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Aribert Deckers, 6.3.2007
"Wehrhafte Medizin!"

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Diskussionen zur Galavit

[Diskussion ausschliesslich ueber das Forum] http://www.galavitforum.de
[Aribert Deckers, 6.3.2007]

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Rolf Schälike


  • Fachklinik Carolinum in Bad Karlshafen
    (http://www.galavit.com)
    http://www.galavit.com wird zur Zeit benutzt von "Bach Pharma, Inc, USA".
  • Stressgen Biotechnologies - Prüfung s.g. Stresshormone
    (http://www.stressgen.com) "Stressgen now is nventa"
  • Krebsinformationsdienst Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
    (http://www.krebsinformation.de)
  • Beipackzettel - Galavit-Beipackzettel russisch/deutsch
  • Studie des Arzneimittels Human-Eigenblutzytokine von Dr. Klehr
    (http://www.drklehr-studie.de/sites/index2.html)
  • Arbeitskreis "Krebs-Immun-Therapie" zum Immunmodulator GALAVIT Zürich / Schweiz
    (http://www.Galavit.de)
  • Dr. Klehr Institut für Immunologie und Zellbiologie GmbH
    Zweigniederlassung München
    (http://www.klehr-dr-med.de)
  • Behandlungsmethoden bei Krebs
    (http://www.krebsgesellschaft-nrw.de)
  • INKA Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige
    (http://www.inkanet.de)
  • INKA Diskussionsforum
    (http://www.inkanet.de/pin/pinmenu.htm)
[Linkliste ueberarbeitet, 6.3.2007
Aribert Deckers]



Sylvia.Kirschstein schrieb am May 4, 2000: [1]

mehrere leute haben hier (im diskussionsforum INKA) nach informationen ueber GALAVIT gefragt. ich habe in irgendeiner frauenzeitschrift auch diesen bericht ueber den schauspieler ivan desny gelesen, dem das geholfen haben soll. und ich habe mit fireball und altavista nach galavit gesucht. das ergebnis: es gibt je nach suchmaschine 2 verweise - der eine auf die inkanet-pinwand, der andere auf das gaestebuch im datadiwan. fuer ein vielversprechendes krebsmittel ist das ungewoehnlich. eigentlich muessten jede menge verweise auftauchen, und sei es nur, um entweder zu preisen oder zu bestreiten. ich habe auch noch einmal nach desny, ivan gesucht. auch hier nichts ueber krebsheilung durch galavit, genauer, nicht mal was ueber krebs. da eine der anfragen von 23.000 dm sprach, die eine selbstfinanzierte therapie kosten soll, schrillt bei mir die alarmglocke. (1) galavit wird in den zeitungsberichten stets als mittel zur staerkung des immunsystems beschrieben. was daran besser, wirksamer, krebshemmender sein soll als andere immuntherapien, ist fuer mich nicht herauszufinden. (2) anders als andere praeparate wird es nicht so breit diskutiert, dass wir via internet schnell an informationen kommen [egal ob pro oder contra] (3) wenn die russischen forscher so erfolgreich sind, muessen sie an der vermarktung interessiert sein und huellen sich doch nicht in schweigen. galavit kann es auch nicht erst seit gestern geben, wenn es fuer astronauten entwickelt wurde und erst danach seinen weg in die krebstherapie gefunden hat. (4) wenn ein recht bekannter mensch wie ivan desny an hodenkrebs erkrankt und durch galavit geheilt wird, muesste es hierzu von berichten wimmeln. nix. das mag an seiner pressearbeit liegen, er ist ja durchaus betagt. andererseits denke ich doch, dass andere, z.b. die regenbogenpresse sich der modernen kommunikationswege bedienen. bevor ich soviel geld fuer galavit ausgeben wuerde [das an anderer stelle fehlen kann], wuerde ich (1) versuchen, kontakt mit herrn desny aufzunehmen, und mir von ihm die galavit-story bestaetigen lassen (2) versuchen, die adresse und die namen der aerzte der moskauer klinik zu erfahren, die ihn behandelt haben sollen. und die dann kontaktieren. falls noetig, ich habe eine russische freundin, die als uebersetzerin arbeitet und eine solche anfrage bestimmt kostenlos uebersetzt. (3) von den therapeuten, die galavit anbieten, unterlagen anfordern. (4) andere kliniken kontaktieren, die immuntherapien in der krebsbehandlung einsetzen und nach galavit ausfragen. alles gute sylvia kirschstein

Theresa Figueroa schrieb am May 4, 2000: [1]

Das Mail von Syliva Kirschstein, das ich auf der Suche nach dem ominösen Galavit gelesen habe, spricht mir aus der Seele. Ich habe auch eine russische Freundin in London, die jederzeit Nachforschungen durch Ihre Moskauer Freunde anstellen würde - wenn wir irgendwelche halbwegs seriösen Informationen hätten. Mein Vater hat Prostatakrebs, wurde vor einem Jahr festgestellt, Metastasen in Lunge und Leber, die mit der Hormontherapie verschwanden. Allerdings wurde der Tumor schon nach 3 Monaten hormon-restistent und seitdem verwendete die Schulmedizin ihn als Versuchskaninchen (sogar Beginn einer Chemotherapie gegen seinen Willen, als er zur Schmerztherapie im Krankenhaus war). Jetzt ist er zu Hause, kann bereits wieder gehen (er hat Metastasen an den Wirbeln und muss daher Schmerzmittel nehmen) und isst auch wieder ein wenig. Wir versuchen jetzt, mit einem Minimum an Schulmedizin (gegen Schmerzen und gegen den Knochenabbau) und einem höheren Anteil an ganzheitlicher Naturmedizin einen Weg zu grösserer Lebensqualität für die verbleibende Zeit zu finden. Natürlich suche ich verzweifelt nach einem Medikament für ihn, ich habe im Laufe des letzten Jahres etliche Bücher und hunderte Seiten im Internet durchgestöbert und bin für einen Laien wahrscheinlich recht bewandert auf diesem Gebiet. Hätte mein Vater seit Beginn der Diagnose "Krebs" seinem Immunsystem mehr auf die Sprünge geholfen und hätte ich einige Informationen schon früher gehabt, hätten wir uns einige Untersuchungen und Behandlungen, die keineswegs zu einer Heilung führen konnten, sondern nur den Körper belasteten und den Ärzten "interessante" statistische Daten zur Verfügung stellten, ersparen können. Solltest es irgendeine fundierte Neuigkeit haben, danke ich für eine kurze Information.>

Christian Metzdorf schrieb am May 8, 2000: [1]

Da mein Vater an Rippenfellkrebs erkrankt ist und die Chemotherapie nicht anschlagen will, suchen auch wir nach alternativen Behandlungsmethoden (operiert werden kann nicht, Metastasen gibt es angeblich keine). Im Moment nimmt er zusätzlich zur Chemo Wobemugos und bekommt Mistel gespritzt. Auch wir haben von Galavit gehört und Infomaterial von der Klinik in Bad Heilbrunn angefordert und auch bekommen. Mehr kann ich dazu aber im Moment nicht sagen, weil ich den Inhalt noch nicht kenne (wohne leider zu weit von meinen Eltern entfernt, sehe sie erst wieder am Wochenende). Bei Interesse werde ich aber gerne berichten. Was mir noch über den Weg gelaufen ist, ist das Mittel RECANCOSTAT. Hat damit jemand Erfahrungen gemacht? Weiterhin gibt es einen sogenannten COD-Tee. Auch hier meine Frage, ob jemand Erfahrungen damit gemacht hat. Wahrscheinlich geht es nicht nur meinem Vater so, dass man aus den Herren in Weiß nicht sehr viel herausbekommt (WOBEMUGOS und Mistel nimmt mein Vater nur, weil meine Eltern explizit danach gefragt haben. Geraten bekommt man nichts). Genau so geht es uns in Bezug auf Spezialkliniken zur Krebsbehandlung. Gibt es solche? Wo bekommen wir mehr Informationen darüber. Ich würde auch gerne etwas mehr geben und nicht nur Fragen stellen, bin aber leider durch meinen zu geringen Wissensstand nicht in der Lage dazu. Ich würde mich auf jeden Fall über Anregungen und Antworten an Christian@Metzdorf.net freuen.

Elke Podpetschnig schrieb am May 11, 2000: [1]

Informationen zu "Galavit"
Galavit ist ein russischer Immunmodulator. Spärliche Informationen können bezogen werden bei dem "Informationszentrum Mission Pharma AG ; Rennfeld 13 , A-6370 Kitzbühel; Tel.: 0043-5356-645 22; Fax: 0043-5356-645 22-99. Wer sich damit behandeln lassen will (intramuskuläre Injektionen), kann sich unter der Telefonnummer 089-358463636 einen Termin in einer Spezialklinik geben lassen. Die 3-wöchige Kur kostet angeblich DM 17.000 und wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Ich vermute, daß es sich um die hier in Europa nicht bekannte Substanz "Polyaxidon" handelt. Aus erster Hand weiß ich, daß russische Immunologen damit z. Zt. klinische Untersuchungen auch an Krebs-Patienten durchführen. Die Erfolge scheinen sehr unterschiedlich und sehr individuell zu sein, je nachdem, wie der einzelne Patient auf diese Substanz anspricht. Hier eine weitere Internet-Anschrift von Forschern, die sich u. a. mit dem Einsatz und der klinischen Prüfung sog. Stresshormone bei Krebs beschäftigen: http://www.stressgen.com

Ulrike schrieb am May 12, 2000: [1]

Ueber Galavit, noch Polyaxidon gibt es irgendwelche Forschungsberichte, Publikationen (medline). Das sollte jedem zu denken geben, da jeder Forscher natuerlich publiziert. Selbst ueber Alternative Methoden wie "Mistel" etc laesst sich in einigen Aerztezeitschriften pro und contra Diskussionen finden. Ueber Galavit liegt auch kein Patentantrag vor (Wichtig!!! Patentantrag heisst nicht das die Substanz wirksam ist, sondern nur die Idee das die Substanz/Methode wirken koennte), noch ein Eintrag in pharmakologische. Normalerweise werden dort neue Substanzen nach Ihrer Entdeckung eingestragen und der Stand der Forschungsaktivitaeten. Dort auch nichts nada....

Sylvia Kirschstein schrieb am May 12, 2000: [1]

im anschluss an ulrike und andere noch mal zu galavit: von waldi habe ich 3 wegsites genannt bekommen, die sich mit galavit befassen [genauer, das produkt verkaufen]: http://www.Krebs-Immun-Therapie.de, http://www.Galavit.com, http://www.klehr-dr-med.de

ich habe an die bei einer der beiden ersten angegebenen mailadressen folgende anfrage am 01.05.2000 geschickt - bis heute ohne antwort: sehr geehrte damen und herren, ich habe auf Ihrer homepage ueber galavit gelesen und bin mir ueber die wirkweise immer noch nicht im klaren. das besondere an galavit ist, daß es ein "spezifischer immun-modulator" ist. daraus schliesse ich, dass er das immunsystem anregt, bestimmte zelltypen zu erkennen und anzugreifen. welche sind das? soweit ich bis jetzt verstanden habe, unterschieden sich die krebsarten auch in den merkmalen der zugehörigen krebszellen und ihren tarnmethoden. wenn das zutrifft, kann galavit doch nur fuer bestimmte krebsarten mit aehnlichen bis gleichen eigenschaften wirkung erzielen? es waere hilfreich, wenn man darueber genaueres in erfahrung bringen koennte. Sie koennen sich sicher vorstellen, dass selbsthilfegruppen, kranke und angehoerige sowohl im richtigen leben als auch im internet alle erfolgversprechenden therapien mit leidenschaft verfolgen. differenzierte informationen helfen, in die richtige richtung zu gehen. fuer Ihre antwort bedanke ich mich im vorwege.

von karl stallknecht habe ich als anlaufadresse, die dem musterpatienten ivan desny geholfen haben soll, genannt bekommen: Arbeitskreis"Krebs-Immun-Therapie" Prof.Dr.Rauchfuß Abt-Walther Weg 14-16 Tel:089-358463636

 ich gebe die adressen weiter, weil "man schon pferde vor der apotheke hat kotzen sehen" und weil ich nicht zum zensor berufen bin. meine EINSCHAETZUNG ist, dass galavit wie das "tal der schmetterlinge" ist: kaum einer kommt hin, wer da war schwaermt, in wirklichkeit ist es die absolute oednis. jedoch: wir haetten uns auch von nichts abhalten lassen und daher ziehe ich es vor, wenigstens die phase "suchen" abzukuerzen. sollte jemand an meiner einschaetzung ruetteln koennen durch eigene erfahrung, bitte ich um rueckmeldung. viele herzliche gruesse, sylvia kirschstein

Carsten B. schrieb am May 17, 2000: [1]

Ich wuerde gerne einige Anregungen fuer verschiedene alternative Krebsbehandlungen geben. Vor ca. 1.5 Jahren ist meine Mutter an einem Tonsillenkarzinom mit Lymphknotenmetastasierung erkrankt. Mehrere Operationen und Bestrahlungen konnten Rezidive nicht verhindern. Nachdem ich mich ueber alternative Behandlungen kundig gemacht hatte, war meine Mutter 4 Wochen in der Klinik St. Georg in Bad Aibling (Kasse zahlt Behandlung dort aber nicht mehr), anschliessend war sie 2 Monate in der Hufelandklinik in Bad Mergentheim (Dr. Woeppel). Meine Erfahrungen dort waren sehr gut, die Aerzte sind verstaendnisvoll und auch bereit neue Wege zu gehen. Leider konnte auch dort der aggressive Krebs meiner Mutter nicht aufgehalten werden und ihr Allgemeinzustand hat sich stark verschlechtert (Fieber, Motivationsverlust). Sie begann mit einer Ukrain-Therapie. Desweiteren versorge ich sie seit ca. 2 Wochen mit ENADA-NADH, SPES und Ganoderma Sporen und ihr Zustand hat sich seitdem sehr verbessert, Fieber hat sie nur noch selten, vor allem ist sie wieder motivierter und kraeftiger. Was letztlich die Verbesserung gebracht hat, Ukrain, SPES, NADH, Ganoderma Sporen weiss ich nicht genau. Leider sind SPES und Ganoderma Sporen sehr teuer SPES (150-200 DM), Ganoderma (300DM) fuer eine Woche. Uebrigens gibt es fuer Prostata-Krebs ein spezielles PC-SPES. Zu Galavit: Ich war mit meiner Mutter in Bad Heilbrunn zu einer Informationsveranstaltung in der dortigen Privatklinik. Eine Behandlung kostet 22.800 DM, nur fuer Galavit und Eigenblut-Zytokine. (3 Wochen Galavit + 3 Monate Eigenblut-Zytok.). Bei Medikamenten, die aus Russland kommen ist es oft so, dass diese ziemlich unbekannt sind, im Endeffekt kann ich nicht sagen, ob es hilft, meine Mutter wird die Behandlung naechste Woche beginnen und dann kann ich meine Erfahrungen damit weitergeben.

Anja von INKA schrieb am May 18, 2000: [1]

Hallo ihr Lieben, Galavit beschäftigt euch sehr. Eine über 20.000 DM teure Behandlung über deren Wirkung man nichts weiß! Aus Rußland! Klingelt es nicht bei Euch? Der Krebsinformationsdienst http://www.krebsinformation.de klärt hier auf! Leider haben wir den Eindruck, daß sich auf der Pinnwand inzwischen einige "fingierte" Patienten tummeln, also Pharmafirmen und Ärzte, die bestimmte Produkte anbieten wollen. Dies läßt sich nicht genau dingfest machen. Deshalb hinterfragt auch auf unseren INKA-Pinnwandseiten immer alles! Kraft und Sonne für Euch, Anja Forbriger

Carsten B. schrieb am May 18, 2000: [1]

Durch den letzten Eintrag fuehle ich mich direkt angesprochen und muss sagen, dass ich wirklich enttaeuscht bin, dass mir eine "fingierte Patientengeschichte" unterstellt wird. Wer nahe Angehoerige hat weiss welche Belastungen man durchleben muss, vor allem, wenn man fuer die erkrankte Person grosse Verantwortung traegt. Ich gebe zu, dass der Krebsmittelmarkt ein wahrer Dschungel ist und man kann sich nie sicher sein, dass man nicht betrogen wird. Als Naturwissenschaftler (Ingenieur) fuehle ich mich jedoch in der Lage zumindest die ganz schwarzen Schafe auszusortieren, aber wenn ich mal die Frage stellen darf, was soll man denn tun, wenn unsere so tolle Schulmedizin nur noch mit den Achseln zuckt? Ich weiss auch nicht, ob Galavit wirklich den Erfolg bringt, den die dortigen Aerzte versprechen. Ausserdem kann ich nicht garantieren oder beweisen, dass irgendwelche ungewoehnlichen Medikamente helfen. Ich weiss nur, dass ich vor 1.5 Jahren froh gewesen waere, wenn mir jemand ein paar Tips gegeben haette, damals kannte ich nichts ausser der klassischen Behandlungskette: OP,Bestrahlung,Chemo. Auch diese Behandlungen, vor allem die OP, haben ihre Notwendigkeit, jedoch denke ich heute, das man einiges darueber hinaus tun kann und auch sollte.

Christian schrieb am May 18, 2000: [1]

Ich möchte mich dem Beitrag von Carsten anschliessen, da ich auch nach Galavit gefragt hatte. Mit Sicherheit ist diese Frage nicht fingiert gewesen, sondern eher der Griff nach einem Strohhalm. Alles was aus den Ärzten herauszubekommen ist, ist dass eine Chemeo nach der anderen probiert wird und es meinem Vater wirklich "zusehens" schlechter geht. Und zwar meiner Meinung nach genau wegen der Chemos. Ich abe weitere Recherchen angestellt und einige Aufsätze bei verschiedenen Krebsforschungszentren gefunden, in denen (soweit ich das beurteilen kann) die Erfolgsaussichten einer Chemotherapie bei Pleuralkrebs als sehr sehr gering eingestuft werden. Wir haben den Lungenfacharzt damit konfrontiert. Dieser hat in der behandelnden Klinik nachgefragt und folgende Aussage getroffen: "Es gibt noch eine leichtere Chemo, die man probieren sollte, ansonsten hilft nur noch abwarten". Bei diesen Aussichten ist es doch nicht verwunderlich, dass wir jedem Hinweis nachgehen... Gerade habe ich mit meiner Mutter telefoniert. Mein Vater hat beschlossen keine Chemo mehr zu machen (Heute wäre Termin gewesen). Jetzt geht es "nur noch" darum ihm mitzuteilen wie es steht. Das wird schwer genug. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Pinnwand-Schreibern und bei den Betreibern von INKA für alles bedanken, was ich hier erfahren konnte und uns sehr geholfen hat.

Sylvia Kirschstein schrieb am May 18, 2000: [1]

galavit beschaeftigt uns sehr, weil's fuer die einen noch eine hoffnung signalisiert (carsten, christian, jörg), für die anderen alle anzeichen eines teuren leeren versprechens enthaelt (auch fuer mich). ich habe IMMER NOCH KEINE ANTWORT auf die frage, was die immunspezifische wirkung von galavit sein soll. die 3 galavit-sites verweisen auf die klinik heilbrunn - fuer verkaufsgespraeche reicht die zeit offenbar, fuer ein kurze, klare (kostenlose) auskunft NICHT. carsten + christian nennen genau die punkte, weshalb sowas funktioniert: "aus den aerzten ist kaum was rauszubekommen", "was tun, wenn die schulmedizin nur noch mit den schultern zuckt" - je weniger hoffnung die offiziell anerkannte medizin machen kann, desto weniger gehen die aerzte auf uns (kranke + angehoerige) ein; und von wegen aufklaerung ueber die krankheit: bei uns hat das praktisch nicht stattgefunden, ebensowenig aufklaerung ueber nebenwirkungen (was ist der krebs, was die bestrahlung, was die chemo). anteilnahme, sorgfalt und interesse an ihren patienten, auch wenn vermutlich keine heilung zu erzielen ist, wuerde schon viel bewirken; die tueren fuer die geheimtips nicht so sperrangelweit aufreissen. es gibt hier im inkanet eine seite und mehrere links zum thema; ich habe die bis heute uebersehen und moechte Euch empfehlen, die im hinterkopf zu behalten, wenn es um die frage zusaetzlicher oder ganz alternativer therapien geht: #1 im inkanet ist das die seite http://www.inkanet.de/hinweise/altchk.htm #2 eine uebersicht weiterer info-seiten findet Ihr unter http://www.inkanet.de/map.htm (seitenende: übersicht) #3 eine ausfuehrliche darstellung von nicht-standard-therapien liefert http://www.krebsgesellschaft-nrw.de/alternat.htm; die wirksamkeit wird nicht grundsaetzlich verneint, die vorstellung allerdings, dass "der patient vorrangig durch den behandelnden arzt informiert" wird, stoesst sich an der realitaet. unsere jedenfalls haben fast alle ablehnend, gelegentlich hysterisch reagiert. gruss sylvia kirschstein

Christa Neumann schrieb am May 18, 2000: [1]

Lange hab ich mich nicht mehr gemeldet, mein Mann ist leider inzwischen eingeschlafen. Es ist gerade 3 Wochen her. Die letzten Einträge in der Pinnwand sind wie aus unserem Leben.Seit letzten Sommer hieß es " Schulmedizinisch austherapiert!" Vorher hatten wir ja noch irgendwie Hoffnung, Chemo u. Bestrahlung hatten ja gewirkt. Aber sie hatten ihn auch geschwächt, sein Immunsystem war im Eimer. Und kein Arzt hatte uns gesagt, dass die Bestrahlung Nerven schädigt und dann unglaubliche Schmerzen entstehen. Solange die Chemos liefen war kein Onkologe bereit, sich über z. B. Mistel und Thymus zu äußern. Verwischt es die Bilder der Studien? Natürlich fühlte mein Mann sich fallen gelassen von der Schulmedizin. Sollte er nun auf den Tod warten? Erst zu diesem Zeitpunkt ( leider!) begannen wir, uns zu informieren. Ob das Kind nun Galavit oder Hyperthermie oder Impfung von Krebszellen heißt, ist doch völlig egal. Leider gab es aber weder von Ärzten noch von Krankenkassen irgendwelche Unterstützung. Im Gegenteil, wir haben um alles hart kämpfen müssen. Ist das Leben eines Menschen wirklich eine Kostenfrage? Mein Mann war im Dezember auf 65kg ( 206 cm Größe) abgemagert und kam nach langem Kampf mit der Kasse dann in die Biomed-Klinik nach Beelitz. Regionale Hyperthermie, Hochdosis Vitamin A + E und Selen und vor allem das Gefühl " hier hat man mich nicht aufgegeben" haben bewirkt, dass er dort 7 kg zugenommen hat. Es ging ihm 3 Monate wieder richtig gut. Ob die Hyperthermie geholfen hat, glaube ich nicht, aber hätte man früher damit angefangen, wer weiß? Diese Behandlung hat über 12000 DM gekostet und nur 3 Monate was gebracht. Mir stellt sich die Frage, wie viel ist ein Menschenleben denn pro Monat wert. Und wer stellt diese Rechnung auf? Krankenkassen? Forscher basteln für teures Geld neue Ohren auf Mäuserücken. Kann man nicht auch ohne Ohren??? Ich weiß, ich bin zynisch! Bitter war die Erfahrung, dass kaum ein Onkologe sich über die Standardbehandlungen hinwegsetzte. Und nur zu verständlich ist es doch, dass sich der Kranke und seine Angehörigen an alle "Strohhalme" klammern, die zu greifen sind. Sicherlich gibt es viele Scharlatane auf diesem Gebiet, die aus dieser Situation noch Geld machen wollen, aber was macht denn die Pharmaindustrie? Ich stehe noch immer auf dem Standpunkt, dass einem Krebspatienten das Komplettangebot der Behandlung bekommen sollte und sollte mir so eine Krankheit widerfahren, ich würde wieder darum kämpfen. PS: an Anja, meine E-Mail-Adresse ist in diesem Fall rein privat.

Frank Meyer schrieb am May 29, 2000: [1]

Hallo. Ich habe heute die INKA-Pinnwand entdeckt da ich auf der Suche nach Erfahrungen mit dem immunmodulator Galavit bin. Die Diskussion darüber hat mich sehr nachdenklich gemacht ob es das richtige ist was mann tut. Bei meiner, heute 3 jährigen, Tochter wurde im Februar 99 ein ca.4,5 cm großes Ponsgliom (Gehirntumor) diagnostiziert. Von da an begann eine zweimonatige Chemotherapie mit Stationärem Aufendhalt. Danach sagte man uns das wir eigentlich aufhören könnten da keine Hoffnung auf Heilung besteht. Wir entschieden uns für eine Erhaltungstherapie. Im Januar 2000 hatte sich unsere Tochter soweit verschlechtert das sie nicht mehr alleine sitzen konnte geschweige denn allein Essen oder Trinken. Die Hilfe der Ärzte und das zeigen von möglichen Alternativen war gleich Null. In dieser Situation saugt man alle Infos über Krebsmedikamente regelrecht auf. Mein Vater wies uns darauf hin das auf SAT1 ein Beitrag über ein neues Krebsmedikament läuft. 3 Tage später waren wir in Bad Heilbrunn und haben uns zu Galavit informiert. Der Preis der Therapie hat uns auch ganz schön schockiert aber es ist uns Scheißegal denn unserer Tochter geht es Heute wieder besser. Vor einer Woche war wieder Kernspintomographie. Der Tumorkern hat sich verkleinert und wir werden die Therapie solange weiterführen bis er weg ist oder eine andere Therapie in Frage kommt, egal ob wir unser letztes Hemd verkaufen müssen, denn nichts anderes als Zeitschinden ist uns das wichtigste. Zurzeit bekommt unsere Tochter alle zwei Tage eine Eigenblutspritze. Das ist die Anschlusstherapie an die 3 wöchige Galavittherapie. Das Leben ist für uns wieder Lebenswert geworden. Unsere Tochter Krabbelt wieder durch die Wohnung, sie kann wieder alleine Essen, fährt mit ihrem Spielzeugtraktor durch den Garten und man kann sie wieder eine weile allein spielen lassen. Die Galavit/Eigenbluttherapie ist bestimmt kein Allheilmittel aber bestimmt eine Chance und die Schulmedizin kann uns ja auch nichts versprechen. Ich bin ehrlichgesagt froh das wir diesen Schritt gegangen sind. Vielen Dank das ich hier mal die Möglichkeit habe euch unsere Erfahrungen mitzuteilen.

Carsten B. scheirb am 21.06.2000: [1]

Ich werde hier mal das bei manchen verhasste Thema Galavit ansprechen. Ich habe jedoch in einem frueheren Beitrag geschrieben, dass ich ueber die Erfahrungen meiner Mutter berichten werde. Vor 4 Wochen ist meine Mutter mit mehreren inoperablen Tumoren als Rezidive eines Tonsillenkarzinoms nach Bad Heilbrunn gefahren um dort die Therapie mit Galavit (http://www.Krebs-Immun-Therapie.de) und Eigenblutzytokinen (http://www.klehr-dr-med.de) zu machen. Ihr Zustand wurde von ihrem HNO-Arzt sehr unsanft und eiskalt als unheilbar und austherapiert bezeichnet. Sie fuehlte sich sehr schwach und hatte Fieber. Schon nach einer Woche der Behandlung hat sich ihr Zustand nach ihrer eigenen Schilderung stark gebessert, neuer Lebenswille kam auf und die Tumoren begannen sich teilweise aufzuloesen, man konnte dies deutlich sehen, da an einer Seite ploetzlich statt eines Tumors ein Loch bis in den Mundraum war. Die anderen Tumore haben sich inzwischen stark verhaertet, angeblich ein gutes Zeichen. Die Behamdlung mit Galavit wird jetzt auch in der Klinik Carolinum (http://www.galavit.com/default.htm) in Bad Karlshafen durchgefuehrt. Die Kosten sind um ca. 6000 DM reduziert worden. Bei meiner Mutter hat die Behandlung sehr geholfen.

Sylvia Kirschstein schrieb am Jun 21, 2000: [1]

hallo carsten, VERHASST ist hier krebs und der versuch, aus der not geld zu schinden. Dein bericht ueber Deine mutter und der bericht von dem vater eines kleinen maedchens sind bislang das EINZIGE konkrete, was ueber galavit in erfahrung zu bringen ist. nicht ganz, die kosten habe ich auch schon mitbekommen. das misstrauen waere sicher nicht so ausgepraegt gewesen, wenn uber die 3 inhaltsgleichen websites hinaus informationen erhaeltlich waeren. die kliniken, die galavit einsetzen, haben offenbar keine notwendigkeit, fuer informationen zu sorgen; jedenfalls ist meine anfrage von anfang mai nach wie vor unbeantwortet. in der medizinischen literatur (soweit im internet zu erreichen) ist galavit immer noch kein thema. insofern sind wir auf patientenberichte angewiesen ... da Du kontakt zu heilbrunn hast, kannst du nicht mal nachfragen, ob es bezueglich galavit kontakte zu krankenkassen gibt und ob studien laufen bzw. geplant sind?
gruss sylvia kirschstein
hallo carsten, das wichtigste habe ich glatt ausgelassen: schoen, dass es Deiner mutter besser geht und dass sie eine perspektive gewonnen hat. weiter alles gute, sylvia kirschstein

Pascale schrieb am Jun 21, 2000: [1]

Lieber Carsten, Danke für Deinen Bericht! leider sind meine Kenntnisse in Pharmakologie und Chemie ziemlich mies. In dem Link zu Galavit steht : Die chemische Bezeichnung von GALAVIT lautet: Amino-tetrahydrophtalozin-natriumsalz heisst es etwa Kochsalz oder was bedeutet es? weiss jemand Bescheid? Danke! und Deiner Mutter weiterhin alles Gute, Pascale

Carsten B. schrieb am Jun 23, 2000: [1]

Galvit - Eigenblut-Zytokine - Studie Ich weiss nichts Genaues von einer Studie mit Galavit. Die Eigenblut-Zytokintherapie von Dr. Klehr soll jetzt in einer Studie untersucht werden: http://www.drklehr-studie.de/sites/index2.html Nach Information der Firma Mission Pharma AG aus Zuerich, die das Patent von Galavit aufgekauft hat sollen nach Bad Heilbrunn und Bad Karlshafen bald mehr Kliniken eine Behandlung mit Galavit anbieten. Als positiv habe ich empfunden, dass man uns mit Galavit nie eine 100% Wirkung versprochen hat, denn Therapien, die das versprechen sind meiner Meinung nach immer Betrug. Letztendlich waere ein klinischer Beweis der Wirksamkeit fuer mich auch beruhigender. Man schwebt immer zwischen Hoffnung und Zweifel.

Rolf Schälike schrieb am Jun 26, 2000: [1]

Anbei die Übersetzung des Beipackzettels zu Galavit aus dem Russischen.

Rolf Schälike schrieb am Jun 26, 2000: [1]

Ich habe Galavit (20 Injektionsflaschen zu je 100 mg Gaalavitpulver) in Rußland für ca. 500,00 DM in einer zentralen Klinik gekauft. Es ist ein in Rußland seit ca. 2 Jahren zugelassenes Medikament und ursprünglich zu Behandlung von Magengeschwüren entwickelt worden. Nichts Geheimnisvolles. Behandlung kann durch jeden Arzt ambulant erfolgen, wenn das der Krankheitszustand zuläßt und das Medikament in Deutschland zugelassen ist. Über die Zulassung weiß ich nichts. Das kann aber in Erfahrung gebracht werden.

Sylvia Kirschstein schrieb am Jun 24, 2000: [1]

zu Brouwers mail. den religioesen anteil lasse ich mal weg, nicht zwecks leugnung, sondern weil ich da ungut vorbelastet bin. der kern von brouwser's mail ist das thema schulmedizin contra alles andere, und da hat er recht. die fehde ist leider nicht einseitig, naturheilkundler betreiben sie leider oft mit der gleichen vehemenz wie traditionelle mediziner. und DAMIT eroeffnen beide scharlatanen + betruegern ein weites und ertragreiches feld. ich habe von hackethal nur eine diffuse erinnerung, zur hyperthermie gibt es aber ausser hackethal auch noch andere quellen [biomed-klinik beelitz, buch von prof. s. winawer (klinik sloan-kettering-memorial), deutsche gesellschaft fuer hyperthermie]. mir ist ehrlich gesagt, wurscht, wer krebskranken hilft, mir ist nur nicht wurst, ob ihr zeit verschwendet wird, ihr geld sinnlos verschwendet wird, ihre hoffnungen in die falsche richtung gelenkt werden. und mir ist auch wurscht, wieso krebs entsteht. 1. nuetzt das, wenn ueberhaupt, nur gesunden zur vorbeugung (gut), 2. sind die erklaerungen so vielfaeltig, dass sich jeder aussuchen kann, was stimmt. was mich wirklich aergert, weil es eine art doppelte moral ist: schulmedizin + pharmaindustrie gehen hand in hand. erklaertermassen wollen die einen krebs heilen, die anderen geld verdienen, eigentlich beide beides. das ist abscheulich (das geldverdienen). alternativmediziner wollen krebs heilen. dabei verdienen sie auch geld. nicht zu knapp. ein unternehmen erwirbt das patent fuer galavit. bringt geld. nicht zu knapp. das ist ok, weil alternativ. ALLE wollen geld verdienen. heilungserfolge hat mit sicherheit jede seite lieber als sterbestatistiken. 100% erfolg verspricht auch die schulmedizin nicht. wieso lassen wir uns eigentlich polarisieren in anhaenger der schulmedizin und freunde der alternativmedizin? uns kann doch nur eins interessieren, den krebs in schach zu halten oder zu beseitigen. sonst nichts. und vertreter beider seiten auf UNSERE seite zu bringen. keiner, ob arzt oder heilpraktiker oder geistheiler oder strahlensucher sollte uns abzocken duerfen, keiner duerfte uns perspektiven verordnen, keiner duerfte unser ueberleben von finanziellen ueberlegungen abhaengig machen duerfen. wieso sind wir, krebskranke und anhang, eigentlich KEINE gesellschaftliche kraft? jedes jahr erkranken mehr als 300.000 menschen neu an krebs, fuer 1999 sollen es 338.000 sein. das sind in nur 3 jahren 1 million kranke X ein paar angehoerige + freunde + bekannte. irgendetwas machen wir definitiv falsch - jeder muss alleine durch den diagnose-schock, jeder sortiert fuer sich die therapie-angebote, bewertet die chance, jeder faellt [zumindest bei nicht so guenstigen prognosen] auf irgendeinen abzocker herein, jeder hat aber auch positives zu berichten. und nur ein bruchteil erreicht die anderen. wir SOLLTEN eine interessengemeinschaft sein, wir SOLLTEN eine lobby sein, wir SOLLTEN in der krebstherapie wie krebsforschung vorkommen und mitreden, es BLEIBT aber bei fallzahlen. schlimmer, wir fuehren fehden um schul-, alternativ-, experimentelle medizin. wir stellen fragen, z.B. ins INKANET und nur selten fliesst etwas zurueck. wir koennten hier sowohl helfen, den ersten schock nach der krebsdiagnose zu ueberstehen als auch praktische hilfen im alltag geben. wir koennten fuer die, die es betrifft, gute, hilfreiche, patienten-orientierte aerzte, kliniken, heilpraktiker und wer sonst noch hilft, veroeffentlichen. wir haben hier, mit internet + INKANET eine menge chancen, etwas zu verbessern; wir koennten informationen ins nicht-www-gestuetze leben tragen, wir koennten chancen von betrug unterscheiden, ABER dafuer muessen noch viel mehr menschen ihr wissen, ihre erlebnisse, ihre empfehlungen und ratschlaege hier hereinstellen. langer rede kurzer sinn: ich bin nicht krebskrank, ich habe "nur" meinen mann dadurch verloren und einige freunde, deren leben durch krebs bedroht ist. ich wuensche mir, dass wir uns gegenseitig mit informationen helfen (wie das seit kurzem wieder lebhafter geschieht), ich wuensche mir, dass wir uns nicht in glaubenskriege verzetteln, ich wuensche mir, dass wir eine lobby zustande bekommen, die sowohl den budget-orientierten schulmedizinern wie den abzockern aus dem alternativen sektor die stirn bietet. und ich wuensche mir, dass alle, die "es hinter sich haben" wie anja, oder ich, weiter dabeibleiben und nicht unter ausblendung der krebs-katastrophe zum "normalen" alltag uebergehen. ich habe fuer meinen mann mal verzweifelt nach ueberlebenden, ueberhaupt nur leuten mit der gleichen krankheit gesucht und NICHTS gefunden. so, nun habe ich unreligioeser mensch eine lange predigt gehalten und hoffe, sie kommt auch richtig an. wie sagt die bibel: gebet, um zu nehmen. und ich sage: wir sind viele, lasst uns was draus machen. herzliche gruesse, sylvia kirschstein

Carsten B. schrieb am Jul 27, 2000: [1]

Ich berichtete bereits ueber Erfahrungen mit verschiedenen Behandlungsmethoden, wie z.B. Galavit. Meine Mutter leidet an rezidivierenden Plattenepithelkarzinomen des Hals, Rachens. Ich berichtete bereits ueber eine Behandlung mit Galavit und Eigenblutzytokinen. Der Allgemeinzustand hatte sich waehrend der Behandlung stark verbessert, was mir auch von einer anderen Quelle berichtet wurde, jedoch konnte laengerfristig keine direkte Beeinflussung der Tumore beobachtet werden. Vielmehr aber ohne 100% Sicherheit scheint meine Mutter auf eine Ukraintherapie anzusprechen oder auf ein Therapiemischmasch, wer weiss das schon. Fazit: Es gibt wohl noch keine Krebstherapie, mit der alle Krebsarten erschlagen werden koennen, aber eine Suche nach der richtigen Therapie lohnt sich, auch wenn man nicht immer die Zeit zur langen Suche hat.

David Bender schrieb am Aug 1, 2000: [1]

Betrifft GALAVIT! An alle Interessierten! Mein Schwiegervater hatte seit zwei Jahren Prostatakrebs mit Metastasen im gesamten Skelettbereich sowie einem Weichteiltumor an der neunten Rippe. Die Schulmedizin (Hormon-, Strahlen- und Chemotherapie hatte er ebenso komplett wie erfolglos durchlaufen. Unsere letzte Hoffnung setzten wir auf GALAVIT, jedoch kam eine Therapie in Bad Heilbrunn wegen des rapide sich verschlechterndem Allgemeinzustand und der damit verbundenen Tranportunfähigkeit des Patienten nicht mehr in Frage. Nach wochenlanger verzweifelter Recherche - auch einer russischen Freundin - fanden wir dann eine Möglichkeit, direkt in einer Moskauer Klinik an das Medikament zu gelangen. Tragischerweise starb mein Schwiegervater genau an dem Tag, an dem ich in Moskau war, um das GALAVIT zu holen. Wer sich in einer ähnlichen Lage befinden sollte wie meine Frau und ich damals (Ende Mai dieses Jahres) und wissen möchte, wie man an das Medikament selbst herankommt(und was man z.B. wg. Zoll und ähnlichem beachten sollte), kann uns anmailen. Wir werden unsere Erfahrungen gerne weitergeben. Gruß David!

Peter Ta. schrieb am Aug 3, 2000: [1]

Hallo, ich habe mich sehr über diese Seite gefreut. Wo bekommt man schon Kontakt zu so vielen Schicksalsgenossen? Ich finde es toll, wie Ihr Euch einsetzt und schade, dass ich Euch nicht schon längst gefunden habe. Meine Freundin (34 J.) hat ein Rezidiv eines Gebährmutterhals-CAs in der Beckenwand. Es gilt als inoperabel. Alle Behandlungen (lok. Hyperthermie mit Bestrahlung und Chemo sowie freiwillig Mistel) haben nicht nur nicht geholfen, sondern auch nicht verhindert, dass der Tumor weiterwächst und Metastasen in Leber und Lymphknoten bildet. Weitere Erfolge: seit einer "Versuchen-wir´s-mal-OP" im März hat sie stark abgenommen und wäre ohne parenterale Ernährung, die es nur auf unsere Nachfrage gab, sicher verhungert. Durch die Chemo und Bestrahlung wurden die Nieren geschädigt und mussten in unangenehmen Eingriffen mit Harnleiterschienen versehen werden. Durch die Appetitlosigkeit und die vielen Pillen (u.a. Morphium) hat sie oft Sodbrennen bis hin zum Erbrechen von Schleim. Vom vielen Liegen und durch das Desinteresse der Ärzte hat sie Thrombose im Bein, die für sich genommen schon lebensgefährlich wäre. Nun heisst es, man könne den Tumoren zwar noch mit einer sehr brutalen Chemo auf den Leib rücken (wisse aber nicht, ob dies helfe), es sei allerdings auch eine Alternative, die Behandlung ganz abzubrechen und den Rest des Sommers so gut wie möglich zu geniessen -. Ich weiss nicht, inwieweit sie ihre Situation überblickt oder versteht (oder inwieweit ich sie verstehe). Mir gehen Dinge im Kopf herum wie Galavit, Geistheiler, Sterbehilfe - oder doch die Chemo?. Ich will jetzt keine Fehler machen. Unter Euch sind doch viele, die in ähnlichen Situationen stecken oder gesteckt haben. Ich habe noch nie jemanden bis zum Tod begleitet und bin für alle Hilfen dankbar. Ihr könnt mir natürlich auch gerne schreiben, wenn Ihr Fragen zu einer der genannten Behandlungen habt. Ich wünsche Euch allen viel Kraft. Peter

Waltraut Schirmer-Pampus schrieb am 10. Oktober 2000: [2]

Vielleicht kann ich auch etwas für Ihre Arbeit tun. Ich meine, daß Sie von meinen "Erfahrungen" wissen sollten.
Meine Tochter hörte erstmals in "Akte 2000" auf SAT 1 etwas von Galavit.
Aufgrund der in diesem Magazin gemachten Aussagen ging sie in die angegebene Web-Site, fand dort aber nichts wesentliches. In der Reportage wurde als behandelnder, in Deutschland mit Galavit arbeitender Arzt Dr. Eike Ruachfuß viorgestellt. Außer Name und Telefonnummer und dem Zusatz "Carolinim, München" wurden weder Straße noch Haus- oder Faxnummer angegeben. Weder über den PC (Tel.-CD) noch über die Telecom-Auskunft war etwas zu erfahren. Dies gelang weder uns, noch der Apotheke, die auch bei anderen Internationalen Apotheken den Versuch unternahm und überall nur die Antwort bekam: nur die Telefonnummer bekannt. Mein Arzt hat dann per Telefon mit einem Herrn (Assistenzarzt?) gesprochen, der keine Ahnung hatte oder sich in nichtsagende Aussagen flüchtete.
Der Apothekerin war es gelungen, mit Dr. Eike Rauchfuß selbst zu sprechen. Sie erhielt die Antwiort, daß das Medikament nicht weitergegeben werde. Der Patient müsse in die Klinik kommen und sich dort behandeln lassen, etwas anderes käme nicht in Frage.
Nach diese Auskunft war ich so wütend, wie ich mich noch nie erlebt habe. Da erlaubt sich ein Mensch, allen Kranken, denen ein Besuch in der Müchener Klinik, aus welchen Gründen auch immer, nicht m&oum;glich ist, die Chance einer Besserung seines Zustandes oder vielleicht seiner Gesundheit zu entziehen, weil er selber finanzielle Einbußen befürchtet. Oder wissen Sie einen anderen Grund?* Ein Arzt müßte doch froh sein, wenn er jede Menge Hilfe bekommt, um ein Mittel auch beim Ministerium durchsetzen zu können.
In der Sendung von SAT 1 war ein Herr als Dr. Rauchfuß vorgestellt worden, die Apothekerin meint aber, sie habe mit einer Frau Dr. Rauchfuß gesprochen.
Mit freundlichen Grüßen
Waltraut Schirmer-Pampus
* Anmerkung von R. Schälike: Ein Grund könnte die Komplixität einer Behandlung mit Galavit sein, die Dr. Rauchfuß nur in seiner Klinik gewährleistet sieht.
Ein anderer Grund könnte mit der Zulassung, die an bestimmte Bedingungen gebunden ist, zusammenhängen.

[1] Beitrag aus dem Diskussionsforum INKA
(http://www.inkanet.de/pin/pinmenu.htm)
[2] Brief an Herrn Schälike


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