Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Autor Thema:   Grübeleien zum Thema Plazebo und Psychosomatik
Saschi
Mitglied
erstellt am: 14. April 2001 12:29     Sehen Sie sich das Profil von Saschi an!   Senden Sie Saschi eine eMail!     
Nachdem, was Claudia37 in der Schulmedizindiskussion über Plazebos gepostet hat, läßt mich das Thema nicht mehr los.

Da kommt die pathologische Grüblerin wieder raus

Also hab ich ein paar Fragen an die Cracks.

1. Mein Sohn ist nicht geimpft. Ich habe Bedenken wegen des Eingriffs körperlicher wie seelischer Natur. Das soll hier aber kein Thema sein. Ich denke darüber nach, ihn vor dem KiGa-Alter teilweise impfen zu lassen.
Nun meine Grübelei dazu: Wenn ich ihn von meiner impfkritisch eingestellten KiÄ impfen lasse, ist das Risiko eines möglichen Impfschadens dann evtl. größer, als wenn ich ihn zB von Ralf Behrmann impfen lassen würde, der ohne Zweifel mit der großen Überzeugung, daß das Impfen mehr nutzt und schützt als schadet, auf 70.000 Impfungen (oder Injektionen? Ich verwechsel das immer, sorry) ohne nennenswerte Impffolgen zurückblicken kann?
Weil er ÜBERZEUGT ist, das richtige zu tun? Und deshalb eine positive Botschaft "mitinjiziert"?

Nächste Frage:
2. Wenn der Plazebo-Effekt tatsächlich auch nicht von der Schulmedizin ingnoriert werden kann, so stößt diese dann doch auf ein nicht meßbares Phänomen, das sicher bei verschiedenen Patienten zu verschiedenen Ergebnissen führen kann. Aber es gibt keinen Zweifel darüber, daß es ihn gibt?
Dann ist es doch nicht so unwahrscheinlich, daß ein Heilverfahren wie die Homöopathie schon alleine deshalb erfolgreich sein kann (und auch ist, wie ich bereits erfahren konnte), weil diese Art der Heilung den Patienten zwingt, sich mit sich und seinen Problemen und seiner Umwelt auseinanderzusetzen, und quasi gemeinsam mit dem behandelnden Heilpraktiker Ursachenforschung zu betreiben. Allein diese Art der Reflektion und die dann durch Globuli transportierte Botschaft "Wir behandeln die Ursache" könnte dann doch schon zu Heilerfolgen führen?
Ich weiß, das werden Homöopathen mir jetzt übelnehmen, wenn ich das jetzt auf den Plazeboeffekt reduziere, aber es ist ja nur eine Grübelei.

3. Wenn dem dann so ist, dann ist es doch auch wahrscheinlich, daß auch andere Heilmethoden nur allein deshalb Wirkung zeigen, weil sie eine Auseinandersetzung des Patienten mit sich selbst voraussetzen?
Und daß viele Heilmethoden deshalb Wirkung zeigen, die zwar wissenschaftlich nicht nachweisbar sind, aber trotzdem offensichtlich wirken.

4. Und es ist doch auch in der Schulmedizin so, daß nur der Patient geheilt werden kann, der geheilt werden will? Und daß jede noch so wirksame Medizin nichts wirkt, wenn der Patient nicht daran glaubt oder die Behandlung innerlich ablehnt?

*grübelnde Ostergrüße*

Saschi

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 14. April 2001 16:55           
Ja;ich denke: da gehts lang.

Dann kann ich ja endlich Deine Kinder impfen.

Saschi
Mitglied
erstellt am: 14. April 2001 21:41     Sehen Sie sich das Profil von Saschi an!   Senden Sie Saschi eine eMail!     
*lol* - das hätteste gerne. Aber im Ernst, WENN wir uns dafür entscheiden, dann nehmen wir auch die zwei Stunden Autofahrt auf uns.

Marie
unregistriert
erstellt am: 15. April 2001 09:11           
Gut gegrübelt, Saschi. Ich finde auch das Gummibärchenargument sehr witzig und treffend.

In der Diskussion über Homöopathie, da konnte mich kein Schulmediziner oder Naturwissenschaftler von der Wikungslosigkeit dieser Methode überzeugen.

Beim Thema "Impfen" war das anders. Da habe ich mich überzeugen lassen.

Marie
unregistriert
erstellt am: 15. April 2001 09:22           
von der Notwendigkeit des Impfens natürlich, nicht von der Wirkungslosigkeit...

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 15. April 2001 11:53     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Saschi: ich bin sicher, in Grenzbereichen hat Placeboeffekt Wirkung, gegen einen Pestbefall nach Rattenbiß hilft kein gutes Zureden mehr gegen die Übermacht der Bakterien.

1. glaube ich, weil ich das oft genug gesehen habe (allerdings keine doppeltblinden randomisierten Studien), daß z.B. an der Grenze zum massiven Infekt die Stimmung ganz entscheidenden Beitrag dazu leistet, wie sich das Ganze entwickelt, positiv oder negativ. Im "Kippbereich" der Krebskrankheit, etwa bei adjuvanter Chemotherapie, spielt die Stimmung auch eine entscheidende Rolle, wie immer man mein "Stimmung" auch beschreiben möchte, mir fällt da nichts weiter ein. Wie in anderen Bereuichen hat auch Placebo einen Wirkbereich und kann nicht gegen jedes Stadium einer Erscheinung eingesetzt werden.

2. wird Jemand, der von vorneherein an die eigene Heilkraft glaubt, sich viel mehr den gegebenheiten entsprechend verhalten. Eine leichte Zystitis kann durch Wärme und viel Trinken ebenso, vielleicht nur nicht so schnell, behandelt werden wie mit Antibiotika. Wer also leichte Erscheinungen sensibel wahrnimmt und reagiert, dem genügt auch Handauflegen. Wer unsensibel zu sich ist, der braucht eben früher med. Hilfe als Andere.

3. wer sensibel und gegen eine Methode eingestellt ist, wird einerseits Nebenwirkungen eher bemerken ud andererseits diese auch stärker negaitiv wichten. Ob die Nebenwirkungen bei einem solchen Menschen stärker zur Ausprägung kommen oder nur stärker bemerkt werden, weiß ich nicht. Placeboeffekt wirkt jedenfalls auch negativ.

So pathologisch ist die Grüblerin gar nicht! Wer sich mit Medizin beschäftigt, muß sich mit den nicht pharmakologischen Wirkungen von Behandlungen beschäftigen und bekommt andererseits diese mit einiger Erfahrung von der Natur vorgeführt.

schumacher
unregistriert
erstellt am: 15. April 2001 13:18           
Und das ist genau das Bestreben:unsere empirisch-analytisch Kategorie zu erweitern um diese Effekte ebenfalls in das Bewußtsein des Heilungsprozesses zu bekommen.
Die von Herrn Solga angesprochenen Dinge sind ja nur die kleinsten Pflänzchen, über die man als "Kasenarzt" reden darf, ohne als "absurder Theaterschauspieler " eingestuft zu werden.
Ansätze sind da:Engel (1977),Egger(1993),v.Uexküll (1991). Da machen sich Leute Gedanken über ein bio-psycho-soziales Modellverständnis von Medizin. Einfache Kausalmodelle für die Erkrankungen werden als überholt erkannt.Die Sicht wird freigelegt für das komplexe Zusammenwirken unterschiedlicher Bedingungs- und Einflussfaktoren.Dazu müssen allerdings Methoden und Ergebnisse der verschiedenen Disziplinen integriert werden.
Für den heutigen Vertragsarzt ist damit noch offensichtlicher, dass die herrschende Gesundheitspolitik keinerlei zukunftsgerichteten Charakter hat und dabei ist, die Basis zu zerschlagen, von der aus man ein effizientes Management der Gesundheitsförderung der Bevölkerung leistn könnte!

DR.C.R.
unregistriert
erstellt am: 15. April 2001 14:44           
Herr Behrmann, ich würde Saschis Kinder nicht persönlich impfen.Nach der Vordiskussion.Meist geht genau dann was schief.Wissen Sie doch sicher auch.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 15. April 2001 16:11           
Dr.C.R......da haben Sie recht.

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