Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi913-2.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


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Autor Thema:   Falsche Infos von Ärzten...
O^O
Mitglied
erstellt am: 26. Mai 2001 12:40     Sehen Sie sich das Profil von O^O an!   Senden Sie O^O eine eMail!     
@ "ede" :
Wieder Täter u. Opfer verwechselt ? - Nicht immer in den Spiegel schauen !

Seitz
Mitglied
erstellt am: 26. Mai 2001 13:57     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
@ede
<<.....dass zuviel unnützes verordnet wird.<<
Die Kassen behaupten es wird zu viel unnützes verordnet. Unnütz ist nach Meinung der Kassen auch Ribomunyl oder Bronchovaxom. Bitte geben sie dieses Medikament zurück, wenn sie weiterhin dieses Argument so benutzen wollen. Oder nützen sie dieses System auch aus??

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 14:04           
Hallo, Ede , habe ich mir schon gedacht, aber die Auskünfte auch bei meinen Patienten gehen immer in die gleiche Richtung.Und nicht jeder fragt noch mal nach, sondern das bleibt dann stehen und der Arzt kann sich nicht wehren.Raten Sie mal wer Doppeluntersuchungen, z. B. Röntgen,zahlt.Natürlich muß sowas vermieden werden.Nur zahlen, na?, müssen es die Ärzte.Pauschale ist Pauschale.

ede....
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 15:02           
an seitz,

ich habe hier eine studie zufällig des IMS (Insitut für medizin. Statistik), das aus getätiften Verordnungen deutscher Ärzte Statistiken erhebt über den Einsatz von Antibiotikas in den letzten 10 Jahren. Daraus geht eindeutig hervor wie sehr die Verordnungen zu genommen haben und zwar auch und gerade bei Banalinfekten. Ebenfalls wurden . Ebenfalls war eine Steigerung der Antibiotikaverordnungen von 1990 bis 1996 von
129000 auf 847000 und das bei NICHTINFEKTIÖSEN ERKRANKUNGEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! zu vrezeichnen.Ein ganz massiver Kunstfehler übrigens auch noch. Die Antibiotikaverordnungen haben bei nichtinfektiösen Erkrankungen nichts zu suchen. Scheinbar wissen das jene Ärzte nicht mal, wie können denn sonst 847000 !!!solcher Verordnungen passieren und da will man uns weismachen, dass an medikamenten nicht gespart werden könne. Dies hier betrifft aber nur die Antibiotikas.Bei andern Mitteln wird es auh nicht viel anders sein: Zum Beispiel weiss man aus der Psychiatrie, das alten Leuten sehr oft Halidol verordnet wird ohne dass es nötig ist. Ein deutscher Medizinprofessor hat kürzlich im Radio darüber referiert. Viele Ärzte geben das inzsichen ja auch selber zu, nur handeln sie nicht danach. Der erste Arzt, den ich ganz oben erwähnte, hat eine mir bekannte Frau wegen Muskelrheuma so mit Medizin vollgepfropft, dass sie ins Krankenhaus musste. Die Krankenhausärzte haben sich bei einer Rückfrage von mir (da mein Vater wegen Pneumonie vor einigen Monaten da lag) entsprechend über diesen Hausarzt geäussert. Sie mussten bei der Patientin einen Medikamentenentzug machen. Nach aussen äussert sich der betreffende Arzt im Gespräch aber so, das er auch nur das nötigste verordenen wolle. Das habe ich von ihm verlangt, trotzdem hat er meinem Vater wegen leichter Schmerzen im Rücken wieder Schmerzmittel verordnet. Ich habe aber das Rezept weggeschmissen, weil es in dem Fall unnötig ist.
Niemand ist gegen sinnvollen!!!! Medizineinsatz. Ob der immer sinnvoll und nötig ist, wage ich zu bezweifeln. Ausserdem wird jetzt mein vater probiotisch behandelt. oben angegebene mittel kenne ich nicht .

Seitz
Mitglied
erstellt am: 26. Mai 2001 16:46     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
1. Probiotische Mittel sind von der kassenärtzlichen Versorgung ausgeschlossen. Sie stehen auf der Negativliste und dürfen in keinem Fall zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden. Der verordnete Arzt macht sich dabei genauso strafbar, wie die Krankenkasse. Ich rate Ihnen diese Mittel wieder zurüchzugeben.
In den Arzneimittelrichtlinien steht u.a.
"ausgeschlossen von der Kostenerstattung sind Medikamente zur Immunstimmulation"

zur Problematik Verordnung und Diagnose noch folgendes:
Solche Statistiken sind mit großer Vorsicht zu beurteilen. Die auf den Abrechnungsscheinen übermittelten "Diagnosen" müssen nicht den in solchen Statistiken unterstellten Inhalt haben. Es handelt sich oftmals nicht um die exakte Diagnose, sonern um ein sogenannte Abrechnungsbegründung. Daraus solche Statistiken zu machen ist ziemlich verwegen.
Hinzu kommt, daß viele Ärzte seit Jahren in ihrem Computer Module des ICD haben. Dadurch werden die Diagnosen oft noch ungenauer gemacht. Kurz: die Diagnosen stimmen in vielen Fällen gerade bei "Erkältungskrankheiten" auch aus Abrechnungsgründen nicht mit der Erkrankung überein.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 26. Mai 2001 16:47     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
1. Probiotische Mittel sind von der kassenärtzlichen Versorgung ausgeschlossen. Sie stehen auf der Negativliste und dürfen in keinem Fall zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden. Der verordnete Arzt macht sich dabei genauso strafbar, wie die Krankenkasse. Ich rate Ihnen diese Mittel wieder zurüchzugeben.
In den Arzneimittelrichtlinien steht u.a.
"ausgeschlossen von der Kostenerstattung sind Medikamente zur Immunstimmulation"

zur Problematik Verordnung und Diagnose noch folgendes:
Solche Statistiken sind mit großer Vorsicht zu beurteilen. Die auf den Abrechnungsscheinen übermittelten "Diagnosen" müssen nicht den in solchen Statistiken unterstellten Inhalt haben. Es handelt sich oftmals nicht um die exakte Diagnose, sonern um ein sogenannte Abrechnungsbegründung. Daraus solche Statistiken zu machen ist ziemlich verwegen.
Hinzu kommt, daß viele Ärzte seit Jahren in ihrem Computer Module des ICD haben. Dadurch werden die Diagnosen oft noch ungenauer gemacht. Kurz: die Diagnosen stimmen in vielen Fällen gerade bei "Erkältungskrankheiten" auch aus Abrechnungsgründen nicht mit der Erkrankung überein.

Alexander
Mitglied
erstellt am: 26. Mai 2001 17:02     Sehen Sie sich das Profil von Alexander an!   Senden Sie Alexander eine eMail!     
@ "ede" : Ihre Zahlengläubigkeit nervt !!
" 129000 auf 847000 und das bei NICHTINFEKTIÖSEN ERKRANKUNGEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! " (==> woher wissen Sie das ??)
Wenn ein Zug 10 Menschen transportierte, wie lange fuhr er im statistischen Durchschnitt täglich von München bis Hamburg, wenn im Jahre 2000 jeweils nur 7 Menschen im Zug saßen, von denen 3 hustetn ?
Oder kam er (ohne Arzt) etwa NIE an ??

ede....
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 17:11           
@seitz

Mag sein , dass die probiotikas ausgeschlossen sind. aber da müsste man zuerst mal definieren ob damit die nahrungsergänzungen gemeint sind oder auch die medizinischen probiotikas. bei den ersteren kann man das ja nachvollziehen. ansonsten teilt die Kasse durchaus auch mit, dass bei üblicherweise austherapierten krankheiten, danach auch medikamente bezahlt werden, die nicht in der von dir genannten liste stehen. selbst homöopathische mittel, bei denen der wirknachweis auf übliche weise mit doppelblindstudien usw. nicht möglich ist, werden ja teilweise von kassen auch erstattet.
die kassen haben ja in der vergangenheit schon etliche prozesse verloren , wenn es um die bezahlung anderer therapien ging, die geholfen haben. deswegen sind sie heutzutage auch wohl grosszügiger geworden.
wann ist denn nun eine neue therapie anerkannt. darüber kann man sich lange streiten... alles fängt erst im kleinen an bis es schliesslich auch in die lehren an den unis eingeht.
habe mal angehende ärzte gefragt, ob man an der uni auh etwas über gnotobiologie hört. ja sagten sie, aber nur, wenn man sich da speziell damit befassen will. ein apother des MDK , der über Therapien zu entscheiden hat, hat nicht einmal gewusst, was dies bedeutet.
den rest, den er mir sagte, sag ich lieber hier nicht, denn er hat zeugs daher geredet, aus dem bauch heraus, dass es einem graust.

Ernst...
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 17:19           
Herr "ede", Sie sollten in der Arzt-Praxis MENSCHEN anschauen und ihnen zuhören.
Sie brauchen keine Statistischen Studien, sondern Kenntnisse und Mut zu HANDELN.

ede....
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 17:23           
an alexander,

die zahlen stammen nicht von mir, sondern einem offiziellen institut für med. statistik.
falls wie seitz behauptett, die angaben der ärzte nicht stimmen sollten, dann sollte er das schnellstens den statistikern melden..
zumindest hören sich seinen angaben nicht gerade nach korrektheit an. seit blüm weiss man ja auch, dass , weil bei banalinfekten bestimmte medikamente nicht mehr verordnet werden duften , viele ärzte aus einem schnupfen eine nebenhöhlenentzündung gemacht haben, die dasselbe mittel benötigt, das da nun verordnet werden konnte. insoweit könnte eine gewisse wahrheit hinter den angaben von seitz stecken. ich glaube aber kaum, dass man au einem banalen infekt in der allgemeinpraxis plötzlich eine pneumonie usw. machen kann.

ede....
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 17:31           
nun herr ernst,

wenn ich mit leuten. zusammenkomme und mal auf so ein thema komme, wird mir ja gesagt, dass der arzt sowieso bei den kindern wegen eines banalinfekts wider antibiotica verschrieben hat, nachdem der infekt nach kurzer zeit wider kam wieder dasselbe...
übrigens ist meine schwester arzthelferin. die hat mir das auch bestätigt, allerdings dazu gesagt, dass ihr chef das anders handhabt.
so ganz ahnungslos bin ich auch nicht.
bei hautärzten ist der griff zu cortison ja auch bekannt. selbst bei chon. hautaffektionen, wo es auf dauer auch nichts bringt.

O^O
Mitglied
erstellt am: 26. Mai 2001 17:31     Sehen Sie sich das Profil von O^O an!   Senden Sie O^O eine eMail!     
@ " ede " :
" wann ist denn nun eine neue therapie anerkannt. darüber kann man sich lange streiten "
RICHTIG ! Aber klar ist : "Mehr Geld" wird für Arzt/PATIENT NICHT bereitgestellt !!
==> Wissen Sie, wie IHRE Beiträge von IHRER KrK "bewacht" werden ?
Gerade eben wurden wieder Millionenbeträge "geklaut" für "Fremdleistungen" (Wanderkurse, Fitneßstudios, Kochkurse, "Medicus-Tel".., für Renten-Vers., BSE-Folgekosten, Werbungen, RSA u.s.w.) !
Für Ihre Behandlung in der Arztpraxis liegt bei der KV nur eine poplige JÄHRLICHE "Kopf"pauschale der KrK (je Haupt-Vers: 400 - 1000 DM), die in "Punkten" verteilt nach 6 Monaten in "Inflations-DM" ausgezahlt wird !
==> KEINEN PATIENTEN interessiert diese VERUNTREUUNG der EIGENEN Beiträge ??
Wissen SIE dies => http://www.augeninfo.de/honorar.htm => sonst schämen SIE sich (angemessen) !

Ernst...
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 17:44           
aber Herr " ede " :
Der Patient will (und muß) so schnell wie möglich wieder an seinen Arbeitsplatz. Er hat nicht `mal Zeit für einen "Abstrich", geschweige denn Antibiogramm. -
Haben Sie mal einen Personalausweis beantragt (vor einer Reise verloren); vieleicht bekommen sie eine "Übergangsbescheinigung, den neuen frühestens in 6 Wochen.
Ihr Arzt aber soll Ihre Gesundheit qualitätsorientiert sofort erkennen, kostenneutral behandeln und Sie SOFORT WIEDER ins psychosoziale Umfeld integrieren :
Laut Balint : 3 Minuten pro Patient ! (Verwaltung braucht 6 Wo für ein Papier)

ede....
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 17:45           
hallo,

ich weiss sehr wohl, dass die kassen, (die meisten zahler sind ja zwangsmitglied,) die gelder nicht sparsam genug verwalten . gerade die aoks haben pro patient viel mehr mitarbiter als die bkks und das mit den kursen für was auch immer ist auch bekannt.
hier werden auch genug gelder veruntreut, das ist keine frage.
deswegen bräuchten wir da auch ein anderes system , das mehr selbstverantwortung zulässt. wie das im einzelnen auszusehen hätte, steht noch in den sternen.

ede....
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 17:53           
an herrn ernst,

da haben sie sicher recht mit ihrer aussage, das der patient so schnell wie möglich wieder gesund werden will, koste es was es wolle, auch also um den preis eines rezidives. statt sich mal einige tage richtig auszukurieren wollen die leute wieder schnell gesund sein..
das stimmt schon im allgemeinen. trotzdem frage ich zurück. haben ärzte an dieser mentaltät des durchschnittspatienten nicht auch eine verantwortung mit, neben allen andern faktoren, die da noch reinspielen??
ich weiss z.b. von vernünftigen arbeitgebern, die durchaus wollen, dass die mitarbeiter ihre erkrankung so auskurieren, dass sie nicht in kürze wieder rückfällig werden. allerdings werden so auch nicht alle denken...

Ernst...
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 20:42           
@ "ede" :
"haben ärzte an dieser mentaltät des durchschnittspatienten nicht auch eine verantwortung mit"
NATÜRLICH: Ärzte sind für ALLES verantwortlich : Anspruchsdenken der Patienten, Kosten(explosion) bei Medikamenten u.s.w. KURZ: für KRANKHEIT überhaupt => deshalb tragen ÄRZTE ja das Morbiditätsrisiko an Stelle der KrK (wo es hingehörte !!).

Manche Koryphäen rieten, laßt uns Krankheit ganz verbieten.
In Regress genommen werden, all` die Ärzte hier auf Erden.
Werden Bürger trotzdem krank, muß der Arzt zu seiner Bank.

WUNSCHDENKEN : ÄRZTE als kostenlose "HELLSEHER" :
Einfach Ursache mit Wirkung ... UND ... Täter mit Opfer tauschen :
Wenn der Arzt dann nicht pariert, wird er einfach ruiniert.
Die Patienten lachen zwar, leiden mehr noch, DAS ist wahr !

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 26. Mai 2001 21:19     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
ede...: in unserer Gegend, Ossiland, kriege ich kaum mal eine Krankschreibung unter die Leute. Entweder die sind arbeitslos, dann brauchen sie keine (nicht ganz korrekt, ich weiß, spart aber den Leuten eine Menge Rennerei), oder sie haben Arbeit, dann hängen sie mit Nägeln und Zähnen am Job und krauchen auf allen Vieren hin. Die MÜSSEN extrem schnell wieder in die Mühle. Fast jede akute Nierenbeckenentzündung, die mindestens eine Woche ins Bett und weitere zwei Wochen nch Hause gehört (neben Antibiotika!), heult, nicht wegen der Krankheit, sondern weil die solange vom Job wegbleiben muß. So ist die realität, der esoterische Wunschtraum vom arbeitnehmerfreundlichen Chef dagegen bleibt in unserer Wildost-Umgebung nicht mal mehr Fata Morgana, da guckt eh keiner hin. Da wird eben in 99%, und ich frage immer wieder mal, eine akute Zystitis mit AB behandelt, dann ist die in 3 Tagen weg, mit sehr viel trinken und Wärme ist die auch weg, aber erst nach 7-9 Tagen. Und diese Zeit hat, zumindest in Ossiland, keine junge Frau mehr, die das ja größtenteils trifft.

ede.....
unregistriert
erstellt am: 26. Mai 2001 23:32           
und nun herr solga,

sie werden recht haben wegen der schnellen heilung, die aber rezidive programmiert. die meisten leute denken tatsächlich so. aber warum? herr ernst antwortet immer nur polemisch, sie gott sei dank nicht. meine vermutung ist die, dass nicht nur die frage des arbeitsplatzes da eine rolle spielt, sondern auch die u.a.auch durch die medizin mit verursachte meinung der organismus sei nur ähnlich wie eine maschine, die man mal schmieren müsse oder eben ein ersatzteil einsetzen müsse , ohne weitere folgen. ist das denn falsch? hat man nicht auch von allen möglichen seiten diese mentalität gefördert??
andererseits: als arzt müsste es ja doch auch möglich sein seinen patienten die zusammenhänge zu erklären , dahingehend, dass ein reduziertes abwehrsystem (ich denke das bestreitet heute kein normaler mensch mehr , dass die antiobiotics das abwehrsystem bzw. die darmbakterien schädigen ussusw) eher wieder rezidive macht und die menschen daher ihre krankheit auskurieren sollten im eigenen interesse. machen sie überhaupt den versuch dazu ? oder haben sie ihn gemacht und es aufgegeben, weil die patienten vielfach da unbelehrbar sind. was diese unbelehrbarkeit angeht bei vielen kann ich nur zustimmen.
mir ist auch nicht neu, dass ärzte zwischen geldverdienen und guter therapie oft in einem dilemma sind.
wir bräuchten eben grundlegende reformen. ein beispiel aus meinem bekanntenkreis nur: ein mann hat sich nach 40 jahren zwei raucherbeine angeraucht und ist schon zum 8.male operiert worden in der uniklinik. demnächst sollen ihm die zehen oder mehr entfernt werden. er hört aber immer noch nicht mit rauchen auf. (sicher gibt es auch "raucherbein" bei nichtrauchern z.b. diabetes und co). der fall hat die kassen schon sehr hohe summen gekostet. warum gibt man die steuern für rauchen und auch alkohol nicht wenigstens teilweise in die versicherung rein. das habe ich dem alten fianzminister waigel schon mal vorgetragen. da liessen sich evtl. sogar die beiträge senken. aber die regierungen haben die steuern schon anderweitig verplant. das wäre aber doch mal ein beispiel für etwas in richtung selbstverantwortung.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 27. Mai 2001 00:12     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Daß eine schnelle Heilung durch adäquate Antibiotikatherapie Rezidive programmiert, ist einfach nur falsch. Daß Antibiotika das Immunsystem schwächen, ist einfach nur falsch. Auskurieren und Antibiotika sind überhaupt kein Gegensatz, im Gegenteil, es ergänzt sich.
Ganz im Gegenteil hat man, wenn man das soziale Umfeld bei der Wahl der Therapie mit einbezieht, erst ganzheitliche Medizin betrieben, die man nicht betreibt, wenn man den Menschen ins soziale Elend treibt. Da hat man den Körper kuriert, schön langsam, produziert dadurch, daß Bakterien schön lange wirken können, erst chronische Verläufe, und hat soziale Strukturen zerstört. Auch mal so herum sehen! Ganzheitliche Medizin versteht den GANZEN Menschen, nicht nur das Immunsystem, Mensch ist man im sozialen Gefüge, sonst ist man Affe.

Raucherbein und diabetische Gefäßveränderungen sind Erkrankungen absolut unterschiedlicher Ursache, von ganz unterschiedlichem Verlauf und ganz verschiedener Therapie. Ein RAucherbein kommt immer (extrem seltene Ausnahmen sind angeborener Natur) nur beim Raucher vor.

ede.....
unregistriert
erstellt am: 27. Mai 2001 02:21           
an h. solga,

ich habe da aber andere infos als sie.
nach einer antibiotikabehandlung findet man in der darmflora eine verschiebung der keimarten und evtl, auch resistenzen. die resistenzen bilden sich doch nicht nur im reagenzglas sondern auch in vivo und sie kommen durch gentausch, transduktion usw. zustande und einiges davon lässt sich schon nachweisen.
das immunsystem besteht eben nicht nur aus dem was man in der schule so gelernt hat vor jahren , also antikörperbildung im blut usw. usw. heuet weiss man vom immunsystem mehr . nämlich dass es zu ca. 80 % in den schleimhäuten lokalisiert ist. deswegen spricht man auch vom MIS (mucosaimmunsystem). die mukosen sind aber von keinem besiedelt und zwar mehr als der körper zellen hat, nämlich um die 100 billionen!!!!! diese keime produzieren u.a. auch vitamine usw und sorgen für den entprechenden spiegel der immunglobuline im blut und auch auf den schleimhäuten bzw. im darmtrakt.
siehe auch
www.isgnas.org.
da sind einige dinge ausgeführt zu dem thema. eine einmalige kurze antibiotikabehandlung mag das system noch wenig stören und es kann sich da sicher auch evtl.wiieder regenerieren. bei öfteren gaben aber entstehen die resistenzen und der sog. hospitalismus, an dem viele schon gestorben sind. das pfeifen ja die spatzen schon von den dächern. nicht umsonst machen sich ja internationale fachleute aus der medizin und mikrobiologie darüber gedanken und suchen neue strategien auf dem gebiet.

ede.....
unregistriert
erstellt am: 27. Mai 2001 02:34           
noch was zum raucherbein.
volkstümlich nennt man es eben so und die folgen sind ja bei rauchen und bei diabetes dieselben. mir ist schon klar, dass zwischen den beiden krankheiten eine unterschiedliche genese besteht.
aber die gefässverkalkung ist am ende bei beiden da und führt u.u., zur unumgänglichen amputation.
mir ging es aber hier um die verursacher, die eben zur kasse gebeten werden sollten, bzw. deren tabaksteuern in das kassensystem eingespeist werden sollten. ebenso ist es mit andern bereichen. ich kenne eine firma, die männer beschäftigt , die in einer fussballmannschft sind. dauernd hat die firma ausfälle wegen verletzungen. warum könenn die betroffenen sich da nicht selber versichern und muss das alles über die gesetzlichen kks gehen? ärztevertreter haben das auch schon mal gefordert, wenn auch meist unter dem blickwinkel, dass für sie selber dann mehr herausspringen würde.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 27. Mai 2001 08:24     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
@ede
>>Mag sein , dass die probiotikas ausgeschlossen sind. aber da müsste man zuerst mal definieren ob damit die nahrungsergänzungen gemeint sind oder auch die medizinischen probiotikas. bei den ersteren kann man das ja nachvollziehen. ansonsten teilt die Kasse durchaus auch mit, dass bei üblicherweise austherapierten krankheiten, danach auch medikamente bezahlt werden, die nicht in der von dir genannten liste stehen. <<

Da verwechseln sie etwas. Die sogenannten Arzneimittelrichtlinien sind staatliche Gesetzgebung. Probiotika sind in jeder Form von der Verordung per G E S E T Z verboten.
Also wieder abgeben!!

Seitz
Mitglied
erstellt am: 27. Mai 2001 08:28     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
@ede
<<ich glaube aber kaum, dass man au einem banalen infekt in der allgemeinpraxis plötzlich eine pneumonie usw. machen kann.<<
Das behauptet auch niemand, aber sehen sie sich doch die Ziffern des ICD 10 an. Hier steckt hinter ein und derselben Ziffer eben ein banaler Infekt der oberen Atemwege genauso wie eine eitrige Nebenhöhlenentzündung. Wie will ein Statistiker wissen, was im konkreten Fall gemeint ist???

ede....
unregistriert
erstellt am: 27. Mai 2001 14:10           
an seitz,

nun : im 5.sozialgesetzbuch steht, dass besondere therapierichtungen nicht ausgeschlossen sind. was demokratisch nicht legitimierte ausschüsse hinter verschlossen türen sich ausdenken, ist nur laut gericht eine empfehlung und kein gesetz.
ich selber habe z.b. im krankenhaus letztes jahr, wo ich wegen eines durchgebrochenen blinddarms mit bauchfellentzündung eingeloefert wurde , zu den antiobiotics auch noch probiotics (omniflora) erhalten. ansonsten werden selbst in kliniken probiotics verordnet. gerade liefen versuche mit mutaflor
(humane colibakterien) in leipzig zur therapie bzw. remission bei colitis ulcerosa, die erfolgreich waren in den meisten fällen.
demnach sind die feststellungen nicht zutreffend, es sei denn es handle sich um die nahrungs-probioticas.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 27. Mai 2001 14:20     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Liebe Mitleser,

ch denke, wir müssen damit leben, daß irgendwelche Nichtfachleute wie ede uns ins Handwerk quatschen.

Wenn sich dann aber einer über unnötige Antibiotika (für Andere) ausläßt und gleichzeitig (für sich selber) die
Verordnung von sauteurem nutzlosem Ribosomen-Matsch aus Fäkalbakterien fordert, dann hört mein Verständnis auf. Sowas ist dann einfach nur noch brunzdumm und unanständig, und wird von mir auch so geheißen.

Datenbankrecherche zu Ribomunyl läuft bei ATI

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