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Dieses Material wurde mir freundlicherweise von Rolf Schaelike zu meiner freien Verwendung ueberlassen.

Aribert Deckers, 6.3.2007
"Wehrhafte Medizin!"
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GALAVITUM®
GALAVIT®


Bezeichnung des Arzneimittels
GALAVIT
Registrierbescheinigung Nr. 97/91/3.
GENEHMIGT durch den Staatlichen Pharmazieausschuß am 31.03.1997.

Zusammensetzung
Die arzneilich wirksame Komponente von GALAVIT ist das Phthalhydrosid-Derivat. In einer Injektionsflasche sind 100 mg Pulver zur Herstellung der Injektionslösung durch Lösung in 1-2 ml physiologischer Kochsalzlösung bzw. Injektionswasser, enthalten. Das kristalline Pulver ist weiß bzw. schwach gelblich.

Pharmakokinetische Eigenschaften
Galavit ist nicht toxisch, damit für alle Altersgruppen anwendbar. Die Ausscheidung aus dem Körper erfolgt hauptsächlich durch die Nieren. Nach der intramuskulären Injektion beträgt die Eliminations-Halbwertszeit 15-30 Minuten. Die arzneilich wirksamen Effekte sind im Wesentlichen in den ersten 72 Stunden zu beobachten.

Wirkungsweise
Galavit zeichnet sich durch seine entzündungshemmenden und immunomodulierenden Eigenschaften aus. Die arzneilich wirksamen Effekte von Galavit werden im Wesentlichen durch seine Eigenschaft, die metabolische funktionelle Aktivität von Makrophagen zu beeinflussen, hervorgerufen.
Bei Entzündungen hemmt dieses Präparat umkehrbar für 6-8 Stunden die durch die hyperaktivierten Makrophagen hervorgerufene überschüssige Synthese des Tumor-Nekrose-Faktors, des Interleukin-1, der aktiven Sauerstoff-Formen und anderer entzündungsfördernder Zytokine, die den Grad der Entzündungsreaktionen, deren Zyklen, sowie deren Intoxikationswirkung bestimmen. Die Normalisierung des Funktionszustandes der Makrophagen führt zur Wiederherstellung der antigenprasentierenden und -regulierenden Funktion der Makrophagen, zur Senkung des Autoaggressionspegels, zur Wiederherstellung der T-Lymphozyten-Funktion.
Neben der Wirkung auf das monozytare-makrophagale Glied, stimuliert das Präparat das Mikrobizid-System der neutrophilen Granulozyten, indem es die Phagozytose aktiviert und die unspezifische Organismusresistenz gegenüber Infektionen sowie den Antimikrobenschutz erhöht.

Klinischer Teil

Anwendungsgebiete
Galavit wird zur pathogenetischen Behandlung akuter Infektionskrankheiten (Darminfektionen, Hepatitis, Wundrose, eitrige Meningitis, Erkrankungen des urogenitalen Bereiches, posttraumatische Osteomilitis, obstruktive Bronchitis, Pneumonie) und chronischer Entzündungen, u.a. von Krankheiten mit autoimmuner Pathogenese-Komponente (Geschwüre, unspezifische Geschwür-Kolitis, Crohnsche Krankheit, Leberschädigung verschiedener Ätiologie, Sklerodermie, reaktive Arthritis, lupus erythematosus systemicus, Behcet Syndrom, Rheuma u.a.), der sekundären immunologischen Insuffizienz, sowie zur pre- und postoperativen Immunität-Korrektur von bestrahlten bzw. chemotherapeutisch behandelten Onkologie-Patienten zwecks Vorbeugung postoperativer Komplikationen, verwendet.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Galavit wird intramuskulär injiziert. Vor der Einführung ist das Pulver in 1-2 ml Injektionswasser bzw. physiologischer Kochsalzlösung keimfrei zu lösen. Die Dosierung und die Anwendungsdauer hängen von der Art, der Schwere und Dauer der Erkrankung ab.
Akute Darminfektionen (Salmonellose, Dysenterie, Lebensmittelvergiftung und andere Krankheiten mit Diarrhoe-Erscheinungen).
Die Anfangsdosis beträgt 200 mg. Danach 100 mg 2-3 mal täglich bis zum Stillstand der Intoxikationssymptone. In der Regel reichen 2-3 Injektionen im akuten Krankheitsstadium.
Infektionskrankheiten verschiedener Ätiologie (septischer Zustand, Roseinfektion, Hepatitis, Meningitis und andere Erkrankungen mit Infektionsgenese).
Im akuten Krankheitsstadium beträgt die Anfangsdosis 200 mg. Danach 100 mg 2-3 mal täglich bis zum Stillstand der Intoxikations- und Entzündungssymptone. Eine Fortsetzung der Behandlung mit 100 mg 1 mal alle 2 bzw. 3 Tage in Abhängigkeit von dem klinischen Zustand des Patienten mit insgesamt bis zu 25 Injektionen ist möglich.
Entzündungen (Magen-Darm-Trakt – Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwür; Crohnsche Krankheit usw.; urogenitaler Bereich – Uretritis, Prostatitis, Pyelitis, Pyelonephritis u.a.; gynäkologische Krankheiten – Salpingitis, Vaginitis u.a.; Erkrankungen der Bronchen und der Lungen – Bronchialasthma, Bronchitis u.a. mit obstruktiver Komponenten, Pneumonie), bakteriologische und Virusinfektionen (Herpes, Koksaki-Virus, Zytomegalie-Virus, Chlamydiose, Ureaplasma usw.).
Im akuten Krankheitsstadium beträgt die Anfangsdosis 200 mg 1 mal täglich 1-2 Tage lang, danach 1 mal 100 mg alle 2-3 Tage lang insgesamt bis zu 15-25 Injektionen.
Bei chronischen Erkrankungen 100 mg 1 mal alle 3 Tage insgesamt bis zu 5 – 20 Injektionen, in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten, dem Grad des chronischen Zustandes und der Ausprägung lokaler Erscheinungsbilder.
Bei Immundefekten sowie zur Vorbeugung bei chirurgischen pre- und postoperativen Komplikationen werden 100 mg alle 2 Tage mit insgesamt bis zu 5-10 Injektionen, danach 1 mal alle 3 Tage mit insgesamt bis zu 20 Injektionen verschrieben.

Immunokorrektur bei onkologischern Krankheiten parallel zur der Chemo- und Strahlentherapie: Anfangsdosis 100 mg alle 2 Tage – 5 Injektionen, danach 1 mal alle 3 Tage mit insgesamt bis zu 20 Injektionen.

Gegenanzeigen
Schwangerschaft. Individuelle Unverträglichkeit.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln
Eine Unverträglichkeit mit anderen Arzneimittelgruppen ist nicht bekannt.

Überdosierung, toxische Effekte
Toxische und teratogene Effekte sind unbekannt.

Nebenwirkungen
Keine bekannt.

Darreichungsform und Inhalt
Injektionsflaschen 10 ml 100 mg Präparat.

Lagerung, Haltbarkeit
Kühl und lichtgeschützt lagern. Haltbarkeit – 2 Jahre
Zwecks zusätzlicher Informationen und Konsultationen zur Anwendung sowie beim Auftreten von Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an das "ZENTRUM FÜR MODERNE MEDIZIN "MEDIKOR"",
Moskau, A. Swiridowa 15/3
Tel. 007 (095)449-31-26,  445-14-17, 445-14-21 Neu!
Exklusivhersteller des Präparats und Besitzer der Handelsmarke GALAVIT ist die Geschlossene Aktiengesellschaft ZAO "Zentrum für Moderne Medizin "Medikor""

[1] In der Verordnung (Prikaz) des Gesundheitsministeriums heißt dieses Präparat 2-Amino-1,2,3,4, -Tetrahydrophtalazin -1,4-Dion -Natriumsalz, Dehydrat – Anm. des Übersetzers


Letzte Bearbeitung dieser Seite am 08.05.2001