Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   BKK und Mindestbeitrag
UKW
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 14:57     Sehen Sie sich das Profil von UKW an!   Senden Sie UKW eine eMail!     
Wenn ich mir in Presse, Funk und Fernsehen die Berichterstattung über die Mitgliederzahlen der BKKs anschaue, werde ich regelmäßig sauer und fühle mich verunglimpft von der Regierung, die mich vertritt.
Jeder, der auf seine Kosten achtet und sich einer Kasse anschließt, deren Beitragssatz unter dem Durchschnitt liegt, muß sich als jemand fühlen, der die Solidargemeinschaft verlassen hat. Die Frage die sich mir aufdrängt ist folgende: Handeln die Kassen, welche über dem Durchschnittssatz liegen im Sinne der Solidargemeinschaft oder ruhen sie sich nur auf dem Sicherungsnetz "Risikostrukturausgleich" aus. Für mich kann ich diese Frage nur mit ja beantworten. Somit haben doch diejenigen die Solidargemeinschaft verlassen, die nicht auf Ihre Kosten achten und somit die betriebswirtschaftliche Unfähigkeit auf die Beitragszahler abwälzen.
Bestes Beispiel ist für mich die AOK, die aufgrund ihres unwirtschaftlichen Handelns den höchsten Beitragssatz bundesweit hat. Hier Frage ich mich immer wieder, ob eine Kasse so viele Zweigniederlassungen haben muss, die erhebliche Personalkosten nach sich ziehen. Muss eine Kasse derartige Verwaltungsbauten ihr eigen nennen, die allesamt mit dem Geld der Mitglieder finanziert wurden. Muss eine Krankenkasse so viel Werbung betreiben, die ebenfalls aus den Beitragstöpfen gezahlt werden muss. Ist es nötig, dass die AOK auf jeder Verkaufsmesse in Deutschland mit einem Stand präsent ist, der von den Beitragszahlern bezahlt werden muss.
Um es ganz klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen. Ein privat geführtes Unternehmen kann sich ein solches Finanzgebahren nicht leisten, weil schon sehr bald die zuständige Hausbank den Geldhahn zudrehen und ein Sanierungskonzept einfordern würde (bestes Beispiel der letzten Zeit ist die Firma Grundig).
Da man aber über Beitragszahler verfügt und zusätzlich noch die Kassen des Wettbewerbs über den Risikostrukturausgleich an diesen Kosten beteiligen kann, sehen es die zuständigen Funktionäre nicht ein über solche Konzepte nachzudenken, sondern werfen munter weiter das ihnen anvertraute Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus. Kassenwechsler, welche die eigenen Kosten senken wollen, müssen sich dann auch noch als Abtrünnige beschimpfen lassen.
Hier einige Vorschläge, wie sich Kosten sehr rasch senken ließen.
Pro Bundesland gibt es nur noch fünf Verwaltungsniederlassungen. Alle Besprechungen mit Mitgliedern, die erforderlich werden, können telefonisch oder brieflich erledigt werden. Des weiteren lassen sich per Internet auch viele Kundenwünsche erfüllen. Das Einsparpotential kann jeder selbst abschätzen.
Die AOK nimmt an Verbrauchermessen entweder gar nicht mehr teil oder beschränkt die Teilnahme pro Bundesland auf maximal 3 Messen. Auch dadurch lassen sich Kosten einsparen.
Der Aufwand für Werbung wird ebenfalls ganz gestrichen, da nicht erforderlich. Der Kassenwechsel kann bei der Mehrheit der Mitglieder nur einmal im Jahr erfolgen und jeder, der halbwegs rechnen kann, wird sicher nicht in die AOK wechseln.
Wenn das alles nichts hilft, sollte man so verfahren, wie es in der freien Wirtschaft auch der Fall ist. Sobald ein Sanierungskonzept scheitert muss eben der Konkurs angemeldet werden. Die Übertragung der Mitglieder auf andere Kassen dürfte nur eine Formalie darstellen. Es ist sicher kein angenehmer Zug für die Beschäftigten, doch sollte seitens der Regierung dieser Schritt nicht länger als Tabuthema behandelt werden. Wenn man freien Wettbewerb zwischen den Kassen möchte, dann bitte richtig und nicht so halbherzig wie es momentan der Fall ist.
Ich für meinen Teil werde mich nicht mehr länger als stummes Zahlungsvieh behandeln lassen und rufe alle auf, die ebenfalls mit den modernen Raubrittermethoden nicht mehr zufrieden sind, sich zu einem Proteststurm zusammenzuschließen und der Regierung zu zeigen, wer für die Kosten des Gesundheitssystems zahlt.

freiwilliges AOK-Mitglied
unregistriert
erstellt am: 30. April 2001 18:43           
Lieber UKW,

bevor Sie eine Kassenart mitsamt Millionen der "schlechtesten Risiken" und freiwillig Solidarversicherten wie mir mit Zehntelwahrheiten verunglimpfen, arbeiten Sie sich bitte noch etwas weiter in die Materie RSA, Versichertenstruktur, Morbiditäten etc. ein.

nachtrag
unregistriert
erstellt am: 30. April 2001 18:47           
Freiwillig als Gesunder und Kinderloser in der GKV zu bleiben ist solidarisch. Bei der gegenwärtigen, ungerechten Ausgestaltung des RSA in der AOK zu sein ist doppelt solidarisch!

Alfred Steinforth
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 18:53     Sehen Sie sich das Profil von Alfred Steinforth an!   Senden Sie Alfred Steinforth eine eMail!     
Best UKW,
natürlich ruhen sich die Vorstände der AOK´n aus. Das Problem ist allerdings weniger bei den Verwaltugnsbauten zu suchen. Die Vorstände der AOK´n und aller anderen Krankenkassen sowie der Gesundheitsministerien der Länder nehmen hin, daß permanent gegen § 106 Abs.2 Ziffern 1 + 2 (Wirtschaftlichkeitsprüfungen) verstoßen wird. In den Jahren 1999 und 2000 haben z. B. in Bremen und vermutlich allen anderen Bundesländern keine Wirtschaftlichkeitsprüfungen stattgefunden. So lebt es sich halt für die Geschäftsführungen der KV´n und der Krankenkassen viel kommoder mit der niedergelassenen Ärzteschaft zusammen. Sofern früher Wirtschaftlichkeitsprüfungen stattgefunden haben, sollen das Alibiveranstaltungen gewesen sein. Das erklärt gut das, was als Überversorgung bezeichnet wird. Patienten erhalten Leistungen, die nicht benötigt oder überteuert sind. Bei Diagnosen wird ein möglichst großer Umweg angestellt. Auf diese Weise können viele Kosten und Einkommen erzeugt werden.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 30. April 2001 19:58           
Alfred Steinforth, Sie schreiben:"Patienten
erhalten Leistungen, die nicht benötigt oder überteuert sind. Bei Diagnosen wird ein möglichst großer Umweg angestellt. Auf diese Weise können viele Kosten und Einkommen erzeugt werden."
Könnten Sie dis wohl der geneigten Leserschaft dieses Forums mit einigen konkreten Beispielen belegen ?
Oder ist Ihr Beitrag nur aus dem hohlen Bauch heraus geschrieben oder plappern Sie wie viele andere "Experten" in diesem Forum unreflektiert irgend etwas irgendwo Aufgeschnapptes nach ?

Seitz
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 20:30     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
An Alfred Steinforth
Interessieren würde mich wie beim Kopfpauschalensystem durch Wirtschaftlichkeitsprüfungen Einsparungen bei den Krankenkassen zu realisieren sind????

UKW
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 20:57     Sehen Sie sich das Profil von UKW an!   Senden Sie UKW eine eMail!     
Liebes freiwilliges AOK Mitglied,
wenn Sie sich entschieden haben als freiwilliges Mitglied in der AOK zu sein, respektiere ich dies. Ich persönlich bin allerdings nicht länger bereit, schweigend hinzunehmen, dass über den Risikostrukturausgleich eine Zwangsabgabe erhoben wird, durch die verhindert wird, dass die Verantwortlichen der teureren Kassen über einen kostengünstigere Umgang mit den Beiträgen nachdenken.
Nehmen Sie doch nur einmal die freiwilligen Versicherungen. Angenommen Sie haben eine billige KFZ-Versicherung ausgewählt. Es wäre ihnen sicherlich doch auch nicht recht wenn Sie auf einmal ein Schreiben erhalten, mit dem man Sie informiert, dass ein Teil Ihrer Versicherungsbeiträge an einen teureren Anbieter abgetreten werden muss, damit dieser mit seinen zu hohen Kosten zurechtkommt. Ferner teilt man Ihnen mit, dass aus diesem Grunde die Beitrräge erhöht werden. Zu recht würden Sie sich Ärgern und Fragen, was Sie mit der anderen Versicherung zu tun haben und obendrein noch für deren Kosten aufkommen sollen. Des weiteren würden Sie sich sicher nach einer anderen Versicherung umsehen, welche diese Abgabe möglicherweise nicht zahlen braucht.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen das bestehende Solidarsystem. Ich wehre mich aber vehement dagegen, wenn Organe des Solidarsystems sich auf Kosten anderer ausruhen und nichts tun, um mit dem Ihnen anvertrauten Geld so kostengünstig wie irgendmöglich umzugehen.
Für mich erfüllt das Finanzgebaren dieser teuren Kassen den Tatbestand der Veruntreuung. Bedauerlicherweise hat es der Gesetzgeber bislang versäumt, diesen Straftatbestand auch für den Umgang mit öffentlichen Geldern einzuführen. Die Gründe für dieses "Versäumnis" sind leider nur all zu offensichtlich.

Igor Knight
unregistriert
erstellt am: 30. April 2001 21:25           
Iss ja unglaublich! Man sieht mit blossem Auge, dass "Klaus Vetter" und "Freiwilliges Mitglied" nicht als private Personen hier agieren, sondern eher nah am "Verteiler" stehen (die DDR-Buerger wuerden diesen Begriff sofort kapieren) und eine offizielle Meinung zu vertreten HABEN.

Es geht nicht um Solidaritaet, lieber "Beguenstigten" und "Beauftragten"! Es geht um die Entscheidungsfreiheit der Buerger. Und wie es immer bei Sozialisten war und ist, wird das Volk dieser Freiheit beraubt. Stueck fuer Stueck.

Tja, wenn es so weiter geht, wird es bald, wie die Techniker sagen, zum Uebersteuern kommen und dann... bumms!

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 01. Mai 2001 00:37     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Steinforth: Die Beantwortung der Frage von Seitz steht aus!

Stiens
Mitglied
erstellt am: 01. Mai 2001 18:26     Sehen Sie sich das Profil von Stiens an!   Senden Sie Stiens eine eMail!     
dazu mal einige "Fragen":

Krankenkassen zahlen Kopfpauschalen und zwar pro Kopf der Versicherten. Wie wir alle wissen, ist die Höhe der Kopfpauschalen z.Z. unabhängig von der Morbidität der Versicherten. WARUM hat dier AOK darunter zu leiden, wenn "gesunde, junge" Patienten die Kasse wechseln? Die Höhe der Kopfpauschale wird davon nicht beeinflußt.

Warum will der Gesetzgeber den Kassenwechsel erschweren durch zwangsweise Beitragserhöhung für BKK und so der AOK helfen? Wäre es nicht sinnvoller, den BKK eine gleich hohe Kopfpauschale zu diktieren, wie sie die AOK zahlt? Dann wären die Ausgaben für das Gesundheitssystem für beide vergleichbar, und wenn die BKK dann immer noch mit geringeren Beitragssätzen auskommt, kann es ja wohl nicht an der Morbiditätssruktur liegen!

lucky
unregistriert
erstellt am: 01. Mai 2001 21:31           
Lieber Herr Seitz, lieber Herr Solga,

die Ausgaben der Kassen gehen über die Kopfpauschalen und über die KH-Kosten hinaus.
Wir haben hier vom Kauf von PCs für Schulkinder gelesen und neulich im DÄ von Seminaren über Steuer für Freiwillig Versicherte. Die Barmer hat im letzten Jahr in doppelseitigen Anzeigen für Satzungsleistungen, Homöopathie, Akkupunktur und sonstigen Schnickschnack geworben. Die Techniker hat eine deutlich andere Ausgabenstruktur als die AOK besonders deshalb, weil sie über Kuren, AOTR und jede Menge Kurse Werbung betreibt. Typisch war hier die Vorreiterrolle bei der Akkupunktur.
Ein Risikostrukturausgleich hat nur dann wirklich Sinn, wenn es für alle eine wirklich klare Grenze gibt. Wenn jeder Krankheitsfall von jeder Kasse gleich behandelt wird. Und wenn es nicht möglich ist, Werbungskosten bei der Beantragung der Zuwendung geltend zu machen. Nur wie Herr Steinfurth schon schrieb: diese Prüfung findet nicht statt.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 01. Mai 2001 22:00     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Ja hallöchen lucky,

so hab ich sie noch nie gelesen oder nicht verstanden: "Ein Risikostrukturausgleich hat nur dann wirklich Sinn, wenn es für alle eine wirklich klare Grenze gibt. Wenn jeder Krankheitsfall von jeder Kasse gleich behandelt wird. Und wenn es nicht möglich ist, Werbungskosten bei der Beantragung der Zuwendung geltend zu machen."

Ab sofort bring ich Sie mit keiner AOK der Welt mehr in nähere Verbindung. Einverstanden ?

PR

Max Hahn
Mitglied
erstellt am: 01. Mai 2001 22:00     Sehen Sie sich das Profil von Max Hahn an!   Senden Sie Max Hahn eine eMail!     
Nur bei den ambulanten Arzthonorare bestehen die Kopfpauschalen mit den flotierenden Punktwerten. Im Krankenhauswesen, bei den Medikamenten, Heilmittel u.a. Ausgaben wird nach festen Tarifen bezahlt und da sind natürlich schlechte Risiken teurer. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen jeden behalten, sie haben Kontrahierungszwang. Schon hier können sie die GKV nicht mit Haftpflichtversicherungen vergleichen. Höhere Risiken zahlen dort mehr, bei vielen Schäden können sie rausfliegen. Sogar in der PKV kann, wenn diese Klausel nicht endlich abgeschafft ist, ein Aids- oder Krebskranker rausgeschmissen werden.
Der Wettbewerb bei den gesetzlichen Krankenkassen ist natürlich ein Scheinwettbewerb. Profitieren können wohl vor allem die Vorstandsetagen der Krankenkassen. Das Gehalt in in oberesten Etagen wird sicherlich um so höher je mehr Mitglieder man verwaltet. Wir bräuchten viele kleine lokale Einheiten und müßten die ganzen Wasserköpfe abschaffen. Der Service in kleineren AOK Geschäftstellen ist sicherlich vergleich mit den lokalen BKKs.
Die bundesweit mit einer Geschäftstelle agierenden BKKs werden dann ihre Probleme und Kosten bekommen, wenn ihr Klientel teuer wird, dann kann man aber fusionieren mit der Haltung nach uns die Sintflut.

Ernst
unregistriert
erstellt am: 02. Mai 2001 00:43           
Jedes Kind kennt den Kreislauf des Wassers: Die Sonne scheint aufs Meer, Wasser steigt auf zu Wolken, Regen fällt, und Flüsse fließen wieder ins Meer. So kreisten auch die Gelder der GKV vom Bürger/Arbeitgeber zur KK und über die KV`en zum Arzt/Apotheker/Therapeuten: zum WOHLE der Patienten. Aber 1995 (CDU) und 1998 (SPD) wurden BUDGET-Sperren aufgestellt ! Die GKV-Gelder kreisen nicht mehr ! Die KK`s geben nur EINMAL pro Jahr eine 'Kopfpauschale' frei ! (Das meiste Geld versickert vorher in der Renten-Vers., in Werbung, Verwaltung, Fremdzahlung u.s.w.) Die KV`en sollen das Restgeld in "Punkte" verdünnen, Arzt/Apotheker/Therapeuten erhalten "Inflations-Währung": zum SCHADEN der Patienten ! - Von meinen GKV-PATIENTEN kannte keiner diese perverse "Abzockung" ihrer Beiträge. Jetzt werden/sind sie "stinksauer" !

Wenn überhaupt, dann könnten die KK`s " im Wettbewerb " nur :
1.) Beiträge vermehren (durch Gewinnbringende Anlagen) und
2.) Beiträge schützen (vor Diebstahl für Fremdzahlungen z.B. in die Renten-Vers.)
Alles andere ist "dümmliche Beitrags-Veruntreuung" !!

Ernst
unregistriert
erstellt am: 10. Mai 2001 18:25           
http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/wirtschaft/.html/37076.html

Die G K V ist eine "Solidar-Versicherung", deren Leistungen und Kosten gesetzlich definiert sind ! Wenn überhaupt, dann könnten die Krankenkassen " im Wettbewerb " nur :
1.) Beiträge vermehren (gewinnbringend anlegen) und 2.) Beiträge schützen (vor Diebstahl, z.B. durch die Renten-Vers.)
Alles andere ist "dümmliche Beitrags-Veruntreuung" !!
Daher könnten tausende überflüssiger Kassen verschwinden ! Es sei denn, man würde Namen und Aufgaben ändern :
Die A O K in "GKV-Allgemein" und andere Kassen in "GKV-Augen", "GKV-Chirurgie", GKV-Frauen", "GKV-Haut", "GKV-Innere", "GKV-Nerven" u.s.w. !
Dann würden die Kassen überschaubare Aufgabenbereiche verwalten und endlich das ihnen von Ärzten gelieferte umfangreiche Zahlenmaterial (zur vermehrten Transparenz) ausgewertet (!) zurückliefern.

Würden den Kassen begrenzte Aufgaben (mit überschaubarem Zahlenmaterial) übertragen, dann trügen sie das Morbiditätsrisiko !! Strukturiert wie ärztliche Fachbereiche müßten sie ARBEITEN und SOFORT verbindlich über Kosten entscheiden !
Zur Zeit werben die "billigeren" Kassen um GESUNDE Bürger/innen, die sie aus der Solidargemeinschaft herauslösen; die angeblich "teuren" Kassen sollen für die KRANKEN alle Kosten übernehmen, und "budgetierte Ärzte" müssen für "Inflations-Punkte" schuften !
Die erste RICHTIGE Sofortmaßnahme der Gesundheitsministerin U. Schmidt ist die Einführung eines Mindestbeitrags von 12,5 % !
Dies ist der 1. Schritt zurück zu einer Solidargemeinschaft, in der GESUNDE für KRANKE (mit)zahlen und nicht (dagegen)sparen.

Highman_37
unregistriert
erstellt am: 11. Mai 2001 17:15           
Soso, Zwangssolidarität wird hier also für gut befunden...ist ja wohl nicht zu fassen! ich würde lieber heute als morgen aus diesem System aussteigen, es sei denn, alle, und ich meine wirklich alle, wären zwangsverpflichtet. Aber solange die Bonzen, Beamte und sonstige bessergestellte sich aussuchen können, ob und wie sie versichert sind, sehe ich nicht ein mich solidarisch zu verhalten.

freiwilliges AOK-Mitglied
unregistriert
erstellt am: 12. Mai 2001 00:28           
Lieber UKW,

"Angenommen Sie haben eine billige KFZ-Versicherung ausgewählt. Es wäre ihnen sicherlich doch auch nicht recht wenn Sie auf einmal ein Schreiben erhalten, mit dem man Sie informiert, dass ein Teil Ihrer Versicherungsbeiträge an einen teureren Anbieter abgetreten werden muss, damit dieser mit seinen zu hohen Kosten zurechtkommt."

Entweder Ihre Kasse blickt nicht durch, oder Sie. Denn leider ist das Gegenteil der Fall: Ihre Kasse erhält ZUVIEL Geld aus dem RSA gutgeschrieben, da Ihre Versicherten gesünder sind. Das heisst, meiner Kasse wird Geld VORENTHALTEN!!! Im übrigen scheint sich nicht rumgesprochen zu haben, bzw. verstanden zu werden, dass von den Geldern des "Mindestbeitrages" kein Pfennig z.B. in meiner Kasse landen soll! Die Gelder verbleiben in Ihren Kassen(art).

Gruss

Highman_37,
machen Sie doch bitte auf Scheinselbständig und gehn in die PKV. IHRE Gesundheitsrisiken (z.B. Unfall etc.) trage ich nämlich nicht gerne mit, wenn Sie so einen Schwachsinn glauben und verbreiten!

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 12. Mai 2001 01:10           
freiwilliges AOK-Mitglied Ihren Satz:"Im übrigen scheint sich nicht rumgesprochen zu haben, bzw. verstanden zu werden, dass von den Geldern des "Mindestbeitrages" kein Pfennig z.B. in meiner Kasse landen soll! Die Gelder verbleiben in Ihren Kassen(art)."
habe ich auch nicht verstanden. Könnten Sie das eventuell noch ein wenig erläutern ?
Insbesondere den letzten Absatz könnte ich sofort unterschreiben.
K. Vetter

freiwilliges AOK-Mitglied
unregistriert
erstellt am: 12. Mai 2001 13:41           
Lieber K.Vetter,

aus den Eckpunkten zur RSA-Reform (auf dieser site zu finden):

"2. In der Zeit vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2004 wird bei der Reform des Risikostrukturausgleichs ein Solidarausgleich aufgenommen.

Die (Landes-)Verbände der gesetzlichen Krankenkassen sollen damit in die Lage versetzt werden, auf einen solidaritätssichernden Beitragssatz (12,5 %) möglichst zum 01.01.2002 hinzuwirken. Mittel, die sich zur Erreichung dieses Beitragssatzes ergeben können, sollen vorrangig für den Aufbau von Disease-Management-Programmen zur Bekämpfung chronischer Krankheiten einzusetzen."

Zu beachten ist zweierlei: ... "die (Landes-)Verbände..." und "... vorrangig...."

das heißt ersten: das Geld soll innerhalb der Kassenart verbleiben (BKKen) und zweitens ist nicht ausdrücklich darauf verwiesen, dass das Geld dann wenigstens den jeweiligen Mitgliedern zu gute kommen MUSS (was mir zwar auch NULLKOMMANICHTS bringen würde, aber wenigstens innerhalb der betroffenen BKKen die Solidarität erhöhen würde)!

Gruss

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 12. Mai 2001 14:19           
Danke, freiwilliges AOK-Mitglied.
Wie funktioniert der RSA bis dahin ?

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 12. Mai 2001 16:24           
An das freiwillige AOK-Mitglied: zu wievielt sind Sie freiwillig versichert?Meist sieht das dann schon ganz anders aus.

freiwilliges AOK-Mitglied
unregistriert
erstellt am: 13. Mai 2001 18:13           
alleine Herr C.R. und glücklicherweise auch noch gesund und munter.

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