Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Arztkonsultationen, Arzneimittelbudget
Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 11:11     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Sehr geehrter Herr Dr. Solga, ich bemühe mich um einen sachliche Tonart. Ich bitte mir von Ihnen den gleichen Tonfall aus.
Patienten fragen undifferenziert Wiederherstellung der Gesundheit nach. Welche Leistungen der Patient zu diesem Zweck erhält, das entscheiden Sie. Deshalb sind Sie für die damit verbundenen Kosten verantwortlich.
Meine Hinweise auf Ultraschalluntersuchungen und Gastroskopien stehen in einem bestimmten Kontex. Das hatte nichts mit Liebe oder Abneigung zu tun.
1999 sind die für Wirtschaftlichkeitsprüfungen maßgeblichen Vergleichswerte erst Mitte Juni veröffentlicht worden. Das ist von wenigstens einzelnen KV´n zum Anlaß genommen worden, sich die Wirtschaftlichkeitsprüfungen zu schenken, und zwar auch 2000. Einer Ihrer Ärztefunktionäre, der von Ihrem Geld lebt, hat diesen Rechtsverstoß öffentlich gerechtfertigt. "Kein Mensch weiß, wie so was gemacht wird. Außerdem hat die KV für solche Sachen ohnehin kein Personal." Sehen Sie bitte davon ab, mich nach dem Namen Ihres Kollegen zu fragen.
In einem Punkt muß ich mich entschuldigen. Ich habe mich verschrieben. Es ging nicht um Mortalität, gemeint war Morbidität.
Das Rigshospitalet ist mir bekannt, allerdings nicht als Patient. Die dortigen Verhältnisse ebenfalls, allerdings nur rudimentär.
Selbstverständlich gibt es in Dänemark niedergelassene Ärzte in ausreichender Zahl. Nach meiner Erinnerung sind die dortigen Gemeinden dafür verantwortlich, daß die ambulante Versorgung sichergestellt ist. Zutreffend ist, daß es viel weniger niedergelassene Fachärzte gibt. Der Großteil der fachärztlichen Versorgung wird in Krankenhäusern und Gesundheitszentren erbracht. Großgerätemedizin wird in Krankenhäusern erbracht.
Dänemark hat inzwischen ebenfalls erheblichen Zulauf von Emigranten.
Wir sollten abstrakter diskutieren, damit Sie sich nicht unnötig und an falscher Stelle erregen. Dazu muß bei einigen Sachverhalten ganz nüchtern Übereinstimmung hergestellt werden. Dazu richte ich folgende Fragen an Sie:
Wie steht es um die Morbidität der Bevölkerung und die Altersstruktur bei unseren Partnern?
In welchen Punkten bestehen Unterschiede in Morbidität und Alterstruktur?
Sofern Unterschiede bei Morbidität und Altersstruktur bestehen, erklären diese Unterschiede die unterschiedlichen Kosten der Gesundheitsversorgung?
Ich stelle die Wiederholung der Frage, weshalb Ihre ausländischen Kollegen zur Wiederherstellung der Gesundheit weniger Konsultationen, weniger Verordnungen und pro Verordnung weniger Geld benötigen, und zwar auch unter Berücksichtigung evtl. Mehrwertsteuerunterschiede, erst mal zurück.
Sie sind alle Fachleute. Ich unterstelle trotzdem nicht, daß Sie die aufgeworfenen Fragen aus dem Stand beantworten können. Ich warte gedultig auf des Ergebnis Ihrer Recherche.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 14:14           
Herr Steinforth, Sie schreiben:"Ich stelle die Wiederholung der Frage, weshalb Ihre ausländischen Kollegen zur Wiederherstellung der Gesundheit weniger Konsultationen, weniger Verordnungen und pro Verordnung weniger Geld benötigen, und zwar auch unter Berücksichtigung evtl. Mehrwertsteuerunterschiede, erst mal zurück."
Ich stellte die Frage nach den Quellen dieser
Angaben. Da bisher keine Antwort von Ihnen erfolgte, sind Formulierungen lediglich als unbewiesene Behauptungen und Unterstellungen zu bewerten.
"Ich warte (UN)gedultig auf des Ergebnis Ihrer Recherche."
K.Vetter

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 15:14     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Sehr geehrter Herr Vetter, ich beziehe mich auf die Ergebnisse von Untersuchungen, die das Bundesministerium in Auftrag gegeben hatte. Die Ergebnisse sind veröffentlicht, z. B. in: Gesundheitssysteme im inernationalen Vergleich.
In der irre langen Liste der Informationsquellen sind nach meiner Erinnerung auch die Bundeskammer und die Bundes KV vertreten.
Wird die niedergelassene Ärzte- und zahnärzteschaft von ihren Standesvertretungen, die sie via Pflichtmitgliedschaft zu finanzieren hat, etwa nicht über solche Untersuchungen und deren Ergebnisse umfassend unterrichtet?

Katharina G.
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 16:14           
Hallo lieber Dr. Med. sie haben einen kleinen formellen Fehler gemacht in bezug auf die Lebenserwartungen und Statistiken.
Was da errechnet wird ist so etwas wie "Wahrsagerei", und setzt sich aus verschiedensten Spekulations-Stories zusammen. Da die Lebenserwartung in den letzten 50 Jahren tatsächlich nur um ca. 2 Jahre zugenommen hat, finde ich es eigentlich absolut lächerlich, eine Zukunfsprognose als Beweismittel hier anzuführen. Die Tatsache ist nämlich die:

Statistik/Lebenserwartung
Die "Lebenserwartung" steigt weiter an
Die Lebenserwartung in Deutschland nimmt weiter deutlich zu. Nach den neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines neugeborenen Jungen 74,0 Jahre und diejenige eines gerade zur Welt gekommenen Mädchens 80,3 Jahre. Für einen heute 65-jährigen Mann wird jetzt als Durchschnitt eine weitere Lebenserwartung von 5,1 Jahren errechnet. Für eine gleichaltrige Frau ergeben sich im Durchschnitt noch 18,8 weitere Lebensjahre. Das Statistische Bundesamt berechnet jährlich die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung Deutschlands. Dabei werden die für diese Rechnung benötigten Basiswerte - die nach Alter und Geschlecht untergliederten Zahlen der Sterbefälle und der Bevölkerung - aus drei Jahren zusammengefasst. So bezieht sich beispielsweise die neue Sterbetafel auf den Zeitraum 1996-98.


Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 16:31     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Sehr geehrter Herr Vetter,
ich beziehe mich auf die Ergebnisse von Untersuchungen, die vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurden, z. B. "Gesundheitskosten im internationalen Vergleich". Nach meienr Erinnerung sind unter der langen Liste der Quellen auch die Bundeskammer und die Bundes-BV zu finden.
Wird die niedergelassene Ärzte- und Zahnärzteschaft von diesen Organisationen, die sie via Pflichtmitgliedschaft zu finanziren hat, nicht über die Ergebnisse solcher Untersuchungen unterrichtet? Das wäre eine Erklärung für die Überraschung, die das Zahlenmaterial scheinbar ausgelöst hat.

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 16:42     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Sehr geehrter Herr Solga,
Sie sollten sich wegen der Höhe Ihrer Versicherungsprämien mit anderen Kollegen Iher Fachrichtung umfassend austauschen. Die guten Risiken, das sind die, mit geringen Regreßforderung, sollten eine Versichertengemeinschaft bilden. Suchen Sie sich gemeinsam einen Assekuradeur. Der klappert für Sie den Markt nach den günstigsten Versicherern ab, teilt das Risiko unter diesen auf. Vereinbaren Sie ein Rückvergütungsmodell. Der Assekuradeur erhält von den Versicherern keine Provision. Sie, die Versicherten müssen ihm ein Honorar zahlen. Er wickelt evtl. Schadensfälle für Sie ab. Erfahrungsgemäß führt der Weg über einen Assekuradeur zu maßgeblichen prämieneinsparungen.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Hinweisen einen Dienst erwiesen zu haben.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 18:02           
Herr Steinforth, ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn sie mir die lange Quellenliste mailen würden.
e-Mail: Vetter.Lehesten@t-online.de
Danke
K.Vetter

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 18:11           
Liebe Katharina G. Ihre Behauptung die Berechnung der Lebenserwartung sei Wahrsagerei und habe sich in den letzen 50 Jahren um 2 Jahre, ich nehme an sie meinen
in Deutschland, erhöht, ist definitiv falsch.
K. Vetter

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 18:33     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Sehr geehrter Herr Vetter,
leider kann ich Ihnen die lange Quellenliste z. Zt. nicht zukommen lassen. Sämtliche Jahrgänge dieser Untersuchungen sind seit Monaten in der Universitätsbibliothek ausgeliehen. Möglicherweise komme ich "schon" im September/Oktober wieder dran.
Ich kann mir aber gut vorstellen, daß Ihnen Ihre Kammer diesen Wunsch gern erfüllt.

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 18:52     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Liebe Katharina,
nach der "Allgemeinen Sterbetafel für die Bundesrepublik Deutschland 1970/72" beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung 68jähriger bei Männern 10, bei Frauen 13 Jahre.
Nach der Wiedervereinigung könnte die durchschnittliche Lebenserwartung gesunken sein. Das wäre daruaf zurückzuführen, daß unsere ostdeutchen Landsleute wegen der Zeit der dortigen Diktatur beklangenswerter Weise eine schlechtere Gesundheitsversorgung erfahren haben. Darauf ist in dieser Runde schon hingewiesen worden.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 05. Mai 2001 19:57           
Herr Steinforth, Titel und Autor des Berichtes dem Sie die Angaben zu Verordnungen und Konsultationen entnommen haben könnten Sie doch dankenswerterweise nennen.
Dank.
K. Vetter

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 21:26     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Herr Vetter, der Titel lautet: Gesundheitssysteme im internationalen Vergleich. Das ist ein Autorenkollektiv. Fragen Sie mich nicht nach den Namen. Die letzte Ausgabe ist 1997 erschienen. Danach hat das Institut für Gesundheitsökonomie von Herrn Prof. Lautenbach die Ausschreibung gewonnen. Dessen Auswertungen werden voraussichtlich um den Jahreswechsel veröffentlicht, sofern die neue Gesundheitsministerin nicht eine ähnliche Verzögerungstaktik wie seienrzeit Herr Seehofer verfolgt.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 05. Mai 2001 23:49     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Sehr geehrter, lieber Herr Steinforth, wenn Sie immer und immer wieder die mittlerweile nun schon mehrfach wiederholte Antwort auf Ihre Fragen leider nicht lesen wollen, werden Sie doch wohl, lieber Herr Steinforth, verstehen, daß dieser oder jener Leser sich veranlaßt sehen könnte, ein klitzekleines wenig die Geduld mit Ihnen zu verlieren.

Bevor Sie nun mir weitere Fragen stellen, beantworten Sie mal erstmal die aufgelaufenen Fragen. Da stehen noch einige aus, auch aus dem Bereiche "Kosten- und Beitragssenkung"

Oder wollen Sie, sehr geehrter, lieber Herr Steinforth, vielleicht doch nur provozieren?

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 00:45           
Der "liebe Herr S." gibt sich keine Mühe.Schlampig ist er.

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 08:59     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Was will uns Dr. Solga mit seinem Hinweis auf die katastrophale Lage in den Niederlanden sagen? Niederländische Patienten müssen die Hilfe von Fachärzten entbehren. Sie leben aber länger. Sie bekommen weniger Medikamente verordnet. Was nun, Dr. Solga? Hatten Sie nicht empfohlen, erst das Hirn einzuschalten, dann in die Tasten zu greifen?

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 09:17     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Sehr geehrter, lieber Herr Steinforth: Vielleicht erst lesen, dann Hirn einschalten? Die Menschen in den Niederlanden leben eben NICHT länger. Vergleichen Sie nicht schon wieder Birnen mit Kieselsteinen. Sie müssen natürlich die Lebenserwartung der Niederländer mit der der Westdeutschen vergleichen, sonst können Sie gleich irgendwelche Ostdiktaturen zum Vergleich ranziehen, denn Sie hätten lesen können, daß die BEvölkerung der DDR eine Lebenserwartung hat wie die der schwarzen Bevölkerung in den USA. Haben Sie nicht gelesen? Schade, lesens Sies eben jetzt nochmal.

Im Übrigen, Herr Steinforth: es stehen noch allerhand Fragen aus, die Sie noch zu beantworten haben! Mittlerweile muß der Leser doch annehmen, Sie hätten gar keine Antworten. Oder Sie wollten gar nicht in Dialog treten, sondern nur platt provozieren, lieber, sehr geehrter Herr Steinforth.

Maria Verena
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 09:17           
Sehr geehrter Herr Steinforth,
Sehr geehrter Herr Dr. Solga,

ich bin sehr erstaunt, welchen Umgangston sie hier pflegen, vermittelt aber eine gewisse Repäsentativität, wie man als Patient in Deutschland behandelt wird.

Bei Ihnen Dr. Solga hat man den Eindruck, sie haben sich vollständig in die medizinische Bürokratie verstrickt, die ja inzwischen mehr gepflegt wird, wie die Patienten.

Daß man nicht mehr Ärzte zuläßt kann ich verstehen, schließlich haben wir schon genug schlecht ausgebildete, und Weiterbildung ist hilfreicher! Der Pharma-Industrie gefällt das natürlich nicht!

In Deutschland müssen Menschen zum Teil Leidenswege von 8 Jahren und länger gehen, bis sie endlich einen Arzt treffen, der die richtige Diagnose stellen kann. Sie glauben das nicht? Schauen Sie mal bei www.tourette.de hinein, da werden Ihnen die Augen aufgehen!

Viele Grüße

Maria Verena

Seitz
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 10:49     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
<<Daß man nicht mehr Ärzte zuläßt kann ich verstehen, schließlich haben wir schon genug
schlecht ausgebildete, und Weiterbildung ist hilfreicher! Der Pharma-Industrie gefällt das
natürlich nicht!<<
Seltsame Logik.
Die Aus- und Weiterbildung wird besser, wenn man weniger Ärzte zuläßt?????

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 13:28     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Liebe Maria Verena,
die Tonart ist wirklich verheerend. Sie sagt mir auch nicht zu. Gab es da nicht ein Sprichwort in dem Wald vorkommt? Herr Dr. Solga ist eben Akademiker.
Im Sachverständigenrat sind lauter habilitierte Mediziner versammelt. Die Herren sind selbstkritisch. Sie sehen Bedarf an der Reform der Medizinausbildung. Herr Dr. Solga erweckt bei mir bislang den Eindruck, er sehe Fragen als unzulässig an.
Nach den Feststellungen des Sachverständigenrates wird Fortbildung von der Ärzteschaft nicht ausreichend betrieben. Sie befinden sich mit diesem Hinweis in bester und fachkundiger Gesellschaft.
Es wird wohl auch tatsächlich so sein, daß bei ärztlichen Dienstleistungen ein Überangebot besteht. Nach meiner Erinnerung hat sich die Bundesärztekammer dazu in diesem Sinn etwa im September 1999 geäußert. Dieses Thema hat der Sachverständigenrat aufgegriffen. Er hat gefordert, Medizinern müßten neue Berufsfelder erschlossen werden. Das wäre dann nicht erforderlich, wenn es kein Überangebot gäbe.
Und weil dies so ist, müssen Beitragszahler zur GKV zu viel Geld für Beiträge aufbringen.
Wenn es zutreffend ist, was der Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage in seinem Gutachten für 1999/2000 zu Papier gebracht hat, dann geht es um 35 %. D. h., die Beitragszahler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, müssen Monat für Monat je 4 Mrd. DM zu viel an Beiträgen aufbringen, weil keine sachgerechte Gesundheitsreform erfolgt. Die Rentenversicherungsträger müssen ebenfalls Beiträge abführen. Die dort möglichen Einsparungen sind hinzuzurechnen. D. h., die Beiträge zur Rentenversicherung könnten niedriger sein, auch ohne die obskure "Ökosteuer".
Und noch was. Da es nach den Darstellungen der Bundesärztekamme bereits ein Überangebot an Ärzten geben soll, sollten die ausbildungskapazitäten maßgeblich reduziert werden. Dann könnten die Länder massive Haushaltseinsparungen vornehmen. Wäre das nicht wunderbar? Ddie Länderpolitiker könnten die Schulden bezahlen, die sie zu Lasten der nachfolgenden Generation gemacht haben. Oder sie könnten sich das Klagelied über angebliche Haushaltsnöte ersparen.
Meinen Sie, daß wir eine sachgerechte Gesundheitsreform ohne Bürgerengagement bekommen? Wenigstens engagieren Sie sich.
Beste Grüße
Steinforth

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 13:38     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Und nun zu Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Solga,
als ich am vergangenen Freitag wieder zu Hause war, fand ich Ihre Mails vor. Es mag ja sein, daß Ihre Vorhaltungen zu diesem Zeitpunkt ein berechtigtes Monitum gewesen sind. Ich habe Sie und alle anderen Diskussionsteilnehmer deshalb um die Freundlichkeit gebeten, mir die Fragen kurz aufzugeben, von denen Sie annehmen, daß sie Ihnen beantworten kann. Dieser Bittehaben Sie sich veschlossen. Ich frage mich deshalb, ob es zulässig ist, Ihre Mahnungen als kindische Nörgelei zu werten. Falls Ihnen eine solche Klassifizierung nicht zusagen sollte, stelle ich Ihnen zur Erwägung, Ihre Fragen mit 1., 2. usw. noch mal aufzuschreiben. Die unter gesitteten Menschen übliche Höflichkeitsform erlasse ich Ihnen.
Mit freundlicher Empfehlung
Steinforth

Doc Budget
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 14:42           
zu:
Es wird wohl auch tatsächlich so sein, daß bei ärztlichen Dienstleistungen ein Überangebot
besteht. Nach meiner Erinnerung hat sich die Bundesärztekammer dazu in diesem Sinn etwa
im September 1999 geäußert. Dieses Thema hat der Sachverständigenrat aufgegriffen. Er
hat gefordert, Medizinern müßten neue Berufsfelder erschlossen werden. Das wäre dann
nicht erforderlich, wenn es kein Überangebot gäbe.
Und weil dies so ist, müssen Beitragszahler zur GKV zu viel Geld für Beiträge aufbringen.
Wenn es zutreffend ist, was der Sachverständigenrat für die Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Lage in seinem Gutachten für 1999/2000 zu Papier gebracht hat,
dann geht es um 35 %. D. h., die Beitragszahler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, müssen
Monat für Monat je 4 Mrd.

Herr Steinforth,
Diese Probleme wurden in diesem Forum alle schon ausführlich diskutiert.

Wenn es Wirtschaftlichkeitsreserven gibt, wie außerhalb der ambulanten Medizin stehende "Experten" seit jahren monieren, warum werden diese Reserven von der Politik nicht moblisiert?? Die Politik hat als Ordnungsmacht im Gesundheitswesen die Pflicht hier konkrete Verordnungen zu erlassen, um die konkret von ihr gefundenen Wirtschaftlichkeitsreserven zu mobilisieren.
Wenn es zu viel Ärzte gibt, warum läßt der Staat weiter so viele Medizinstudenten zum Studium zu??. Wofüt wird denn der größte Teil der Beiträge ausgegeben?? Doch nicht für die ambulante Medizin. Hier brächte eine Einsparung von 10% eine Senkung der Beiträge von ca 1%!! Sie sollten sich wirklich zuerst sachkundig machen und dann argumentieren. Und nicht mit Halbwahrheiten und Un wahrheiten dieses Forum belästgen. Ihre "sorgfältige" Recherche bezüglich der Gastroskopie läßt auch bei anderen Darsrtellungen schlimmes vermuten. Mit Unsachlichkeit und Inkompetenz, wie sie sie beweisen kommen wir nicht weiter.

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 16:03     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Sehr geehrter Doc Budget,
selbstverständlich bestehen auch in der ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Versorgung Rationalisierungspotentiale. Die ärztlichen Standesvertreter sollten in den Kammern und KV´n mit der Ausarbeitung Rationalisierungsvorschlägen nicht abwarten, bis der dreitte Band mit den Feststellungen über Fehl-, Über- und Unterversorgung vorliegt.
Ärzte- und Zahnärzteschaft ist Selbstverwaltung gewährt worden. Ihnen sind staatliche Aufgaben übertragen worden. Demzufolge ist hier ausnahmsweise nicht Politiker für die Misere verantwortlich.
Haben die Kammern und KV´n inzwischen Gremien etabliert, deren Aufgabe die Aufdeckung von Wirtschaftlichkeitsreserven ist oder sind Ihnen Bestrebungen bekannt geworden, solche Gruppen einzurichten?
Ich weiß nicht, in welcher Fachrichtung Sie tätig sind. Vielleicht können Sie folgenden Fall aus meiner Verwandtschaft beurteilen. ER hat sich in diesem April zugetragen.
Eine Verwandte benötigte ausgerechnet am Sonntag ärztliche Hilfe. Der Ehemann rief den Notarzt am Vormittag an. Der beschied ihn, wenn seine Frau Hilfe benötige. möge er sie um 16 h in seine Praxis bringen. Wenn das nicht gehe, solle er sie gleich ins Krankenhaus bringen. Dies geschah. Man steckte sie ins Bett und versorgte sie mit einer Spuckschüssel. Nach der Entlassung fand meine Verwandte, an diesem Tag habe man sich (ärztlicherseits) an diesem Tag eigentlich nicht weiter gekümmert.
Am Montag, Ultraschalluntersuchung, Befund: o. B. Am dienstag ging es meienr Verwandten besser. Sie war aber nicht beschwerdefrei. Man schickte sie mit dem Rat, sie möge ihre Hausärztin aufsuchen, nach Hause. Der direkte Weg führte zur Hausärztin. Erneute Ultraschalluntersuchung, Befund: zwei gut ausgebildete Zysten. Eine 8 cm lang an der Leber, eine wenig kürzer an der Gebärmutter. Therapieempfehlung: Sie müssen sich kurzfristig einer Operation unterzeiehn. Überweisung zum Nukearmediziner: Kernspintomografie. Befund: wie vor. Mit dem Befund und Aufnahmen zurück zur Hausärztin. Einweisung ins Krankenhaus. Mit der Einweisung erhielt die Patientin die Befunde und Aufnahmen (?). Gibt es bei Ultraschalluntersuchungen und bei der Kernspintomografie Aufnahmen?
Am Mittwoch war die Patientin wieder im Krankenhaus. Und was geschah dort? Sie ahnen es. Erneute Ultraschalluntersuchung. Mit Vorlage fand der Arzt, der sich schon mal damit verscuhte hatte, die Zysten. Und dann? Ab in einen Computertomografen. Große Überraschung, zwei Zysten!
Zunächst werfe ich die Frage auf, ob Zweifel an der Qualität der Berufsausübung eines Arztes zulässig sind, der gleich zwei Zysten übersieht und seine Patientin mit wenn auch verminderten Beschwerden nach Hause schickt.
Die nächste Frage lautet, ob eine Kernspintomografie angezeigt ist, wenn eine niedergelassene Ärztin Diagnose und Therapie bereits kennt?
Und dann werfe ich die Frage auf, ob ein Krankenhausarzt exakt die Diagnosetechniken erneut an einer Patientin ausprobieren muß, mit denen die Ursachen von Beschwerden seienr Patientin 24 oder 48 Stunden vorher diagnostiziert worden sind?
Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte einfach, der Hinweis des Sachverständigenrates auf Rationalisierungsreserven ist nicht völlig abwegig. Wer ist mit dem Geld der Beitragszahler unwirtschaftlich umgegangen? Wieviel Geld wurde verschwendet?
Mit besten Grüßen
Steinforth

Doc budget
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 17:45           
Ihre Geschichte könnte direkt von einem "Sachverständigen" erfunden sein. Welche Möglichkeit hat konkret welche ärztliche Organisation, an der Schnittstelle ambulant stationär einzugreifen???
Die KV jedenfalls nicht!!
Wem hat der Gesetzgeber die Aufgabe übertragen solche Doppeluntersuchungen zu vermeiden, und mit welchen Mitteln ist dies durchsetzbar??

Doc budget
unregistriert
erstellt am: 06. Mai 2001 17:50           
zu:
Wer ist mit dem Geld der Beitragszahler unwirtschaftlich umgegangen? Wieviel Geld wurde verschwendet?

Diese Frage stellen wir Ärzte seit Jahren der Politik. Bis heute keine Antwort!

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 06. Mai 2001 18:19     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Steinforth: Sie verwechseln da was. Nicht ich sehe Fragem als unzulässig an, ich habe ja nun in JEDEM Beitrag Ihre Fragen sehr ausführlich beantwortet.

Lediglich Sie waren bisher nicht in der Lage, auch nur EINE der ausstehenden Fragen zu beantworten.

Sehr geehrte Frau Verena: diese Bürokratie, die Sie in den Urnengängen uns Ärzten übergestülpt haben, bestimmt unsere Tätigkeit mehr und mehr, da haben Sie Recht. Es macht jedoch überhaupt keinen Sinn, über die Vorgänge im Gesundheitswesen zu reden, wenn man, ähnlich wie Herr S. z.B., kaum auch nur eine blasse Ahnung davon hat, was geschieht. Da erregt man eben unter Leuten, die täglich drin stecken, bestenfalls Heiterkeit.

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