TINA's Reaktor - on ARIPLEX.COM, File 1



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last update: 16.12.96 / 22.5.98

zurück zum Kern des Reaktors


A-001.001
written ..........:  8.9.96 
last time revised : 28.9.96
Da hat einer aber geklotzt: Samsung kündigt neue statische RAMs an, mit einer Betriebsspannung von nur 1,8 Volt, in Low-power-Ausführung. Die Dinger wird es zunächst geben mit 1 Megabit und 2 Megabit Kapazität. Mit diesen RAMs sollen Funktelefone eine Stand-by-Zeit von einem Monat haben!

TINA


A-001.002
written ..........:  2.9.96 
last time revised : 28.9.96 
Ich habe einen neuen Namen und einen Slogan erfunden für eine Softwarefirma:

Beta Constructors

Wir kriegen nichts fertig,
aber wird sind immer nahe dran...!

TINA

A-001.003
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96 
Nachsatz zu Duracell: Diese Firma macht zur Zeit einen Jahresumsatz von 2,3 Milliarden US-Dollar.

TINA


A-001.004
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
Eine Speicher-Einheit von 256 MegaByte hat eine typische MTBF von 1,7 Jahren, behauptet IDT. Demnach wäre bei den 16 MegaByte RAM meines Rechners der Ausfall in 27,2 Jahren zu erwarten. Das weiß ich aber leider besser...

Was also versteht IDT unter einer "Speichereinheit"? Ganz offensichtlich gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede. Bei den mickriger konstruierten Speichern sollte man deshalb doch auf das Angebot von IDT zurückgreifen, EDC (Fehler-Korrektur) einzusetzen, der (transparent und bidirektional) zwischen RAM und Prozessor eingefügt wird - was zwingend mindestens 1 Parity-Bit voraussetzt !

Mit dem neuen Chip namens IDT 49C466A werden in Echtzeit 64 Bit verarbeitet: 10 nsec fürs Erkennen, 15 nsec fürs Korrigieren. Damit (sagt IDT) wird die "performance and reliability by a factor of 2000 or more" verbessert. Macht bei dem hochqualitativen Speicher, über den IDT erzählt, 3935 Jahre MTBF. Bei meiner Maschine könnte es (mit viel Glück) vielleicht bis zum nächsten Technologie-Sprung reichen.

Dieser Technologie-Sprung läßt sich schon absehen : So, wie IBM bei den Festplatten einen Monitor hat, der die Arbeit der Platte verfolgt und bei Unregelmäßigkeiten dem System "nach oben" meldet, genau so kann ein EDC-Baustein das in Zukunft auch. Der Baustein von IDT hat bereits einen "error log". Allerdings behält er das Ergebnis offensichtlich für sich (sonst hätte IDT stolz davon erzählt).

Die Zukunft wird sein : Der EDC-Chip kann nicht nur die Fehler erkennen und notfalls auch korrigieren, sondern auch einen Interrupt auslösen und via Ports aus Registern oder (größerem) internem RAM die Protokolle dem System übergeben. Wie bei Festplatten auch, wird ein Erkennen defekter Bits möglich sein, weshalb auf Reserve-Chips bzw "Reserve-Einheiten" umgeschaltet wird. Im Endeffekt wird man ähnlich vorgehen wie bei RAIDs. Glanzstück wäre ein "Hot-Plug", so daß man die RAMs während des Betriebs austauschen könnte...

TINA


A-001.005
written ..........: 28.9.96
last time revised : 28.9.96
Die Etiketten für Strichcode müssen nicht unbedingt aus Papier sein. Solche aus Kunststoff sind schon lange bekannt, Textilien als Grundlage kamen wesentlich später. Auch Metall ist lange in Gebrauch. Wahrscheinlich kaum einer weiß aber, daß Keramik-Chips mit einem Streifencode darauf hergestellt werden, die nicht nur 1000°C aushalten, sondern auch noch beständig sind gegen Säuren, Lösungsmittel, Öle und Treibstoffe. Der "Aufdruck" ist deshalb auch nicht aus Farbe, sondern wird mit einem Laser eingebrannt.

TINA


A-001.006
written ..........: 7.10.96 
last time revised : 28.9.96
Die aktuellen Zahlen für Vobis:

Kaufhof Holding AG ......... : 58,5 Prozent 
Rainer Fraling + Theo Lieven : 31,5 Prozent 
Siemens Nixdorf ............ : 10   Prozent 

TINA


A-001.007
written ..........:  7.9.96 
last time revised : 28.9.96
Netscape hat eine Tochterfirma, "Navio Communications", gegründet. Die soll sich um den "Einbau der Internetsoftware in Fernseher, Telefone, Autos und Consumergeräte sorgen". Schön. Fragt sich bloß: Wozu!? Mein Telefon ist dumm und billig. Jeder Versuch, hier mehr Elektronik hineinzustopfen, kostet doch nur Geld und senkt die Lebensdauer erheblich.

Mein Auto (Dank, Herr Diesel ! Dank, Herr Daimler ! Ich habe eins.) kennt nur Elektrik, keine Elektronik. Dafür funktioniert es - tadellos, einwandfrei, auch in der schlimmsten Wüste. Wozu sollte ich mir das kaputtmachen!?

Mein Fernseher ist klein und dumm. Intelligent ist der SAT-Receiver (na, so leidlich). Beides zusammen kostet unter 700 DM. Der Computer steht einzeln da und läuft (solange ich mit der Hand am Netzstecker drohend dahinter stehe...). Der Computer kostet vielleicht 2000 DM. Warum also sollte ich eine Kombination von Fernseher + Computer in einem gemeinsamen Gehäuse kaufen, wenn diese Kiste 3600 DM kostet !? Vor allem, wenn diese Kiste weit weniger kann als mein jetziger Computer !?

O.K., es gibt inzwischen die "singende Kloschüssel" mit eingebautem Radio, die Personenwaage mit Lachsack - und sonstigen Ringelpietz. Aber, liebe Industrie : Für wie dämlich haltet Ihr eigentlich die Verbraucher, daß Ihr glaubt, sie würden jeden Mist kaufen!?

Pardon, jetzt kommt Besuch, sieht sich meinen Text an und fragt, warum die Leute Windows 95 kaufen... Äh, mußte das sein...???

TINA


A-001.008
written ..........:  3.9.96 
last time revised : 28.9.96
Nachdem der Navigator 2.0 Mängel bei der Sicherheit hatte, der Navigator 2.01 Mängel bei der Sicherheit hatte - liefert nun der Navigator 3.0 die schlimmste aller möglichen Katastrophen : Nach einer (noch unbestätigten) Meldung mehrerer Zeitungen (unter anderem CZ vom 29.8.96) soll es von den Webservern aus möglich sein, auf den Maschinen der eingeloggten Clients BELIEBIGE DOS-Systemaufrufe auszuführen.

Bleibt uns also nur der einzige Ausweg : einen anderen Browser nehmen, vielleicht den von "ftp" oder von einer anderen Firma, nur nicht von jemandem, der Mal um Mal keine Mittel unversucht läßt, um Daten auszuspionieren.

TINA


A-001.009
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
Schon wieder Microsoft, sogar im Original, in einem ihrer Werbehefte: "Das Programm ... läuft nahezu ohne Abstürze...". Wieso, bitte (!), kann es jemand wagen, ein Programm anzubieten, das noch abstürzt!?

TINA


A-001.010
written ..........: 10.9.96 
last time revised : 16.12.96
Eine Gruppe Leute macht eine Firma auf und produziert Boards für Grafik, Video, und anderes. Wegen des Konkurrenzdrucks aus Asien für eine deutsche Firma SEHR ungewöhnlich. Wenn man aber erfährt, daß in Taiwan und China (Rotchina !) produziert wird UND wenn man erfährt, daß das Ganze durch einen "Venture-Kapitalgeber aus Asien" ermöglicht wurde, kann man den Sinn erkennen : Taiwan liegt im Wirtschaftskrieg mit Rotchina, Macao ist auf verlorenem Posten und in Hongkong kann man schon die Minuten zählen, bis dort die Rotchinesen einmarschieren werden. Also bleibt nur die Flucht, Investitionen in ausländische Unternehmen, Nutzen der jetzigen Verbindungen und Maschinen, so lange es noch geht. So jedenfalls für die freien Chinesen. Rotchinesen dagegen sehen einen Markt, der strategisch zu erobern ist. Also organisieren sie den Verkauf der bei ihnen (in Rotchina) produzierten Waren so, daß sie den größtmöglichen Profit haben, also möglichst Direktverkauf betreiben oder aber wenigstens noch an den Gewinnen des letzten Großhändlers auf dem Handelsweg teilhaben können. Ein Stellvertreterkrieg, mit Schachfiguren. Die Frage, warum gewisse deutsche "Genies" nicht auf deutschem Parkett, sondern in Asien ihre Geschäfte betreiben, wird damit auch beantwortet : Für die asiatischen Hintermänner ist Asien das Heimatrevier. Vietnam zum Beispiel wurde schon vor Jahrhunderten durch Chinesen "besiedelt", drum sind sie dort "nicht so gern gesehen" - und brauchen fremde Hilfstruppen.

Stellvertreter also, Strohpuppen ohne eigenes Kapital oder Handlungsgewalt, vielleicht sogar Marionetten am Faden von Kapitalgebern, die ihre ersten Millionen mit Rauschgift oder Waffen verdient haben ? Nachdem die russischen Mafiosi reihenweise Banken übernehmen und bei uns ehrbare Bürger sind, wird für vieles auch die Frage der Achtbarkeit und Ehrbarkeit geklärt...

TINA


A-001.011
written ..........: 20.9.96 
last time revised : 16.12.96 
Das Imperium schlägt zurück ! Nach Quantum macht auch Western Digital einen Schritt zurück - und produziert plötzlich Platten mit 3 Zoll Durchmesser, entgegen dem bisherigen Trend zu 2,5 Zoll. Quantum räumt mit seinen 5,25-Zoll-"Bigfoots" den Markt ab. WD hat dies jetzt im Bereich der Notebook-Platten vor.

Welches Imperium zurückschlägt ? Die Physik natürlich : Die Vergößerung von 2,5 Zoll auf 3 Zoll bringt 75% mehr beschreibbare Fläche. Bei der wahnsinnigen Jagd nach kleineren Durchmessern mußte man höhere Leistung durch mehr Scheiben erkaufen, also dickere Laufwerke. Dank größerer Scheiben werden die Laufwerke deutlich flacher (10,5 mm), passen unter die Tastaturen. Gäbe es heute in großen Mengen Rechnergehäuse mit 8-Zoll-Drive-Bays, so könnte es durchaus 8-Zoll-Laufwerke mit "Monsterfoot" geben...

TINA


A-001.012
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
Weil durch die nach außen hin größeren Durchmesser mehr Bits pro cm geschrieben werden können, wird heute standardmäßig mit Zone-Bit-Recording (oder ähnlichen Namen, weil "Zone-Bit-Recording" copyrighted ist) die Scheibe in mehrere Zonen aufgeteilt, die mit nach außen hin immer geringer werdenden Drehzahlen genutzt werden. Daraus ergeben sich interessante Phänomene :

Erstens kann man die Platte zwar in Zonen aufteilen, hält die Drehzahl jedoch konstant (!) und benutzt mehrere voneinander unabhängige Kämme. Das bringt bei Servern deutlich bessere Performance, weil mehrere Jobs von einander unabhängig ausgeführt werden, wobei die Controller die Aufgaben optimieren können. Das wird bereits gebaut.

Zweitens werden heute Platten-Laufwerke nicht mehr bit-seriell, sondern bit-parallel angesteuert. Folglich könnte man, analog zu einem RAID mit mehreren Laufwerken, die Zonen parallel ansteuern: "RAID" auf einer einzigen Scheibe, nicht um die Sicherheit zu erhöhen, wohl aber die Datenrate, weil (analog zum alten Trommelspeicher) die Aufzeichnung simultan, also "parallel" erfolgt. Schon bei Verwendung von 2 gleichzeitig arbeitenden Kämmen (zB auf Ober- und Unterseite der Scheiben) erhielte man den Faktor 2. In einer Zeit, wo mit halben Millisekunden getrumpft wird, wäre der Sprung von 15 Millisekunden (einer gewiß nicht schnellen Bigfoot) auf 7,5 Millisekunden der Sprung an die Weltspitze.

Man kann das sogar noch einfacher haben : lediglich bei dem einen, jetzt schon vorhandenen Kamm mit allen Köpfen gleichzeitig lesen oder schreiben, was keinerlei Mehraufwand an Mechanik bedeutet, nur pro Kopf eine eigene Schreib-/Lese-Elektronik plus Filter plus seriell/parallel-Wandlung.

TINA


A-001.013
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
Ich wollte nicht mehr auf Dinge antworten, die im CF abgedruckt sind. Dummerweise sind aber im Heft 6/96 des Computer-Flohmarkts einige Passagen, zu denen ich mich gezwungen sehe, Stellung zu nehmen, denn sie betreffen entweder mich persönlich oder mein Arbeitsgebiet. Darum an dieser Stelle zum letzten Mal etwas über Dinge aus dem CF :

#06-2740-42
Heptamer :
Meine Aussage zu den Radio-Karten lautete exakt:

Das steht also klar und deutlich, daß beide Karten von genau dem gleichen Hersteller sind.

Bevor Du mir also irgendwelche Vorwürfe machst, solltest Du genau hinschauen und RICHTIG LESEN !

Mit Brille wär' das nicht passiert...!

TINA


A-001.014
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 16.12.96
#06-2740-45
UDO :
Die Kreditkarten und andere auf Magnetstreifen basierende Verfahren haben wegen ihrer Materialien mit geringer Koerzitivkraft deutliche Ausfälle: So ist im Bereich des Bankgewerbes in 2/3 der Fälle von Karten-Fehlern das unbeabsichtigte Löschen der Magnetstreifen die Ursache.

Aus diesem Grund will man von den bisherigen Materialien wechseln auf solche mit wesentlich höherer Koerzitivität. Normale Kreditkarten arbeiten zur Zeit mit ca 300 Oe. Die neuen Stoffe erreichen dagegen bis über 5000 Oe. Derzeit werden viele neue Stoffe im Bereich 3600 Oe eingesetzt. Wegen der stärkeren Restmagnetisierung werden mit neuen Materialien ausgerüstete Karten nicht mehr so leicht durch Streufelder etc. gelöscht.

Die Verwendung neuer Materialien hat jedoch eine sehr hinterhältige Nebenwirkung : Die Schreibköpfe müssen ein im Vergleich zur alten Norm rund 15 mal so starkes Feld erzeugen, wobei sie durch die hohen Ströme magnetisiert werden können. Zieht man nun wiederum eine alte 300-Oe-Karte durch solch ein Gerät (und sei es auch nur, um die Tür eines Bank-Automaten zu öffnen), dann kann die Restmagnetisierung des Kopfes bereits die Karte löschen !

Dies zu Deinen Kommentaren über Ausfälle von Kredit-Karten.

Nicht abgeschirmte Motore haben durchaus ein so starkes Magnetfeld, daß sie die Magnetisierung einer Diskette ruinieren können. Dazu muß die Diskette aber auch lange genug diesem Magnetfeld ausgesetzt werden. Selbst bei Entmagnetisierungsgeräten für Tonband-Cassetten, die ganz gezielt löschen sollen, muß man trotz des sehr starken Magnetfelds dieser Geräte ziemlich lange warten.

Was die Motoren und so weiter in Floppy-Laufwerken oder anderem betrifft, so darfst Du getrost davon ausgehen, daß diese Motore abgeschirmt sind. Es ist auch kein Alu (wie Du schreibst) für die Umhüllung benutzt worden, sondern spezielle Metalle. Sehr bekannt für Abschirmungen dürfte das "MuMetall" sein, eine besondere Legierung, die in Form von dünnen Blechen für Abschirmungen (zB für Oszilloskope) angeboten wird.

Ich habe schon seit der Markteinführung der sogenannten "formatierten Disketten" vor deren Gebrauch gewarnt. Es geht dabei nicht um deren pysikalische Qualität, sondern um die Formatierung. Man muß - und jetzt sage ich es auch Dir nochmals ganz deutlich! - seine Disketten selbst formatieren !!!

Unter anderem beklagst Du Dich darüber, daß die Disketten alle die gleiche Datenträgernummer hätten. Die Disketten werden von einer Maschine formatiert, das heißt mit einem Bitmuster beschrieben. Selbstverständlich nimmt die Maschine für alle Disketten die gleiche Nummer, denn die Nummer an sich ist völlig wertlos und uninteressant.

Außerdem ist ist unerheblich, welches Muster die Maschine zum Testen benutzt. Der Test dient nur der Qualitätskontrolle. Die Logik der Hersteller war und ist, daß - wenn das Testmuster uninteressant ist -, man auch jenes nehmen kann, das eine frisch formatierte Diskette hat.

Wie gut die Tests durchgeführt werden und wie gut das physikalische Diskettenmaterial überhaupt ist, ist eine ganz weitere Sache. So ist es zum einen nicht egal, mit welchem Testmuster die Disketten geprüft werden, da solche Muster mit einem 10101010-Muster ein anderes magnetisches Verhalten haben als solche mit 11001100 oder 111000111000 und so weiter: Die Größe der gleich-durchflossenen Bereiche spielt eine ganz entscheidende Rolle. Außerdem ist wichtig, wo auf der Oberfläche die Spuren geschrieben werden. Dysan hat früher sehr aufwendig getestet und nicht nur "auf" den Spuren, sondern die "gesamte Oberfläche" getestet.

(Allem Anschein nach war Dysan die einzige Firma, die das auf diese Weise getan hat.)

Es ist klar, daß, wenn man bestimmte Bereiche nicht testet, man dort auch keine Fehler finden kann... Wenn sich Fehler neben den getesteten Spuren befinden und ein Laufwerk (weil anders justiert) den ungetesteten Bereich benutzt, wird es zwangsläufig zu Aussetzern kommen.

Disketten werden aus Kunststoff-Folie hergestellt, die beschichtet wird. Es werden also keine "Donuts" [oder "Doughnut" geschrieben] hergestellt, sondern breite, lange Folien. Die "Donuts" werden erst später ausgestanzt. Fehler können also nur entstehen

Du behauptest nun, die Fehler würden vorzugsweise auf der Seite 1 (von 0 gezählt) und bei den höheren Spurzahlen auftreten.

Wenn der Fehler in der Folie läge und in deren Längsrichtung aufträte, wäre vermutlich die Spurzahl unerheblich. Eine Seitenabhängigkeit wäre nur dann gegeben, wenn die Folie auf der einen Seite eine mangelhafte Beschichtung hätte. Derartige Fehler sind aufzuspüren, wenn es sich um lauter Disketten vom gleichen Hersteller UND aus der genau gleichen Charge handelt.

Sind die Disketten von verschiedenen Herstellern und die Folie stammt von verschiedenen Vor-Lieferanten, dann kann man meiner Meinung nach eine Ungleichheit der beiden Folienseiten ausschließen.

Wenn also bei lauter verschiedenen Disketten eine Seite stärker betroffen ist, dann sieht das SEHR nach einem Fehler durch das Floppy-Laufwerk aus.

Ich weiß durch Messungen, daß die Floppy-Laufwerke "schräg" laufen und die Justage-Werte von einem Ende des Fahrwegs des Kopfs am anderen Ende ganz anders aussehen. Wäre das Floppy-Laufwerk einwandfrei und die Disketten nicht, dann würde dies bedeuten, daß die Bitdichte pro cm die Fehler verursacht: Die ist auf den äußeren Spuren deutlich kleiner als auf den inneren Spuren.

Ich weiß aber auch, daß Du vom Formatieren mit FORMAT.COM nichts hältst und darauf bestehst, daß die Disketten (weil schon "formatiert" geliefert) ein brauchbares Format haben müssen. Das ist falsch.

Erstens kannst Du mit Deinem Testprogramm einzig und allein nur dann in einem Floppy-Laufwerk testen, wenn die Disketten vor diesem Test auf genau diesem einen Laufwerk mit FORMAT.COM (oder einem beliebigen anderen Programm, das die GESAMTEN Bitfolgen einer jeden Spur EXAKT schreibt) formatiert wurden. Tust Du das nicht, so schreibt Dein sogenanntes Testprogramm in ein Formatierungsmuster, das mit einem Laufwerk anderer Justage vorgegeben wurde - mit der Folge, daß es zwangsläufig Fehler geben muß.

Zweitens liefert ein Testprogramm nur dann eine brauchbare Aussage über eine Diskette, wenn auch die zeitlichen Eigenschaften berücksichtigt werden. Dazu müßte man unter Umständen mehrere Monate warten und dann prüfen, ob das seinerzeit geschriebene Test-Muster immer noch einwandfrei gelesen werden kann. Diesen Test kann sich natürlich niemand leisten, weil niemand so viel Zeit hat: Kein Mensch kauft Disketten, schreibt ein Test-Muster drauf, wartet dann wie beim Wein mehrere Monate, bis die Diskette endlich "reif" ist und läßt dann noch einmal ein Testprogramm darüberlaufen! Also hat man immer das Risiko, daß eine Diskette nach mehreren Wochen oder Monaten ausfallen kann. Da kann auch Deine Testerei nichts ändern. Das Hauptproblem bei den Disketten ist aber gerade das Nachlassen der Magnetisierung! Das bedeutet, daß Du mit Deinem Verfahren testen kannst, soviel Du willst - den wichtigsen Parameter der Disketten testest Du nicht.

Du siehst (jetzt hoffentlich und endlich), daß Dein Test von falschen Voraussetzungen ausgeht und deshalb auch nicht das mindeste nützt.

TINA


A-001.015
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
#06-2740-52
Oscar Oldie :
Entgegen Deiner Meinung kommen die meisten Störungen bei Funkgeräten oder anderen HF-Störern nicht über die Netz-Leitungen, sondern durch die Luft. Netz-seitige Störungen gibt es in nennenswertem Ausmaß nur durch starke elektrische Schweißgeräte oder Motore von Baumaschinen.

Störungen, die vom Netz her in die Geräte hineinlaufen, werden üblicherweise auf die allerprimitivste Weise herausgefiltert: mit einem Keramik-Kondensator, der für die HF einen Kurzschluß darstellt. Üblicherweise sind die Geräte auch nicht nur mit einem einzigen derartigen Kondensator ausgestatt, sondern es sind mehrere über die Platinen verteilt, weil auch die Elektronik auf den Platinen selbst Störungen verursachen kann - und die sind alles andere als unerheblich!

Störungen, die durch die Luft kommen, können nicht durch derartige kurzschließende Kondensatoren herausgefiltert werden. Der einfachste Beweis dieser Art ist zB ein durch einen Amateurfunker gestörtes Gerät, bei dem man die Lautstärke des Störgeräusches (es war SEHR laut!) nicht durch Drehen am Lautstärkeregler ändern konnte - die Störung funkte direkt in die Endstufe des Verstärkers rein. (In so einem Fall hilft nur das Abklemmen des Lautsprechers mit einem Schalter.) Geräte mit Batteriebetrieb haben bekanntlich keinen Netzanschluß - und werden trotzdem gestört...

TINA


A-001.016
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
#06-2740-240
Schaffi :
Du hast recht : Kein Endanwender wird sich 50 Druckerkabel kaufen, wenn er nur eines benötigt. Aber es hilft ihm, zu wissen, welchen Einkaufspreis sein Händler hat. Ich bin deshalb auf die Situation bei den Druckerkabeln aufmerksam geworden, weil ein Händler Drucker für 300 DM verkauft hat, die Kabel dazu für sage und schreibe 30 DM. Damit macht er beim Kabel genausoviel DM Gewinn wie an dem 10x so teuren Drucker. Für den Kunden also sehr gut, dies zu wissen, denn dann kauft er nur den (seinen Preis werten) Drucker bei diesem Händler - und das Kabel eine Straße weiter für 10 DM.

TINA


A-001.017
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
#06-2740-340
twilight :
Wer über die neuen Dinge berichtet, die in 1 oder 2 Jahren, vielleicht aber auch schon in 3 Monaten in den Läden liegen werden - und die uns Anwendern von Industrie und Handel aufgeschwatzt beziehungweise aufgezwungen werden, weil unsere Hardware und/oder unsere Software ohne diese "Neuerungen" nicht mehr funktionieren wird, der ist also Deiner Meinung nach ein bezahlter "Agent der Großkapitals oder der Bourgeoisie", um es überspitzt zu formulieren ?

Die Dinge, über die ich schreibe, werden einen großen Einfluß haben, zum Teil sogar einen furchtbaren - und wenn wir uns nicht gegen diese Dinge der Industrie wehren, dann werden wir eines Tages nicht einmal mehr den Mund aufmachen dürfen.

Daß Du mich mit den Test-Fritzen aus den sogenannten "Redaktionen" in einen Topf wirfst, das ist für mich eine üble Beleidigung.

Du solltest lesen, was Apricorn und andere über den Größenwahn der User (und über seine Folgen) geschrieben haben - und lerne was daraus !

TINA


A-001.018
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
#06-2740-419
Mousey-Sex :
ICH verharmlose Bill Gates ??????? Wie kommst Du denn auf diese Schnapsidee? Ich bin lediglich der Meinung, daß er nichts religiöses oder im Sinne der Kirche anti-Kirchliches tut bzw als Triebfeder hat. Was er für Triebfedern hat und welche Meinung ich dazu habe, darf ich hier leider nicht so sagen und schreiben, wie ich es denke, sonst fliegt dem Server die Platte mit hochroten Köpfen durch die Fensterscheibe...

TINA


A-001.019
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 28.9.96
#06-2740-433
UDO :
Bevor Du derlei unqualifizerte Äußerungen über meine Anzeige 05-2740-388 machst, solltest Du Ich hätte meine Meldung über manipulierte COMMAND.COMs nicht geschrieben, wenn ich nicht diese Biester schon vorgefunden hätte. Da die Änderung "von außen" nicht ohne Tools erkennbar ist (die COMMAND.COM-Files haben das gleiche Datum und die gleiche Länge), hat ein normaler Anwender ohne fremde Hilfe kaum eine Chance.

TINA


A-001.019
written ..........: 28.9.96 
last time revised : 16.12.96
#06-2740-21 und -22
Oscar Oldie :
Die Tatsache der HF-Abstrahlung durch einen Computer ist ein alter Hut. Jedes Gerät, das Rechteck-Signale benutzt, kann auch schon bei geringer Frequenz Störungen im Radiobereich auslösen. Temperaturgesteuerte Lötkolben zum Beispiel, die mit einem Schaltmagneten (macht Weller so) arbeiten oder mit einem Relais, können sogar mit dem EINEN Schaltvorgang Störungen in den HF-Bereich auslösen. (Diese Geräte werden übrigens "Knack-Störer" genannt. Entstört werden sie nicht, weil man meint, Knack-Störer würden nicht so stark stören, daß sie unangenehm auffielen oder Schaden anrichten könnten.)

Es geht bei der Spionage nicht um die Abstrahlung an sich, sondern darum, daß diese Abstrahlung moduliert wird und mittels dieser Modulation Nutzinformationen aus dem Rechner gesendet werden.

Mir vorzuwerfen, ich würde "unqualifizierten Technik-Unfug" von mir geben: Das ist doch die Höhe! Jeder kleine Steppke auf der Schule (na gut, den Scorpe/Kryst (ex Activater) oder seine Spielkameraden sollte ich wohl davon ausnehmen) weiß heutzutage, daß bei dem Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln Luft aus einem Körper gepumpt wurde und daß dabei immer weniger Luftmoleküle in der Kugel übrig blieben.

Bei der Sache mit dem Lüfter hatte ich wörtlich geschrieben:

"Ausdünnen" ist ein nicht nur in der Landwirtschaft und in der Technik gebräuchlicher Ausdruck und besagt (unter anderem) die Verringerung einer Anzahl. Im vorliegenden Fall ist es die Zahl der Gas-Moleküle in dem vorgegebenen Volumen. Das ist technisch absolut korrekt.

Bist Du schon mal auf einem Berg gewesen? Hast Du schon mal was von "dünner Luft" gehört!?

Also wirklich, bei aller Freundschaft, Oscar Oldie: Du bist Funkamateur - aber das entschuldigt nicht alles!

TINA


A-001.020
written ..........: 28.09.96 
last time revised : 16.12.96 
addendum .........: 22.05.98 
Rubrik 8200 :

Macht!

Wer eine Zeitschrift macht, hat Macht. Dies spürt er spätestens in dem Moment, wo die Texte vor ihm auf dem Tisch liegen und er aussucht, welche er drucken wird, an welcher Stelle er sie drucken wird, welche Zusammenstellung es mit anderen Texten oder Bildern geben wird.
Sage mir keiner, das gäbe es nicht! Geht in die Redaktionen, geht zu den Zeitungen, geht zum Fernsehen, geht zum Rundfunk - und fragt die Redakteure ! Ist es vielleicht gerade diese Macht, die diese Leute bewogen hat, ihren jetzigen Beruf zu ergreifen ?

Wer eine Zeitschrift macht, hat Macht. Auch Macht über andere Menschen, Macht darüber, welches Bild von ihnen in der Öffentlichkeit herrscht oder herausbildet.
Also hat, wer eine Zeitschrift macht, auch eine ganz besondere Verantwortung. Diese muß man hin und wieder auch einfordern...

Üblicherweise tue ich das nicht in der Öffentlichkeit. Wenn ich aber sehe, daß trotz zahlreicher Erinnerungen immer wieder Mißstände (und auch noch immer wieder die gleichen) auftreten, (und ich vielleicht auch noch selbst davon betroffen bin) dann bleibt mir nichts anderes übrig, als meine Meinung öffentlich kund zu tun.

Der Verlag hatte Texte benötigt für die Startphase des PCH. Die Texte, die ich dem Verlag für den CF und den PCH geschickt hatte, wurden deshalb übergeben mit der Übereinkunft, daß sie nach Belieben in PCH oder CF plaziert werden könnten. Um den PCH anzukurbeln, hatte der Verlag also die Möglichkeit, sie bevorzugt im PCH abzudrucken.

Da ich allein schon aus beruflichen Gründen sehr viel schreibe, also gegenüber den anderen Lesern im Vorteil bin, hätte ich es als unfair empfunden, mit ihnen in Konkurrenz zu treten. Davon abgesehen, interessieren mich Wettbewerbe dieser Art prinzipiell nicht.

Einige Leser hatten zunächst vermutet, daß ich wegen des Wettbewerbs so viele Texte einsende. Daß sie so denken, ist mir erst aufgefallen, als in manchen Anzeigen seltsame Bemerkungen auftauchten.

Den Mitarbeitern des Verlages habe ich ganz klar gesagt, daß ich mit dem Wettbewerb nichts am Hut habe. Andererseits ist es mir im Laufe der Zeit lästig geworden, den CF, vor allem aber den PCH, immer wieder viel zu spät (manchmal um Wochen zu spät!) an meinem Kiosk kaufen zu können - (genauer : zu müssen), denn durch meine Texte unterstütze ich den Verlag. Da ich bisher weder CF noch PCH abonniert hatte, habe ich (als ein Verlags-Angestellter mich wegen des Wettbewerbs ansprach) Herrn Eberle erklärt, daß mir der Wettbewerb egal ist, daß ich mich aber über ein Abo freuen würde.

Wenn ich mich nicht sehr irre, vollzog sich diese Sache, als ich den sehr langen Text über die Raubkopierer-Broschüre des Herrn "Wüstenfuchs" geschrieben habe. Das war etwas, das wegen seiner Größe sowohl den Rahmen der üblichen Anzeigentexte bei weitem überstieg, zum anderen dem Verlag die Möglichkeit gab, über einen längeren Zeitraum ein interessantes Thema durchzuziehen, vor allem aber ein Thema mit "Hand und Fuß". Da PCH und CF im monatlichen Wechsel erschienen, ist ein Abo dieser Art also für den Verlag "fast geschenkt." Ich habe mit den Texten niemals irgendwelche finanzielle Interessen verfolgt.

Ein Punkt, der mich regelmäßig ärgerte und noch heute ärgert, ist, wenn jemand in meinen Texten rumschreibt. Wenn ich einen Text schreibe, dann halte ICH dafür meinen Kopf hin, denn es steht mein Name darunter. Anders rum betrachtet: Ich halte meinen Kopf nur hin für Dinge, die ich gemacht habe, also nur für Texte, die ICH geschrieben habe - und dies auch nur dann, wenn sie exakt so sind, wie ich sie geschrieben habe.

Jede Reklamation wegen dieses Herumpfuschens in meinen Texten wurde schlichtweg ignoriert. Deshalb habe ich mich inzwischen deutlicher beschwert.

Herr Eberle erwähnt in seiner Antwort in der Rubrik 8200 seine presserechtliche Verantwortung. Diese ist jedoch nur dann gefordert, wenn es um Beleidigungen oder ähnliches geht. Rein technische, sachliche Darstellungen fallen nicht darunter. Ganz übel ist es, wenn Texte durch die Änderungen sachlich verfälscht werden.

Wenn die Redaktion Texte umschreibt, dann hat sie das zu kennzeichnen. Eine solche Kennzeichnung hat es nie gegeben.

Entgegen der öffentlichen Vermutung, die Anzeigentexte würden nicht überarbeitet, kann ich leider beweisen, daß nicht nur beim PCH, sondern auch beim CF alle Texte Wort für Wort durchgesehen - und geändert wurden und werden. Das einfachste Beispiel ist die Anrede, die ich wie bei einem Brief (wie viele andere Leute auch) prinzipiell groß schreibe (also "Du" und nicht "du"). Meine Texte auf dem Server sind hinsichtlich der Regeln der Orthographie genau so, wie ich sie dem Verlag geschickt hatte: Sämtliche Anreden sind groß geschrieben. Vom CF dagegen wurde immer auf klein geändert...

Ich will mich hier nicht unnötig in Details vertiefen. Deshalb belasse ich es bei diesem einen Beispiel, das jeder hier an Ort und Stelle nachvollziehen kann..

Ein Autor muß für den Wahrheitsgehalt dessen, was er sagt, auch "geradestehen". Dafür gibt es den Ausdruck "Garantenstellung des Autors". Diese gilt auch für die Redaktionen von Zeitschriften und die Herausgeber von Büchern: Beide müssen den Inhalt fachlich überprüfen, notfalls durch externe Fachleute.

Bei einer Zeitschrift, die jedoch ausschließlich von Kleinanzeigen lebt, dazu noch mit einem sehr großen Themenbereich, ist dies schwerlich möglich. Wenn dann allerdings Fehler festgestellt werden, hat die Redaktion darauf zu reagieren, spätestens im Wiederholungsfall, wenn sie bereits auf die eklatanten Fehler hingewiesen wurde.

In diesem Zusammenhang ist es natürlich ärgerlich, wenn Richtigstellungen nicht gedruckt werden oder wenn durch die Zusammenstellung anderer Antworten ein falscher Eindruck erweckt wird, zum Beispiel der, jemand würde nicht reagieren und damit einer Sache zustimmen (obwohl diese Person eine ganze klare und allgemein verständliche Richtigstellung an die Redaktion geschickt hatte). Vor allem aber ist es ärgerlich, wenn WEITERHIN Texte mit sachlich falschen Inhalten gedruckt werden.

Auch ist es unangenehm, in einer Kleinanzeige persönlich angesprochen, vielleicht sogar angegriffen zu werden - per Kleinanzeigentext zu antworten - um dann feststellen zu müssen, daß diese Antwort nicht gedruckt wird. Tatsache ist, daß die Redaktion eine Zensur ausübt und Tatsache ist, daß die Redaktion entscheidet, welche Texte sie druckt und welche nicht. Der Einsender der Texte hat darauf keinerlei Einfluß, schon gar nicht auf die Anzahl der gedruckten Texte. Er wird also zum Spielball der Interessen der Redaktion.

Wenn sich also Personen beschweren, weil ihre Texte nicht gedruckt werden, dann muß die Redaktion darauf hinweisen, daß sie es ist, die diese Texte ausgesondert hat - und gegebenenfalls, warum sie die betreffenden Texte ausgesondert hat. Tut sie das nicht, so unterstreicht das den Vorwurf einer bewußten Manipulation.

Inzwischen ist - endlich! - ein derartiger Hinweis erschienen. Ob ihn jene, die da so laut wegen ihrer Texte schreien und anderen Einsendern von Inseraten die Schuld für ihr eigenes Nicht-gedruckt-werden zuschieben, das verstehen werden, ist eine andere Sache...

Wenn sich Personen beschweren, weil ihrer Meinung nach zu viele Texte einer anderen Person gedruckt werden, dann liegt die Verantwortung für die Zahl und die Auswahl der betreffenden Texte einzig und allein bei der Redaktion. Und sie hat die Pflicht, darauf hinzuweisen, daß sie es ist, die die Auswahl vornimmt. Tut sie das nicht, so unterstreicht das den Vorwurf einer bewußten Manipulation.

Auch hier hat die Redaktion inzwischen zu einer deutlicheren Aussage gefunden.

Die Äußerung, die Leserschaft würde selbst die falschen Berichte korrigieren, kann ich in dieser Form nicht akzeptieren. Wäre wirklich ein Lerneffekt vorhanden, so würden bestimmte falsche Tatsachenbehauptungen in den Kleinanzeigen im Lauf der Zeit verschwinden. Das ist jedoch nicht der Fall.

Dafür gibt es eine ganz andere Entwicklung: Unsachliche Angriffe von Anzeigenschreibern gegen bestimmte Personen. Eine sachliche Diskussion kann sachlich hart durchgefochten werden - aber sachlich! Jemandem persönlich nahe zu treten, weil der eine andere, eine sachlich richtige Meinung vertritt, ist für mich nicht tolerierbar. Da werden dann auch meine höflichen Formulierungen mit der Zeit härter.

Persönliche Angriffe häufen sich seit gut einem Jahr deutlich. Wenn die Redakteure die Texte überarbeiten, dann haben sie genau an dieser Stelle einzugreifen und die Autoren der unsachlichen in ihre Schranken zu weisen. Das ist jedoch nicht der Fall - wenigstens nicht deutlich erkennbar.

Geht es um ihre eigenen persönlichen Dinge oder um ihre Arbeit, dann sagen die Redakteure jedoch oft und gerne, "wo es lang geht"...

Verstehe mich bitte niemand falsch! Es war nie meine Absicht, Herrn Eberle für etwas zu verurteilen. Und das ist es auch jetzt nicht! Nach meinem guten Vierteljahrhundert in der Druckbranche finde ich es sehr interessant und sehr wertvoll, was er mit seinem Verlag macht. Nur sollte niemand - auch er nicht - übersehen, daß die Macht eines Redakteurs oder eines Verlegers nur so lange besteht, wie (s)eine Zeitung auch gekauft wird. Dazu müssen sich die Mitarbeiter an gewisse Spielregeln halten. Eine davon habe ich angeprochen: die Zuverlässigkeit. Das Beispiel des Wettbewerbs habe ich deshalb erwähnt, weil ich bis heute keine Bekanntgabe wegen der Buchpreise gesehen habe, lediglich einmal den Vermerk, man arbeite noch daran. Ich habe also nicht meinetwegen daran erinnert (denn mich persönlich betrifft dies gar nicht), sondern weil ich der Meinung bin, daß das Ausbleiben von Käufern ganz bestimmte Gründe hat. Genau diese Gründe habe ich aufgeführt. Und ich sehe nicht, daß bis heute auch nur einer meiner Gründe entkräftet wurde.

Ein Zeitschriftenverleger muß sich überlegen, wer denn eigentlich seine Leser sind. Er muß sich überlegen, ob er nicht durch das Begünstigen einer vielleicht recht kleinen Gruppe von uneinsichtigen Schreihälsen eine vielleicht 100x so große Gruppe wesentlich loyalerer Leser und Käufer verprellt. In der Zeitschriftenbranche hat es in den letzten Jahren einige dumpfe Schläge gegeben...:

Ich wünsche dem CF wieder bessere Auflagen und Umsatzzahlen. Nicht nur aus diesem Grund habe ich Herrn Eberle den Abdruck meiner Texte erlaubt und tue dies weiterhin.

Daß ich mich ab jetzt auf den Server konzentriere, liegt schlicht und einfach an den besseren Möglichkeiten, die man als sein eigener Herausgeber hat. Das Dasein als Herausgeber ist für die meisten Journalisten ein bisher unerfüllter Wunschtraum gewesen. Dank Internet wird sich das radikal ändern. Dort ist zum Beispiel inzwischen auch ein Herr Gates, William aktiv - höchste Zeit, ihm Paroli zu bieten!

*

TINA

addendum .........: 22.05.98 
Per Email flatterte uns dieser Text auf die Festplatte, ein Zitat aus Computer-Flohmarkt 3/98, Seite 81:

Kein Kommentar... ;o)

TINA


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