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Aribert Deckers, 6.3.2007
"Wehrhafte Medizin!"
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Texte und Bilder aus dem Prospekt der Fa. Medikor

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MAGENGESCHWÜRE UND GESCHWÜRE DES ZWÖLFFINGERDARMS - POLYETIOLOGISCHE KRANKHEITEN

Laut heutigen Vorstellungen wird die Entwicklung der Geschwüre des Zwölffingerdarms durch eine Reihe von allgemeinen und lokalen Faktoren verursacht. Die wichtigste Ursache ist die Nichtübereinstimmung von "Aggressions-" und "Schutzfaktoren" der Zwölffingerdarm-Schleimhaut. Zu den "Aggressionsfaktoren" zählt in erster Linie eine unvollstädige Neutralisierung der Salzsäure im Abschnitt Antrum/Duodenum. Das sich hier gestaltende zu sauer reagierende Medium und die uninhibierte Pepsin-Aktivität schaffen die Bedingungen für eine Selbstverdauung der darauf nicht angepaßten Zwölffingerdarm-Schleimhaut. Die bereits vor über 80 Jahren formulierte.
Regel: "Ohne Säure entwickelt sich kein Geschwür" bleibt auch heute aktuell. Zu den Ursachen der Ansäurung des intraduodenalen Mediums gehören einerseits die Hyperchlorhydratisation, verursacht durch Massezunahme der Belagzellen, Hyperreaktivität von Hauptdrüsen, Hypervagotonie und Hypergastrinämie, Insuffizienz von hormonalen Inhibitoren der Magen-Säurebildung, Störung deren antroduodenalen Regelung, Beschleunigung des Übergangs des angesäuerten Mageninhalts in den Zwölffingerdarm und andererseits - unadäquate Salzsäure-Neutralisierung und Pepsin-Deaktivierung in den ersten Zwölffingerdarm-Abschnitten, was auf Insuffizienz der Hydrogenkarbonat-Sekretion der Pankreasdrüse, Störung der Gallenabsonderung, duodenale
Dysmotorik, die die retropulsive Zufuhr des Pankreassafts ins Zwölffingerdarmzwiebel stört, und Störung der Sekretion der die Zwölffingerdarm-Schleimhaut

schützenden Muzinsubstantionen zurückzuführen ist. Der Einfluß von pepsinbedingten Störungen auf die Magengeschwür-Entwicklung ist nicht so groß wie im Falle der Zwölffingerdarm-Geschwüre. Die wichtigsten Ulzerogenese-Faktoren sind hier trophische Störungen in der Magenwand, Mikrokreislauf - Verstimmungen und Verstimmung von Magenschleimhaut-Anpassungsmechanismen.
Wichtig ist auch der Infektionsfaktor. In den Schleimhaut- und Unterschleimhautschichten der Magen-und Zwölffingerdarmzwiebel-Wände werden in den Entzündungs- und Nekrosebereichen in der Regel die Verbindungen von pathogenen Mikroorganismen, verschiedensartige Streptokokken, Staphylokokken, Darmstäbchen u.a.nachgewiesen.
Aber die wichtigste Bedeutung wird in den letzten Jahren einem spezifischen, die Magenschleimhaut kolonisierenden Erreger - Helicobacter Pylori, - beigemessen. Diese Bakterie verursacht die Entwicklung der chronischen Gastritis und ist zugleich der wichtigste Faktor der Pathogenese von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Zu erwähnen ist auch die für Geschwürkranken typische angeborene oder erworbene Störung der immunen Homöostase, die zur Störung der Regelung von Regenerationsprozessen in Magen- und Zwölffingerdarmwänden führt.
Vor diesem Hintergrund können verschiedene äußeren Faktoren, wie Streß, unregelmäßige Verpflegung, Alkohol-Mißbrauch, Rauchen, Annahme von bestimmten Arzneimitteln, diese "Aggressionsfaktoren" nur verstärken und das Vorherrschen dieser über den "Schutzfaktoren" unterstützen.



Letzte Bearbeitung dieser Seite am 27.11.2000