Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Sonderschule!?
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unregistriert
erstellt am: 06. April 2001 12:24           
http://www.dialog-gesundheit.de/imdialog/interviews/050401.htm

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Interviews 2001
"Geld fehlt nicht"
Die Woche-Interview mit
Bundesgesundheitsministerin
Ulla Schmidt am 05. April 2001
Ulla Schmidt will Ärzte und
Patienten zur SPARSAMKEIT
erziehen. Ihr Ziel: Schluss mit
mittelmäßiger Versorgung zu hohen
Preisen
DIE WOCHE:: Bei der
Pflegeversicherung droht
sowieso ein großes Defizit. Nun
hat das
Bundesverfassungsgericht
entschieden, dass die Beiträge
für Eltern verringert werden
müssen. Wie wollen Sie dem
absehbaren Kollaps begegnen?
Ulla Schmidt: Ich bin nicht
glücklich über das Urteil. Mir
wäre es lieber, die
Pflegeversicherung bliebe so,
wie sie ist. Eine gute
Familienpolitik kann mit
Steuerentlastungen oder mit
einem höheren Kindergeld
etwas für die Familien tun,
nicht aber über den Umweg
Beitragserleichterungen für
Eltern bei der
Pflegeversicherung.
DIE WOCHE: Welche
Konsequenz ziehen Sie aus dem
Urteil der Verfassungsrichter,
höhere Beiträge für Kinderlose
oder weniger Leistung?
Schmidt: Wir müssen das
Urteil zunächst genau
analysieren. Noch sind eine
Reihe von Fragen offen.
Etwa wie lange Eltern nur
reduzierte Beiträge zu zahlen
brauchen. Nur während der
Ausbildung oder solange die
Kinder noch zu Hause
wohnen? Ferner ist offen, ob
die Beitragsentlastung bei
Eltern auch für den Teil des
Pflegeversicherungsbeitrags
gilt, der vom Arbeitgeber
getragen wird. Oder steigen
wir hier ganz aus der
paritätischen Finanzierung
aus?
DIE WOCHE: Dann bleiben
also nur Leistungskürzungen.
Schmidt: Das wird schwierig.
Wir brauchen dringend
Verbesserungen bei der
Pflege von altersverwirrten
oder psychisch kranken
Menschen. Dafür sollen
jährlich 550 Millionen Mark
ausgegeben werden, und
daran werde ich nicht rütteln.
Eine älter werdende
Gesellschaft benötigt auf
Dauer mehr Aufwendungen
für Pflegeleistungen.
DIE WOCHE: Schon vor dem
Urteil wurden Sie von
streikenden Ärzten, steigenden
Beiträgen und unzufriedenen
Patienten auf Trab gehalten.
Schmidt: Viele Menschen
haben das Gefühl, dass sie
beim Arzt nicht mehr die
Behandlung bekommen, die
sie brauchen. Immer häufiger
wird die Frage nach der
Krankenkasse gestellt, bevor
der Patient einen
Behandlungstermin
bekommt. Und wenn es die
"falsche Kasse" ist, heißt es
oft, der Patient könne erst in
vier Wochen in die
Sprechstunde kommen. Das
muss ausgeräumt werden.
DIE WOCHE: Mit dem
Verzicht auf die
Kollektivhaftung der Ärzte für
Budget-Überschreitungen bei
Medikamenten geben Sie ein
Instrument zur
Kostendämpfung aus der Hand,
ohne eine Alternative zu haben.
Schmidt: Die
Kollektivhaftung ist ein
unwirksames Instrument.
Auch meine Vorgänger
haben es nie angewendet.
Meine Alternative sind
Orientierungsgrößen für jede
einzelne Arztpraxis. Das
Budget der Praxis soll sich
nach der Patientenstruktur
richten. Hat der betreffende
Arzt viele ältere Patienten,
viele chronisch Kranke,
HIV-Kranke? Statt
Kollektivregress plädiere ich
für individuelle
Verantwortung: Der einzelne
Arzt muss sich
kostenbewusst verhalten.
Wenn er das nicht tut, muss
er dafür auch individuell
haften.
DIE WOCHE: Die Ärzte haben
Ihnen den Verzicht bisher nicht
gedankt. Sie drohen mit
Protesten im
Bundestagswahlkampf. Sind die
Ärzte unersättlich?
Schmidt: Die
Ärzte-Funktionäre sind eben
sehr lautstark. Dabei hat
gerade die Kassenärztliche
Bundesvereinigung ihre
Hausaufgaben bislang nicht
gemacht. Doch durch
Drohungen ändert sich
nichts. Wir müssen vielmehr
darüber sprechen, wie wir
die vorhandenen Mittel am
sinnvollsten einsetzen. Denn
eines muss ja mal gesagt
werden: Am Geld fehlt es im
deutschen
Gesundheitssystem nicht.
DIE WOCHE: Woran hapert es
dann?
Schmidt: Lange Jahre galt:
Wer Arzt wurde, dem
standen alle Chancen offen.
Egal was angeschafft wurde:
Wenn man arbeitete, wurde
das alles bezahlt. Es gab viel
zu spät eine Diskussion über
Kostenbegrenzung. Die hat
in anderen Ländern vielleicht
schon früher angefangen.
Wir müssen diese Diskussion
jetzt auch führen. Solange es
so ist, dass es eine große
Lücke zwischen der
gebotenen Qualität und den
Kosten gibt, müssen wir
versuchen, das zu
optimieren. Und das machen
wir.
DIE WOCHE: Die Ärzte
wollen, dass immer mehr Geld
ins System gepumpt wird. Wie
wollen Sie da
zusammenkommen?
Schmidt: Solange wir für die
Ausgaben nicht die Qualität
erreichen, die möglich ist, ist
eine Forderung nach mehr
Geld sinnlos. Im Übrigen:
Die Ärzte gibt es nicht. Es
gibt viele, die finden das
Abrechnungssystem
ungerecht. Wenn sie viel
gearbeitet haben und ihnen
wird dann über das
Punktesystem Geld
abgezogen - das ist
unbefriedigend. Die Ärzte
und Ärztinnen in
Ostdeutschland haben
zusätzliche Probleme: Die
noch nicht stattgefundene
Angleichung der
Lebensverhältnisse wirkt
auch bei den
Arzt-Honoraren. Viele haben
sich nach der Wende hoch
verschuldet, um eine Praxis
aufzubauen, und haben jetzt
finanzielle Probleme. Dafür
habe ich viel Verständnis.
Aber ich kann diese
Probleme nicht kurzfristig
lösen.
DIE WOCHE: Müssen nicht
auch die Patienten sparsamer
werden?
Schmidt: Die Kasse kann
nicht stets die teuren
Originalmedikamente
bezahlen, sondern in der
Regel sollten preisgünstigere
Nachahmer-Produkte
verschrieben werden. Daran
müssen sich die Patienten
gewöhnen. Wer unbedingt
das Originalmedikament
haben will, muss das dann
auch aus eigener Tasche
bezahlen. Zudem hat der
Arzt natürlich die
Möglichkeit,
Originalpräparate zu
verschreiben, wenn er das
therapeutisch begründen
kann. Auch sollen Patienten
einmal im Quartal eine
Abrechnung über die
ärztlichen Leistungen
erhalten. Wenn die Patienten
die Preise dafür vor Augen
haben, schafft das mehr
Transparenz und mehr
Kostenbewusstsein. Dazu
werde ich noch in diesem
Jahr ein
Datentransparenz-Gesetz auf
den Weg bringen.
DIE WOCHE: Wollen Sie auch
die Versicherten stärker
belasten, die sich großen
Risiken aussetzen,
beispielsweise riskanten
Sportarten?
Schmidt: Es gibt zu wenig
Paraglider, als das sich das
lohnte.
DIE WOCHE: Das können ja
auch Skifahrer sein.
Schmidt: Da kommen wir in
ein Dilemma. Ich bin für
Vorsorge. Dazu gehört, dass
sich der Mensch bewegt.
Doch wo beginnt die Gefahr?
Beim Langläufer, beim
Abfahrts-Skiläufer, beim
Mountainbiker? Es kommt ja
auch darauf an, wie gut oder
schlecht ich eine Sportart
beherrsche. Das sind
Diskussionen, die ich sehr
schwierig finde. Ich sehe
nicht, wie das gelöst werden
soll. Zumal die meisten
Deutschen sowieso
unfallversichert sind.
DIE WOCHE: Wann kommt
die lang angekündigte
Positivliste für Arzneimittel, die
überfüssige Medikamente aus
der Flut der 45 000 Präparate in
Deutschland entfernen soll?
Schmidt: Daran arbeiten wir.
Die Frage ist: Wie
unanfechtbar ist die Liste auf
Grund einer wissenschaftlich
fundierten Basis? Die Liste
sollte bis zum 30. Juni
vorliegen. Ich gehe davon
aus, dass wir diese Frist
verlängern müssen. Denn die
Ergebnisse sind
wissenschaftlich noch nicht
hieb- und stichfest. Ich
glaube allerdings nicht, dass
eine Positivliste viel bringt
bei der Kostensenkung . Sie
wird in erster Linie zur
Beratung der Ärzte für eine
qualitätsvolle
Arzneimitteltherapie
gebraucht.
DIE WOCHE: Wie wollen Sie
die vom Verfassungsgericht
geforderte Ungleichbehandlung
bei Rentnern beseitigen? Die
freiwillig Versicherten zahlen
Krankenkassenbeiträge für
ihre gesamten Einkünfte, die
Pflichtversicherten nur für ihre
Rente.
Schmidt: Bei Rentnern kann
man nicht grundsätzlich
etwas anders machen als bei
Arbeitnehmern: Den jetzigen
freiwillig Versicherten muss
ich die gleichen Bedingungen
wie den gesetzlich
Krankenversicherten
ermöglichen. Also ist es
richtig, die
Krankenkassenbeiträge nur
auf die Altersbezüge zu
erheben.
Interview: THEO PISCHKE,
THOMAS SCHWITALLA
ZUR PERSON
Die gelernte Sonderschullehrerin
Ulla Schmidt sitzt seit 1990 für die
SPD im Bundestag. Bevor die
51-Jährige im Januar
Gesundheitsministerin wurde,
engagierte sie sich in Frauen- und
Rentenfragen. Sie setzte durch,
dass Vergewaltigung in der Ehe
strafbar ist, und gestaltete die
Rentenreform mit. Seit 1998 war
die gebürtige Aachenerin
stellvertretende Vorsitzende der
SPD-Fraktion.
---- (c) 1993-1996 Die Woche

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Sonderschule. Kein Zweifel...

hazel
Mitglied
erstellt am: 06. April 2001 13:07     Sehen Sie sich das Profil von hazel an!   Senden Sie hazel eine eMail!     
wer hilft mir, den TEST für die sonderschule zu bestehen?

Birge Frey
unregistriert
erstellt am: 09. April 2001 23:51           
Zu dem Interview habe ich eine Frage:wenn sich nach Meinung von Frau Schmidt eine Abgabe auf Sportgeräte nicht lohnt,weil viele Menschen eine Unfallversicherung haben....Rechnen Ärzte eine z.B. Sprunggelenkverletzung direkt mit der Unfallversicherung des Patienten ab oder mit dem Abrechnungsschein bei der Krankenkasse?Nach meiner Erfahrung verlangen Ärzte immer die Chipkarte,auch bei Sportverletzungen.Sogar bei Verletzungen nach Autounfällen-Hws-Syndrom-hat noch keine Krankenkasse nach der haftenden Versicherung nachgefragt,obwohl auf dem Abrechnungsschein "unfallfolge"angekreuzt war.Zahlen die Unfallversicherungen und die Kfz-Haftpflichtversicherungen eigentlich für all diese von niedergelassenen Ärzten erbrachten Leistungen Pauschalen an die Krankenkassen?Und wenn ja,sehen die Ärzte etwas von diesem Geld oder ist das in der Gesamtvergütung mit drin?Und wenn nein,warum können Ärzte nicht über die GOÄ direkt mit diesen Versicherungen abrechnen?Zu dieser Frage habe ich noch in keinem Forum etwas gelesen,aber die Ministerin behauptet ja,dass die Unfallversicherungen zahlen.Wo bleibt dieses Geld?Die vielen Sachverständigen werden mir hoffentlich antworten.
MfG,B.Frey

Seitz
Mitglied
erstellt am: 10. April 2001 19:32     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Wurde in diesem Forum schon ausführlich erklärt. Abrechnung über die Krankenkasse. Die holt sich das Geld von der Unfallversicherung.

m.s.

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