Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Autor Thema:   Kostenfalle Fortschritt
Doc Budget
unregistriert
erstellt am: 09. April 2001 18:59           
Wer bezahlt den Fortschritt?
Der jüngste Streit zwischen KBV und Kassen ist mir auf den ersten Blick einer von vielen, Diesmal geht's um die zentrale Frage: Wie soll der medizinische Fortschritt bezahlt werden? Die Kassen irren, wenn sie glauben, beliebig viele neue Leistungen aus der budgetierten Gesarntvergütung zu bedienen. Heute ist es die Mamma MRT, morgen die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICS1) und übermorgen die Polysomnographie. Geschätzte Kosten für die Mamma MRT: 140 Millionen DM pro Jahr; geschätzte Kosten für ICSI 200 bis 300 Millionen DM pro Jahr.
Auch das Kassen-Argurnent, neue Leistungen müßten zwangsläufig nicht immer additiv sondern könnten auch substitutiv wirken, gilt nur bedingt. Wer, bitteschön, übernimmt den undankbaren Job, den Leistungskatalog zu durchforsten, und sagt, was künftig noch erstattet werden soll und was nicht? Seit Jahren wird von nahezu allen Akteuren im Gesundheitswesen immer wieder diese Forderung erhoben, doch keiner will den ersten Schritt machen.
Die Ärzte sind in einer ZwickmühIe. Auf der einen Seite sind sie bestrebt, Menschen mit ihren körperlichen und seelischen Leiden zu helfen, auf der anderen Seite stellen sie aber dabei fest, an ihre Grenzen zu stoßen. Denn dort, wo sie Leistungen nicht mehr kostendeckend erbringen können, geht es um ihre Existenz und die Verantwortung für ihre Mitarbeiter.
Die Kassen behaupten dagegen immer noch freimütig, daß es noch Rationalisierungsreserven gebe. Die konkreten Belege sind sie bislang schuldig g geblieben. Und jede Zahl, die genannt wird, sollte kritisch hinterfragt werden.
Fatal ist dies jetzt im Laborbereich, wo von angeblich hohen Einsparungen die Rede ist. Die KBV hat recht, wenn sie davor warnt, daß wegen der Blockade der Kassen wichtige Änderungen zur Vergütung von Laborleistungen zur Absicherung einer ausreichenden Versorgung der Versicherten nicht gemacht werden können. Es ist höchste Zeit, daß das Thema Eigenverantwortung des Versicherten wieder viel stärker in den Mittelpunkt der Diskussion rückt, Eine Strategie, die ausschließlich darauf abzielt, den Beitragssatz auf Biegen und Brechen stabil zu halten, läuft ins Leere, wenn denn schließlich der medizinische Fortschritt bedient werden soll.

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