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Verletzungen der Halswirbelsäule

Kontrollierte, sanfte Extension mit Bleigürtel

4.8.2002

Diesen Text stelle ich hier als Diskussionsgrundlage vor. Ich warne dringend vor dem bedenkenlosen Nachmachen des hier Beschriebenen.

Zur Diskussion

Für die Streckung der Wirbelsäule gibt es verschiedene Geräte, wozu Extensionsvibratoren gehören und Schlingen/Streckapparate.

Falls Ihnen der Begriff "Extensionsvibrator" unbekannt ist : kein Wunder, denn diese Geräte sind selten (siehe Google) und wurden allem Anschein nach in den letzten 20 Jahre nicht mehr gebaut. Es gibt sie aber noch im Einsatz. Ihre Anzahl ist gering, unter anderem, weil sie sehr teuer waren. So kostete zB ein Gerät 1978 22.000 DM. Bei diesem Gerät sitzt der Patient angeschnallt auf einem Stuhlsitz, der sich mit ihm wegdreht, wodurch der Patient in Schräglage kommt und durch sein eigenes Gewicht "in die Länge gezogen wird".

Diese Geräte und auch die Methoden mit Schlingen arbeiten mit großen Kräften. Sie können nur unter Aufsicht durchgeführt werden und sind wegen des personellen und apparativen Aufwands sehr teuer.

Die großen Kräfte haben Nachteile :

Ich glaube, daß es eine Möglichkeit gibt, die Nachteile zu vermeiden. Sinn meiner Idee ist die Verwendung kleiner, genau kontrollierter Kräfte. Der Versuchsaufbau ist extrem einfach; die Kosten sind minimal : einmalig ca 50 Euro für den Kauf der Teile.

Ein ganz besonderer Vorteil, falls die Methode funktionieren sollte : Der Patient kann sie selbst durchführen und dies auch über einen längeren Zeitraum, zB in der Schmerzbehandlung bei "verspanntem Rücken". Wobei ich hoffe, daß nicht nur die Linderung der Schmerzen, sondern auch eine - und wenn auch nur minimale - Heilung möglich ist.

Der Grundgedanke ist das Auseinanderziehen der Wirbelsäule zwischen Schulter und Becken. Hierzu wird ein mit Bleigewichten bestückter Gürtel um die Hüften gelegt. In einem Schwimmbecken wird der Patient durch seinen eigenen Auftrieb in die Höhe gezogen. Um den Auftrieb zu verstärken, erhält der Patient um die Arme Schwimmflügel bzw Schwimmringe mit ausreichender Luftmenge, so daß er davon bequem im Wasser getragen wird.

Der Gürtel zieht den Patienten gerade herunter, so daß die Wirbelsäule sowohl begradigt als auch gedehnt wird. Es handelt sich um ZWEI (!) Vorgänge. Das bitte ich zu beachten.

Der Gürtel ist aus Textilgeflecht und MUSS den Anforderungen entsprechen, sowohl vom Material - als auch mechanisch - als auch von den Sicherheitsanforderungen her (Verschluß mit einem Handgriff SICHER zu öffnen). Es MUSS also ein Tauchgürtel sein, wie man ihn zB in einem Tauchportgeschäft erhält. Der Preis ist gering : ca 10 Euro.

Die Gewichte sind aus mit Plastik ummanteltem Blei. Die Ummantelung ist wichtig, damit das Blei nicht durch Chlor etc im Schwimmbadwasser korrodiert wird.

Die Gewichte kosten im Tauchsporthandel ca 10 Euro pro Stück. Nimmt man zB 4 Stück mit je 1 Kilogramm gewicht, kann man die Zugkraft sehr genau dosieren, je nach Befinden 1, 2, 3 oder 4 Kilogramm.

Je nach gewünschter Zugkraft werden die 1 bis 4 Gewichte auf den Gürtel gezogen - bzw bei einer speziellen, aber teuren Bauart angeschraubt. Das Schrauben hat den Vorteil, sehr schnell und leicht zu gehen, ohne daŠ der Gürtel abgenommen und die Gewichte aufgezogen werden müssen.

Im Verhältnis zu den üblichen Zugkräften sind die 1 bis 4 Kilogramm sehr schwach. Das ist beabsichtigt, denn es verhindert im Fall eines Bewegens der Knochen eine zu starke Ruckwirkung.

Je nach Körpermasse des Patienten sind diese 1 bis 4 Kilogramm in der Größenordnung seines natürlichen Auftriebs. Der Auftrieb ist weitaus schwächer als man denkt !: So kann der natürliche Auftrieb eines 100 Kilogramm schweren Mannes etwas mehr als 3 Kilogramm betragen, also weniger 4 Kilogramm.

Die Schwimmhilfen sind WICHTIG nicht nur zur Erhöhung des Auftriebs, sondern heben den Körper in eine aufrechte Postition. Das ist unter anderem für die Halswirbelsäule notwendig !

Wie erwähnt, wird bei dieser Methode die Wirbelsäule sowohl begradigt als auch gedehnt. Bei einer Skoliose wird die Wirbelsäule durch Zug in die Längsrichtung begradigt. Das ist für die seitliche Verbiegung sinnvoll. Aber was ist mit der Verbiegung "nach vorne" ? Die Wirbelsäule ist in gesundem Zustand NICHT gerade wie ein Besenstiel, sondern bildet eine Kurve.

Wird mit dem Zug durch die Gewichte die Wirbelsäule über das zulässige Maß hinaus gerade-gestreckt? Dies ist die entscheidende Frage, weshalb ich diese Idee hier zur Diskussion stellen möchte und bis zur Klärung dieser Frage vor dem Nachmachen warne.

Aribert Deckers

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