2.11.2001
Die unfaßbare Schlampigkeit der Landesregierung Schleswig-Holstein führt inzwischen dazu, daß sogar wichtige und wichtigste Web-Seiten der Landesregierung nicht mehr gelesen werden können.
Aus diesem Grund spiegele ich hier die Meldung über die beiden jetzt bekannt gemachten Angriffe mit biologischen Waffen.
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02.11.2001
Milzbrand-Spuren in Schleswig-Holstein entdeckt
Erste Proben positiv getestet -
Krisenstab tagt - Bürgertelefon geschaltet
In Schleswig-Holstein sind in dieser Woche 21 Pakete mit
verdächtigem Inhalt gefunden worden. Die Pakete sind am Montag,
29. Oktober, im Stadtgebiet von Neumünster gefunden worden. Erste
Untersuchungen durch das Landesveterinär-Untersuchungsamt in
Neumünster (LVUA) ergaben bei zwei Proben einen Verdacht auf
Milzbrand. Eine sofortige Untersuchung durch das Nationale
Referenzlabor in Jena (Thüringen) hat heute (2. November) diesen
Verdacht bestätigt. Daraufhin wurde der Befund an das
Robert-Koch-Institut in Berlin zur Nachprüfung geflogen. Das
Ergebnis aus Berlin wird am Abend erwartet.
Die zuständige Gesundheitsministerin Heide Moser sagte :"Wir
haben unverzüglich alle notwendigen Schritte unternommen. Das
örtliche Gesundheitsamt hat die Einsatzkräfte ermittelt, die
unmittelbaren ungeschützten Kontakt mit den gefundenen Paketen
hatten. Dabei handelt es sich nach bisherigem Kenntnisstand um
einen Polizeibeamten und sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des LVUA. Ich bitte die Ärztinnen und Ärzte um erhöhte
Aufmerksamkeit bei unspezifischen Erkrankungen, die zunächst wie
ein grippaler Infekt aussehen können. Bereits morgen stehen uns
Mitarbeiter der epidemiologischen task force des
Robert-Koch-Instituts bei Bedarf zur direkten Abstimmung über das
weitere Vorgehen im Land zur Verfügung."
Ministerpräsidentin Heide Simonis, die heute von einer
WHO-Sitzung in Japan aus zu einem eintägigen Arbeitsbesuch nach
Hongkong flog, wird von Kiel aus ständig über die Lage informiert.
Sie zeigte sich angesichts der Ergebnisse tief betroffen. "Wir
werden alles dafür tun, um die Täter zu überführen", sagte sie.
Traurig sei es, dass der kürzlich beschrittene Weg von
Landesregierung und Landtag, ein Sicherheitspaket abzuschließen
und die Rasterfahndung einzuführen, schon durch die tatsächliche
Bedrohung begründet ist.
Im Lagezentrum der Polizei tagt seit heute Nachmittag der
Krisenstab. Außerdem wurde ein Bürgertelefon eingerichtet.
Bürgerinnen und Bürger können sich unter der Nummer
Bürgertelefon: 0431/ 160 6666
über die Lage informieren. Das Bürgertelefon ist heute ab 19 bis 23
Uhr und an den darauffolgenden Tagen jeweils von 8 bis 22 Uhr
besetzt.
Auch das Robert-Koch-Institut in Berlin hat eine Hotline
geschaltet. Sie ist unter 01888/ 754-3430 zu erreichen.
Hinweis an die Redaktionen:
Die Pressestelle der Landesregierung hat im Lagezentrum gesonderte
Nummern freigeschaltet, unter denen Sie ab sofort und über das
Wochenende (Samstag/ Sonntag 8 - 22 Uhr) Informationen erhalten.
0431/ 160 - 5842
5843
5844
5846
Verantwortlich für diesen Pressetext:
Gerhard Hildenbrand, Anne Nilges,
Regierungspressestelle
Landeshaus, 24105 Kiel,
Tel: 0431/988-1704,
Fax: 0431/988-1977,
E-Mail: presse.landesregierung@landsh.de
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WARNUNG:
Die Pressestelle der Landesregierung Schleswig-Holstein verschickt trotz eindringlichster Warnungen ihre Pressemeldungen noch immer als WORD-DOC-Attachments (siehe Hinweis im Amalgam-Tagebuch). Das kann nur noch als vorsätzliche Sachbeschädigung gewertet werden.
Aribert Deckers
Jegliche Weiterverwendung der Texte der Amalgam-Page ist verboten.
Verlage dürfen sich wegen der Nachdruckrechte per Email an mich wenden.
Aribert Deckers