sich jetzt etwas anbahnt, erkläre ich Euch, wie die Sache funktioniert hat: Ein Herr X läßt sich ein Programm schreiben. Mit diesem Programm kann man rund ein Dutzend verschiedene Horoskope drucken. Dann gibt er Inserate auf und sucht Leute, die ihren Computer zu Gold machen wollen. Wer sich meldet, wird zu Informationsveranstaltungen eingeladen. Die finden meist in Hotels statt. Wer dort sofort kauft, zahlt ein paar Tausender weniger - sonst sind es eben die rund 15.000.- Mark. Bei der Veranstaltung geht es so "richtig zur Sache": Da geht es gar nicht um die Horoskope, sondern darum, wie man schnell an "das große Geld" kommt. Wer das Programm gekauft hat, inseriert oder macht sonstwie Werbung und bietet seine Horoskope an. Die Ausdrucke werden gebunden und dann für mehrere zig Mark verkauft. Weil das eine gewerbliche Tätigkeit ist, muß man dafür ein Gewerbe anmelden. Wer das tut, ist aber Kaufmann und unterliegt einer anderen Rechtsprechung, muß für seine Firma Steuererklärungen machen und so weiter.

Der Herr X ist fein raus: Er hat seine 15.000 DM eingekassiert. Fallen auch nur 1000 Leute auf ihn rein, dann hat er mindestens 12 Mio DM eingenommen. (An Ausgaben hat er seine Reisen, die Kosten für die Inserate und zu Anfang noch die paar Kröten für den Programmierer.) Dafür kann man sich schon ein nettes Schlößchen als Wohnsitz leisten - und ein nettes Auto, Marke Edelst. Damit wird dann übrigens auf den Veranstaltungen geprahlt und demonstriert, wie gut man von dem Horoskope-Zeug leben kann. Wie viele der Horoskope-Drucker dabei untergegangen sind, wird wohlweislich veschwiegen.

Seit geraumer Zeit gibt es Zeitungsinserate für ...-Bücher. Wie das funktioniert? Sehr einfach: In die Bücher wird der Name des Kindes gedruckt, welches dieses Buch als Geschenk erhalten soll. Das Herstellen soll auf dem eigenen PC erfolgen. Bedingung natürlich wieder: Man muß eine Firma anmelden. Und wie früher muß man viele Teile von Herrn X kaufen. Das Buch kommt natürlich auch daher...

Ich will Euch kein X für ein A vormachen. Darum ein Tip: Wer unbedingt Bücher verkaufen will, der sollte sich von einem Autor die Druckrechte kaufen. Entweder zahlt man gleich 5000,-- DM oder staffelt die Zahlungen. Unterm Strich kommt man wahrscheinlich mit weniger als den halben Kosten aus, verglichen mit dem Herrn Schloß-Besitzer. Dafür aber hat man viel mehr Freiheiten.

Denkt mal drüber nach, wenn Ihr in die 7900 schaut!
TINA


C-001.386
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Ich habe Euch von einem Plasma-Bildschirm erzählt, der nicht nur 260.000 Farben gleichzeitig, sondern auch 21" Diagonale hat. Das ist ganz schön groß. Jetzt aber wird's gigantisch: Die gleiche Firma bietet einen Plasma-Bildschirm an mit 42" Diagonale. Das sind 106 cm! Beide Schirme haben nicht das gleiche Verhältnis zwischen Höhe und Breite wie CRTs. Aber der 42"-Schirm ist besser als Breitwandfernsehen.
TINA


C-001.387
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Bar Code ist bekannt. Seit letztem Jahr gibt es aber einen neuen, den sprechenden Bar Code. Dazu gehört auch eine Software: "Talking Bar Code". Die ist sogar Public Domain, auch in Europa! Sie wurde von einem Herrn Thompson geschrieben vom "Kentucky Department for the Blind", sagt die "ID Systems". Eingesetzt werden soll die Sache in Läden, damit die Blinden die Waren vor den Scanner halten können und ihnen der Computer dann erzählt, um was es sich handelt und wieviel es kostet.
TINA


C-001.388
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Ich hatte geschrieben, daß es im Norden nicht so gut aussieht, Computer-mäßig und überhaupt. Dazu kommt aus einer ganz anderen Richtung eine Bestätigung: Verbrechensstatistik nach Bundesländern: Hamburg liegt an der Spitze: auf 100.000 Einwohner 339 kommen Raubüberfälle, in Berlin 271 und in Bremen 210. Bayern ist am ruhigsten: nur 31!
TINA


C-001.389
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
"Kaufhof" wird von der "Metro" geschluckt. Beide zusammen haben 185.000 Angestellte und 65 MRD Umsatz. Das ist ziemlich genau die Größenordnung der Telekom! Womit wir bei der nächsten Fusion wären: "Quelle" kauft die (Paket)Post auf... Nein, das war natürlich ein Scherz. Wer will die schon...?
TINA


C-001.390
written ..........: 12.7.96
last time revised : 23.12.96
Texas Instruments will nächstes Jahr (sind nur noch 6 Monate) mit 0,18 Mikro-Bauteilen in Serie gehen. Weil die Transistoren und andere Elemente damit extrem winzig sind, kann man bis zu 125 Mio Elemente in einem Chip unterbringen. Umgerechnet sind das rund 20 oder 55 Pentiums parallel auf einem Chip.
TINA


C-001.391
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-44

Gerade das Werkeln mit Fingerabdrücken kann gewaltig ins Auge gehen, Shanky - THE MAD WOLF! Es ist schon lange möglich, Fingerabdrücke nachzumachen. Der einfachste Trick: Knetmasse auf einem Türgriff, wo man ahnungslos draufgreift. Mit dem nachgemachten Fingerabdruck kann man wunderbar die Lese-Geräte reinlegen. Das ist die eine Seite. Die andere: Man selbst bekommt kein Geld, wenn man dem Gerät nicht klarmachen kann, daß man der Echte ist. Wer sich also auf die Pfoten gehauen hat, weil der Hammer nicht den Metallnagel traf, muß erst das Pflaster runterziehen (autsch!) und und hoffen, daß die Kiste den verquollenen Finger akzeptiert. Na dann: Viel Spaß!
TINA


C-001.392
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 04-2740-276

Yö, Dr. Nö! Die 1500 Steckzyklen sind für einen Stecker nicht allzuviel. Es ist nämlich nicht so, daß man einmal steckt "und damit hat es sich". Wenn Du ganz genau aufpaßt, dann steckst Du rein, ziehst vielleicht wieder raus, ruckelst und versuchst es noch einmal. Das sind dann schon mindestens 3 Steckvorgänge: 2x rein, 1x raus. Schwupps! wird die Zahl der tatsächlichen Steck-Arbeiten radikal kleiner. Wenn ich an meinem Rechner bastele, dann muß ich mindestens 5 bis 10 mal die Tastatur umstecken. Das sind dann also mindestens 10 bis 20 Steckvorgänge. Weil ich ziemlich oft umbauen muß, geht das an die Substanz. Allerdings habe ich einen so hohen Verschleiß an Tastaturen, daß der Stecker der Tastatur keine Rolle spielt, eher der der Hauptplatine. Aber auch die Platinen haben nur eine kurze "Verweildauer"...

Bei den USB-Steckern wird es möglicherweise schlimmer, weil beim USB die Geräte hintereinander gesteckt werden. Aber das schaue ich mir erst mal an, wenn es so weit ist. Alte Regel: Die ersten Geräte sind die teuersten und die schlimmsten, siehe die ersten VLB- und PCI-Karten.
TINA


C-001.393
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Ich hatte geschrieben, daß durch langes Spielen Instrumente besser klingen. Die Ursache hat man herausgefunden: Es werden dämpfende Teile zerstört, so daß die anderen, gewollten Töne besser schwingen, dh besser klingen können. Im Fernsehen ( MDR? "Einfach genial"?) war jetzt ein Mann zu sehen, der damit Geld macht: Emil Weiß heißt er und für 1500 Mark "optimiert" er ein Instrument. Wie er das (schon seit 15 Jahren!) macht, ist natürlich sein Geheimnis. In der Sendung haben sie (sich) aber verraten: Seine (patentierte) Methode wäre so, als ob ein Musiker das Instrument 30 Jahre lang spielen würde. Das heißt nichts anderes, als daß das Instrument mit sehr hoher Lautstärke beschallt wird. Bei einem Horn (ein aufgewickeltes Blasinstrument) wurde das Horn an einen Schlauch angeschlossen... Wir treffen den Nagel auf den Knopf, wenn wir vermuten, daß die benutzten Frequenzen tief unten im Infraschallbereich liegen, also eine Infraschallflöte dahintersteckt. Wird das Instrument repariert oder umgebaut, so ist eine weitere "Optimierung" kostenlos. Bei 1500 Mark fällt so etwas unter "Mischkalkulation und Werbemaßnahme". Rechnen muß man können - der Mann ist clever.
TINA


C-001.394
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Antwort zu 2740

Laut "c't" [Heft 6/96, p20] gibt es beim HP-PA-8000-Prozessor eine kräftige Leistungssteigerung bei den Benchmarks: fast 30%. Interessanterweise aber nicht wegen einer enormen Verbesserung des Chips, sondern wegen einer Verbesserung der Compiler. Das läßt darauf schließen, daß wohl fast alle bisher veröffentlichten Werte wertlos sind, weil die Compiler eine extrem wichtige Rolle spielen, aber selbst keiner Bewertung unterliegen. Außerdem läßt das wiederum den Schluß zu, daß Compiler ähnlich reagieren können (Code entsprechend produzieren) wie die von Grafikkarten bekannten Schwindel-Hintertürchen, wo die Onboard-Controller bei Erkennen eines Testprogramms übel gemogelt haben.

Typ           Taktfreq.  SPECint95b  SPECfp95b
HP PA8000        -       8,6         15
HP PA8000 ??? 200 MHz   11,8 $  NEU  20,5 $ neuer Compiler!
HP P7200      120 MHz    4,37         7,54
DEC Alpha     300 MHz    7,3         11,6
DEC 21164     400 MHz   11,6 $  NEU  15,9 $     2000 US$/Stück
PowerPC 604   167 MHz    6,0          5,0
PowerPC 604   180 MHz    5,8 $  NEU   5,0 $     693US$  bei1000Stck
IDT  R  5000  200 MHz    5,5 $        5,5 $  
Mips R 10000  275 MHz   12,0 $       24,0 $
Ultra-SPARC   143 MHz    5,1          7,4
              200 MHz    7,7 $       11,1 $  NEU
P6            200 MHz    8,09         5,99
P6            200 MHz    8,1 $        6,8 $  NEU
($ SPECint95 und SPECfp95)
Umgerechnet auf 100 MHz:
Typ           SPECint95b   SPECfp95b
HP P8000 ???  4,3          7,5  (aus 200 MHz berechnet)
HP P8000 ???  6,9  $      10,25 $ neuer Compiler
HP P7200      3,64         6,28
DEC Alpha     2,43         3,86
              2,9  $       3,97 $ NEU
PowerPC 604   3,59         2,99
IDT  R  5000  2,75 $       2,75 $
Mips R 10000  4,36         8,72
Ultra-SPARC   3,56         5,17
              3,85 $       5,55 $ NEU
P6            4,04         2,99
P6            4,05 $       3,4  $ NEU
Die mit "NEU" markierten Angaben sind die jetzt veröffentlichten Werte. Nichts bemerkenswertes - bis auf den Compiler... Einsame Frontrunner nach wie vor der "R 10000" und der "PA 8000". Das gibt zu denken. Ganz besonders, wenn man die Taktfrequenz des PA 8000 mit 200 MHz ansetzt, wie die "c't" es jetzt tut. Bemerkenswert auch die trotz Frequenzanstieg nicht steigende Leistung des PowerPC. Bemerkenswert auch der erste Prozessor: adressierbarer Arbeitsspeicherbereich: 640 Byte (wahrscheinlich 64x10 Byte), gebaut aus 2300 Transistoren.
TINA


C-001.395
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Da wird in "c't" 7/96 (Seite 24) ein "Sicheres Internet-Terminal" angekündigt. Diesen Satz daraus muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Datenschutzbeauftragten können wir getrost entlassen, wenn die so etwas durchgehen lassen.
TINA


C-001.396
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Was seh' ich da: Geld selbst verdienen durch das Falten von Briefumschlägen!? Kurze Kostenrechnung: Wie sauber und wie schnell muß man falten, um gegen eine Maschine zu konkurieren, die garantiert mehr als 1000 Couverts pro Stunde schafft, fast wartungsfrei ist und die man sich auf fast nichts an Grundfläche in die Fabrik stellen kann!?
TINA


C-001.397
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Ein Info zu verschicken kostet ca 1 Mark Porto. Der Druck von 1 Seite A4 kostet maximal 10 Pfennig. Macht pro Antwort 1,90 DM Gewinn, wenn man mal von den Kosten für das Inserat absieht. Sind wir großzügig und drucken 2 Seiten (und selbst das noch teuer), geben wir uns mit knauserigen 1,80 Mark Gewinn zufrieden. Man ist ja bescheiden. Kleine Mathematikaufgabe: Bei einem Inserat von 1/32 Seite (sind 50x33 mm) kostet das Inserat 25 + 20 = 45 DM, plus 1 Mark Porto. Ohne Buchungskosten, weil als Bargeld verschickt, spendiert man 46 Mark. Frage: Wie viele Leute muß man einfangen, um mit der Masche Gewinn zu machen?
TINA


C-001.398
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Ich habe eine geniale Idee, wie man viel Geld scheffeln kann: Man gibt ein Inserat auf und verschickt jedem Interessenten das Basis-Material für seine neue Firma. Was das "Basis-Material" ist, sagt man natürlich nicht, wohl aber, daß es 10 Mark kostet. Jeder, der wild darauf ist, dieses "Basis-Material" zu bekommen, schreibt auch brav und schickt die 10 Mäuse in bar oder Briefmarken. Die Überraschung kommt dann mit der Post: Eine Diskette plus eine Anleitung, wie man Public-Domain-Disketten kopiert und damit reich werden kann.
TINA


C-001.399
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Schon seit Jahren unverändert: Der Stundenlohn für Heimarbeiter. Der Durchschnitt liegt in Deutschland immer noch bei ca 5 DM. Weil das nur der Durchschnitt ist, gibt es also genug Menschen, die für 3 Mark die Stunde arbeiten... Dies als Hinweis für alle, die Heimarbeit suchen. Als "Putze" arbeiten bringt mehr Geld.

Die Gefahr der Tele-Heimarbeit liegt ganz besonders darin, daß sich die Löhne an jenen schon existierender Heimarbeiten orientieren werden. Da haben ein paar Politiker ausnahmsweise recht mit ihrer Warnung vor Tele-Heimarbeit. Wer sich gar als Programmierer an derlei wagen will: Ein Chinese kostet nur 300 Mark im Monat. Und dieser Chinese kann seine Programme genausogut per Telefon schicken wie unsereins oder Deinereiner! Vergeßt nicht unser großes Finanzgenie Lars Windhorst, das seine Millionen auf Kosten vieler chinesischer Arbeiter macht - die in Deutschland Arbeitsplätze überflüssig machen. Denkt daran, wo Ihr Eure Sachen kauft. Denkt daran: Der Aufkleber auf Euren Platinen oder Mäusen "Made in China" heißt immer: "in Rotchina"!

* 7.2.97
In der ZEIT vom 7.2.97 schreibt Gundhild Lütge ["Achtung: Stromschlag"], daß allein in der deutschen Elektroindustrie seit Beginn der neunziger Jahre 200.000 Arbeitsplätze verloren gingen. China ist allein in der Sparte Elektrowerkzeuge der zweitgrößte Lieferant geworden. Insgesamt haben laut VDE Billigprodukte (unabhängig vom Herstellerland) einen Marktanteil von 10 Prozent erreicht.
Soweit die Daten aus der ZEIT.

200.000 Arbeitsplätze sind rund 5 Prozent der jetzigen Arbeitslosenzahl. Und das ist nur ein Teil der Gesamtstatistik. Ich kenne die aktuellen Arbeitslosenzahlen in den einzelnen Sparten der Industrie nicht. Es ist sicherlich falsch, auch in den anderen Sparten einen ähnlich hohen Anteil wie im Bereich Elektro oder gar Elektrowerkzeuge anzusetzen, aber ich glaube, daß auch bei vorsichtiger Schätzung mindestens 1 Million Arbeitsplätze nach Asien verkauft wurden.
Mindestens weitere Million fiel rationelleren Produktionsverfahren zum Opfer.
Die Arbeitsplätze wurden erfolgreich exportiert, nicht aber die dazugehörenden Arbeitskräfte. Diese müssen weiterhin am Leben gehalten werden, zuerst durchgefüttert als Arbeitslose, als Empfänger von Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe. Ihre spätere Rente wird de fakto auch nichts anderem entsprechen als dem jeweiligen Sozialhilfesatz...
Die Versuche der Beschäftigungstherapie müssen vom gesamten Volk getragen werden, ertragen werden - vor allem die Verelendung finanzieller und geistiger Art. Da muß man fragen, ob nicht eine teurere Produktion mit schlechteren Methoden, mit schlechteren Maschinen, dafür aber mit mehr Arbeitskräften, unterm Strich nicht doch die humanere, sozial und finanziell wesentlich fortschrittlichere Methode ist.
In Deutschland leben rund 80 Millionen Menschen, in Rotchina über 10 mal so viel. Verglichen mit Rotchina sind wir nur eine bedeutungslose Randerscheinung im Buch der Geschichte. Hoffentlich werden wir darin nicht zerquetscht wie eine Trockenblume...
TINA


C-001.400
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Virus alaaf, An@rKiA! Die Viren sind ein ziemliches Teufelszeug. BUKOWSKIs Meinung, den Besitz von Viren unter Strafe zu stellen, halte ich für Kohl. Schließlich muß man die Dinger ansehen und analysieren können. Außerdem kann man leicht an einen Virus geraten. Bin ich etwa Straftäter, weil ich einen Virus eingefangen habe!?

Viren anderen Leuten unterzujubeln, damit sie Schaden anrichten, ist etwas ganz anderes, ist selbstverständlich strafbar. Jeder, der will, kann sich (auch trotz Verbots) Viren beschaffen und sie in böser Absicht weiterverbreiten. Man hat eben als Besitzer eines Virus eine Verantwortung. Als Besitzer eines Küchenmessers hat man die auch. Weil wir uns nicht davor schützen können, daß Viren kursieren, müssen wir die Konsequenzen tragen: KEINE fremde Software auf den eigenen Rechner lassen und selbst kommerzielle Produkte vorher mit einem Viren-Scanner prüfen (was aber nix garantiert!). Nicht zu vergessen: ständige Datensicherung der gesamten Installation.

So, nun warte auch ich auf tieffliegende Tastaturen...
TINA


C-001.401
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Was lese ich da? Die Frauengruppe "schreibt sich 'grrls', um nicht von politisch überkorrekten Internetzensoren als anstößige 'Girls' ausgeblendet zu werden."! Wie tief müssen wir denn noch sinken? "Neusprach" ist ja ein Dreck gegen das, was man jetzt mit uns machen will. Müssen wir jetzt auch noch neue Wörter erfinden, nur um die Watch-Programme so unterlaufen zu können, damit unsere Texte trotzdem gelesen werden können?

Halt! Warum eigentlich nicht!? Seien wir doch mal konsequent und lassen ein Übersetzungsprogramm über unsere Texte "laufen": Dabei werden mit Hilfe einer Übersetzungstabelle (Datenbank) alle möglicherweise inkriminierten Wörter ersetzt durch andere, die bloß irgendwie falsch gesetzte Buchstaben haben. Wer die Texte anschließend lesen will, braucht nur ein Programm zum Zurückübersetzen. Diese Dinge sind selbst in BASIC leicht zu programmieren. Weil die Tabellen bzw die Übersetzer in Form eines kompilierten Programms verschickt werden könnten, werden sie von den Watchern nicht konfisziert.

Ich bin gespannt, was die Watch-Maker dazu sagen werden...
TINA


C-001.402
written ..........: 12.5.96
last time revised : 23.12.96
Ja, ich wollte meinen Namen schon immer im "Who is Who" lesen. Aber, wie kommt man DA schon rein!? Jetzt stellt Euch bloß mal vor, ich (ja, ich!) habe eine Einladung bekommen! Ehrlich! Wirklich wahr. Ich habe eine Einladung bekommen und darf auch im "Who is Who" stehen. Aber was die Leute dafür alles von mir wissen wollen:

  • Beschäftigung:
    - erste (z.B. Manager einer Öl-Firma)
    - zweite (z.B. Berater oder Forscher)

  • Geburtsinformationen:
    Ort, Provinz, Land, Datum; Land, in das eingewandert wurde - bitte mit Datum!

  • Eltern:
    - Vater: Familienname, erster Name, mittlerer Name, Name vor der Heirat
    - Mutter: dito

  • Heirat:
    - Familienname des Partners, erster Name, mittlerer Name
    - Name vor der Heirat, Datum der Heirat

  • Kinder, Namen gelistet nach Alter, das älteste zuerst.

  • Die vorigen Daten bitte für die jetzige und dann ebenso die für die vorherige Heirat, dazu das Scheidungsdatum

  • Ausbildung:
    - alle Termine + andere Daten der durchlaufenen Institutionen, plus alle erworbenen Titel
    - Lebenslauf im Beruf, alle Firmen, alle Titel
    - private und politische Ämter: Amt, Organisation, Ort, Jahr. Aber alle!

  • Militärzeit: wie gehabt!
    Orden, Titel: alle, samt Daten!

  • Mitgliedschaften in Organisationen und Vereinen, private wie berufliche: alle, samt Amt und Terminen, religiöse und andere Zugehörigkeiten.

  • Adresse (die wird aber nur auf Wunsch gedruckt)

    "Glückwunsch zu Ihren Leistungen, die unser Herausgeberkommittee auf Ihren Namen aufmerksam werden ließen."

Oh, danke! Danke bestens. Bei DER Wunschliste kann man froh sein, wenn diese Typen nicht noch nach der Schuhgröße fragen. Ich glaube, ich verzichte doch lieber. Also, liebe Leute, werdet Ihr mich doch nicht finden im "Who is Who in Finance and Industry"...
TINA


So, Leute, das waren die alten Sachen, zum Teil mit neueren Anmerkungen versehen.

Vielen Dank an Susanne, ohne die ich das alles nicht geschafft hätte.
TINA



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