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| Autor | Thema: Suchtprävention |
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Behrmann,KA unregistriert |
Suchtprävention aus entwicklungspsychologischer Perspektive Anneke Reese (Institut für Therapieforschung München) Auf den Substanzgebrauch von Jugendlichen aus der Perspektive aus der Perspektive eines Entwicklungspsychologen zu schauen heißt, den svstematischen Wandel des Konsums von Zigaretten. Alkohol und illegalen Drogen mit dem Alter bzw. mit dem biopsychosozialen Entwicklungsstand zu beobachten und zu erklären. Was da zu beobachten. wie es zu erklären und wie dem Substanzzmissbrauch aus dieser Per-spektive unter Jugendlichen vorzubeugen ist. ist Gegenstand dieses Beitrags. Alterskorrelierte Verläfe des Substanzgebrauchs Epidemiologische Studien. in denen das Alter beim erstmaligen Auftreten von Substanzkonsum und -missbrauch be-stimmt wird. haben gezeigt. dass der regel-mäßige Konsum von Zigaretten im Alter von 13 bis 18 Jahren beginnt (12). Alko-holmissbrauch und -abhängigkeit neh-men zwischen 15 bis l8 Jahren stark zu. Der stärkste Anstieg des Erstgebrauchs von Cannabis liegt in der Altersspanne zwischen 16 und 18 Jahren. Der Gebrauch von anderen illegalen Drogen. wiewohl absolut gesehen selten. nimmt ab 16 Jah-ren langsam zu. häufigerer Gebrauch insbesondere von Kokain oder Opiaten findet etwa ab 18 bzw, 22 Jahren statt. Die Einnahme von nicht verschriebenen Medikamenten beginnt im jungen Er-wachsenenalter (12) Starker Alkoholkon-sum nimmt über die Jugend zu. ist am stärk-sten ausgeprägt im Alter von Anfang 20 und nimmt Ende 20 langsam wieder ab (5). Ein ähnlicher Verlauf ist auch für den Gebrauch von illegalen Drogen zu beobachten (7) Entwicklungsaufgaben stellen sich allen Jugendlichen. Die meisten bewältigen sie ohne Substanzmissbrauch. andere aber greifen zu Zigaretten. Alkohol. Cannabis oder sogar härteren Drogen. Was diese Gruppen unterscheidet wird in Studien zu Risiko- und Schutzfaktoren des Substanz-missbrauchs zu bestimmen versucht. Risikofaktoren sind Charakteristika der Person, ihres sozialen Umfelds oder der Gesellschaft, die die Wahrscheinlichkeit des Substanzmissbrauchs erhöhen (14). So betreibt z.B. ein Junge mit positiver Ein-stellung gegenüber Alkohol, dessen Freun-de sich häufig betrinken und der in einem Land lebt, in dem Alkohol zum Erwachsen-sein gehört. mit höherer Wahrschein-lichkeit Alkoholmissbrauch (6). Solchen Risikofaktoren können Schutzfaktoren entgegenstehen, wie ausgeprägte Selbstsi-cherheit, die Konsumangebote abzulehnen erlaubt, oder das Vorbild von Eltern, die verantwortungsvollen Alkoholkonsum vor-leben, oder ein Alkoholwerbeverbot. Die genannten Faktoren haben direkt etwas mit Substanzen zu tun und sind somit substanzspezifisc/i. Wichtig sind auch die substanzunspezifischen Bedingungen, die sich nicht direkt auf Substanzen be-ziehen und dennoch den Missbrauch be-einflussen. So gehen die emotionale Unterstützung durch eine (elterliche) Bezugsperson, gute Berufsaussichten und schulischer Erfolg mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit illegalen Substanzkon-sums einher, während eine Störung der Impulskontrolle, eine hohe Kriminalitäts-rate im nachbarlichen Umfeld oder die Scheidung der Eltern dessen Wahrschein-lichkeit erhöhen (15). Schließlich unter-scheidet man die Einflussfaktoren nach der Nähe zum konkreten Konsumver-halten. Proximale Faktoren der konkreten Konsumsituation, wie die Wirkerwartung an eine psychoaktive Substanz, das Erleben eines Entzugssymptoms oder die freund-schaftliche Unterstützung beim Ablehnen der Droge haben größeren Einfluss auf das tatsächliche Konsumverhalten, als distale Faktoren wie die gesellschaftliche Haltung gegenüber Drogen, schlechte Schulleistun-gen oder die allgemeine psychosoziale Kompetenz. Suchtprävention in der ärztlichen Praxis Der ärztliche Beitrag zur Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen auf Grund-lage des beschriebenen Ansatzes kann vie-le Formen annehmen (ausführlicher in 2). Nicht zu unterschätzen ist der Effekt der Vorbildfunktion, die Ärzte gegenüber Eltern, Kindern und Jugendlichen ausüben können, sei es positiverweise durch das Engagement auf Gemeindeebene oder in der Schule oder negativerweise durch eigenes Missbrauchsverhalten. Auch die fachliche Sorgfalt bei der Verschreibung von Medikamenten und die Förderung eines kritischen Umgangs mit Medikamen-ten ist Suchtprävention. Der Jugendliche soll sehen, wie auch der Arzt seine Entscheidung zur Verschreibung kritisch abwägt und diese Entscheidung verstehen. Zudem kann der Arzt Schwangere und ihre Partner bei der Reduktion von Alkohol-und Tabakkonsum unterstützen und bei der Aufrechterhaltung dieses Verhaltens helfen. Die Verhinderung perinatalen »Substanzkonsums« und nichtrauchende und mäßig Alkohol trinkende Eltern haben einen großen Einfluss auf das spätere Konsumverhalten des heranwachsenden Kindes. Zusätzlich hat der Arzt die Mög-lichkeit »Risikokinder« mit frühen Ver-haltensauffälligkeiten zu erkennen und sie indizierten Maßnahmen zuzuführen. Schließlich liegt in der Beratung von Eltern und Jugendlichen suchtpräventives Poten-tial. Eltern sollte vermittelt werden, dass Prävention eine kontinuierliche Erzie-hungsaufgabe darstellt, dass sie frühzeitig beginnen muss und dass ihre Vorbildfunkti-on für das Verhalten ihrer Kinder mitentscheidend ist. Jugendliche mit Fragen zum Bereich Drogen sollten ihre Ärzte als Ver-trauenspersonen erleben, die sie bei even-tuell notwendigen Schritten beraten und weiter verweisen können. Korrespondenzadresse: aus: Kinder- und Jugendmedizin 1/2001 |
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VERITAS unregistriert |
Jeder vierte Amerikaner verstirbt heute an den Folgen von Drogenmißbrauch. Die derzeit die Welt bevölkernde Gesellschaft braucht offensichtlich Drogen zum Überleben. Wer hilft? Natürlich die Gesundheitsämter, diese bieten: - Drogenberatung Diese Ämter sind derart erfolgreich gewesen, |
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Renate Ratlos unregistriert |
VERITAS: "Diese Ämter sind derart erfolgreich gewesen, dass sie sich unverzichtbar gemacht haben!" Süchtig? RR |
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