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Autor
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Thema: Blickt sie's oder auch nicht ?
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Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 05. Mai 2001 02:52
Antwort der Frau Minister in einem äußerst wohlwollend geführten Interview:" Die Kasse kann nicht stets die teuren Originalmedikamente bezahlen, sondern in der Regel sollten preisgünstigere Nachahmer-Produkte verschrieben werden. Daran müssen sich die Patienten gewöhnen. Wer unbedingt das Originalmedikament haben will, muss das dann auch aus eigener Tasche bezahlen." O jesses, sie blickt's halt auch nicht. Dr. C.R., wie war das nochmal ? Konfrontation mit Originalia-Herstellern ? Positivliste ? Vor 2003 sowieso nicht, da ist Gerhard der Größte vor. Gesundheitskostenrelevante Politik aus einem Guß ? Sowenig wie unter Seehoder. Durchblick und Kompetenz ? Fehlanzeige, noch immer. PR |
Behrmann,KA unregistriert
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erstellt am: 05. Mai 2001 22:23
Die Kasse kann nicht stets die teuren Originalmedikamente bezahlen, sondern in der Regel sollten preisgünstigere Nachahmer-Produkte verschrieben werden. Daran müssen sich die Patienten gewöhnen. Wer unbedingt das Originalmedikament haben will, muss das dann auch aus eigener Tasche bezahlen." Dagegen ist doch nichts zu sagen.
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Martin unregistriert
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erstellt am: 06. Mai 2001 16:43
Wer soll denn dann noch Orginalmedikamente herstellen? Sind dann Meta-Plagiate, also Nachahmer der Nachahmer die billigeren? |
Tom unregistriert
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erstellt am: 06. Mai 2001 19:25
Wer die Originalpräparate herstellen soll? Ganz einfach, die großen Pharma-Firmen!Nach Anmeldung des Patents auf einen neuen Wirkstoff haben sie 20 Jahre Zeit zur Vermarktung, von denen ca 10 - 12 Jahre für die Entwicklung drauf gehen. In den verbleibenden -durchschnittlich- 8 Jahren wird dann aber Kasse gemacht, davon kannst Du ausgehen. Und nach 20 Jahren kann dann der Preis für diese mittlerweile älteren Präparate mit Fug und Recht deutlich nachlassen. Hohe Preise sind für innovative und neue Medikamente gerechtfertigt, nicht aber für olle Kamellen. Gruß, T. |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 06. Mai 2001 19:37
Frage: Was will der Patient? innovative und neue Medikamente oder olle Kamellen?? |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 06. Mai 2001 23:28
na ihr Lieben,für sagenwirmal fünfundachtzig Prozent meiner täglichen medikamentös zu lösenden Probleme gibt es wirksame Generika. In anderen Fächern mag das anders aussehen.Selbstredend nehme ich auch schonmal längere Diskussionen in Kauf und verordne Generika, wo immer sie auf den Markt kommen. Solche Diskussionen verlaufen in den Fällen unerfreulich, in denen es um Kassenrezepte geht, in meinem Fach z.B. bei Hormon-Dauertherapien. Geht es um Privatrezepte wie bei der Pille, dann wird mein Tip: da ist jetzt was Identisches Billigeres auf den Markt gekommen, mit Freude und Dankbarkeit akzeptiert. Was ich an der ministeriellen Einlassung kritisiere, ist ihre Ahnunglosigkeit. Der Weg, einem Patienten das gewünschte teurere Medikament schlicht auf weißem oder blauem Privatrezept zu eigenen Lasten rezeptieren, steht uns eben nicht offen. Wie in diesem Forum oft genug berichtet, zeigen die Kassen solche Fälle bei den KVen an als Verletzung vertragsärztlicher Pflichten. Oder sie erstatten dem Patienten das unnötig teurere Medikament. Zu Einsparungen von Verordnungen würde ich gern mal einen Kommentar unseres verehrungswürdigen Herr Steinforth lesen.
PR
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Dr. Matthias Solga Mitglied
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erstellt am: 06. Mai 2001 23:43
Die Ärztekammer Berlin hat einen wunderbaren Vorschlag gemacht: Verordnung nur noch des Präparates mit wissenschaftlichem Namen, ob als Tbl. oder Zäpchen oder Saft, die Dosis, Menge und Einnahmevorschriften, fertig. Sollen die, die daran verdienen, das Präparat dazu raussuchen. Wir würden uns auf unsere ärztliche Arbeit konzentrieren können, und das Gerangel um dioe Zuständigkeit des Arztes für Generika o.ä. wäre weg. Was sagen die Teilnehmer dazu? |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 07. Mai 2001 01:16
s o f o r t !!!Sofern ich mich drauf verlassen kann, daß der Apotheker das Kostenrisiko hat. Hab das mit dem "aut simile"-Kreuzchen ein paar Quartale lang gemacht, insbesondere im Notdienst, weil ich nicht wollte, daß da erst lang bestellt werden muß. Ist mir nicht gut bekommen, denn das Kostenrisiko hab ja noch immer ich. Also, siehe oben. PR |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 07. Mai 2001 12:02
Ähnlich ging es den Diabetologen. Die haben auf das Rezept nur Zuckerteststreifen geschrieben. Aber nicht die preiswerten Harnzuckerteststreifen wurden abgegeben sondern die teuersten Blutzuckerteststreifen, die für nichtinsulin Diabetiker verboten sind. Folge war Regreß!! |
Dr.C.R. unregistriert
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erstellt am: 07. Mai 2001 13:08
Nach wie vor bin ich der Meinung:Wir dürfen aus rechtlichen Gründen nicht neue Orginalpräparate auf Privatrezept verordnen.Denn im Prinzip ist das zugelassene Mittel ja verordnungsfähig, nur nicht WANZ.Die Kassen wollen da keinen Ärger.So gehört von einem betroffenen Patienten (Dr.jur., zu fünft GKV versichert).Da fallen die Kassen lieber uns Ärzten in den Rücken.Ob es da schon Gerichtsentscheidungen gibt? |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 07. Mai 2001 22:18
Dr.C.R.,die Gerichtsentscheidungen k a n n es nicht geben, weil es über diese Vorgänge niemals Schriftliches gibt, und etwas Nichtgeschriebenes für einen Juristen etwas Nichtexistentes ist. Den Ärger mit teurem Verordnungswunsch bei billigerer Alternative gebe ich grundsätzlich postwendend an die Kasse zurück, und zwar schriftlich. Bisher hat noch jede Patientin eingesehen, daß die Schwindler in den Kassen sitzen. Quod erat demonstrandum. PR
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Dr.C.R. unregistriert
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erstellt am: 08. Mai 2001 12:46
Herr Rapp, klar wäre das das klügste, aber bei mir sind viele Dauerpatienten, die noch Jahre mit ihrer Krankheit leben müssen.Sie wollen ja selbst zahlen, aber um oberflächlich eine längst existierende Klassenmedizin zu vertuschen, gibt es offensichtlich keine Möglichkeit ein z.B. nebenwirkungsärmeres moderneres Mittel einzusetzen. |