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Autor
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Thema: Pfaff will einen heißen Wahlkampf
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Seitz Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 18:18
B E R L I N (vo). Wie geht's weiter mit der Gesundheitspolitik und der SPD? Innerhalb der Bundestagsfraktion eskaliert inzwischen der Streit um die künftige Marschrichtung der Partei. Professor Martin Pfaff, Abgeordneter und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG), fordert alle Sozialdemokraten auf, "für ein solidarisches Krankenversicherungssystem standhaft einzutreten. Es ist weiterhin gegen vermeintliche Rettungsversuche neoliberaler oder konservativer Prägung zu verteidigen" Als Gegner nennt Pfaff den Berater des Bundeskanzlers und Mitglied des Sachverständigenrates zur wirtschaftlichen Entwicklung, Professor Bert Rürup Tatsächlich, so ist in Berlin zu hören, meine er auch die neue Gesundheitsministerin. Rürups Vorschläge für eine Gesundheitsreform werden von Pfaff massiv zurückgewiesen. Dazu gehören die Einführung von Regel- und Wahlleistungen, Erhöhung der Zuzahlungen oder die Einführung eines "Eintrittsgeldes für Arztpraxen". Damit positionieren sich Pfaff und die SPD-Arbeitsgemeinschaft gegen eine neue Regierungslinie bei der Gesundheitsreform.
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Gynie aus Schwaben Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 18:39
..den heißen Wahlkampf kann er haben....er findet tagtäglich in meiner Praxis statt. Aber!!!: Für uns Kassensklaven wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern... Denn,- das gros der Bevölkerung ist leider DUMM!!! Wir können "igeln", wie die Weltmeister, es reicht nicht. Mein Fazit: Eine bundesweite Rückgabe der kassenärztlich Zulassung! Sollen uns die Herren Politiker doch am A....l.... Gesetzeswidrig???? Sorry,scheiß drauf...das, was mit uns gemacht wird, ist Sklaverei auf höchstem Niveau...und die ist,-richtig!!!-gesetzeswidrig.. Wir dürfen eines nie vergessen,-unsere Leistungen sind gefragt!!!! Machen Sie einen Tag alle Praxen in BRD zu und es raucht!!!! Warum fehlt uns der Mut???? |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 18:47
Da spielt zumindest bei mir auch die soziale Verantwortung eine Rolle. Auf dem Land haben die Leute gar keine Alternative. Das Risiko wäre nicht si groß. Allerdings lasse ich dann die Patienten im Stich. Ich trage dann die Streitereien wirklich auf dem Rücken der Patienten aus. Das ist nicht die Lösung. Ein Schritt vor ihrer Radikallösung liegt die Politisierung der Wartezimmer. Bei uns liegen die Pläne in den Schubladen. Und nicht nur bei uns. Glauben sie mir, manche Ärzte wünschen sich eine solche Eskalation, weil sie meinen nur ein reingendes Gewitter bringt solche Betonköpfe wie oben zur Vernunft. Ich persönlich hoffe noch auf die Vernunft. Sonst würde ich hier nicht meine Zeit opfern.m.s. |
Gynie aus Schwaben Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 19:09
Sorry Herr Seitz,--????? Auf wessen Vernunft bauen Sie Ihre Hoffnungen auf??? Auf die Vernunft eines Cohiba-rauchenden Kanzlers, der nur eines will,- die Wahl gewinnen? Auf die Vernunft eines AOK-Vorsitzenden mit 500 TDM vor Steuer??? Auf wen bauen Sie, ....helfen Sie mir bitte.... Die Bevölkerung merkt ohne einen großen Knall gar nicht worum es geht,-sie ist nämlich die Vollkaskomedizin gewöhnt... Wir brauchen dieses reinigende Gewitter... Wir sind doch nicht die Sklaven des Systems...beim Friseur kostet der Schnitt auch 60,.DM (für die Damen).... Ich mache für 60.-DM gerne eine Intimrasur, aber keinen transvaginalen Ultraschall... Ich habe die Schnauze voll!!!!!! |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 20:06
Mit der Rentenversicherung hats auch geklappt. Die Betonköpfe haben verloren. Ich würde in einer politischen Diskussion Herrn Pfaff und Konsorten folgenden Vorschlag unterbreiten: Die Grundannahme dieser Leute ist doch, es sei genug Geld da, es wird nur falsch verwendet. Ich würde sie auffordern diese "Wirtschaftlichkeitsreserven" konkret zu benennen. In Mark und Pfennig. Dann müßten konkrete Vorschläge folgen, wie sie diese moblisieren wollen. Der Budgetdruck hat ja wohl nicht gebracht. Konkrete Vorschläge. Glauben sie mir außer Worthülsen kommt da nichts. Selbst unser Freund in Israel hats begriffen. m.s. |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 20:08
Jetzt kommt die Pflichtsendung für alle Notärzte. ER
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Gynie aus Schwaben Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 20:18
Have some fun.... ...solche Sendungen stärken unser Selbstbewußtsein...stimmt das??? ...wie tief müssen wir noch sinken?????? |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 20:26
Wirtschaftlichkeitsreserven über den alten Hut "unnötige Leistungsausweitung" und "Doppeluntersuchung" hinaus kann der Martin Pfaff nicht benennen, davon versteht er nix, und über die Schlagworte der neunziger Jahre hinaus mag er nicht denken, dat könnemer jetroost verjasse. Ob die "neue Regierungslinie", sofern es die schon gibt, allerdings schon das Heil bringt, darf man abwarten. Aber mit ein klein bißchen weniger Betonkopf ließe sich schon um einiges leichter leben. PR
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Gynie aus Schwaben Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 21:02
Lieber Herr Kollege Rapp, Ihren Postings nach zu urteilen, gehören Sie der selben Ärztegeneration an wie ich... ...glauben Sie an Schneewittchen??? Nee, oder??? Glauben Sie an die "neue Regierungslinie"??? Nee,- oder doch???? Glaube Sie an das stachelige Tier in unseren Praxen?- Ich mittlerweile ja... Grüße nach Südbaden, Björn
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Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 20. Februar 2001 21:53
Hallihallo, glauben ??? Ich meine, ein Wahlkampf rot gegen rot geht in die Hose. Die Betonköpfe müssen umlernen oder einpacken. Das Igeln werd ich auch noch lernen. Ob es mir Personalstellen retten kann, weiß ich noch nicht. PR
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harald Ruf unregistriert
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erstellt am: 21. Februar 2001 11:40
Also Herr Seitz, ich frage mich nun wirklich, wo es denn mit der Rentenversicherung geklappt und wo hier die Betonköpfe verloren haben sollen.Die Frage ist doch einfach, wer hier gewonnen hat.
Sie können sich noch nicht einmal ansatzweise vorstellen, wieviele Kisten bester Champagner in den Räumlichkeiten des Bundesverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft und des Bundesverbandes des deutschen Kreditverbandes - wahrscheinlich haben die in den letzten Tagen gemeinsam gefeiert - vernichtet wurden. Ich sehe sie schon; Heerscharen von Versicherungs- und Finanzvertreter übers Land wandern wie einst die Heuschreckenplage im alten Testament. Und dies empfinden Sie als gelungene Umsetzung ? Sollte nicht auch Ihnen zu denken geben, dass es die Finanzwirtschaft im Jahre 2000 fertiggebracht hat, ca. 500 Milliarden gutgläubiger Anleger in den Sand zu setzen und andererseits das beste Geschäftsjahr in der Nachkriegszeit abzuliefern ( alleine die DEUTSCHE Bank über 35 Mrd Gewinn vor Steuern und 9,68 Mrd nach Steuern ). ...................................... Hat Pfaff denn nicht völlig Recht, wenn er behauptet, dass grundsätzlich genügend Geld im System vorhanden sei ? Und sind diese ominösen "Wirtschaftlichkeitsreserven" nicht doch vorhanden ? 01) genügend Geld ? Wenn ich mir so die Beiträge der letzten Wochen hier im Forum anschaue, so ist doch festzustellen,dass auch die ambulante Humanmedizin eigentlich der Meinung ist, dass hinreichend Geld im System vorhanden und das eigentliche Problem ein Verteilungsproblem dieser vorhandenen Gelder ist. 01.1) Wieviel hätten Sie denn gerne ? 600 Mrd. ? 700 Mrd. ? Oder wieviel ? Sie glauben doch nicht ernsthaft daran, dass wenn nur noch mehr Geld in das bestehende System gepumpt werden würde, auch nur eine einzige müde Mark ( oder EURO später ) bei den ambulant tätigen Humanmedizinern ankommen würde. Von was träumen Sie denn Nachts? Ich kann Ihnen sagen wo dieses Geld landet. In den Kassen der Pharmaindustrie, den Verwaltungskassen der gesetzlichen Versicherer sowie in der Peripherie des ambulanten Humanmedizinbetriebes wie z.B. Orthopädische Unternehmungen u.a.. Mehr Geld, ist m.E. nicht die Lösung. 02) Wirtschaftlichkeitsreserven
Wer sagt denn eigentlich, dass diese immer nur und ausschließlich im Bereich der ambulant tätigen Humanmediziner zu suchen sind ? Sind denn nicht auch die ambulant tätigen Humanmediziner der Meinung, dass erhebliche Wirtschaftlichkeitsreserven im Bereich der Pharmaindustrie und beispielsweise im Verwaltungsbereich der gesetzlichen Kassen zu finden sind ?
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Seitz Mitglied
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erstellt am: 21. Februar 2001 12:27
<<Sind denn nicht auch die ambulant tätigen Humanmediziner der Meinung, dass erhebliche Wirtschaftlichkeitsreserven im Bereich der Pharmaindustrie und beispielsweise im Verwaltungsbereich der gesetzlichen Kassen zu finden sind ?<< Wer sucht sie dort??Herr Pfaff????? Und wie wollen sie diese mobilisieren?? Durch Budgetdruck??? |
Sozi unregistriert
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erstellt am: 25. Februar 2001 02:39
Was macht Ihr für ein Geschrei? Outet Euch doch einfach als FDPler und versucht ruhig, Eure Patientinnen und Patienten von deren und Eurer "eigenverantwortlichen" Sicht zu überzeugen. Viel Spass beim Wahlkämpfen.Mein Tip an mündige Menschen: Die Quelle der Meldung (unverfälscht!!!) ist als Presseerklärung unter www.spd.de zu finden. Ganz lesen und dann entscheiden! |
Klaus Vetter unregistriert
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erstellt am: 25. Februar 2001 11:02
Frage an anonymen "Sozi": Wo finde ich das Original? Unter SPD.de finde ich nur eine redaktionell bearbeitete Sekundärquelle. Da ich bereits 40 Jahre Sekundärliteratur-Segnungen hinter mir habe, besteht bei mir großes Interesse an Originaltexten aus Originalquellen. Danke im Voraus für die Hilfe, "Sozi". Klaus Vetter |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 25. Februar 2001 11:07
<<Was macht Ihr für ein Geschrei? Outet Euch doch einfach als FDPler und versucht ruhig, Eure Patientinnen und Patienten von deren und Eurer "eigenverantwortlichen" Sicht zu überzeugen. Viel Spass beim Wahlkämpfen.<<Den Spaß hätten wir. Auch ohne FDP. Politische Fehler, die man publikumswirksam thematisiern kann gibts genug lieber Sozi. Dazu muß man nicht das Glatteis der "Eigenverantwortlichkeit" betreten. Wie dumm halten sie uns? m.s. |
Sozi unregistriert
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erstellt am: 25. Februar 2001 15:27
Hallo Herr Vetter,"Unter SPD.de finde ich nur eine redaktionell bearbeitete Sekundärquelle. Da ich bereits 40 Jahre Sekundärliteratur-Segnungen hinter mir habe, besteht bei mir großes Interesse an Originaltexten aus Originalquellen." Die innerparteiliche Demokratie der SPD funktioniert (für Sie überraschend?) nicht so, dass die Partei Meldungen eines gewählten (!!!) Bundesvorsitzenden einer Arbeitsgemeinschaft "redaktionell bearbeitet"!! Dies ist die Originalquelle! Willkommen in der Demokratie! Sozi |
Klaus Vetter unregistriert
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erstellt am: 25. Februar 2001 19:36
Lieber Sozi,ich weiß zwar nicht woher Sie kommen und auch nicht was Sie '89 gemacht haben. Ich habe jedenfalls '89 mit Hunderttausenden für Demokratie gestritten. Davon abgesehen, war in meinem Beitrag davon auch nicht ein Wort oder gar ein Zweifel an der innerpartelichen Demokratie weder direkt noch indirekt zu lesen. Lediglich der Wunsch nach den Originaltext von Herrn Pfaff. Der auf der SPD-Homepage veröffentlichte Text kann es ja nicht sein. Zitat: "Der ASG-Vorsitzende weißt daher nochmals darauf hin, "dass derartige Elemente fast ausschließlich entsolidarisierende Verteilungswirkungen zeitigen und keinerlei Verbesserungen weder für die Ausgabenentwicklung im Gesundheitssystem insgesamt noch gar für die Verbesserung der Qualität der Versorgung des Einzelnen" mit sich bringen: "Durch sämtliche dieser immer wiederkehrenden alten Vorschläge in Richtung Privatisierung von Gesundheitsrisiken wird lediglich die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken, zwischen Jung und Alt, zwischen Kinderlosen und Familien mit Kindern, zwischen Wohlhabenderen und Ärmeren ausgehöhlt, qualitäts- oder wirtschaftlichkeitssteigernde Effekte haben sie nicht!" Da in diesem Betrag einzelne Sätze, bzw. Teile davon zitiert werden, verstehen Sie vielleicht jetzt was ich mit Original meine. Trozdem Danke für den Nachhilfeversuch in Sachen Demokratie. Klaus Vetter |
KV Funktionär unregistriert
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erstellt am: 25. Februar 2001 19:52
Zu: Was macht Ihr für ein Geschrei? Outet Euch doch einfach als FDPler und versucht ruhig,Eure Patientinnen und Patienten von deren und Eurer "eigenverantwortlichen" Sicht zu überzeugen. Viel Spass beim Wahlkämpfen.Lieber Sozi, sehen sie sich doch einfach mal die Umfrageergebnisse der Meinungsforschungsinstitute an. Wo liegen da die Politiker, wo die Ärzte? Wem glaubt man wohl mehr?? Wir brauchen keine FDP oder CDU. Diese Parteien werden den Spielball allerdings willkommen aufnehmen. Die Sozis, die sie verführen können, werden die nächste Wahl nicht entscheiden. Unsere Taktik hier preiszugeben wird ihnen nicht gelingen. Aber wir werden zuerst eine alte Soziforderung erfüllen. Wir werden allen Patieten mitteilen, was die Kassen und die Politik für die einzelnen Leistungen bezahlen. Einschließlich der Tatsache, daß ca 30% der Leistungen nicht bezahlt werden. Jeder Patient wird hier direkt nach seiner Behandlung durch einen Handzettel informiert, mit der Aufforderung dies mit seiner Kasse zu besprechen. Dies ist doch eine Forderung von ihnen. |
Sozi unregistriert
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erstellt am: 28. Februar 2001 17:41
zu Eurer modern-liberalen Diffamierung "Betonköpfe" insbesondere den letzen Abschnitt zur Kenntnis nehmen! Weiterhin viel Glück beim Wahlkämpfen!DIE_ZEIT/Innenpolitik/Soziales/Gesundheit/OTS * inla gesu ipol Gesundheitspolitik: Ulla Schmidt will Besuch beim Hausarzt attraktiver machen - Reform des Risikostrukturausgleichs soll neue Hausarzt-Tarife begünstigen Hamburg (ots) - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will den Besuch beim Hausarzt attraktiver machen. In einem Interview der Wochenzeitung "DIE ZEIT" sagte Schmidt: "Wir müssen die Lotsenfunktion des Hausarztes stärken. " Das solle durch Hausarzt-Tarife geschehen, die Versicherten einen niedrigeren Beitrag anbieten, wenn diese vor dem Besuch eines Facharztes grundsätzlich zunächst ihren Hausarzt konsultieren. Einige Privatversicherungen bieten solche Tarife bereits an, so Schmidt. Sie kündigte an: "Ich würde einen solchen Ansatz gern von einer gesetzlichen Kasse in einem Modellversuch erproben lassen." Sie hoffe, dass die Reform des Risikostrukturausgleichs die gestzlichen Kassen ermutige, neue Hausarzt-Tarife anzubieten. Eine Praxisgebühr für Arztbesuche, wie sie kürzlich der Sachverständigenrat vorgeschlagen hatte, lehnte Schmidt ab. Die Grundprinzipien der Rentenreform - mehr private Eigenvorsorge, etwas weniger Leistungen aus dem gesetzlichen System - ließen sich nicht auf die Reform des Gesundheitswesen 8bertragen. "Wer krank ist, braucht die notwendigen medizinischen Leistungen", erklärte Schmidt. "Das ist etwas anderes, als mit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge einen bestimmten Lebensstandard zusichern." Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 10/2001 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 1. März 2001, ist unter Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der Wortlaut des ZEIT-Textes kann angefordert werden.
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Dr. Matthias Solga Mitglied
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erstellt am: 28. Februar 2001 20:37
Sozi: wo ist denn der Beweis, daß durch die Stärkung des Hausarztes Geld gespart wird? Wenn es keinen gibt: ist da wieder ein gigantisches Menschenexperiment in Arbeit? Hat denn die bisherige Stärkung der Hausärzte irgend etwas gespart, irgend etwas gebracht? Beiweise bitte, keine Thesen! |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 02. März 2001 21:03
mein lieber Sozi, ich hab an genügend Konferenzen und Workshops der ASG teilgenommen, um sehr genau zu wissen, was ich sage, wenn ich von Betonköpfen rede. Damit meine ich vorneweg Klaus Kirschner und Martin Pfaff.Die beiden waren noch 97 der Überzeugung, es gäbe im Gesundheitswesen weder ein Demographieproblem noch eine Fortschrittsfalle. Sondern es gäbe nur ein Verteilungsproblem. Wer das anders gesehen hat, ist der versuchten Selbstbereicherung bezichtigt worden. Ich habe von diesen meinen beiden Spezialspezis mittlerweile nichts gelesen, was auf ein paar Milligramm neuere Einsichten hätte schließen lassen. Klar, warum ich Betonköpfe sage ? PR |
Sozi unregistriert
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erstellt am: 04. März 2001 00:32
mein lieber Peter,keine Ahnung wo sie genau teilgenommen haben und bei was sie auch zugehört haben. Ich empfehle ihnen jedoch mal eine kleine Literaturrecherche in irgend einem gesundheitsökonomischen Universitätsopac und folgend die Lektüre einiger einschlägigen Aufsätze / Monographien des ehemaligen Sachverständigenratsmitglieds bevor sie mit ungeladenen Kanonen schiessen. Und bitte nicht mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten kommen, so sie sich tatsächlich die lohnenswerte Mühe machen. Ihr Sozi |
Klaus Vetter unregistriert
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erstellt am: 04. März 2001 02:26
Sozi, wo find ich denn nu das Orginal von Pfaff's Text. Hilf mich doch mal! K.Vetter |
Dr. Matthias Solga Mitglied
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erstellt am: 04. März 2001 02:39
Sozi: nun aber mal bitte rausgerückt mit den Beweisen, daß Hausarzt als Primärarzt besser und billiger ist, habe bereits vor 6 Tagen gefragt! |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 04. März 2001 12:00
Hallo Sozi, Ein Sachverständiger sollte doch etwas von der Sache verstehen. Bisher sind mir aber nur vage Vermutungen bekannt. Kein Sachverständiger kann die vermuteten Wirtschaftlichkeitreserven im Gesundheitswesen konkret benennen. Fragen Sie doch ihren Sachverständigen einfach nach den konkreten Einsparreserven und bitten sie ihn konkrete Vorschriften zu erlassen, mit denen seine Einsparmöglichkeiten möbilisiert werden. Um Vermutungen zu äußern brauche ich keinen Sachverstand. Sachverstand wird benötigt um diese Vermutungen zu belegen oder zu widerlegen. Wurden diese Vermutungen inzwischen von ihrem "Sachverständigen" belegt?? Welcher Manager kann mit reinen Vermutungen ein Unternehmen führen??m.s. |