Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi597.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


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Autor Thema:   Bilanz
Behrmann,Kinderarzt
unregistriert
erstellt am: 26. Februar 2001 21:37           
Ich bewege mich jetzt so seit einem Jahr durch alle möglichen alternaiven Medizin-Websites:

Ich habe noch nie irgendwo einen auch nur halbwegs logischen Beweis oder eine auch nur schlüssige Stellung nahme zu den Dingen gefunden,die da so behauptet werden.

Erschütternd ist überdies das völlige Fehlen auch nur der geringsten Ansätze von Sachlichkeit und Erkenntnisfähigkeit.Das wären Grundvoraussetzungen für eine Diskussion.Es herrscht absolute intellektuelle Leere bei diesen Herrschaften bzw. ein völlig unreifer Durchsetzungswillen von unerkanntem Schwachsinn.Dann kommen hohle Phrasen und Aggressionen zum Zug,deren Unterhaltungswert alsbald nachläßt.

Sehr schnell und gänzlich dahin ist der Unterhaltungswert jeglichen Gelabers aber dann,wenn es um gezielte Desinformation von Kranken oder zu schützenden Kindern geht.
Die Grenze zur Psychopathie ist bei etlichen Schreibern längst überschritten.

Peter
unregistriert
erstellt am: 26. Februar 2001 22:06           

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Denn das allein unterscheidet ihm vom Tiere.

Sehr gehrter Herr Behrmann wo ist ihre Toleranz?

Sie geben sich mit mit Ihren Text auf das gleiche Niveau wie die, die Sie zu kritisieren glauben.

Der Film " Manche mögens heiss" hat so ein schönen Schluß.

Kein Mensch ist vollkommen.

Sind Sie vollkommen?

Akzeptieren, daß der Andere anders ist als man selber, zeigt meiner Meinung nach, daß
mann gelernt hat zu verstehen.

Aber lassen Sie mir gelingt es auch nicht immer. Eben - kein Mensch ist vollkommen.

Grüße

Peter


Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 26. Februar 2001 22:22     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Peter: klar, Meinungsfreiheit ist notwendig. Problematisch wirds nur, wenn sich Meinungsfreiheit auf Expertenwissen ausdehnt. So sucht man eben vergens nach Diskussionen, ob die Bremse beim Peugot 406 auch durch das Auswerfen eines Ankers ersetzt werden kann, das sei zwar noch nicht ausprobiert, aber es muß doch funktionieren, und wer von jetzt ab noch mit Scheiben bremst, sei ein Verbrecher, oder suchen wir doch mal eine Diskussion darüber,m daß man eine Betondachdeckung ja auch durch ein Drahtnetz ersetzen könnte, theoretisch ist die MAschengröße ja kleiner als ein Wassertropfen, also hält das ja dicht, und die Dachdecker, die immer noch Schiefer oder Ziegel aufs Dach empfehlen, sind allesamt geldgeile Abzockerverbrecher. Komisch, daß man da keine Diskussionen findet. Wohl aber glauben Laien, beurteilen zu können, daß z.B. Impfungen Unfug sind und verurteilen Ärzte, die impfen, gleich mal pauschal. Oder man soll Krebs nicht behandeln, sondern mal eben abwarten und die Psyche tätscheln. Wer Krebs behandelt, wird beschimpft. Solange sie das nur meinen, mag es ja gut sein. Aber sie stiften Andere an, ihrem Irrglauben zu folgen. Da wirds eben gefährlich. Man kann nicht verlangen, zu akzeptieren, daß ein Auto auch ohne Bremse fährt, ohne Bremse fährt es sogar noch schneller, das Gewicht des ganzen Bremsapparates braucht man ja gar nicht mehr.. Klar, es fährt; solange es fährt, hat der neue Prophet ja auch Recht. Aber wenn dann der Baum immer näher kommt, gehts eben gegen den Baum. Genau so wenig kann man z.B. akzeptieren, daß Impfungen nicht nötig, ja sogar schädlich seien. Denn man weiß, das das so nicht stimmt. Und so ist es mit Vielem.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 26. Februar 2001 23:45           
Sehen Sie,Peter;sowas wie sie es da vor sich hinschreiben ,meinte ich unter anderem.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 27. Februar 2001 11:01           
Hallo Herr Behrmann,


dann erklären Sie mir doch bitte einmal, aus welchem Grunde - auch heute noch - innerhalb einer psychoanalytischen Ausbildung jede körperliche Erkrankung, letztendlich darauf zurückgeführt wird, dass hier eine in der Seele liegende unbehandelte "Grunderkrankung" vorliegen würde und die spätere körperliche Erkrankung durch manigfaltige Symptomatiken auslöst.

Beispiel:

Der Patient leidet unter einem chronischen und/oder akuten Herpes - wobei dieser natürlich immer chronisch ist; ist schon klar -.

Therapeut A ( Dermatologe ) behandelt die Patientin entweder mit Cortision oder anderen Präparaten und erreicht Linderung.

Therapeut B ( Analytiker ) sieht die gleiche Symptomatik und diagnostiziert eine "Hautirritation" die darauf zurückzuführen sei, dass es sich bei dem Patienten um eine "dünnhäutige" Person handeln würde und deswegen mit exakt diesem Symptom reagiert. Die Patientin erhält 200 - 300 Therapieeinheiten und erreicht auch irgendwann Linderung oder gar Heilung.

Sie sehen, zwei gleiche Erkrankungsbilder und zwei völlig verschiedende Therapieansätze und allesamt von Schulmedizinern.

Auch Sie werden ja wohl nicht ernsthaft behaupten können, dass nur weil andere Therapeuten aus anderen Fakultäten stammen, diese von Medizin schlechterdings keine Ahnung haben.


Diese Beispiele lassen sich auf alle Bereiche und endlos ausdehnen, wie z.B.

Urologen

" nicht geweinte Tränen " vs Inkontinenz

Pädiater

" Zappelphillip " vs überschüssige Energien und/oder Unterforderung

u.s.w., u.s.w......


Ich hoffe, dass auch Sie erkennen, dass es den "Königsweg" nicht gibt. Insoweit sollte man auch allen Fakultäten das Recht zubilligen, neue vielleicht auch unspektakuläre Wege zu gehen.

Auch die Schulmedizin befindet sich auf einem Weg der ständigen Gratwanderung. Und dies ist gut so.

Zitat:

" Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.

Gotthold Ephraim Lessing


Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 27. Februar 2001 22:28     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Also in der Urologie kenne ich mich ein bißchen aus: Inkontinenz hat nun gar nichts mit nicht geweinten Tränen zu tun! Inkontinenz hat immer handfeste organische Ursachen. Es gibt eine (sehr seltene) Form des häufigen Wasserlassens, die Reizblase, bei der eine psychische Überlagerung diskutiert wird; die chronische Zystitis ist ähnlich wie die chronosche Prostatitis als Neurose aufzufassen (psychische Auslösung einer manifesten organischen Krankheit, auch psychische Verstärkung von Beschwerden gibt es), das wars dann. Selbst Akkupunktur in der Urologie ist von Kollegen, die diese wissenschaftlich betrieben haben, verlassen.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 28. Februar 2001 15:21           
Hallo Dr. Solga,


gerade in den letzten Tagen fiel mir eine Dissertationsarbeit über das Thema Angst-Diurese in die Hände, welche durchaus lesenswert ist. Aber ansonsten kann ich mich mit Ihren Ausführungen zwar rational anfreunden aber im intuitiven Bereich habe ich hier so meine Probleme.

Dies ändert aber nichts daran, dass eine Unzahl Ihrer Kollegen - nicht aus Ihrer Fakultät - und ein Großteil mit Lehrbefugnis ausgestattet genau diese These - also meine Darstellung - explizit vertreten und lehren.

Nicht das wir uns hier mißverstehen, eine Blasenentzündung ist eine Blasenentzündung und bleibt eine solche - wenn sie nicht behandelt wird -. Klare Sache.

Nur der Therapieansatz ist ein völlig anderer.

Es soll Usus sein, dass Patienten bei der Aufnahme ambulanter und/oder stationärer Therapien ( psychoanalytischer / somatischer Art )die Einnahme verordneter Medikamente explizit verboten werden.

Sie sehen, dass jede Art der Heilbehandlung ( ich meine hier ausdrücklich nicht solche Chaoten wie Joswig und Konsorten ) eine ständige Gratwanderung ist. Jede Art der Heilbehandlung hat solange ihre Existenzberechtigung, solange der gewünschte Erfolg auch eintritt und der Behandler seine Grenzen kennt und auch akzeptiert.

Denn bedenke, auch hinter einem banalen Kopfschmerz kann auch ein ausgewachsener Tumor schlummern, der erst einmal erkannt werden will.

Deshalb für mich gar keine Frage;

erst eine vernünftige Diagnostik und dann sieht man weiter.

Aber selbst Hackethal - mit diesem Herrn hatte ich so meine Probleme - sah dies völlig anders ( Zitat aus der Erinnerung: siehst Du einen Urologen, nimm Deine Beine in die Hand und lauf und lauf ...... ).

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 28. Februar 2001 20:12     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Pikanterweise ist der an seinem selbst behandelten Prostatakarzinom nach 4 Jahren verstorben, während die durchschnittliche Überlebenszeit eines unbehandelten Prostatakarzinoms bei 8-10 Jahren, abh. vom Alter, liegt.

Das mit der Diagnostik kann ich nur voll und ganz unterstreichen! Aber: Angst- oder sonst eine Diurese führt nicht zur Inkontinenz. Das, denke ich, führt im Detail aber erheblich zu weit.

Die Heilbehandlung hat Recht, solange der Erfolg da ist. Absolute Zustimmung! Der Erfolg muß sich auch messen lassen. Und solange der Erfolg der bekannten Methoden täglich seine Wirksamkeit unter Beweis stellt, müssen neue Methoden erst mal zeigen, daß sie besser sind. Das gelingt selten und nur mit sehr viel wissenschaftlicher Mühe. Die Behauptung, Neues sei nun auch gleich besser, genügt nicht, auch Einzelbeobachtungen sind nicht geeignet, Zweifel an etablierten Methoden zu wecken.

Was ich nicht verstehe, ist, daß die sog. Alternativmediziner oder Alternativlaien sich auf etablierte Behandlungsformen stürzen, bei denen nun wirklich nichts zu diskutieren ist. So ist es z.B.Unfug, die Impfungen oder die (indizierte!) Antibiotika-Behandlung zu bezweifeln. Es gibt noch so sehr viele Fragen, die ungeklärt sind. Da bräuchte der Praktiker wirklich Hilfe, da hat aber Keiner der ALternativ-Apologeten eine Idee. Als Urologe habe ich z.B. erhebliche Probleme mit der Frage der Steinmetaphylaxe, mit der chronischen Prostatitis und der chron. Zystitis, die Letzteren wohl psychisch überlagert, mit den psychischen Folgen der organisch bedingten kindlichen Inkontinenz, der irssinnige Beckenschmerz nach Bestrahlung usw. Da gibt es ÜBERHAUPT KEINE HILFE von denen, die die Schulmedizin so häßlich finden. Da wäre Betätigungsfeld noch und noch, da herrscht Stille. Vielleicht ist da kein Ruhm und keine Ehre einzuheimsen, wenn es nur darum geht, leidenden Menschen zu helfen.

Wenn stationäre Ärzte die Therapien, die der Patient mitbekommt, zunächst völlig in Frage stellen und alles absetzen, sehe ich hier eine geringe Fähigkeit der stat. Kollegen, das zu verstehen, was bisher bei desem Patienten gelaufen ist und eine mangelnde Kommunikation zwischen Station und Ambulanz. Mir ist so etwas bisher, und einige Kliniken habe ich bisher sowohl in D als auch im Ausland gesehen, nicht untergekommen.

Udo Enchelmayer
Mitglied
erstellt am: 28. Februar 2001 21:20     Sehen Sie sich das Profil von Udo Enchelmayer an!   Senden Sie Udo Enchelmayer eine eMail!     
Zum Thema Krebs, Früherkennung und Behandlung muß ich doch auch meinen Kommentar abgeben.
Meine Mutter wurde an einem Harnleitertumor operiert. Ein Urologie-Professor diagnostizierte einen Nierenstein. Ein "ganz gewöhlicher" Dr. med. Der Urologie erkannte das Problem. Nach der Operation waren angeblich keine Metastasen vorhanden (CT usw.). Nach erfolgter Strahlen- und Chemotherapie ist sie nach ca. 1 1/2 Jahren qualvoll an den "keinen Metastasen" gestorben. Woher kamen die ? Nach der Lektüre von Fachbüchern, insbesondere über Strahlentherapie, habe ich da so einen komischen Verdacht.
Ach ja, gerade lese ich von Hackethal : "Der Wahn der mich beglückt", sehr interessant.
MfG U.E.

Ursula
unregistriert
erstellt am: 01. März 2001 00:27           
Wer ist hier der Webmaster??????
Dieses Forum gehört einmal auf seinen Geisteszustand untersucht.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 01. März 2001 02:29     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
An Enchelmaier: ein Harnleitertumor ist sehr selten und schwer und meist erst spät feststellbar, die sichere Diagnostik ist sehr eingreifend, daher kommt diese Diagnostik, mit der erst man oft genug den Stein vom Tumor unterscheiden kann, spät. Auch kam der Urologen-Dr. später zur Diagnostik, als der Tumor vielleicht nicht mehr zu übersehen war, einige Wochen zuvor kann der evtl. nicht zu erkennen gewesen sein. Unsere Diagnostik erkennt Metastasen erst bei Größen von minimal 5mm. Kleinere Metastasen werden nicht entdeckt, wenn sie denn auch da sind. Die einzige Chance hat ein Patient, der keine Metastasen hat, wenn radikal ausgedehnt operiert wird. Es gibt keine andere Möglichkeit der Heilung, diese Krebsform ist extrem aggressiv und führt ohne Behandlung zweifelsfrei in Kürze zum Tode. Da man also annehmen mußte, es lägen keine Metastasen vor, hatte man überhaupt keine andere Chance, als radikal zu operieren. Daß hernach die Metastasen sich demaskiert haben, ist der schlimmste annehmbare Fall, denn nun ist keine Heilung mehr möglich und der Tod nur noch durch maximal aggressive Therapie mehr oder weniger lange hinauszuzögern. Die Bestrahlung und die Chemotherapie kommen nur in Frage, wenn ein organüberschjreitendes Wachstum oder Metastasen vorliegen, wird also nicht adjuvant durchgeführt, allenfals gab es dazu vor Kurzem einmal eine Studie.

Die Überlegung, die aus Ihrem Beitrag herausschaut, man hätte an den Tumor "keine Luft ranlassen sollen" oder ähnliches ist absolut unverantwortlich. Der Patient mit einem Harnleitertumor hat als einzige Chance die radikale Operation. Daß diese Chance nicht in jedem Falle, so auch bei Ihrer Mutter, zur Heilung führt, läßt sich MÖGLICHERWEISE durch Früherkennung lösen, eine Urinuntersuchung ist leicht, billig, schnell und nicht belastend. Die einzige gegenwärtig absehbare Möglichkeit, diese Erkrankungen, wenn sie auch selten sind, in höherem Prozentsatz zu heilen, liegt darin, früher zu erkennen. Zu glauben, man könne, wenn Blut im Urin ist, ohnehin nichts mehr tun und der Urologe würde alles nur verschlimmern, ist fatal.

InfoDiJo
Mitglied
erstellt am: 01. März 2001 08:13     Sehen Sie sich das Profil von InfoDiJo an!   Senden Sie InfoDiJo eine eMail!     
Herr Behrmann,

Sie selbst sind der Ignorant !!!

Die NEUE MEDIZIN beweist sich selbst täglich an jedem nächstbesten x-beliebigen Patienten. Aber Sie haben ja keine Ahnung, was zu tun ist und wie man das macht.

Ihre Haltung ist die von jemandem, der ständig von einem anderen verlangt, ihm zu beweisen, daß er schwimmen kann. Aber Sie weigerns sich hartnäckig, auch nur 100 Meter in die nähe von irgendeinem Wasser zu gehen. Aber es reicht nicht aus, die Teilnahmebestätigung am Schwimmuntericht vorzuzeigen. das ist nicht der Beweis, daß man schwimmen kann, sondern nur der Beweis, daß man am Schwimmumterricht teilgenommen hat. Genau auf diesem Niveau zeigen Sie ständig Ihren Abschluß des Medizinstudiums vor. Aber dort konnten Sie recht wenig über Medizin lernen.
Christian Joswig

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 01. März 2001 12:02           
Hallo Dr. Solga,


das ist ja genau die Problematik die mir zu schaffen macht. Es ist mir bis heute nicht erklärbar, weshalb durchaus verschiedene Therapieansätze nicht konkurrierend sondern nebeneinander, quasi ergänzend stattfinden können.

Spontan fällt mir hierzu der Therapieansatz der s.g. ayuverdischen Lebensphilosophie ein, die exakt ihre Grenze dort findet, wo akute Krankheitsbilder vorliegen.

Es geht hier mehr um die Vorbeugung, sprich Vermeidung von Erkrankungen als um die Heilung derselben. Gerade hinsichtlich der notwendigen Vorbeugung von Erkrankungen, die hier eher stiefmütterlich gehandhabt wird, muß und sollte die Zusammenarbeit doch eigentlich möglich sein.

Aber wie gesagt, entscheidend hierbei ist, dass jeder der hier tätig sein möchte, auch seine persönlichen Grenzen (er)kennt und diese auch akzeptiert.

Bedenklich ist allerdings, dass der Begriff der psychosozialen Gesundheit eine so untergeordnete Rolle im gegenwärtigen Gesellschaftssystem spielt. Es ist doch völlig klar, das ge- oder zerstörte Familien-und/oder Freundschaftsverbände die Keimzelle verschiedenster Erkrankungen darstellt.

Insoweit schließt sich hier letztendlich der Kreis, der tatsächlich dazu führen muß, dass erheblich mehr Gelder - die ja vorhanden sind - in den Bereich der ambulanten Humanmedizin und Vorbeugung fließen muß. Hier muß tatsächlich eine erhebliche Umverteilung stattfinden und das schleunigst.


p.s.

Was nun die Kliniken angeht ( Absetzung der verordneten Medikamentation ) , so kann ich Ihnen diesbezüglich wenigstens ein halbes Dutzend hier in Deutschland benennen. Generell empfehle ich jedem Humanmediziner einmal in den Unibibliotheken zu stöbern und sich dort einmal die ein oder andere Dissertations- und/oder Habilitationsschriften anzuschauen. Manchem Humanmediziner würden sich hierbei die Haare gegen Himmel richten. Machen Sie sich einmal den Spaß.

Übrigens während meines Aufenthaltes in Boston Mass. USA, war dies ein lustiger Zeitvertreib.

Udo Enchelmayer
Mitglied
erstellt am: 01. März 2001 16:51     Sehen Sie sich das Profil von Udo Enchelmayer an!   Senden Sie Udo Enchelmayer eine eMail!     
Herr Dr. Solga,
die Untersuchung erfolgte auf Grund einer Nierenkolik. Erst bei dem Professor, weil der „einfache Dr. med.“ im Urlaub war, mit 3 Tagen Klinikaufenthalt. Dabei wurden alle zur Verfügung stehenden Untersuchungsmethoden angewandt. Ca. 3 Monate später, auf Grund einer erneuten Kolik., erfolgte die erneute Untersuchung. Der Arzt hatte Zugang zu den Röntgenaufnahmen des Vorgängers und sagte mir bei einer Besprechung :“ Auf den Röntgenaufnahmen des Kollegen waren dieselben Kontrastaussparungen wie auf meinen Aufnahmen.“ Auf meine Frage, ob man dann nicht schon bei der ersten Untersuchung die Ursache der Beschwerden hätte feststellen können, meinte er : „ Ich urteile nicht über einen Kollegen, ich sage nur : „ s.o..
Abgesehen davon glaube ich, dass die Herummschnippelei an verdächtigem Gewebe, „um festzustellen ob es bösatig ist“, bei wirklich bösartigen Tumoren zu einer Ausschwemmung von Zellen in die Blutbahn führt, die die Ausbreitung begünstigen. Nicht die Luft die rankommt, sondern die Verletzung des Tumors !

Übrigens gehen/gingen Ärzte häufig sehr leichtsinnig mit Strahlen um. U.a. wurde mir bekannten Kranken-/OP-Schwestern von Ärzten mehrmals gesagt, als sie bei Röntgenaufnahmen im OP Bleischürzen anlegten : „Was wollen sie denn, nach ein bisschen Strahlung werden sie steril, dann sparen sie das Geld für die Pille.“ Und dann soll ich glauben, dass sie bei mir verantwortungsvoller sind ?

ama
unregistriert
erstellt am: 01. März 2001 22:18           
>InfoDiJo alias Christian Joswig
>Mitglied
>erstellt am: 01. März 2001 08:13
>
>Herr Behrmann,
>Sie selbst sind der Ignorant !!!

Höchstgeschätzter Herr Christian Joswig, da liegen Sie falsch.

Der Herr Behrmann ignoriert Sie nämlich nicht im mindesten. Weil er nämlich weiß, der Herr Behrmann, wie gefährlich Sie sind.

Und ich weiß es auch.

Deswegen sagen wir es allen, damit niemand auf Sie reinfällt.

Hamers Wahnsinn hat Menschenleben gekostet.

Wollen Sie Hamer nacheifern, Herr Christian Joswig?


>Die NEUE MEDIZIN beweist sich selbst
>täglich an jedem nächstbesten x-beliebigen
>Patienten.

Wenn das so einfach geht, höchstgeschätzter Herr Christian Joswig, dann müssen Sie doch viele, viele, viele geheilte Patienten vorweisen können.

Tatsache ist aber, daß es nicht einen einzigen gibt.

Wenn Sie immer wieder behaupten, daß es durch Hamers Wahnsinn Geheilte gäbe, dann läßt das folgende Schlüsse zu:

1. Sie, Herr Christian Joswig, sind ein pathologischer Lügner.

2. Sie, Herr Christian Joswig, gehen ganz bewußt das Risiko ein, daß Menschen sterben auf Grund dessen, was Sie denen einreden.

3. Sie, Herr Christian Joswig, haben keinen Schimmer, von dem, was Sie so alles von sich geben. Dann sind Sie zwar kein Lügner, aber weiterhin nichtsdestoweniger eine Gefahr für die Allgemeinheit. Aber auch dafür gibt es Aufbewahrungsheime.


>Aber Sie haben ja keine Ahnung, was zu tun
>ist und wie man das macht.

Der Herr Behrmann weiß das sogar ganz genau. Erstens ist er Arzt und heilt Kranke. Zweitens warnt er vor Ihnen.


>Ihre Haltung ist die von jemandem, der
>ständig von einem anderen verlangt, ihm zu
>beweisen, daß er schwimmen kann.

Ein noch dümmeres Beispiel konnte Ihnen wohl nicht eingefallen, höchstgeschätzter Herr Christian Joswig.

Ich bin so frei, das ganz kurz und schmerzvoll zu demonstrieren.


>Aber Sie weigerns sich hartnäckig, auch
>nur 100 Meter in die nähe von irgendeinem
>Wasser zu gehen. Aber es reicht nicht aus,
>die Teilnahmebestätigung am
>Schwimmuntericht vorzuzeigen. das ist
>nicht der Beweis, daß man schwimmen kann,
>sondern nur der Beweis, daß man am
>Schwimmumterricht teilgenommen hat.


Der Herr Behrmann verlangt von Ihnen das, was jeder vernünftige Mensch von Ihnen verlangt: Daß Sie zeigen, daß SIE schwimmen können. Oder daß SIE jemanden vorweisen können, der schwimmen kann.

Aber weder können SIE schwimmen noch können Sie irgendjemanden vorweisen, der schwimmen kann.

Ich erlaube mir die Bemerkung, daß Sie, höchstgeschätzter Herr Christian Joswig, mit Ihren Lügen schon wieder jämmerlich baden gegangen sind.


>Genau auf diesem Niveau zeigen Sie ständig
>Ihren Abschluß des Medizinstudiums vor.
>Aber dort konnten Sie recht wenig über
>Medizin lernen.
>
>Christian Joswig

Sollten Ihre Medizinkenntnisse Ihre Fähigkeiten im Glaswollestopfen übersteigen, höchstgeschätzter Herr Isolierer und Fliesenkleber Christian Joswig, dann würde ich es für ratsam halten, Ihnen nicht einmal Glaswolle und Fliesen in die Hand zu geben.

Falls Sie verstehen, was ich meine...


Sie sollen eben nicht lügen, Herr Christian Joswig!

ama
http://www.ariplex.com/ama/amacalif.htm
(mit den besten Grüßen von... na Sie wissen schon ... dem Staatsanwalt, jawoll!)

Piotr Kraczkowski
Mitglied
erstellt am: 02. März 2001 20:20     Sehen Sie sich das Profil von Piotr Kraczkowski an!   Senden Sie Piotr Kraczkowski eine eMail!     
Also Peter und Ursula - was wollt Ihr eigentlich? Es wird sachlich über wichtige Dinge im Bereich der Gesundheit diskutiert. Was kann man mehr verlangen?

Andererseits fürchte ich mich, dass viele andere Experten aus Angst vor zu scharfer Kritik bei kleinen Mißverständnissen, oder gar Fehler, sich an Online-Diskussionen nicht beteiligen. Nicht jeder, der etwas zu sagen hat, ist ein Meister der Rethorik.

Ich habe zwar keine dieser Websiten gesehen, wie Herr Behrmann besucht hatte, aber auf Grund der Lektüre der Sachen, die mir zufällig in die Hände fielen gebe ich ihm in Tendenz sehr viel Recht.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 03. März 2001 01:02     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Ruf: völlige Übereinstimmung! Im Bereiche der Primärprävention sind wir alle absolute Laien! Hier sollte und könnte vor Allem Forschung betrieben werden. Da es praktisch aber keine Forschung in der Medizin mehr gibt, die nicht durch die Pharmaindustrie betrieben wird, sehe ich kaum Möglichkeiten, hier substantiell voranzukommen. Wünschenswert wäre diese Parallelarbeit allemal!
Selten kommen bereits Menschen in unsere Sprechstunde, die meine Therapievorschläge kritisch nachfragen, wenn es sich nicht um sofort zu entscheidende Fragen handelt, und die von PatientIn vorgeschlagenen Wege nicht nachweisbar sinnlos oder schädigend sind (wovon ich bei jeder solcher Begegnung immer mein Gegenüber überzeugen konnte), habe ich schon oft die Alternativvorschläge akzeptiert. In einigen Fällen habe ich sehr interessante neue Erkenntnisse gewonnen, und bei anderen Patienten auch erfolgreich angewendet. Nicht vergessen werde ich die Anwendung Kneippscher Güsse bei Impotenz, die mir ein alter Herr berichtet hat, als ich ihm vorschlug, eine Spritze in seinen Penis zu pieksen. Bei ihm hats gewirkt, und bei 5 anderen, denen ich das als Alternative empfohlen habe, auch. (bei etwa 20 hats nicht gewirkt!) So gibt es einige Ideen, die spontan eingehen können, ich jedenfalls bin dankbar für solche Diskussionen. ABER: die Diskussion braucht eine Zeit, die weit über die 6 Minuten hinausgeht, die ich im Schnitt pro Patient an Beratung aufwenden kann (im Kassenbereich). Es braucht sowohl Zeit, mein Gegenüber von meiner Meinung zu überzeugen, wenn er falsch informiert ist, wie es Zeit braucht, mich zu überzeugen, was Neues auszuprobieren!

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 03. März 2001 01:51     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Enchelmayer:

Ihre kurzen Einwürfe berühren wesentliche Punkte auch meiner Arbeit und sind jeder für sich eine eigenständige ausführliche Diskussion wert, daher wird mein Beitrag nicht sehr kurz werden können, bitte um Verständnis.

Ein Vierteljahr ist eine lange Zeit bei einem so aggressiven Tumor wie dem Harnleiterkarzinom. Daß nach dieser Zeit neue Untersuchungen Ergebnisse bringen, die retrospektiv die Aussparung als schon vorhanden beurteilen lassen können, ist durchaus möglich. Im Detail möchte ich aber nicht urteilen, das Feld Harnleitertumor ist schon, wenn man den Fall sehr genau kennt, sehr schwierig, aus der Entfernung eigentlich nicht möglich. Es bleibt wirklich festzustellen, daß diese seltene Erkrankung sehr schwierig zu diagnostizieren ist, zumal man in jedem Verdachtsfall invasive Verfahren zum Einsazu bringen muß und da in jedem Falle zu entscheiden hat, wie weit alleine die Diagnostik im negativen Falle schaden kann.

Die Frage der Metastasenaussat bei "Öffnung des Tumors" ist sehr vielschichtig:

Aus inzwischen jahrhundertelanger Erfahrung weiß man, welche Tumoren gerne und welche selten oder nie Metastasen ausschwemmen bei chirurgischer Berührung. So z.B. sind sog. Impfmetastasen bekannt beim Nierentumor (u.A. deswegen ist es verboten, einen Nierentumor zu bioptieren) oder beim Pankreas. Bei der Bauchspeicheldrüse jedoch ist der operative Zugang zur Diagnosesicherung so schwierig und die Differentialdiagnose so kompliziert, daß man dies in Kauf nimmt und dennoch bioptiert.

Die Prostata oder der Harnblasentumor kennt die Aussaat durch Biopsie nicht, das kommt nicht nur selten, sondern gar nicht vor. Daher kann man die Prostata ausführlich bioptieren und von Blasentumoren über die Harnröhre Biopsiene entnehmen. Daß man dies beim Blasentumor dennoch nicht mehr tut, hat andere Gründe.

Ärztliches WIssen differenziert also bei der Biopsie sehr genau, was möglich ist und was nicht.

Die Aussaat von bösartigen Zellen aus Tumoren bei der Operation kann nicht bewiesen werden, dies ist methodisch kaum möglich. Es ist also nicht bewiesen, daß durch die Operation eines Tumors es zu Metastasenaussaat kommt. Man muß aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß dies so ist. Daher wenden die chirurgisch tätigen Ärzte Techniken an, die die Aussat von Tumorzellen über die Blut- oder Lymphwege zu verhindern. Beim Nierentumor wird, im Unterschied zur "normalen" Nierenentfernung, zuerst, ohne die Niere selbst zu berühren, der Nierenstiel abgeklemmt. Danach erst wird die Niere präpariert. Genau so geschieht dies beim Hodenkrebs, da dies hier problemlos möglich ist. Auch beim Harnleiterkrebs wird beginnend mit der Niere das sog. Organpaket (Niere, oberer Harnleiter) komplett präparuert und entnommen, ohne ein Organ oder gar den Tumor zu öffnen, dann wird der unete Harnleiter komplett entfernt und eine MAnschette aus der Harnblase. Der Krebs selbst wird nicht berührt oder geöffnet. Soweit möglich und erkennbar, wird die Blut- und Lymphversorgung zuerst unterbunden, bevor weiter präpariert wird.

Diese Vorgehensweisen sind in der Urologie absoluter Standard und kaum zu variieren. Deshalb ist kaum anzunehmen, daß die Metastasierung bei Ihrer Mutter durch die Operation entstanden ist. Und nicht vergessen: ohne Operation, Bestrahlung und Chemotherapie wäre die Patientin vielleicht früher und mit mehr Schmerzen gestorben? Zugegeben, auch eine Spekulation, aber eher wahrscheinlich, da die letzteren palliativen Therapieverfahren in einem gewissen Prozentsatz eine Lebensverlängerung nachweisen konnten, sonst würden sie in der Urologie nicht zum Einsatz kommen können.

Zum Röntgen:

Ihr Zitat U.a. wurde mir bekannten Kranken-/OP-Schwestern von Ärzten mehrmals gesagt, als sie bei Röntgenaufnahmen im OP Bleischürzen anlegten : „Was wollen sie denn, nach ein bisschen Strahlung werden sie steril, dann sparen sie das Geld für die Pille.“ Zitatende

egal wer wann sowas sagt, hat mehr als nur ein Rad ab! So eine Äußerung ist absolut verantwortungslos. Wenn sowas wirklich vorgekommen sien sollte, ist der Tatbestand der versuchten Körperverletzung erfüllt. Ich habe so einen Umgang mit Gefahren bisher gottseidank niemals kennenlernen müssen, weder beim Umgang mit Strahlen noch bei der Frage der Kanülenentsorgung oder ähnlichen Knackpunkten, egal, wo ich war. Eher wird mir auf die Finger geklopft (manchmal buchstäblich, von der erfahrenen OP-Schwester) wenn ich in der Rage des Eingriffes meine Finger vor dem Röntgen nicht aus dem Strahlengang nehme. Ich kann mir aus meiner Erfahrung nicht vorstellen, daß es tatsächlich solche Armleuchter (mir fiele noch ein anderes Wort mit A... ein) unter den Ärzten gibt. So etwas darf nicht geduldet werden.

Zum Einsatz der Strahlen:

Es kommt bei Strahlentherapien immer wieder zu falschen Berechnungen der Strahlendosis. Da der Grat zwischen Nutzen und Schaden hier extrem schmal ist, können bereits kleine Ungenauigkeiten der Rechenapparatur verheerende Folgen nach sich ziehen. Ich erinnere mich an zwei Patienten, die nach Strahlentherapie der Lymphknoten bei einem bestimmten Hodentumortyp ein Nierenversagen erlitten hatten und wegen Knochenmarkinsuffizienz verstorben waren. Wir Urologen waren einigermaßen sicher, die Strahlentherapeuten hätten da was falsch gemacht. Wir haben monatelang Konferenzen abgehalten, alle Berechnungen bis zum Erbrechen nachgeprüft (denn dies durften wir Assistenten manuell "im Kopf" machen), alle EInrichtungen einschl. der CT zur Bestrahlungsplanung mehrfach checken lassen, wir fanden keinen Fehler. Will sagen: wenn es zu Schäden kommt, muß nicht zwangsläufig diee Bestrahlung zu großzügig angewendet oder falsch indiziert gewesen sein, die Bestrahlung ist ein Verfahren mit einer wie wir sagen extrem geringen "therapeutischen Breite".

diagnostisches Röntgen:

Gewebezerstörungen durch diagnostisches Röntgen, die zur Strahlenkrankheit führen wie bei Frau Curie, kommen bei den geringen Strahlendosen heute nicht mehr vor. Bleibt das Krebsrisiko:

man weiß, daß jeder Röntgenquant prinzipiell zur Mutation von Genen führen kann, dies extrem selten, in Größenordnungen von 10 hoch -12 bis 10 hoch -16, je nach Experiment. Etwa jedes tausendste Gen kann danach nicht repariert werden, also werden 10 hoch -15 bis 10 hoch -19 Gene mutiert. Etwa jedes zehntausendste mutierte Gen exprimiert einen malignen Tumor, also in 10 hoch -19 bis 10 hoch -23 Fällen exprimiert ein mutiertes Gen einen Krebs. Nun werden auch sicherlich Krebszelen von der Körpereigenen Abwehr abgetötet, sodaß spätestens hier das Risiko nicht mehr seriös berechnet werden kann.

Trotzdem: das Risiko besteht und wird auch ernst genommen. Da dieses Risiko nicht kumuliert, ist es egal, ob einer viel oder wenig diagnostisch bestrahlt wurde, denn weil jeder einzelne Quant, also jede Bestrahlung, Krebs auslösen kann, ist ein Grenzwert nur fiktiv.

Also muß man sich bei jeder Röntgenaufnahme sehr genau jedesmal, wirklich JEDESMAL, Nutzen und Schaden überlegen. Da die Urologie immer noch diagnostisch (nicht mehr finanziell, um Mißverständnisse gleich mal auszuräumen) vom Röntgen lebt, dar ich Ihnen versichern, daß zumindest wir in unserer Praxis bei jedem einzelnen Röntgenschein, den wir ausstellen, Nutzen und Risiko abwägen. Und ich muß wiederholen: alle Urologen, die ich kennengelernt habe, tun dies ebenso. Nach den Besuchen in diesem Forum habe ich aber inzischen den Eindruck bekommen, daß mein bisheriger Werdegang wohl in einem Wolkenkuckuksheim stattgefunden hat. Ich kann aber tatsächlich nichts anderes berichten, als daß ich wirklich keinen Arzt kenne, der in Fragen der Röntgenuntersuchung zu großzügig wäre. Selbst ich bekomme immer wieder Scheine von den Radiologen zurück mit der Bemerkung, daß die Untersuchung aus verschiedenen medizinischen Gründen nicht gemacht
wurde (fast immer habe ich dann meine Gründe für das Röntgen auf dem knappen Schein nicht ausreichend dargelegt), obwohl dies jedesmal ein hoher Einkommensverlust für die ist.

Udo Enchelmayer
Mitglied
erstellt am: 03. März 2001 16:15     Sehen Sie sich das Profil von Udo Enchelmayer an!   Senden Sie Udo Enchelmayer eine eMail!     
Hallo Herr Dr. Solga,
vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ich hoffe ja immer noch keinen Urologen zu brauchen, aber sollte es doch der Fall sein, hoffe ich das der, den ich dann aufsuche seine Arbeit so ernst nimmt wie Sie.
Der Ausspruch mit Strahlung und Sterilität ist öfter in einem größeren Stuttgarter Krankenhaus gefallen. Ich hoffe, dass dort heute auch verantwortungsvollere Ärzte Dienst tun.
Allerdings habe ich während meiner Berufstätigkeit, auch noch in letzter Zeit, oft Dinge gehört bei denen mir die Haare zu Berge standen, obwohl ich nicht alles geglaubt habe.
MfG Udo Enchelmayer

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