Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Wer verdient wieviel an Impfungen?
Behrmann,Kinderarzt
unregistriert
erstellt am: 01. Februar 2001 19:26           
Das meiste bekommen,die die keine Arbeit damit haben.

IKK-Bundesverband
Herrn Dr. Bernd Metzinger
Postfach 10 01 52

51401 Bergisch Gladbach



30.01.2001
gr-wa
nachrichtlich: - Alle Kassenärztlichen Vereinigungen
- Alle Krankenkassen
- VdaK
- Frau Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
- An die Präsidenten des BDA, BDF und BDI
- An den Präsidenten der GFB
- An den Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission


Impfhonorar reformbedürftig
Ihr Schreiben vom 21.12.2000


Sehr geehrter Herr Dr. Metzinger,

unser Schreiben vom 2.11.2000 zum o.a. Thema hatten wir u.a. auch den KVen zugeleitet und von einer größeren Zahl dieser Institutionen eine durchweg verständnisvolle und unterstützende Antwort erhalten. Dafür sind wir sehr dankbar.

Um so erschütternder war Ihre Reaktion, die uns auch im Namen der von Ihnen aufgeführten übrigen Spitzenverbände erreichte. Ich kann Ihnen versichern, daß nicht nur die Kinder- und Jugendärzte, sondern auch die impfenden Ärzte anderer Fachgruppen Ihre Antwort als Brüskierung empfinden werden.

Sie geben selbst zu, daß Impfungen im wesentlichen von niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden. Dieses Verfahren hat sich im Interesse hoher Durchimpfungsraten als sinnvoll erwiesen. Patienten und Patienteneltern haben sich längst daran gewöhnt, diese wichtige Präventionsmaßnahme bei dem Arzt ihrer Wahl durchführen zu lassen. Die hohen Durchimpfungsraten haben durch die Vermeidung behandlungsbedürftiger Infektionskrankheiten andererseits zu einer erheblichen Reduktion der Kosten im Gesundheitswesen und damit der Krankenkassen geführt.

Offensichtlich reduziert sich bei Ihnen die ärztliche Leistung bei der Impfung vor allem auf den Injektionsaufwand. Dies ist allerdings der kleinste Anteil unserer Bemühungen. Nach wie vor ist der Beratungsbedarf groß, er erübrigt sich nicht durch die Übergabe von Merkblättern und bedingt neben der subtilen Kenntnisse des beratenden Arztes einen erheblichen Zeitaufwand.

Bei den von uns gewünschten DM 50,- handelt es sich um eine Verhandlungsbasis. Selbstverständlich ist uns der Betrag von DM 35,-, den die BKK-VW bezahlt, bekannt. Sie sind aber offensichtlich nicht einmal bereit, selbst dieses nicht gerade üppige Honorar zu zahlen. Wie gering sie den ärztlichen Anteil an den Impfkosten einschätzen mag Ihnen die folgende Zusammenstellung der Kosten belegen, die Ihrer Krankenkasse für die komplette Durchimpfung eines zweijährigen Kindes entsprechend den Empfehlungen der STIKO entstehen:

A : Sechsfach – Impfstoff INFANRIX HEXA von SKB 4 x und 2x MMR (PRIORIX von
SKB) = DM 632,44 pro Patient

B: Fünffach-Impfstoff INFANRIX IPV + HIB 4 x und ENGERIX K von SKB 3x und 2 x
PRIORIX = DM 635,73 pro Patient


Die Differenz zwischen diesen Kosten und dem Großhandelspreis ist die Einnahme des Apothekers für seinen Griff in die Schublade:

Für A: DM 96,35
Für B: DM 113,52


Dem impfenden Arzt obliegt nicht nur die Injektion, sondern auch:

- Information über den Nutzen der Impfung
- Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen
- Empfehlungen über Verhaltensmaßnahmen im Anschluss an die Impfung
- Aufklärung über Eintritt und Dauer der Schutzwirkung sowie das Erfordernis von
- Wiederholungs- bzw. Auffrischimpfungen
- Erheben der Impfanamnese, einschließlich Befragung über das Vorliegen von Allergien
- Erfragen der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen
- Eintrag der erfolgten Impfung im Impfpass (mit Chargenummer und Angabe des Impfstoffes) bzw. Ausstellen einer Impfbescheinigung


Für die Wahrnehmung dieser Aufgaben – und nicht nur die Durchführung der zahlreichen Injektionen! – erhält der impfende Arzt bei einem durchschnittlichen Punktwert von
DM 0,085 für sämtliche Impfungen bei

A): DM 66,00 und bei
B): DM 82,88.

Berücksichtigt man darüber hinaus, dass der Staat für seine “Beteiligung” an dieser “gesamtgesellschaftlichen Aufgabe” eine Mehrwertsteuer von DM 101,19 bzw. DM 101,73 kassiert, dann ist es schlichtweg ein Skandal, wenn Sie über eine Verbesserung des Arzthonorars nicht mit sich reden lassen wollen.

Die Kinder- und Jugendärzte und vermutlich auch die anderen impfenden Fachgruppen empfinden Ihre Antwort als Kränkung und Mißachtung ihres Sendungsbewußtseins und ihrer ärztlichen Leistungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir Ihren Brief und diese Antwort zur Information unserer mehr als 10.000 Mitglieder im “Kinder- und Jugendarzt” publizieren werden, falls Sie sich zu einer Revision Ihrer Auffassung nicht entschliessen können.


Wir werden darüber hinaus die KVen bitten,

1. Verträge mit den von Ihnen aufgeführten Krankenkassen nicht mehr unter den bisherigen Bedingungen abzuschliessen und
2. uns vor Vertragsverhandlungen zu hören.

Wir möchten abschliessend betonen, daß uns nichts an einer dauerhaften Konfrontation mit Ihnen liegt, bei der letzten Endes Ihre Versicherten die Leidtragenden wären, wenn wir sie aus unseren Praxen zur Durchführung von Impfungen an den Öffentlichen Gesundheitsdienst weiterempfehlen müssten. Zu einem konstruktiven Gespräch sind wir jederzeit gern bereit.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Gritz Dr. Wolfram Hartmann
Präsident des Berufsverbandes Vorsitzender des Honorarausschusses
der Kinder- und Jugendärzte

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