Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Briefe ohne Antwort
Behrmann,K&J-A.
unregistriert
erstellt am: 28. April 2001 23:24           
Frau Bundesministerin
Andrea Fischer

Herrn Staatssekretär
Dr.Schulte-Sasse

17.7.99

von:Ralf Behrmann,Kinderarzt,


Sehr geehrte Frau Ministerin,sehr geehrter Herr Staatssekretär;

Ich habe mich durch all das Papier der sogenannten Gesundheitsreform hindurchgearbeitet,
wobei mir schon immer rätselhaft war,wie jemand eigentlich Gesundheit reformieren will.
Nun,Sie scheinen ja zumindest ein "gesundes" Selbstbewußtsein zu haben.

Der Entwurf ist demagogisch in dem Sinne,als daß Sie auf jeder dritten Seite von Einsparungsmöglichkeiten und Fehlausgaben bei den Medizinern reden und mit KEINEM Wort
auf die Einnahmen- und Ausgabenseite der Krankenversicherer (GKV und PKV) eingehen,auf der
sich Dinge darstellen,die einen DRINGENDEN ERKLÄRUNGSBEDARF haben.

Um diese Erklärung möchte ich Sie heute sehr bitten.
Das ist das Mindeste,was Sie uns Ärzten schuldig sind.

Bitte korrigieren Sie meine Zahlen,falls erforderlich (das Material ist allerdings höchstoffiziell aus
Ihrem Ministerium).

Wenn ich mir also diese Zahlen anschaue,so erscheinen die Ausgaben für unsere ambulante Medizin
schon fast marginal gegenüber dem,was die Versicherer für sich selbst entnehmen.

Mir ist das völlig unverständlich und kein versicherter Wähler wird dafür auch nur das geringste Verständnis haben.Es kann Ihnen auch nicht entgangen sein,daß das Bundesversicherungsamt das
"Geschäftsgebahren" der Krankenkasse in schöner Regelmäßigkeit für rechtswidrig erklärt.
Warum interessiert Sie das nicht?

Hier die Daten (Details siehe Anhang):

GKV:
Ausgaben für die gesamte Praxismedizin(nicht Ärzte): 40,76 Milliarden
Einnahmen der Krankenkassen 269,01 Milliarden
Ausgaben der Krankenkassen 267,93 Milliarden
LEISTUNGSAUSGABEN der K. 231,90 Milliarden
Unklarer Differenzbetrag 37,66 Milliarden
VERWALTUNGSKOSTEN nur der K.(ohne KV;die zahlen wir) 13,31 Milliarden ! ! !
Nach Abzug der horrenden Verwaltungskosten(1/3 d.amb.Medizin)
verbleibt ein mir völlig unklarer Betrag von 25,03 Milliarden ! ! !

auch sehr eindrucksvoll sieht es bei den privaten Versicherern aus:

PKV:
Einnahmen 1998 37,8Milliarden
Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung(Praxen) 5,5 Milliarden
Ausgaben für Verwaltung und Vertreterprämien 4,8 Milliarden


Dazu sollten Sie Stellung nehmen UND zu der bisher unwidersprochenen Gegebenheit,daß
wir hierzulande genausoviele oder gar mehr Krankenkassenmitarbeiter(nur GKV;die von den Privatversicherungen kommen noch dazu!) als Ärzte mit ihren Praxen haben.

In Anbetracht,der ständig von der Presse und auch von Ihnen vorgetragenen Verdächtigungen,
wir Ärzte arbeiteten unökonomisch und verdienten zu viel,sind die oben genannten Zahlen
UNERTRÄGLICH.
So wie die m.E.grundgesezteswidrige In-Haftung-Nahme der Ärzte für die Medikamentenkosten,
die von uns nur zu einem Teil steuerbar sind.Daß die Kassen per Gesetz von der Verpflichtung befreit
wurden,uns Anhaltszahlen zu liefern,ist der Gipfel der Geringschätzung unseres Berufes und basiert auf
dem völligen Fehlen logischen Denkens dessen,der sich das ausgedacht hat

In diese Kategorie fällt auch die Einführung des ICD-10.
Eine völlig überflüssige und sinnlose Maßnahme.
Ein Prestigeobjekt von Politikern und Kassenchefs,das rein gar nichts bringt und für uns nur ein weiteres Quäl-Instrument bedeutet.Unter Budgetbedingungen ist eine abrechnungsbegründende Diagnose sinnlos geworden und deren Codierung erst recht.
Wir brauchen für unsere Arbeit eine richtige Diagnose und keine Zahl.
Wer für sich und seine fragwürdigen Zwecke eine Codierung braucht,soll sie sich selbst machen.

Und das müßte doch ein wunderbares arbeitsplatzerhaltendes Unterfangen für die o.g.gigantische Zahl der
Krankenkassenmitarbeiter werden.


WIE KANN VERWALTUNG IM ZEITALTER DES COMPUTERS SO TEUER SEIN ?

Werte Frau Ministerin und werter Herr Staatssekretär: Da liegen Sie,die unnachvollziehbaren
Ausgaben,die der Kürzung und Umlenkung in den medizinischen Bereich bedürfen.

Es scheint,daß Sie sich damit noch nicht befaßt haben.


Mit freundlichen Grüßen


Ralf Behrmann


P.S: Bitte machen Sie sich die Mühe einer Antwort.-Ich schreibe für eine große Zahl
von ungerecht behandelten Kolleginnen und Kollegen.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Frau Chefredakteurin
M.von Haaren,WDR

von: Ralf Behrmann,Kinderarzt,Hostatostr.20,65929 Frankfurt

2.10.99

Sehr geehrte Frau von Haaren;

Vielen Dank für die Übersendung Ihres Tagesthemenkommentars vom 22.9.99.
Ich muß schon sagen: mit der Machart hätte ich vor 34 Jahren in unserer Schülerzeitung Veröffentlichungsprobleme gehabt.
"Liebe Ärztefunktionäre",sagten Sie.Das finde ich unpassend.Weiter:
"Wie hätten Sie es denn gerne?Dass die Krankenkassenbeiträge von 13 auf 20 Prozent und die Ausgaben von 250 auf 500 Mrd.wachsen?
Sicher bei diesen Beitragssätzen wären Sie heute nicht auf die Straße gegangen...."
Aus Irrealitäten ein hingeworfenes Totschlagargument zu fabrizieren,
ist doch wohl nicht gerade allererste journalistische Sahne.
Doch Halt !.So unrecht haben Sie wiederum gar nicht mit den 20 %;
nur in einem anderen Bereich: den Krankenkassenverwalterkosten.
Die könnten nämlich demnächst leicht auf diese Höhe ansteigen,wenn man die Ministerin mit ihren Bürokratie-Plänen ungestört walten ließe
(von 6% auf 18% aller Krankenkassenausgaben).Aber in diesem Bereich sehen Sie ja keine Gefahr,weil Sie darüber nichts wissen oder nichts wissen wollen.Saubere Arbeit.
Sie sehen nur "riesige Sparpotentiale im Gesundheitswesen" natürlich bei den Ärzten,wo denn sonst(ich habe Ihnen ja schon Daten geschickt.aus denen hervorgeht wie es sich mit dem Verhältnis von KK-Verwalterausgaben zu Praxisumsätzen verhält,nämlich1:3;und bezogen auf die gesamte Krankenhausmedizin 1:6).

Und was ich unbedingt wissen muß,ist Ihre Quelle für die "riesigen Sparpotentiale" in der Medizin(bei den Kassen sind sie veritabel,aber das ist ja uninteressant).Ich bin zum Thema ganz gut belesen,aber habe diesbezüglich noch nichts Valides gefunden.Bitte;ich brauche unbedingt diese Informationen,die Sie zu haben vorgeben.
Ich werde nämlich das Gefühl nicht los,daß Sie da schlicht und einfach etwas nachgeplappert haben.

Die Ärzte hätten einen Verteilungskampf (das ist richtig) und schöben
den Schwarzen Peter auf die Politik (das ist absurd).

Abrechnungsbetrügereien als Selbstverständlichkeit machen Sie mit Ihrer Art journalistischen Gespürs aus;allein: Sie mal wieder nicht informiert. Abrechnungsbetrügereien sind in der derzeitigen Systematik mit Budgets,Mengenbegrenzungen,Honorarverteilungsmaßstäben und Fachgruppentöpfen nur noch unter den Ärzten möglich,aber nicht gegenüber den Kassen,die ja einen festen Betrag zahlen.
Das muß man halt wissen als Journalist.

Daß wir "weniger Ärzte,weniger Krankenhäuser(vielleicht),weniger
Arzneimittel (sicher) und weniger Geld" bräuchten,ist Ihre ganz persönliche Meinung,vor der meine vorbestehende Achtung doch momentan kräftig angeschlagen ist: Sie haben nichts weiter als Vorurteile transportiert.
Das ist nicht fair !

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Behrmann,Insider

P.S.: Vielen Dank auch an Frau Schmitz für Ihren Brief

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Herrn
Vorstandsvorsitzenden
Rolf Stuppardt

IKK-Bundesverband
Bergisch-Gladbach

20.8.99

von: Ralf Behrmann,Kinderarzt,Hostatostr.20,65929 Frankfurt


Sehr geehrter Herr Stuppardt;

Anfang dieser Woche hat sich die Presse mit der Höhe der Krankenkassen-Verwaltungskosten befaßt.

In der Tagesschau vom 16.8.;20 Uhr 15 kamen auch Sie zu Wort
mit einem Statement,dessen Wahrheitsgehalt mir völlig rätselhaft
ist.Wenn ich das richtig verstanden habe,behaupteten Sie die Kassen würden das viele Geld brauchen,um ärztliche Abrechnungsbetrügerei-
en aufzudecken oder/und hätten dadurch schon soviel Geld hereingeholt,daß sich die so entstandenen hohen Verwaltungskosten
gegenrechneten,ausglichen.
Vertreter der EK haben im Morgenmagazin genauso argumentiert.
Auch weil Ihre Bemerkung nach der sehr sachlichen und dezenten
Darstellung von Herrn Krimmel,KBV folgte und als Letztes im Bericht im Raume ohne Gegenrede stehenblieb,war sie als ungeheuerliche Behauptung sehr "effektiv".

Ihr Statement ist zunächst mal eine intellektuelle Zumutung,da
jeder auch nur halbwegs Informierte natürlich weiß,daß ein Betrug
der Kassen nahezu unmöglich geworden ist - unter den heutigen
Budget-,HVM- und Fachgruppentopf- und Mengenbegrenzungsregelungen.Betrug kann praktisch nur innerhalb
der Ärzteschaft stattfinden.
Ich kann mir nicht vorstellen,daß Sie das bei Ihrem Amt nicht wissen.
Die Kassen sind doch weitestgehend durch das Budget gegen betrügerische Unbill abgeschottet.Gegen die Kosten,die durch versicherungslose Chipkartenbesitzer entstehen - im Übrigen auch.
Auch das ist unser Risiko.

Daß Ihren Argumenten auch unter quantitativen Gesichtspunkten
jede Wahrheitsgrundlage fehlt,zeigt die Auskunft unseres Honorar-
ausschuß-Vorsitzenden,der darlegt(anbei) wie und wohin aus Betrügereien zurückgeforderte Gelder fließen(nämlich dahin wo sie
hingehören: in die Kven) und um welche Betragshöhen es dabei ging.
Das ganze ist lächerlich,wenn man bedenkt,daß es bei der jetzt endlich
aufgekommenen Diskussion um Milliardenbeträge geht.

Sagen wir mal lieber: es wäre lächerlich,wenn durch Ihre Worte nicht
wieder eine unglaubliche Diffamierung der Ärzteschaft in den Raum gestellt worden wäre.

Ich frage mich wirklich,warum Sie das nötig hatten ("getroffener Hund bellt"???).

Dabei sind die Krankenkassen doch bei der Pressediskussion wirklich "gut weggekommen"(ich habe hier eine Übersicht aus den wichtigsten
Zeitungen: alles ganz fair).
Die Diskussion ist m.E. auch gerade mal eröffnet,insofern als nur von
der absoluten Höhe der Verwaltungskosten (13 Mrd.) und von der
Steigerungsrate im letzten Jahr(5%) die Rede ist.
Fatal für uns war,daß die Presse nicht und selbst die KBV nicht auf
die wesentlich relevanteren Punkte eingegangen ist,nämlich z.B.
die Relation von Verwaltungkosten zu den Ausgaben für die gesamte ambulante/Praxismedizin.

Es muß Ihnen bekannt sein,daß die Kassen für ihre Verwaltung ca. 1/3 dessen ausgeben,was die Praxen (nicht ihre Inhaber wohlgemerkt)
einnehmen bzw.an U.M.S.A.T.Z. machen.

Das hätte die Leute interessiert !............und sie werden es auch noch erfahren;ebenso interessant ist die Zahl der Krankenkassen-
angestellten.

Bitte korrigieren Sie mich,falls ich falsch liege;aber nach meinen
Informationen ist die Mitarbeiterzahl bei Ihnen so hoch wie die Zahl der Praxen.Das hieße: 1 Kassenangestellter pro Praxis !
Dies und die Höhe Ihrer Verwaltungsausgaben ist gerade im Zeitalter des Computers nicht nachvollziebar.

Das gleiche gilt für weitere Begründungen für die Kosten seitens der Kassen,die ich der Presse entnehme:

1.) die Einführung der Chipkarte (das ist ja wohl schon eine Weile her)
2.) der Risikostrukturausgleich (ach du lieber Himmel!Das soll doch ein Ausgleich sein,also eine Maßnahme,die sich zu Null rechnet)
3.) der neu hinzugekommene und staatlich verordnete Wettbewerb
(ich habe mal irgendwo gelesen,daß vermehrter Wettbewerb zur
Kostensenkung führt.Bei Ihnen gehen die Uhren anders)
4.) die dadurch notwendige Verbesserung des Service(siehe oben:
wenn es nur durch 3.) bedingt ist und zu solchen Kosten führt,
dann tun Sie einfach zuviel des Guten.Wir unterliegen einem
sehr strengen Wirtschaftlichkeitsgebot.Treffen die Bestimmun-
den der Sozialgesetzgebung auf die Kassen nicht zu?)
5.) die Erfordernis der Verbesserung des Datenaustausches mit den
Leistungserbringern(das hat z.B. bezüglich der Verordnungskosten
noch nie geklappt und außerdem sind Sie unlängst per Gesetz von
der Verpflichtung befreit worden,uns die entsprechenden Daten
zu liefern, die wir dringend zur Einhaltung des Medika-
mentenbudgets,für das wir auch noch persönlich haften,bräuchten.
Das sind doch alles üble Schildbürgerstreiche!)
6.) Und das ist der Clou : die Umstellung auf den Euro (wir sprechen
hier von Kosten im zweistelligen Milliardenbereich und nicht von
solchen Peanuts.

Die Argumentation ist schon erbärmlich.
Und auf die zwei bis drei plausiblen,aber marginalen Argumente,die
aufgeführt werden ,gehe ich jetzt nicht ein - weil ich auch mal unfair
sein will.
Apropos unfair : etliche Zeitungen haben das Ganze schon etwas mehr hinterfragt als Ihnen lieb sein könnte und kommen zu dem Schluß,daß
nicht das Aufdecken von ärztlichen Betrügereien Ihre hohen Kosten verursacht,sondern den hohen verwaltungstechnischen- und Daten-Aufwand
zur Risikoselektion bei den Versicherten.

Sie sehen,man interessiert sich doch sehr lebhaft für Ihr Tun und Lassen.

Mein Facit: Sie haben ein Statement abgegeben,das nicht stimmen
kann und die Ärzteschaft ,die im Gegensatz zu Ihnen unter allergrößtem Kontroll- und Budgetdruck steht,diffamiert.

Daher möchte ich Sie sehr eindringlich bitten,uns ,der Presse und
den Versicherten gegenüber,die Dinge ins rechte Licht zu rücken.

SO KANN DAS NICHT STEHENBLEIBEN !

WIR sind sehr an einer guten Zusammenarbeit mit den Kassen
interessiert.

Mit freundlichen und kooperativen Grüßen


Ralf Behrmann,Kinderarzt

P.S.: Was ist denn nun eigentlich bei dem Spitzengespräch mit
der Ministerin,Schorre und Ihnen herausgekommen.Ich habe die Pressekonferenz im TV mindestens 6x gesehen.Ich kam mir vor wie im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern;man sagte,es sei eine Lösung gefunden.Aber niemand teilte mit,wie sie aussieht.

P.S.: ich erlaube mir,diesen Brief ans interessierte Umfeld weiterzuleiten.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX


An die Redaktion
Des Spiegel
An die Autoren von "Der ausgeplünderte Patient" im Spiegel vor einigen Wochen
21-11.99

von:Ralf Behrmann,Kinderarzt,


Sehr geehrter Herr Fleischhauer,
sehr geehrter Herr Jung,
sehr geehrter Herr Albrecht;

Ich fange mal an mit dem 3.Artikel "Tee und Keks im Wartezimmer",
mit dem Sie,Herr Albrecht,gewisse Sympathie für das englische Gesundheitssystem nicht verhehlen können.Da Sie wohl gesund sind und nicht in England,relativiert sich Ihr Artikel gewaltig.
Herzinfarkt,Aufnahmestation.......diese Situation haben Sie plastisch für
Großbritannien und für ein Schweizer Hospital beschrieben und konzidieren journalistisch flott sogar die Möglichkeit eines 2.Herzanfalls für die chaotische englische Notfallversorgungssituation.Ihr Artikel hat schon etwas Absurdes,denn ich wette,daß SIE im Falle des Überlebens Ihres Herzinfarktes
in einem GB-Krankenhaus zu denen gehören würden,die hinterher aufjaulen ob der Unmenschlichkeit und der fehlerhaften Behandlung,obwohl Sie wahrscheinlich medizinisch so korrekt therapiert wurden wie hierzulande oder in der luxuriösen Schweiz.
Sehen Sie,das sind halt unsere unterschiedlichen Sichtweisen -meine als Arzt,der Notfallsituationen in seinem Leben reichlich hatte und Ihre,die dessen,der sich das alles wohlmeinend vorzustellen versucht(die Kliniksserien
im TV sind schon ein ganz vernünftiges Training).
Also: ich finde Ihren Artikel ein wenig "abgehoben",aber nett.

"System ohne Steuerung" ist der Hauptartikel von Jan Fleischhauer und Alexander Jung überschrieben.Das ist natürlich Unfug.
Gesteuert wird jedes Fitzelchen des Gesundheitssystems - fragt sich nur : wozu ?
Der Artikel ist im Heft 11 Seiten lang unter Anderem durch so informative Bilder wie die von Säuglingen auf der Entbindungsstation oder das des
immer noch unbrauchbaren Seehofer,das ja schließlich noch keiner kennt.
Von den Krankenkassenpalästen haben Sie sich-nur die Scheunen ausgesucht.
unsolidarisch wie Sie sind.
Aber: gemessen an dem,was wir sonst vom Spiegel an Diffamierungen gewohnt sind,ist der Artikel schon beachtlich gut und versucht Sachlichkeit(ich habe mich beim Lesen von Spiegel-Artikeln über Medizin in den letzten 25 Jahren immer gefragt : "wenn die so über dein Fach schreiben....wie geht's dann den Juristen und den Ingenieuren,wenn die über deren Fachgebiete lesen?).

Und ......als ob ich es geahnt hätte.......habe ich schon Wochen vor Ihrem
Artikel selbst einen geschrieben :"Vom Umgang(Umspringen)mit(den)
Ärzten"(anbei),in dem alles drin steht,was Sie in Ihrem Artikel vergessen haben
bzw. nicht schreiben wollten oder sollten.(ich sah das wohl so kommen)

Drucken Sie meinen Artikel ab...und der Ihre ist vollständig.
So einfach ist das.

Es ist ein bißchen peinlich;aber Sie haben einfach nicht bemerkt,daß unter den heutigen Regelungsbedingungen ein Betrug der Ärzte an den Krankenkassen nicht mehr möglich ist .Es können sich die Doctores wirklich nur noch gegenseitig betrügen.............und das tun Sie auch mit Wolllust

Wir haben ein Verteilungsproblem (und die Kinderärzte sind dabei ziemlich
verulkt worden).Wissen Sie eigentlich,daß die Praxismedizin 90% aller Patientenprobleme löst,aber nur 16% (früher 22%) aus dem Gesundheitskostenaufkommen bekommt(derzeit ca. 240 Mrd).
Von den Krankenkassen wird immer wieder gesagt,daß sie "nur 6%"
für Ihre Verwaltung (ohne Werbungskosten und Publicitymaßnahmen
,die eine wahnsinnige Staatsverordnung durch einen Pseudowettbewerb bei gleichzeitigem Risikostruktur-Ausgleich verordnet hat;verpulvertes Geld,
das in der Patientenversorgung fehlt)ausgibt.
Diese "nur 6%" bedeuten: die Krankenkassen verbrauchen für ihre Art der Verwaltung ein Drittel dessen was die gesamte Praxismedizin an U.M.S.A.T.Z.
bekommt (keine Arzteinkommen,sondern Praxisumsätze mit allen Kosten,die sich im Allgemeinen um 59% bewegen.........das hat auch der Spiegel noch nie geschrieben).

Ich habe der Redaktion alle diese Dinge im Laufe des letzten Jahres gefaxt.
Und meine Zahlen basieren auf den höchstoffiziellen Statistiken des feindlichen Gesundheitsministeriums.Meine Berichte haben nun wirklich viele kompetente Leute gelesen - ohne Beanstandung (ich schicke Sie Ihnen gerne auch nochmal,da sie beim Spiegel offensichtlich im Papierkorb sind).

Jetzt geben Sie Ihrem infarktfreien Herzen mal einen Stoß..und berichten
Sie ergänzend über meine o.g.Geheimnisse.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Behrmann,Kinderarzt

Renate Ratlos
unregistriert
erstellt am: 29. April 2001 00:20           
Ohne Antwort?

Nein.

Keine Antwort ist auch eine Antwort.

RR
--
Informationsfiltratismus

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 29. April 2001 02:49           
Noch ein unbeantworteter Brief:
"Thüringer Ärzteblatt" Ausgabe 12/Dezember 2000

Offener Brief an Herrn Staatssekretär Erwin Jordan -
Bundesgesundheitsministerium

Sehr geehrter Herr Staatssekretär,

in einer kürzlich ausgestrahlten Fernsehsendung des Herrn Escher im MDR zur Situation niedergelassener Ärzte der neuen Bundesländer waren Sie live zugeschaltet. Die vorgesehenen Protestaktionen sächsischer Ärzte konnten Sie dabei nicht verstehen und argumentierten vorrangig mit einem Durchschnittsgewinn aus GKV-Einnahmen pro Arzt von 140 000 DM/Jahr. Sie stellten dies als deutlich höhere Einnahmen im Vergleich zu Lehrern und Verwaltungsangestellten hin, ebenso hatte dies Herr Rebscher vom Ersatzkassenverband einige Tage zuvor in einer Sendung des MDR dargestellt. Sie haben dabei verschwiegen, dass diese Angaben aus der kürzlich veröffentlichten Statistik des Jahres 1998 stammen, und 1998 hat noch kein niedergelassener Arzt im Osten an Streik gedacht. Aber lassen wir dies beiseite und betrachten wir die Zahlen von 1998 mal vom Nettogewinn her, was wohlwissend noch nie ein Gesundheitspolitiker oder Kassenvertreter getan hat.
140 000 DM im Jahr ergeben einen Brutto-Monatsverdienst von 11 600 DM, davon gehen rund 1 800 DM an Steuern ab (unter Beachtung von 20 000 DM steuerfreier Sonderausgaben, 20 000 DM Abschreibungen, Splittingtarif), weiterhin 2 800 DM Sozialabgaben (Beachtung der Beitragsbemessungsgrenzen bei gesetzlicher Krankenversicherung, Selbständige zahlen das Doppelte, da kein Arbeitgeber die Hälfte zahlt). Statt Arbeitslosenversicherung Absicherung durch Krankentagegeldversicherung - macht finanziell etwa den gleichen Betrag aus. Bei nicht gesetzlich Krankenversicherten kommt man mit den Beiträgen für das Ärzteversorgungswerk und eine private Krankenversicherung etwa auf die gleiche Ausgabenhöhe. Dazu 2 000 DM monatliche Kredittilgung (laut offizieller Statistik liegt die durchschnittliche Verschuldung der Ostärzte bei etwa 240 000 DM, bei 10 Jahren Kreditlaufzeit ergibt sich die angegeben monatliche Tilgung). Es resultiert somit ein Nettoverdienst von 5 000 DM, was bei einer Durchschnittsarbeitswoche von 55 Stunden (unter Berücksichtigung von Einsätzen im Nacht- und Wochenenddienst sehr niedrig angesetzt !) einen Nettostundenlohn von 21 DM ergibt.
Ihr Vergleich im Hinblick auf Lehrer und Verwaltungsangestellte lässt also im Bruttoverdienst die niedergelassenen Ärzte besser aussehen, beim Nettoverdienst geraten wir ins Hintertreffen. Das sind aber wie gesagt die Zahlen von 1998 und somit Schnee von gestern, und 1998 gab es noch keine ernsten Proteste.
Für 1999 kenne ich nur die Zahlen aus unserem KV-Bereich in Thüringen, die immer zeitnah veröffentlicht werden, sie dürften in den übrigen neuen Bundesländern ähnlich sein. Der durchschnittliche GKV-Umsatz in Thüringen lag 1999 über alle Fachgruppen pro Arzt bei 308 000 DM. Dazu kommen nach persönlichen Recherchen bei Kollegen unterschiedlicher Fachgebiete durchschnittliche Privateinkünfte von etwa 25 000 DM, so dass sich ein durchschnittlicher Umsatz von 333 000 DM ergibt. Nach Abzug von durchschnittlich 220 000 DM Praxiskosten (offizielle Statistik 1998, die Kosten dürften auch für 1999 so zutreffen) verbleibt ein Jahresgewinn von 111 000 DM. Das ergibt ein Durchschnittsbruttoeinkommen von monatlich 9 250 DM und nach Abzug von Steuern (1 100 DM), Sozialabgaben (2 800 DM) und Kredittilgung (2 000 DM) ein monatliches Nettoeinkommen von 3 350 DM (ein Facharzt im Krankenhaus hat etwa denselben Bruttoverdienst, aber das doppelte Nettogehalt, da er keine Kredittilgung hat und die Hälfte seiner Sozialabgaben vom Arbeitgeber getragen werden). Aus den 3 350 DM Nettoeinkommen resultiert bei 55 Wochenstunden ein Nettostundenlohn von 14 DM. Das entspricht der Entlohnung eines Arbeiters im Osten und liegt unter dem Lohn von Lehrern und Angestellten, um hier, Herr Staatssekretär, auf Ihren Vergleich in der Fernsehsendung zurückzukommen, und selbst das hat 1999 noch keinen streikartigen Ärzteprotesten geführt!
Dies sind eben auch nur Durchschnittswerte, die für alle Gültigkeit hätten, wenn das Geld durch die Kassenärztlichen Vereinigungen gerecht verteilt würde. In Wirklichkeit geht es aber ca. der Hälfte der niedergelassenen Ärzte im Osten weitaus schlechter, ganze Arztgruppen wie Dermatologen, Anästhesisten, Allgemeinmediziner, Kinderärzte, HNO-Ärzte hatten um 30 000 - 80 000 DM unter dem Durchschnitt liegende GKV-Umsätze und damit Nettostundenlöhne von z.T. deutlich unter 10 DM!
Was das Faß jetzt zum Überlaufen gebracht hat, sind GKV-Umsatzverluste im ersten Quartal 2000 bei Fachärzten bis zu 30%. Ich möchte Ihnen einmal vorrechnen, wie sich im Vergleich zu den oben angegeben Zahlen von 1999 ein GKV-Einnahmenverlust von nur 10% auf das Nettoeinkommen auswirkt. Der Jahresumsatz würde sich um 31 000 DM verringern, bei gleichbleibenden Ausgaben ginge der monatliche Gewinn von 9250 DM auf 6666 DM und der monatliche Nettoverdienst trotz geringerer Steuerbelastung von 3350 DM auf 1540 DM zurück (Nettostundenlohnrückgang von 14 DM auf 6,50 DM, das sind noch 25% des Nettoeinkommens unserer Kollegen in den alten Bundesländern!). Aus einem GKV-Einkommensverlust von 10% resultiert also ein Nettoeinkommensverlust von 55%. War Ihnen das bewusst, Herr Staatssekretär? Manche Fachgruppen hatten im ersten Quartal nicht 10%, sondern 30% Umsatzverlust und damit zum Teil gar keinen Nettoverdienst mehr. Verstehen Sie nun, dass wir die Schnauze restlos voll haben?
Wenn Krankenkassenvertreter wie Herr Rebscher im Fernsehen oder Politiker wie SPD-Fraktionsvize Gudrun Schaich-Walch in der "Sächsischen Zeitung" feststellen, dass die Fachärzte im Osten noch nicht am Hungertuch nagen würden, dann sind sie ganz einfach schlechte Rechner oder schlecht informiert. Wenn man sich an Durchschnittswerten von Umsätzen und Bruttogewinnen orientiert und dieses noch an Zahlen vergangener Jahre, dann übersieht man eben leicht, dass in diesem Jahr ca. 20-30% der niedergelassenen Ärzte im Osten am Hungertuch nagen und es weiteren 30-40% auch nicht gut geht. Viele leben nur noch von der Substanz oder auf Kosten verdienender Ehepartner oder Verwandter. Wenn Sie im Ministerium es wenigstens fertig bringen würden, eine gerechte Verteilung des Mangels durch die Kassenärztlichen Vereinigungen zu erreichen, dann würde es den niedergelassenen Ärzten im Osten zwar nicht gut gehen, aber es brauchte auch keiner zu verhungern.
Gerade jetzt zum 10jährigen Bestehen der Einheit konnte man wieder Politiker hören, die selbstgefällig auf die Angleichung der medizinischen Betreuung im Osten aus das Niveau der alten Bundesländer hinweisen. Das einzige "Verdienst" der Politik daran ist, dass man uns 1990 quasi in die Niederlassung gezwungen hat, und es ist allein unserem privatem Engagement und unserer privaten Verschuldung zu verdanken, dass die medizinische Betreuung im Osten auf Westniveau gebracht wurde, und nun gehört es auch zur verdammten Pflicht und Schuldigkeit diese Staates, uns finanziell so zu stellen, dass wir unsere Schulden auch wieder abtragen können. Es ist ein Zynismus und Hohn, wenn Ersatzkassenchef Rebscher kürzlich im MDR-Fernsehen verkündet, wir wären an unserer Lage selbst schuld, da wir mit der Niederlassung in ein überholtes System investiert hätten - als ob wir eine andere Wahl gehabt hätten!
Sehr geehrter Herr Staatssekretär, es ist mir nicht leichtgefallen, meine Berechnungen ohne große Polemik sachlich darzulegen und hoffe auch Ihrerseits auf weniger Polemik und mehr Verständnis für unsere Probleme bei öffentlichen Auftritten. Ich werde mir erlauben, diesen Brief wegen der detaillierten Erläuterungen unserer Nettoeinkünfte an einige Politiker und die Presse weiterzugeben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. P. Weinaug, Hildburghausen "

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 29. April 2001 18:45           
Ist von den Experten dazu wirklich nichts anzumerken ?

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 29. April 2001 22:22     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
ja nu, Herr Vetter, das wird nix, denn jeder der jetzt schreibt, muß sich als Experte outen. Also: ich bin keiner, sondern von Beruf Mitleidender.

Solche Briefe haben alle Vielschreiber hier zu hunderten auf der Festplatte, und den zugehörigen Frust im Hinterkopf.

Nichtsdestotrotz werd ich wohl im Mai mal wieder ein gesundheitspolitische Diskussionsveranstaltung meiner Partei besuchen. Einfach mal gucken, was die Betonköpfe machen.

Herr Hahn, Herr Haaaahhhn ???
Gehnse mit nach Weilimdorf ?

PR

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 29. April 2001 23:45           
Herr Rapp, ich hätte "Experten" wohl besser gleich in Anführungsstriche setzen sollen.
Warum gammeln solche Briefe auf den Festplatten herum und nicht hier zu lesen ?
K. Vetter
PS: Schulte-Sasse ist zum Vorsitzenden der Schlichtungsstelle gewählt-gelost worden.
Hochaktiv der Mann.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 00:11     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Schlichtungsstelle zwischen wem und wem ?

PR

Zeppenfeld
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 01:27     Sehen Sie sich das Profil von Zeppenfeld an!   Senden Sie Zeppenfeld eine eMail!     
Hallo Herr Behrmann,
Ihre Schreiben sind voll von persönlichen Angriffen, und da wundern Sie sich, dass Sie keine Antwort bekommen???!!!
Gruß,
WZ
P.S.: Ich habe zwar Antworten bekommen, aber geholfen hat es auch nichts.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 30. April 2001 01:55           
Herr Rapp, zu finden unter www.Buschtelefon.de:
24.04.2001 - 19:46
Alexander Türstig
alexander@tuerstig.de
http://hiz.infopop.net/1/OpenTopic?q=Y&a=tpc&s=527191441&f=437191441&m=5641993791

Jetzt schlägt´s aber 13 !
Ich habe gerade im Freifax des FvDZ (Freifax vom 23. April 2001 Ausgabe Nr. 15)folgende Meldung gelesen (Verfasser ist niemand geringeres als der Kollege Dr. Ulrich Keck):

"Aus den Landesverbänden (Landesverband Niedersachsen)
Durch Losentscheid wurde am Mi 18. April "Pico" Jordan, ehemaliger Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und Angehöriger der Gruenen Partei, zum Vorsitzenden des Landesschiedsamtes Niedersachsen gekürt. "Pico" Jordan wurde bekannt durch die Formulierung, dass er erst dann wieder ueber Honorare verhandeln wuerde, wenn 30 Prozent aller Praxen Pleite gegangen seien. Die Beteiligten (Zahnärzte und Krankenkassen) hatten sich auf folgendes "Losverfahren" geeinigt: Hätte bei der Ziehung der Gewinnzahl des Spiels 77 am Mi 18.04.2001, die Endziffer der Gewinnzahl zu den ungeraden gehoert, wäre der Vorsitzende des Landesschiedsamtes Niedersachsen der von den Zahnärzten vorgeschlagene Kandidat gewesen. Die Endziffer am Mittwoch war je doch eine 6; deshalb ist Herr Jordan jetzt der Vorsitzende des Landesschiedsamtes. Ich lege Wert auf die Feststellung, dass die obigen Ausführungen den Tatsachen entsprechen und keine Glosse sind. Dr. Ulrich Keck"

Also meiner Meinung nach "schlägt´s jetzt 13". Wie kann man sich denn auf so ein Handling einlassen und Gefahr laufen (und sie ist ja so gelaufen!), solch einen Kandidaten als Schiedsamtsvorsitzenden zu kassieren? Grrrrr

Glaube an die "Selbstverwaltung" erschüttert ???


24.04.2001 - 23:57
bully
habeichauch@tonline.de
re-Alexander;betrifft Jordan.

Lieber Herr Türstig,hier noch weitere Infos für das Forum(Ihnen sicher schon bekannt) Herr Jordan ist Ehemann der derzeitigen niedersächsischen Sozial ministerin Trauernicht.Das ist jene Dame, welche bei Ihrem Wechsel aus Hamburg mal eben einen Tag(!!) im Landwirtschaftsministerium eingestellt wurde,damit sie eine noch höhere Altersversorgung abzocken konnte.Glücklicherweise wurde dieser geplante Raubzug durch massiven öffentlichen Druck verhindert.Diese Figur steht dem Sozialministerium vor; diese Herrschaften vom Stamme nimm wissen eben sehr genau, wie man sich bedient. Kolleginnen und Kollegen begreift endlich, welche unverschämten und dreisten Dilet- tanten versuchen,unsere Arbeit zu diskreditieren.Jagt sie zum Teufel.


Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 30. April 2001 01:58           
Hallo Herr Behrmann,
Ihre Schreiben sind voll von persönlichen Angriffen, und da wundern Sie sich, dass Sie keine Antwort bekommen???!!!
Gruß,
WZ


Alle diese Leute hatte zuvor nicht nur mich,sondern auch meine KollegInnen in unverschämtester Manier angegriffen.

Coma
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 11:38     Sehen Sie sich das Profil von Coma an!   Senden Sie Coma eine eMail!     
Herr Rapp,
was ist wann in Weilimdorf??
Danke.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 30. April 2001 13:26     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
siehe Mail
Mal gucken, ob mich die Familie freigibt.
PR

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 03. Mai 2001 00:10           
Noch ein bis jetzt unbeantworteter Brief:
"Dr. Brigitte König
Herrfurthstrasse 1
12049 Berlin
Berlin, den 18. 4. 2001
Sehr geehrte Frau Ministerin Schmidt,

In der Zeitschrift "Die Woche" vom 6. 4. 2001 habe ich Ihr Interview gelesen und mich mal wieder gewundert. Die immer wieder neu ausgegrabene Idee, den Patienten eine Abrechnung über die erbrachten Leistungen zukommen zu lassen, ist ziemlich absurd, denn so eine Rechnung würde dann etwa flgendermaßen aussehen:

Sehr geehrte Frau Schmidt,
Ich habe im Quartal I/01 folgende Leistungen für Sie erbracht:

Diagnosen: Handekzem, Epidermalzystenabszess


EBM
Punkte
04.01.01 Ordinationsgebühr 1 195
07.01.01 37 Epikutantests 345x30
30 x 30
7 x 20
08.01.01 Alkaliresist.Prüfg.
+Testablesg. 941, 120
2 50
10.01.01 Testablesung + 2 50
Beratung
04.03.01 Untersuchung, 2 50
Inzision Abszess 2140 200
05.03.01 Verbandswechsel 2 50
06.03.01 Verbandswechsel 2 50

Summe 1805 Punkte
Da ärztliche Leistungen budgetiert sind, wird mir Ihre Krankenkasse hiervon 415 Punkte bezahlen. Wenn Sie wissen möchten, was das in Mark und Pfennig bedeutet, fragen Sie bitte Ende August wieder nach.

Wenn Sie, sehr geehrte Frau Ministerin, weiter auf diesem für mein Verständnis unsinnigen Verfahren bestehen, bitte ich Sie, mir eine in Abrechnungsfragen geübte Sekretärin nebst Papier, Druckertinte und Porto zu stellen. Bei einem durchschnittlichen Fallwert von weniger als
28 DM (Quartal III/00), kann ich mir sowas nämlich nicht leisten!

mit freundlichen Grüßen, "

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 13. Mai 2001 19:41           
Hat jemand auch noch einen Brief ohne Antwort?

bubi
unregistriert
erstellt am: 14. Mai 2001 20:40           
im cannabislegaliesierungsforum......... steht noch eine antwort von IHNEN aus, mr behrmann. und das ist kein witz.
bubi

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