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Thema: Ärzteeinkommen wächst!!!
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Stephan Bauer unregistriert
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erstellt am: 04. November 2000 16:52
Studie belegt: Einkommen im Durchschnitt auf 195 000 Mark gestiegen Ein Beitrag von Kurt Kieselbach in "Die Welt" vom 31.10.2000Eine neue Erhebung über die Entwicklung der Ärzteeinkommen sorgt für Zündstoff: Während Ärzte aus Protest gegen eine unzureichende Honorierung in einigen Bundesländern vorübergehend ihre Praxen schließen, belegt eine der WELT vorliegende Kostenstrukturerhebung, dass der Überschuss in niedergelassenen Arztpraxen im dritten Jahr in Folge gestiegen ist. Der Erhebung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zufolge stieg der Überschuss in Arztpraxen von 1996 bis 1998 um durchschnittlich 8951 auf knapp 195 000 Mark. Den Krankenkassen, die sich vehement gegen weitere Ausgaben wehren, kommen diese Zahlen gerade recht. AOK-Bundesgeschäftsführer Franz Knieps hält den Ärzten angesichts dieser Einkommensentwicklung ein "Jammern auf hohem Niveau" vor. Den Verdacht, die jüngsten Umsatz- und Einkommenszahlen der Kassenärzte seien womöglich geschönt, weist der AOK-Manager zurück. Die Kostenstrukturerhebung, die in einem detaillierten Fragebogen unter anderem Umsatz und Kosten der Praxen erfasst, sei schließlich von einem ärzteeigenen Institut durchgeführt worden, betont Knieps. Der aktuellen Strukturanalyse für das Jahr 1998 zufolge setzte jeder Kassenarzt in Westdeutschland im Schnitt 478 149 Mark um (Ost: 387 952 Mark). 376 652 Mark (Ost: 347 955 Mark) entfielen dabei auf Kassenpatienten, die restlichen Einnahmen der Ärzte resultieren vorwiegend aus der Behandlung von Privatpatienten, aus nicht von den Kassen erstatteten Zusatzleistungen sowie aus dem Erstellen von Gutachten. Der Überschuss vor Steuern stieg dabei im Westen gegenüber 1996 um knapp 5 Prozent, von 185 788 auf 194 739 Mark je Arzt. In den neuen Ländern stieg der Gesamtumsatz von 1997 bis 1998 mit 7,2 Prozent noch etwas schneller als im Westen. Der höhere Gesamtumsatz bei westdeutschen Ärzten kam vor allem aus steigenden Einnahmen aus privatärztlichen und sonstigen Tätigkeiten. Dagegen stieg der Umsatz mit Kassenpatienten in den letzten drei Jahren jährlich um nur 0,1 Prozent. Umsätze und Einkommen weisen je nach Fachgruppe und Region allerdings deutliche Unterschiede auf. In der Hauptstadt Berlin etwa liegt das Einkommen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Kräftige Gewinnzunahmen verzeichneten vor allem die Allgemeinärzte. AOK-Manager Knieps fährt angesichts dieser Zahlen schweres Geschütz gegen die Ärzte auf. Diese hatten wegen einer Honorarbudgetierung einen "heißen Herbst" angekündigt. "Es grenzt an Unverschämtheit, dass einige Ärzte ihre Patienten unverblümt zur Durchsetzung ihrer Einkommensinteressen missbrauchen." Mit Hinweis auf ihr zu Neige gehendes Budget schränkten Ärzte, so Knieps, Leistungen ein oder verweigerten diese ihren Patienten vollständig. "Das aber ist absurd, weil es kein absolutes Budget für jeden einzelnen Arzt gibt, sondern nur Praxisbudgets für die ärztlichen Standardleistungen", sagte Knieps. "Hat der Arzt davon abweichende Probleme, zum Beispiel wegen vieler schwer kranker Patienten, erhält er in der Regel auch ein höheres Honorar." Darum, so Knieps, sei es "geradezu Quatsch", wenn ein Arzt gegenüber seinen Patienten behaupte, er müsse wegen der Budgetausschöpfung gegen Jahresende jede weitere Behandlung umsonst erbringen. Richtig sei vielmehr, so der Kassen-Manager, dass die Krankenkassen den Ärzten Jahr für Jahr höhere Honorare zahlten. Knieps: "Die Unzufriedenheit der Ärzte kann darum wohl kaum in einer generell schlechteren Bezahlung begründet sein." Quelle: "Die Welt" vom 31.10.2000 (u.a. vorgestellt im AOK Pressedienst). Diesen interessanten Beitrag las ich unter dem 2.11.2000 im Forum des Instituts für Pflegerecht und Gesundheitswesen http://www.wernerschell.de. Was sagen zu dem "Welt"-Artikel vom 31.10.2000 die ärztlichen "Berufspolitiker" in diesem Forum??? Gruß Stephan Bauer |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 04. November 2000 18:33
<<"Das aber ist absurd, weil es kein absolutes Budget für jeden einzelnen Arzt gibt, sondern nur Praxisbudgets für die ärztlichen Standardleistungen", sagte Knieps. "Hat der Arzt davon abweichende Probleme, zum Beispiel wegen vieler schwer kranker Patienten, erhält er in der Regel auch ein höheres Honorar." Darum, so Knieps, sei es "geradezu Quatsch", wenn ein Arzt gegenüber seinen Patienten behaupte, er müsse wegen der Budgetausschöpfung gegen Jahresende jede weitere Behandlung umsonst erbringen. Richtig sei vielmehr, so der Kassen-Manager, dass die Krankenkassen den Ärzten Jahr für Jahr höhere Honorare zahlten. Knieps: "Die Unzufriedenheit der Ärzte kann darum wohl kaum in einer generell schlechteren Bezahlung begründet sein."<<Ich kenne keinen Arzt, der annähernd so viel Überschuß macht. Hier werden die Pat. wieder für dumm verkauft. Man verwechselt (wohl absichtlich) Einkommen mit Budgets für Arzneien. Wenn der Arzt sein Arzneimittelbudget aufgebraucht hat, so macht er sich strafbar, wenn er weiterhin Arzneien verordnet. Dafür muß er Strafe zahlen. Eine Aufforderung trotz aufgebrauchtem Budget weiter zu verordnen ist eine Aufforderung zu einer Straftat! Übrigens: Franz Knieps verdient ungefähr viermal soviel wie der Durchschnittsarzt und doppelt soviel wie der Präsident der USA!! Wie war das mit den Steinen und dem Glaskasten?? m.s.
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Seitz Mitglied
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erstellt am: 04. November 2000 20:25
Ich habe jetzt die Zahlen im Internet gefunden. Alles Lüge, wie das meiste was die Kassenfunktionäre von sich geben. Die Zahlen sin nachzulesen unter http://www.kbv.de/Homepage/ZahlDaFa/Grunddaten1999/Inhalt_D/D03.pdf |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 04. November 2000 20:32
Sollte dieser Link nicht funktionieren selbst nachlesen unter www.kbv.de unter Statistik Kapitel D. Wahr ist daß seit 1995 die Überschüsse aller Arztgruppen um o,5% zurückgegangen sind. Volksverdummung der Kassen eben m.s. |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 04. November 2000 21:09
In der selben WELT stand übrigens auch, für ein Jahresgehalt von 180 TDM seien angestellte Telefontechniker nicht mehr zu kriegen PR |
Dr. Matthias Solga unregistriert
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erstellt am: 04. November 2000 21:47
Gleiches Recht für Alle! Auch für mich. Meine Einkommenssituation (Vorsicht, es kommen Fakten!): in unserer Praxis werden pro Quartal ca. 1400 Fälle abgerechnet (behandelt werden natürlich Patienten, keine Fälle!), wir sind zwei Ärzte. Einnahmen dafür 1998 502000 DM (1999 habe ich noch nicht fertig, Umsatz 1999 482000), für zwei Ärzte! Davon DM 28.000 privat, bleiben KAssenumsatz 474000 DM. Umsatz also pro Arzt ca. 237000 DM. Pro Quartal pro Patient also DM ca. 85,- incl. Operationen, Endoskopie, Labor usw. Ausgaben: DM 378000 davon: Materialien 15.000 DM Gehälter DM 93.000 Abschreibungen 70.000 DM Raumkosten Miete/reinigung/Strom etc. DM 72.000 Fahrzeugkosten abzgl. Eigenanteil DM 6.500,- Fortbildung (Reisekosten, Bücher) DM 5000 Versicherungen DM 5.500 Miet- und Wartungsverträge (z.B. Röntgen) DM 64000 sonstige Kosten (Buchhaltung, Steuerberatung, Telefon, Praxiswäsche usw.) DM 32000 Zinsen DM 20.000 Bleiben übrig: DM 124000, wir teilen den Gewinn hälftig, ich habe also DM 62.000 vor Steuern. Davon gehen noch Kredittilgungen für DM 400.000 ab, die sind letztlich - wie die Abschreibungen- aber virtuell, lasse ich damit weg. Ab gehen DM 12.000 Altersvorsorge, DM 4000 Krankenversicherung. Bleiben DM 46000 übrig. Das wird dann versteuert. Wir haben einen 14-Stunden-Tag, wenn wir die Wochenendarbeit auf die Wochentage umrechnen. Bei 220 Arbeitstagen also insgesamt 3080 Stunden pro Jahr, das ergibt (vor Steuern!) ein Stundeneinkommen von DM 14,90. Nach Steuern noch ca. DM 10,00 pro Stunde. Also: angegeben wird ein durchschnittlicher Umsatz von DM 480.000 pro Arzt, wir haben davon die Hälfte. Angegeben wird ein durchschnittlicher Gewinn von DM 195.000 pro Arzt, ich habe vor Steuer und Alters- und Gesundheitsvorsorge DM 62.000, das ist ein Drittel. Wenn die Zahlen stimmen, fordere ich gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Wenn sie nicht stimmen, fordere ich Korrektur.
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schumacher unregistriert
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erstellt am: 05. November 2000 01:03
Bitte die angegebene URL www.kbv.de Statistik Kapitel D einmal ankucken.Bei keiner Arztgruppe ist ein Überschuß über 180.000 angegeben,für die Augenärzte für 1997 z.B. ein Rückgang um 27 %. Geht man auf die Seite des ZI der kassenärztlichen Versorgung belegt der neueste Bericht von September 2000 die Zahlen aus 1997 als aktuellste Angabe;dort heißt es: ...bei über 20 % der Ärzte liegt ein Überschuß vor Steuern unter 80.000 DM vor.Angesichts der noch zu leistenden Sozialabgaben steht der erwirtschaftete Gewinn in keinem vertretbaren Verhältnis zu Arbeits- und Arbeitszitaufwand " (sinngemäßes Zitat) Drittens : wo sollen die Zahlen für 1999 herkommen?Welches Institut hat so aktuelle Zahlen, daß vor Abgabe aller Steuererklärungen schon Analysen mit diesen Aussagen getroffen werden können? Aussagen solcher Art seitens eines AOK Managers zeigen mindestens seine Inkompetenz,schlechtestenfalls jedoch seine Neigung zu bewußter Falschinformation! CS |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 05. November 2000 10:29
Inkompetenz, ein Kassenfunktionär mit mindenstens 400.000,- DM Jahresgehalt?? eher schon Volksverdummung m.s.
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mehner unregistriert
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erstellt am: 05. November 2000 11:16
nach meinen Informationen liegt dieser Kassenfunktionär mit seinem Bruttogehalt zwischen 600.000 bis 650.000 p.a. Also bei mind. 300.000 DM auf die Kralle. MfG Mehner |
Veritas unregistriert
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erstellt am: 05. November 2000 11:54
GKV-Ausgaben 1995 = 228 Mrd. DM "Fremdleistungen" 1994 = 114,5 Mrd. DMQuelle: Prof. Beske, Arzt für öffentliches Gesundheitswesen Medikamentöse Innovationen: Epilepsie bisher Carbamazepin 294 DM, jetzt: Topamax 1650 DM pro Quartal MS bisher Imurek 762 DM, jetzt: Betaferon 7150 DM pro Quartal HIV bisher Mono-/Bi-Therapie 1500 DM je Woche, jetzt: 6-fach Therapie 6000 DM pro Woche zum Vergleich: HNO-Patient 18 DM Wohlstand in Deutschland: Urlaub: 86,6 Mrd. DM Alkohol: 37 Mrd. DM Tabak: 36 Mrd. DM Umsatz Gesundheitswesen: 525,6 Mrd. DM Bundeshaushalt: 481,3 DM Umsatz Industrie: 2.399,7 DM Quellen: wie oben ... Wir können uns doch alles leisten!
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