Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi385-2.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


*





Senden Sie diese Seite per eMail an einen Freund!
  Foren
  Gesundheit im Dialog
  Kunde oder Patient im Gesundheitswesen? (Seite 2)

Ich will ein neues Thema erstellen  Antwort erstellen
Profil | Registrieren | Voreinstellungen | Hilfe | Suchen

Dieses Thema ist 2 Seiten lang:   1  2  nächster neuer Beitrag | nächster älterer Beitrag
Autor Thema:   Kunde oder Patient im Gesundheitswesen?
Matthias Sokoliuk
Mitglied
erstellt am: 04. Dezember 2000 13:49     Sehen Sie sich das Profil von Matthias Sokoliuk an!   Senden Sie Matthias Sokoliuk eine eMail!     
Liebe Mitleser, lieber Hr. Meuresch,

"Der "Kunde" wird von seinem Geschäftspartner idealerweise etwa wie folgt gesehen UND auch so behandelt: "Der Kunde ist mein Geldgeber, er sichert meine Existenz, von seinem Auftrag bin ich abhängig, er kann durch Empfehlungen zu weiteren Aufträgen beitragen"."

Die Aussage müsste wohl, um nicht ganz weltfremd zu wirken, noch etwas ergänzet werden:

"Die für mich so wichtige Zufriedenheit des Kunden ensteht natürlich nicht nicht in erster Linie auf der Basis der tatsächlichen Qualität meines Angebotes, sondern auf Grund dessen, was der Kunde von meiner Leistung hält. Sehr wichtig sind also Werbung und Überzeugungsfähigkeit. Natürlich will ich meinen Kunden keine schlechte Qualität verkaufen, aber wenn mein Produkt schlechter ist als das eines Konkurrenten oder aber der Kunde es eigentlich gar nicht braucht, dann ist das schon in Ordnung, solange es keiner merkt."

Ich möchte als Patient kein Kunde sein. Ich möchte nicht, dass der behandelnde Arzt mich als Geldquelle sieht, der man durch geschicktes Argumentieren irgendwas verkaufen kann. Ich möchte auch, dass mir mein Arzt auch dann die Meinung sagt, wenn das unangenehm für mich ist und mich gegen ihn einnehmen kann.

Ein Beispiel: Als Arzt könnte ich eine extrem hohe Kundenzufriedenheit und langfristige Kundenbindung dadurch erzeugen, dass ich, wie von manchen Patienten verlangt, wegen Schlafstörungen etc. großzügig und über lange Zeit Benzodiazepine verschreibe. Die helfen vorzüglich und wenn hier und da mal einer abhängig wird, dann ist er ja nur ein um so treuerer Kunde. Und so lange ich es nicht gar zu wild treibe und von Zeit zu Zeit mal einstreue "Sie sollten mal versuchen, langsam von diesen Medikamenten wieder weg zu kommen.", wäre ich rechtlich wohl kaum zu belangen.

So ein Verhalten ist in anderen Gebieten, wo mit Kunden gearbeitet wird, durchaus denkbar. Nehmen Sie doch als Beispiel die Zigarettenindustrie, die sich im Moment gegen den Vorwurf wehren muss, dass sie Inhaltsstoffe in den Tabak mischt, die dafür sorgen, dass das Nikotin schneller aufgenommen wird, da der dadurch entstehende "Kick" die Abhängigkeit der Raucher erhöht (siehe z.B. http://www.aerzteblatt.de/archiv/artikel.asp?id=23200).


"Der "Kunde" wird auch mal im Gegensatz zum "Patienten" durchaus "über den Tisch gezogen". Er wird dann also vom "Geschäftspartner" wissentlich übervorteilt. Dieses Vorgehen ist einem gewissenhaften Arzt absolut fremd! "

Zur Zeit trifft dieser Satz wohl noch auf den größten Teil der Ärzte zu. Aber lassen sie sich das System so weiterentwickeln. Setzen sie alle Ärzte immer mehr unter wirtschaftlichen Druck, bis sie nicht mehr quieken können und sagen Sie ihnen gleichzeitig, dass sie die Patienten als Kunden im wirtschaftlichen Sinne begreifen sollen. Mit der Zeit bekommt das System dann die Ärzte, die es verdient. Wenn es so weitergeht, hat ein Arzt, der seinen Beruf wirklich ernst nimmt und versucht für seine Patienten das Beste zu ereichen, in der deutschen Medizin nichts mehr verloren.

In diesem Sinne möchte ich auch alle Kollegen bitten, sich der Problematik beim Umgang mit dem "Kundenbegriff" in der Medizin bewußt zu werden.

Matthias Sokoliuk

Dieses Thema ist 2 Seiten lang:   1  2 

Alle Zeiten sind GMT (DE)

nächster neuerer Beitrag | nächster älterer Beitrag

Administrative Optionen: Beitrag schliessen | Archivieren/Bewegen | Beitrag löschen
Ich will ein neues Thema erstellen  Antwort erstellen
Gehe zu:

Kontakt | http://www.dialog-gesundheit.de

Powered by: Ultimate Bulletin Board, Version 5.44a
© Infopop Corporation (formerly Madrona Park, Inc.), 1998 - 2000.
Deutsche Übersetzung von thinkfactory.



*

[ zur Einleitung der Dokumentation ]


hier geht's weiter !
[ Das Amalgam-Zentrum ]


Copyright Inhalt © der jeweilige Autor
Copyright laut Datenbank-Richtlinie © 2002 Gesundheitsministerium
Copyright Dokumentation © 2002
Aribert Deckers
and
Copyright Dokumentation © 2002
Antares Real-Estate

Jegliche Weiterverwendung der Texte der Amalgam-Page ist verboten.
Verlage dürfen sich wegen der Nachdruckrechte per Email an mich wenden.
Aribert Deckers