Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi652.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Homöopathie als Kriminalfall
Renate Ratlos
unregistriert
erstellt am: 17. März 2001 02:15           
Ein Homöopath kann weder diagnostizieren noch behandeln.

Daß ein Homöpath dazu auffordert, bei einer Infektion zu einem Homöopathen zu gehen, ist kriminell.

RR

http://f24.parsimony.net/forum55247/messages/3043.htm

[Zitatanfang]
Re: Tetanus auffrischen wegen Borreliose ???
[ Forum Impfen ]
Geschrieben von Thomas am 16. März 2001 07:45:07:
Als Antwort auf: Tetanus auffrischen wegen Borreliose ??? geschrieben von Renate am 15. März 2001 09:26:30:
Hallo Renate,
wenn man an Impfungen glaubt, dann ist die Tetanusschutzimpfung nach Zeckenbiß nicht wegen der Borreliose nötig, sondern weil der Zeckenbiß eine Verletzung der Haut ist, durch die Tetanuserreger eindringen könnten.
Es stimmt, daß Tetanusimpfung umstritten ist, die Zahlen, die ich kenne lauten: in D ca. 40 Infektionen pro Jahr, 1/3 bis 2/3 (ja nach Quelle) hatte vollständigen Impf'schutz'. Leider weiß ich nicht mehr, woher ich das habe.
Zur Borreliose: die Rötung nach einem Zeckenbiß bei Borreliose hat eine sehr auffällige Ringform, ein wirklich kreisrunder Ring (keine Fläche!), der nach und nach größer wird. Dieser Ring muß aber nicht auftreten, trotzdem kann eine Borreliose-Infektion vorliegen. Eine Rötung der die Bißstelle umgebenden Haut kann eine ganz gewöhnliche Reaktion auf das Eindringen von Fremdstoffen sein (meines Wissens haben Zecken - genauso wie Mücken - irgendwelche gerinnungshemmende Stoffe in ihrem Speichel, auf die das Immunsystem reagiert).

Noch eine Warnung an diejenigen, die nun Deine homöopathischen Behandlung gelesen haben: bitte nicht jetzt Alle, die einen Zeckenbiß hatten, Borrelia, Ars.j. und Nux.v. schlucken! Homöopathie behandelt keine Krankenheiten (und damit auch nicht Borreliose) sondern kranke Menschen, und die sind alle verschieden. Also bitte: wenn ihr eine Borrelioseinfektion vermutet (oder sonst irgendeine), geht zu einem Homöopathen und schluckt nicht einfach irgendetwas, nur weil es einem Bekannten geholfen hat. Das ist keine Homöopathie, das kann sogar schaden!
Gruß
Thomas
[ Forum Impfen ]
[Zitatende]

--
"Wie gerne wäre ich noch einmal alt", sagte die junge Leiche.
(?)

Marie
unregistriert
erstellt am: 17. März 2001 18:35           
Homöopathen sind auch Ärzte, wieso können sie nicht diagnostizieren und behandeln?

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 17. März 2001 19:52           
Normalerweise nicht.
Es gibt manche Ärzte,die Hoö machen,wenn die Kasse nicht mehr stimmt.

Petra Heb
unregistriert
erstellt am: 19. März 2001 11:26           
herr behrmann,
was soll der spruch nun schon wieder? es gibt tatsächlih ärzte, die auf ihre schilder *homöopathie* drucken lassen, aber das wort nicht korrekt aussprechen können.

homöopathie hilft. richtig angewendet natürlich. das ist eine tatsache, da können sie noch so lange die augen verschliessen. wenn es nun diese schonende und kostengünstige möglichkeit gibt, warum sollte man sie nicht verwenden?
ich habe ncihts gegen antibiotika etc. aber wenn es eine andere möglichkeit gibt, und die situation nicht brenzlig wird, sollte man es erst so probieren!
zu sagen, dass ärzte homöopathie betreiben um mehr patienten zu haben, mag in manchen fällen stimmen, aber ganz oft helfen homöopathisch ausgebildete ärzte ihren patienten wirklich und das spricht sich herum!

Marie
unregistriert
erstellt am: 19. März 2001 13:20           
Kasse lässt sich mit Homöopathie ganz sicher nicht machen, jedenfalls sind die Rechnungen, die ich von meiner homöopathisch arbeitenden Ärztin erhalte, sehr klein.
Und dass Homöopathie wirkt, daran besteht kein Zweifel.
Schlimm finde ich, dass es auf diesem Gebiet so viele Stümper gibt, es fehlen einfach gut ausgebildete homöopathisch arbeitende Ärzte.

Renate Ratlos
unregistriert
erstellt am: 05. April 2001 22:41           
Marie:

"Kasse lässt sich mit Homöopathie ganz sicher nicht machen, jedenfalls sind die Rechnungen, die ich von meiner homöopathisch arbeitenden Ärztin erhalte, sehr klein."

Sie vergessen die "Repertorisierung". Die kostet!!!

"Und dass Homöopathie wirkt, daran besteht kein Zweifel."

Falsch.

RR
--
After 200 years of scientific research the real mechanism of homeopathy discovered!
It is not the water, but the atoms in the water, and it is not the oxygen but the
hydrogenium atom. The prescription of the medicine is engraved in the atomic hull.
See the super-atomic microscopic pictures at http://www.ariplex.com/tina/tindoom1.htm

gratisrat
unregistriert
erstellt am: 08. April 2001 00:18           
Ich kann der ratlosen Renate das Buch: "Das Gedächtnis des Wassers" empfehlen, wäre eine prima Weiterbildung für Leute, die in Sachen Homöopathie ratlos sind. Das Buch wurde übrigens von einem Physiker geschrieben, nicht von einem Heilpraktiker.

Hoefer
unregistriert
erstellt am: 08. April 2001 13:16           
An gratisrat:

Scharlatane gibt es ueberall, auch unter Physikern.
Diese Leute werden unter Fachleuten aber nicht ernst genommen.
Viele Scharlatane schreiben Buecher. Viele Laien
kaufen dann diese Buecher und einige von denen glauben
sogar das, was sie gelesen haben.

Kurz gesagt, das angebliche Gedaechtnis von Wasser ist reine Phantasie.

Als Physiker weiss man (oder sollte man zumindest wissen),
dass eine Fluessigkeit ein aesserst schlechter Informationstraeger
ist. [Ausnahmen sind Fluessigkristalle, die es im Fall von Wasser
aber nicht gibt. Kollektive Quanteneffekte wie man sie z.B. bei
Helium in der Naehe des absoluten Temperaturnullpunktes beobachtet,
gibt es bei Wasser selbstverstaendlich auch nicht.]

Eine Momentaufnahme von Wasser wuerde zwar Strukturen lokaler Ordnung
sichtbar werden lassen, diese Strukturen sind aber auf Grund der
schwachen Bindung zwischen den Wassermolekuelen extrem kurzlebig, so
dass sie bereits in einem Zeitraum von Millisekunden wieder
zerfallen.
In Wasser herrscht also ein wildes Durcheinander, was
die Bewegung der Wassermolekuele angeht.
Durch die statistische Physik werden Fluessigkeiten wie Wasser
sehr gut beschrieben. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik,
der zu den am praezisesten getesteten physikalischen Gesetzen
ueberhaupt gehoert, besagt, dass ein thermodynamisches System
(hier Wasser) im thermodynamischen Gleichgewicht
einen Zustand maximaler Unbestimmtheit (Unordnung) einnimmt.
Man sagt, dass ein solches System seine Entropie maximiert.

Eine Informationsspeicherung ist folglich NICHT moeglich!

(Wasser ist uebrigens eine aeusserst gut verstandene Fluessigkeit - was
einen eigentlich nicht verwundern sollte -, so dass auch das
Pseudoargument, dass man vielleicht in Zukunft einen
Mechanismus der Homoeopathie finden koennte, nicht zieht.)

Serioese Analysen findet man uebrigens auf folgenden Web Sites
(Allerdings kommt die Homoeopathie hier nicht gut weg.).

http://www.phys.hawaii.edu/vjs/www/med/homeop.html

"HOMEOPATHY AND SCIENCE: A CLOSER LOOK"

(u.a. von Victor Stenger, Professor Emeritus of Physics and Astronomy,
University of Hawaii)

-------------------------------------------------------------

http://www.csicop.org/si/9709/park.html

"Alternative Medicine and the Laws of Physics"

(von Robert L. Park, Department of Physics,
University of Maryland, College Park, MD)

--------------------------------------------------------------

Ausserdem gibt es u.a. folgende deutschesprachige Artikel Artikel:

http://213.198.42.139/esoterik/benveni.htm

"Beneveniste's "Theory of water" Ein Schlag ins Wasser"

(von Roland Ziegler)

---------------------------------------------------------------

http://www.gwup.org/themen/berichte/homoepathie.html

"Erfolge der Homöopathie - nur ein Placebo-Effekt?"

(von PD Wolf, Biozentrum der Universität Würzburg; Prof. J. Windeler,
Abteilung Medizinische Biometrie der Universität Heidelberg)

MFG,

A. Hoefer (Physiker)

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 08. April 2001 15:55           
Hallo Herr Höfer,


nur der Vollständigkeit wegen, folgender ergänzender Hinweis, zu Ihrer Ausführung:

"durch die statistische Physik werden Flüssigkeiten wie Wasser sehr gut beschrieben".

Dennoch stellen die Eigenschaften des Wasser etwas ausgesprochen Exotisches in der Natur dar:

01)

Wasser hat seine größte Dichte bei vier Grad, so dass gefrierendes Wasser oben schwimmt und die Fische darunter leben können.

02)

Wassermoloküle haben eine Dreiecksstruktur, bilden daher elektrische Dipole. Man nimmt an - bisher ungeklärt -, dass bei geringfügigen Änderungen der Winkel in den Dreiecken die wichtigsten Eigenschaften des wassers wegfielen.

Also die zwei Wasserstoffatome die in einem Winkel von 104,5 Grad zu dem Sauerstoffatom stehen.

03)

Elektrisch geladene Teilchen ( Ionen ) lösen sich dadurch im Wasser, indem sie mit jeweils einem Kranz von acht Wassermolekülen eingehüllt werden. Dabei paßt sowohl für positiv geladene wie für negativ geladene Teilchen die geometrische Gestalt exakt.

und einige mehr.


Insoweit hätte der Titel dieses Buches - welches ich nicht gelesen habe - besser gelautet:

" Besondere und teilweise noch immer ungeklärte Eigenschaften des Wassers ".

Wenn natürlich unter dem Terminus "Gedächtnis" der Umstand gemeint sein sollte, dass das Wasser nicht "vergißt", dass der Winkel Wasserstoff-zu Sauerstoffatom exakt 104,5 Grad beträgt (betragen muß) - ansonsten sich die liebgewonnenen Eigenschaften so wie wir sie kennen verloren gingen -, könnte man damit leben.


Hoefer
unregistriert
erstellt am: 08. April 2001 17:47           
Hallo Herr Ruf,

es stimmt natuerlich, was Sie ueber die
Struktur der Wassermolekuele schreiben
und Wasser ist sicher mit seinen
Eigenschaften ein sehr interessanteres Molekuel.

Ich denke aber, dass dies fuer die Homoeopathie nicht von
grossem Interesse ist.

Die These der Homoeopathen ist doch, dass durch
den "Verschuettelungsvorgang" die Information einer Substanz, die
irgendwann einmal im Wasser herumgeschwommen ist, weitergegeben
und sogar verstaerkt wird (wie immer sich die Leute das vorstellen).
Beim "Verschuetteln" bleibt aber natuerlich die molekulare Struktur der
Wassermolekuele erhalten.
Es handelt sich ja nicht um einen chemischen
Prozess.

Relevante Informationen koennten also prinzipiell nur durch
kollektive Effekte der Wassermolkuele (die natuerlich selbst unveraendert bleiben) weitergegeben werden.
Das passiert natuerlich nicht.

[Die Struktur der Wassermolekuele, insbesondere der Winkel von 104.5 Grad,
laesst sich uebrigens gut quantenmechanisch verstehen und
mit etwas Aufwand auch (numerisch) berechnen.]

MFG,

A. Hoefer

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 08. April 2001 19:06     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Noch ist es so, daß in der heutigen Medizin wissenschaftlich gesicherte, dazu gehört eben auch die Wiederholbarkeit und der Nachweis im Einzelfalle, Erkenntnisse Grundlage der Behandlung dienen. Ob das Wasser nun Informationen speichern kann oder nicht (Letzteres ist ja wohl sehr wahrscheinlich), der Beweis der Wirksamkeit an doppelblinden randomsierten Untersuchungen steht aus, Tierversuche sind überhaupt keine ernstzunehmenden erfolgt. Also ist der Einsatz in der Medizin genau so Humbug wie der Einsatz von Magnetenergie oder der Astrologie. Wirds bewiesen, schaun mer mal. Bis dahin: bestenfalls Gelschneiderei, auch wenns wenig ist, denken Sie an das Kleinvieh oder den steten Tropfen.

Zum Wasser: Seit Entstehung der Erde ist das Wasser im Wesentlichen schon da. Durch Stoffwechsel wird etwa alle 100 Millionen Jahre das Wasser einmal umgesetzt, Halbwertzeit also ca. 50 Mio. Jahre. Wenn also Wasser Gedächtnis hätte, wo wären denn dann die Informationen aus diesen ganzen Epochen? Weg? Kanns also doch nicht speicher? Noch da? Woher weiß ich dann, daß in der D50 mehr Mittel gegen Kopfschmerz ist als Erbinformation von irghendwelchen Echsen?

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 08. April 2001 19:08     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Sorry, Dreckfuhler: Da wird natürlich kein Gel geschnitten, sondern Geld!

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 08. April 2001 19:57           
Hallo Herr Hoefer,

kein Widerspruch. Wollte nur ein paar Worte zur Ehrenrettung unseres "wichtigsten" Stoffs loswerden.

Die Homöopathen sollten einfach einmal darüber nachdenken, dass dieses "Gedächtnis" ja in alle Richtungen funktionieren würde. Wenn ich mir vorstelle, was jeden Tag so ins Wasser eingebracht wird - und dieses nicht vergessen würde -, na dann gute Nacht Marie.

Was nun aber den medizinischen Nutzen angeht - der m.E. ausgesprochen zweifelhaft ist -, so sollte man den Anwendern die Freiheit schon lassen, hier ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln. Spätestens wenn sich die Farbe des Urins merklich verändert, die Sicht plötzlich eingeschränkt oder die "Backe" anschwillt, wird auch der überzeugste Homöopath sich seiner Schulmediziner gerne "erinnern".

Schumacher
unregistriert
erstellt am: 08. April 2001 22:04           
In dem anderen aktuellen thread über Schulmedizin et al habe ich ja mal vorsichtig neues Denken referiert.
Besagter W. Bauer (Prof für Geschichte der Medizin in Heidelberg) hat 4 Hauptdenkmodelle aus der menschlichen Historie herausgearbeitet, die jeweils auf einer für die anderen Modelle unbeweisbaren Grundlage arbeiten.
Zitat: >Sind die geschilderten vier Denkstile samit gleichwertige intellektuelle Konstrukte, die keine abwägende Bewertung zulassen?Das wäre ein Fehlschluss! Selbstverständlich bleiben empirische oder experimentelle Prüfung,Bestätigung oder Zurückweisungvon Hypothesen entscheidende Gradmesser für die Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Aussagen auch und gerade im Bereich der Medizin. Allerdings beruhen sämtliche im 20 Jhdt hierzu entwickelten rationalen Prüfverfahren- wie etwa die kontrollierte,randomisierte Doppelblindstudie- auf dem Axiom des kausalgesetzlichen,meachanisch-deterministischen Ablaufs von Prozessen in der Natur, das jedoch seinerseits von den Anhängern anderer Axiome nicht akzeptiert wird, weil es von ihnen ohne die Aufgabe des jeweiligen eigenen Denkstils nicht anerkannt werden kann.Diese wissenschaftsphilosophischen Divergenzen erklären die emotionale Heftigkeit der zahlreichen Kontroversen, die über die Frage des besten Weges in Diagnose und Therapie zwischen "Hochschul-" und "Alternativmedizinern" geführt werden.

Quelle Pieringer/Ebner (Hrsg) Philosophie in der Medizin,Springer, 2000

Renate Ratlos
unregistriert
erstellt am: 14. April 2001 07:17           
Schumacher:

"Allerdings beruhen sämtliche im 20 Jhdt hierzu entwickelten rationalen Prüfverfahren- wie etwa die kontrollierte,randomisierte Doppelblindstudie- auf dem Axiom des kausalgesetzlichen,meachanisch-deterministischen Ablaufs von Prozessen in der Natur, das jedoch seinerseits von den Anhängern anderer Axiome nicht akzeptiert wird, weil es von ihnen ohne die Aufgabe des jeweiligen eigenen Denkstils nicht anerkannt werden kann."

Übersetzt: Weil jemand nicht in der Lage zu einer logischen Deduktion aus einer Beobachtung ist, entwirft er ein Denkmodell, daß ihn dieser Pflicht enthebt, indem er seinen, ihm eigenen, religiösen Wahn als Zentrum fixiert.

RR

--
Die Esoteriker wissen von einer Energie, arbeiten und behandeln damit,
bei deren Entdeckung sie allerdings noch kurz vor dem Durchbruch sind.
(Renate Ratlos)

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 14. April 2001 12:32           
Jedem der Heiler ist ein statischer Wirksamkeitsnachweis zumutbar.Die Aussage, daß etwas heilt sagt ja noch nicht wie etwas heilt,und eine Korrelation ist nicht unbedingt kausal.Aber fordergründig wär`s uns Ärzten schon lieber, wenn wir von einer statistischen Wahrscheinlichkeit ausgehen können.Für uns, die wir viele heilen,sagt die Wahrscheinlichkeit etwas.Für den einzelnen Patienten nicht.Oder, Herr Hoefer?

Hoefer
unregistriert
erstellt am: 14. April 2001 13:46           
An Herrn Dr. C.R.

> Jedem der Heiler ist ein statischer
Wirksamkeitsnachweis zumutbar.

Stimmt!

> Die Aussage, daß etwas heilt sagt ja noch nicht wie etwas heilt,

Richtig!

Allerdings kann man aus Sicht des Naturwissenschaftlers
mitunter prinzipiell ausschliessen, dass etwas heilen kann.
Das gilt z.B. fuer homoeopathische Hochpotenzen.
Als Physiker oder Chemiker kann man in der Regel auf eine wesentich
bessere Statistik zurueckgreifen als es der Mediziner kann.
Waehrend in der Medizin Veroeffentlichungen auf Basis eines
Signifikanzniveaus von 1/20 moeglich sind, braucht man fuer
Veroeffentlichungen in den meisten physikalischen Fachzeitschriften schon
ein Signifikanzniveau von 1/10000. (Das ist in der Physik und Chemie
natuerlich auch wesentlich einfacher zu realisieren.)
Viele Dinge sind in der Physik sogar um viele Groessenordnungen genauer
bestimmt.
Daher waere z.B. eine medizinische Studie, in denen homoeopathische
Hochpotenzen als wirksam beurteilt werden, mit einer ueberwaeltigenden
Wahrscheinlichkeit fehlerhaft.

> und eine
> Korrelation ist nicht unbedingt kausal.

Das ist einer der zentralen Punkte, der von vielen Leuten oft nicht erkannt
wird. Kausalitaeten zu ermitteln, ist keine so einfache Sache wie viele
Leute meinen.

> Für uns, die wir viele heilen, sagt die Wahrscheinlichkeit etwas. Für den
> einzelnen Patienten nicht. Oder, Herr Hoefer?

Stimmt, natuerlich ist der Arzt hier der Experte.
Dafuer ist er ja da. Von den do-it-yourself-Medizinern halte ich
auch nicht besonders viel.

Die Wirksamkeit einer Therapie laesst sich aber auf jeden Fall
objektivieren. Ueber statistische Methoden ist es natuerlich moeglich,
Kausalitaeten zu extrahieren.
Claudia37 kennt sich in diesen Fragen aber wesentlich besser aus als ich.

MFG,

A. Hoefer

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 14. April 2001 14:00           
Herr Ruf, Ihrer Formulierung: "Was nun aber den medizinischen Nutzen angeht - der m.E.
ausgesprochen zweifelhaft ist -, so sollte man den Anwendern die Freiheit schon lassen, hier ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln."
könnte man durchaus zustimmen.Es gibt aber ein Gutachten des Sachverständigenrates, das die Gesundheitsausgaben, in denen auch die Ausgaben für homöopathische und andere "nicht-schulmedizinische" "Behandlungen" enthalten sind, zur qualitativen Bewertung der ärztlichen Versorgung heranzieht. Der Anteil der ambulanten "schulmedizinischen" Gesundheitsausgaben beträgt aber nur rund 20% der Gesamtausgaben.
Durchaus bemerkenswert.

DR.C.R.
unregistriert
erstellt am: 15. April 2001 13:33           
Halt, Herr Hoefer, im letzten Punkt haben Sie mich mißverstanden.Ich behaupte, daß ein statistischer Wirksamkeitsnachweis für den, der eine "statistische" Menge behandelt, schon von Interesse ist, da sein Berufserfolg, v. a. der selbsterwartete,davon abhängt, wieviele Patienten geheilt werden.Aber für den Patienten selbst, den Einzelfall, ist ein statistisches Ergebnis halt ohne besonderen Wert.Wie immer die selben Lottozahlen.Oder "geringe Malariagefahr in Kuba", um in meinem heutigen Metier zu bleiben.O.k.?Die Luft ist dünn hier oben.Stellen Sie sich vor, das würde allzu publik.Mit den Hochpotenzen haben Sie ja recht.MfG, bei uns schneit es.

Hoefer
unregistriert
erstellt am: 16. April 2001 12:50           
Hallo Herr Dr. C.R.

Sie schrieben:
> Aber für den Patienten selbst, den Einzelfall, ist ein statistisches
> Ergebnis halt ohne besonderen Wert.

Kommt darauf an, ob vor oder nach der Behandlung. Wenn mir ein Arzt sagt,
"mit dieser Behandlung werden Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 90%
gesund, ist mir das lieber als wenn er sagt, dass die Heilungschancen
nur 30% sind". Das ist wie mit den Lottozahlen vor und nach der Ziehung.

Ich glaube aber, dass wir ohnehin dasselbe meinen. Normalerweise verlaesst
man sich als Patient ja auf die Erfahrung und das Fachwissen des Arztes.

MFG,

A. Hoefer

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 16. April 2001 15:10           
Herr Hoefer, schön daß Sie so wie ich halb Mensch und halb Physiker sind.Ist Ihnen lieber bei 90%!Als Arzt muß ich aber auf diesem Boden täglich entscheiden.Dränge ich dem Patienten Malariaprophylaxe auf oder nicht.Schöne Zettel über Impfkomplikationen werden ausgeteilt, weil Juristen meinen nach dem Lesen kann ein Patient besser entscheiden.Wie Sie sagen, nach der Behandlung kann er am besten entscheiden.Man gewöhnt sich an alles.Ach wie war es ehedem....MfG

So sehe ich es ...
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 05:51           
In der Homöopathie wird versucht mit einer geringen Menge Gift zu heilen ... In der Pharmazie sind diese Giftmengen deutlich höher, viel höher, sehr hoch, auch damit versucht man zu heilen. Auf den Packungen der Pharmazie steht drauf, welche Nebenwirkungen oder gar Langzeitschädigungen Medikamente verursachen können und sie tun es auch (etwa 10.000 Medikamentenopfer pro Jahr in Deutschland!). Ich finde es zynisch nur das eine zu verteufeln, weil es möglicherweise nicht geholfen hat, weshalb das andere nicht?

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 18. April 2001 19:06     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
weil das eine eben nicht nur möglicherweise nicht hilft, sondern definitiv nicht hilft, und das andere definitiv nachgewiesen hat, geholfen zu haben (jedenfalls idealerweise)

Der Heiler
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 22:43           
Das ist Stuß in Reinkultur!
Schulmedizinische Pharmakologie ist "Wissenschaft", die die unangenehme Eigenschaft hat, sich alle Jahre zu ändern, weil der Hit von heute eventuell morgen schon das manchmal sogar tödliche Gift von gestern ist!
Die Homöopathie hat ihre Wissenschaft über inzwischen mehr als 200 Jahre betrieben und in der Hand des Kundigen ihre einzigartige Wirkung bewiesen.
Wie sagte einer oben so schön: Die schulmedizinischen Medikamente oder die OP-Verfahren seien ihm sicherer?
Hat er denn Kenntnisse von der Homöopathie?
Wer ungebildet mit Dingen umgeht, die er nicht versteht, kann schwerlich Erfolge haben.
Mit Cortison, Antibiotika oder Krebsmedikamenten kann man auch doppelblind manches beweisen - nur nicht, daß man Menschen damit gesund macht!

Contergan ist nur ein Beispiel, Tambocor und wie sie alle heißen sind inzwischen Legion. Heute Top, morgen Flop - kennen Sie das von der Homöopathie, soweit Sie davon überhaupt etwas verstehen?

Hoefer
unregistriert
erstellt am: 18. April 2001 23:38           
Aehnlichen Unsinn hat Volkmann = Heiler (man beachte, den Namen gab er sich selbst) auch schon in anderen Foren verzapft.

Seine Behauptungen zu medizinische Fragen
konnten regelmaessig widerlegt werden
- peinlicherweise nicht nur von Aerzten.
Er "dignostiziert" und "therapiert" mit pseudodiagnostischen und pseudotherapeutischen Verfahren wie Applied Kinesiology, Bioresonanztherapie, -diagnostik etc.

Als Patient erlaube ich mir, den Fall
Peter Hansen Volkmann ziemlich kritisch zu
sehen.

A. Hoefer

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