Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi814.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


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  Abrechnungsbetrug nimmt zu ... (Seite 1)

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Autor Thema:   Abrechnungsbetrug nimmt zu ...
Lederstrumpf
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 20:54           
Tagesschau 05.05.01, 20.00 Uhr:

Im Bundesland RP alleine gibt es dieses Jahr schon mehr Abrechnungsbetrug durch Ärzte als im Jahre 1999 in allen Bundesländern zusammen!

Schwindel !!!

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 21:27           
Ich möchte mal wissen wie Abrechnungsbetrug an den Kassen/vericherten unter Budgetbedingungen gehen soll.

Man kann eigentlich nur noch die Kollegen betrügen.

Was ist vorgefallen? -Konkret bitte!

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 21:29           
Lederstrumpf,ein blöder Name.....warum schreiben Sie anonym.Was haben Sie zu verlieren?

wbensch
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 22:29           
Das wirklich Interessante wäre, wieviel mehr bekommen dann die anderen Ärzte, die nicht betrügen? In welch schwindelnde Höhe könnte der Punktwert steigen, wenn alle Betrüger zuverlässig ermittelt würden? Was kostet und wer bezahlt den Aufwand, um Betrug zu klären?

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 23:54     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Wir Ärzte werden um ein Drittel unseres Umsatzes betrogen, 1971 waren die Ausgaben für Ärzte noch 21%, heute noch 14% der Einnahmen der Kassen. Wer betrogen wird, hat das Recht und gegenüber seinen Familien und den Familien der Angestellten die Pflicht, sich zu wehren. Die Ärzte sind die Betrogenen, nicht die Betrüger. Falschabrechnung ist kein Betrug. Da sind bei dem irrsinnig komplizierten Regelkonvolut z.B. eine ganze Menge an Irrtümern mit drin. Dann kommen dazu noch mindestens 50% vom Rest, bei denen es schlichtweg um Auslegungsfragen von Regeln geht, bei denen der einzelne Arzt ja nun nicht gleich deswegen, weil er Arzt und alleine ist, Unrecht haben muß.

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 00:28           
Ich habe keine Idee wie ich betrügen sollte.
Die Ziffern,die ich aufschreibe ,sind korrekt,aber Schall und Rauch - angesichts des Budgets,was einer Pauschale entspricht.

Lederstrumpf
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 07:15           
Für Behrmann hier die vollständige Nachricht:

"Die Zahl der Abrechnungsbetrügereien in Arztpraxen hat offenbar erheblich zugenommen. Allein in Rheinland-Pfalz seien im vergangenen Jahr mehr Betrugsfälle registriert worden, als 1999 im gesamten Bundesgebiet, berichtet die "Bild am Sonntag". Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft "Abrechnungsbetrug" der Krankenkassen, Kiefer, sagte der Zeitung, in einigen Bereichen der Ärzteschaft gebe es Formen der organisierten Kriminalität. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will nun mit strengeren Kontrollen gegen die Manipulationen vorgehen.

Quelle: Tagesschau 05.05.01, 20.00 Uhr"

Lieber Herr Behrmann, ich gebe hier bestimmt keine Anleitung für Abrechnungsbetrug. Wenden Sie sich da an Ihre Kollegen in Rheinland-Pfalz!

Lederstrumpf

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 12:32           
Hier die Quelle der Tagesschaumeldung :
Quelle: Bild am Sonntag vom 06.05.2001

Unter dem Titel:
"Schon eine Milliarde Mark Schaden im Jahr - Leistungen für Tote abgerechnet"

schreibt ein Herr Dirk Hoeren unter anderem:

"Tatort Arztpraxis! Diagnose: Betrug auf Krankenschein! Deutschlands Ärzte geraten immer häufiger ins Fadenkreuz von Staatsanwaltschaften, weil sie bei Abrechnungen in großem Stil schummeln. Die Zahl der Betrugsfälle ist im vergangenen Jahr drastisch gestiegen."
Weiter heißt es :
" Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft "Abrechnungsbetrug" der Krankenkassen, Gernot Kiefer, zu BamS: "In einigen Bereichen der Ärzteschaft gibt es Formen der organisierten Kriminalität." Geschätzter Schaden: eine Milliarde Mark im Jahr. Sogar das BKA hat sich eingeschaltet."

Angeblich sieht Ex-Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU) "kriminelles Vorgehen" in Teilen der Ärzteschaft und wird folgendermaßen zitiert:"Die zunehmende Zahl der Abrechnungsbetrugsfälle von Ärzten ist alarmierend und fügt der Ärzteschaft insgesamt schweren Schaden zu. Es handelt sich um kriminelles Vorgehen und nicht um Kavaliersdelikte.".

Weiter im BamS-Artikel:
"Die brisanten Zahlen: Allein in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2000 bei Heilberufen mehr Abrechnungsbetrügereien festgestellt als 1999 im ganzen Bundesgebiet. Die Zahl der Fälle stieg dort um rund ein Drittel auf 15 230. In Bayern hat sich die Zahl der Betrugsfälle von Ärzten verfünffacht. In Baden-Württemberg stieg die Zahl von 29 auf 221 - plus 760 Prozent!"

"Auch Kassen, Ärzteverbände und Ermittler sind alarmiert. In einem Krisengespräch beim Bundeskriminalamt berieten die Experten Ende April die Betrugswelle. Ergebnis: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will schärfere Richtlinien für die Prüfung der Quartalsabrechnungen der Ärzte beschließen. Geplant zum Beispiel:

-Zufallsstichproben auch bei völlig unauffälligen Abrechnungen.
-Die Erhebung von so genannten Tagesprofilen: Dabei werden alle Abrechnungen eines Arztes von einem Tag aufgelistet und geprüft.
-Schärfere Kontrollen abgerechneter Leistungen."

Interessant ist der folgende Absatz:
"Auch die Krankenkassen fordern energische Schritte gegen den Missbrauch durch Ärzte. Das Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen, Gernot Kiefer: "Um Manipulationen einzudämmen, muss das Abrechnungssystem vereinfacht werden. Statt jeden Verband und jeden Handgriff einzeln abzurechnen, sollte es pauschale Leistungen für bestimmte Behandlungen geben.

Außerdem müssen die Krankenkassen mehr Möglichkeiten erhalten, die Abrechnungen der Ärzte kontrollieren und nachvollziehen zu können."

So funktionieren die Tricks der "Betrüger in Weiß":

In ganz Deutschland ermitteln Staatsanwaltschaften in rund 260 Fällen wegen überhöhter Abrechnungen von Röntgenkontrastmitteln. Die Flüssigkeiten wurden zu Preisen von 1,10 Mark pro Milliliter in Rechnung gestellt, obwohl sie nur 40 Pfennig kosten.

In Brandenburg stehen mehrere Ärzte im Verdacht, Leistungen für längst verstorbene Patienten abgerechnet zu haben.

In Dortmund wurde ein Röntgenarzt zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte unter anderem unnötige Untersuchungen im Computertomographen vorgenommen, bei einem Patienten rund 90 Untersuchungen in einem Jahr."

Soweit die Meldung

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 14:59           
Also der Einwand von Herrn Behrmann ist doch eigentlich völlig berechtigt. Wenn ich mich recht erinnere, besteht doch für jede "freie" ambulant tätige Arztpraxis ein s.g. "Praxisbudget", welches ohnehin nicht überschritten werden darf - bis auf wenige Sonderfälle abgesehen -. Der hier zu erzielende "Umsatz" an Punkten bemißt sich ausschließlich an der Anzahl der im Quartal "durchgeschleusten" Patienten. Insoweit macht es doch eigentlich nur Sinn, wenn hier tatsächlich "Karteileichen" im eigentlichen Sinne abgerechnet werden würden.

Und wie Dr. Solga ja auch richtig ausführt, kann man erst dann von einem strafbewehrten Betrug sprechen, wenn hier eine Vorsatzhandlung nachgewiesen werden könnte. In anbetracht der für einen "normalen" Menschen nicht mehr nachvollziehbaren Abrechnungspraxis sind Abrechnungsfehler praktisch vorprogrammiert und faktisch nicht zu vermeiden. Und wenn es tatsächlich bei einem Patienten zu 90 Computertomographischen Untersuchungen kommen konnte und diese auch noch zur Abrechnung gebracht wurden, zeigt dies doch ganz deutlich, dass hier im Saystem etwas nicht stimmt. Hier stellt sich dann schon die Frage, weshalb die zuständigen Abrechnungsmitarbeiter bei der zuständigen KV - die ja dann die Auszahlung veranlaßt haben - nicht wegen Beihilfe auf die Anklagebank gebracht wurden. 5 unnötige Untersuchungen wären ja noch zu verstehen, aber 90 sind doch der totale Irrsinn. Und wenn schon die zuständige KV hier pennt, wie kann man dann von einem "Einzelkämpfer" erwarten, dass dieser fehlerlos arbeitet. Hier sollte man dann schon einmal die Kirche im Dorf lassen.

Und wenn es doch tatsächlich so wäre wie hier beschrieben, so kann man ja eigentlich davon ausgehen, dass Rheinland Pfalz in absehbarer Zukunft ohne Ärzte dasteht da diese ja dann im Knast sitzen. Und wenn man in Baden Würtemberg von 221 Betrugsfällen und in Rheinland Pfalz von 15230 Betrugsfällen spricht, so verwundert einen das schon sehr.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 15:23           
Anmerkungen:
1. Bitte genau lesen :
Überschrift BamS: Tatort Arztpraxis
im Text : Heilberufe
2. Der niedergelassene Radiologe kann nur auf Überweisung tätig werden. Der überweisende Arzt müßte dann ebenso belangt werden.
Da davon aber nicht dir Rede ist, könnte dies nur im klinischen Bereich anzusiedeln sein.
3. Zum Neurologen in Brandenburg:
Das Einsetzten einel Pessares hat laut EBM die Leistungsziffer 177,
intensive ärztl. Beratung und Betreung ... hat die LZ 17.
Diese Fehleingabe der LZ 177 durch den Neurologen ist von der KV beanstandet und korrigiert worden. Sie ist überhaupt nicht in die Abgerechnung eingegangen.
Um so erstaunlicher, daß die AOK davon überhaupt Kenntnis hat und bemerkenswert, daß sie sofort die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat.

Zu weiteren Auffälligkeiten später mehr.
K. Vetter

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 15:35           
Hallo Herr Vetter,


keine Angst, ich habe nicht vermutet, dass dieser Beitrag von Ihnen stammen könnte. Insoweit hatte ich den Beitrag schon richtig gelesen.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 17:38           
Ich halte das Ganze für eine üble Zeitungsente und wiederhole meine Frage WIE man eigentlich betrügen können soll.

Das mit dem Radiologen ist ja schließlich exotisch.

wbensch
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 21:25           
Zeitungsente - oder bewusste Meinungsmache? Man muss doch hier den ganz wesentlichen Öffentlichkeitseffekt sehen, na seht mal wieder diese Ärzte, Raffkes allesamt, gut wenn denen mal wieder gezeigt wird, wo der Hammer hängt!
Die evt. spätere Richtigstellung solcher Meldungen registriert doch kaum noch jemand, wenn sie überhaupt kommt.

Max Hahn
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 23:18     Sehen Sie sich das Profil von Max Hahn an!   Senden Sie Max Hahn eine eMail!     
In Rheinlandpfalz muß es eine Staatanwaltschaft geben, die massiv gegen jeglichen Anfangsverdacht vorgeht, daher die hohen Zahlen. In anderen Bundesländer wird korrekterweise die Abrechnung erst rechnerisch richtiggestellt. Fehler passieren in diesem System täglich ohne Vorsatz.
Trotzdem gibt es unter den Ärten sicherlich auch vorsätzliche Betrüger, die vor allem ihre Kollegen schädigen. Gegen solchen Betrug mit Vorsatz muß man sich wehren. Z.B. Abrechnung Patienten, die gar nicht in der Praxis waren. Geschädigt werden die Kassen aber erst, wenn Medikament verrechnet würden, die gar nicht geliefert würden, wenn Heilmittel abgechnet werden, ohne Leistung. Diese Leisungen sind nicht gedeckelt, werden höchstens später den niedergelassenen Ärzten wieder in Rechnung gestellt. Daß die größeren Betrügereien auch im stationären Bereich sein könnten, schreibt hier noch keiner. Ich frage mich immer, warum Patienten aus den Krankenhäusern immer mit den teuersten Medikamenten entlassen werden. In der 3.Welt würde man dann sagen Bananenrepublik.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 23:26           
Haben Sie sowenig Phantasie ?
Zur Erinnerung zwei Begriffe:
Einkaufsmodell, Transparenzgesetz.
Und mit dem folgendem Zitat müßte das Ziel auch den phantasielosestem dämmern:
" Das Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen, Gernot Kiefer: "Um Manipulationen einzudämmen, muss das Abrechnungssystem vereinfacht werden. Statt jeden Verband und jeden Handgriff einzeln abzurechnen, sollte es pauschale Leistungen für bestimmte Behandlungen geben."
K. Vetter

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 23:39     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Hier mal ein Beitrag, der von einer derjenigen, die hier so vorschnell als Verbrecher bezeichnet werden, der aufklärt, wie ein solcher "Betrug" zustande kommen kann:

gepostet von Wbensch im Forum de Buschtelefons:

"
Zur Meldung über den Abrechnungsbetrug ein Beitrag in facharzt.de der die Dinge klarstellt:
Beitrag von Dr. med. Elke Saupe Datum/Uhrzeit: 06.05.2001 12:07 Schlagzeile: Abrechnungsbetrug in Potsdam Es ist traurig, daß sich eine Fachseite des Internets für diese Kommentare verantwortlich zeichnet. Ich bin die Ehefrau des Neurologen. Wir haben nachweislich nicht in betrügerischer Absicht gehandelt. Ich weiß nicht, wer mit der Chipkarte in meine Sprechstunde kam, die sich hinter dieser Toten verbarg. Bereichert habe ich mich damit nicht. Es wurde über uns schon ausführlich und falsch in einer Panoramasendung berichtet. Mein Mann ist etwas ratlos, da er sich beim besten Willen nicht daran erinnern kann, einer alten Dame ein Pessar als Neurologe eingesetzt zu haben. Unsere KV hat diesen Zahlendreher auch bemerkt, ihn darauf aufmerksam gemacht und die Leistungsnummer wurde gestrichen. Er hat es nicht bezahlt bekommen. Wieso weiß dann aber die AOK des Landes Brandenburg davon? Die Ziffer ist gestrichen worden. Ich bin es müde, als Betrüger durch das Leben zu gehen. Ich liebe meinen Beruf, aber kann man sich seinem Beruf mit Hingabe widmen, wenn man in ständiger Angst vor Verleumdungen leben muß, und so erscheint mir das Ziel dieser Politik. Aus dem Altenpflegeheim aus der die " tote" Chipkarte kam, war jetzt ein Herr in meiner Praxis , der die Chipkarte einer Dame mitbrachte. Man hatte sie ihm als die Seinige ausgehändigt. Das ist uns dann doch aufgefallen, aber dieses wollen die Medien nicht wissen. Einen Ruf zu zerstören macht mehr Spaß."

Noch irhendwelche Fragen, Ankläger?

wbensch
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 23:42           
Die juristische Schlacht um Abrechnungsbetrug gab es schon in den 80-ger Jahren in Nordrhein-Westfalen. Damals war der ehemalige KBV-Vorsitzende Schorre im Arbeitskreis Kölner Ärzte aktiv. Herausgabe einer Dokumentation: über die Verfolgung niedergelassener Ärzte ... und wie wir das sehen. Zitat: dass dabei in einer Demokratie unter Verletzung rechtsstaatlicher Grundsätze eine ganze Berufsgruppe kriminalisiert und verfolgt werden kann.
Also Einsatz der Justiz für welches politische Ziel? >> Beitragssatzstabilität?

Alexander
Mitglied
erstellt am: 07. Mai 2001 00:14     Sehen Sie sich das Profil von Alexander an!   Senden Sie Alexander eine eMail!     
"Schwarze Schafe" mag es auch bei Ärzten geben - ABER : "Abrechnung bei Toten" (?) Gemeint sind wohl verstorbene "Hauptversicherte" (!) Die kostenfrei "Mitversicherten" leben aber noch (!) Vermutlich haben KRANKENKASSEN den Versicherten-Status (der Mitversicherten) nicht rechtzeitig geändert (!) Wenn JEDER seine EIGENEN Beiträge zahlte, passierte dies auch "in der Statistik" nicht (!) WER will denn WEN betrügen ?? Ärzte und Patienten sind budgetiert (!) Nachträgliche "Erstattung der Kosten" steht VORHER schon fest : "Patienten-Kopfpauschale" multipliziert mit "Scheinzahl" ergibt den "Bruttoumsatz (!!) JEDE "ABRECHNUNG" ist völlig "ÜBERFLÜSSIG" (!!) Sie raubt den Ärzten nur die Zeit für ihre Patienten und macht sie nur ANGREIFBAR für "Verwaltungs-Fehler" (!) Jede als UNSINNIG erkannte "Abrechnungs-Ziffer" ist längst gestrichen, wenn der "Staatsanwalt kommt" (!) Im Gegenteil, wer "Verwaltungsfehler" macht, SENKT den "Punktwert" genauso wie jeder Arzt, der MEHR arbeitet => beides führt beim Gesamtbudget zu NIEDRIGEREN Geldbeträgen UND ZU NICHTS ANDEREM (!) MERKT eigentlich NIEMAND, daß alle EDV-Programme VÖLLIG ÜBERFLÜSSIG sind, und daß ALLE [Diagnose-Daten] in Mülleimern der KK`s verschwinden ?? Medizinische "Versäumnisse" interessiert NIEMAND (!) Wenn ein Neurologe/Psychiater eine Stauungspapille ausschließen muß, soll er dann den Augenhintergrund zum "Gotteslohn" spiegeln oder bis zum augenärztliches Konsil den Patienten "krampfen" oder "phantasieren" lassen (?) JURISTEN und VERWALTUNGS-BOSSE haben von MEDIZIN keine Ahnung, deshalb stürzen sie sich auf VERWALTUNGS-Vorschriften : 1.)Wo hängt der Feuerlöscher ? => 500 DM Strafe. - 2.)Ich sehe ihn, aber wo hängt das Hinweisschild ? => 200 DM Strafe. - Ich hab die Schnauze voll und werde kotzen - Wann wird der Patient auf sein Kostenrechnung glotzen (?)

Die Wirklichkeit will NIEMAND sehen ! Stirbt der "Hauptversicherte", wird der "Mitversicherte" nichts melden, denn dann müßte er ja SELBER Beiträge zahlen (!) Die Krankenkasse erfährt nichts, ändert den Status NICHT, und der ahnungslose Arzt steht als "Abrechnungs-Betrüger" in der Zeitung (!) WER hat den "Schwarzen Peter" => Patient oder Krankenkasse (??) ==> der ARZT ganz sicher NICHT (!!)

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 07. Mai 2001 00:18     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
nanu, Klaus Vetter,

da fragen Sie aber mal schleunig Ihre bessere Hälfte !
Pauschale "Leistungen" für "bestimmte Behandlungen" gibt es längst.

Einen Abrechnungsbetrug begehe ich übrigens mit voller Absicht und jedes Quartal immer wieder, durchschnittlich dreißig mal. Dies witzigerweise in der Absicht, der KV Geld zu sparen und einen Abrechnungsbetrug zu verhindern. Das geht so:

Abrechnung eines kurativen Ultraschalls nach EBM 381 ist nicht statthaft, sofern eine Patientin im selben Quartal schwanger ist und ich die EBM 100 abrechne. Natürlich kömmt es öfter vor, daß ich vor Beginn oder nach Ende einer Schwangerschaft im selben Quartal kurativ schallen muß.
Aus Gründen der Einsparung unnötiger Leistungen lege ich den Mutterpaß erst an und rechne die EBM 100 erst ab, wenn sicher scheint, daß die Schwangerschaft nicht mit Frühabort endet.
An dem Tag, an dem ich die 100 ansetze, müßte ich also alle vorher im Quartal abgerechneten 381 löschen, also meine eigene Abrechnung im Nachhinein fälschen.
Das ist mir wirklich zu blöd.

Ich mache mir deshab in diesen Fällen den Spaß, den Rechner automatisch ins Begründungsfeld schreiben zu lassen: "KV bitte 381 selbst streichen!". Das Begründungsfeld der Datensätze auf der Abrechnungsdiskette läßt sich tatsächlich für messages an die KV verwenden.


Einen weiterer Abrechnungsbetrug werde ich künftig ganz sicher nicht mehr begehen. Dies wird leider voll zu Lasten meiner Patientinnen gehen.

Anfang 2001 informiert mich der Prüfungsausschuß über mehrfach im Jahr 1998 abgerechtene EBM 157 (Krebsvorsorge Frauen), für die das Honorar (rund 24 DM pro Fall) nun wieder rückgefordert, also an der aktuellen Abrechnung abgezogen werde. Zwischen zwei erbrachten und abgerechneten 157 hätten 12 Monate zu liegen.
Mein Betrug hatte darin bestanden, im Verlauf kurativer Untersuchungen die Krebsfrüherkennung gleich mitzuerledigen, da dies nur ein Handgriff mehr ist, der Patientin aber das gefürchtete mehrfache Besteigen meines Untersuchungsstuhls erspart.

PR

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 07. Mai 2001 00:24           
Herr Bensch, Beitragssatzstabilität wird politisch definiert, gestern 10 %, heute 14 % und morgen 20 oder 25 %, je nach Kassenlage.
Entschuldigung, aber Sie, und nicht nur Sie, erinnern mich an Morgenstern's Palmström:
"Eingehüllt in feuchte Tücher
prüft er die Gesetzesbücher.
Und er kommt zu dem Ergebnis:
nur ein Traum war sein Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann,was nicht sein darf."
Klaus Vetter

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 07. Mai 2001 00:32           
Dieser Herr Kiefer ist ein dreckiger Lügner,der es seinem Vorsitzenden Sttuppard nachmacht.
(siehe meine "Briefe ohne Antwort).

Einzelleistungsvergütund("jeder Handgriff") gibt es schon längst nicht mehr.

Pauschale - haben wir auch schon längst.Was sind die Budgets denn sonst?Nur eine andere Vokabel.

Trotzdem bleibt für mich doch bei dieser Art von "Hirnen" immer noch die Frage: Vorsatz oder abgrundtiefe Dämlichkeit?

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 07. Mai 2001 00:32           
Herr Rapp, weiß ich doch, aber der Herr Kiefer und KK-Vorstandskollegen wollen mehr,
viel mehr.(Ehrenwort)
K. Vetter

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 07. Mai 2001 01:11     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
hätte mich doch gewundert...

Ansonsten: werden die Kiefers kriegen.
Und das Kundenvertrauen vollends verlieren.

Ich weiß die Zahlen nicht mehr. Hab letzte Wochen was gelesen über das Vertrauen gesetzlich Versicherter in ihre Gesundheitskassen. Verheerend. Zu recht.

PR

wbensch
unregistriert
erstellt am: 07. Mai 2001 01:28           
re vetter: haben Sie sich am Fragezeichen gestört? Es steht im Prinzip nichts anderes da, was Sie dann nochmals wiederholen. Meinetwegen dann ruhig die feuchten Tücher!

Seitz
Mitglied
erstellt am: 07. Mai 2001 12:06     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
<<Ich mache mir deshab in diesen Fällen den Spaß, den Rechner automatisch ins Begründungsfeld schreiben zu lassen: "KV bitte 381 selbst streichen!". Das Begründungsfeld der Datensätze auf der Abrechnungsdiskette läßt sich tatsächlich für messages an die KV verwenden.<<

Auskunft des Justitiares der KV Herr Rapp macht Abrechnungsbetrug. Allein das Anschreiben dieser Ziffer ist egal ob Begründung oder nicht der Versuch eines Abrechnungsbetruges.

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