Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi216.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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  Markt,Markt!!! Magenschrittmacher ist auf dem Markt!!

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Autor Thema:   Markt,Markt!!! Magenschrittmacher ist auf dem Markt!!
docbeater
unregistriert
erstellt am: 14. September 2000 17:01           
Es ist geschafft, nach Ballon im Magen,Darmverkürzung,Gastroplastik und Magenband nun also Magenschrittmacher. Abnehmen ist die erste Bürgerpflicht. Also
aufgehts ihr Adipösen, auf zu neuen Ufern.
Es lebe der aufgeklärte Patient. Um mit den
Herren Seitz und Rapp zu sprechen:
"Das ist Markt". Es "lebe" der mündige Patient.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 14. September 2000 20:15     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Lieber Docbeater,
Zur Klärung weder Ich noch wie ich meine Herr Rapp wünsvhen sich diesen Markt.
Er wird jedoch masiv von Kassenlobbyisten in diesem Forum gefordert. Und auch von der Politik.

ms

Norbert Nickles
unregistriert
erstellt am: 15. September 2000 05:42           
Es ist ja nun auch wirklich schwer durchschaubar was Rapp und Konsorten sich wirklich wünschen.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 15. September 2000 13:21     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Das ist eigentlich sehr leicht "durchschaubar" nur für manche schwer vorstellbar!

Norbert Nickles
unregistriert
erstellt am: 16. September 2000 05:58           
Ich kanns mir wirklich schwer vorstellen daß es sich jemand wirklich wünscht körperlich zu verfallen (altern) und zu sterben. Es kann doch niemand was dagegen haben daß wir versuchen wollen unsere Lebensspanne zu verlängern.

docbeater
unregistriert
erstellt am: 16. September 2000 17:30           
Hallo Herr Seitz, das Sie und Herr Rapp diesen Markt nicht wollen, ist mir im Laufe
der Zeit schon klar geworden. es dauert halt immer ein bisschen, die Argumentation der anderen unvoreingenommen zur Kenntnis zu nehmen.
Aber dieser Markt ist mehr als ungesund, man fragt sich wirklich wo unsere Gesundheitspolitiker noch hinsteuern wollen.

Seitz
Mitglied
erstellt am: 16. September 2000 19:46     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Lieber Docbeater,
da steuert schon lange niemand mehr.
da wird nur noch diktiert und bestraft

m.seitz

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 17. September 2000 22:12     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Lieber docbeater, liebe Mitleser, und,
ja wo ist denn unser Herr Meuresch abgeblieben ?

D i e s e n Markt will ich wirklich nicht, da haben Sie mich perfekt verstanden:
- den Markt, in dem medizinisch Tätige ihren unleugbaren Wissensvorsprung vor ihren Patienten ausnutzen mit dem primären Ziel sich zu bereichern
- den Markt, in dem jeder, auch jeder Nichtsachverständige Abstruses versprechen darf, ohne das jemals einlösen zu müssen
- den Markt, der seine Geschäfte mit der Dummheit und der Angst macht
- den Markt, der Mogelpackungen verkauft
- den Markt, der sein Marketing auf Kosten Dritter macht

Darüberhinaus wird es am Rande und außerhalb der paritätisch, "solidarisch" und steuerähnlich finanzierten "Gesetzlichen" Krankenversicherung mehr Markt geben müssen allein deshalb, weil dieses zwangsfinanzierte System angesichts der globalwirtschaftlichen Zielsetzungen, weiterer innner- und überstaatlichen Aufgaben, des medizinischen Fortschritts und unserer Demographie offenbar an das Ende seiner Einnahmeseite gekommen ist. Denn dann muß offensichtlich auch die Ausgabenseite ein definierbares Ende besitzen.
Dort darf der Markt beginnen.

Das ist für Veteranen dieses Forums keine neue Debatte.

Zwei Problemkreise tun sich dabei auf:
1. Wer nimmt die Abgrenzung vor ? Was ist solidarisch finanzierte und garantierte Kassenleistung und was nicht ? Wie ist sie den Leistungsträgern zu honorieren, die als Vertragsärzte sowohl das Behandlungsmonopol als auch den Sicherstellungsauftrag halten ?
2. Wer hält wie einen Markt sauber, der ärztlicher Ethik nicht unterliegt und nur den Gesetzen des Markts zu folgen braucht ?

Meine Antworten sind:
1. Diese Abgrenzung ist zuallererst ein schmutziges Geschäft. Feige Politiker delegieren es bisher erfolgreich an den vielgeschimpften Ausschuß Ärzt-Kassen. Das geht so nicht weiter. Die Politik muß endlich Farbe bekennen und Verantwortung mitübernehmen. Es geht um nichts weniger als Rationierung. Die Honorierung fundamentaler Pflichtleistungen ist endlich an den Erkenntnissen betriebswirtschaftlicher Kalkulation zu bemessen. Hier gilt wirklich "Modell Schweiz". Die Kostenverschiebebahnhöfe sind stillzulegen. Mischkalkulation ist hier Betrug.
2. Wenn die Fischerin jetzt meint, schnell noch einige Superbehörden zur Überwachung des Bereichs einrichten zu müssen, der ärztlicher Ethik ohnehin unterworfen ist, dann ist sie auf dem Holzweg. Mit vom Staat überstülpter Ethik
haben die Deutschen schlechte Erfahrungen gemacht. Der dem Markt ausgelieferte Bereich der Gesundheitsfürsorge ist es, der durch mächtige Verbraucherschützer überwacht gehört.

PR

Kreuter
Mitglied
erstellt am: 21. September 2000 17:36     Sehen Sie sich das Profil von Kreuter an!   Senden Sie Kreuter eine eMail!     
Lieber Herr Rapp, ihrer Argumentation kann ich folgen. Allerdings frage ich mich ernsthaft, wann endlich handeln Verbaucherschützer,Patientenschutzgruppen (die nicht mit sich selbst beschäftigt sind)
und Ärztevertretungen gemeinsam zum wohle der
Patienten und wider dieser hirnrissigen Entwicklungen auf dem "gesundheitsmarkt"??
Jeder kocht sein eigenes Süppchen, hieß es nicht mal "Gemeinsam sind wir stark".
Aufklärung über diese völlig verfehlte Gesundheitspolitik tut dringend not. Nur wer
soll sie politisch umsetzen??

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 21. September 2000 21:50     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Lieber Herr Kreuter,
alle zusammen. Die Verantwortungslast ist für eine Gruppe allein viel zu groß.
Ich habe das undeutliche und durchaus ambivalente Gefühl, daß es nach den nächsten BuT-Wahlen einen neuen BMG-Chef geben und dann ziemlich knallen wird.
PR

Friesenbraut
unregistriert
erstellt am: 22. September 2000 17:31           
Bei der Diskussion um Magenband, Gastroplastik und Magenschrittmacher??? kann
einem ja langsam Angst und Bange werden. Ist es nicht vielleicht doch zumindest in einigen Fällen eine echte Hilfe?? Was überhaupt habe ich unter Magenschrittmacher zu verstehen??

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 22. September 2000 23:02     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Liebe Friesenbraut,

keine Ahnung, ehrlich, ist weit neben meinem Fachgebiet und Beratungshorizont.

Mitten in meinem Fachgebiet und Erfahrungshorizont existiert jedoch jede Menge dicker Menschen. Mit deren männlicher Hälfte darf ich mich nicht befassen. Der weiblichen Hälfte rate ich, sofern gewünscht oder lebensnotwendig, zu einer Umstellung der wichtigsten Lebensgewohnheiten bis hinein in den Tagesablauf.
Fahrt zur Arbeit mit dem Rad, Schwimmen, fitness-Studio, Turnverein und Sportgruppe.
Selberkochen statt Kantine, Frisches vom Wochenmarkt statt Konserve und Mikrowelle, zweimal teures Steak und einmal Fisch oder Pute statt siebenmal Großmarktfleisch, Vollkornreis statt Pasta,Pizza,Pampe&Co, frische Suppe statt Kartoffelpurree aus dem Zentnersack, Apfel und Joghurt statt abgepacktem Süßkram. Mehr kleine Mahlzeiten statt zwei Riesiger. Immer etwas mehr Energie verbrauchen als nachfuttern. Mehr trinken sowieso.
Den Rest besorgt binnen Monaten ein sich langsam wandelndes Körperbild sowie der Anpassungsdruck eines neu entdeckten Lebensumfelds. Für die, die sich drauf einläßt. Der Rest wird weiter nach dem Messer rufen und muß sich deshalb einen anderen Gynäkologen suchen.

Von jeglicher Abmagerungschirurgie rate ich vehement ab. Sie ist für dicke Menschen mit Körperbildstörung ebenso verkappte Psycho- und im Organ verirrte Hirnchirurgie wie Busenvergrößerung oder -verkleinerung und der übrige Kosmetik- und Lifestylekram. Überdies nicht durchwegs ungefährlich.
Und sauteuer, falls die örtliche Gesundheitskasse nicht grad wieder Marketinglaune und die Spendierhosen anhat. In d i e s e m Pfeffer liegt allerdings ein ziemlich dicker - nein: Hund !

PR

Kollberg
unregistriert
erstellt am: 23. September 2000 10:46           
Lieber docbeater, ich kenne verdammt viele Glückliche, die dem Magenband hier in Aurich
mehr Lebensqualität und ein ganz neues Selbstwertgefühl verdanken. Warum verteufeln sie alles so sehr. Die hier in Ostfriesland angebotenenen operativen Methode sind eine Wohltat für alle. Wenige fette und mehr glückliche Menschen.Sprechen sie mal mit unseren Chirurgen im Kreiskrankenhaus Aurich.
Sie würden überrascht sein.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 25. September 2000 00:24     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Liebe/r Kollberg,

ich kenne Auricher Verhältnisse nicht und verteufele auch nicht alles.

Manche Dicke tun mir leid, andere bewundere ich für ihren Nonkonformismus.
Figur ist ja nicht alles, Format wiegt manchmal mehr.
Mit erlebbarem Glück hat das nicht viel zu tun.

Sie haben Glück gehabt, wenn Ihre Figur jetzt zu ihrem Lebensgefühl paßt. Und ordentliche Operateure. Nicht immer trifft leider beides ein.

Freuen Sie sich des Lebens, aber machen Sie bitte nicht allzuviel Reklame. Sonst könnte leicht passieren, daß mal der Falsche operiert wird.

Ich meine aber, ein retuerk reicht.

PR

Retuerk
Mitglied
erstellt am: 25. September 2000 10:28     Sehen Sie sich das Profil von Retuerk an!   Senden Sie Retuerk eine eMail!     
Liebe/r Kollberg, ihr Enthusiasmus für dieses Thema in Ehren, aber meine Wirklichkeit sind anders aus. Zweifellos gibt es in Aurich gute Operateure, aber auch diese machen fehler und die dort durchgeführten Gastroplastiken n.Mason bergen erhebliche Komplikationsmöglichkeiten, siehe auch Stellungnahme M7 Krankenhaus der Medizinischen Dienste im Auftrag der VDAK.
Ich kenne diese vielen Glücklichen nicht, die sie beschreiben, ich kenne aber aufgrund der zu meiner problematik veröffentlichten Zeitungsberichte mehrere die an wundheilungsstörungen in erhbelichem Maße litten.
Im übrigen wird in einem Nachbarkrankenhaus in Leer zwischenzeitlich das sogenannte Magenband laparoskopisch eingesetzt.
Wenngleich ich ein gegner der operativen Behandlung der Adipositas bin birgt diese OP Technik scheinbar weniger Risiken, wie ich mich auch im klinikum Ludwigshafen zwischenzeitlich überzeugen konnte. Trotzdem sollte diese operative Methode nur in wenigen begründeten Ausnahmefällen angewand werden
und nicht wie in Aurich massiv beworben werden.Die in der Stellungnahme M7 geforderte lebenslange Betreuung des Patienten durch Psychologen, Internisten und Chirurgie ist jedenfalls nach meiner Kenntnis in Ostfriesland nicht gewährleistet.
Ich bin wegen der Gastroplastik nunmehr insgesamt 5mal operiert worden und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Bei einer der folgenden Operationen nicht in Aurich vergass man den Aufklärungs- und Einwilligungsbogen, unstrittig, auszufüllen und unterschreiben zu lassen, obwohl man die Vorgeschichte Prozess etc kannte,aber ....wo gearbeitet wird werden auch Fehler gemacht.Hier werden sie jedenfalls nicht vertuscht, wär natürlich auch schwierig, wie soll man die Unterschrift unter den Bogen bekommen.
Trotzdem ist mir die Art wie damit umgegangen wurde,lieber als die Vorgehensweise in Aurich. Aber das kann hier ncht Thema sein, dazu müssen die Gerichte sprechen. Die Krankenkasse jedenfalls hat ebenfalls Regressansprüche angemeldet.

Graeff
unregistriert
erstellt am: 26. September 2000 17:25           
Die hier beschriebenen Operationstechniken, zuerst in Deutschland von Prof. Husemann durchgeführt, gelten als das Mittel zur Bekämpfung der Adipositas. Warum diese Panikmache?
Es gibt kaum und wenn dann nur harnlose Wundheilungsstörungen. Nicht alles was Neu ist, muß schlecht sein.

Klodder
unregistriert
erstellt am: 01. Oktober 2000 13:23           
Liebe/r Graeff, >Nicht alles was neu ist, muß schlecht sein<
Der Fortschritt hält auch in der Medizin nicht halt.Die Frage ist nur ob alles was neu ist auch zwangsläufig gut sein muß. Wir erleben zur Zeit in Deutschland einen Gesundheitsmarkt der, angestachelt durch Vorurteile und fragwürdige Schönheitsideale,
durch eine falsche Gesundheitspolitik und der Suche nach neuen Einnahmequellen, die absurdesten Blüten trägt.
Es steht nicht mehr in vielen Fällen die Gesundheit, sondern der Profit im Vordergrund.
Besser, die immer schlechter werdende Einkommenssituation zwingt einige Ärzte aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus zur Anwendung von Behandlungsmethoden, die sie zum großteil nicht beherrschen. Die Kostensituation zwingt zu immer früheren Entlassungen aus dem stationären Bereich, mit erheblichen Folgen in der nachoperativen Phase.Langwierige Komplikationen mit entsprechender Behandlungsdauer sind die Folge. Nur das dies dann scheinbar anderen Töpfen belastet werden kann.

Melanie Corde
unregistriert
erstellt am: 11. Oktober 2000 08:06           
Halihallo, kann mir jemand sagen ob im Raum
Bielefeld/Hamm, Münster derlei Operationen angeboten werden? Wenn ich diese Operation auf eigene Kosten machen lasse und es gibt Komplikationen, zahlt die Krankenkasse für die Folgeschäden???
Danke in voraus.

+
unregistriert
erstellt am: 14. Oktober 2000 13:32           

Retuerk
Mitglied
erstellt am: 30. Oktober 2000 20:19     Sehen Sie sich das Profil von Retuerk an!   Senden Sie Retuerk eine eMail!     
Mit Prof. Dr. R. Weiner hat sich erstmals auf der HP www.go.to/Magenband ein prominenter Adipositaschirurg zur Adipositaschirurgie an "Wald- und Wiesenkrankenhäusern" geäußert.
Dies meinen lieben ostfriesischen Mitdiskutanten zur Kenntnis.

Retuerk
Mitglied
erstellt am: 08. November 2000 12:55     Sehen Sie sich das Profil von Retuerk an!   Senden Sie Retuerk eine eMail!     
Hallo melanie, mittlerweile werden im Rahmen des "Marktes" an fast allen Wald- und Wiesenkrankenhäusern derartige Operationen durchgeführt,wobei mit über 30% Nachoperationen die Gastroplastik. n. Mason die am komplikationsbehaftete ist. Nach meiner Kenntnis wird zumindest an der Uniklink Münster neuerdings der magenschrittmacher propagiert. In Osnabrück an der Paracelsusklinik gibt es einen Dr. Bröhl, der wohl schon längere Zeit erfolgreich das Magenband einsetzt.
weitere Informationen erhält man auf der HP www.go.to/magenband und in dortigen forum, indem sich auch Experten der Magenbandchirurgie wie Prof. Dr. Weiner, Dr. Bröhl, und Dr. Thorsten Berg zu Wort melden.
Bevor Sie sich zu einer derartigen Operation entschließen sollten Sie Risiken, Nebenwirkungen und Spätfolgen beachten und auch eruieren ob eine Langzeitbetreuung vorgesehen ist und es sich um erfahrene Operateure handelt.
GerhardKreuter@patientenschutzde.

Retuerk
Mitglied
erstellt am: 08. November 2000 13:03     Sehen Sie sich das Profil von Retuerk an!   Senden Sie Retuerk eine eMail!     
Nachtrag:
weiter Informationen zum Thema Magenband etc. gibt es unter www.go.to/Magenband oder www.patientenschutz.de oder unter folgenden Email-Adressen
Gerhard Kreuter@patientenschutz.de,s.o.Beitr weser-ems@patientenschutz.de
gastricbanding@yahoo.de

Andrea Gräff-Lamonaca
unregistriert
erstellt am: 09. November 2000 23:04           
Antwort an Peter Rapp,

Sie wollen also ein guter Gyn sein?? Ein Gyn, der auch die Psyche einer Frau versteht??? Ein Gyn, der wirklich weiss, was Fett im Körper einer Frau bewirkt?? Dass vom Fett Hormone gebildet werden, z.B. auch solche, die einen Eisprung verhindern???
Lebensumstellung total fordern Sie!!! Ja, was wäre, wenn man das bei Ihnen fordern würde?? WER hat das Recht, mir vorzuschreiben, wie ich meine Leben zu führen, was ich zu essen habe??? Selbst wenn es Ihnen gelänge, Ihr Götter in Weiss habt nicht das Recht auf kranken Menschen herumzuhacken. Adipositas ist durch die WHO als Krankheit anerkannt(nur in Deutschland nicht)...
So, und jetzt sage ich Ihnen mal was:
Als Mutter von 5 Kindern (dürfte Sie als Gyn ja freuen, dass sich ein Kollege ´ne goldene Nase verdient hat) mit einem Alter von 39 Jahren und einem BMI von >55 (nämlich einer Grösse von 1.68m und einem Gewicht ursprünglich von mehr als 160kg) und (!!!!) der Erfüllung aller von der Deutschen Adipostasgesellschaft erstellten Indikationen, durch eine spezielle Patientenselektion durch das Klinikum Ludwigshafen als wohl würdige Bandträgerin auserwählt, wurde mir das Magenband durch die Krankenkasse GEK verwehrt. Auch die letztendliche Klage vorm Sozialgericht Mannheim blieb ohne Erfolg, ich müsse nochmals ein ein- bis zweijähriges interdisziplinäres Therapieprogramm durchlaufen. Der Richter am Landessozialgericht stellte lapidar fest, dass die Kassen grundsätzlich nicht für Kosten geradestehen müssten, die durch Eingriffe an einem gesunden Organ entstünden. 20 Monate Kampf, Gift und Galle bis ich nicht mehr konnte! Ah, so einfach ist das also!
Kein bisschen Weitsicht, was passiert, wenn ich einen Herzinfarkt erleide, oder künstliche Kniegelenke bräuchte.
Es sei nochmals darauf hingewiesen: ich erfüllte alle Indikationen, eine ganze Palette von Folgeerkrankungen ist bereits aufgetreten. Ich habe mich dann im Rahmen einer Sterilisation dazu entschlossen, das Band auf eigene Kosten setzen zu lassen.
Ich habe nun, Dank des Bandes und Dank einer gewissen, für meinen doch sehr bescheidenen Etat von 30,--DM/Tag für 7 Leute, erschwinglichen Nahrungsumstellung in den 9 Wochen, in welchen ich das Band habe 18kg abgenommen und ich gedenke nicht, auch nur ein einziges Kilo wieder zuzunehmen.

Was wisst Ihr Ärzte eigentlich über Adipositas??? Bevor Sie, lieber Herr Rapp, grosskotzig hier Ihre Meinung kundtun und alle minimalinvasiven chirurgischen Eingriffe verteufeln und weiterhin, egal ob Männlein oder Weiblein, raten, sich doch lediglich total umkrempeln zu müssen, sollten Sie sich erst einmal über gewisse Sachverhalte kundig machen. Ich rate Ihnen , gerade im Hinblick auf Ihre bedauernswerten Patientinnen, dringend zur Lektüre des Buches; Magenband- die zweite Chance von Prof. Dr. Weiner u n d - und das ist noch viel wichtiger - des Buches:
Adipositas 2. Auflage 2000 von Prof.Dr.Alfred Wirth. Wenn Sie auch nur den Hauch einer Ahnung über dieses Thema hätten, wüssten Sie nämlich, dass stark Adipöse aufgrund des metabolischen Syndroms eben n i c h t 5 kleine Mahlzeiten essen sollen, sondern eben erst recht und deswegen auch höchstens 3.
Also, bevor Sie das nächste Mal zum Rundumschlag ausholen wollen, machen Sie sich doch bitte erst über gewisse Zusammenhänge kundig. Alles andere wirkt nämlich lächerlich.
Andrea Gräff-Lamonaca, Mannheim

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