Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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  Unsere Ärzte oder "Sie Wissen nicht ...... (Seite 1)

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Autor Thema:   Unsere Ärzte oder "Sie Wissen nicht ......
Kassenmensch II
unregistriert
erstellt am: 08. Februar 2001 22:54           

Sind den nu alle be.... oder wird noch immer
gesch.... ?

Daniela R. plagen Hals- und Ohrenschmerzen. Ab 16 Uhr sei Sprechstunde, erfährt sie bei einem Anruf in der Praxis ihrer HNO-Ärztin. Als die Sprechstundenhilfe erfährt, daß die junge Mutter bei der BKK für Heilberufe versichert ist, ist plötzlich erst in 14 Tagen ein Termin frei. Sie benötige aber jetzt Hilfe, antwortet Daniela D. Dann müsse sie aber mit einer längeren Wartezeit rechnen, heißt es am anderen Ende der Leitung.

Punkt 15 Uhr 50 sucht die erkältete Patientin die HNO-Praxis am Rande des Berliner Grunewaldes auf. Alle anderen Patienten, die nach ihr kommen, werden vorgelassen, selbst wenn sie keinen festen Termin haben. Erst gegen 18 Uhr 30 wird die jetzt im doppelten Sinn verschnupfte Patientin ins Sprechzimmer von Frau Dr. A. vorgelassen und stellt diese zur Rede.

Die Fachärztin gibt offen zu, daß der Grund der langen Wartezeit der Wechsel zur BKK für Heilberufe ist. Da Frau R. nicht bereit sei, für ihre Leistungen entsprechende Beiträge zu zahlen, müsse sie mit Einschränkungen rechnen. Sie bekomme für den Besuch von Daniela B. als BKK Patientin gerade mal 10 DM und findet den Kassenwechsel "diskriminierend". Andere Patienten, die höhere Beiträge zahlten, würden vorgezogen.

Frau R. ist kein Einzelfall. BKK-Patienten, allen solche, die bei der Berliner BKK Verkehrs-Bau-Union (VBU) versichert sind, haben beim Arztbesuch immer wieder Probleme. Denn die Kassen zahlt nur eine Kopfpauschale von 460 DM. In "einzelnen Fälle", so Dörte Elß von der Verbraucherzentrale Berlin, "wird Patienten aufgrund ihrer Kassenzugehörigkeit die Behandlung verweigert." Die Patienten müßten auch mit Einschränkungen rechnen.

In einem Fernsehinterview gab der Berliner Allgemeinmediziner Dr. Klaus-Joachim Schilling unumwunden zu, daß Patienten von BKKen anders behandelt werden. So werde die "Wartezeit verlängert", die "Intensität und Häufigkeit der Behandlung eingeschränkt", den Patienten im Sprechzimmer weniger Zeit gewidmet, so der Vorsitzende der Hausärzte Vereinigung Berlin (HVB).

Daß Daniella R. der Zorn ihrer HNO-Ärztin trifft, ist nicht ohne Brisanz. Schließlich ist die junge Berlinerin Mitglied einer Kasse, die 1996 mit massiver Unterstützung der KBV gegründet worden war. Und das, wie damals damals das zuständige Vorstandsmitglied Dr. Lothar Wittek erklärte, mit dem Ziel der Senkung von Lohhnnebenkosten.

Auch Dr. Ulrich Oesingmann, ehemals Vorsitzende der KV-Westfalen-Lippe, rief seine Kollegen offen zur tatkräftigen Unterstützung der Kasse auf. "Wenn ich es meiner Arzthelferin ermöglichen kann, 600 DM im Jahr zu sparen, tue ich das". Das gleiche spart Oesingmann als Arbeitgeber.

Die Düsseldorfer Kasse beweist auch, daß sich günstiger Beitragssatz und hohe Kopfpauschale nicht ausschließen. Sie überweist für Mitglieder in den alten Bundesländern und Berlin eine Kopfpauschale von 930 DM. Zum Vergleich: Die AOK Berlin zahlt rund 790 DM, die TK 946 DM.

Allerdings: Das Geld fließt zunächst auf das Konto der KV Nordrhein und kommt über den Fremdkassenausgleich (FKA) leider nicht bei den niedergelassenen Ärzten außerhalb von Nordrhein an. Das bedauert die Kasse, die nun auf eine Initiative des Gesetzgebers setzt, der den Fremdkassenausgleich neu regeln soll.

Die BKK für Heilberufe geht - schon aus Rücksicht auf die eigene Klientel - sehr moderat mit den Betroffenen um, sagt Marketingchef Schölwer. Das Problem sei, daß viele Ärzte gar nicht wüßten, daß die Kasse eine vergleichsweise hohe Kopfpauschale zahlt, diese jedoch im System versickert.

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Copyright © Ärzte Zeitung

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Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 08. Februar 2001 23:42     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Übrigens: die BKK VBU zahlt in Berlin tatsächlich nur DM 434,80 (s. www.kvberlin.de) statt 460 DM (letzte Zahl in der Homepage der KV Berlin

Wer weniger zahlt, bekommt weniger, wer mehr zahlt, bekommt mehr. Da es außer Frage steht, daß Jeder dieselbe medizinische Behandlung zu bekommen hat, muß es doch legitim sein dürfen, daß jemand, der weniger zahlt, im Servicebereich weniger bekommt. Wie sieht es denn aus, wenn Jemand, der so viel Beitrag zahlt, daß seine Kasse, die Barmer, DM 1059,16 Kopfpauschale bekommt, gegenüber jemand Anderem, der eben entsprechend weniger zahlt, zurücktreten soll? Wie soll man dem denn das erklären? In der Bahn und im Flugzeug ist das doch genauso: alle Gäste werden genau so sicher befördert, der mit der zweiten-Klasse-Karte genau so wie der in der ersten Klasse, denn die beiden zahlen unterschiedlich viel. Und genau so wie der Flugpassagier sich seine Bequemlichkeit aussucht, hat auch der Kassenpatient seine Kasse gewählt. Dann kann doch ein Patient, der weniger zahlt, nicht denselben Service beanspruchen wie jemand, der mehr zahlt. Das halte ich für logisch. Alles Andere wäre doch Betrug an denen, die besser zahlen, oder nicht?

Behrmann,Kinderkassenarzt
unregistriert
erstellt am: 09. Februar 2001 00:46           
Konsequent!

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 09. Februar 2001 13:59     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Das ist nu aber wirklich seltsam.
Wir wissen: die Patientin ist verschnupft.

Ist das nun eine Bagatellerkrankung oder nicht ?
Gehört die direkt in die Hände des HNO-Arztes oder nicht ?

Wieso beklagt sich denn da ein Krankenkassenmensch, wo die Krankenkassenmenschen doch der Meinung sind, alles Medizinische gehöre auf dem adäquaten Niveau geregelt, das sei dann billiger ?

Wieso soll sich denn nun plötzlich ein "teurer" HNO-Spezialist um die Behandlung einer Bagatellerkrankung kümmern, und das womöglich noch zackzack an allen anderen Patienten vorbei ?

Das hätte ich vom KrankenkassenmenschenII doch gern beantwortet.

PR

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 09. Februar 2001 19:46           
Die Chipkarte ist nichts anderes als ein UNGEDECKTER SCHECK.
Die Krankenkassen sind des Scheckbetrugs überführt!

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 09. Februar 2001 20:45     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Schon 1999 habe ich, das wurde im Tagesspiegel auch veröffentlicht, nachgewiesen, daß mit den bei Conrad erhältlichen Chipkartengeräten die Daten auf den Versichertenkarten problemlos zu manipulieren sind! http://www2.tagesspiegel.de/archiv/1999/03/08/wi-ge-ku-25982.html#kopf
Das hat aber niemanden interessiert.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 09. Februar 2001 21:54     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
als ich vor zwei Wochen den neuen Conrad-Katalog gekriegt habe, hab ich mir genau das gerade nochmal verkniffen.
Überleg's mir nochmal.
PR

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 09. Februar 2001 21:57     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Ein gedeckter Scheck wird ja leider trotzdem nicht draus.

Aber es wäre doch ein Heidenspaß - in meinem Heimatort nennt man sowas ein "Seelenvesperle" - den Schalterbeamten der GKV ihre Inkompetent zu beweisen und die ewig falschen Chipkarten zu updaten.

PR

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 09. Februar 2001 22:22     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
ansonsten, lieber Mitbastler Solga,

ist dazu nur noch zu sagen: das Geniale an den Chipkarten ist, daß wir uns mit jedweder Manipulation nur wieder selber reinlegen würden.

Einfach genial, das Ganze !

PR

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 09. Februar 2001 23:02     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Das tun schon andere. Wir haben in Berlin ein bißchen das Problem mit Ausländern, vielleicht mehr als andere Regionen. Wenn da ein sehr vietnamesisch aussehender Mensch mit einer Chipkarte am Sonnabend mit einer Skrotalverletzung akut reinkommt: soll ich den dann fragen, ob er wirklich Christian Schmidt heißt? Dann haut der ab, und mir sind DM 50 ( GO-Nr. 1 + 5) flöten. Habe ich gemacht, ärgere mich aber immer noch. Dabei hat der dumme Tropf wohl nur eine geklaute Chipkarte versucht anzuwenden. Wenn er oder seine Hintermänner die Karte geändert hätten, wäre niemand je drauf gekommen.
Wir hatten einen Patienten, der allerhand an sich hat machen lassen, englischer Akzent, sagte, er sei Ire, war glaubhaft bei der Fremdenlegion (schöne Fotos, Tatoos), legte eine Chipkarte von der AOK vor. Nur, weil ich den krankgeschrieben habe und die Durchschrift in Berlin direkt an die AOK geschickt wird, kam raus, daß der Patient Ende 1999 gestorben war. Darauf angesprochen, zeigte er mir seinen Paß, der übereinstimmte (ein gefälschter Paß ist allerdings teurer als eine gefälschte Chipkarte, fürchte ich), versicherte, das bei der Kasse zu klären und am selben Tage wiederzukommen. Das war Ende Dezember, bis jetzt war er nicht wieder bei uns gesehen. Hätte ich den nicht krankgeschrieben, oder es hätte sich um eine andere Kasse gehandelt, bei der die Durchschrift vom Patienten überbracht wird, hätte ich in diesem Quartal einen Patienten mehr. Schade eigentlich ! ;-)

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 10. Februar 2001 22:18     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Fazit:
Die Kassen haben mit den Chipkarten einen Saustall sondergleichen angerichtet.
PR

Kassenmensch II
unregistriert
erstellt am: 12. Februar 2001 09:25           
Habe ich mir gedacht, wie immer an der Frage vorbei. Nur mal so: Die Gelder werden doch nicht an die Ärzte überwiesen von den Kassen, genausowenig wie KK die KV KArte einführen wollten.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 12. Februar 2001 11:03     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Aber die Krankenkassen sind dafür verantwortlich, daß sie den Mißbrauch der ja immerhin als Ausweise ihrer Kassenzugehörigkeit funktionierenden Chipkarten auch nicht ansatzweise versuchen, zu stoppen. Denn es kostet ja schließlich nicht deren Geld. Auch mit diesem Verhalten kommt zum Ausdruck, daß die Krankenkassen ihrer durch den Status als Körperschaft Öffentlichen Rechts zum Ausdruck gebrachten Verantwortung dem Gemeinwohl gegenüber nicht mehr nachkommen, sondern nur noch ihre eigensten Finanzinteressen verteidigen.

2. die Gelder der Kassen werden sehr wohl an die Ärzte überwiesen. Nämlich an die von den Ärzteen selbst in den 20er Jharen gegen dioe Allmacht der Krankenkassen gegründeten, eigenen Vereinigungen. Diese sind mittlerweile zur Exekutive des Staates und der Krankenkassen verkommen. Dadurch, daß die Krankenkassen aktiv z.B. am EBM (dem Verteilungs-Regelwerk) mitbestimmen, also ohne Kassen keine Verteilung, dadurch, daß der Honorarverteilungsmaßstab nach staatlicher Einmischung (z.B. Umschichtung von FAch- zu Hausärzten, was mit unterschiedlicher Leistung nichts zu tun hat) geschieht, ist eine Verteilungsautonomie der KAssenärztlichen Vereinigungen nur Makulatur. Die Kassen überweisen also praktisch jetzt schon direkt an jeden einzelnen Arzt dadurch, daß sie direkt an den Verteilungsmechanismen beteiligt sind.
3. Ich einnere mich noch sehr genau an Werbeveranstaltungen der Krankenkassen FÜR die Chipkarte. Was würde die an Geld einsparen! Zumindest in Berlin war das so, die Kassen hatten also wohl Interesse an der Einführung.
btw: in der Arztpraxis wird natürlich enorm viel Verwaltungsaufwand dadurch gespart, daß die durch die Karte die gesamten Daten des Pat. nicht extra mühsam eingetippt werden müssen! Die Chipkarte hat also sehr wohl Vorteile, eine Abschaffung ist in Niemandes Interesse. Dennoch muß gefordert werden, daß Manipulation ausgeschlossen wird und daß nich mehrfach aktuelle Chipkarten auf denselben Patienten ausgestellt werden.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 12. Februar 2001 13:31     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
an welcher Frage vorbei ?
Hätten Sie die Güte, die nochmal zu wiederholen ?

Rekord bei mir: 10 Chipkarten innerhalb eines halben Jahres auf dieselbe Patientin ausgestellt (Auskunft der Kasse bei einem Rückruf dort)
PR

Kassenmensch I (Eins)
unregistriert
erstellt am: 12. Februar 2001 20:18           
Auch jetzt versichern Ärzte ihr eigens Personal noch eifrig bei der BKK Heilberufe. Das hat der letzte "Wahltag" am 30.9. gezeigt. Man will schließlich sparen. Dann aber ist man empört, wenn ein solches Mitglied sich in eine Arztpraxis wagt. --
Und dann die KV-Karte. Ein offensichtlicher Betrug wird mitgemacht. Schließlich kann man doch nicht auf das (nach vielen Aussagen doch nur minimale) Honorar verzichten.
Meine Herren Doktores, meine Achtung vor Ihrer Offenheit steigt, die vor Ihrer Ehrlichkeit ... ;-)

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 12. Februar 2001 22:37     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
auch wenn Sie mir das nicht glauben: Ärzte versichern ihre Angestellten nicht, sondern zahlen die Hälfte der Beiträge in die Kasse, bei der sich die Angestellten versichern.

Ich arbeite mit vier Teilzeitkräften in vier Versicherungen. Eine davon ist im letzten Jahr aus einer großen traditionellen Gesundheitskasse in die BKK Heilberufe gewechselt, weil ihr die große traditionelle Gesundheitskasse bei der Regulierung ihres seit Geburt fürchterlichen Gebisses nicht helfen wollte. Das hat halt dann eine Beamtenversicherung gezahlt, bei der sie über ihren Mann mitversichert ist.OK ?

Was hier in der Gegend aber wirklich auffällt, ist der geschlossene freiwillige Wechsel ganzer Bank- und Firmenbelegschaften in eine Billigkasse.
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Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 13. Februar 2001 00:36     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Kassenmensch I: "Und dann die KV-Karte. Ein offensichtlicher Betrug wird mitgemacht. " Quatsch! Wer das tut, macht sich als Arzt nämlich strafbar. Die Patienten, die bei uns auffallen, bekommen eine Privatrechnung, seltsamerweise ist aber jede dieser Rechnungen als unzustellbar zurückgekommen, seltsman, nicht? Wer jedoch als Kasse zuläßt, solche Karten in Umlauf zu behalten, und damit durch Mißachtung ihrer Sorgepflicht dem Betrug Vorschub leistet, kann damit rechnen, daß die Aufsichtsbehörden nicht nur darüber hinwegsehen, sondern nicht mal die Zeitungsmeldungen lesen. Und wann ist denn schon mal ein Patient, der sich unberechtigt Leistungen erschlichen hat, zur Rechenschaft gezogen worden? Ärzte jedenfalls sind keine Detektive. Wenn Fehler auffallen, forschen wir nach. Primär jedoch ist, konträr zu einem juristischen Beruf, von der Wahrheit der Behauptungen des Patienten auszugehen. Lenken Sie mal von Ihrer Verantwortung nicht schon wieder dadurchj ab, daß Sie den schwarzen Peter der Aufsicht, die die Kassen sträflich vernachlässigen, nun auch nicht mal den Patienten, sondern wieder mal den Ärzten aufdonnern wollen. Was sagen Sie denn dazu, daß die Kassen, Ihre ganz sicher auch, die Ausstellung der Chipkarten so fahrlässig handhabt und den Bestand unter sträflicher Vernachlässigung ihrer öffentlichen Verantwortung völlig ohne Kontrolle lassen?

Birge Frey
unregistriert
erstellt am: 13. Februar 2001 01:43           
Bei einem Telefonkarten-Auktionshaus habe ich -zuletzt vor einem Jahr- gültige Versichertenkarten verschiedener Krankenkassen ersteigert.Mit den mittlerweile
ile ca.20 Karten zum Preis von 5DM pro Stück hätte ich bei Selbstnutzung für die nächsten Jahre meine Krankenversicherungsbeiträge einsparen können .Lieber Krankenkassenmensch,bevor Sie ins Grübeln kommen:die Karten wurden nicht in unserer Praxis "verwertet",ich konnte nur nicht glauben,dass Betrug so leicht möglich ist.Übrigens verfügt unser Sohn durch Ortswechsel etc. mittlerweile über 4 gültige Chipkarten .

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 13. Februar 2001 12:12     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Heute früh eine demnächst-Rentnerin, die drei gültige CHipkarten derselben Gesundheitskasse zur Auswahl anbot.
Sie wird jetzt auf meinen Rat hin zwei davon an ihre Kasse zurückschicken und fragen, was sie als Belohnung dafür bekommt, daß sie sie nicht in der Basler Drogenszene verscherbelt hat.
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Kassenmensch II
unregistriert
erstellt am: 13. Februar 2001 21:06           
Das es Probleme mit Chip_Karten gibt ist nichts neues. Aber erzählen Sie mir doch mal
was zu tun ist im folgenden sehr häufig vorkommenden Fall. Kunde steht am Schalter der Krankenkasse und erzählt er habe die Karte verloren muss aber sofort zum arzt.Einige Wochen später taucht Sie unerwartet auf und nu ?. Ersatzausweise und Mitgliedschaftserklärungen der Kassen werden nicht anerkannt von den Ärzten.und ohne kanner er wieder gehen. Im übrigen werden diese Sch... karten aufgrund bestimmter Vorgaben ( gesetzl. Art ) erzeugt.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 13. Februar 2001 21:32     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Quatsch! Natürlich werden Ersatzausweise und Mitglioedschaftsbescheinigungen anerkannt, das ist in den Verträgen gesichert! Wenn es sich um einen Notfall handelt, gibt es den Notfallschein. Es muß jedoch beim nächsten Besuch ein gültiger Behandlungsausweis vorgelegt werden. Ansonsten muß der Patient die Behandlung privat zahlen. Dies ist vertraglich gesichert und Rechtspraxis. Schade, daß die Kasse(n) das nicht wissen.

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 13. Februar 2001 21:33           
Es ist ein geldwertes Dokument.
Geld der Ärzteschaft und nicht das der Kassen.
Sie geben nichts anderes als ungedeckte Schecks aus.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 14. Februar 2001 13:01     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
von allem anderen abgesehen wurde für die Chipkartenmisere längst eine Lösung hier diskutiert:
Ausgabe der Karte gegen ein Pfand in Höhe des durchschnittlichen Schwarzmarktpreises, also wohl rund 20 - 30 DM, schriftliche Verpflichtung für den Kassenkunden, die Karte zu hüten, sofortige Rückgabe überzähliger Karten, auch nach Kassenwechsel, kürzere Gültigkeitsdauern der Chipkarten.
Diskutiert wurde auch ein online-Abgleich jeder vorgelegten Karte beim Arzt. Dafür würde ich aber dann Geld sehen wollen.
PR

Gast
unregistriert
erstellt am: 14. Februar 2001 14:10           
Ich halte die KV-Karte auch für wenig sinnvoll, da die Möglichkeiten, die in ihr stecken, nicht genutzt werden dürfen. Da gab es zuviel Angst vor Kontrolle.
Aber Erinnern Sie sich noch an die Krankenscheinhefte? Mit denen konnte genauso Missbrauch getrieben werden. Man unterschrieb mit dem Namen der aufgedruckt war - fertig. Die KV-Karte trägt wenigstens die Unterschrift des rechtmäßigen Besitzers und könnte nachgeprüft werden. Aber dafür möchte man wohl "Geld sehen".

Seitz
Mitglied
erstellt am: 14. Februar 2001 14:45     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Lieber Gast,
Wieder zuerst Diffamierungen.
Fakt ist, daß wir die Unterschriften gar nicht kontrollieren dürfen!!

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