Datum: 17.07.2001 21:37:42 Autor: Udo Teichmann ©
Umstellung der Anmeldung zum Forum
Auf einem Bein steht das Forum nicht gut
Liebe Mitdiskutanten,
Anmeldepflicht muß durch verbürgte Moderationsfairness ergänzt werden!
Die vorgesehene Anmeldepflicht per e-mail für die aktive Teilnahme am CDU-Forum wird offenbar mehrheitlich begrüßt. Gerade die aktuellen, besonders üblen und offenbar gezielten Entgleisungen in diesem Forum haben dafür gesorgt, daß sich das alte Verlangen nach einer technischen Gegenwehr durchsetzen konnte. Ich selbst habe die Anmeldung übrigens bereits vor fast genau einem Jahr angemahnt. (Mein entsprechnder Beitrag vom 27.7.2000 wird unten zitiert)
Die zusätzliche technisch-organisatorische Macht, die der Redaktion damit zuwächst, muß aber unbedingt durch eine zusätzliche Selbstverpflichtung der Redaktion auf faire und nachvollziehbar verfassungsgemäße Wahrnehmung der verstärkten Lösch- und Sperrmacht ergänzt werden.
Die CDU-Redaktion hat in dieser Hinsicht leider keinen guten Leumund. Im Gegenteil: Viele der Blödel- und Störbeiträge sind offenkundig Racheakte von Leuten, die sich über unfaire, willkürliche und undemokratische Löscheingriffe der CDU-Redaktion sehr geärgert haben und sich dadurch persönlich brüskiert und gedemütigt vorkamen. Und tatsächlich hat sich die Redaktion in der Vergangenheit häufig zu bevormundenden Löscheingriffen verleiten lassen und die Meinungsfreiheit von Teilnehmern des öfteren gering geachtet.
Diese Behauptungen stellen der CDU-Redaktion ein nachteiliges Urteil aus. Und zurecht wird die CDU-Redaktion mich herausfordern und Beweise für diese weitgehenden Behauptungen fordern. Die Beweise liegen in Form einer detaillierten mehr als 100 Seiten umfassenden Dokumentation dem Justiziar der CDU-Bundesgeschäftsstelle vor. Ich verweise daher schlicht auf die dort in zahlreichen Einzelfällen minutiös aufgezeigten undemokratischen Löscheingriffe. Wir können uns also Ausflüchte und Verharmlosungen sparen und uns direkt den spannenden Fragen zuwenden, über die die CDU-Redaktion in der Zeit bis zur Einführung der Anmeldepflicht mit den Teilnehmern des Forums Klarheit herbeiführen sollte:
1. Sind die Teilnehmer im CDU-Forum rechtlose "Gäste", mit denen die Redaktion willkürlich umspringen kann? Oder sind die Teilnehmer im CDU-Forum zu Gast bei eingefleischten Demokraten, die die Meinung ihrer Gäste verfassungsgemäß achten?
2. Ist die CDU-Redaktion an ihre eigenen Moderationsregeln gebunden?
3. Sind die Moderationsregeln verfassungskonform auszulegen?
4. Ist also die CDU-Redaktion im CDU-Forum an die in Artikel 5 GG festgelegten Grundsätze und Garantien der Meinungsfreiheit gebunden?
5. Wie kann zivilisiert mit Meinungsunterschieden über die Auslegung der Moderationsregeln und die praktische Beeinträchtigung der Meinungsfreiheit von Teilnehmern umgegangen werden?
Die Teilnehmer sollten vor der Anmeldung wissen, wie sich die CDU-Redaktion hinsichtlich dieser fünf Grundfragen positioniert und die Redaktion sollte wissen, was die Teilnehmer als mündige Staatsbürger für Erwartungen an ein demokratisches öffentliches Forum haben.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Teichmann
Anhang
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Datum: 27.07.2000 01:16:17 Autor: Udo Teichmann ©
Handlungsbedarf
Liebe CDU-Redaktion,
liebe Mitdiskutanten,
gibt es ein Recht auf Destruktion? Jede Nacht regen sich hier vermutlich gerademal zwei-drei Leute, die unter zahlreichen dümmlichen Pseudos mit einer Serie absolut unanständiger, geschmackloser und erlogener Threads das Forum verunstalten.
Sie können im CDU-Forum so verfahren, weil in diesem Forum durch den völlig freien und anonymen Zugang eine besonders lebhafte und "ehrliche" Diskussion ermöglicht werden sollte. Nun lehrt die Erfahrung, daß der Schutz der Anonymität nicht nur nachdenkliche Mitbürger anzieht, die achtenswerte Gründe haben, ihre politische Meinung nicht unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen, sondern auch einige wenige, die den selben Schutz der Anonymität darauf verwenden, nichts als Schmutz, Schwachsinn und Unflat ins Forum zu kippen. Das Medium bietet die Chance, daß solch ein Forum binnen kürzester Zeit auch von einer einzelnen böswilligen Person so verschmutzt und verludert aussieht, daß sich seriöse Teilnehmer abgestoßen fühlen und das Forum für ernsthaften politischen Diskurs unbrauchbar wird.
Es ist an der Zeit, daß die Politik des Forums im Lichte dieser Erfahrungen überdacht wird. Das FDP-Forum zB. hat aus den gleichen Erfahrungen die Schlußfolgerung gezogen, daß sich anmelden muß, wer in dem Forum Themen eröffnen oder Beiträge schreiben will. Zur Anmeldung muß sich der Interessent der Redaktion gegenüber mit Angabe von Name, Anschrift, Telefon-Nr und e-mail-Adresse identifizieren. Nach Prüfung der Angaben erhält der Interessent über die angegebene e-mail-Adresse die Zugangsdaten, die es ihm ermöglichen, im Forum mitzumachen.
Den übrigen Usern des Forums bleibt der Teilnehmer dabei anonym, er kann sich auch weiterhin eines Pseudos bedienen. Aber die Redaktion kann sich mit einem konkreten Menschen auseinandersetzen, wenn Beiträge des Teilnehmers Probleme machen.
Zumindest während der Zeiten, in denen die Redaktion das Forum nicht sauberhalten kann, sollte der Zugang auch hier auf solche Teilnehmer beschränkt bleiben, die sich der Redaktion gegenüber nachvollziehbar identifiziert haben. Wer nicht beabsichtigt, gegen die Moderationsregeln zu verstoßen, wird keine Probleme damit haben, sich wenigstens der Redaktion gegenüber zu erkennen zu geben. Wer der Redaktion diesen Vertrauensvorschuß nicht einräumen will, mag dann in den moderierten Zeiten diskutieren, in denen böswilliger Müll rasch beseitigt werden kann. Außerhalb der Geschäftszeiten der Redaktion kann dann die Diskussion ungestört unter den Teilnehmern fortgesetzt werden, die
Diese Regelung ist nicht das Optimum, was man sich unter einem offenen Diskussionsforum vorstellt. Was jetzt aber unter Mißbrauch dieser Offenheit Nacht für Nacht hier geschieht, ist absolut zerstörerisch für dieses Forum. Es besteht dringender Handlungsbedarf!
Mit freundlichen Grüßen
Udo Teichmann