Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Zu hohe Medikamentenpreise??
Seitz
Mitglied
erstellt am: 27. Oktober 2000 12:50     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Dieser Artikel stand heute in den Nürnberger Nachrichten:

Firma verklagt Klinikum
Streit um ein Medikament
Darf die Krankenhaus-Apotheke Arzneien selber herstellen?
Dürfen Klinik-Apotheken aus Kostengründen Medikamente selber herstellen, die auf dem freien Markt viel teurer wären? Um diese grundsätzliche Frage ging es gestern vor der Kammer für Handelssachen des Landgerichts Nürnberg-Fürth.
Die Pharmafirma Bristol-Myers Squibb hatte gegen das Klinikum Nürnberg geklagt, weil das Krankenhaus ein Infusionslösungskonzentrat mit dem Wirkstoff Paclitaxel selbst herstellt, das von dem Unternehmen als Originalpräparat namens "Taxol" vertrieben wird. Paclitaxel wird aus der Rinde der Eibe gewonnen und spielt in der Chemotherapie bei der Tumorbekämpfung eine wichtige Rolle. Eine einzige Infusionsflaschhe der Firma kostet 590 Mark, bei der Eigenherstellung durch das Klinikum kommt sie auf nur 300 Mark.
Bristol-Myers Squibb beanstandet nun, dass die Klinik-Apotheke "weder eine erforderliche Herstellungserlaubnis noch eine Arzneimittelzulassung" besitze. Die Eigenproduktion, die sogenannte Defektur, sei nur erlaubt, wenn auch die " Synthese der Ausgangsstoffe einer Herstellung in der Apotheke erfolgt", wenn also auch die Wirk- und Hilfsstoffe eines Medikaments selbst produziert würden. Den Ausgangsstoff Paclitaxel bezieht die Klinikumsapotheke aber von einem Lieferanten. Das, argumentiert hingegen das Klinikum, würde bedeuten, dass man auch grundsätzlich ein eigenes Zuckerrübenfeld für die Herstellung von Zuckerlösungen bräuchte.
Das Krankenhaus beruft sich auf das Arzneimittelgesetz, nachdem eine Zulassung für diejenigen Arzneimittel nicht erforderlich ist, die "aufgrund häufiger ärztlicher Verschreibung in den wesentliehen Herstellungssschritten in einer Apotheke in einer Menge bis zu hundert abgabefertigen Packungen an einem Tag hergestellt werden". Außerdem habe die Regierung von Mittelfranken als Überwachungsbehörde die Eigenproduktion dieses Medikamentes ausdrücklich für "rechtlich einwandfrei" erklärt. Die endgültige Entscheidung wurde vertagt, nachdem beide Parteien Interesse an einer außergerichtlichen Einigung zeigten und die Pharmafirma anbot, mit dem Preis des Medikaments herunterzugehen.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 27. Oktober 2000 16:22     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Da täte eine gesundheitspolitische Grundsatzentscheidung not: wollen wir die Pharma subventionieren oder sparen ?

Die jetzige Rechtslage macht jeden Leistungsträger im Gesundheitswesen angreifbar. Nicht nur die Klinikapotheker.

Wissen die da oben das nicht, wollen die das etwa so, oder tun die endlich was ?

PR

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