TINA's Reaktor - on ARIPLEX.COM, File 3



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last update: 28.8.2000

zurück zum Kern des Reaktors


A-003.001
written ..........: 27.8.1997
last time revised : 27.8.1997
Ein CD-ROM-Laufwerk ist ein hochpräzises opto-mechanisches Gerät mit einem aufwendigen elektronischen Innenleben. Trotzdem kostet es rund 100 DM.

Das Plastik-Dingens, mit dem man die Aufkleber auf die selbstgebrannten CDs möglichst mittig draufbefördern kann, kostet rund 100 DM. Es ist ein simpler Plastik-Klotz, ohne jede Elektronik - primitiv, primitiv, primitiv...!!!

Wenn man dies vergleicht, dann kann man nur zu dem Schluß kommen, daß da etwas faul ist im Staate E(lektronika). In der Tat, es ist etwas faul! Da flattert ein perliges Angebot für einen CD-Labeler durch Deutschland mit einem Preis von DM 34,66 netto HEK und einer dazu angegebenen Handelsspanne von 145 Prozent (das sind 50,25 DM!): Endpreis 98,.- DM brutto.

Mit anderen Worten: Hier wird der Preis künstlich hochgehalten so lange es nur geht. Andere Großhändler verlangen immer noch rund 55 DM netto HEK...

Das Ding kann aber nur 1 oder 2 DM in der Herstellung kosten. Demnach halten auch in der Kette der Großhändler und Distributoren mehrere den Preis künstlich hoch.

Was für eine perverse Welt, in der ein 300-dpi-Farb-Scanner, Flachbett, DIN A4, mit 16 Bit Farbauflösung nur noch 179 DM kostet (Metro).

TINA


A-003.002
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Wer ist Hartmut Hennige? Warum ich frage? Weil er demnächst sehr reich werden dürfte, denn er hält ein Patent: ein Patent auf das, was er die welterste "smart display card" nennt, eine Smart Card. Sogar Bill Gates hat in seinem Buch darüber geschrieben...

TINA


A-003.003
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Für alle Netz-Geschädigten gibt es Erlösung: Ein T-Shirt von Hormel Inc. mit dem Aufdruck "Spamtastic!".

Katalog-Hotline: (800) 686-SPAM

Die (800) natürlich nur in den USA, SPAM überall....

TINA


A-003.004
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die URL des Monats: http://www.blank.org

TINA


A-003.005
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Rechenschwäche? Dann http://www.uni-ulm.de/~s_ssarst/sqrt4.html !

TINA


A-003.006
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Total fertig?

Dann Dilbert lesen. Das gibt einem den Rest: http://www.dilbert.com !

"...until you are dilbertized..."

Dilbert gibt es auch als Buch. Sehr zu empfehlen - aber bitte mit Cola und nur im Amerikanischen, im Original!

TINA


A-003.007
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Werbung im Internet ist doch nicht so machbar wie sich viele das wünschen: Das "Wildpark"-Internet-Magazin wird eingestellt, denn es sei nicht mehr möglich (sagt der Betreiber), mit solch einem werbefinanzierten Projekt Geld zu verdienen. 800.000 DM betrug der letzte Jahresetat. Gibt das nicht Stoff zum Nachdenken für die, die aus dem Printbereich in die Multimedia-Internet-Worldwide-Glory umsteigen woll(t)en...?

Noch mehr Stoff: IBM gibt seine vor noch nicht allzulanger Zeit begonnene Shopping-Mall im WWW auf.

TINA


A-003.008
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die neue 100-Hz-Technik bei Fernsehern kann nicht besser sein als das Signal, das sie bekommt. Also kann aus einem 50-Hz-Signal kein besseres 100-Hz-Signal werden. Oder doch? Philips hat einen Baustein entworfen (SAA 4991 WP), der die Umsetzung macht durch Interpolieren. Dazu bewältigt er 10 GOPS: 10 Giga operations per second. Die braucht er auch, denn er kann zum Beispiel die Zeilenzahl verdoppeln. Kein Wunder, daß das IC 1 Million Transistoren enthält.

TINA


A-003.009
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Testclips sind ein Problem je kleiner die Pin-Abstände werden. Bei Flat TSOP (thin small outline packages) mit einem Abstand von 3/10 Inch und sehr kurzen Drähtchen wird es eng. Ein kluger Kopf hat sich eine Lösung mit leitenden Elastomeren ausgedacht, bei der schichtenweise leitendes/nichtleitendes Material übereinander liegt.

TINA


A-003.010
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Hewlett-Packard macht Werbung für seine LEDs. LEDs werden zum Beispiel als Ersatz für Glühfadenlampen in Verkehrsampeln eingesetzt und bringen dabei laut HP 90% Stromersparnis und eine längere Lebensdauer.

Was noch wichtiger ist: Wenn man die Schaltung macht, gibt es beim Ausfall von einzelnen LEDs keinen Totalausfall der Lampe ("Die Ampel hat aber nicht 'rot' gezeigt!"), sondern einen schrittweisen Ausfall einzelner Leuchtpunkte. Kommt das nächste juristische Kriterium: "Wieviel Prozent einer Signalfläche einer Ampel müssen noch leuchten...?"?

TINA


A-003.011
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die ZIP-Laufwerke von Iomega haben im Markt gut abgeräumt: Bis zur Comdex 97 wurden laut Iomega 6 Mio Exemplare ausgeliefert. Das macht sich natürlich bemerkbar: Es werden sogar Meßgeräte standardmäßig mit eingebauter Harddisk und ZIP-Drive angeboten, und ohne Floppy-Disk-Laufwerk! Wie wäre es mit einem 8-kanaligen Datenrecorder mit DSP-Funktionen für Filterung, 10,4"-LCD-Farb-Display, 1 GB Platte + 100 MB ZIP-Drive? Nachdem die Konkurrenz mit ihrer 120-MB-Floppy LS-120 endlich preisgleich gezogen ist (270 DM brutto Straßenpreis), geht der Kampf um die Marktanteile in die nächste Phase: ZIP-Laufwerke gibt es jetzt ab 220 DM (IDE) Straßenpreis.

TINA


A-003.012
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Mitsui Toatsu Chemicals gibt an, daß die von ihnen produzierten CD-Recordable-Medien eine Lebensdauer haben "von im Durchschnitt über 200 Jahren" und "mit einer statistischen Sicherheit von 95 Prozent immer noch über 145 Jahre".

TINA


A-003.013
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Softmaker paßt sich den aggressiven Marktbedingungen an: Unter http://www.softmaker.de kann man "Softmaker Home Office 97" kostenlos herunterladen. Diese Programmversion ist für die private und die geschäftliche Nutzung freigegeben.

TINA


A-003.014
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
In Japan ist die Informations- und Telekommunikationsindustrie die Branche mit dem größten Umsatz geworden. Wenn man weiß, daß Japan ein Hochlohnland ist und daß Rotchina gerade anfängt, sein gigantisches Potential auf diesem Sektor hochzufahren, muß man die auf den ersten Blick für Japan so positive Meldung auf den Kopf stellen, um der Wahrheit die Ehre zu geben: Die anderen Branchen sind zum Teil schon deutlich krisengeschüttelt, die Marktsättigungen sind erreicht. Deshalb bleiben die anderen Branchen hinter der IT-Branche zurück. Der Niedergang der IT-Branche selbst ist durch Rotchina vorgegeben...

Für Deutschland wird für das Jahr 2000 erwartet, daß die IT-Branche zur Spitze aufsteigt. Geht nur, wenn die anderen absteigen...

Nach Angaben der WTO exportierte Deutschland 1990 Waren für 420 MRD Dollar und hatte damit einen Anteil von 12.1 Prozent am Weltmarkt. 1995 waren es nur noch 10.1 Prozent. Und heute...?

1990   1995 
21,6%  18,6  Automobile
17,1%  14,7  Chemieprodukte
15,6%  13,3  Maschinen, Transportmittel
14,3%  11,7  Eisen und Stahl
13,4%   9,3  Textilien
 7,3%   4,7  Bekleidung 
 7,0%   5,2  Büromaschinen, Kommunikation
 6,1%   5,7  Nahrungsmittel
-----------------------------------------
12,1%  10,1  Exporte gesamt

TINA


A-003.015
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die DVD ist noch nicht einmal im Markt, da purzeln neue Rekorde: Sony arbeitet an einem Laufwerk für wiederbeschreibbare Medien mit 12 Gigabyte auf einer Seite. Die Erhöhung der Kapazität ist möglich durch 3 Faktoren:

Bis zur Massenfertigung muß nur noch das "kleine" Handicap überwunden werden: die sehr kurze Lebensdauer der derzeit lieferbaren blauen Laser.

Aber solche Kapazitätswerte sind nichts neues, zumindest nicht bei den professionellen Laufwerken, die mit ihren 12"-Scheiben zum Beispiel als WORM 16 GB beherrschen. Gejukeboxed bringen 2 solcher Laufwerke 2300 GB. Wobei das Wesentliche noch fehlt: Diese 12"-Laufwerke haben "normale" Laser-Dioden. Warten wir auf Blau...

PS: Ein 7-fach CD-ROM-Wechsler kostet im HEK rund 350 DM netto. Der Unterschied zwischen CD- und DVD-Laufwerk ist minimal. 7x12 GB = 84 GB. Das dürfte im Jahr 2001 für einen Anfänger reichen. Zur Not muß er eben einen zweiten Wechsler kaufen.

TINA


A-003.016
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
IBM schiebt den Rekord bei 2,5"-Festplatten auf 5 GB bei 17 mm Bauhöhe ("Travelstar 5GS"). Deren neue MRX-Magnetköpfe sind noch kleiner und haben noch besseres Schreib/Lese-Verhalten.

Ein anderer Rekord, meiner Meinung nach noch wichtiger, wird ebenfalls von IBM gehalten: Das "Travelstar 4GT" mit 4 GB bei 12,5 mm Bauhöhe hat eine Stoßfestigkeit von 600 G!

Weil IBM die Köpfe nicht nur für die eigene Produktion verwendet, sondern (wie bisher) auch verkaufen wird, werden andere Hersteller nachziehen können (und müssen).

TINA


A-003.017
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Das papierlose Büro ist doch nicht so papierlos, wie immer propagiert wurde. Vor allem Rechnungen bilden Berge von Papiermüll. Der darf aber nicht sofort entsorgt werden kann, sondern muß nach Weisung des Finanzamts mehrere Jahre gelagert werden.

Wenn die Regelungen hier geändert werden, kann bei Großbetrieben, die viele einzelne Elemente in ihren Rechnungen haben, die Umstellung auf CD-ROMs für Rechnungen immense Einsparungen bringen. Dazu muß lediglich ein automatischer CD-Recorder eingesetzt werden, der auch das Label drucken kann. Damit sind zum Beispiel Telekom-Firmen, die Einzelgespräche ausweisen, bei ihren Großkunden einen Schritt weiter. Eine Recorder-Station kostet ca 10.000 DM, so daß sich die Umstellung innerhalb allerkürzester Zeit amortisiert hat, sowohl beim Rechnungsschreiber als auch beim Rechnungsempfänger.

TINA


A-003.018
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Was ist ein Schalter? "Ein Schalter ist die elegante Umsetzung eines Kurzschlußes."

Wie sieht ein Schalter aus? Wie wäre es mit diesen Werten: "15 mm breit, ultra-dünn (0,5mm), flexibel und linear (bis zu 8 Meter lang). An einem Ende ist ein Stecker, das andere kann der Kunde auf die passende Länge zuschneiden."?

Damit das nicht nur "irgendein dummer Schalter" ist, wird die Länge intern kontrolliert und der Ort des Schaltens kann durch Widerstandsbestimmung ermittel werden.

TINA


A-003.019
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die schon lange angekündigten Scanner, die eine Identifizierung nach dem Gesicht machen, laufen jetzt angeblich als Prototypen in der Pilotphase. Flughäfen sind das erste Ziel des Marketing. Dort sollen die Geometrie-Daten in die Board-Pässe der Fluggäste eingetragen werden. Die Board-Pässe sind auch keine einfachen Papier-Ausdrucke mehr, sondern Smart-Cards.

Sinn der Sache ist es, dem Diebstahl von Board-Pässen entgegenzuwirken.

Frage: Können die Daten aufgrund der Integration der einzelnen Subsysteme im Flughafen-Netz kopiert werden? Falls ja: Wohin werden die Daten kopiert? Wer hat Zugriff darauf?

TINA


A-003.020
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 06.11.1997
Scanner sind ein normaler Gebrauchsgegenstand des Alltags geworden. Hand-Scanner verbleichen, Blatt-Scanner sind in. Ein Blick auf die Werte:

Alt: 
200x200 dpi 
300x300 dpi geradezu sensationell (und unbezahlbar) 

Heute: 
Auflösung:
 300 x  300 dpi laufen aus. 
 300 x  600 dpi erklimmen den Zenith
 600 x 1200 dpi im semiprofessionellen Bereich Standard
 600 x 2400 dpi * 
1000 x 1000 dpi im professionellen Bereich
1000 x 2000 dpi im professionellen Bereich 

Preise: 
 300 x  300 dpi ca  200 DM Bastelqualität
 300 x  600 dpi ab  200 DM Bastelqualität
 600 x 1200 dpi ab  350 DM Bastelqualität
 600 x 2600 dpi ca 1000 DM Im Sturzflug in den SOHO-Bereich
1000 x 1000 dpi ca 4000 DM noch im professionellen Bereich 
1000 x 2000 dpi ca ???? DM professioneller Bereich 

* Durch bessere Auflösung der Schrittmotore für den Transport des Spiegelschlittens. Ob der Transport aber tatsächlich so ruckfrei und so genau ist, daß eine reproduzierbare Bildaufnahme möglich ist, wird sich erst zeigen müssen.

Die Verbesserung von "300 x ..." auf "600 x ..." ist durch eine Verdoppelung der optischen Elemente in den Scanner-Zeilen möglich geworden. Hier handelt es sich um eine einwandfrei erzielbare Verbesserung.

Der Markt für Scanner ist im Sommer diesen Jahres stark zusammengebrochen. Scanner mit einer Auflösung von 300 x 300 dpi in Bastelqualität gibt es in Supermärkten ab ca. 179,-- DM.

TINA


A-003.021
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Digital-Schaltungen sind Analogschaltungen, die "bis zum Anschlag" gefahren werden. Digital-ICs wurden in wahnwitziger Stückzahl und Typenvielfalt produziert. Es gibt sogar digitale ICs, die per Software konfiguriert werden können. Die ersten waren EPROMs, gefolgt von ICs mit RAMs als Steuerung, die sogar während des laufenden Betriebs umkonfiguriert werden konnten.

Wo ist "analog" geblieben?

Im Schatten, aber durchaus nicht untätig! Es gibt jetzt auch analoge ICs, die unter Windows im laufenden Betrieb umkonfiguriert werden können.

TINA


A-003.022
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die Integration kommt auch bei Einzelhalbleitern zum Zug. 2-polige Bausteine, die aussehen wie keramische Kondensatoren, können jetzt außer dem Kondensator gleichzeitig einen Varistor enthalten. Es gibt gekapselte Ausführungen mit Drahtanschluß und SMD-Ausführungen.

TINA


A-003.023
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Integral stellt neue Laufwerke vor. Besonderheit: 3"! 1,65 GB und 2,16 GB, Bauhöhe 10,6 mm. "Featuring dynamic head loading, MicroGlide intertial head lock and intelligent power management." Das ist doch was!

TINA


A-003.024
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die Datenraten bei den CD-ROM-Laufwerken steigen und steigen. Nun also sogar "24x-fach-Laufwerke". Kein Wunder, denn in einem Markt, der so dicht ist, muß man etwas finden, was der Kunde für besser hält - auch wenn er es gar nicht nutzen kann, weil es nicht immer oder nur selten funktioniert.

Der Knackpunkt bei den schnellen Laufwerken ist, daß ihre Geschwindigkeit durch die hohe Drehzahl kommt. CDs werden aber nicht so exakt produziert und vor allem nicht so exakt im Laufwerk festgehalten, weshalb es bei den hohen Drehzahlen zu Vibration kommt, damit zu Störungen, weshalb dann die Drehzahl wieder heruntergeregelt wird - wenn sie denn nicht sofort auf die unterste Stufe gesetzt wird...

Ein Ansatz, um diesem Dilemma zu entgegen, besteht darin, einen Cache auf der Festplatte anzulegen. Dazu reicht ein 2x-Laufwerk allemal aus. Der Trick mit dem Cache auf der Platte besteht vor allem darin, daß die Controller der Festplatten ein eingebautes Cache-RAM haben, so das das CD-ROM-Laufwerk selbst überhaupt keinen RAM-Cache mehr braucht, also viel günstiger herzustellen ist.

Warum dann nicht bei einem langsamen Laufwerk bleiben und einfach einen besseren Cache benutzen?

Western Digital arbeitet an einem neuen Standard, der "SDX" heißen soll. Dabei wird zum Beispiel ein CD-ROM-Laufwerk nicht mehr direkt am IDE-Anschluß des IDE-Controllers angeschlossen, sondern an einer Schnittstelle, die sich an der Festplatte befindet und die mit 10 Leitungen auskommt, also nur einen billigen 10-poligen Stecker benötigt. Unterm Strich übernimmt also die Intelligenz der Festplatte die Steuerung des CD-ROM-Laufwerks mit, liefert auch den RAM-Cache - und die Platte selbst hat ebenfalls Cache-Funktion.

Benchmarks sollen zeigen, daß die Lösung von Western Digital schneller ist als IDE pur. Wen wundert's!? Schließlich müßte man für einen exakten Vergleich mit einem RAM-Cache und einem Plattencache vergleichen, der per Software realisiert wird. Ein Vergleich mit IDE pur nützt wenig.

Zurück auf den harten Boden der Tatsachen: Die Verlagerung der Funktionen in die Festplatten-Einheit ist nichts anderes als die Bildung eines intelligenten "Kanals", der die CPU entlastet und der in diesem Fall Funktionen eines anderen Gerätes mitbenutzt. Dieses andere Gerät wird dabei aber behindert. Eine Lösung a la SDX funktioniert nur im zeitlichen Mittel, nicht bei hoher Gesamtbelastung des Rechners, wenn CPU, Platte und andere Subsysteme alle gleichzeitig jeweils für sich hoch belastet werden.

Western Digital ist nur einen kleinen Schritt von der wirklichen Lösung entfernt: Es wird ein besonderer Kanal gebildet, der über ausreichend RAM-Cache und Festplatten-Cache verfügt. Alle I/O-Funktionen langsamer peripherer Geräte werden dann über diesen Kanal abgewickelt. Das ist eine radikale Hinwendung in Richtung Großrechner-Architektur, vollkommen weg vom von Anfang an (ganz bewußt!) CPU-Leistung fressenden "native Processing".

Warum nicht für diesen Kanal eine eigene Platte (2,5" mit 10.000 UpM), die huckepack auf die Platine gesetzt wird, wie es das früher schon einmal gab? 512MB RAM plus 2 Giga schneller Cache-Platte würden gerade reichen...

Ein Raid-Controller mit 4 Platten dran ist dann erst recht etwas Feines...

Warten wir es ab...!

*
PS: Western Digital soll erst einmal gescheitert sein, weil die restliche Industrie nicht mitspielt und reine Softwarelösungen bevorzugt, die auf die Festplatte auslagern.

TINA


A-003.025
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Wer jetzt up to überdate sein will, muß sich eine Satelliten-Karte kaufen. Adaptec arbeitet an einer (ABA-1020, 30 MBit/s), Hitachi Europe und Pace Micro Technology (Shipley, England) ebenfalls.

Sinn des Ganzen ist die Ausstrahlung von Daten via Satellit, so daß man mit einer Satellitenschüssel und einem Empfänger die Daten empfangen kann. Das spart Telefonkosten. Interessiert an dieser Technik sind ganz unterschiedliche Bereiche:

Das paßt zu der Meldung, wonach Bill Gates und Genossen ein Satellitensystem in den Himmel schicken wollen. Bis zum Jahr 2002 soll es angeblich 288 Satelliten umfassen und 9 Milliarden Dollar kosten. (Andere Quellen sprechen sogar von 840 Satelliten...) Nachdem jede Investition ihre Kosten wieder einspielen muß, bleibt die Frage, wer diese 9 Milliarden Dollar zahlen soll und wofür und in welcher Zeit - ganz abgesehen von den Gewinnen, die noch oben drauf kommen.

Gates ist nicht der einzige, der hier mitmischt.

Objekt                Satelliten     Aufwand 
Inmarsat ...........:  12             2,6 MRD US-Dollar
Iridium ............:  66 ???         3,4 MRD US-Dollar 
(Motorola)            
ICO ................:  12             ?
Globalstar .........:  64             2,2 MRD US-Dollar
(Alcatel, Dasa,     
France Telecom, 
Loral Space, 
Qualcomm [Eudora!])
Project Odyssey ....:  12             2   MRD US-Dollar 
(TRW und Teleglobe) 
Teledesic ..........: 840             9   MRD US-Dollar
(Bill Gates + Co.)

TINA


A-003.026
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
MS-Hatepage:

http://uq.edu.au/~bcgriff/Windoze95Badge.html

TINA


A-003.027
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die Daimler-Benz AG hat eine neues Elektronik-Recycling-Verfahren: Alte Platinen werden in flüssigem Stickstoff gekühlt und dann zertrümmert. Dabei splittern die Metallteile vom Kunststoff ab. Die Kunststoff-Splitter lassen sich in einem elektrischen Feld aufladen mit Korona-Walzenabscheidern aussortieren. Arbeitet bis zu einer Korngröße von 0,1 mm.

Hört sich alles ganz famos an, bis auf die Tatsache, daß dieses Verfahren die Metalle nicht trennen kann und erst recht nicht die Kunststoffe. Man kann also nur auf ein Kunststoffpulver und auf ein Metallpulver jeweils unbekannten Inhalts kommen. Das Verfahren kann also nur funktionieren, wenn die Bestandteile schon vorher sauber in die Anlage eingebracht werden. Das ist bei Platinen aber nicht der Fall.

Jetzt würde ich gerne wissen, wie das Problem gelöst werden soll...

Die Verwendung tiefer Temperaturen ist nichts Neues. Die Kaugummis, die auf Straße, an Wänden, auf Parkbänken und Schulbänken kleben, werden durch Tiefkühlung aus der CO2-Flasche abgekühlt und dadurch so hart, daß sie abgeschlagen werden können. Seit Jahrzehnten ist es ein Gag der Zauberer und Physiklehrer, eine Blume in flüssigen Stickstoff zu halten und sie dann auf den Tisch fallen zu lassen, wo sie in tausend Scherben zerbricht.

Neu ist nur der Ansatz, es großtechnisch zu versuchen bei Platinen. Andere Stoffe werden schon lange nach der Methode zerkleinert, weil sie sonst zu weich wären zum Mahlen.

Damit bleibt als einziger Vorteil des neuen Verfahrens die Entfernung des Metalls aus dem Kunststoff. Denn die Verbrennung des gemischten Materials bedeutet hohe Mengen an Giftstoffen. Das wird durch eine Trennung vermieden. Man muß nur noch das Kunststoffgemisch und das Metallgemisch weiterverarbeiten. Bei dem Metall ist das schwieriger als man denkt, denn es sind viele hochgiftige Elemente wie Beryllium enthalten. Schmelzen und die Legierung zu benutzen ist deshalb nicht möglich.

TINA


A-003.028
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Zu wenig Platz für die Daten?

Wie wär's mit Jukeboxen?

100 CDs:  65 GB, 1 CD-ROM-LW, DM  6.500,-- netto HEK
150 CDs: 100 GB, 2 CD-ROM-LW, DM 16.000,-- netto HEK
150 CDs: 100 GB, 4 CD-ROM-LW, DM 17.000,-- netto HEK
150 CDs: 100 GB, 3 CD-ROM-LW, DM 19.000,-- netto HEK
                +1 CD-Recorder
Zu teuer? Finde ich auch. Bei Conrad Electronic nämlich findet man ein Angebot für einen Audio-CD-Wechsler für sagenhafte 200 CDs, Kostenpunkt 799,-- DM in der einfachen Ausführung. Audio-CD-Laufwerke arbeiten nur mit "1x-Speed". So ein Laufwerk im PC-Bereich kostet fast nichts mehr. Wären wir großzügig und verschenkten die Antriebsmechanik, bauten statt ihrer eine mit ca "4x-Speed" ein, die es um die 100,-- DM gibt, dann gäbs eine Jukebox für 200 CDs, 4x-Speed zum Straßenpreis von 900,-- DM brutto.

Dafür gäbe es sogar eine Infrarot-Fernsteuerung und ein schniekes Design-Gehäuse.

Da ist noch eine Menge Luft in den Preisen!!!

Wenn ich mir das so vorstelle: 200x DVD-Disk zu je 30 Giga (die noch in Entwicklung sind wegen der blauen Laser) - 6 Terabyte (sind 6000 Gigabyte) als WORM...

Selbst als Rewritable mit den jetzt (!) verfügbaren 5,2 Gigabyte-DVD-RAMs: 1040 Gigabyte (bei nur 1-seitiger Nutzung 520 Gigabyte) als ständig verfügbarer Plattenspeicher. Wow!

Da wird noch einiges geschehen in den nächsten 3 Jahren.

TINA


A-003.029
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
1996 wurden laut "European Information Technology Observatory" (so ein Bericht in ["ComputerPartner" 6/97, p 84]) 559 Milliarden DM umgesetzt, was 1690 DM pro Einwohner ausmacht.

Das ist zu wenig! Der Laden läuft nur, und der Rubel rollt nur, wenn der Rubel rollt. Moment! Stimmt da etwas nicht? Doch, stimmt genau: Der Rubel rollt nur, wenn der Rubel rollt. Aber der Rubel rollt nur, wenn die Leute Rubel haben, die sie ausgeben können. Köpfe rollen zu lassen, bringt nur kurzfristig Luft, langfristig aber...? Papa Ford wußte schon, warum er seine Leute gut bezahlte: Nur wer Geld hat, kann auch welches ausgeben!

TINA


A-003.030
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Während die ersten Digital-Uhren teure Statussymbole waren, konnte man sie mehrere Jahre später am Grabbeltisch vor der Kasse für 3 DM kaufen. Digital-Uhren sind eingebaut in Kugelschreiber, Trackballs, Tastaturen, Kinderspielzeug. Das gleiche Schicksal droht wieder, diesmal der Sprachausgabe. Sprechende Uhren und Taschenrechner haben ihre Bedeutung bei Blinden, die auf diese Hilfen angeweisen sind. Andere Anwendungen sind dort, wo das Personal nicht mit den kryptischen Hex-Anzeigen oder flackernden Leuchtdioden umgehen kann oder wo es aus technischen Gründen sinnvoll ist, akustische Meldungen zu geben. Die erste Pumpe für den Industrieeinsatz, die die Überschreitung der Grenzwerte akustisch in klar verständlicher Sprache mitteilte, ist so ein Fall: Dem Menschen auf dem Betriebsgelände wird - egal, wo er sich befindet, wohin er sieht, womit er beschäftigt ist - ein ihm verständliches Notsignal gegeben.

Neu auf den Markt sollen jetzt Subsysteme aus der Netzwerktechnik kommen, die Status- und Fehlermeldungen sprechend von sich geben. Erfüllte früher die Vermittlungstechnik der Heb-Drehwähler die großen Hallen mit ihrem Klicken und Schnarren, werden demnächst die Modems und Hubs und Router vor sich hin brabbeln: "error on port zero", "error on port zero",...

Wie gut, daß die Entwickler den Stummschalteknopf nicht vergessen haben...

TINA


A-003.031
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 14.11.1997
Die ICs, die in SmartCards sitzen, sind gefährdet, denn in ihnen sind Informationen gespeichert, die zur Identifizierung dienen und über die man Zugriff auf fremdes Geld oder fremde Informationen bekommen kann. Der Schutz der Informationen hängt also entscheidend davon ab, wie gut das IC selbst geschützt ist. Frühe Versuche zur Sicherheit von Schaltungen benutzten EPROMs, weil die Informationen darin nicht per Mikroskop-Analyse auszulesen waren. Die EPROMs selbst waren natürlich nicht einzeln - und damit von außen - zugänglich, sondern befanden sich auf den Prozessor-Chips, wo sie zusätzlich durch besondere Flags gegen Auslesen geschützt wurden. Wobei sich jedoch herausstellte, daß exakt dieser Schutz mit den Flags manchmal liederlich war und auf Umwegen umgangen werden konnte, unter Umständen sogar sehr leicht. Besonders peinlich, wenn eine Firma ihr gesamtes Wissen in eine Schaltung steckte, die Schaltung auf den Markt brachte - und dann erfahren mußte, daß der "Schutz" doch nicht funktionierte.

EPROMs sind schon lange nicht mehr sicher. Deswegen wird heute mit ICs gearbeitet, die ihre Arbeitsbedingungen selbst überwachen, zum Beispiel die Betriebsspannung und Arbeitsfrequenzen. Aus verschiedenen Bibliotheksteilen zusammengesetzt ist der 83C858 von Philips: Core eines 8051, 20 kB ROM, 640 Byte RAM 8kB EEPROM. Spannungen und Frequenzen werden von zusätzlichen Sensoren überwacht.

Das Überwachen der Arbeitsfrequenzen ist wichtig, weil man sonst in aller Ruhe die Schaltung durchtakten könnte und dabei Spannungen messen. Bei realer Arbeitsgeschwindigkeit ist dieses Durchtakten kaum mehr möglich.

Etwas ganz Schnuckliges ist ein neuer Prozessor, der einen kalt/warm-Detektor hat. Er ist allem Anschein nach nicht für SmartCards vorgesehen. Aber die Idee läßt sich bestimmt für irgend etwas nutzen...

TINA

* 14.11.1997

Beim Suchen im WWW nach Material über den Beale-Schatz habe ich einen Text entdeckt, der so erschreckend ist, daß ich ihn hier ohne weiteren Kommentar wiedergebe.

TINA


A-003.032
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Diebstähle bei Handys: Hohe Erfolgsquote, geringes Risiko. Um das zu ändern, müßte man die Handys erkennen können. Das ist aber bei den schon existierenden Handys nicht möglich, denn sie können nicht umgerüstet werden. Rockwell soll angeblich ein System entwickelt haben, wobei ein GPS-Empfänger die Position des Geräts ermittelt und diese Position dem Transponder mitteilt. Angeblich kann man existierende Geräte damit nachrüsten. Das wage ich, nicht zu glauben, denn dazu muß das Gerät den Platz für die GPS-Antenne plus die erforderliche Elektronik haben. Und man braucht die Anschlußmöglichkeit, um die passenden Signale in das Gerät einzuspeisen.

Schreiben, wie zusätzlich gerüchtet wird, US-Behörden den Einbau eines solchen Positionssenders als Pflicht vor, wird es eng für die Privatsphäre des Benutzers.

TINA


A-003.033
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Schweden ist wieder einmal Vorreiter bei einer sozialen Revolution: Statt im Knast sitzen Verurteilte die Strafe im eigenen Heim ab. Statt einer dicken, schweren Kugel hängt an der Kette heute eine Elektronik, die den Aufenthalt des Veruteilten meldet und auch Alarm auslösen kann. Science-Fiction wurde zur Realität. Ich kann mich an den Autor nicht erinnern, aber eine Frage finde ich doch interessant: Kann er jetzt Lizenzgebühren verlangen?

Nein, das alles ist kein Spaß, keine Phantasie, sondern es wird auch in Deutschland "ernsthaft" (also von Politikern und solchen, die sich dafür halten) darüber "nachgedacht" (...), in Deutschland so etwas einzuführen. Wobei das Besondere an dem System mit der Kettenüberwachung darin besteht, daß der Verurteilte weiterhin zur Arbeit gehen kann. Sollte er es nicht tun, seinen Zeitplan nicht einhalten, wird Alarm ausgelöst! Hintergrund der Überlegungen sind die hohen Kosten von 180 DM, die ein Inhaftierter den Staat kostet, verglichen mit 100 DM bei Daheim-Unterbringung. Wenn es nicht einen kleinen Haken gäbe: Was, wenn der Verurteilte ins Gefängnis will!? "Im Kittchen ist kein Zimmer frei!" - während der Wintermonate ein warmes Plätzchen ist besser als im Freien unter einer Brücke zu schlafen. Was, wenn es den Verurteilten überhaupt nicht interessiert, daß er so eine Kette tragen muß!? Was, wenn der Verurteilte arbeitslos ist, ohne jede Aussicht auf eine Zukunft?

Was, wenn das Überwachungssystem unter Windows arbeitet und sich eine Schutzverletzung ereignet...??? Vorsicht! Diese Frage ist nicht rhetorisch gemeint! Es hat bereits einen Absturz eines Überwachungssystems gegeben, bei dem sich die Verurteilten vollkommen frei und ungehindert bewegen und damit auf und davon machen konnten...

TINA


A-003.034
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die Softwarepreise sind am Boden

Ursachen: Marktsättigung und zu schnelle Folgen von neuen Releases, viele Anbieter, Preisdruck durch Raubkopien.

Bereits Ende '96 in einem Goßhandelskatalog "Winter 96/97":

"Micrografx Designer 4.0", voll updatefähig   24,32 DM netto HEK
"Micrografx Picture Publisher 4.0",voll udf.  18,23 DM netto HEK
"Micrografx Snapgrafx" .....................  18,23 DM netto HEK
"Topware Gold II", 40 Vollversionen ........  30,40 DM netto HEK
"Topware Gold Games" 15 CDs mit Spielen ....  30,40 DM netto HEK
"Borland: dBase für Windows", priv. Edition   30,40 DM netto HEK
 limitiert auf 500 Datensätze, voll updatef.
"Borland: dBase IV", der Klassiker..........  18,23 DM netto HEK

Im April 1997 zu finden in HEK-Listen

"Topware Gold III", 10 CDS, 40 Vollversionen  29,60 DM netto HEK
"D-SAT" ....................................  29,60 DM netto HEK
"X-Tree Gold", V 4.0, Win ..................  29,60 DM netto HEK
"Norton Navigator", Win 95 .................  29,60 DM netto HEK
"Type Maker 4.0", 500 Fonts ................  29,60 DM netto HEK
"PC-Tools für DOS" V 9.0, Vollversion ......  29,60 DM netto HEK
"PC-Tools für Win" V 2.0, Vollversion ......  29,60 DM netto HEK
"Turbo Pascal 6.0, DOS"  Student Line ......  21,75 DM netto HEK
"Turbo Pascal 1.0, Win"  Student Line ......  21,75 DM netto HEK
"Turbo Asembler 3.0" ... Student Line ......  21,75 DM netto HEK
"Turbo C++ 1,0" ... .... Student Line ......  21,75 DM netto HEK
"Turbo C++ 3.1 Win" .... Student Line ......  21,75 DM netto HEK
"BORLAND C++ 2.0 DOS/Win Student Line ......  21,75 DM netto HEK
"Paradox" Win V 5.0 und V 7.0 (95+NT) ......  29,60 DM netto HEK
                                          
"Corel Word Perfect 7.0 retail" ............ 109,-- DM netto HEK 
"Star-Office 3.1 OEM Vollversion" ..........   9,-- DM netto HEK 
"Star-Office 4.0 OEM Vollversion" ..........  69,-- DM netto HEK 
"Softmaker Office 97, OEM Vollversion" .....  59,-- DM netto HEK 
"Star-Office 3.1 OEM Vollversion" ..........   9,-- DM netto HEK 
"Star-Writer 2.0 Textverarbeitung" .........   5,-- DM netto HEK 

Am 11.3.1997 verschickt Tewi/Softkey an "über 50.000 registrierte Anwender" ein Angebot über

- Infopedia 2.0, 
- Labels unlimited 1.0, 
- PC Paintbrush Plus, 
- Key Clip Art 5.001, 
- Photo Finish 3
- Marathon 

für jeweils 19,90 DM einzeln oder 99,-- DM für alle 6 Programme zusammen.

Im Juni folgt von Tewi ("TLC Service Center") unter dem Namen "Quicksoft Vertriebs GmbH" ein neues Angebot:

- G-Route Straßenatlas
- Bodyworks 4.5
- Wortwörtlich! Wortschatz im Aufbau: Englisch
  ("Mit über 2300 Wörtern..." Wirklich wortwörtlich: "im Aufbau...")
- City Maps Städte Atlas '96 lite
- WISO Steuerprüfer
- Das andere Kochbuch
- Omas geheimnisvoller Speicher
- Ambiente 
- Führerscheinprüfung und -training
- Marcellino's Deutschland '96
- Deutscher Hotelführer '96
- Labels unlimited
- Calendar Creator 3.0
- UltraFAX
- Infopedia 2.0
- 2002 Color ClipArt 
- Sidekick 95/3.11
- Microsoft Internet Explorer 3 (Beta) 

Diese Programm auf 4 CDs zum Sonderpreis von DM 29,95 statt bisher 99,-- DM

30 Mark für 18 Programme. (Qualität und Verwendungsfähigkeit lasse ich außer acht.) Wieviel haben Hotelführer, Straßen-Atlanten und Fax-Programme oder Sidekick (und ähnliche Tools) noch vor kurzem gekostet? Wer wird angesichts derartiger Preisverfälle noch ein neues Programm kaufen wollen!?

Jeder, der ein Programm kauft, unter Umständen mehrere Hundert DM dafür bezahlt, und es wenige Monate später in der Grabbel-Ecke für ein-paar-Mark-fuffzich findet, der wird nicht mehr bereit sein, weiterhin hohe Preise zu zahlen. Daran ändert auch nicht, daß manche der viel billiger angebotenen Programmversionen abgespeckte Ausgaben sind. Die aufgeblähten superdicken Programmpakete braucht fast niemand, beherrschbar sind sie schon längst nicht mehr - von der hohen Fehlerhaltigkeit ganz zu schweigen. Liegt es da nicht nahe, sich die neuen Programversionen als Raubkopie zu besorgen, allein schon wegen der Fehler und des astronomischen Preisverfalls...? In einem halben Jahr kosten die Programme eh nur noch einen Bruchteil. Falls man jemals erwischt werden sollte, ist der Streitwert so gering, daß der Aufwand einer Strafverfolgung für die Justiz nicht mehr vertretbar ist.

Die Inserate-Kampagne der BSA "Wollen Sie sich diese Aussichten ersparen?" (Blick auf eine Wand mit vergitterten Fenstern) bewirkt nur noch ein trauriges Lächeln. Wer durch Abstürze und andere Macken von Programmen tage- oder wochenlang Fehlerbehebung betreiben muß, wer tagein-tagaus mit schrottreifen Programmen sein Dasein fristen muß, weil der Arbeitgeber nichts anderes hat oder (was das Wahrscheinlichste ist) weil es auf dem Markt keine funktionsfähigeren Programme gibt, der weiß, daß er schon jetzt im Knast sitzt -- zwar ohne Gitter, aber trostlos, trostlos, trostlos, demütigend, menschenunwürdig. Was soll da noch SO EINE Inseratekampagne der BSA? Die Trostlosigkeit noch deutlicher zeigen?

Zu Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Apotheker und die BSA:

BSA Hotline: 
Telefon: 0130-171801
Fax: 0130-171802

TINA


A-003.035
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Nochmal Preispolitik: Schon im Januar 97 hat ("cm") in "ComputerPartner" [Ausgabe 1/97, Seiten 81 und 82] über einen fatalen Schritt Microsofts berichtet:

Im Herbst 96 wurde angeboten Office 95 für DM 1350,-- mit der Angabe über eine späteren späteren Updatepreis von DM 49,- (ergibt 1399,- DM). Zum Zeitpunkt der Einführung von Office 97 senkte Microsoft den Preis gegenüber der älteren Version um bis zu 25 Prozent: Die Vollversion von Office 97 war für 1100,-- zu haben. 300 Mark in den Sand gesetzt.

Das löst keine Begeisterungsstürme der Kunden aus...

TINA


A-003.036
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Vollkommen fertig? Mit den Nerven runter? Dann hilft vielleicht

http://www.netaction.org/

TINA


A-003.037
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Lüfter zu laut? Wie wäre es mit einem Netzteil, das geräuschlos arbeitet? Vollständig vergossen, Abmessungen 117 mm x 56 mm x 13 mm, Strom satt: 80 Ampere bei 5 Volt. Für die anderen Spannungen gibt es ähnlich große Module. Eingangsspannung: 250 Volt - 425 Volt Gleichspannung. Wirkungsgrad 84%, max. zulässige Oberflächentemperatur bei 400 Watt: 100øC. Rückwand aus Metall zum Festschrauben an einem entsprechenden Kühlkörper.

Bei weniger Watt gibt es die Dinger auch kleiner

150 Watt: 36,8mm x 57,9mm x 12,7mm
Eingangsspannung 36, 48, 75 Volt DC
Ausgang: 12 Volt DC
112 US-Dollar für ein Einzelstück 

Nur noch ein schöner Kühlkörper und der Seelenfrieden ist gerettet.

Oh, fast vergessen: die Festplatte, die sich nicht dreht...

TINA


A-003.038
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 28.08.2000

 

Und ich verlasse diesen Text, dessen Quelle ich absichtlich für mich behalte. Was sich wie ein Vorspann zu einem der üblichen Yuppie-Werbemärchen liest, geht nämlich weiter und meint, daß all diese neuen Entwicklungen möglich seien dank Java.

Ich meine anders. Deshalb ein kurzer Ausflug an die Grenzen heutiger technischer Entwicklungen.

Ein "Smart Phone" ist nichts anderes als das, was schon seit Jahren in der Werbung eines (nicht nur) Halbleiterherstellers zu finden ist: ein Computer mit Speicher, Tastatur, Bildschirm, Telefonanschluß und anderen Funktionen, alles im Volumen eines heutigen Handys.

Die Anschlußmöglichkeiten sind schon heute gegeben durch GSM (Mobilfunk) und GPS (Ortung durch geostationäre Satelliten). Ständige Anbindung an Server ist bereits heute im Einsatz und wird zum Beispiel bei Speditionen benutzt, die ihren LKWs während der Fahrt neue Aufträge mitteilen, Lieferscheine vorbereiten, die der Fahrer am Zielort ausdrucken kann, und Routen laufend optimieren und ändern können. Ein Blick in die entsprechenden Fachzeitschriften zeigt das, ein Blick in die Kontore der Speditionen ebenfalls...

Heutige Bildschirme sind an Glas gebunden (LCD) oder an andere planare Träger. Seit mehreren Jahren wird erfolgreich gearbeitet an Bildschirmen, die auf fast beliebige Oberflächen geformt werden können, so auf die Oberfläche des Armaturenbretts eines Autos. Statt der Instrumente, die dort in Löchern eingebaut werden müssen, was aufwendige Arbeit am Armaturenbrett und die Existenz der Anzeigeinstrumente bedeutet, wird es dort einen Bildschirm geben, auf dem die Instrumente nach Belieben dargestellt und in Helligkeit, Größe und Ort variiert werden können. Analog dazu wird es auch bei anderen Geräten der Oberfläche angepaßte Bildschirme geben, auch bei Handys.

Der Stromverbrauch heutiger Handys ist groß, zu groß. Die Akkus sind zu voluminös und haben zu wenig Leistung. Gearbeitet wird an Akkus, die man der Gehäuseform anpassen und (fast) beliebig formen kann. Auch die Energiedichte wird größer sein.

Intelligente Helfer beim Fahren zeigen schon heute Streckenkarten auf Bildschirmen, geben akustische Signale. Benutzt werden für die dabei notwendige Navigation GPS, Streckenkarten, die auf CD-ROMs gespeichert sind, Sensoren, die das Erdmagnetfeld zur Berechnung der "Geschwindigkeit über Grund" benutzen und natürlich jene Sensoren, die aus der Radumdrehung den Vortrieb melden.

Heute schon machbar, aber nicht implementiert, sind automatische übermittlungen von Streckenkarten und Verkehrsstrommeldungen direkt in die intelligenten Fahrerhelfer.

Heute ebenfalls machbar, aber zum Glück nicht implementiert, sind die Wegweise und die automatischen Reklamen der Tankstellen, der Restaurants, der Kneipen, der Spielhallen - und natürlich der Banken.

Heute schon realisiert ist die Erkenntnis, daß die Benutzung eines Handys oder Autotelefons während der Fahrt verboten ist wegen Verkehrsgefährdung.

Heute schon realisiert ist die Erkenntnis, daß nicht eine einzige Programmiersprache allein Glückseligkeit verheißt, auch nicht, wenn sie wegen der Verwendung eines Zwischencodes, der in jeder Plattform interpretiert wird, auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Plattformem ermöglicht. Zur Zeit wird gearbeitet an Visual Basic und an anderen Programmiersprachen, die ebenfalls nicht sofort ausgeführt werden, sondern bei denen die Compiler einen Runtime-Code erzeugen, der auf beliebigen anderen Maschinen interpretiert wird.

Nicht erst heute realisiert ist die Erkenntnis, daß eine Firma von Gewinn lebt, nicht von Umsatz. Banken sind dabei nur ein Hindernis.

* 28.8.2000
Und wieder mal recht gehabt!

Die USA haben beim GPS auch für nicht-militärische Zwecke die Ortungsgenauigkeit von GPS-Empängern auf 50 m freigegeben.

Damit haben sie sofort die Raffgier der Werbestrategen geweckt: Man "denkt" an GPS als Subsystem im Handy, wobei man als Werbekunden schon eine Gruppe im Visier hat: die Gastronomie...

TINA


A-003.039
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Noch kleiner! Flatpack-Gehäuse (SSOP, shrink small outline package) haben eine noch kleine Konkurrenz bekommen, TVSOP (thin very small outline package) . Die Werte: 0,4 mm Pinabstand, 1,1 mm maximale Bauhöhe.

TINA


A-003.040
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
In einer Insider-Zeitschrift werden Experten zitiert, die befürchten, daß innerhalb der nächsten 3 Jahre 1/3 der rund 8000 Unterhaltungselektronikhändler in Deutschland ihre Läden dichtmachen muß. Panikverkäufe auch im PC-Bereich seien zu erwarten.

Das war zu erwarten. Private Haushalte haben dank sinkender Einkommen, erhöhter Steuern und anderer Ausgaben nicht mehr die Kaufkraft wie früher. (In manchen Städten um mehr als 30 Prozent gefallen!) Der Markt wird verengt auf den kommerziellen Bereich. Dort werden (noch) Beratung und betreuender Service honoriert. So lange, bis auch dies von den Großkonzernen übernommen wird. Doch halt, es gibt eine Grenze! Großkonzerne haben hohe Overheads durch ihre Verwaltung, hohe Kosten für das Personal. Also bleibt doch noch eine Lücke? Eine Lücke, die die weniger kostenträchtigen Kleinunternehmer füllen können, weil dort die Ehefrauen ohne Geld die Buchhaltung machen, und der Mann auch für weniger arbeitet, nur um den Auftrag zu kriegen? Nein. Der neueste Coup besteht darin, Personal nach Arbeitsstunden zu bezahlen und dieses Personal auf Abruf bereit zu halten. Begonnen wird damit im Support für Software. Die Vermittler halten eine Datenbank von Experten, die bei Meldung eines Kunden angerufen werden, und deren Arbeit dann stundenweise abgerechnet wird. Also keinerlei Sicherheit für die Arbeitenden, dafür aber tage- und wochenlang daheim warten, immer auf dem Sprung, immer in Bereitschaft sein für einen Auftrag - alles Zeit, für die es keinen Pfennig gibt, in der aber die Kosten weiterlaufen.

Um noch eins drauf zu setzen: Es hat sich gezeigt, daß Großkonzerne gegenüber mittelständischen Unternehmen einen Vorteil bei der Steuer haben, der in den Bereich von 3 Prozent kommen kann. Selbst dann, wenn der Großkonzern mit Null operiert, steht er wirtschaftlich besser da.

Also Leben auf Abruf, warten auf Arbeit, alles für die Deutschland GmbH...?

TINA


A-003.041
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Der DIHT und die IHK führen im August 1997 fünf neue Ausbildungsberufe ein:

- Informations- und Kommunikations-Systemelektroniker
- Fachinformatiker, Fachrichtung Anwendungsentwickklung
- Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration
- Informations- und Kommunikations-System-Kaufmann
- Informatikkaufmann

Informationen bei jeder IHK und beim DIHT (Telefon Bonn, 0228/104-0).

Bleiben Fragen:

Wird Kistenschieber und Rechnerschrauber nun doch als eigenständiger Berufszweig anerkannt? Nein, ganz im Ernst: Die neuen Berufe decken einen Bereich ab, der zum Teil von Informatikern und Ingenieuren (in der Entwicklung, im Support) und zum Teil von DV-Kaufleuten ausgeübt wird. Die neuen Ausbildungsberufe verlagern dies nach unten, sind also nichts anderes als ein Mittel zum Reduzieren der Kosten. Entweder werden noch mehr Informatiker und Ingenieure noch weiter auf der sozialen Leiter absteigen - oder gleich ganz arbeitslos werden.

TINA


A-003.042
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Microsoft hat Interse gekauft. Interse entwickelt Software zum Verfolgen und Analysieren des Verhaltens von Web-Site-Besuchern.

AOL will seine Chat-Rooms für Werbung freigeben und dafür 500 Mio Dollar kassieren. "Das Unternehmen lockt potentielle Kunden mit der Behauptung, die Anzeigen würden rund 70% der AOL-User erreichen, die durchschnittlich 600.000 Stunden pro Tag in Chat-Rooms verbrächten."

TINA


A-003.043
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Kühe sind Individualisten. Für jede erstellt der Bauer ein ganz individuelles Ernährungsprogramm. Dessen Ausführung muß er nicht mehr selbst machen, weil ein Computer ihm diese Arbeit abnimmt: Kommt eine Kuh zur Futterstelle, wird von ihrem Transponder ihre CIN gemeldet (Cattle-Identification-Number, Cow-Identification-Number, auf deutsch Kuh-Identifizierungs-Nummer). In seiner Tabelle findet der Computer die Angaben, wieviel die Kuh wovon fressen darf, wieviel sie trinken darf und was sie heute schon alles gefuttert hat. Dem entsprechend bekommt die Kuh ihre Rationen - oder muß fasten.

Beim Einchecken in das Krankenhaus werden für Patienten entsprechend ihrer individuellen Befürfnisse Ernährungsprogramme erstellt. Die Patienten bekommen ein Armband mit Transponder. Bei der Essenausgabe wird zu jedem Patienten entsprechend seiner PIN (Patienten-Identifizierungs-Nummer) von dem Computer an der Ausgabestelle angezeigt, was er essen und trinken darf/muß.

Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Kühen ist rein zufällig.

TINA


A-003.044
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 25.03.1999
Preiskrieg

Netscape hat die ersten Versionen seiner Browser verschenkt. Pferdefuß für die Betreiber von Servern: Die passende Software für Server muß man kaufen. 1996 hat Netscape es 1 Mio mal geschafft, ein Serverpaket zu verkaufen.

Preise gefällig? Zwar vom September 1996, aber immerhin...

Netscape Enterprise Server
1.600 DM (mit LiveWire für Animationen 2.300 DM)

Netscape Suitespot
6.350 DM

Als Vergleich:

Novell Netware Webserver 2.1
995 US-$

http://www.novell.com

IBM Internet Connection Server
Standardversion bei Download kostenfrei

http://www.ibm.com

CD mit Handbuch: 160,-- DM
Secure-Version: 480,-- DM

Microsoft Internet Information Server 1.0
bei Download kostenlos
http://www.mußnichtsein...

TINA


A-003.045
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Windhorst Electronics machte 1996 einen Umsatz von 94 Mio DM. 1994 waren es 63 Mio DM. Für 1997 sind 140 Mio DM geplant. Nach eigenen Angaben hat Windhorst 1995 13.000 "Windhorst-PCs" verkauft.

Kurze Zeit später kommt die Meldung, Windhorst wolle aus der Distribution aussteigen, denn Margen (!) von 1 bis 1,5 Prozent seien nicht interessant.

Bei 100 Mio DM Umsatz eine Rohmarge von 1 Mio DM, von der alle Kosten zu zahlen sind. So weit ist der Markt heißgelaufen. Darüber muß man erst mal nachdenken...

Nach einer von ESN zitierten Statistik der "PC Europa" sind 1996 in Europa verkauft worden:

PCs         Hersteller
 1.735.000  Compaq
 1.589.000  IBM
 1.000.000  Hewlett-Packard 
   900.000  Siemens/Nixdorf
   828.000  Packard Bell 
            (gehört NEC; 
            Verkauf enthält auch die aufgekaufte "Zenith Data Systems") 
   711.900  Apple Europe 
   705.300  Dell 
   660.000  Fujitsu (einschließlich ICL und Aquarius)
   583.000  Olivetti
   550.000  Vobis
   548.000  Toshiba Europe GmbH
   429.000  AST
   400.000  Digitial Equipment Corporation (Europe)
   376.200  Acer Computer 
   300.000  Mitac Europe Ltd
   300.000  Peacock Systeme GmbH
   280.000  Aquarius 
   250.000  VIST
   250.000  Mitsubishi PC Dicision
   248.000  Gateway 2000
   200.000  Tulip Computer bv
   185.000  Maxdata 
   135.000  Frank & Walter Computer GmbH
   135.000  Optimus 
   130.000  Unisys 
------------------
13.378.400

Von diesen Zahlen ist "13.000" noch etwas entfernt - erst recht von der Gesamtzahl, von der die "13.000" 0,97 Promille sind...

Peacock (300.000 PCs) ist nach Untiefen verkauft worden. (Wenn die Zahlen stimmen, 1996 ein Umsatz von 1,8 MRD DM und dabei ein Verlust von 50 Mio DM.) Die kleine Maxdata (1996 ein Umsatz von "nur" 673 Mio DM, nur 185.000 PCs) hat Peacock gekauft. Maxdata gehört aber auch zu 51% Vobis, und Vobis wiederum zu 90% der Metro...

Rückgerechnet:

550.000 Vobis selbst 
247.000 aus dem 51%-Anteil an Maxdata (und deren eingekaufte Peacock)
-------
797.000 PCs 

Damit liegt Vobis zur Zeit um den 5. Platz in Europa.

Aus der Statistik der ESN (basierend auf Zahlen der "PC Europa") der führenden PC-Schrauber in Europa nehme ich nur die als eindeutig in Deutschland für den deutschen Markt Operierenden:

129.000  PC Spezialist 
120.000  SEH
110.000  Schadt 
100.000  Pacomp GmbH
 90.000  Actebis 
 90.000  CTT
 90.000  Lion Electronic International 
 50.000  J & W 
-------
779.000 PCs 

Alle diese Firmen zusammen kommen mit Mühe an Vobis heran. Beeindruckend...

"13.000" sehe ich auch von den 50.000 von J & W deutlich entfernt...

* 11.11.1997
Laut IDC (veröffentlicht zum Beispiel in "ComputerPartner" [17/97, Seite 50]) als Vergleich die Zahlen aus dem 3. Quartal 1997. Damit man die alten Zahlen besser mit den neuen vergleichen kann, habe ich die neuen versuchsweise hochgerechnet (x4) [*] auf das ganze Jahr.

in Deutschland

    3. Quartal '97  1997 real[**]  1997 geschätzt[*] Marktanteil 
----------------------------------------------------------------------------------------  
    123.000         584.244        492.000         15,0%      SNI
     99.000         381.989        396.000         12,1%      Fujitsu  
     95.000         667.370        380.000         11,8%      Vobis 
     58.000         440.161        232.000          7,1%      Compaq/Digital 
     44.000         186.024        176.000          5,4%      Hewlett-Packard 
     41.000         277.256        164.000          5,0%      IBM 
     39.000                        156.000          4,8%      Comtech 
                    141.179                                   Toshiba
                    136.299                                   Actebis
     32.000                        128.000          3,9%      PC-Spezialist 
     30.000         175.852        120.000          3,7%      Acer 
     28.000         178.693        112.000          3,4%      Dell 
     12.000                         48.000          1,5%      Packard Bell/NEC 
     10.000                         40.000          1,2%      Apple 
    165.000                        660.000         20,1%      Andere 
--------------------------------------------------------------------------------------
ca. 820.000  Summe  3.280.000    4.406.799

(* 25.3.1999
Einschub: Die Spalte " 1997 real" wurde nachgetragen. Ist doch ganz interessant, wie einige Werte ziemlich gut geschätzt waren, andere dagegen völlig daneben lagen.

Der Weihnachtsverkauf 1997 muß alles auf den Kopf gestellt haben. 1,1 Millionen PCs mehr als geschätzt, das ist schon was!)

Besonders wichtig ist die Tatsache, daß der Anteil der "Anderen" gegenüber 1996 von 28,7 auf 20,1 Prozent gefallen ist.

Aus diesen Zahlen kann man mehrere Schlüsse ziehen:

TINA


A-003.046
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Rückrufaktion für Cartridges für Jaz-Laufwerke von Iomega mit einem Herstellungsdatum von 13.3.1997 bis 20.4.1997, deren Buchstaben- und Zahlenkombination unter dem Datum mit "MS" endet. Wer so eine Cartdrige gekauft hat, sollte sich melden unter 00353-1-807-5599 oder eine E-MAIL an eurosupport@iomega.com schicken (Betreff: jazmedia). In der Schweiz gilt die Telefonnummer 0041-22-8797-000.

Betrofffen von dem Produktionsfehler sind 50.000 Cartridges, von denen der größte Teil jedoch nicht in den Verkauf gelangt sein dürftte.

Rückrufaktion für Festplatten Western Digital AC31600. Wer mer darüber wissen will:

http://www.wdc.com und dort suchen. Es gibt ein Utility, mit dem man seine Platten testen kann. Die Qualitätskontrolle bei Western Digital ist inzwischen komplett überarbeitet worden.

TINA


A-003.047
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
DDS-3-Laufwerke sind die neueste Generation bei DAT-Streamern, damit auch die teuerste: HEK netto DM 1700,--. Dafür hamstern sie 12 GB netto (SDT-9000).

TINA


A-003.048
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Wenn es denn stimmt...

Die Telekom soll seit November letzten Jahres eine Tochtergesellschaft "Dete-Immobilien" haben mit 11.000 Mitarbeitern. Die Firma soll als Dienstleister (natürlich über die Telefonleitungen) die Fernsteuerung von Heizungen, Klimaanlagen, Beleuchtung und Sicherheitssystemen übernehmen. Was mit den eigenen 32.000 Gebäuden möglich sein soll, soll auch mit fremden möglich sein.

Wie verwundbar ist eine Firma, deren Behausung von einer Telefonleitung abhängig ist. Wie steht es mit den Sicherheitssystemen, wenn diese ferngesteuert werden? Wie steht es mit Heizung, Klimaanlagen, Beleuchtung, wenn diese ferngesteuert werden von einer Zentrale, die Kilometer oder zig Kilometer weit entfernt ist?

TINA


A-003.049
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Sauer auf die Kupfer-Krämerseelen?

http://www.regensburg.net/sonicht.htm***

http://fub46.zedat.fu-berlin.de:8080/~dittbern/Telekom/Offline.html***

http://www.detemedien.de

*** Solche Seiten verschwinden so schnell...

Nicht vergessen: Von 45 MRD Umsatz blieben 1995 als Gewinn 14 MRD - eine Rendite, die noch besser ist als die von Intel.

Zm Vergleich Intel: Satte Zahlen!

     Umsatz [MRD $]   Gewinn[MRD $]
86   1,265           -0,29
87   1,097            0,34
88   2,875            0,63
89   3,127            0,52
90   3,921            0,80
91   4,799            0,98
92   5,844            1,24
93   8,782            2,60
94  11,521            2,62
95  16,202            3,60
96  20,800            5,20

Quelle: ak/1-97 (ComputerPartner Ausgabe 2/97, Seite 57)

TINA


A-003.050
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Laut Semico Research betrug 1995 der weltweite Umsatz mit Microcontrollern 10,8 MRD Dollar, davon 5,7 MRD Dollar für 8-Bit-Controller. Erfolgreichster 8-Bitter ist der 8051, von dem allein Philips 75 Varianten anbietet.

Der 80C51 kommt auf maximal 33 MHz, ist statisch, geht also runter auf 0 Hz!

TINA


A-003.051
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Elektronikschrott-Recycling in Europa (Frost+Sullivan Report 3285)

     Mio US-Dollar
1995 144
1996 179,5
1997 214,5
1998 257
1999 301,4
2000 347,7
2001 384,6
2002 419,1

Wenn nur das Wort "Recycling" nicht so einen fatalen Beigeschmack hätte... Denn das Beste ist immer noch Wiederverwendung, wie mein Nachbar The German Recycler zeigt.

TINA


A-003.052
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Das mußte mal gesagt werden.

Vielleicht hilft das? http://www.chadwyck.co.uk/

TINA


A-003.053
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Von 1992 bis 1995 sank die Zahl der Studienanfänger Maschinenbau um 50%, Quelle Bundespresseamt.

TINA


A-003.054
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Totale Integration

Eine neue PCI-Steckkarte enthält TV-, FM-Tuner und Capture. Mikrofon hat sie auch. Aber ein Mikrofon ist nichts neues. Aber Fernsteuerung!?

Die Software erlaubt Videokonferenzen im Internet, kann Einzelbilder und Video erfassen. TV glotzen und FM-Radio hören ist sowieso klar. Aber mit der Fernsteuerung kann man die Funktionen bedienen, ohne die aktuelle Arbeit oder Spiele verlassen zu müssen. DAS ist der Durchbruch!

TINA


A-003.055
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Die kleinen elektronischen Kameras, egal wie teuer, haben einen Nachteil: Man muß sie mit teuren Speichermedien füttern. Die wiederum erfordern Stecksockel im Kameragehäuse und Rechner. Die Lösung? Die Kamera in eine PCMCIA-Karte integrieren. Genauer gesagt: Die Rückseite der Kamera ist wie eine PCMCIA-Karte mit ihrem Steckanschluß für den PCMCIA-Adapter im Rechner. Klein, aber oho! Die Optik bleibt dabei nicht auf der Strecke, schließlich steht "Nikon" drauf! Denkste! Denn es nützt auch die beste Optik nichts, wenn das Bild hinter der Linse durch eine CCD gerastert wird. Die CCD ist damit der alles entscheidende Teil der Kamera geworden. Schade.

TINA


A-003.056
written ..........: 15.06.1997
last time revised : 15.06.1997
Preise auf der Schußfahrt ins Tal

CD-Rohlinge, BASF, KAO, Pioneer, Ricoh, TEAC, Traxdata: 
4,40 DM HEK netto ab 100 Stück

ZIP-Medien: 16,70 DM netto HEK

CD-ROM-Laufwerk EIDE, 24x : 169,-- DM netto HEK
CD-ROM-Laufwerk SCSI, 16x : 205,-- DM netto HEK

SIMM 16 MB EDO, 4Mx32: 94 DM netto HEK ab 6 Stück

Zwei Monate später, im August 1997:

Rohlinge (Markennamen): DM 2,99 netto HEK ab 100 Stück
Rohlinge (noname)     : DM 2,50 netto HEK ab 100 Stück

TINA


A-003.057
written ..........: 10.7.1997
last time revised : 10.7.1997
Preise auf der Schußfahrt ins Tal

Der Große frißt die Kleinen. Also ganz schnell groß werden, damit man übrig bleibt!

Ingram Micro hat nach eigenem Bekunden den größten Elektronik-Katalog im Internet: http://www.ingrammicro.com

Jetzt ist auch Software dran: http://www.greymatter.co.uk

Software en masse. Ein noch dickerer Fisch: "1&1" geht mit über 7000 Programmen im Angebot ins WWW.

Der Große frißt die Kleinen. Also ganz schnell groß werden, damit man übrig bleibt! Wäre da nicht die Geschichte von den evolutionsmäßig selbst(re)produzierenden kannibalisierenden Robotern, die auf einer Insel ausgesetzt werden - und über die Nöte eines Forschers, der auf dieser Insel festsitzt. Anstatt klein, flink und klug wurden die Roboter groß und größer, stark und stärker, dafür langsam und immer unbeweglicher. Wenn so ein Großer einmal umfällt, dann begräbt er viele Kleine unter sich...

Ganz subversiv: Ist doch nicht schlecht, wenn die Firmen ihre Preise ins Internet hängen. Fehlt nur noch ein Agent, der die Web-Seiten der Anbieter scannt und die Preise in einer Tabelle auflistet, für jedes Produkt die Anbieter nach Preis gestaffelt: eine automatische Preisagentur, zu kaufen ab DM 100. (Keine Angst, wird nachher billiger!) Wer es einfacher haben will, kann auf Web-Sites die aktuellen Hitlisten sehen - manche gegen Geld, andere sogar kostenlos. Der Markt wird für die Kunden endlich vollkommen transparent, nicht bloß regional, auch nicht national, - nein! - gleich international!

Ein automatisches Bestellwesen ist natürlich integriert. Bleibt nur zu hoffen, daß die Programme nicht ebenso besch... können wie die der Versicherungsmakler, bei denen die Versicherungen mit der besten Makler-Marge auf wundersame Weise an die Spitze der Punkte-Hitliste gehoben wurden über wundersame Punktberechnungen...

Wem das noch zu wenig ist: Die Minister wollen Handel über das Internet steuerfrei machen. Also noch weniger Handel im Inland. Gut anschnallen - es geht bergab!

TINA


A-003.058
written ..........: 10.7.1997
last time revised : 10.7.1997
Elektronik kommt überall rein! Da gibt es zum Beispiel eine Pfeffermühle mit Beleuchtung. Damit man genau sieht, wohin man den Pfeffer streut. Aber das ist nur der erste, zaghafte Versuch. Geplant ist eine Hightech-Variante mit Java. Das Mousepad mit UKW-Radio ist auch nicht zu verachten.

In den Labors kocht man an einer neuen Tamagotchi-Version: mit Internetanschluß und mit Email zwischen den Tamagotchis. Gewerkschaftler spitzen schon die Ohren.

TINA


A-003.059
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Frage: Gibt es im Fall einer Scheinschwangerschaft einen Tamagotchi auf Krankenschein?

TINA


A-003.060
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Alaska holt aus zum Gegenschlag gegen Tamagotchis: Elektronische Huskies haben die Form eines Hundes und müssen 2x am Tag für jeweils 3 Stunden in den Kühlschrank gelegt werden.

TINA


A-003.061
written ..........: 11.7.1997
last time revised : 11.7.1997
Preise auf der Talfahrt:

"1000 Schriften CD, Vol 3." in Truetype und Postscript Type 1" für 8,22 DM netto HEK

TINA


A-003.062
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Denzil Walton [ID Systems, Ausgabe 1/97] hat eine Idee: "Get Your Medi-Card Here!" Zu den vielen kleinen Kundenkarten der Supermärkte und Kaufhäuser kommt eine hinzu, die Medi-Card. Damit kommt man an ärztliche Behandlung, gleich nach dem Einkauf.

Krankminister Seehofers neueste Attacke auf das Gesundheitssystem kann das schnell zur Realität werden lassen. Die Ärzte beginnen bereits, Rezepte auf privat auszustellen, den Patienten Privatrechnungen zu schreiben. Was liegt näher, als das marode System staatlichen Verwaltungspfuschs zu verlassen und sich der Privatwirtschaft anzuschliessen? Gerade Ärzte mit einer teuren Laborausstattung können bereits absehen, in wievielen Monaten sie bankrott sind, wenn das Versicherungsschiff weiterhin so zielgerade auf das Riff zuschießt. Also der Spung in die private Wirtschaft, als Subunternehmen eines Großkonzerns.

Wie sich die Kaufhäuser bemühen, alte Kunden zu halten und neue zu gewinnen, zeigen die zaghaften Versuche, "Kundenfreundlichkeit" nicht nur buchstabieren zu können. Da gibt es Hilfen beim Einpacken der Einkaufstüten oder die Kinderbetreuung. Alles natürlich kostenlos. Ärzte wären zwar (noch!) nicht kostenlos, aber immerhin etwas billiger als im staatlichen Bruchwald.

Genial auch Walton's Idee der Sales Promotion: "3 Untersuchungen für den Preis von 2!" oder: "Bei Einkauf ab 200 DM erhalten Sie einen Bluttest gratis!"

TINA


A-003.063
written ..........: 4.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Ach, wie war es vordem doch so schön, als es nur 5 Volt für die Logik gab... Da gab es nur diese häßlichen Anpassungsschwierigkeiten bei CMOS. Aber wer nimmt schon CMOS!? Es folgten stürmische, aber friedliche Jahre, 5 Volt sei's gepriesen! Nach TTL folgt LS-TTL, S-TTL, ALS gar. Bei HC und ACT wurde es schon gefährlich, doch dann ging es bergab: 3,3 Volt klopfte mit dem rechten Huf an den Haustür. Schon wieder diese Anpassungsschwierigkeiten zwischen den Logikfamilien, diesmal schon wieder mit der Versorgungsspannung. Da kommt das schiere Entsetzen: 2,5 Volt CMOS ist angesagt! Zum Glück haben Motorola, Fairchild (die leben wieder, Glue Logic sei Dank!) und Toshiba einen neuen CMOS Standard entworfen, der bei 2,5 Volt Betriebsspannung an den Ein- und Ausgängen 3,3-Volt-kompatibel ist.

Aber wartet's nur ab! 1,3/1,5 Volt (Hallo, 1,8!) steht vor der Tür und 0,8/0,9 Volt kann es auch kaum erwarten...

TINA


A-003.064
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Was ist das Schwerste für einen Sensor, der mit Licht arbeitet? Völlig klares Glas, weil das Licht problemlos hindurchgeht. Förderstraßen für Flaschen sind also schwere Brocken für die Erkennung mit Licht. Eine Reflex-Lichtschranke für Glas zu bauen, die mit so geringem Unterschied arbeiten kann, dürfte das kleinere geringere Problem sein, eher die Justierbarkeit und die Stabilität dieser Justage über eine ausreichend lange Zeitspanne.

Es gibt nun eine Spiegelreflexlichtschranke, die noch mit 5% Transmissionsunterschied arbeiten kann.

Ob man es irgendwann schafft, einen Glasbruchmelder zu bauen? Glasbruch bei Flaschen zu erkennen, ist bis jetzt immer noch ein sehr anstrengender Beruf, der stark augenschädigend ist.

TINA


A-003.065
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Wenn Drähte in den Lüfter kommen oder er sich anderweitig "verabschiedet" hat, kann es teuer werden. Besonders brenzlig bei den Prozessorlüftern... Ein Lüfter, der über eine Signalleitung meldet "Rotor dreht / Rotor dreht nicht" ist jetzt auf dem Markt.

Fragt sich nur, wie er das meldet: mit einem Hall-Effektschalter oder etwas anderem, von der Betriebsspannung vollkommen unabhängig? Zu melden "Ich bin tot" ist bei Elektronik etwas kompliziert...

TINA


A-003.066
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Zur Herstellung einer CD wird eine flüssige Kunststoffmasse in eine Form gegeben, rotiert (geschleudert) und dann gepreßt. Die Hersteller der CDs sind nicht die Hersteller der Kunststoffe, sondern müssen diese von den Chemie-Konzernen als Rohmassen kaufen. CD-Herstellung ist Einzelstückfertigung; lediglich der Druckstempel ist immer der gleiche.

Angeblich wird an einem neuen Verfahren gearbeitet, bei dem der Kunststoffträger in fester Form aufgerollt (wie Stahlblech oder Papier) angeliefert wird. Dabei würde die Information der CD als Laminat aufgetragen und die Scheiben anschließend ausgestanzt.

Im Gegensatz zu Papier oder Stahlblech ist der Kunststoff einer CD nicht so leicht zu bearbeiten. Kunststoff kann man nicht wie Stahl mit einer Biegepresse in eine neue Form drücken. Bei einem Thermoplast müßte man erwärmen. Das scheint mir schwieriger zu sein als die Herstellung aus einer flüssigen Masse und hat auch den Nachteil, daß ein Träger aus Thermoplast meiner Meinung nach nur eine geringe Haltbarkeit hat.

Ein viel gravierenderes Problem ist das der Zentrizität: CDs werden nur mit 1-facher Geschwindigkeit abgespielt, CD-ROMs aber bis zu 24x so schnell. Dabei kommt es durch geringste Unwuchten zu Vibration. Schon das Aufkleben eines Labels auf eine WORM oder eine CD-Recordable ist ein Kunststück, das ich prinzipiell nicht riskieren würde.

Einzig die Idee des Laminierens hat etwas für sich: Laminate kann man schichten. Wäre es möglich, Laminate paßgenau übereinander zu montieren, so könnte man eine CD aus mehreren Schichten aufbauen. Die DVD lebt davon...

Bleibt also folgende Lösung: Das Rohmaterial, das der Scheibe den mechanischen Halt geben soll, ist tatsächlich ein Thermoplast und wird auf Rollen angeliefert. Erwärmt wird es mit Infrarotlicht. In der Maschine wird es gestreckt, absolut eben gemacht und geglättet. Dann werden die Laminate Stück für Stück aufgetragen. Die Laminate tragen optische Passer, mit deren Hilfe die einzelnen Schichten genau genug über einander positioniert werden können. Oder man preßt die Information erst während des Laminierens in die Laminatschichten, so daß die Paßgenauigkeit durch die einzelnen Mechaniken bestimmt wird.

Anschließend erfolgt der Druck, nicht wie bisher einzeln, sondern als Rollen-Siebdruck - wesentlich billiger als das bisherige Bedrucken jeder CD einzeln. Die Scheiben auszustanzen halte ich für keine gute Lösung, weil die Laminate durch den Zug verformt werden können - es sei denn, man hat einen sehr breiten Rand. Stanzen ist jedoch sehr viel schneller als Fräsen und bietet deshalb eine höhere Maschinenausnutzung. Den Rand der doch recht dicken Scheiben muß man putzen, also ist Fräsen bei vielen Schichten sinnvoller als Stanzen. Das ist auch besser für die Zentrierung. (Viereckige oder anders geformte CDs werden bereits per Fräsen hergestellt.)

Die CDs werden (wegen des Thermoplasts) in der mechanischen Qualität schlechter. Dafür geht mehr drauf.

Good-bye Schellack, good-bye Pilz. Welcome 30-Pfennig-CD!

TINA


A-003.067
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Langsame Festplatten sind billiger. SPEED! kostet Geld, da wird um die Zehntel-Millisekunde gekämpft. Die 9 GB Seagate Barracuda ST 19171 kostet DM 2650,-- netto HEK. Bringt ja auch 7,2 ms. Eine IBM Capricorn DCAS 34330 (8,1 ms, 4 GB, Fast SCSI 3) kostet nur 700,-- DM HEK netto. Zum Vergleich die Seagate Barracuda ST 34371 (4 GB, SCSI Ultra) mit ihren 7,m5 ms: 1500,-- DM netto HEK.

Dabei geht es einfacher und preswerter. Beim Parallelbetrieb von 2 Platten per RAID läßt sich die Datenrate fast auf das Doppelte erhöhen. Man nehme zwei ältliche, dicke Platten mit 15 ms, dazu einen RAID-Controller (ab ca 400 DM) und hat eine virtuelle Platte mit weniger als 8 ms.

Oder auch nicht... Denkt mal nach!

Ich warte immer noch auf einen preiswerten RAID-Controller für EIDE. Dann 4 Bigfoots mit je 6 Giga dranhängen, konfigurieren für Parallelbetrieb und die Datenströme parallel auf die 4 Platten verteilen...

TINA


A-003.068
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Einer meiner Lieblingsautoren ist jetzt in seinem eigenen Verlag:

"Electronic Sources"
im "Electronic Sources Verlag"
Steinberger & Bruchmann GmbH
Max-Planck-Straße 12
85716 Unterschleißheim
Tel: 089-317817-01
Fax: 089-317817-09

Geschäftsleitung: Georg Steinberger, Gerhard Bruchmann 

Einzelheft 12,--, Jahresabo 128,-- DM

TINA


A-003.069
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
In Slots schwelgen kann man bei diesen Backplanes:

14-Slot PCI-ISA PICMG Standard 
4x PCI, 10x ISA, 
2 PCI-Slots kombiniert mit ISA-Slots für CPU-Card

Maße 317x257mm
DM 119,-- HEK netto 

Nicht ganz so groß, aber immerhin:

8-Slot PCI-ISA PICMG Standard 
3x PCI, 5x ISA, 
2 PCI-Slots kombiniert mit ISA-Slots für CPU-Card

Maße 220x257mm
DM 109,-- HEK netto 

TINA


A-003.070
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Die von mir erfundene Kühlung von vorne durch die Frontblenden wird inzwischen von mehreren Firmen angeboten. Ein Angebot: "Just cooler": Frontblende für eine 5.25-Bay, 2 Lüftern. DM 39,-- HEK netto

TINA


A-003.071
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
"Es ist kaum anzunehmen, daß zahlende Studierende erst mit 27 Jahren das Examen machen - ein Alter, in dem Alexander der Große bereits ein Weltreich erobert hatte."

Artur Woll, 1995 in "Focus", Nr 39 auf Seite 58, im Alter von 71 Jahren, Professor für Volkswirtschaftslehre, Gründungsrektor der Universität Siegen, (arbeitete 1995 im Auftrag der Bundesregierung als Wirtschaftsbereater im ehemaligen Ostblock)

Wo er recht hat, da hat er recht. Wer für sein Studium arbeiten muß, der braucht einen gutbezahlten Job zum Überleben. Weil deren Zahl abnimmt, dauert es eben NOCH länger.

TINA


A-003.072
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Drucker werden immer intelligenter, immer mehr Funktionen werden eingebaut. Drucker für Identkarten können neuerdings mit einem Zusatz-Schlüssel versehen werden, der - eingesteckt - dafür sorgt, daß ein Sicherheitslogo auf einem Firmenausweis gedruckt wird. Ausgesteckt gibt es nur den normalen Ausweis-Ausdruck ohne Sicherheitslogo.

TINA


A-003.073
written ..........: 17.7.1997
last time revised : 17.7.1997
Die ersten CD-ROM-Laufwerke hatten noch Caddys (Kassetten), in die man die CDs legen mußte. Das war gut, weil die CDs sonst leicht verkratzt werden können, vor allem die inzwischen auf dem Markt gut vertretenen CD-Rs. Weil die Caddys teuer waren, wurde hier gespart und Laufwerke mit "Trays" (Schubladen) auf den Markt geworfen. Weil auch das einzusparen ist, gibt es "Slots", Schlitze, durch die die CDs in das Laufwerk gesteckt werden...

Da fragt man sich, wie die CD dann angefaßt werden soll zum reinstecken und wie man sie nachher wieder heraus bekommt. Ich halte das für die bisher mit Abstand allerschlechteste Lösung. Wer kann, sollte sich unbedingt Laufwerke mit Caddys zulegen! Wer CDs brennt oder gebrannte CDs benutzt, sollte ganz besonders darauf achten.

TINA


A-003.074
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Quotes

"Lemmings are great team players, and see where they end up."
James H. Webb Jr.

(responding to criticism that he was not a team player, after resigning as U.S. navy secretary to protest defense cutbacks) [International Management, June 1988, p14]

"I want to be in a business so good that even a dummy can make money."
Warren Buffet (chairman, Berkshire Hathaway, and one of America's most successful investors, quoted from an interview with Fortune magazine)

[International Management, June 1988, p14]

 

Wie wäre es mit "Internet Service Provider"?

[TINA, July 1997]

TINA


A-003.075
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Die Not mit ihrem Betriebssystem brachte Apple so weit, dem Entwickler "Be" für sein "Be-OS" 100 Millionen US-Dollar zu bieten für eine Kopierlizenz. Be wollte mehr - und bekam nichts. Während der laufenden Verhandlungen wollte Be den Druck und den Preis erhöhen und stellte dem Vernehmen nach 3600 neue Entwickler ein. Nachdem der Deal geplatzt ist und seitdem rund 1/2 Jahr verstrichen ist, wird man fragen dürfen, was aus den 3600 Leuten geworden ist. Ganz nebenbei: Wie bringt man 3600 Angestellte überhaupt unter? Das erfordert eine erhebliche Infrastruktur, angefangen von den Gebäuden bis hin zu den notwendigen Büroausstattungen samt PCs und Netzwerk...

TINA


A-003.076
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Jeden Tag werden mehr Web-Seiten ins WWW gestellt, der Dschungel wird undurchdringlich. Die Suchmaschinen scheinen eine wirksame Hilfe zu sein: Stichwort eingeben und die URLs abholen, zum Teil sogar mit Beschreibung des Inhalts der Seiten.

Einfacher und schriller geht es mit Rating-Systemen: "Die heissesten Seiten des Web" "die Top-100 Seiten des Web" "Die kewlsten Seiten des Monats"

Zeitschriften leben davon, inzwischen vielleicht sogar Anbieter im WWW selbst. Wie bringt man seine Homepage in so eine Hitliste? 2 Kilo Java, animated GIFs, wirre Sprüche, Bildhintergründe so grell bunt, daß der Text nicht mehr so lesen ist??? Vorsichtige Frage: Wem nützt das? Werden nicht diese Rating-Bruderschaften von Werbung bezahlt? Na, nun denkt mal nach!

TINA


A-003.077
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Siemens meint, daß ab 2010 pro Jahr zwischen 21 und 35 MRD Chipkarten produziert werden, weil jeder Mensch 3 Chipkarten bei sich hätte. Da glaube ich eher an das, was ich von Petra gelernt habe: Bei 7 Milliarden Menschen braucht man nur 7 Milliarden subkutane Transponder, und die nur 1 Mal. Das ist schneller, billiger und verbraucht weniger Rohstoffe, schützt also auch noch die Umwelt.

TINA


A-003.078
written ..........: 07.07.1997
last time revised : 17.07.1997
Hitachi liefert das erste DVD-Laufwerk mit wiederbeschreibbaren Medien, "DVD-RAM" genannt. RAM steht für "Random Access Memory", ein Begriff, den man lieber den Halbleitern lassen sollte!

Mit 5,2 Giga hat das Laufwerk 600 MB mehr als die größten MO-Laufwerke (max. 4,6 Giga). Aufzeichnungsverfahren ist "Phase Change". OEM-Preis ca 800 US-Dollar (IDE oder SCSI, intern)

Durchmesser der Scheibe: 120 mm
Dicke: 2x je 0,6mm, aneinandergeklebt
Spurbreite: 0,74 um
tpi: 34.000
bpi: 62.000
Wellenlänge des Lasers: 650 nm
Tracks: 48654 

Weil die DVD-Laufwerke CD-ROM-Scheiben lesen können, CD-Recordable-Medien und CD-Rewritable-Medien aber nicht beschreiben, dürfte dies der Todesstoß für die CD-Rewritable sein. Auch CD-Player für Computer werden im Verkauf sehr schnell vom Markt verschwinden. Der Massenmarkt wird die Audio-CDs jedoch noch lange enthalten, weil die bereits installierte Basis vorhanden ist. CD-Audio wird auf das Niveau einer "Verpackungsgröße" geduziert: Wozu sollte man eine teurere Scheibe produzieren, wenn eine billigere ausreicht!? (Das ist ähnlich den Mini-CDs, die nichts anderes tun außer Material sparen.)

TINA


A-003.079
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Zum Nachdenken: HEKs für verschiedene Datenträger (astreines Markenfabrikat eines Herstellers, aber Verkaufs-Aktion - daher die Preise)

MO-Medien
128 MB, 3,5 Zoll ....: 16,-- DM HEK netto
640 MB, 3,5 Zoll ....: 35,-- DM HEK netto
600/650 MB, 5,25 Zoll: 39,-- DM HEK netto 
1,2/1,3 GB, 5,25 Zoll: 44,-- DM HEK netto
2,4/2,6 GB, 5,25 Zoll: 79,-- DM HEK netto 
CD-Rohling ..........:  5,75 DM HEK netto

Die Preise schmelzen, ganz besonders für die 128-MB-Medien. Interessanterweise sind diese deutlich billiger als die kapazitätsmäßig und von der Betriebssicherheit deutlich schwächeren flexiblen Medien ZIP und LS 120.

Die 2,4/2,6-GB-Medien sind deutlich zu hoch angesiedelt: Nach dem Markteinstieg der DVD-Rewritable wird es hier einen drastischen Absturz geben.

Die 600/650 MB-Medien halten sich nur aufgrund der installierten Geräte-Basis. Bei Neugeräten sind die 3,5-Zoll-Medien preislich günstiger, die Geräte ebenfalls.

Der Preis von 5,75 DM für einen Rohling signalisiert die Fahrtroute... Mit Vollgas bergab!

Noch nicht enthalten, aber in Arbeit: die MD-Data-Medien, aber nicht die alten, sondern gleich die neuen mit ihren mehr als 600 MB! Die MD-Data-Laufwerke sind wegen ihrer Größe (!) die einzige Konkurrenz zu den DVD-Rewritables.

* 14.11.1997
Genau den CD-Rohling für 5,75 DM netto HEK von just dem Hersteller des obigen Angebots findet man jetzt im Kaufhaus für 5,75 DM brutto, einzeln.

TINA


A-003.080
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Antike Stücke: Inserat vom April 1990

TINA


A-003.081
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Die neue Philosophie des Cyberlibertarianismus:

"I get mine, you get yours, and the rest eat bits."

(CNET)

Das erinnert mich doch... - richtig! - an die Meldung, wonach Paul Allen, der zweite Microsoft-Gründer, Inhaber von CNET ist...

(Paul Allen gehören: Asymetrix, CNET, Starwave, und ein Anteil an Hayes.)

TINA


A-003.082
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Wilde Debatten, monatelang - in Presse, Funk, Fernsehen - über die mögliche, vielleicht doch nicht mögliche Halbleiterfabrik in Dresden. Jedes noch so kleine Gerücht wurde durch den Wolf gedreht und wiedergekäut. Aber was ist so eine kleine Fab in diesem Riesenland Deutschland, verglichen mit dem hier?

Firma         Fab       Investition  Baubeginn  Beendigung  Kapazität
----------------------------------------------------------------------
Vanguard      Fab I-A    680         -          1994        15.000 W/M
Vanguard      Fab I-B    750         1995       1996        15.000 W/M
TSMC          Fab III   1000         1993       1995        25.000 W/M
TSMC          Fab IV    1000         1995       1996        30.000 W/M
TSMC          Fab V     1000         1995       1997        25.000 W/M
TI-Acer       Fab I-B    500         1994       1995        15.000 W/M
TI-Acer       Fab II    1100         1995       1997        40.000 W/M
UMC           Fab III   1000         1994       1995        25.000 W/M
UMC#1         Fab I     1000         1995       1996        25.000 W/M
UMC#2         Fab I     1000         1995       1997        25.000 W/M
UMC#3         Fab I     1000         1995       1997        25.000 W/M
Nanya         Fab I      750         1995       1997        24.000 W/M
Powerchip     Fab I      750         1995       1996        25.000 W/M
HMC#1         Fab I      400         1994       1996        15.000 W/M
Macronix      Fab II    1100         1995       1997        35.000 W/M
Winbond       Fab III   1100         1995       1997        40.000 W/M
Mosel-Vitelic Fab II    1100         1995       1997        25.000 W/M
AS            Fab I      750         ?          1997        30.000 W/M   
Holtek        Fab II     750         1996       1997        25.000 W/M   
----------------------------------------------------------------------
                      16.730                               484.000 W/M

Die Investition ist angegeben in Millionen US-Dollar. Die Kapazität ist "Wafer pro Monat", wobei es nicht irgendwelche Wafer sind, sondern 8-Zoll-Wafer!

Je nach Produkt sind aus einem Wafer als Ausbeute sehr unterschiedliche IC-Zahlen zu entnehmen, weshalb IC-Stückzahlen keine besondere Aussage darstellen.

Allein im Bereich der 8-Zoll-Fabs ist in ??? (wo wohl!?) eine Summe von rund 17 Milliarden US-Dollar investiert worden für den Bau von 19 Fabs. Was ist da schon Dresden?

(Tabelle aus "What's new in Electronics, Europe, Heft 2/97", die die Daten von ERSO/TRI ITIS Project hat. Das Abonnement dieser Zeitschrift ist SEHR zu empfehlen.)

TINA


A-003.083
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Endlich eine Zeitschrift, die ernsthaft die Qualität von CDs betrachtet! Unter anderem findet sich dort

Titel:?
System: PC CD-ROM
Genre: Infotainment
Hersteller:?
Vertrieb:?
empf. VK: 19,95
Produktinfo: Nicht ganz ernst gemeinte Multimedia-CD mit Cartoons 
             und kleinen Spielchen zum Thema Sex
USK-Freigabe: nicht geprüft
Veröffentlichungstermin: im Handel 
Besonderheiten: komplett deutsch 
Marketing: erwähnt im ?-Katalog
Produktqualität: mangelhaft
Marktchancen: Der größte Schwachsinn, 
              der je auf CD gepreßt wurde. 
              Keine Chance!
Abverkaufsrate: D

TINA


A-003.084
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Maximale Wirkungsgrade bei Energie-Konvertierung

zur Zeit erreicht:

Stromerzeugung aus Kohle : ca 40 Prozent Wirkungsgrad 
Stromerzeugung aus Gas ..: ca 55 Prozent Wirkungsgrad 

TINA


A-003.085
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
So eine Preisliste ist doch etwas kompliziertes. Arg kompliziertes. Obwohl nur 5 oder 10, vielleicht auch nur 20 Teile in der Liste stehen. Donnerwetter! Das ist sooooo kompliziert. Wirklich. Hätt' ich nicht gedacht. Ehrlich nicht.

Muß aber wohl so sein, denn in der Süddeutschen Zeitung, Nummer 289, 1997, ist auf Seite V1/3 ein Inserat:

Steht da. In einem Stellenangebot. Also suchen die einen für die Preisgestaltung? Ja. Aber nicht nur das! Die haben sogar eine ganze Abteilung für diese schwere Sache und dazu suchen die:

TINA


A-003.086
written ..........: 21.7.1997
last time revised : 21.7.1997
Endlich gibt es RAID-Systeme preiswert, vor allem, weil sie nicht für SCSI-Platten, sondern für EIDE sind!

für  5 Drives: HEK netto 1400,-- DM für Gehäuse plus Controller
für 10 Drives: HEK netto 3000,-- DM für Gehäuse plus Controller 

Die größere Ausgabe soll maximal 56 Giga beherrschen. Bei mir sind 10x 8,4 aber immer noch 84 Giga.

TINA


A-003.087
written ..........: 21.7.1997
last time revised : 21.7.1997
Wenn das kein "blaues Auge" gibt... Iomega soll angeblich eine Software im Rucksack haben, die bei Audio-Aufzeichnungen so stark komprimiert, daß man damit 10 Stunden Tondaten auf eine ZIP-Scheibe unterbringen kann. Meine akustischen Abenteuer bewegten sich bei über einem Gigabyte pro Stunde. Aber das nur am Rande. Was wird Iomega tun, wenn die bisher so schläfrige GEMA plötzlich die Hand aufhält für die ZIP-Medien!? Einen besseren Beweis als die - sogar von eben dem gleichen Hersteller, der die Medien anbietet - verkaufte Recording-Software (und dann auch noch gleich für 10 Stunden pro Medium!) kann die GEMA sich gar nicht wünschen...

(Dicker Nachteil der Software: Die Software läuft nur auf Mac OS und auf Windows 95)

TINA


A-003.088
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
Batterien sind nich doof!

Der Zustand einer Batterie in ein heikle Sache, gleichgültig, ob sie nun wiederaufladbar ist oder nicht. Ladegeräte, die nicht nur mit einem, sondern lauter verschiedenen Exemplaren gefüttert werden, können sich nicht auf jedes "Individuum" einstellen. Deshalb wird einer Batterie ihre eigene Elektronik "auf den Leib geschneidert" und die Kommunikation mit der Außenwelt findet über diese Elektronik statt - um Material zu sparen, mittels 2 Drähten. Die Leitung wird per Pull-up-Widerständen hochgezogen und Sender und Empfänger notieren ständig, wer denn nun von beiden gerade das Potential herunterzieht: "Bin ich es nicht, dann ist es der andere..." Übertragungsrate zwischen 10 und 100 kHz.

Alarmanlagen, Gebäude-Steuerungen und anderes können mit genau der gleichen Methode kommunizieren - sie ist die simpelste überhaupt. Nur eine Frage der Zeit, bis die Controller und ihre Protokolle für diese Technik so verallgemeinert sind, daß man sie als Einzelprodukt kaufen und überall einsetzen kann, von

über die

bis zur

Die mit 230 Volt betriebenen Geräte haben natürlich ihre 2 Anschlüsse bereits, so daß hier eine Modulation auf die Netzspannung sinnvoll ist. Jedoch sind wegen der Entwicklung von lokalen Energiezentralen Niedervolt-Anlagen nicht nur preiswerter, sondern auch sicherer - und nicht nur von Do-it-you-Selfern mit weitaus geringerem Risiko einzubauen und zu warten.

Warum zwei so grundverschiedene Bereiche ("Batterien" und "Haus-Elektronik") zusammenhängen? Weil die Methoden die gleichen sind.

Die hohen Stückzahlen der Batterien sorgen für die notwendige Produktionsmenge der Controller-ICs. Wegen ihrer Leistung und ihres sehr geringen Preises werden diese ICs dann in anderen Bereichen eingesetzt, wo sie die bisher eingesetzten, viel aufwendigeren Lösungen "vom Markt putzen" werden.

TINA


A-003.089
written ..........: 21.7.1997
last time revised : 21.7.1997
Angenommen, es gäbe auf einer Chip-Fläche lauter kleine Punkte: Eine Sorte würde Strom liefern und eine andere würde ihn schlucken. Dann brauchte man nur mit dem Finger auf den Chip drücken und ein - wegen des Hautwiderstandes zwar kleiner, aber bemerkbarer - Strom würde fließen zwischen jeweils zwei Punkten. Weil die kleinen Stromquellen nicht von einander isoliert sind, ist die Geschichte wesentlich komplexer, aber ohne weiteres berechenbar.

Die Oberflächen eines Fingers sind nicht vollkommen plan, sondern haben Rillen - Ursache für die bekannten "Fingerabdrücke". Die erhabenen Hautteile berühren eine Oberfläche, die Rillen stehen zurück. Die erhabenen Hautteile drücken also auf die IC-Fläche, lösen die "hohen" Ströme aus; Rillen dagegen ergeben keinen direkten Strom, bilden Widerstände.

Bei Landkarten kann man die Höhen des Geländes über dem Meeresspiegel als Linien eintragen. Analog dazu die "Landkarte" des ICs, auf der die Höhen der Ströme eingetragen werden: Die Höhenlinien entsprächen dann den Umrissen der erhabenen Hautteile, des Fingerabdrucks.

Es gibt bereits andere Ident-Verfahren zur Erkennung von Fingerabdrücken. Die vermutlich besten dürften jene sein, die die beleuchteten Finger mit einer Scanner-Optik abtasten. Reflexionen, Schmutz, und die nur sehr geringen Höhenunterschiede, die zudem bei Druck noch geringer werden, sind ernste Hindernisse. Ob es Verfahren mit Infrarot-Scans gibt, ist mir unbekannt. Bei Infrarot könnte man die Haut als Wärmesender benutzen. Der Anpreß-Druck würde dann keine so große Rolle spielen.

Bei einer Ströme messenden IC-Oberfläche würden mehrere Faktoren weniger stören können:

Das Verfahren mit einer IC-Oberfläche hat gravierende Probleme: die Verschmutzung der IC-Oberfläche und die Abrasion (Abschmirgeln) durch Sandpartikel auf der Haut, ganz abgesehen von den aggressiven Substanzen, die die Haut abgibt. Ein IC-Sensor muß also extrem robust sein, ständig geputzt werden und hat dennoch eine nur begrenzte Lebensdauer. Scanner-Lösungen haben diese Nachteile nicht.

Dafür glänzt der IC-Sensor durch einen unschätzbaren Vorteil: Er ist SCHNELL!!! Bildauswertung ist eine sehr langsame Angelegenheit mit sehr viel Wahrscheinlichkeitsrechnung und Näherungen. Die Umrechnung von gemessenen Strömen per Matrix ist eindeutig und extrem schnell durchzuführen. Der IC-Sensor ist also "Echtzeit-fest".

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Größe: Es gibt weder eine Kamera noch eine Optik. Damit ist der Sensor auch versteckt montierbar, zum Beispiel in Türgriffen. Der perverseste Ort: Innerhalb einer Chipkarte, die von Hand in einen Automaten gesteckt werden muß oder innerhalb von Tasten einer Tastatur. Wie wäre es mit einem Touch-Screen..?

Durch neue Halbleiter-Technologien wird ein anderer Vorteil entstehen: die freie räumliche Anordnung. Bisher sind IC-Oberflächen absolut plan, weil das Trägermaterial dünn gesägte Scheiben von Silizium- oder anderen Kristallen sind. Mit dem Übergang auf Kunststoffe sind frei formbare Oberflächen möglich, also runde oder anders gebogene - wie zum Beispiel ein Türgriff...

TINA
PS: Fast hätte ich es vergessen: Den Sensor gibt es!


A-003.090
written ..........: 22.7.1997
last time revised : 22.7.1997

Steht auf einem Flyer, der mir heute gebracht wurde, made by Microsoft.

Abgesehen davon, daß dieser Text nur lautes Gelächter hervorrufen wird, ruft er in mir die Erinnerung wach an ein Gerücht, wonach jene gewisse Maus von Microsoft mit dem kleinen Rädchen ("für die Rollbalken") im Original von einer asiatischen Firma entwickelt wurde - und Microsoft diese Maus abgekupfert hat...

Abgesehen davon, daß, wer eine Maus benutzt, selbst schuld hat. Profis arbeiten mit Trackballs, je größer die Kugel, desto besser (Minimum 5 cm für einen Desktop). Derjenige, der von "Conrad" verkauft wird, ist zwar vom Optimum weit entfernt, aber immer noch besser als jede Maus!

Intracom in Taiwan baut übrigens sehr gute Trackballs. Fragt die mal nach der Nummer "IDATA 960-Track"! Ein Import lohnt sich!

* 14.11.1997
Aus der Serie "Neulich im Kaufkaus...": Einen mit jenem von "Conrad" baugleichen Trackball mit Beleuchtung gibt es bei Quelle" im Laden für 59,95. Macht 10 Mark weniger als bei "Conrad".

Die Beleuchtung ist nur eine Kinderei, die aber sehr nützlich werden kann bei einer Panne: "Habe ich nun geklickt oder nicht...?".

TINA


A-003.091
written ..........: 7.7.1997
last time revised : 7.7.1997
In einem Heft der Zeitschrift XXX lese ich:

Das ist leider vollkommen falsch, denn (sogar die Berufsgenossenschaften wissen es besser!) Neugeräte dunsten eine erhebliche Menge von Lösungs- und anderen Stoffen ab, die alles andere als unschädlich sind, so auch Stoffe, die als Flammschutz in den Kunststoff eingemischt wurden, und die Furane und andere hochgiftige Substanzen enthalten, bzw. beim Brennen Dioxine freisetzen (vielleicht aber auch schon beim Abdampfen).

Wem seine Geräte suspekt sind, sollte sie von einem Untersuchungslabor ausmessen lassen. Eine Meldung an die Berufsgenossenschaft empfiehlt sich auf alle Fälle.

Am Beginn ihres "Lebens" geben die Geräte besonders viel dieser Stoffe ab, hören aber auch später nicht damit auf. Ein gewisser Pegel von derartigen Giften ist also auch später in der Raumluft immer vorhanden. Ständiges sehr gutes Lüften ist deshalb DRINGEND notwendig.

Denkt dran: Ihr habt nur 1 Leben!

Adresse:

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft
Körperschaft des öffentlichen Rechts
(die Berufsgenossenschaft der Banken, Versicherungen, Verwaltungen, 
freien Berufe und besonderer Unternehmen)
Mönckebergstraße 7
Hamburg

Standorte (habe ich noch nicht auf den neuesten Stand gebracht):

Berlin
Hamburg
Bielefeld
Mülheim
Bergisch-Gladbach
Mainz
Ludwigsburg
München

TINA


A-003.092
written ..........: 12.9.1997
last time revised : 12.9.1997
Des Wahnsinns fette Beute!

Die Produktion der Tamagotchis benötigt leider auch Controller. Dies belastet die Chip-Herstellung in Taiwan so sehr, daß dort nach Schätzungen der "China Times" rund 10 bis 15 Prozent der gesamten Fertigungskapazität dafür draufgehen.

* 10.11.1997
Dafür freut sich der deutsche Spielwarenhandel, denn ohne die Tamagotchis hätte er ein Minus gemacht. So ist er mit einer schwarzen Zahl ganz knapp davongekommen.

TINA


A-003.093
written ..........: 12.9.1997
last time revised : 12.9.1997
Die kleinste CCD Video-Kamera kommt aus Israel: Auflösung 500x582 Pixel (CCIR) oder 510x492 (EIA), minimal 0,5 Lux, 5V / 150 mA. Höhe ohne Linse 14 mm, Durchmesser 17 mm, integrierte LED zur Beleuchtung.

TINA


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