(A00915)
15.09.2000
Heute habe ich Ihre Seite im Internet gefunden - ich bin noch nicht lange drin- und möchte mich an der Erfassung der Symptome beteiligen.
Vorab das Geschehen: am _ . _ . 1995 fuhr ein PKW auf meinen vor derr Ampel, die kurz davor auf rot umgeschalten hatte von hinten auf, erdachte wohl ich würde bei dunkelgelb noch über die Kreuzung. Ich habe den auffahrenden Wagen nicht gesehen da ich mich nach einem Apfel bückte, der durch die Verzögerung des Fahrzeuges vom Beifahrersitz in den Fußraum gerollt war.
Mein PKW war ungebremst, d.h. ich stand nicht mehr auf der Bremse, die Handbremse war nicht angezogen, das Fahrzeug stand statisch fest da, da die Straße total eben war. Nachteil für mich, statt Deformationsenergie gab es nahezu nur Beschleunigungenergie beim Aufprall.
So schleuderte es mich durch diese erhöhte Beschleunigung voll zwischen die Sitzspalte.
Ich stieg gar nicht mehr aus. Die Rettungssanitäter zogen mich aus dem Auto.
Und nach dem Aufprall ging es los.
Im Krankenhaus auftretende Beschwerden:
Nach 3 Tagen konnte ich das erste mal mit Unterstützung wieder aufstehen
Nach 6 Tagen wurde ich entlassen, aber für weitere 12 Wochen war ich krankgesschrieben, ich nahm meine Arbeit auf eigenen Wunsch wieder auf, obwohl mir alles andere als Wohl war.
Bei Erschütterung z.B.Beim Treppenabwärtsgehen habe ich stichartige Schmerzen im Übergang Kopf-Hals . (Heute nur noch beim starken auftreten)
Starke Schmerzen werden ausgelöst beim Zurückneigen des Kopfes z.B. beim plötzlichen nach oben schauen.
Bei ungeschickten Bewegung im Schlaf wache ich aus den daraus resultierenden Schmerzen im Hals auf.
Der Schwindel wird stärker.
Dr Schwindel, der pelzige Kopf, die Kopfschmerzen, die Verspannungsschmerzen die bis in die Finger der rechten Hand ausstrahlen, sind mir bis heute erhalten geblieben.
2 Hauptprobleme belasten mich besonders.
Der Schwindel ist ein andauerndes Unsicherheitsgefühl, als ob ich betrunken wäre. Ich wanke. Beim Gehen suche ich mir grundsätzlich eine and ein Geländer oder jemand der mit mir geht, an dem ich mich halten kann.
Zum Dauerwankschwindel kommen Drehschwindelattacken die oft unerwartet auftreten und dann bis zum Sturz führen.
Es gibt aber durchaus mir jetzt bekannte Auslöser für den extremenDrehschwindel.
Kopf schnell in den Nacken neigen, Übergang von Dunkel in Helle, z.B. Verlassen des Hauses bei Sonnenschein, es genügt aber bereit beim Spazierengehen die Richtungsänderung von Sonne seitlich ins direkte Gegenlicht. Sich schnell bewegende Objekte im oder seitlich von meinem Blickfeld, wie es im Straßenverkehr und in jedem Supermarkt üblich ist. Es kommt aber auch ohne jeden mir erklärbaren Grund, auch im Sitzen oder Stehen.
Beim Drehschwindel kommt es durchaus zu Panik, ich halte mic instinktiv an a allem fest was geht um nicht zu fallen.
Das verrückte ist, dass sicht die Welt nicht um mich dreht, sondern ich werde mit der Welt gedreht, so wie wenn man in der geschlossenen Kabine einVolksfestfahrgeschäftes sitzt und durch die Gegend geschleudert wird.Ich spüre die Fliehkraft im Kopf, die in Wirklichkeit garnicht vorhanden ist.
Die Folge ist, daß mich die Reaktion auf etwas das nicht da ist stürzen lässt.
In Stress-Situation beginne ich die Worte zu suchen, artikuliere wie mit einer heissen Kartoffel im Mund und im Extremfall geht gar nichts mehr. Es kommt kein Wort heraus. Ich bin jedoch in der Lage aufzuschreiben was ich sagen will, und nutze dies u.U. auch.
Im laufe der Jahre war in KKH, Calw, Neurologie VS, der LKN Calw-Hirsau, der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten, der Schmieder Klinik in Konstanz und Tagweise in der BG Klinik inTübingen.
Seit 2 Jahren bin ich berentet, BfA auf Dauer, BG vorläufig, die nächste Begutachtung steht demnächst an.
z.Zt. bin ich bei 2 Psychotherapeuten in Behandlung bzw. Therapie, Die anderen haben mich aufgegeben.
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