Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi669.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


*





Senden Sie diese Seite per eMail an einen Freund!
  Foren
  Gesundheit im Dialog
  Vom Umgang mit Ärzten

Ich will ein neues Thema erstellen  Antwort erstellen
Profil | Registrieren | Voreinstellungen | Hilfe | Suchen

nächster neuer Beitrag | nächster älterer Beitrag
Autor Thema:   Vom Umgang mit Ärzten
Seitz
Mitglied
erstellt am: 23. März 2001 12:21     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Schweigen im Blätterwald

Eine Geschichte, die der gemeine Krankenkassenhasser nicht besser erfinden könnte: Die Geschäftsführer der Betriebskrankenkassen Düsseldorf und Jagenberg-Rheinmetall schließen mit Komplizen Verträge, um ihre Kassen im großen Stil zu betrügen. Die BKK Düsseldorf steckt in Schwierigkeiten, ihr Verwaltungsrat will fusionieren und beauftragt den Geschäftsführer mit der Partnersuche. Der kümmert sich schon deshalb nicht darum, weil er nach einer Fusion sicher nicht mehr alleine Verträge mit Leistungserbringern abschließen kann - deren Schmiergelder ihm offenbar beträchtliche Einnahmen bescheren.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates nehmen die Untätigkeit hin. Erst als die Kasse ihren Beitragssatz auf 14,3 Prozent anheben muß, schwant ihnen, daß etwas nicht stimmt. Trotzdem unternehmen sie nichts. Der Geschäftsführer fliegt erst im Zuge der Ermittlungen gegen eine Abrechnungsfirma auf, die andere BKKen veranlaßt haben. Selbstkritik im Aufsichtsgremium? Fehlanzeige. Statt dessen übt sich der Verwaltungsrat in Selbstgerechtigkeit. Man habe sich keine Vorwürfe zu machen, gegen -Kriminelle diesen Kalibers könne inan nichts ausrichten, meint die Verwaltungsspitze. Nachdem die Verwaltungsräte ihr Unvermögen unter Beweis gestellt haben, überlassen sie ihre Ämter nicht etwa Leuten, die etwas davon verstehen. Nein, sie lassen sich vom nordrhein-westfälischen BKK Landesverband Nachhilfe im Aufsichtführen geben. Wenn die BKK Düsseldorf bis Ende des Jahres einen Fusionspartner gefunden hat, wird alles wieder gut und der Beitragssatz vielleicht niedriger, glauben die ehrbaren Verwaltungsräte.

Bislang hat der Betrugsskandal nur in der Region für Aufsehen gesorgt, obwohl er erhebliche Ausmaße hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen weit über 20 Personen, eine Abrechnungsfirma, Rehakliniken und Sanitätshäuser, auch eine Werbeagentur war offenbar mit von der Partie. Trotzdem greifen bundesweit erscheinende Medien die Geschichte kaum auf. Vielleicht aus einem einfachen Grund: Ärzte scheinen an der Affäre nicht beteiligt zu sein. Würde ein derartiges Komplott aus Medizinnerkreisen bekannt, wären die Zeitungen voll davon. Und nicht nur das: Es wäre Anlaß, einmal mehr über die abzockenden Ärzte zu schimpfen und laut danach zu verlangen, die Mediziner generell schärfer ins Visier zu nehmen.

Im Zuge des BKK-Skandals ruft keiner danach, einmal grundsätzlich über die Fähigkeiten der Kassen zur Selbstkontrolle nachzudenken. Dabei würde sich das sicher lohnen. Die kriminellen Aktivitäten des BKK-Geschäftsführers sind wohl ein Einzelfall. Aber ob die Unfähigkeit und Selbstgerechtigkeit des Aufsichtsgremiums auch eine singuläre Erscheinung sind, ist mehr als zweifelhaft.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 23. März 2001 22:56     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Aufsichtsgremium ???
Wer denn, wie denn, wo denn ?

Was ich seit längster Zeit beklage, und worüber eben auch keine Sau schreibt, ist:
Aufsicht findet in der GKV einfach nicht statt.

Die Aufsichtsgremien sind jahrzehntelang konstant mit denselben desinteressierten und inkompetenten Gewerkschaftshonoratioren besetzt. Schon mal was von Sozialwahlen gehört ? Meist findet da Friedenswahl statt, also keine Wahl.

Hier profitieren die Kassen von ihrem öffentlich-rechtlichen Status. Woanders benehmen sich ihre Bosse keinen Fatz anders als die Wirtschaftsbosse der Welt: catch as catch can.

TRANSPARENZ !!!

PR

Alle Zeiten sind GMT (DE)

nächster neuerer Beitrag | nächster älterer Beitrag

Administrative Optionen: Beitrag schliessen | Archivieren/Bewegen | Beitrag löschen
Ich will ein neues Thema erstellen  Antwort erstellen
Gehe zu:

Kontakt | http://www.dialog-gesundheit.de

Powered by: Ultimate Bulletin Board, Version 5.44a
© Infopop Corporation (formerly Madrona Park, Inc.), 1998 - 2000.
Deutsche Übersetzung von thinkfactory.



*

[ zur Einleitung der Dokumentation ]


hier geht's weiter !
[ Das Amalgam-Zentrum ]


Copyright Inhalt © der jeweilige Autor
Copyright laut Datenbank-Richtlinie © 2002 Gesundheitsministerium
Copyright Dokumentation © 2002
Aribert Deckers
and
Copyright Dokumentation © 2002
Antares Real-Estate

Jegliche Weiterverwendung der Texte der Amalgam-Page ist verboten.
Verlage dürfen sich wegen der Nachdruckrechte per Email an mich wenden.
Aribert Deckers