Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi651.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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  Nur noch 4% der Bevölkerung glauben den Märchen der SPD"Gesundheitsexperten"

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Autor Thema:   Nur noch 4% der Bevölkerung glauben den Märchen der SPD"Gesundheitsexperten"
Seitz
Mitglied
erstellt am: 16. März 2001 18:11     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Demoskopisches zur Budgetierung

Nicht nur Ärzte sehen die Therapiequalität durch die Arzneimittelbudgetierung in Gefahr, auch die Mehrheit der Bevölkerung sieht niedergelassene Ärzte unter Kostendruck und beklagt einen deutlichen Trend zur Zweiklassenmedizin. So sind 58% der befragten Bürger (Studie: Emnid, emphasis; Initiator: Janssen-Cilag) nicht davon überzeugt, dass jeder Patient gleich behandelt wird. Zudem glaubten 73% der Befragten, die niedergelassenen Ärzte ständen finanziell unter Druck. 63% meinten, es würde bei der Verordnung teurer Arzneimittel gespart und nur 4% glaubten, dies treffe überhaupt nicht zu. Die vollständigen Ergebnisse der Umfragen sind erhältlich bei: Janssen-Cilag GmbH, Unternehmenskommunikation, Stichwort Bevölkerungsstudie, Raiffeisenstr. 8, D-41470 Neuss

gast
unregistriert
erstellt am: 17. März 2001 22:34           
wie wärs mit der Interpretation:

1) 58% der Bevölkerung glauben ihrem Arzt nicht, daß er geldbeutelunabhängig und nach seinem Gewissen therapiert!

2) 73% glauben an die Wirksamkeit von Budgets!

3) 63% glauben, daß darurch richtigerweise gespart wird und

4) nur 4% (!) glauben an die u.a. von Ihnen verbreitete These der Unwirksamkeit in Sachen Wirtschaftlichkeitsverbesserung!


ps: Ich harre schon der Februarzahlen Arzneimittel. Gute Nacht Beitragssatzstabilität!

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 17. März 2001 23:02     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Gast: Zyniker. Ihr Beitrag zeigt lediglich, daß Sie von den Verhältnissen in den Arztpraxen keinen blassen Schimmer haben. Die Umfragen zum Vertrauen zu bestimmten Berufsgruppen zeigt genau das Gegenteil Ihrer Ausführungen. Wären 58% der Menschen tatsächlich der Meinung, der Arzt würde sich mehr um seinen Geldbeutel kümmern als um seine Patienten, wäre die Achtung dieses Berufes garantiert noch hinter der der Politiker, und das wäre schon ganz schön mies. So jedoch ist das Vertrauen in die Tätigkeit der Ärzte spitzenmäßig!

Wer glaubt, daß bei Verordnungen von Arzneimitteln gespart wird, findet das nur solange richtig, solange er selber keines braucht. Wenns dann soweit ist, will jeder seinen Krebs oder auch nur seinen Harnstein gerne überleben, auch Sie, Gast. Daher ist Ihr Beitrag nahezu unerträglich zynisch.

Wie wie auch hier sehen, sind wir Ärzte die Einzigen, die den Menschen als Mittelpunkt der Schöpfung ansehen und nicht den Mammon. Dies tut niemand sonst, dies hat niemand sonst geschworen. Das wissen die Patienten und daher vertrauen Sie Leuten wie Ihnen eben nicht, sondern uns.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 18. März 2001 11:49     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Lieber Gast,
lesen sie doch einfach die ganze Umfrage. Quelle ist ihnen bekannt. Dann wissen sie wie abwegig ihre Schlußfogerungen sind.
Könnte fast von einem "Sachverständigen" sein.

m.s.

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 18. März 2001 12:44           
mal was Sachliches:die (Spar)Positivliste führt auf dem Antibiotikamarkt in die Sackgasse:Wenn wir nur noch Billigantibiotika verschreiben, haben wir bald die Resistenzlage unserer EU- Nachbarn erreicht.Noch sieht es in Deutschland sehr gut aus, wegen der Verordnungspflicht aber auch der Vielfalt der eingesetzten Medikamente.Habe ich neulich von einem führenden Infektiologen gehört, der das auch bei den Sparmeistern vortragen durfte.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 18. März 2001 16:05     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Lieber Dr.C.R.
Wenn das Antibiotikaproblem nur das Einzige wäre. Bei den Sparmeistern vortragen durften die Ärzte schon häufig. Und was hats gebracht?? Siehe mein Beitrag zum Thema Rettungsdienst.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 18. März 2001 23:37     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
wie wär's mit folgender Interpretation:

der verehrte Gast ist im Moment in der beneidenswerten Lage, medizinisches Tun nicht nötig zu haben.

Jetzt hoffen wir alle mal ganz feste in seinem Sinne, daß daß noch lange lange so bleibt.

Sonst muß er sich am Ende noch seine eigenen Argumente im Mund verdrehen.

PR

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 19. März 2001 12:37           
Hallo Dr. Solga,


schlechten Tag gehabt oder was?

Nach meiner Rückkehr, finde ich Ihren Hinweis, dass

"wir Ärzte die einzigen seien, die den Menschen als Mittelpunkt der Schöpfung ansehen und nicht den Mammon. Dies tut niemand sonst, dies hat niemand sonst geschworen."

Was ist denn mit den Menschen, die täglich zu tausenden ehrenamtlich ( freiwillige Feuerwehr, rotes Kreuz, ein Karl-Heinz Böhm, eine Mutter Theresa oder egal wer sonst auch immer ) am und mit Menschen tätig sind ? Und das auch noch ohne jeglichen Mammon ! Was ist mit den Menschen, die jährlich Milliarden spenden - vielleicht auch um ihr Gewissen zu beruhigen - und damit zu ermöglichen, dass es ein paar Menschen etwas besser geht. Also gar noch Mammon hergeben !

Also bitte wieder auf den Teppich kommen.

Nur weil jemand zufällig Medizin studiert hat - in dem irrigen Glauben, hier gutes Geld zu verdienen -, macht ihn dieser Umstand noch lange nicht zu einem besseren Menschen. Es macht ihn bestenfalls zu einem Akademiker aber noch lange nicht zu einem Intellektuellen, geschweige zu einem Humanisten.

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 19. März 2001 15:04           
Das meinte der Infektiologe auch,Herr Seitz.Die wollten nicht verstehen.
Herr Solga, wann haben Sie das geschworen?Kann mich nicht erinnern jemals etwas gwschworen zu haben. Sie kennen sicher den Eid des H. Da heißt es "zum Wohle des Patienten das Haus betreten oder so ähnlich, von "um Gotteslohn" kein Wort.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 19. März 2001 23:41     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Dr. C.R.:
Berufsordnung Ärztekammer Berlin, sicher wird Ihre Ärztekammer Ähnliches anbieten:

unter http://www.aerztekammer-berlin.de/gelobnis.htm

in www.geocities.com/eisbaer10 sind da noch der Eid des Hippokrates, und auch das Gelöbnis der DDR-Ärzte.
Ganz interessant! Von Gottes- oder sonstigem Lohn steht da nirgends was, der Mittelpunkt aber ist in jedem Falle der MENSCH.

Das Recht auf adäquate Entlohnung, die ein Leben ohne soziales Elend ermöglicht, ist in der Charta der Menschenrechte zu lesen.

Herr Ruf: Sie irren. Die Ehrenamtlichen helfen freiwillig, sind aber in ihrer Tätigkeit an einen Eid nicht gebunden, auch Herrn Böhm könnte niemand seinen Beruf nehmen, wenn er Hilfe verweigern würde, er hat (soweit ich weiß) nichts geschworen. Mutter Theresa ist ein ganz schlechtes Beispiel: sie als Teil ihrer Organisation dient nicht primär dem Menschen, sondern Gott. Auch der Feuerwehrmann hat die Rettung des Menschen als EIN Ziel, nicht als Einziges, er hat auch für die Rettung von Sachwerten einzustehen, und muß, dies ist eine der Aufgaben für Leitungskräfte der Katastrophenschutzleute, unter Umständen hier zu wichten. Ein Arzt darf dies nicht.
Herr Ruf: wer Medizin studiert hat, ist noch lange nicht Arzt, genau so wird ein Theologieabsolvent noch lange nicht Pfarrer! Darin liegt Ihr Mißverständnis, daß eben Arzt sein mehr ist als nur erworbenes Wissen anzuwenden. Arzt sein bedeutet, neben der Anwendung von Erlerntem auch, ethische Verantwortung zu tragen. Oder würden Sie einem Pfarrer ebenfalls unterstellen, er betreibe lediglich Theologie? Genau das sollten Sie beim Arzt eben auch nicht unwidersprochen tun dürfen.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 20. März 2001 09:56           
Hallo Dr. Solga,


die Frage ist doch nicht aus welcher Intention heraus der Mensch bei wem auch immer im Mittelpunkt steht.Entscheidend ist lediglich ob ja oder nein.

Was nun den Eid des Hippokrates angeht, so führt Schipperges ( Wandlungen im Ethos des Arztes, in P.Koslowski (Hrsg.) 1983, 101-119, 105 ) wie folgt aus;

" Sie lassen sich in fünf Sätzen zusammenfassen, die in ihrer Allgemeinheit als weithin anerkannt und auch rechtlich begründet gelten können;

01) Den Zweck des ärztlichen Handelns bildet der Heilerfolg, die Wirksamkeit der medizinischen Praxis.

02) Der Arzt dient mit seinem ganzen Tun und Unterlassen ausschließlich dem Leben; er darf weder vergiften noch sonst irgendwie schaden.

03) Der Arzt widmet sein gesamtes Leben der Heilkunst, macht es zu seinem Beruf, der zu einem eigenen Stand führt.

04) Der pflichtgerecht handelnde Arzt leistet jedem seiner Patienten einen persönlichen individuellen Dienst, übt darum Diskretion und läßt dem Kranken die Freiheit des Entschlusses.

05) Die Bedürftigkeit des Kranken soll sachgerechtes handeln des Helfers entsprechen, der als Mediziner der Wissenschaft und als Arzt den Normen des Rechts wie der Sittlichkeit verpflichtet bleibt.


..........................

Insoweit ist es natürlich schon richtig, dass gerade bei einem Arzt der Mensch ( Patient ) im Mittelpunkt seiner Arbeit steht. Falsch ist allerdings, dass hier der Eindruck geweckt wird, dies wäre ausschließlich bei dem Arzt der Fall.

.............................

Andererseits ist Ihr Hinweis Arzt und Ethik einen eigenen Beitrag wert. Hier stellt sich dann schon die Frage, wie diese im Kontext mit den oben zitierten "fünf Sätzen" und den Fragestellungen wie z.B.

01) Schwangerschaftsabbruch

02) Bruch der ärztlichen Schweigepflicht in nicht wenigen Fällen,

03) " nil nocere " also an agressiven und verstümmelnden Eingriffen

04) Apparatemedizin

05) Genversuche

zu sehen sind. Dies alleine wäre fast schon ein eigenes Forum wert.


Gruß

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 20. März 2001 14:13           
Herr Ruf, was ist das für eine Interpretation? In der Berufsordnung, die ich (in der Fassung vom Oktober 2000, wo man nicht überall auf dem Laufenden bleiben muß!)dank dieser Diskussion angeklickt habe, steht nicht Mensch sondern Menschlichkeit.Und von Ehrfurcht vor dem Leben.Und von der Gesundheit meines Patienten als oberstes Gebot.Das ist doch sehr weit gefaßt.

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 20. März 2001 14:16           
Herr Ruf, was ist das für eine Interpretation? In der Berufsordnung, die ich (in der Fassung vom Oktober 2000, wo man nicht überall auf dem Laufenden bleiben muß!)dank dieser Diskussion angeklickt habe, steht nicht Mensch sondern Menschlichkeit.Und von Ehrfurcht vor dem Leben.Und von der Gesundheit meines Patienten als oberstes Gebot.Das ist doch sehr weit gefaßt.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 20. März 2001 16:00           
Hallo Dr.C.R.,


wenn Sie sich einmal die einzelnen Gelöbnisse der verschiedenen Ärztekammern anschauen, so werden Sie feststellen, dass diese inhaltlich durchaus verschieden sind ( beispielhaft hierfür die Berufsordnung der Ärztekammer Berlin und/oder der sächsischen Landesärztekammer ). Bei der von mir dargestellten Interpretation handelt es sich um ein Zitat, auf welches sich wohl die Ärzteschaft mit den Juristen auf einem Ärztetag ( ich denke es war der 79. ) geeinigt haben.

Gruß

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 20. März 2001 21:05     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Ruf: ein eigenes Forum für die Diskussion der von Ihnen angesprochenen Themen im Zusammenhang mit dem Selbst- und Fremdverständnis des Arztes, wie es in den Gelöbnissen einigermaßen gleichmäßig zum Tragen kommt, wäre sehr zu begrüßen und ganz sicher sehr intensiv nötig! Beim Schwangerschaftsabbruch bin ich etwas unsicher, weil ich nicht so ganz sicher bin, ab wann eigenständiges Leben existiert (oder besser: da werde ich wohl einige Haue einstecken müssen), bei den anderen Punkten aber denke ich, könnte ich schon Einiges einbringen. Sie kennen vielleicht Foren besser als ich: machen Sie doch mal eines auf!

(btw. Koslowskis Beitrag war es unbestritten, das Thema zur Diskussion ernsthaft zu eröffnen, anonsten hilft das Werk gut gegen kippelnde Tische, aber sonst ist es zumindest heute nicht mehr so ganz zeitgemäß, m.E. war es das schon 1983 nicht mehr)

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 20. März 2001 21:56     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Ruf: die Frage ist zusätzlich dazu, ob ein Mensch sich diese Intention gibt, oder ob es nicht etwas Anderes ist, wenn dies ein ganzer Beruf tut, und wenn er sich dessen sogar so sicher ist, daß er, von Jedermann nachprüfbar, dies gelobt und somit seine Person und seinen Beruf diesem Gelöbnis unterordnet. Darüber hinaus gibt es weltweite und konfessions- und glaubensübergreifende Einigkeit über die Intentionen des Arztberufes, die, soweit ich weiß, zumindest in den großen Kulturkreisen als öffentliches Bekenntnis dargelegt werden. Wenn es so etwas in einem anderen Beruf noch einmal gibt, würde ich mich freuen, davon zu erfahren.

DocZero
unregistriert
erstellt am: 22. März 2001 21:26           
Mir wird, mit Verlaub gesagt, speiübel ob dieser theoretischen Betrachtungen hinsichtlich Ethik und Menschenrechten.

Bin als Nichtzahnarztsohn aus eigenen Mitteln Zahnarzt geworden.(Lehrmittelfreiheit gibt es auch nicht!)
Habe eigene Praxis vollständig finanzieren müssen und bin aufgrund ideologischer Hirnrissigkeiten in die Insolvenz gestürzt worden. Wissen Sie, wie es dann mit Menschenrechten aussieht?
Ich habe, da (offensichtlich aus gutem Grund) in meiner Stadt immer mehr Altersheime zahnärztlich unversorgt wurden und entsprechende Anfragen kamen, mich auch um diese gekümmert und mußte einen wirklich erschreckend miserablen Versorgungsstand feststellen.
Aufgrund des dadurch entstandenen Falldurchschnittes wurde jetzt, mehr als ein Jahr nach meiner Pleite, und ohne Möglichkeit für mich, mich mittels der Falldaten zu rechtfertigen, (Praxis wurde "verwertet") für die Quartale III und IV 2000 eine Rückforderung von ca DM 20000 gestellt. Das sind 50% meiner damaligen KassenGESAMTeinnahmen für dieses halbe Jahr!!
(Davon sollten Gehälter, Zinsen,Tilgung, Miete, Materialien etc. bezahlt werden!?!)Zwar ist Pleite=Pleite, und wo nichts zu holen ist kann man auch nichts holen, aber mein Leben (und das meiner Familie) ist verpfuscht. Und eigenen Zahnersatz kann ich mir auch nicht mehr leisten.

Mein Rat an alle jungen (Die alten, satten, brauchen den Polit-Irrsinn ja nur auszusitzen) Kollegen: Steigt aus, solange Ihr noch könnt, und auch wenn Ihr nicht mehr könnt, laßt Euch nicht von der Bank beschwatzen. Steigt sofort aus, je länger Ihr versucht, daß Schiff zu retten, um so schlimmer wird es hinterher. JEDER andere Job ist besser. Die Würde haben Sie Euch schon genommen. Ist man erst mal Pleite, relativiert sich auch der Begriff "Menschenrechte", ja, auch im wunderbaren Deutschland.
Oder behandelt strikt planwirtschaftlich nach Statistik. Morgens nachsehen, dann wißt Ihr, welche Fälle man an diesem Tag diagnostiziert.
Aber seid Euch im Klaren darüber, daß es unmöglich ist, in irgendeiner Form Rechtssicherheit zu erlangen.
Beispiel Endodontie:
Beim mehrwurzligen Zahn eigentlich schon gar nicht mehr machbar, da Fallschnitt bereits überzogen. Fallschnitt überzogen? In den USA wird mindestens daß 20-40 fache des deutschen Nominalhonorars(wird sowieso nicht ausgezahlt) für eine medizinisch richtige (Bis an den Apex) Wurzelbehandlung angesetzt.
Bei einer "Wirtschaftlichkeitsprüfung" mußte ich mir einmal von einem bornierten Kassenmenschen anhören, es wäre ja als mein "Hobby" zu betrachten, solche akademisch korrekten Wurzelfüllungen durchzuführen, die Kasse bezahle laut Vertrag und Richtlinien nur für "Wurzelfüllungen, die das apikale Wurzeldrittel erreichen" (also im medizinischen Sinn völliger Unsinn sind).
Deutsche Gerichte hingegen legen als Maßstab die akademisch "vollständige" Wurzelfüllung an, so daß der vertragstreue (und auch so honorierte) Zahnarzt automatisch einen Kunstfehler begeht. Ähnlich ist es mit vielen anderen Leistungen.
Das ganze System ist, auch und besonders jetzt von ganz unten und außen betrachtet, eine einzige, elende Farce.
Ich persönlich konnte mich und meine Tätigkeit in dem letzten Jahr vor meiner Insolvenz nicht mehr als "hippokratisch" im ansgesprochen Sinne erkennen und sehe mich auch nicht mehr als Arzt.
Aber wenn hier über die Bedeutung von Berufseiden diskutiert wird, stellt sich schon die Frage, wer geschworen hat "zum Wohle des deutschen Volkes" zu handeln".
Man versucht, immer niedrigere Wahlbeteiligungen durch immer fadenscheinigere Umstände wegzuerklären, aber wenn ich da von mir auf Andere schließe, erwartet der "Normalbürger" (nicht gerade die ja bestens vertretenen Randgruppen) von dieser "Demokratie" sowieso nichts Gutes mehr(jeder merkt doch mittlerweile, daß sich diese zum Selbstzweck erhoben hat). Heute beantwortet jedes Kind im 3.Schuljahr die Frage, was denn die Politiker so täten, mit "Lügen".
Und die haben Recht, wie ich in meiner Zahnarzt"karriere" unter Seehofer und Fischer selber erlebt habe.

Ein kaputtgegangener Leistungserbringer

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 23. März 2001 01:27     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
DocZero: bitte kurze Nachricht an mich, müßte bitte Kontakt zu Ihnen aufnehmen.

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