Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Verwalterkosten/-Aufwand
Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 27. Januar 2001 19:55           

Von: Beh
Datum: 27.04.2000, 22:33:16
Betreff: Verwalterkosten

Jetzt habe ich endlich DIE Zahlen,die mir zu meinem „Glück“ und für meine Sammlung noch fehlten;sie stehen im letzten „Der Spiegel“.

Es geht darum,wieviele Krankenkassenmitarbeiter wieviele Versicherte
„verwalten“.

Bei den BKK seien es „dank moderner Software“ immerhin ganze 700
Versicherte pro Verwalter.Wohingegen die ein AOK-Mitarbeiter seine Last mit 430 hat.

Wenn ich mit den „Spiegel“-Zahlen einen Durchschnittswert berechne komme ich bei BKK,AOK,IKK und VdAK auf 1,95 Mitarbeiter pro 1000 Mitglieder.

Das heißt 500 pro Verwalter !

Von diesen 500 sind ja der ganz überwiegende Anteil Gesunde,die keine
nennenswerten Kassenleistungen in Anspruch.Mit nicht nennenswert meine ich quantitativ die Beratungsangebote und qualitativ die Werbegeschenke.

Ich verwalte nicht meine 1200 Patienten (hessische Durchschnittsgröße)pro Quartal sondern untersuche,behandele und betreue sie;die Untersuchungsfrequenz in meiner Kleinkinder- und Babypraxis ist 2,4 bis 2,8,
sagen wir 2,7.
Und jetzt wird die Rechnung schwierig : wenn es im Spiegel heißt 2,3 Beschäftigte pro 1000 Mitglieder(AOK),dann gehe ich davon aus,daß
diese Zahl immer anfällt,ohne zu wissen wieviel und welche Arbeitsgänge da proVersichertem anfallen,die einer durchschnittlichen ärztlichen Untersuchung
vergleichbar wären.

Wer kann mir denn da mal mathematisch weiterhelfen?

Nach menschlichem Ermessen wir doch aber über den Daumen gepeilt klar,daß ich oder wir grob gesagt doppelt so viele KRANKE behandeln,wie
ein KK-Verwalter an überwiegend GESUNDEN und KRANKEN verwaltet.

Wenn ich korrekterweise meinen Personalfaktor ohne Azubi von 0.5
einbringe,komme ich immer noch auf 1 ½ mal soviel qualitativ völlig verschiedene medizinische Leistung gegenüber der Verwaltungsarbeit.

Oder sehe ich da was falsch?

Ich bitte wirklich mal(wieder) um Kommentare.Das sind doch für uns alle - Patienten wie Ärzte -ganz
ernste und wichtige Dinge.


Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 27. Januar 2001 20:23     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Die Zahl von 700 Betreuten bei den BKKen ist definitiv falsch, die Zahl im Interview im, glaube ich, Ärzteblatt, mit einem BKK-Vorstand nachweislich unrichtig. Eine CD der Krankenkassen hat selber Zahlen dargestellt, damit liegt die Zahl der pro BKK-Mitarbeiter betreuten Mitglieder bei 495! Es mag die eine oder andere Kasse geben, bei der das so ist, dann gibt es aber ebenso BKKen, bei denen das wesentlich schleechter ist. Erstaunlicherweise haben ausgerechnet die Arbeiter-Ersatzkassen einen ähnlichen Stand, 469 Mitglieder pro Mitarbeiter.
Daten stehen unter

http://www.solga.de/praxis/Kassenmitarb.html

Interessant die Gesamtzahl der Mitarbeiter, mal eben vergleichen mit der Zahl der niedergelassenen Ärzte!!

Behrmann, Sie sehen da gar nichts falsch!

Seitz
Mitglied
erstellt am: 27. Januar 2001 21:02     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Definitiv sind mehr Verwaltungsangestellte für die Administration tätig wie Kassenärzte für die Behandlung. Rechnet man noch die Verwaltungsarbeit dazu, die wir Ärzte täglich in der Praxis zu leisten haben, so ergibt sich jetzt schon ein wesentlich größerer Verwaltungsaufwand, wie Behandlungsaufwand.
Und jetzt noch das Transparenzgesetz.

m.s.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 28. Januar 2001 00:21     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
noch ein paar Zahlen, die hier ganz gut reinpassen:

die Kassen geben mehr an Geld an, welches sie für die ärztliche Betreuung ausgeben, als die kassenärztlichen Vereinigungen einnehmen. Mir liegen Zahlen von 1991-1995 vor:

Jahr Geld, das die Geld, das
Krankenkassen bei den
für ärztl. Ärzten
Betreuung ausgegeben eingenommen
haben wollen wurde
[1000 DM] [1000 DM]

1991 30071400 26701175
1992 33382400 29059594
1993 35063100 30076876
1994 36927500 31729349
1995 38470800 32795331

Damit blieben

1991 3,37 Mrd.
1992 4,32 Mrd.
1993 4,98 Mrd.
1994 5,19 Mrd.
1995 5,67 Mrd.

Gelder bei den Krankenkassen, die sie in ihrer Rechnung als Ausgaben für Ärzte angegeben hatten. Offenbar versteckte Verwaltungskosten, was sonst. Wenn wir annehmen, daß die Kosten für Ärzte in diesen Jahren bei etwa 15% lagen, und bei den anderen Leistungsausgaben ähnliche Differenzen vorliegen dürften, dann werden pro Jahr 33,61 Mrd. DM an solcherart versteckten Verwaltungskosten im Schnitt der Jahre 1991-1995 ausgegeben, die den Leistungsausgaben zugeordnet wurden. So werden in diesen Jahren nicht im Schnitt 10,92 Mrd. DM an Verwaltung ausgegeben, sondern 44,532 Mrd. DM, das ist viermal soviel, wie angegeben. Damit liegt der Verwaltungsanteil der gesetzlichen Krankenversicherung in diesen Jahren nicht, wie von den Kassen angegeben, bei 4,98 % durchschnittlich, sondern bei sagenhaften 20,31 % (in Worten: über zwanzig Prozent Verwaltungskostenanteil).

Dringend benötigen wir Transparenz bei den Krankenkassen!!

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 28. Januar 2001 00:23     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Diese Tabelle ist wieder nicht so schön geworden, sorry.

In der ersten Tabelle:

erste Spalte
Jahr

zweite Spalte
Geld, das die Krankenkassen für ärztliche Betreuung ausgegeben haben wollen [1000 DM]

dritte Spalte
Geld, das bei den Ärzten angekommen ist [1000 DM]

die zweite Tabelle erklärt sich.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 28. Januar 2001 12:01     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Lieber Herr Solga,
Tip bei Formatierungen: Statt Leerzeichen einfach Punkte machen.

m.s.

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