Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi826.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


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  :mad: Drogenbericht: Verunglimpfung der Eltern von Kindern mit HKS/ADS/ADHD

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Autor Thema:   :mad: Drogenbericht: Verunglimpfung der Eltern von Kindern mit HKS/ADS/ADHD
Beate Jung
unregistriert
erstellt am: 07. Mai 2001 18:05           

Ich kann kaum beschreiben, wie die Wut in mir hochkochte, als ich diesen Bericht las....
Leuten, die so 'nen Schwachsinn zu veröffentlichen wagen, kann man nur jede Fachkompetenz absprechen!
Anstatt Elternhäusern permanent vorzuwerfen, leichtfertig mit Medikamenteneinsatz (konkret ist der Einsatz von Ritalin gemeint) umzugehen, sollten "solche Fachleute" vielleicht mal den Sockel, auf dem sie zu stehen scheinen, verlassen und vor Ort beobachten, wie die Situation bei Familien mit ADD oder ADHD-Kindern sich real darstellt.
Wie wäre es, einmal das Schulsystem kritisch unter die Lupe zu nehmen?
Wenn Lehrer und Schulen sich Eltern von ADD-Kindern gegenüber aus der Verantwortung ziehen können, mit der Begründung, daß bei Klassen mit 30 Kindern eine individuelle Förderung nicht möglich sei, bliebe doch die Frage nach der Qualität der Schulen, der beschäftigten Pädagogen wie auch der verantwortlichen Behörden und Staatsbediensteten, sprich, der Politik.
Wenn Eltern von ADD-Kindern keine alternativen wie auch begleitenden Therapien angeboten werden, bleibt letzten Endes nur der alleinige Einsatz von Ritalin, um wenigstens Schlimmeres zu verhüten. Sollte man doch mal über die Gesundheitspolitik hierzulande nachdenken. Über die Niederlassungsbeschränkungen durch Standesvertretungen. Über die Zulassung von fachlich qualifizierten Therapeuten zur Kassenabrechnung etc....
Wenn mir als erfahrener Mutter Verantwortungslosigkeit vorgeworfen wird, weil ich meinem Kind Ritalin verabreiche, damit es überhaupt eine Überlebenschance in dieser Gesellschaft hat, weil die Öffentlichkeit permanent mit völlig unqualifizierten Berichten in den Medien konfrontiert wird, wonach Eltern ihr Kinder mit Drogen vollstopfen, frage ich mich, wo das hinführen soll.
Unsere Suche nach einer geeigneten, begleitenden Verhaltenstherapie, welche vielleicht über kurz oder lang den Ritalineinsatz überflüssig machen könnte, endete damit, daß eine fachlich qualifizierte Therapeutin keine Kassenabrechnung machen kann und der nächste entsprechend qualifizierte Therapeut 1 1/2 Jahre Wartezeit hat.
Massive Schul- und Lernprobleme, welche durch ADD bedingt sind, werden von den Behören mit intellektueller Überforderung abgetan, obwohl entsprechende anerkannte Tests Gegenteiliges beweisen.
Bekanntermaßen wird von um Hilfe gebetenen Behören aus Kostengründen fast grundsätzlich eine niedrigere Beschulung und sehr häufig auch Sonderbeschulung als einzige Lösung angeboten.
Wann wird endlich akzeptiert, daß es gesellschaftliche Veränderungen gegeben hat, für deren Folgen nicht alleine Eltern verantwortlich gemacht werden können?
Auf solche Veränderungen muß gesamtgesellschaftlich reagiert werden, u.a. durch Reformen in sämtlichen verkrusteten Strukturen unseres Staats-/Verwaltungs- und Sozialsystems. Sollte dieses nicht bald passieren, sehe ich persönlich in der Tat amerikanische Verhältnisse auf uns zukommen. Reale Vernachlässigung von Kindern, zunehmende Zerrüttung von Familien, weitere Zunahme von Drogenkonsum und Kriminalität.
Noch viel mehr wäre zu diesem Thema zu sagen........
Lieber Hans (das Original ist gemeint), wie Du siehst, konnte auch ich mich nicht zurückhalten. Aber nicht Word war es sondern der einfache Windows-Editor. Auch er erfüllt seinen Zweck und schont die Systemressourcen *g*

Doris
unregistriert
erstellt am: 07. Mai 2001 19:12           
Hallo Beate,

super dein Posting.

Einige Besserwisser, die auch zu anderen Beiträgen zu diesem Thema ihre Statements abgegeben haben, sollten dein Posting lesen.

Denn viele haben leider vergessen oder nicht gemerkt, dass die Gesellschaft nicht mehr so ist wie vor 30-40 Jahren.

In den 70er sind die "milden Varianten" unserer ADS´ler noch ganz gut durchgekommen, aber heute wird jeder der von der Norm abweicht, abgeschoben. Denn es werden formbare und verbiegbare Menschen benötigt, die sich ad hoc allen Anforderungen anpassen.

Leider können wir uns keine eigene Welt gründen.

Viele suchen bei uns Eltern die Schuld, beim Fernsehen, beim Internet usw... Alles moderne wird abgelehnt. Denn früher soll es ja so etwas nicht gegeben haben.

Aber nicht aufregen. Wir sollten einfach alle einen Brief oder Fax oder Mail an die Bundesregierung schreiben.

Da kannst Du dein Posting einfach nehmen, denn es drückt alles das aus, was auch mir auf der Seele liegt.

Doris

Jutta Schäfer
unregistriert
erstellt am: 07. Mai 2001 22:26           
Liebe Beate,
Dein Statement ist einfach Klasse,

ganz genau dass ist der Weg, den wir Eltern gehen, bis wir begreifen wie allein und unfähig wir doch sind. Zudem geraten wir in das Kosten-Karussel für mögliche Therapiemaßnahmen. Ist ein Therapeut gefunden, kann er mit der Krankenkasse nicht abrechnen. Dieses Spiel zieht sich über Monate hin, Zeit, in der wir Eltern immer wieder hören wie anders doch unsere Kinder sind und was wir denn endlich zu tun gedenken. Wenn dann ein "Medikament" angewandt wird um dem Kind (und auch den Eltern) aus diesem Teufelskreis heraus zu helfen, dann ist man nicht nur erziehungsuntauglich, sondern auch noch Drogenkurier für seine Kinder. Was wir auch immer tun, es ist nie genug und meistens noch verkehrt. Wer hat eigentlich die Wahrnehmungsstörung unsere Kinder, wir Eltern oder die, die doch so gut für den Umgang mit Menschen ausgebildet sind um sich anzumassen solche Urteile zu fällen.
Ist es nicht eher so, dass sich unsere Gesellschaft darauf einstellen muss, dass es immer mehr solcher Aufmerksamkeitsstörungen geben wird, und dies ein Punkt in der Ausbildung für Ärzte, Psychologen, Erzieher, Lehrer etc. sein muss? Aber alle Menschen, vor allem die Politiker, müssen hier umdenken. Ich bin der Meinung, irgendwo hat jeder Mensch seine Wahrnehmungsstörung, manche können es gut verstecken und es überspielen, manche können dies nicht. Es ist nur eine Frage der Wahrnehmung und der Ehrlichkeit zu sich selbt!

Liebe Grüße Jutta

sueesse
Mitglied
erstellt am: 14. Mai 2001 19:19     Sehen Sie sich das Profil von sueesse an!   Senden Sie sueesse eine eMail!     
Hallo,
hier geht es ja heiß her und das mit RECHT. ich habe an die Bundesregierung geschrieben und bis heut noch keine Antwort. Aber was hier einige vom Stapel lassen, das geht zu weit. denen tät ich gern mal richtig die Meinung geigen aber es bringt nichts. ich weiß nur eines, ich werde meinem Sohn trotzdem das Ritalin weitergeben und lass mich deswegen hier auch nicht nieder machen. ich als Mutter muß wissen, ob es für mein kind gut ist oder nicht und nicht die anderen. Aber mal kurz ne Frage an die Gegner : Nehmt ihr nen Diabetiker auch sein insulin weg?????????? Oder nur weil er sonst umfällt darf er es bekommen. Unsere Kinder haben eine Funktionsstörung, welche durch das Ritalin ausgeglichen wird. Aber Eure Störung kann durch nix ausgeglichen werden.
Zum Schulsystem kann ich nur sagen, hier muß unbedingt was geschehen, aber nur durch Leute, die Ahnung von der materie haben.
Und nochwas, warum lehnen alle unsere Kinder ab? Ob mit oder ohne Ritalin, es ist doch die Umwelt die unsere Kinder als nicht "normal" empfindet. Die Schule will sich unsere kinder nicht antun und die anderen kinder sollen nicht mit unseren Kindern spielen. da gibt es jetzt etwas, was unseren kindern hilft, sie gesellschaftsfähig zu machen, da wird auch wieder gemault. So ist es ja immer, immer auf die Kleinen und Schwache., die können sich ja nicht wehren, aber eins ist doch so, gerade diese kinder leiden unter der Ablehnung und sind dadurch wiederum gefährdet. das Ganze ist doch ne Kette ohne Ende. Lasst uns und unsere Kinder endlich in Ruhe und befasst Euch mal mit der ganzen Materie. redet mal mit Ärzten und Lehrern und Ihr werdet staunen, was ihr da zu hören bekommt. Und dann gebt uns die Chance, endlich genügend Therapieplätze für unsere Kinder zu bekommen, welche auch von der Krankenkasse bezahlt werden. Denn es kann nicht sein dass durch das jugendamt Therapieplätze bezahlt werden. Hier muß endklich durch das gesundheitswesen eine Anerkennung erfolgen, das ADS ne Erkrankung und keine Modeerscheinung ist. Die Ärzte müssen in der Ausbildung stärker mit der Diagnostik von ADS konfrontiert werden. es müssen einheitliche Diagnoserichtlinien erstellt werden und dann in der Schule, von Bundesland zu Bundesland egal diese Unterchiede. Also nicht meckern über uns ach so bösen eltern sondern bei der Durchsetzung der oben genannten Ziele uns helfen. das wäre ein echter Beitrag und dann und auch nur dann ist es möglich, unseren Kindern eine normale lebensweise ohne Ritalin zu ermöglichen. also helft uns endlich mal.
solveig

Behrmann,Kinderarzt
unregistriert
erstellt am: 14. Mai 2001 19:34           
Wenn Sies interessiert, kommen Sie mal zu www.ratio2000.de Gesundheitsforum,Ritalin-Diskussion.Da sind 2 penetrante Schwachköpfe,die vom Rest Zunder bekommen.

Hans
unregistriert
erstellt am: 14. Mai 2001 22:29           
Lieber Behrmann,

leider kann ich das Ganze nicht als Zunder empfinden. Da erscheint ein Herr Wagner und quatscht Breggin nach. Und freut sich, dass er die Leute aufmischen kann.

Für mich gebe es nur eine Möglichkeit, todschweigen!

Die Diskusion geht in Bereiche, die mit den Schwierigkeiten unserer Kinder absolut nichts zu tun haben. Ein hauen und stechen, aus dem er immer wieder mit erhobenen Kopf hervorgeht, dazu ist die Zeit sicher zu schade.

Gut, ich bin bekannt dafür, dass ich ausfallend und aggressiv sein kann, nur da wären mir die Buchstaben zu schade.

Übrigens, ich würde nicht Schwachköpfe sagen, m.E. steckt da einiges mehr dahinter.

Hans

Susanne Ich1
unregistriert
erstellt am: 18. Mai 2001 13:22           
Noch ein mal,ich kann mich dem hier gesagten nur anschließen.Lieber Hans(das Original),liebe Beate,Angesichts einer Aussage bei der Vergabe des Amtes für Familie und so unseres Herrn Bundeskanzlers der Familie (nicht nur ADSler) als "Gedönse" bezeichnete würde ich nur zu gern den ach so kompetenten Leuten in schmutziger Ruhrpottmanier meine Meinung geigen....
Aber die Bundesregierun ist ja soooooo
großzügig was die Förderung dieses und jenes Bereiches betrifft,nicht wahr? Hauptsache,denen geht es gut mit "Spenden" und Steuergeldern....
WIR habens ja...

Veronika
unregistriert
erstellt am: 22. Mai 2001 16:55           
Hallo Beate!
Auch ich muß dir Recht geben. Eigentlich sind nämlich nicht unsere Kinder das Problem, sondern die Umwelt, die auf lebhafte und unangepaßte Kinder ganz grauenvoll reagiert und nur eine Art des Lernens zuläßt, nämlich das Lernen durch stillsitzen und zuhören. Das können aber nicht viele Kinder und es ist wohl gar nicht so erstrebenswert nur nachzureden.
Das Problem unserer ADSH-Kinder ist die Schule und die katastrophale Arbeit die seitens der Pädagogen, der Politik und der Verwaltungen geleistet wird. Geld wird überall ausgegeben - das heißt dann "Investition" aber sobald es für Kinder oder Familien ausgegeben wird heißt es"Kostenverursachung".
Ich tue wirklich alles für mein ADS-Kind, aber ich bin nicht bereit mich von einer Heilpädagogin erpressen zu lassen und ihr 40%mehr zu zahlen als das Jugendamt zahlt wenn sie dies verlangt mit den Worten:"wenn Sie dem Jugendamt sagen, daß Sie mir mehr bezahlen, dann breche ich die Behandlung an Ihrem Kind ab". Denn da zweifele ich an der fachlichen und menschlichen Qualifikation. Und das sagt sie mir nachdem ich 1 Jahr auf den Behandlungsplatz warten mußte. Eine andere Alternative habe ich bei uns am Land nicht ohne Auto, alleinerziehend mit 3 kleinen Kindern und Teilzeit berufstätig weil der Mann auch nicht zahlt.
Es bleibt also nur das Ritalin um dem Kind die Möglichkeit zu geben sein geistiges Potenzial auch auszunutzen und Freundschaften zu schließen und, und, und.
Eine bessere Infrastruktur für Kinder in allen ihren Lebensbereichen ist dringend von Nöten.
Aber solange sie nur "Gedönse" sind wird sich auch nach Farbwechsel in Berlin nichts ändern.
Verärgerte Grüße, Veronika

Doris Schmitt
Mitglied
erstellt am: 22. Mai 2001 22:08     Sehen Sie sich das Profil von Doris Schmitt an!     
Hallo an alle,

ich glaube nicht, dass es hilft, wenn wir hier unsere gleichen Ansichten austauschen.

Jeder, der sich betroffen fühlt, sollte Frau Caspers-Merk eine Mail zukommen lassen.

Das dürften aber nicht nur wir Eltern sein, sondern auch die hier vertretenen Kinderärzte.

Die Ärzte könnten da noch viel mehr bewirken.
Denn sie haben mehr Hintergrundstudien parat.

Doris

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