Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi545.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


*





Senden Sie diese Seite per eMail an einen Freund!
  Foren
  Gesundheit im Dialog
  Krankenkassen, Wirtschaftlichkeitsreserven, arme Patienten!

Ich will ein neues Thema erstellen  Antwort erstellen
Profil | Registrieren | Voreinstellungen | Hilfe | Suchen

nächster neuer Beitrag | nächster älterer Beitrag
Autor Thema:   Krankenkassen, Wirtschaftlichkeitsreserven, arme Patienten!
Seitz
Mitglied
erstellt am: 08. Februar 2001 19:41     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Ärzte Zeitung, 08.02.2001
Kassen setzen Berlin Ultimatum für ein neues Festbetragssystem
Kartellamt bekräftigt, Patienten wären Leidtragende neuer Festbeträge geworden
BERLIN (vo). Die Kassen drohen der Regierung: Bis zum 12. März muß es eine Neuregelung zur Festsetzung der Festbeträge für Arzneimittel geben.
Außerdem muß die Bundesgesundheitsministerin klarstellen, daß die Krankenkassen bei Arzneimitteln eine Milliarde DM einsparen können.
Sollte die Regierung diese beiden Forderungen nicht erfüllen, so heißt es ultimativ, wollen die Kassenverbände trotz wettbewerbsrechtlicher Einwände des
Bundeskartellamtes neue Festbeträge beschließen. Sie erklärten gestern, ohne Rücksicht auf das Kartellamt und die Regierung, am 12. März Festbeträge so
anpassen, daß rund eine Milliarde DM eingespart werden. "Eine Behörde wie das Kartellamt kann uns doch nicht vorschreiben, ein Gesetz nicht anzuwenden",
sagte ein Funktionär.
Dagegen betonte der Präsident des Bundeskartellamts, Ulf Böge, gestern erneut, daß die Krankenkassen kein Kartell zu Lasten von Patienten und
Pharma-Unternehmen bilden dürfen. Wenn Festbeträge sehr niedrig festgesetzt würden, die Verbraucher die betroffenen Medikamente jedoch haben wollten, dann müßten sie eine hohe Zuzahlung leisten. Böge: "Letztlich würde die Patienten also die Zeche zahlen. Und das Kartellamt ist nicht dazu da, daß es dafür die Hand reicht."

Aus dem Bundesgesundheitsministerium verlautete, daß das Ministerium ermächtigt werden soll, in einer Rechtsverordnung bis zum Jahre 2002 die
Festbeträge festzulegen. Danach müßten Überlegungen über eine Rückverlagerung an die Selbstverwaltung stattfinden. Hiergegen gibt es aber massive
Bedenken des Justiz- und des Innenministeriums, die diesen Vorschlag als nicht vereinbar mit dem Wettbewerbsrecht der Europäischen Union ablehnen.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 12. Februar 2001 13:34     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Der Streit um die Festbeträge geht weiter
BERLIN (rv/hr). Der Streit um die Arzneimittelfestbeträge geht weiter. Am vergangenen Freitag hat die Arbeitsgemeinschaft der GKVSpitzenverbände dem Bundeskartellamt-Präsidenten Ulf Böge vorgehalten, er widerspreche selber der Argumentation seiner Behörde.
In ihrer Presseerklärung berufen sich die Kassenverbände auf einen Bericht der "Ärzte Zeitung" vom Donnerstag. Böge hatte danach darauf hingewiesen, daß Patienten Zuzahlungen leisten müßten, wenn sie ein Medikament haben wollten, dessen Abgabepreis den Festbetrag überschreitet.
Damit beschreibe Böge völlig richtig den Charakter des Festbetrages als Erstattungshöchstgrenze in der GKV. Es handele sich also nicht um ein Instrument der Preisregulierung. "Ein Festbetrag ist rechtlich und faktisch also auch aus der Sicht des Kartellamts eine Begrenzung der Leistungspflicht der Kassen gegenüber ihren Versicherten", so die Spitzenverbände weiter. Von einer kartellrechtswidrigen Beeinflussung der Preisbildung könne also keine Rede sein. Im Gegenteil werde durch Festbeträge Wettbewerbsdruck ausgelöst.

Kommentar: Die Kassen wollen also die Patienten zur Kasse bitten. Was die Politik nicht schafft, führen die Kassen jetzt durch die Hintertür ein.

m.s.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 12. Februar 2001 23:41     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Sorry, Herr Seitz, Widerspruch !

Ich meine, wir befinden uns als Verordner schon zwischen dermaßen vielen Mühlsteinen, daß klammheimliche Freude aufkommen muß, zuzugucken, wie jetzt die Mühlsteine mit ihresgleichen Funken und Abrieb erzeugen.

Die Geldrumschiebewirtschaft der Kassen und die Pharmabranche waren lange genug Gewinner des Gesundheitsgeschäfts. Die letzten zehn Jahre auf unserem Rücken. Mir macht es deswegen garnix aus, wenn die beiden jetzt mal gegeneinander anrennen müssen.

Wer von meinen Patientinnen kapiert hat, macht mit und akzeptiert gleichwertige Generika. Wer nicht, kommt halt etwas später als gewohnt, aber um ein paar Erfahrungen reicher wieder.

Hier verläßt kein Pharmareferent mehr das Lokal ohne die Meldung an die Obrigkeit: Preise runter, sonst seid Ihr aus dem Rennen. Pseudoinnovationen mach ich nicht mehr mit. Preiserhöhungen erkenne ich beim nächsten update der Arzneimitteldatenbank, Zeit genug bis zum nächsten Rezept. Dann gilt: Abseits.
Und jeder kriegt den Rat an seine Marketingabteilung mit, mal nachzulesen, was hier im Forum so los ist.

Ich weiß, es gibt ein paar echte Innovationen. Wo's nicht ums Leben (selten) sondern ums Wohlfühlen (meistens) geht, verordne ich die nicht auf roten Verordnungsblättern, sondern auf blauen. Die Zeiten, in denen dann ein Kassenmensch anruft und mir klarzumachen versucht, daß alles Verordnungsfähige in rot zu verordnen sei, scheinen endgültig vorüber, die Burschen von der Geldrumschiebewirtschaft haben allmählich wohl auch kapiert.

Verheiratet bin ich mit denen aber noch lange nicht.

PR

Alle Zeiten sind GMT (DE)

nächster neuerer Beitrag | nächster älterer Beitrag

Administrative Optionen: Beitrag schliessen | Archivieren/Bewegen | Beitrag löschen
Ich will ein neues Thema erstellen  Antwort erstellen
Gehe zu:

Kontakt | http://www.dialog-gesundheit.de

Powered by: Ultimate Bulletin Board, Version 5.44a
© Infopop Corporation (formerly Madrona Park, Inc.), 1998 - 2000.
Deutsche Übersetzung von thinkfactory.



*

[ zur Einleitung der Dokumentation ]


hier geht's weiter !
[ Das Amalgam-Zentrum ]


Copyright Inhalt © der jeweilige Autor
Copyright laut Datenbank-Richtlinie © 2002 Gesundheitsministerium
Copyright Dokumentation © 2002
Aribert Deckers
and
Copyright Dokumentation © 2002
Antares Real-Estate

Jegliche Weiterverwendung der Texte der Amalgam-Page ist verboten.
Verlage dürfen sich wegen der Nachdruckrechte per Email an mich wenden.
Aribert Deckers