Datum: 08.08.2001 22:20:22 Autor: ThiloS ©
In Gottes Namen
In Gottes Namen
Stellen wir uns 5 Minuten vor, die CSU in Bayern würde beschließen, dass keine Moscheen mehr gebaut werden dürfen, da sie eine Beleidigung für das Christentum wären. Stellen wir uns vor, dass Frauen keine Hosen mehr, sondern nur noch Röcke tragen dürften. Stellen wir uns vor, Männer könnten sich zwar von Ihren Frauen scheiden lassen, wenn deren Brüste der Schwerkraft folgen, Frauen aber nicht von Männern, selbst wenn diese sie durch die Wohnung prügeln. Stellen wir uns vor, Frauen dürften keinen Führerschein machen.
Gäbe das nicht einen furchtbaren Aufschrei aller Gutmenschen?
Nun, genau jene Gutmenschen halten die Klappe zu den Vorgängen in Afghanistan. Weil sie so furchtbar tolerant sind.
Denn die dort sind tapfer. Die wissen noch zweifelsfrei, was Gott will. Die sind aufrecht. Und die sind augenscheinlich so schwach im Kopf, dass sie Turbane als Schutz gegen umherfliegendes Laub benötigen.
Ich oute mich nur ungern. Aber ich habe eine absolute Null-Toleranzgrenze gegenüber den kalaschnikovschwingenden Prophetenbartträgern der afghanischen Taliban. Flamed mich nieder, schreibt, ich wäre Faschist, aber wenn es nach mir ginge, dann würden diese Hunde-besser-als-Frauen-Behandler und Pseudoheiligen nicht ein verdammtes Gramm Babypulver bekommen. Sollen sie doch sterben in ihren verdreckten Stein- und Kriegstrümmerwüsten.
Wie können es diese tuntigen Turbanträger wagen, die zugegebenermassen gutmenschelnden Trottel von „Shelter“ wegen „missionarischer Aktivität“ zu verhaften und mit dem Tode zu bedrohen? Statt dass sie vor denen auf den Knien herumrutschen und ihrem grausamen Götzen danken, dass sich ÜBERHAUPT jemand um diese verhüllte Muppetshow kümmert! Haben die Taliban Angst, dass andere Religionen attraktiver sein könnten als ihr geliebter und achso toleranter Islam, dessen gnadenlose und beabsichtigte Fehldeutung als Terroranleitung sie überhaupt an der Macht erhält? Gegen die Rigorosität, mit denen die Handabhacker jede andere Meinung verfolgen, war der Mauerbau der DDR eine harmlose ABM-Maßnahme und die Stasi ein sympathischer Kegelclub.
Ich verstehe auch nicht, warum „das Volk“ die Herren Waffenschwinger nicht zu ihrem Allah jagt und sich diese menschenverachtende Behandlung von Seiten der Obrigkeit bieten lässt.
Gegen die Bilderstürmer aus den afghanischen Wüsteneien handelt es sich beim iranischen Revolutionsrat um ein weltoffenes und überfaires Gremium und das ZK der kommunistischen Partei Nord-Koreas verkörpert den Inbegriff der Demokratie und Meinungsvielfalt.
Ich krieg echt das große xxxxx, wenn ich diese verlausten Kameltreiber mit ihren schlechten Zähnen auf ihren Billigpanzern durch die Strassen der Kabuler Trümmerwüste fahren sehe, vorbei an Frauen, die wie wandelnde Nomadenzelte aussehen und Kindern, die in ausgebrannten Hausruinen spielen.
Die Staatengemeinschaft hat insofern ihre Konsequenzen gezogen, als dass einzig und allein Pakistan (leider Atommacht, da irgendein Forscher meinte, es wäre nicht schlecht, wenn auch islamische Fanatiker eine Atombombe hätten) noch eine diplomatische Botschaft in Afghanistan unterhält. Und beim Eintippen des Wortes „diplomatisch“ muss ich hier schon wieder grinsen.
Was mich außerdem tierisch ärgert, ist, dass ich mich unter Umständen mit diesen Zeilen in Lebensgefahr begebe, weil irgendwelche Gutmenschen meinten, dass es doch nett wäre, islamische Fanatiker auch in Deutschland zu haben.
Warum ich dies schreibe? Ich habe Angst, die Staatengemeinschaft könnte auf den Trichter kommen, in Kabul eingreifen zu wollen. Mit Geld, Aufbauhilfe, blablabla. Das hielte ich für töricht. Lasst sie zwischen ihren Trümmern, ihren Steinen und ihren Geröllwüsten Gotteskrieger spielen, lasst sie meinetwegen die Geiseln von „Shelter“ steinigen, vielleicht rafft dann sowohl der letzte Gutmensch als auch die bettdeckenverhüllteste Frau, dass die männlichen Rasierzeugverweigerer außer Phrasen und Terror nichts zu bieten haben.
Und sorgen für eine Revolution.
Wenn Allah tatsächlich auf Seiten der Turbantäubchen ist, dann möchte ich nach meinem Tod bitte in die Hölle. Muss prima im Vergleich sein.