Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Schulmedizin - was ist zu kritisieren? Alternativen - gibt es die?
Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 17. April 2001 22:31     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Regina: Eine akute Zystitis heilt mit antibakterieller Therapie erheblich schneller und mit weniger Schmerzen ab als ohne, allerdings ohne in sicherlich 90% auch. Das ist aber nicht die Frage.

Nun gibt es bei uns alle 2-3 Wochen eine (meistens junge) Frau, die hat trotz labortechnisch nachgewiesener Sanierung eines akuetn Harnwegsinfektes immer wieder Rezidive bakterieller Infektionen, die jeweils mit antibakteriellen Medimanten beschossen werden. Denen hilft, glauben Sie mir, nichts Anderes, wir haben schon Einiges durch, keine Wärme, keine Psychotherapie, keine Akkupunktur, keine Instillationen, keine low-dose-Antibiotikadauertherapie. Das geht so Monate, bis zu 3 Jahren. Irgendwann hat man jede sinnvolle Diagnostik durch, und findet nichts, keine psychsische Problematik, nichts. Und irgendwann ist Schluß. Plötzlich. Da trifft man die Frauen plötzlich freudig strahlend beim einkaufen, macht sich schon Gedanken, ob die bei einem anderen Urologen gelandet sind: nein, denne gehts gut, ohne irgendwas getan zu haben. Niemand weiß, warum. Das aber sind wiederkehrende akute bakterielle Infektionen.
Da hilft wirklich nichts als die Ochsentour mit jeweils antibakt. Medikamenten gezielt, hoch und so lange wie für den langsamst wachensenden Keim nötig.

So, und das ist nun wieder etwas Anderes als die chronische Zystitis. Hier ist die Ursache NICHT der bakterielle Infekt, der setzt sich nur in die ohnehin geschädigte Schleimhaut hinein. Im akuten Schub wird man auch den Keim therapieren müssen, weil der zu einem Aufflammen geführt hat, aber Sie haben völlig Recht, an die Ursache gehts nicht. Glauben Sie mir, ich würde JEDE Hilfe annehmen, wenn es darum geht, diesen Frauen zu helfen. Es gibt nichts. Wir haben da über Jahre schon alles durch: eine Frau hat sich zjm Heilpraktiker mit Bachblüten verabschiedet und ist nicht wiedergekommen, die Anderen kommen nach allen möglichen "Ausflügen" immer wieder. u.A. wohl weil ich jeweils der einzige bin, der ihnen von Anfang an gesagt hat, daß ihnen nichts wirklich auf Dauer helfen wird. Einen gewissen Effelt haben wir mit Blasenfüllungen mit UroStillosone (Dexamethason, Lidocain, Chlorhexidin). Einen akuten Schub bekommen wir nach max. 12 Füllungen immer hin, sehr seltene Ausnahmen. Geheilt bekommen wir die chronische Zystitis aber auch nicht.

Nicht vergessen: die interstitielle Zystitis muß ausgeschlossen sein. Die ist ein noch viel spezielleres, bedrohliches Problem!

Ich bin für jeden Hinweis dankbar, der da wirklich weiterhilft. Das sind so die Sachen, wo ich gerne Hilfe erwarten würde von "Alternativen" MedizinmännInnen. Aber da kümmert sich keiner um diese Leute. Und die Prostatitis ist ein ähnliches Kreuz.

Regina
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 08:57           
Dr. Solga: Ich hatte geschrieben, die akute Zystitis heilt unter dem richtigen homöopathischen Mittel innerhalb von Stunden ab. Ich habe auch anderes probiert. Ganz früher habe ich mal literweise Harntee 400 getrunken und Kräuterpillen geschluckt, es linderte, aber heilte nicht. Mag sein, daß es in leichteren Fällen ausreicht.
Schildern Sie doch mal so einen Fall einer chronischen Zystitis, wichtig ist der ursprüngliche (!) Auslöser (z.B. GV, Sitzen auf einem kalten Stein, Durchnässung, etc), die charakteristischen Symptome, Kurzbeschreibung des Typs der Patientin.
Bachblüten funktionieren meiner Erfahrung nach nicht (ich will hier jetzt nicht beschimpft werden, anderen haben sie vielleicht geholfen, aber meine Erfahrung ist negativ)

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 18. April 2001 19:12     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
chronishe Zystitis: üblicherweise Drangsymptomatik, d.h. häufiger Drang zum Wasserlassen, bis hin zum Harnverlust, selten schmerzhaftes Wassrlassen, Harnbefund fast immer grenzwertig, Diagnose durch Anamnese und Zystoskopie zu sichern, Urodynamik als Differentialdagnostik zur Reizblase (ausgesprochen selten, aber sehr blödes Krankheitsbild, da keine Therapieansätze). Eine eindeutige körperliche Ursache wie Kälteerlebnis oder Infekte wie beim GV sehe ich eigentlich nicht. Das sind m.E. eher Auslöser, ich glaube, daß Streß(nicht nur negativer)/Aktivität die Ursache darstellt. Passive, "schlaffe" Menschen, die an nichts interessiert sind, bekommen die chron. zystitis nicht (auch keine chron. Prostatitis), das ist mehr so eine Yuppie-Angelegenheit. Bitte nicht hauen für diese Einschätzung, das ist wirklich nur subjektiver Eindruck!

Regina
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 21:38           
Hallo Dr. Solga!! Das war jetzt ein richtig typisches Mißverständnis zwischen Allo- und Homöopathen. Ich habe gehofft, ich bekomme jetzt einen schönen Einzelfall (Frau X, verhärmt aussehend, beklagt sich über nächtlichen Harndrang etc), aber leider haben sie diese Gruppe "untherapierbarer" Zystitis-Fälle in ihrer Symptomatik zusammengefaßt. Da sind mir mal wieder die Hände gebunden, denn der Homöopath behandelt 10 verschiedene Fälle von Zystitis sicher mit ungefähr 8 verschiedenen Arzneien (jeder kriegt eine individuelle!). Jetzt kann ich eigentlich fast nur die entsprechende Lektüre empfehlen, oder etwas rausschreiben, damit Sie evtl. mal Lust bekommen, selbst zu stöbern. Also, ich bin bei Enders´Handbuch Homöopathie.
Reizblase:
Wenn keine Auslösung bekannt ist / nächtlicher Harndrang - Petroselinum D6.
nervöse Reizblase/akut/plötzlich/am falschen Ort auftretend/schlanke Menschen - Aconitum D30.
Ähnliche Beschwerden, aber rundliche Menschen mit roten Wangen - Belladonna D30
Hektische Menschen mit Erwartungsängsten/Harndrang vor jedem Ereignis - Argentum nitricum D30
Folge von Überanstrengung/Unterkühlung/Durchnässung - Rhus tox D30
Auslöser Unterkühlung / sitzen auf kaltem Untergrund / feuchtkaltes Wetter als Auslöser - Dulcamara D30.

Ihre Yuppies sind auch dabei (Argentum nitricum und Aconitum) :-)

Dies waren die Mittel für Reizblase, nicht Entzündung. (Dafür Apis, Cantharis, Causticum und Pyrogenium, das letzte für die fiebrigen Entzündungen)
Es wird noch eine Ausleitung empfohlen: Berberis D3 und Solidago D3 als "Nierentropfen".

Die Homöopathie ist äußerst schwierig zu "händeln". Hätte ich jetzt einen Einzelfall mit ausführlicher Beschreibung bekommen, hätte ich einige Bücher gewälzt und herausgekommen wäre evtl. sogar ein noch anderes Mittel.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 22:13           
Nett........

aber Zauberkram.

schumacher
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 23:44           
Moin,Regina!

Ich darf noch mal einen Satz meines postings von S.1 hervorkramen:

>Natürlich ist hier der Phantasie des Meisters Tür und Tor geöffnet,entsprechend gibt es Myriaden von Konzepten , die für sich
genommen frappierend überzeugend wirken (und eine entsprechende Anhängerschaft haben!)<

Was homöopathisch abläuft sind "Deutungen".Jeder Homöopath versucht die wesentlichen Punkte des jeweiligen Menschen und der momentanen Abweichung über das passende Mittel/Konzentration zu heilen.
Es gibt in diesem Sinne keine Möglichkeit der Erfolgskontrolle, außer der , dass der Patient zufrieden ist; einen "Wirkmechanismus" der objektiven Art gibt es nicht. Aus diesem Grunde fallen alle "gestandenen" empirisch-analytischen Nachweisversuche homöopathischer Therapien überwiegend schlecht aus im Vergleich zu "Schulmedizinischen" Verfahren: Leberwerte messen,EKG,Blutdruck usw..
Auf diese Weise werden die Kategorien niemals zusammenkommen können.
Andererseits ist doch schon eine Menge erreicht, wenn der Patient zufrieden ist, wenn man es denn in der Arztpraxis aktivieren könnte.
Das fatale ist das Phänomen der negativen Selektion in einer Arztpraxis . Sie haben es i. d. R. mit knackigen Krankheitsbildern zu tun, wo sie eine Lösung mit hoher(!) Verlässlichkeit der Wirkung brauchen.Sie würden einen Teil Ihrer Patienten in einer normalen Kassenpraxis mit Homöopathie auch zufriedenstellen, aber eine exorbitante Erhöhung ihrer Komplikationsraten bei den übrigen Patienten bekommen.
Ich weiß, dass das jeder aufrechte Homöopath bezweifelt, aber wie viel akute Krankheitsbilder haben sie Aug in Auge gesehen, außer wenn Sie sich selbst beobachten?Ich sehe 12.000 Patienten im Jahr und es sind genügend dabei, die ohne Cortison, Antibiotika und Skalpell ausgesprochene Nachteile hätten.
Wenn Sie sich nicht ausreichend der Grundlagen ihres Erkenntnisgewinns bewusst sind und behaupten einen "kausalgesetzlichen" Ablauf der Homöopathie et al. erfüllen Sie Ihre persönliche Wunschvorstellung und haben eine Menge Verantwortung übernommen für die Empfehlungen ,die Sie geben.
Wie gesagt, man müsste als Arzt feststellen können in welcher Kategorie man seinem Patienten am besten begegnet ( und ihm ggfs. vermitteln können, dass er doch in der empirisch-anlytischen Kategorie am besten aufgehoben ist!) ;-)

ama
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 23:55           
>schumacher
>unregistriert
>erstellt am: 18. April 2001 23:44

>Wie gesagt, man müsste als Arzt feststellen
>können in welcher Kategorie man seinem
>Patienten am besten begegnet...

Das geht doch, sogar ganz einfach: Ein Schild "Homöopathie" an die Haustür!

Wer dann noch in diese "Arzt"praxis geht, unterliegt den darwinischen Selektionsmechanismen zur Intelligenz, oh, Pardon, ist ihnen unterlegen.

ama
http://www.officialdarwinawards.com
(über Selektionsmechanismen, posthum)

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 19. April 2001 00:41     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Manno, Onkel Behrmann,

müssen Sie Ihre Kinder nicht auch manchmal be- zaubern ?

Und sich nachher wundern, wie gut das gelegentlich funktioniert ?

PR

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 19. April 2001 01:06     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Rapp: gemeint bei der Homöopathie, und zwar sowohl bei den Bfürwortern als auch bei den Ungläubigen, ist aber NICHT der Placebo-Effekt. Den hat jedes Medikament.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 19. April 2001 01:32     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
und jeder Heiler, das ist ja unser Dilemma.

PR

Regina
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 08:58           
Wacht doch endlich mal auf! Nicht ich bin die Gläubige, ihr seid es. Ihr GLAUBT, daß die Bakterien Auslöser der Erkrankung sind, obwohl ihr Fälle habt, die bakteriell saniert sind und trotzdem Infektsymptome haben.
Vehementes Ablehnen einer Methode, die ihr gar nicht ausprobiert habt und auch nicht bereit seid, auszuprobieren: Das nenne ich Fanatismus / Dogmatismus / blinder Glaube.

Ich habe nicht vom Placebo-Effekt geredet. Ich kenne den Placeboeffekt und kann ihn von Wirkung unterscheiden.

Schade.

Hoefer
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 11:42           
An Regina

Sie schrieben:

> Ich habe nicht vom Placebo-Effekt geredet. Ich kenne den Placeboeffekt und
> kann ihn von Wirkung unterscheiden.

Wie denn ?!

Wenn das stimmen wuerde, haetten Sie saemtlichen Aerzten etwas voraus.

Das einzige, was Sie im Einzelfall feststellen koennen, ist, ob es einem
Patienten besser geht. Mehr geht prinzipiell nicht. Das liegt in der
Natur der Sache. Was meinen Sie, warum Placebo-kontrollierte Studien
ueberhaupt noetig sind?

Es kann im Einzelfall ausserdem sein, dass

- die Erkrankung ihren natürlichen bzw. einen zyklischen Verlauf genommen hat

- Ihre Diagnose falsch war

- es sich eventuell nur um eine zeitweise Verbesserung der Stimmung des
Patienten gehandelt hat, was keine Heilung bedeutet

- Ihre Grundeinstellung Ihre Wahrnehmung verzerrt hat

All diese Faktoren spielen eine Rolle.

Ich glaube uebrigens nicht, dass Sie die Bedeutung des Placeboeffekts
richtig einschaetzen.

MFG,

A. Hoefer

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 13:26           
Das pseudomedizinische Dünnbrettbohrertum ist allzuoft mit unglaublicher Arroganz gepaart.

Regina:
Wacht doch endlich mal auf! Nicht ich bin die Gläubige, ihr seid es. Ihr GLAUBT, daß die Bakterien Auslöser der Erkrankung sind, obwohl ihr Fälle habt, die bakteriell saniert sind und trotzdem Infektsymptome haben.
Vehementes Ablehnen einer Methode, die ihr gar nicht ausprobiert habt und auch nicht bereit seid, auszuprobieren: Das nenne ich Fanatismus / Dogmatismus / blinder Glaube.
Ich habe nicht vom Placebo-Effekt geredet. Ich kenne den Placeboeffekt und kann ihn von Wirkung unterscheiden.

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 13:28           
Bei Hochpotenzen gibt es keinen Plazeboeffekt des HEILMITTELS.Denn das ist nicht drin.Gibt es vielleicht Homöopathen die nur mit niedrigen Potenzen arbeiten-denn das simile similibus curuntur(?) gefällt mir als Idee immer wieder.Ich verstärke ja auch die Schleimbildung bei Bronchitis.Vielleicht ist ein Teil der Lehre gar nicht so schlecht?Nur die Interpreten.Und die Nachweise.

Regina
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 13:34           
Wo sind denn eigentlich mal ein paar Homöopathen, die mich unterstützen? Habt ihr die schon alle rausgeekelt?
Zwei Dinge: Die Einschätzung, daß bei homöopathischer Behandlung schulmedizinisch vorbehandelter Patienten eine gewisse "Heilungs"rate und eine gewisse "Verkomplizierungs"rate auftreten würde, teile ich. Jede homöopathische Behandlung, die ich beobachte, durchläuft das Schema Erstverschlimmerung, Auftreten alter Krankheiten, ja sogar massives Auftreten der Krankheiten, unter denen der Patient je gelitten hat, die dann - und das ist das Problem - nicht allopathisch behandelt werden dürfen. Glauben Sie mir, ich habe nicht schlecht gejammert in der homöopathischen Behandlung. Später ist man dann die Sachen richtig los. Es ist einfach unglaublich. Ich fand schon den puren Behandlungserfolg einfacher Krankheiten (Nennen Sie mir ein Mittel gegen Schnupfen, ein richtiges, das innerhalb von Stunden bis zur Schnieffreiheit wirkt! Nennen Sie mir ein Mittel gegen Schnarchen, aber bitte keine schrecklichen Schlafmasken! Der Homöopath kann das) einfach enorm, aber der Langzeitbehandlungserfolg in dem Sinne, daß man einfach nicht mehr krank wird, obwohl alle anderen mal wieder die Grippe / Heuschnupfen etc plagt, ist phänomenal.

Das schiebt ihr alles in die Placebo-Ecke. Ihr macht es euch einfach.

Das mit dem Placebo war eigentlich das zweite: Es gibt so eine Euphorie, wenn man ein neues Mittel nimmt, egal, ob jetzt ein allopathisches, phytotherapeutisches oder sonstwas. So eine Art Erleichterung: Jetzt habe ich was dagegen. Da fühlt man sich einfach besser. Das verstehe ich unter Placebo-Effekt. Wahrscheinlich naiv. Wenn die Krankheitssymptome weggehen, nenne ich das Wirkung.
Wenn ihr unter Placebo-Effekt die Aktivierung der Selbstheilungskräfte versteht, dann habt ihr das m.E. zu weit gefaßt. Die Homöopathie aktiviert zwar die Selbstheilungskräfte, aber nicht weil eine anteilnehmende Person ein Milchzuckerkügelchen verabreicht, sondern weil das Milchzuckerkügelchen eine bestimmte homöopathische Information enthält.
Ja, ich habe den Ärzten was voraus: Entscheidungsfreiheit, weil ich nicht soundsoviel "Fraustunden" in eine bestimmte Theorie gesteckt habe, die man natürlich dann nicht mehr so gern aufgibt.
Herr Hoefer: Danke für die gesittete Antwort.

ama
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 13:47           
>Regina
>unregistriert
>erstellt am: 19. April 2001 13:34

>Wo sind denn eigentlich mal ein paar
>Homöopathen, die mich unterstützen? Habt
>ihr die schon alle rausgeekelt?

Die bleiben lieber ganz weit fern, weil sie nichts können, und wenn wir denen ihr Nichtskönnen um die Ohren hauen, dann sehen die ja noch älter aus, als die ohnehin schon sind.

Null Toleranz für Dummheit!

Bevor ich es vergesse: Werteste "Regina", sind Sie nicht diejenige, die in den Foren des allseits geschätzten Wegbereiters und untertänigen Werbespezialisten des Herrn Ryke Geerd Hamer herumgwirr?

ama
http://www.ariplex.com/ama/ama_josw.htm
(über lebensgefährlichen Wahnsinn und seine Werbung)

Regina
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 14:50           
Herr Behrmann: Danke für die Verdopplung meines Beitrags.
Dr. C.R. Danke für die kleine Zustimmung. Es ist wirklich ein faszinierendes Prinzip: Bei kalten Händen kann man die an einer Wärmequelle wärmen (allopathisch - Gegenmittel), aber auch in kaltes Wasser halten / mit Schnee einreiben (Ähnlichkeitsprinzip). Das zweite schult den Körper, Selbstheilungskräfte einzusetzen.
Der Enders dürfte Ihnen gefallen, er empfiehlt in seinen Büchern meistens Tiefpotenzen. Damit kriegt man zwar nicht die große Heilung hin, aber wie gesagt, als Ergänzung, wenn man nicht weiterkommt, oder auch als Alternative, denn Antibiotika / Cortison haben ja bekannte "Neben"wirkungen, die irgendwann zur Hauptwirkung werden können.
ama: Sind Sie nicht derjenige, der immer meine Beiträge im Medizin-Forum gelöscht hat?? :-) Einen Herrn Ryke Gerd Hamer? kenne ich nicht, wahrscheinlich sollte ich ihn kennenlernen??

Nochmal zur Verkomplizierung der Fälle unter homöopathischer Behandlung. Das Wort "exorbitant" hatte ich überlesen. Es stimmt leider. Wir dürfen nicht vergessen, daß wir alle schulmedizinisch vorbehandelt (das fängt mit der künstlichen Befruchtung an und hört mit der Einleitung der Geburt nicht auf) sind. Diese Maßnahmen verkomplizieren jede homöopathische Behandlung. Man muß Blockaden auflösen, Anti-Impfmittel einsetzen, der Darm muß auch saniert werden etcetc. Wir sind alle schulmedizinisch geprägt und die wenigsten sind bereit, die "Strapazen" einer homöopathischen Behandlung auf sich zu nehmen oder sich auch nur in die - ganz andere - Denkweise - einzuarbeiten.

Sabine
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 15:11           
>Wir dürfen nicht vergessen, daß wir alle schulmedizinisch vorbehandelt (<b>das fängt mit der künstlichen Befruchtung an und hört mit der Einleitung der Geburt nicht auf</b> ) sind.

Was ist denn das für eine aberwitzige Behauptung?

ama
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 15:44           
>Regina
>unregistriert
>erstellt am: 19. April 2001 14:50

>Bei kalten Händen kann man die an
>einer Wärmequelle wärmen (allopathisch -
>Gegenmittel), aber auch in kaltes Wasser
>halten / mit Schnee einreiben
>(Ähnlichkeitsprinzip). Das zweite schult
>den Körper, Selbstheilungskräfte
>einzusetzen.

Was für eine idiotische Behauptung Sie sich hier erlauben!

Bei kaltem Wasser oder Schnee oder Eis wird dem Körper Wärme entzogen. Im Zweiten Weltkrieg sind unzählige Soldaten durch solche Erfrierungen ums Leben gekommen.

Aber das ist ja alles ganz natürlich, der olle Hahnemann hat ja so recht. Sterben ist eine ganz natürlich Angelegenheit. Auch wenn die Homöopathen dabei nach Kräften nachhelfen.

Ist es da nicht schizophren, wenn sich die Homöopathen über Euthanasie aufregen?

ama
http://www.bka.de
(immer eine gute Adresse)

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 21:06           
1. es muß curantur heißen,vertippt.Nicht weil ich mit Latein angeben möchte, sondern weil es lateinisch so prägnant und kurz ist.
2.Langsam sehe ich mich in Reginas Ecke:reaktive Wärme nach Schneeeinreibung?Ob besser sei dahingestellt. Aber auch Wärme.Aktivierende Maßnahme.Gefällt mir gut.Besser als passive Wärmezufuhr.

Regina
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 21:54           
ama: Wenn Ihre Hände beim Einreiben mit Schnee nicht mehr warm werden, sollten Sie vielleicht mal einen professionellen Helfer aufsuchen. Irgendwas stimmt mit Ihrer Durchblutung nicht. Wir gehören doch zur Gattung der GLEICHWARMEN Geschöpfe mit eigener Wärmeregulierung. Ein wechselwarmes Geschöpf wie Sie kühlt natürlich aus.
Übrigens sind nicht nur Leute im Schnee gestorben, sondern auch in der Hitze / Feuer.
Dr. C.R.: Würde mich wirklich freuen, wenn ich mit der ganzen Tipperei erreicht hätte, daß Sie oder der eine oder andere Mediziner ein Homöopathie-Buch mal zur Hand nimmt. Wie ich mal sagte, Ex-Allopathen gehören zu den besten homöopathischen Heilern und Theoretikern.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 22:09           
Hoö-Buch:
Früher war ich besser.....und habe mal was ganz gelesen.
Habe alle weggeschmissen - bis auf 2.

Davon schaffe ich 2 - wenns hochkommt 3 Seiten.Und dann kommts einem aber auch schon hoch.

Es ist mir völlig schleierhaft,wie ein normaler Mensch diesen Dummfug auch nur 5 Minuten aushält.

Hoefer
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 22:17           
Ich muss doch noch einmal einen Link zu
einem ziemlich guten Artikel zur Homoeopathie
angeben:

http://www.gwup.org/themen/berichte/homoepathie.html

Hier wird auch auf einige Beispiele eingegangen, die bei
oberflaechlicher(!) Betrachtung der Simile-Regel zu folgen scheinen(!).

[Zitat]
* manche Schutzimpfungen (Stimulation der Infektionsabwehr: Antikörperbildung durch lebende oder inaktivierte Erreger)

* Hyposensibilisierung von Allergikern

* Aktivierung chronischer Gelenkentzündungen durch Mittel, die lokal entzündlich wirken

* Reduzierung der schädlichen Wirkung von Tetrachlorkohlenstoff auf die Leber durch Vorbehandlung mit kleinen Dosen (40). Ähnliche Gewöhnungseffekte treten auf bei Barbituraten, Benzo-Diazepinen und Alkohol

* Toxische Schwermetalle sollen die Bildung von schwermetallbindenden Proteinen induzieren. So würde der Organismus unempfindlicher gegen eine erneute Belastung (27,40). Das könnte die vorbeugende Wirksamkeit einiger Homöopathika gegenüber Vergiftungen erklären

* Manche Arzneien lösen in hoher Dosis tatsächlich Symptome aus, die denen der Krankheiten ähneln, die mit diesen
Arzneimitten behandelt werden, so etwa Carbamacepin, das man gegen epileptische Anfälle verwendet Auch für das Phänomen der "Arzneipotenzierung" gibt es gewisse Belege (27). Diese "Wirkungsumkehr", daß verdünnte
Arzneimittel besser wirken als konzentrierte, gilt in gewissen Grenzen für das bereits erwähnte

* Carbamacepin, das in kleinen Dosen krampfhemmend wirkt - allerdings unabhängig davon, ob es "potenziert" oder nur
verdünnt wird! - in hoher, toxischer Dosis aber Krämpfe auslöst, für das

* Narkotikum Ketamin, das in hohen toxischen Dosen den Patienten nicht mehr in Narkose hält, weil unterschiedliche Rezeptoren verschieden empfindlich reagieren, und für den

* Morphin-Antagonisten Naloxon, der in niedriger Konzentration präsynaptische Opiat-Rezeptoren blockiert und damit
Endorphine freisetzt, in hoher Konzentration aber postsynaptische Opiatrezeptoren blockiert, also die Wirkung endogener oder exogener Opiate aufhebt.
[Zitatende]

Es wird allerdings dazu bemerkt:

[Zitat]
Gelegentlich wirken also niedrige Dosen besser als hohe. Das heißt aber nichts anderes, als daß Medikamente, die man in
der richtigen Dosis einsetzt, besser helfen als wenn man zu viel davon nimmt.
[Zitatende]

Auch ueber den Placeboeffekt gibt es hier interessante Informationen.

MFG,

A. Hoefer

ama
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 22:49           
>Regina
>unregistriert
>erstellt am: 19. April 2001 21:54

>ama: Wenn Ihre Hände beim Einreiben mit
>Schnee nicht mehr warm werden, sollten Sie
>vielleicht mal einen professionellen
>Helfer aufsuchen.

Bei Unterkühlung ist nicht mehr genug Wärme im Körper.


>Irgendwas stimmt mit Ihrer Durchblutung
>nicht. Wir gehören doch zur Gattung der
>GLEICHWARMEN Geschöpfe mit eigener
>Wärmeregulierung.

Sie erzählen lebensgefährlichen Stuß. Ich Ähnlichkeit mit Joswig wird immer größer.

ama
http://www.psychiatrie.de
(...)

ama
unregistriert
erstellt am: 19. April 2001 22:51           
>Regina
>unregistriert
>erstellt am: 19. April 2001 21:54

>ama: Wenn Ihre Hände beim Einreiben mit
>Schnee nicht mehr warm werden, sollten Sie
>vielleicht mal einen professionellen
>Helfer aufsuchen.

Bei Unterkühlung ist nicht mehr genug Wärme im Körper.


>Irgendwas stimmt mit Ihrer Durchblutung
>nicht. Wir gehören doch zur Gattung der
>GLEICHWARMEN Geschöpfe mit eigener
>Wärmeregulierung.

Sie erzählen lebensgefährlichen Stuß. Ihre Ähnlichkeit mit Joswig wird immer größer.

ama
http://www.psychiatrie.de
(...)

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