Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi317.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Ärzteeinkommen wächst!!!
Stephan Bauer
unregistriert
erstellt am: 04. November 2000 16:52           
Studie belegt: Einkommen im Durchschnitt auf 195 000 Mark gestiegen
Ein Beitrag von Kurt Kieselbach in "Die Welt" vom 31.10.2000

Eine neue Erhebung über die Entwicklung der Ärzteeinkommen sorgt für Zündstoff: Während Ärzte aus Protest gegen eine unzureichende Honorierung in einigen Bundesländern vorübergehend ihre Praxen schließen, belegt eine der WELT vorliegende Kostenstrukturerhebung, dass der Überschuss in niedergelassenen Arztpraxen im dritten Jahr in Folge gestiegen ist. Der Erhebung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zufolge stieg der Überschuss in Arztpraxen von 1996 bis 1998 um durchschnittlich 8951 auf knapp 195 000 Mark. Den Krankenkassen, die sich vehement gegen weitere Ausgaben wehren, kommen diese Zahlen gerade recht. AOK-Bundesgeschäftsführer Franz Knieps hält den Ärzten angesichts dieser Einkommensentwicklung ein "Jammern auf hohem Niveau" vor. Den Verdacht, die jüngsten Umsatz- und Einkommenszahlen der Kassenärzte seien womöglich geschönt, weist der AOK-Manager zurück. Die Kostenstrukturerhebung, die in einem detaillierten Fragebogen unter anderem Umsatz und Kosten der Praxen erfasst, sei schließlich von einem ärzteeigenen Institut durchgeführt worden, betont Knieps.
Der aktuellen Strukturanalyse für das Jahr 1998 zufolge setzte jeder Kassenarzt in Westdeutschland im Schnitt 478 149 Mark um (Ost: 387 952 Mark). 376 652 Mark (Ost: 347 955 Mark) entfielen dabei auf Kassenpatienten, die restlichen Einnahmen der Ärzte resultieren vorwiegend aus der Behandlung von Privatpatienten, aus nicht von den Kassen erstatteten Zusatzleistungen sowie aus dem Erstellen von Gutachten.
Der Überschuss vor Steuern stieg dabei im Westen gegenüber 1996 um knapp 5 Prozent, von 185 788 auf 194 739 Mark je Arzt. In den neuen Ländern stieg der Gesamtumsatz von 1997 bis 1998 mit 7,2 Prozent noch etwas schneller als im Westen. Der höhere Gesamtumsatz bei westdeutschen Ärzten kam vor allem aus steigenden Einnahmen aus privatärztlichen und sonstigen Tätigkeiten. Dagegen stieg der Umsatz mit Kassenpatienten in den letzten drei Jahren jährlich um nur 0,1 Prozent.
Umsätze und Einkommen weisen je nach Fachgruppe und Region allerdings deutliche Unterschiede auf. In der Hauptstadt Berlin etwa liegt das Einkommen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Kräftige Gewinnzunahmen verzeichneten vor allem die Allgemeinärzte.
AOK-Manager Knieps fährt angesichts dieser Zahlen schweres Geschütz gegen die Ärzte auf. Diese hatten wegen einer Honorarbudgetierung einen "heißen Herbst" angekündigt. "Es grenzt an Unverschämtheit, dass einige Ärzte ihre Patienten unverblümt zur Durchsetzung ihrer Einkommensinteressen missbrauchen." Mit Hinweis auf ihr zu Neige gehendes Budget schränkten Ärzte, so Knieps, Leistungen ein oder verweigerten diese ihren Patienten vollständig. "Das aber ist absurd, weil es kein absolutes Budget für jeden einzelnen Arzt gibt, sondern nur Praxisbudgets für die ärztlichen Standardleistungen", sagte Knieps. "Hat der Arzt davon abweichende Probleme, zum Beispiel wegen vieler schwer kranker Patienten, erhält er in der Regel auch ein höheres Honorar."
Darum, so Knieps, sei es "geradezu Quatsch", wenn ein Arzt gegenüber seinen Patienten behaupte, er müsse wegen der Budgetausschöpfung gegen Jahresende jede weitere Behandlung umsonst erbringen. Richtig sei vielmehr, so der Kassen-Manager, dass die Krankenkassen den Ärzten Jahr für Jahr höhere Honorare zahlten. Knieps: "Die Unzufriedenheit der Ärzte kann darum wohl kaum in einer generell schlechteren Bezahlung begründet sein." Quelle: "Die Welt" vom 31.10.2000 (u.a. vorgestellt im AOK Pressedienst).

Diesen interessanten Beitrag las ich unter dem 2.11.2000 im Forum des Instituts für Pflegerecht und Gesundheitswesen http://www.wernerschell.de.
Was sagen zu dem "Welt"-Artikel vom 31.10.2000 die ärztlichen "Berufspolitiker" in diesem Forum???
Gruß Stephan Bauer

Seitz
Mitglied
erstellt am: 04. November 2000 18:33     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
<<"Das aber ist absurd, weil es kein absolutes Budget für jeden einzelnen Arzt gibt, sondern nur Praxisbudgets für die ärztlichen Standardleistungen", sagte Knieps. "Hat der Arzt davon abweichende Probleme, zum Beispiel wegen vieler schwer kranker Patienten, erhält er in der Regel auch ein höheres Honorar." Darum, so Knieps, sei es "geradezu Quatsch", wenn ein Arzt gegenüber seinen Patienten behaupte, er müsse wegen der Budgetausschöpfung gegen Jahresende jede weitere Behandlung umsonst erbringen. Richtig sei vielmehr, so der Kassen-Manager, dass die Krankenkassen den Ärzten Jahr für Jahr höhere Honorare zahlten. Knieps: "Die Unzufriedenheit der Ärzte kann darum wohl kaum in einer generell schlechteren Bezahlung begründet sein."<<

Ich kenne keinen Arzt, der annähernd so viel Überschuß macht. Hier werden die Pat. wieder für dumm verkauft. Man verwechselt (wohl absichtlich) Einkommen mit Budgets für Arzneien. Wenn der Arzt sein Arzneimittelbudget aufgebraucht hat, so macht er sich strafbar, wenn er weiterhin Arzneien verordnet. Dafür muß er Strafe zahlen. Eine Aufforderung trotz aufgebrauchtem Budget weiter zu verordnen ist eine Aufforderung zu einer Straftat!
Übrigens:
Franz Knieps verdient ungefähr viermal soviel wie der Durchschnittsarzt und doppelt soviel wie der Präsident der USA!!
Wie war das mit den Steinen und dem Glaskasten??
m.s.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 04. November 2000 20:25     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Ich habe jetzt die Zahlen im Internet gefunden.
Alles Lüge, wie das meiste was die Kassenfunktionäre von sich geben. Die Zahlen sin nachzulesen unter http://www.kbv.de/Homepage/ZahlDaFa/Grunddaten1999/Inhalt_D/D03.pdf

Seitz
Mitglied
erstellt am: 04. November 2000 20:32     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Sollte dieser Link nicht funktionieren selbst nachlesen unter www.kbv.de unter Statistik Kapitel D. Wahr ist daß seit 1995 die Überschüsse aller Arztgruppen um o,5% zurückgegangen sind.
Volksverdummung der Kassen eben
m.s.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 04. November 2000 21:09     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
In der selben WELT stand übrigens auch, für ein Jahresgehalt von 180 TDM seien angestellte Telefontechniker nicht mehr zu kriegen
PR

Dr. Matthias Solga
unregistriert
erstellt am: 04. November 2000 21:47           
Gleiches Recht für Alle! Auch für mich. Meine Einkommenssituation (Vorsicht, es kommen Fakten!):
in unserer Praxis werden pro Quartal ca. 1400 Fälle abgerechnet (behandelt werden natürlich Patienten, keine Fälle!), wir sind zwei Ärzte.
Einnahmen dafür 1998 502000 DM (1999 habe ich noch nicht fertig, Umsatz 1999 482000), für zwei Ärzte! Davon DM 28.000 privat, bleiben KAssenumsatz 474000 DM. Umsatz also pro Arzt ca. 237000 DM. Pro Quartal pro Patient also DM ca. 85,- incl. Operationen, Endoskopie, Labor usw.
Ausgaben:
DM 378000
davon:
Materialien 15.000 DM
Gehälter DM 93.000
Abschreibungen 70.000 DM
Raumkosten Miete/reinigung/Strom etc. DM 72.000
Fahrzeugkosten abzgl. Eigenanteil DM 6.500,-
Fortbildung (Reisekosten, Bücher) DM 5000
Versicherungen DM 5.500
Miet- und Wartungsverträge (z.B. Röntgen) DM 64000
sonstige Kosten (Buchhaltung, Steuerberatung, Telefon, Praxiswäsche usw.) DM 32000
Zinsen DM 20.000
Bleiben übrig:
DM 124000, wir teilen den Gewinn hälftig, ich habe also DM 62.000 vor Steuern. Davon gehen noch Kredittilgungen für DM 400.000 ab, die sind letztlich - wie die Abschreibungen- aber virtuell, lasse ich damit weg. Ab gehen DM 12.000 Altersvorsorge, DM 4000 Krankenversicherung. Bleiben DM 46000 übrig. Das wird dann versteuert.

Wir haben einen 14-Stunden-Tag, wenn wir die Wochenendarbeit auf die Wochentage umrechnen. Bei 220 Arbeitstagen also insgesamt 3080 Stunden pro Jahr, das ergibt (vor Steuern!) ein Stundeneinkommen von DM 14,90. Nach Steuern noch ca. DM 10,00 pro Stunde.
Also: angegeben wird ein durchschnittlicher Umsatz von DM 480.000 pro Arzt, wir haben davon die Hälfte.
Angegeben wird ein durchschnittlicher Gewinn von DM 195.000 pro Arzt, ich habe vor Steuer und Alters- und Gesundheitsvorsorge DM 62.000, das ist ein Drittel.
Wenn die Zahlen stimmen, fordere ich gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
Wenn sie nicht stimmen, fordere ich Korrektur.

schumacher
unregistriert
erstellt am: 05. November 2000 01:03           
Bitte die angegebene URL www.kbv.de Statistik Kapitel D einmal ankucken.Bei keiner Arztgruppe ist ein Überschuß über 180.000 angegeben,für die Augenärzte für 1997 z.B. ein Rückgang um 27 %.
Geht man auf die Seite des ZI der kassenärztlichen Versorgung belegt der neueste Bericht von September 2000 die Zahlen aus 1997 als aktuellste Angabe;dort heißt es:
...bei über 20 % der Ärzte liegt ein Überschuß vor Steuern unter 80.000 DM vor.Angesichts der noch zu leistenden Sozialabgaben steht der erwirtschaftete Gewinn in keinem vertretbaren Verhältnis zu Arbeits- und Arbeitszitaufwand " (sinngemäßes Zitat)
Drittens : wo sollen die Zahlen für 1999 herkommen?Welches Institut hat so aktuelle Zahlen, daß vor Abgabe aller Steuererklärungen schon Analysen mit diesen Aussagen getroffen werden können?
Aussagen solcher Art seitens eines AOK Managers zeigen mindestens seine Inkompetenz,schlechtestenfalls jedoch seine Neigung zu bewußter Falschinformation!
CS

Seitz
Mitglied
erstellt am: 05. November 2000 10:29     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Inkompetenz, ein Kassenfunktionär mit mindenstens 400.000,- DM Jahresgehalt??
eher schon Volksverdummung


m.s.

mehner
unregistriert
erstellt am: 05. November 2000 11:16           
nach meinen Informationen liegt dieser
Kassenfunktionär mit seinem Bruttogehalt
zwischen 600.000 bis 650.000 p.a.
Also bei mind. 300.000 DM auf die Kralle.
MfG Mehner

Veritas
unregistriert
erstellt am: 05. November 2000 11:54           
GKV-Ausgaben 1995 = 228 Mrd. DM
"Fremdleistungen" 1994 = 114,5 Mrd. DM

Quelle: Prof. Beske, Arzt für öffentliches Gesundheitswesen

Medikamentöse Innovationen:

Epilepsie bisher Carbamazepin 294 DM,
jetzt: Topamax 1650 DM pro Quartal

MS bisher Imurek 762 DM,
jetzt: Betaferon 7150 DM pro Quartal

HIV bisher Mono-/Bi-Therapie 1500 DM je Woche,
jetzt: 6-fach Therapie 6000 DM pro Woche

zum Vergleich: HNO-Patient 18 DM

Wohlstand in Deutschland:

Urlaub: 86,6 Mrd. DM
Alkohol: 37 Mrd. DM
Tabak: 36 Mrd. DM

Umsatz Gesundheitswesen: 525,6 Mrd. DM
Bundeshaushalt: 481,3 DM
Umsatz Industrie: 2.399,7 DM

Quellen: wie oben ...


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