Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi561.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Seitz
Mitglied
erstellt am: 15. Februar 2001 12:54     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Ärzte Zeitung, 15.02.2001
45 Prozent der Kosten fließen in den ambulanten Bereich
Bilanz '98 / Statistisches Bundesamt legt Berechnungen zu den Ausgaben fürs Gesundheitswesen vor
Von Rainer Vollmer
BERLIN. Und es geht doch: Das Statistische Bundesamt hat sich bewegt und dabei für das Gesundheitswesen insgesamt und speziell auch für Ärzte eine erstaunliche Leistung vollbracht. Ab sofort gibt es eine neue "Gesundheitsausgabenrechnung", mit der alle Ausgaben des Gesundheitssystem zusammengestellt werden. Das Geschrei aus der Politik nach nicht vorhandenen Daten kann zumindest minimiert werden.
Zur Sache: Bisher gab das Statistische Bundesamt Ausgabenrechnungen heraus, die zwei Jahre lang bearbeitet werden mußten und damit zu spät erschienen. Das neue EDV- und internetfähige Programm bietet jetzt völlig neue Möglichkeiten. Es gibt den Interessierten, also Politikern und Verbänden und auch dem einzelnen Arzt, mit einer nur noch einjährigen Zeitverzögerung alle Ausgabendaten des gesamten Gesundheitswesens der Republik.
So wird ersichtlich, welche Ausgaben bei welchen Leistungen gesetzliche oder private Krankenversicherung, öffentliche Hand oder private Haushalte für das Gesundheitssystem ausgegeben haben. Den Einstieg in die neue Gesundheitsausgabenrechnung muß das Internet-Programm der Statistiker aber noch mit Daten aus 1998 erproben. 412,7 Milliarden DM wurden ausgegeben, das entspricht knapp elf Prozent des Bruttoinlandproduktes.
Für Leistungen aus Arztpraxen, aus Apotheken und anderen ambulanten Einrichtungen wurden 186,7 Milliarden DM (45,2 Prozent der Gesamtgesundheitsausgaben) aufgewendet. Die Leistungen für stationäre Einrichtungen beliefen sich auf 157,9 Milliarden DM. Für niedergelassene Ärzte wurden dabei lediglich 36,9 Milliarden DM aufgebracht, während die ärztlichen Leistungen in Krankenhäusern bereits 25,8 Milliarden DM betrugen. Bei den Arztpraxen gab es zwischen 1996 und 1998 nur eine Steigerung von 1,4 Prozent.
Dagegen wurde insgesamt für "Leistungen zum Ausgleich krankheitsbedingter Folgen" eine Steigerung von zehn Prozent festgestellt. Die Ärzte standen damit an der untersten Skala der Ausgabensteigerung.
Immerhin auch bedeutungsvoll: Im Jahr 1998 wurden in Deutschland 5030 DM je Einwohner für Gesundheitsleistungen ausgegeben. Darunter 1300 DM für ärztliche Leistungen und 720 DM für Arzneimittel.
Die gesetzliche Krankenversicherung gab 13,4 Milliarden DM (im Vergleich zu 1996 waren das immerhin 3,8 Prozent mehr) für Verwaltungsarbeit aus.
Weitere Infos:
www.statistik-bund.de
Copyright © Ärzte Zeitung

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 16. Februar 2001 16:49           
Hallo Herr Seitz,


in diesem Zusammenhang möchte ich Ihr Interesse auf den letzten Focus ( Nr. 7 vom 12.02.01 ) lenken.

01)

Als Aufmacher wird hier darauf hingewiesen, dass es sich um einen " 500 Milliarden Markt " handeln würde.

01.1.)

Hier wird der Eindruck erweckt - zumindest für den unbedarften Leser der sich nicht "tief" in der Materie befindet - dass diese Position sich lediglich auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung beziehen könnten.

An PKV, PflegeVers, eigene Leistungen, Leistungen der Arbeitgeber, Leistungen der öffentlichen Hand u.v.a. denkt hier kein Mensch.

02)

Auf Seite 22 folgt dann ein Schaubild mit dem Titel " Kostentreiber Krankenhaus " und mit dem Untertitel " Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen ". In diesem Schaubild finden wir dann den Hinweis, dass die "ärztliche Behandlung" ( und hiermit ist der ambulante Bereich gemeint ) einen Kostenanteil von 16,47% betragen würde.

02.1)

Da nun aber der "unbedarfte Leser" keine Kenntnis darüber hat, wie hoch denn der Anteil der gesetzlichen Krankenkassen am Gesamtaufkommen ist, geht dieser der Leser schlimmstenfalls davon aus, dass hier der Betrag von 500 Mrd gemeint ist. Er kommt hier zu einem Ergebnis von 82,35 Mrd. DM.

03)

Auf Seite 24 erklärt Fiedler ( BARMER ), dass die Pflichtkassen ( und hier meint er ja wohl die gesetzlichen Krankenkassen ) für Medikamente einen Betrag von rund 35 Mrd. DM aufwenden würden.

03.1)

Der Gesamtanteil für Medikamente ist im Schaubild mit 14,52% angegeben. Der Gesamtanteil der gesetzlichen Krankenkassen betrug demnach im Jahre 1999? ( hier fehlt ein Bezug )rund 241 Mrd. DM vom Gesamtmarkt ( 500 Mrd. ).


Fazit

Laut Focus wurden demnach von den gesetzlichen Krankenkassen im Jahre 1999 ca. 241 Mrd. DM aufgewandt. Dieser Gesamtbetrag setzt sich laut diesem dort veröffentlichen Schaubild wie folgt zusammen:

01)
ärztliche Behandlung 16,47% = 39,7 Mrd.

02)
Krankenhausbehandlung 33,56% - 80,9 Mrd.

03)
Krankengeld 5,49% = 13,2 Mrd.

04)
Apotheken 14,52% = 35,0 Mrd.

05)
Zahnbehandl. und Ersatz 8,59% = 20,7 Mrd

06)
reine Verwaltungskosten 5,06% = 12,2 Mrd.

07)
Sonstiges 10,16% = 24.5 Mrd.

08)
Hilf- Heil und sonstige Arzneimittel 6,15%
= 14,8 Mrd.


Demnach wären die "reinen" Verwaltungskosten ggb. den Vorjahren ja gesunken. Erstaunlich.

Festzuhalten ist allerdings, dass genau solche Artikel durchaus dazu geeignet sind, den sich nicht in der Materie befindlichen Leser, sprichwörtlich auf die Barrikaden zu treiben.

Auf "neue" Statistiken darf sich gefreut werden. Bin ja mal gespannt.

Gruß

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 16. Februar 2001 18:09           
In die gleiche Richtung zielt die Bild-Zeitung am 12.Februar 2001.
Dort wird das Bruttohonorar (also der Unternehmensumsatz) sachsen-anhaltinischer Ärzte mit dem Bruttolohn von angestellten Elektrikern, Chemiefacharbeitern und Kfz-Mechanikern verglichen.
So wird Stimmung und Politik gemacht.
Klaus Vetter

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 16. Februar 2001 18:40           
Interessant ist auch ein Blick auf die AOK-Homepage. Unter Bilanz 99 werden auch die GKV-Ausgaben aufgeführt.
Verwaltungskosten werden mit 13,845 Mrd., 1.600.000.000 DM mehr als im Fokus.
Krankenhaus mit 82,919 Mrd., 2 Mrd. mehr.
Insgesamt rund 13,15 Mrd mehr.
Höchste Zeit Licht und Transparenz in das Krankenkassen-Finanzgebaren zu bringen.
Klaus Vetter
PS: Fehler bitte korrigieren, da ich das auf die Schnelle geschrieben habe.
Danke

Seitz
Mitglied
erstellt am: 16. Februar 2001 18:46     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Lieber Herr Vetter,
Wer in diesem Forum Tippfehler findet darf sie behalten.

Hallo Herr Ruf,
gut das wir kontrolliert haben!!

m.s.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 16. Februar 2001 23:44           
Entschuldigung:
Im Focus werden 500 Mrd. als Gesundheitsmarkt angegeben, 35 Mrd. als Ausgaben für Arzneimittel aus Apotheken. Alle anderen, von "Herrn" Ruf zitierten Zahlenangaben nur in Prozent. Die DM-Beträge sind von H. Ruf aus den 35 Mrd. abgeleitet worden.
35 Mrd können nach den allgemein üblichen Rundungsregeln sowohl 35,49999 Mrd als auch 34,5 Mrd. sein.
Man lernt halt nie aus.
Klaus Vetter

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 17. Februar 2001 15:39           
Hallo Herr Vetter,


Die Angabe im Focus lautet " 35 Mrd. gaben die Pflichtkassen für Medikamente aus ". Diese 35 Mrd. entsprachen laut Schaubild einem Anteil von 14,52% vom Gesamtaufwand. Der Gesamtaufwand betrug demnach 241,046 Mrd. DM. Rundungsdifferenzen sind hier natürlich zwangsläufig.

Entscheidend ist doch, dass hier der Eindruck erweckt wird, der größte Kostenfaktor nach Krankenhausbehandlung sei der " ambulante ärztliche Bereich ".

Insoweit darf man gespannt sein, welche Leserbriefe sich in der nächsten Ausgabe finden lassen.

Allerdings interessiert mich in diesem Zusammenhang noch andere Fragen.

01)

Wie kann es sein, dass weitere ärztliche Behandlungen innerhalb der Rubrik " Krankenhaus Behandlung " versteckt sein sollen, wenn hier - meines Wissens - ausschließlich Tagessätze zur Anrechnung gebracht werden ?

02)

Was wird eigentlich unter " Sonstiges ", immerhin mit einem Anteil von 10,16% verstanden ?

03)

Wenn es "reine" Verwaltungskosten gibt, was sind dann "unreine" Verwaltungskosten ?

04)

Was versteht man eigentlich unter " sonstigen Arzneimittel " ?

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