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Der Irrglaube, dass ein Mensch sich in ein Tier verwandeln kann, vor allem in einen Werwolf.
Im mittelalterlichen Europa glaubte man im Allgemeinen, Lykanthropie rühre von Hexerei oder Magie her. Eine moderne Theorie beinhaltet, dass das Roggenbrot der armen Leute häufig mit dem Fungus Claviceps Purpurea
verpilzt war, der Halluzinationen und Wahnvorstellungen nicht nur über Werwölfe hervorgerufen haben könnte. Anmerkung des Übersetzers
: Vorstellungen von Lykanthropie sind keineswegs auf Wölfe beschränkt. Als Faustregel kann man sagen, dass beinahe jede Gesellschaft
der vortechnologischen Zeit Sagen und Legenden über Tiermenschen hatte und diese sich häufig auf gefährliche Tiere bezogen, die man zu Recht fürchtete. So gibt es Legenden über Werwölfe in Europa, Werbären in
Skandinavien, Werleoparden in Afrika und Werrobben in der Arktis. Weiterführende Literatur (englisch)
Eisler, Robert. Man into wolf, an anthropological interpretation of sadism, masochism, and lycanthropy; a lecture delivered at a meeting of the Royal
Society of Medicine. With an introd. by Sir David K. Henderson. (London, Routledge and Paul, 1951. Noll, Richard. editor, Vampires, werewolves, and demons : twentieth century reports in the psychiatric
literature (New York : Brunner/Mazel, 1992). |
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