Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Autor Thema:   KK-Einnahmen und Ausgaben(Ärzte-Zeitung)
Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 26. Februar 2001 19:56           
Mehr als ein Jahr brauchen die Krankenkassen, um ihre Jahresabschlüsse fertigzustellen
Von Karl H. Brückner

Später als in den Vorjahren hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) jetzt die endgültigen Finanzergebnisse der GKV für 1999 präsentiert. Dabei warten die Akteure bereits mit Spannung die Zahlen für das Jahr 2000, die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in etwa zwei Wochen verkünden wird. Aber diese aktuelleren Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen.

Ein Vergleich der vorläufigen und endgültigen Statistik des Jahres 1999 verdeutlicht dies: Zwar sind die Abweichungen insgesamt nicht dramatisch, in einzelnen Leistungsbereichen aber bemerkenswert (alle Angaben: Veränderung 1999 im Vergleich zu 1998 je Mitglied, GKV-Bund).

Die größte Abweichung zwischen vorläufigen und endgültigen Zahlen gibt es im Leistungsbereich Soziale Dienste/Krankheitsverhütung: Die Prognose vor einem Jahr wies eine Ausgabensteigerung von 14,1 Prozent aus, tatsächlich waren es nur 4,38 Prozent plus.

Die Ausgabensteigerung für ambulante ärztliche Behandlung war größer als zunächst angenommen: 1999 betrug der Zuwachs 1,5, nicht wie vorläufig gemeldet 1,2 Prozent. Insgesamt betrugen die Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung 41,45 Milliarden DM. Zum Vergleich: Allein die zahnärztliche Versorgung einschließlich Zahnersatz erfordert inzwischen 21,45 Milliarden DM.

Bei der Klinikbehandlung dagegen wurde aus dem angenommenen Zuwachs von 0,1 Prozent ein Minus von 0,06 Prozent. Die Ausgaben erreichten 82,87 Milliarden DM.

Politisch brisant sind Veränderungen der Arzneiausgaben in der ambulanten Versorgung. Und bei dieser Leistungsposition schrumpfte das erwartete Plus von 8,4 Prozent auf tatsächlich nur 7,03 Prozent. Der Zuwachs fiel damit um über ein Sechstel geringer aus, als vor Jahresfrist angenommen. Die Ausgaben erreichten von 34,79 Milliarden DM.

Insgesamt sind die GKV-Leistungsausgaben 1999 im Vergleich zum Vorjahr je Mitglied um 2,08 (prognostiziert: 2,2) Prozent gestiegen, während die Beitragseinnahmen um 2,1, einschließlich sonstiger Einnahmen (vor Risikostrukturausgleich, RSA) um 2,18 Prozent zulegten.

Die Beitragseinnahmen der GKV beliefen sich 1999 auf 249,36 Milliarden DM, einschließlich sonstiger Einnahmen ohne RSA flossen 256,61 Milliarden DM in die GKV-Kassen. Die Leistungsausgaben summierten sich auf 240,94 Milliarden DM, der Verwaltungsaufwand auf 14 Milliarden DM (plus 4,68 Prozent), und die sonstigen Ausgaben betrugen reichlich eine Milliarde DM.

Zwischen den Kassenarten gab es aber (vor RSA) Ungleichgewichte:


Am besten schneiden Arbeiter-Ersatzkassen ab: Beitragseinnahmen je Mitglied 5689,91 DM, Leistungsausgaben 3925,16 DM.

Auch bei den Angestellten-Ersatzkassen ist die Relation mit 5453,48 DM zu 4469,51 DM gut, dicht gefolgt von den Betriebskrankenkassen mit 5497,50 DM und 4562,94 DM.

Bei den IKKen beträgt die Einnahmen-Ausgaben-Relation je Mitglied 4634,12 DM/3892,31 DM.

Abgesehen von Bundesknappschaft und LKK weisen die AOKen das größte Ungleichgewicht auf: 4295,36 DM zu 5053,60 DM.

STICHWORT
KV 45 und KJ 1
Die GKV-Finanzergebnisse werden in zwei Statistiken ausgewiesen. Quartalsergebnisse verkündet das Bundesgesundheitsministerium jeweils rund zwei Monate nach Quartalsende, im Laufe des Kalenderjahres kumulierend von Quartal zu Quartal. Diese Angaben nach dem Vordruck "KV 45" sind jedoch vorläufig. Erst die "KJ 1"-Statistik bringt endgültige Zahlen, jeweils für das gesamte Kalenderjahr. Die Ausgaben- und Einnahmenposten sind feiner untergliedert als in der KV 45, und es sind DM-Beträge absolut und je Mitglied ausgewiesen. (rv/br)

Seitz
Mitglied
erstellt am: 27. Februar 2001 13:28     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
<<Zwischen den Kassenarten gab es aber (vor RSA) Ungleichgewichte:<<
Warum??

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben im 1. bis 3. Quartal 2000 die Einnahmen aus den Versichertenbeiträgen um 1,361 Milliarden DM überschritten. Hier liegt ein Einnahmeproblem vor, das immer stärker durch Sozialgerichte und Gesundheitspolitiker herbeigeführt wird.
Das Defizit ist allerdings nicht bei allen Kassenarten gleichförmig: Die Angestelltenersatzkassen liegen mit einem Minusbetrag von 1,405 Milliarden DM über dem genannten Saldo, die AOK mit einem Minusbetrag von 836 Millionen DM leicht darunter, während die Betriebskrankenkassen sogar einen Einnahmenüberschuss von 707 Millionen DM erzielten
Bei einem für alle Kassenarten identischen Anstieg der beitragspflichtigen Einnahmen um 1,6% scheint bei oberflächlicher Betrachtung hier ein Ausgabenproblem vorzuliegen, das bei den einzelnen Kassen unterschiedlich zu Buche schlägt.
Tatsächlich verbirgt sich hinter diesen Betriebsergebnissen ein unterschiedlich ausgeprägtes Einnahmeproblem, das aber keineswegs durch unterschiedliche Risikoprofile in der Zusammensetzung der Versichertenstruktur bedingt ist. Die Ursachen sind durch äußere dirigistische Maßnahmen erzeugt und können deshalb nicht mehr unter dem Aspekt des Solidaritäts- und Subsidiaritätsprinzips der GKV gesehen werden.
Sozialgerichte und die Gesundheitspolitiker sind es vielmehr, die durch ihre Entscheidungen mehr und mehr die Existenz einzelner Kassenarten bedrohen. So entschieden in einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Bundessozialgerichtes (BSG, Az.: B12 KR 36/00) die Richter, dass Sozialhilfebezieher die freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, nur einen prozentualen Kassenbeitrag zahlen müssen, der sich auf die tatsächlich geleistete Sozialhilfe und die anteilige Miete bezieht. Sozialhilfeleistungen für Familienangehörige hingegen -die in solchen Fällen in der GKV kostenlos mitversichert sind - dürfen ebenso wenig berücksichtigt werden wie andere Zuwendungen der Sozialämter. Durch diese Entscheidung werden die Sozialämter (finanziell) geschont und die Kassen (via Beitragsausfälle bei voller Leistungspflicht) in dreistelliger Millionenhöhe belastet.
In ähnlicher Weise hatte das BSG bereits zuvor durch den Wegfall der Beitragspflicht zur GKV für Einmalzahlungen an Arbeitnehmer und das generelle Verbot, von freiwillig in der GKV Versicherten einen höheren Beitrag zu verlangen als von Pflichtversicherten den Geldbeutel der GKV um rund 600 Millionen DM erleichtert!
Die weitaus größeren Verluste haben in jüngster Zeit aber die Gesundheits- und Sozialpolitiker den gesetzlichen Kassen zugefügt. Scheinbar harmlose Gesetzesänderungen belasten die Kassen in Milliardenhöhe bei gleichzeitiger Entlastung anderer Sozialversicherungszweige. Die gerade im Bundestag beschlossene Senkung der Altersrente durch Verlagerung eines Anteils von 0,5 % auf einen privaten Altersvorsorgebereich entzieht der GKV Einnahmen von rund 700 Millionen DM. Eine Reform der Erwerbsminderungsrente hatte zuvor bereits dazu geführt, dass der Beginn der Rentenzahlung um sieben Monate verzögert und damit die GKV mit zusätzlichen Krankengeldzahlungen in der Größenordnung von 1,8 Milliarden DM belastet wird. Die Reduktion der Beiträge für Arbeitslose schließlich führte bereits im vergangenen Jahr zu einem Einnahmeverlust von weiteren 1,2 Milliarden DM jährlich.
Solche Verluste an Beitragszahlungen treffen besonders die Kassenarten, die einen hohen Anteil an Rentnern, Sozialhilfeempfängern und Arbeitslosen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass das Prinzip des Risikostrukturausgleiches unter den Kassen hier weitgehend versagt.
So ist es nicht verwunderlich, dass die Betriebskrankenkassen, die vornehmlich junge gesunde und beitragsstarke Versicherte anziehen, finanziell deutlich besser dastehen als die Ersatz- und Ortskrankenkassen.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 27. Februar 2001 18:35           
Hallo Herr Behrmann,
hallo Herr Seitz,


die Zahlen für sich gesprochen, mögen ja ganz interessant sein, aber was soll sich hierduch, also durch die ständige Wiederholung derselben, verändern ? Stellen Sie sich doch einfach einmal vor, unsere verehrte Ministerin sitzt an ihrem Computer und schaut sich solche Beiträge an. Diese wird sich an den Kopf fassen und leise vor sich hinmurmeln

" ja und weiter ? "

Und genau diese Frage stelle ich mir auch!

Hinzu kommt hier aber auch noch, dass die Zahlen von 99 und auch 2000 nichts anderes sind als der Schnee von gestern. Die Frage muss doch lauten:

Wie bekomme ich, als Gesetzgeber die berechtigten oder vermeintlich berechtigten finanziellen Wünsche der einzelnen Leistungsanbieter ( ambulante Ärzte, Zahnärzte, Pharmaindustrie, Krankenhäuser, u.v.a.m. ) sowie die Wünsche der finanzierenden Seite ( Arbeitgeber, öffentliche Hand, Versicherungsnehmer u.v.a.m. ) sowie die Wünsche der Verwaltung ( Krankenkassen gesetzlich und/oder Privat ) unter einen einzigen Hut.

Alleine eine solche Fragestellung treibt einem den puren Angstschweiss auf die Stirn.

Also, zeigt her euren Hut ! Man darf gespannt sein.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 27. Februar 2001 19:30     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Es soll bisweilen ganz nützlich sein aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 27. Februar 2001 19:44           
Guter Ansatz, welche Fehler ?

RSA Freak
unregistriert
erstellt am: 27. Februar 2001 20:03           
Hallo Herr Seitz,

eine Frage: Woher haben Sie diese Zahlen (speziell jene, wieviel Geld durch die einzelnen Massnahmen aus dem GKV-System fliessen?) und diese Auffassungen zum RSA (die offensichtlich jenen aller damit befassten Wissenschaftler von Sachverständigenräten, Gutachtern etc. widersprechen), die Sie hier zum besten geben?

Gruss

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 27. Februar 2001 22:46     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Ein Verteilungsproblem sehe ich auch, für ambulante medizinische Betreuung durch Ärzte (ohne Zahnmedizin) wurden 1971 noch 21% der Einnahmen der Kassen ausgegeben, jetzt sind es nur noch gut 14%. Also wird 1/3 weniger für ärztliche Behandlung ausgegeben als noch vor 30 Jahren. Um also den gleichen Standard der ärztlichen Behandlung zu erreichen wie vor 30 Jahren, müssen die ambulant tätigen Ärzte 50% mehr gezahlt bekommen, als dies jetzt der Fall ist. Weiter: im Osten (einschl. Ostberlin) geben die Kassen nur 67% dessen pro Mitglied, was die Kassen im Westteil Deutschlands (einschl. Westberlin)ausgeben. Also müssen die Kassen für Ärzte im Osten einschl. Ostberlin 30% mehr zahlen als bisher, damit im Osten die Ärzte anteilig genau so viel erhalten wie Ost-Angestellte bei Öffentlichen Ämtern, nämlich 88% der Westzahlungen.

Mit diesen Vorschlägen wären allerhand Verteilungsungerechtigkeiten beseitigt, ohne daß mehr ausgegeben werden müßte, es muß nur gerecht verteilt werden.

Jetzt bin ich mal gespannt, welche Argumente jetzt gegen diese Fakten gebracht werden.

Krankenkassenmensch
unregistriert
erstellt am: 27. Februar 2001 23:36           
Nur mal so für den alten "hetzer" Seitz. Schauen Sie sich doch einmal die neuste KM 1
genau an. Hiernach hätte ich gerne nochmal eine Stellungnahme insbesondere zu der Zahl KVDR BKK ( ca 15 % Anteil ) im Gegenzug zu EK 0,5 %

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 27. Februar 2001 23:55     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Kassenmensch: was ist KM 1, was ist KVDR und wo finde ich die?

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 28. Februar 2001 13:24           
Krankenkassenmensch,in der KM1 2001 des BMG finde ich unter anderem :
EK Versicherte gesamt: 25.364.763
EK KVdR gesamt: 3.983.314
Mein Taschenrechner sagt mir in der KVdr der EK sind 15,716 % aller Versicherten der EK.
Wie kommen Sie aus ~0,5% ?

Frage: Wird bei Ihnen in Buchhaltung und Statistik immer so grechnet ?
Hochachtungsvoll
Klaus Vetter

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 28. Februar 2001 13:36           
Krankenkassenmensch,in der KM1 2001 des BMG finde ich unter anderem :

BKK Versicherte gesamt: 11.963.486
BKK KVdR gesamt: 2.181.446

Mein Taschenrechner sagt mir: in der KVdR der BKK sind 18,234 % aller Versicherten der BKK.
Allerdings verwende ich einen Taschenrechner der Firma SANYO aud dem Jahre 1987.

Wie kommen Sie auf ~15% ?

Hochachtungsvoll
Klaus Vetter

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 28. Februar 2001 14:40           
Hallo Dr. Solga,


Sie meinen hier vermutlich "der ärztlichen Bezahlung" und nicht der ärztlichen Behandlung.

Doch nun im einzelnen:

Angenommen die Bezahlung würde wie von Ihnen vorgeschlagen um 50% erhöht werden ( um den Standard hinsichtlich der Bezahlung zu erreichen, der mit dem Jahre 71 vergleichbar wäre ), hätte dies zur Folge, dass sich die Gesamtkosten für den ambulanten Humanmedizinbereich von jetzt ca. 40 Mrd auf dann ca. 60 Mrd erhöhen würde.

Da nun aber die behandelnden Ärzte im Osten ohnehin schlechter honoriert werden als vergleichbare kollegen im Westen, wäre es nur recht und billig, auch diese auf Westniveau anzuheben.

Dies würde den Gesamtbetrag ( ACHTUNG jetzt in Ermangelung korrekter Zahlen eine reine Spekulation ) auf dann vielleicht DM 65 - 70 Mrd erhöhen.

Da ich das den Ärzten gönne und es auch für durchaus angemessen erachte, einverstanden !

.........................................

Fakt ist aber doch, dass nun ein Mehrbedarf um die m.E. auch berechtigten Forderungen der ambulant Tätigen zu befriedigen, von ca. 20 - ungünstigenfalls 30 Mrd vorhanden ist. Und diese Gelder müssen doch irgendwo herkommen.

Wobei ich schon der Meinung bin, dass dies bei einem solchen Gesamtumsatz von ca. 500 Mrd. möglich sein müßte.

..........................................

Aber Sie sprechen hier von "Verteilungsungerechtigkeiten" die beseitigt werden könnten. Und hier stelle ich mir dann schon die Frage, wie dies geschehen soll.

Meinen Sie eine Veränderung der Verteilung von West nach Ost, sprich Reduzierung der Einnahmen der Kollegen im Westen zur Erhöhung der Einnahmen der Kollegen im Osten ?

Dies geht aus Ihrem Beitrag nicht klar hervor. Insoweit bitte ich um Aufklärung wie denn eine Verteilung aussehen könnte.

Vielen Dank


Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 28. Februar 2001 19:54     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Ruf, Sie haben doch gesagt, das Ganze sei nur ein Verteilungsproblem. Verteilen wir doch um, dann braucht Keiner mehr zu zahlen. Wenn es auch nicht meine Aufgabe sein kann, die Fragen der Krankenkassen zu lösen, würde ich dies gerne tun. Bemühen wir uns also einmal gemeinsam, die Bücher der Kassen einzusehen, dann werden wir darüber weiter fundiert reden können. Solange die Daten der Kassen, die sie veröffentlichen, unplausibel sind, ist jede Idee, wohin welches Geld geschoben wird, Spekulation. Bezgl. der Unglaubwürdigkeit der Kassendaten s. http://www.solga.de/urologie/Kassenausgaben/siframes.htm
Die Kosten alleine für die Mitarbeiter sind bereits höher, als die Krankenkassen als Verwaltungskosten angeben, die Kosten für Gehälter liegen alleine schon bei 13 Mrd. DM, wenn Durchschnittsgehälter angenommen werden. Wen man sieht, daß knapp 150.000 Angestellte bei den Kassen sitzen, aber nur 110.000 Ärzte, könnte einem schon dieser oder jener gedanke kommen, woher das Geld kommen könnte. Drehen wir den dreisten Griff von Riester wieder zurück, sind schon wieder 4 Mrd. DM jährlich mehr im Sack. Drehen wir die dreisten Griffe des Staates in die Taschen der Versicherten zugunsten der Arbeitslosenversicherung und der Sozialämter zurück, sind schon wieder knapp 7 Mrd. DM mehr im Säckel. Lassen wir die Behandlung von Freizeitunfällen nicht von den Versicherten tragen, sondern von den Verursachern, ist wieder ein ordentliches Kleckschen Geld gespart, denn die Freizeitunfälle nehmen exorbitant, vor allem in der Komplexizität, zu. Wenn ich dann mal Einblick in die Bücher der Kassen nehmen kann (sind ja immerhin Körperschaften Öffentlichen Rechts, und in Berlin gibts ein Informationsfreiheitsgesetz http://www.datenschutz-berlin.de/recht/bln/ifg/ifg.htm ), kommen mir, wenn ich dann die durchschnittlichen Gehälter der Krankenkassenchefs sehen sollte, bestimmt noch so einige GEdanken, wo das Geld umverteilt werden kann, ohne daß ein Versicherter mehr zahlen muß.

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