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Leserbrief zu "Sonderklassen für Schlauköpfe", Nordsee-Zeitung, 12.6.95
Bremerhaven, 12.6.95
Die Forderung der "Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind" nach speziellen Schulklassen für Hochintelligente ist wirklich zu begrüßen, ihre Aussagen jedoch enthalten erhebliche Mängel, die dringendst behoben werden müssen:
2. ist die Forderung nach einer "Schallgrenze" IQ 130 doppelt unsinnig, weil zum Einen jemand mit einem "gemessenen" IQ von 129 auf der Strecke bleibt und zum Anderen - und überhaupt! - die Meßmethodik für IQ mit zum Dümmsten gehört, was es gibt. Ich befürchte, daß - wie auch bei Einstellungstests - für diese Tests die Kinder von erfahreneren oder betuchteren Eltern mit Training präpariert werden. Außerdem ist Intelligenz nicht mit einen IQ-Test meßbar. Die hinreichend bekannten "Spätentwickler" würden möglicherweise ebenso herausgesiebt werden, wie Kinder aus einem anderen sozialen Umfeld oder Sprachumgebung. Letzteres wurde wissenschaftlich schon vor Jahren bewiesen.
Armes Deutschland
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