Rhetorik : Krieg in der Medizin

4. Der Fall "Darmreinigung"


9.9.2001

Wie in mehreren Texten [*] auf dieser Web-Site beschrieben: Es herrscht Krieg. Krieg gegen Kranke.

Um in diesem Krieg zu überleben, muß man die Rhetorik des Gegners kennen, sie analysieren und die Gegenmittel zur Hand haben. Das in Form eines Buches zu schreiben wäre ein großer Aufwand, der nicht einmal lohnt, weil die meisten Leser viel zu erschöpft sind, ein langatmiges - weil theoretisches - Buch zu lesen.

Aus diesem Grund wurden aus Diskussionen im WWW Analysen der Rhetorik gesammelt, die - sozusagen "am lebenden Objekt" - an realen Fällen zeigen, worauf Kranke achten müssen.

Beim 4. Fall handelt es sich um eine von Pfuschern den Kranken immer und immer wieder untergejubelte "Darmreinigung".

[*] Die anderen Fälle finden Sie in der Übersicht: http://www.ariplex.com/ama/ama_rhet.htm

Aribert Deckers



Der Fall "Darmreinigung"

Was sind die Kernbeschäftigungen des Menschen?: Essen, Trinken, Geschlechtsverkehr. Kein Wunder, daß er sich diesen Beschäftigungen mit großer Hingabe widmet. Am besten alles zusammen...

Folglich kein Wunder, daß die Verdauung eine so wichtige Rolle spielt. Für das Kind hat sie magische Bedeutung.

Manche werden erwachsen, manche nicht...

Aribert Deckers


Mit Genehmigung des Autors ama gebe ich hier die Texte wieder.



ama:



Unter der Überschrift "Der Mensch ist was er isst" schreibt ein anderer Teilnehmer, daß mit dem Befund "Pilze im Darm" in den letzten Jahren eine regelrechte Hysterie losgetreten worden ist.

Besonders wichtig: "Erst mal muss man grundsätzlich unterscheiden, ob nur Pilze im Stuhl festgestellt werden (was alleine noch kein pathologischen Befund darstellt) oder ob das Organ Darm vom Pilz befallen ist."

"Pilze im Darm", also im Kot, ist kein Grund für eine Darmsanierung, denn Pilze sind dort immer vorhanden, sowohl bei bei Gesunden als auch bei Kranken.

Er fährt fort: "Sie [Pilze] sind ebenso für die Verwertung der Nahrung verantwortlich wie die Vielzahl an Bakterien. Außerdem ist das Milieu im Darm, also die Darmflora abhängig von der Nahrung, die wir zu uns nehmen."

Weiter: "Die Beschwerden in Zusammenhang mit starker Gasbildung im Stuhl sind meistens schon mit einer Umstellung der Nahrung (vorrangig Vermeidung von Fabrikzuckern, Auszugsmehlen und Produkten mit solchen) in ein bis zwei Wochen behoben, solange dauert es nämlich, bis sich die Darmflora auf die neue Nahrungszusammensetzung eingestellt hat, bzw. sich ein entsprechendes Milieu entwickelt hat."

Wichtig der Hinweis, bei ernsten oder dauerhaften Beschwerden auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen, der sich mit ernährungsbedingten Krankheitsursachen auskennt. Wobei hinzuzufügen ist, daß der Kranke nicht unbedingt erkennen kann, ob es sich um ein Ernährungsproblem handelt!

Daraufhin der Teilnehmer XXX:


XXX:



ama:



XXX:



ama:



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