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Copyright © Autoren: Dr. med. John D. Bleiweiss und dchinnici@cassia.org * Don Chinnici

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Copyright © der Übersetzung ins Deutsche 1996, 1997 : Joachim_Gruber@Compuserve.com * Dr.rer.nat. Joachim Gruber
Gegenüber dem Original der deutschen Übersetzung http://www.lymenet.de/lymchckd.htm wurde das HTML-Layout meiner Web-Site angepaßt.
25.8.1998, Aribert Deckers

20.6.1999: Neue Domain und neue Email-Adresse von Don Chinicci eingetragen.


Version vom 4.5.98

Diagnostische Checklisten für Lyme-Borreliose (LB)

Dr.med. John D. Bleiweiss
April 1994
Hier liegt das amerikanische Original dieser Webseite

übersetzt von

Dr.rer.nat. Joachim Gruber


Diese Seite ist eine Informationshilfe bei der Beantwortung der Frage "Habe ich die Symptome der Lyme-Borreliose?" Sie enthält zwei diagnostische Werkzeuge für Lyme,

  1. die 46 Fragen-Checkliste - sie ist J. Burrascano's (http://www.lehigh.edu/lists/lymenet-l/managing.htm) * "Guidelines" ((http://www.lymenet.de/BurrD.htm) * "Richtlinien", deutsche Übersetzung) entnommen.

  2. Wann soll ich Lyme-Borreliose vermuten? - ein längeres Essay von Dr.med. John D. Bleiweiss,

    und

  3. die Checkliste für die Candidiasis - (Pilz-Infektions-) Störung - dies ist eine allgemein auftretende Begleiterscheinung von Lyme.

    Beides zusammen sollte den Lesern ein gutes Gefühl dafür vermitteln, ob sie mit der medizinischen Diagnose fortfahren sollten.


    Index
    der im Text genannten
    Erkrankungen und medizinischen Begriffe

    Wenn Sie das deutsche Original dieser Seite (http://www.lymenet.de/lymchckd.htm) auf Ihren Rechner kopieren, tun Sie dies auch mit dem http://www.lymenet.de/BurrD.htm * Essay von Dr. Joseph J. Burrascano und den Erklärungen der medizinischen Begriffe. Von dieser Seite weisen viele Links auf beide Dateien.


    Die Kurz-Checkliste

    Dies war die anfängliche Checkliste, die mich auf den Weg zu meiner Lyme-Diagnose brachte. Sie ist den Burrascano- "Richtlinien" (http://www.lehigh.edu/lists/lymenet-l/managing.htm * "Richtlinien") entnommen

    (hier liegt meine deutsche Übersetzung davon : http://www.lymenet.de/BurrD.htm) .

    Machen Sie sich eine eigene Aufstellung der "Ja"-Antworten. Obwohl viele der Symptome ganz allgemein verbreitet sind oder auf andere Dinge (als Lyme, d. Übers.) hinweisen, zeigen doch eine Reihe von ihnen, daß man sich zu einer weitergehenden Auswertung entschließen muß. (Meine eigene Anzahl von Ja-Antworten war 18 von 46.)

    Haben Sie als Teil Ihrer Symptome irgendeines der folgenden gehabt?

        Ja Nein
    1. Zeckenbiß (Schildzecke, Hunde-Zecke) J N
    2. Hautrötung am Ort des Bisses J N
    3. Hautrötung an anderen Stellen J N
    4. Gelenk/Muskel-Schmerzen in den Füßen J N
    5. Schwellung an den Zehen, am Fußballen J N
    6. Schmerzen am Fußenkel J N
    7. Brennen in den Füßen J N
    8. Shin Splints (Schmerzen der vorderen Unterschenkelmuskulatur) J N
    9. Nicht erklärliches Fieber, Schwitzen, Frieren J N
    10. Nicht erklärliche Gewichtsveränderung (Verlust oder Zunahme) J N
    11. Erschöpfung, Müdigkeit J N
    12. Nicht erklärlicher Haarausfall J N
    13. Geschwollene Lympfknoten J N
    14. Halsschmerzen J N
    15. Schmerzen in den Hoden / den Leisten J N
    16. Nicht erklärliche Unregelmäßigkeit der Menstruation J N
    17. Nicht erklärliche Milch-Produktion (Lactation) J N
    18. Empfindliche Blase oder Blasen-Funktionsstörung J N
    19. Sexuelle Funktionsstörung oder Libido-Verlust J N
    20. Magenbeschwerden J N
    21. Veränderte Stuhlgewohnheiten (Verstopfung, Durchfall) J N
    22. Schmerzen des Brustkorbs oder Wundgefühl über den Rippen J N
    23. Kurzatmigkeit, Husten J N
    24. Herzklopfen, Herzstolpern, Block im Herzreizleitungssystem J N
    25. Gelenk-Schmerzen oder -Schwellung J N
    26. Steifheit der Gelenke, des Nackens oder des Rückens J N
    27. Muskel-Schmerzen oder -Krämpfe J N
    28. Zucken im Gesicht oder von anderen Muskeln J N
    29. Kopfschmerz J N
    30. Knacken oder Knarren im Nacken, Nacken-Steifheit J N
    31. Kitzeln, Taubheit, Brennen oder Stiche J N
    32. Gesichtslähmung (Bell's Palsy) J N
    33. Augen/Sehvermögen: Doppelsehen, Schleiersehen, Schmerzen, verstärkte Mouches Volantes (Mücken-Sehen) J N
    34. Ohren/Hören: Summen, Klingen, Ohrenschmerzen J N
    35. Schwindel, Gleichgewichtsstörung, verstärkte Reisekrankheit J N
    36. Benommenheit, Verwirrtheit, Schwierigkeit beim Laufen J N
    37. Zittern (tremor) J N
    38. Verwechslungen, Verwirrtheit, Schwierigkeiten beim Denken J N
    39. Schwierigkeiten beim Konzentrieren oder Lesen J N
    40. Vergeßlichkeit, schlechtes Kurzzeitgedächtnis J N
    41. Desorientiertheit: Verirren, Laufen zu falschen Orten J N
    42. Schwierigkeiten beim Sprechen J N
    43. Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Depressionen J N
    44. Gestörter Schlaf: zu viel, zu wenig, frühes Erwachen J N
    45. Verstärkte Symptome oder schlimmerer Kater nach Alkohol-Genuß J N
    46. Herzgeräusche (anamnestisch), Klappen-Prolaps in der Vergangenheit? J N

    "Wann soll ich Lyme-Borreliose vermuten?"

    Dr. John D. Bleiweiss
    April 1994

     


    Inhalt

    1. Beginn der Infektion

    2. Überträger (Vektoren)

    3. Geschichtliches zur Infektion

    4. Fraglichkeit definierter Stadien

    5. Einflußfaktoren

    6. Tagesverlauf

    7. Häufigste Differentialdiagnosen

    8. Allgemeines Erscheinungsbild

    9. Ermüdung

    10. Fieber

    11. Hautveränderungen

    12. Lyme-Enzephalopathie

    13. Neurologische Komplikationen

    14. Immunsystem

    15. Augen

    16. Leber

    17. Zysten

    18. Blase, Nieren

    19. Magen, Darm

    20. Arthritis

    21. Rheumatische Syndrome

    22. Herz

    23. Kalium- und Magnesium-Mangel, Bluthochdruck

    24. Schilddrüse, Nebenniere, Diabetes

    25. Geschlechtsspezifische Organe

    26. Fuß und Arm, Muskeln


    1. Beginn der Infektion

    Traditionsgemäß wurde der Allgemeinheit geraten, Lyme-Borreliose (LB) zu vermuten, wenn sich ein rundes oder ovales, sich ausdehnendes Exanthem (Ausschlag, Rötung, Erythema, der Übers.) der Haut 3 - 32 Tage nach einem Zeckenbiß entwickelt, verbunden mit oder gefolgt von einer erkältungsähnlichen Erkrankung.

    Diese eingeschränkte Beschreibung ist nur auf einige Fälle anwendbar.

    2. Überträger (Vektoren)

    Es ist gut bekannt, daß Zecken und Lyme-Borreliose zusammenhängen. Trotzdem können andere Vektoren (Übertrager) die Spirochäte (Borrelia burgdorferi; Bb) in sich tragen, die Lyme-Borreliose erzeugt. Solche schließen ein die

    3. Geschichtliches zur Infektion

    Der Nachweis von Bb mithilfe von PCR in zwei Mäusen (einer Museums-Datenbank) aus dem Jahr 1894 (Massachussetts) und in Zecken die während des Zweiten Weltkriegs eingesammelt wurden, läßt uns mit großer Sicherheit einen Mechanismusses ansetzen für mögliche lebenslange Exposition und Krankheit, auch vor dem Jahr 1975, dem Jahr der Entdeckung von Lyme-Borreliose.

    Zuweilen wird ein Patient die Symptome, die sich bei antibiotischer Therapie als Lyme-Borreliose herausstellen, auf die frühe Kindheit datieren. Bevor die Diagnose gestellt wurde, taten Patienten diese Symptome mit der Aussage ab: "Diese Probleme hatte ich schon immer.", eine resignierte Charakterisierung angesichts der Dauerhaftigkeit der Symptome. Diese Resignation geht davon aus, daß die Krankheit nicht heilbar sei. Nachdem eine Therapie mit Antibiotika gegen Lyme-Borreliose die lang anhaltenden Symptome auflöste, zeigte sich, daß diese Ansicht irrtümlich war.

    4. Fraglichkeit definierter Stadien

    Wenn Ausbreitung früh auftreten kann, dann ist eine Einteilung der Krankheit in Stadien entsprechend dem augenblicklichen Bild der Symptome vielleicht irrelevant.

    Die daraus folgenden diagnostischen und therapeutischen Probleme sollten auf der Hand liegen.

    Wegen der schnellen Ausbreitung der Bb können Komplikationen, z.B. Meningitis, prompt auftreten. Es gibt keinen absolut vorhersagbaren klinischen Ablauf für Lyme-Borreliose.

    Darüberhinaus stellen die folgenden Muster die Extreme eines klinischen Kontinuums dar, zwischen denen viele Variationen über das Thema liegen, von der milden bis zur schweren Krankheit.

    Weil sich kein pathognomes (eindeutig und spezifisch auf die Krankheit hindeutendes, d. Übers.) Bild entwickelt, ergibt sich soviel klinische Verwirrung, daß eine gezielte Diagnose problematisch wird. Daher muß man der Vermutung einen hohen Stellenwert geben. Wenn ein Kliniker seine vorgefaßten Auffassungen über die ersten Anzeichen von Lyme-Borreliose nicht in Einklang bringen kann mit der Krankheitsgeschichte eines Patienten und seinem körperlichen Befund, dann tut er dem Patienten keinen Gefallen, und er widerruft seine beruflichen Auflagen, wenn er vermessen schließt, daß die Symptome von psychosomatischer Art sind oder der Patient sie vortäuscht!

    5. Einflußfaktoren

    Vorhergehende oder begleitende Faktoren, die Symptome und körperliche Veränderungen (de novo) hervorrufen oder bestehende Problem verschlimmern können, kann man in aufmerksamer Befragung von Lyme-Borreliose-Patienten zuverlässig herausfinden.

    6. Tagesverlauf

    Symptome verändern sich ganz regelmäßig und immer wieder während des Tages.

    7. Häufigste Differentialdiagnosen

    Vor einer angemessenen Diagnose, so berichten Patienten gewöhnlich, seien ihnen meist die folgenden Diagnosen gestellt worden:
    1. Chronisches Erschöpfungssyndrom,
    2. Multiple Sklerose,
    3. Fibromyalgie (Fibro- = Bindegewebe-, Myalgie = Muskelschmerz, d. Übers.),
    4. Lupus,
    5. Candidiasis (siehe auch Behandlungshinweise http://cassia.org/candida.html),
    6. chronische Mononukleose,
    7. Hypoglykämie (Blutzuckermangel, d. Übers.) und
    8. streßbezogene Erkrankung.
    Wenn von 1. - 8. etwas in der Liste der Differentialdiagnosen erscheint, sollte Lyme-Borreliose in Betracht gezogen werden.

    8. Allgemeines Erscheinungsbild

    Bei oberflächlicher Untersuchung erscheinen viele Patienten mit Lyme-Borreliose täuschend gesund, fühlen sich aber in Wirklichkeit schrecklich. Lassen Sie sich also nicht täuschen!

    9. Ermüdung

    Patienten berichten sehr häufig von Ermüdung, die von mild zu bis zum Zusammenbruch schwächend reicht.

    10. Fieber

    Zwischenzeitliche Fieberanfälle reichen von geringfügig bis zu 40.3 C. Der typische Zusammenhang, in dem Fieber auftritt, ist die erste Woche der Antibiotika-Therapie, besonders wenn mehrere wirksame Substanzen und/oder intravenöse Mittel angewandt werden. Fieber ist das typische Zeichen der klassischen Jarisch-Herxheimer-Reaktion (J-H), aber ihr Bild wechselt. Verglichen mit den meisten Anlässen von hohem Fieber kann der Patient am besten aussehen und - mit einer relativ nicht-toxischen Erscheinung - sich auch so während oder kurz nach dem Fieber fühlen. Dies kann manchmal bei der Diagnose helfen. Die Differentialdiagnose bei Fieberanfall von Kindern sollte Lyme-Borreliose einschließen. Viele Lyme-Borreliose-Patienten haben normalerweise Untertemperaturen, sodaß - analog zu Diabetes - das Auftreten einer Temperatur von 37 Grad C kompatibel mit einem schwachen Fieber ist.

    11. Hautveränderungen

    Veränderungen der Empfindungen der Haut sind sehr verbreitet.

    12. Lyme-Enzephalopathie

    Benommenheit, Gleichgewichtsstörung und Ungeschicklichkeit können frustrierend werden, wenn Patienten Gegenstände fallen lassen oder sie umstoßen, oft stolpern, gegen die Wand laufen, wenn sie um die Ecke biegen, und eine nachlässige und langsamere Handschrift entwickeln.

    Viele benutzen den Satz "Eine Schwingung in meinem Kopf". Andere merken an, daß sie sich "vergiftet" fühlen. Zusammen mit "Nebel im Kopf" bezeugen diese Redewendungen Lyme-Borreliose, bis auf einen Gegenbeweis.

    Letztendlich beschwert sich die Mehrzahl, nicht alle, über eines oder mehrere von Folgenden:

    Beim Ordnen oder Einprägen von sogar geringen Informationsmengen weichen die Patienten auf schriftliche Notizen aus. Diese Probleme, und die weiter unten beschriebenen, stellen die zentralen Erscheinungsformen der Lyme-Enzephalopathie dar.

    12.1. Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses

    Diese Beeinträchtigung führt bei Patienten dazu, daß sie vergessen, was sie gerade sagen wollten, warum sie in ein Zimmer kamen, wo sie Gegenstände hingelegt haben, den Inhalt des vorherigen Satzes oder eines Stückes, Kalenderdaten, ihren Zeitplan, Namen und Gesichter von Bekannten, sogar Familienmitgliedern.

    12.2. Unaufmerksamkeit

    Unaufmerksamkeit charakterisiert häufig die Art, wie Patienten zur Welt stehen.

    Konzentration. auf eine Aufgabe kann schwierig werden, weil die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt ist.

    Miklossy (NeuroReport 4:841-848, 1993) berichtete die Entdeckung von Bb Spirochäten in der Dunkelfeld-Mikroskopie von post-mortem Gehirn-Biopsien an ALZHEIMER - PATIENTEN! Kulturen von zerebrospinalen Liquor (CSF) und Blut entwickelten Bb in diesen Fällen.

    Aus meiner Sicht sollte ein Kind, das auf das Aprosexia - Hyperaktivitätssyndrom (ADH) (Aufmerksamkeitdefizit und Hyperaktivität, d. Übers.) oder neurologische Wahrnehmungsbeeinträchtigung diagnostiziert wurde, nach Lyme-Borreliose ausgewertet werden.

    12.3. Persönlichkeitveränderungen

    Persönlichkeitveränderungen findet man fast überall bei Lyme-Enzephalopathie, mit typischer, offen gezeigter emotionaler Ungezwungenheit.

    Mit dem Verlust der bewußt und unterbewußt korrigierenden Kontrolle der Gefühle und Ausdrucksweisen in Wort oder Verhalten macht ein Patient mit Enzephalopathie den Gesamteindruck, sprunghaft und unangemessen zu sein, wenn nicht gar falsch zu handeln.

    So erinnern Lyme-Patienten mit Bitterkeit ihr fehlgesteuertes Verhalten und geistige Unfähigkeit, wenn sie am Ende erkennen, wie ihre Beziehungen zu anderen, ihr Verhalten in Schule / Universität und Beruf negativ beeinflußt waren.

    12.4. Gemeinsamkeiten mit dem Chronischen Ermüdungssyndrom(CFS)

    Im klinischen Bild gibt es beträchtlichen Überlapp zwischen Lyme-Borreliose und Chronischem Ermüdungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrom, CFS).

    Limbische Enzephalopathie umfaßt in eleganter Weise die vorher erwähnten Beobachtungen bei Lyme Enzepalopathie. Sie ist ein möglicher Mechanismus, der meinen Hinweis erklären kann, daß Lyme-Borreliose verantwortlich sein kann für anorexia nervosa / bulimia.

    Tatsächlich wären fehlende Hemmungen, das Lösen der gewöhnlichen Bremsen für das Verhalten, Teil von limbischer Fehlfunktion.

    12.5. Reversible und dauerhafte Gehirnstörungen

    Lyme-Borreliose könnte reversible Störungen in der Gehirn-Physiologie verursachen, und zwar durch Dauerhafte Veränderungen .können einschließen.

    13. Neurologische Komplikationen

    In früheren Berichten wurde gesagt, daß neurologische Kompliktionen in 20% der Lyme-Borreliose-Fälle aufträten. Nach meiner Erfahrung - und wie von Dr. Logigian veröffentlicht - haben 90 % der Patienten eines oder mehrere der folgenden Leiden: Im Anfangsverlauf der Lyme-Borreliose könnten diese Probleme fehlen oder stumm sein, aber schließlich hereinbrechen und vorwiegende Aspekte der Lyme-Borreliose werden.

    13.1. Gemeinsamkeit mit Multipler Sklerose (MS)

    Viele Patienten bekommen gesagt, sie hätten Multiple Sklerose Dem steht entgegen:
    1. Die medizinische Literatur stellt mit ziemlichem Nachdruck fest, daß die MRI nicht zuverlässig unterscheidet zwischen MS und Lyme-Borreliose, weil zuviel Überlapp besteht zwischen dem vermuteten unterschiedlichen Aussehen und Ort von Plaques bei MS und Lyme-Borreliose. Bei beiden Störungen wurden Plaques im Gehirn und Rückenmark entdeckt.
    2. OCB's und MBP sind nicht-spezifische Marker für Demyelinisierung (Verlust der die Nerven umhüllenden Schicht).
    3. In der oben erwähnten Studie von Miklossy nahmen senile Plaques lebhaft die Einfärbung für Bb-Spirochäten an.
    4. Vincent Marshall stellte das Ergebnis seiner Literaturdurchsicht in Medical Hypothesis (Vol. 25: 89-92, 1988) vor und tritt für die Idee ein, daß LD MS erzeugt! Seine Übersicht offenbarte, daß vor 1951 mehrfach Studien Spirochäten im Liquor von MS-Patienten vorführen konnten (durch Impfung von Tieren und auf Silber-Färbung von Gewebe des Zentralnervensystems).
    5. Dr. Coyle hat die Anwesenheit von Antikörpern gegen Bb bei MS-Patienten dokumentiert (Neurology Vol. 39:760-763, 1989).
    6. Die MS zugeordnete Enzephalopathie erinnert sehr an Lyme-Borreliose. MS und Lyme-Borreliose gehen mit Sinusitis einher (Lancet, 1986). Dr. Liegner hat einen Fall von Lyme-Borreliose berichtet, der alle Kriterien von MS erfüllte.
    7. Die Epidemiologie von MS und ihre geographische Verteilung verläuft parallel der von Lyme-Borreliose.
    8. Die Symptome von beiden können verschlimmert werden, wenn der Patient ein heißes Bad nimmt. Als anekdotische Anmerkung: Patienten mit Lyme-Borreliose, bei denen vorher MS identifiziert worden war, antworteten auf Antibiose.

    13.1. Gemeinsamkeiten mit weiteren neuronalen Erkrankungen

    Es ist dokumentiert, daß Lyme-Borreliose hervorruft. Lyme-Borreliose ist in Verbindung zu Lou Gehrig's Krankleit und zum Guillain-Barre-Syndrom gebracht worden.

    Neuerliche Berichte legen nahe, daß das Spektrum der neurologischen Lyme-Borreliose in Europa dem in den USA ähnelt (Jacqueline, MS; Surv. Opthalmol. 35:191-204, 1990), was der Behauptung widerspricht, daß europäische Lyme-Borreliose-Forschung irrelevant ist für Lyme-Borreliose in den USA.

    Die häufiger bemerkten neurologischen Defekte betreffen einen oder mehrere Gehirnnerven (I. bis XII.),

    Die häufigste Hirnneuritis, die ich sehe, ist die des VII. Nervs. Abnormalitäten dieses Nervs können verschiedene Formen annehmen.

    Lyme-Borreliose-bezogene Kopfschmerzen können ein weites Spektrum von Mustern haben und den Beginn oder ein Ausbruch (flare) der Lyme-Borreliose ankünden. Die Kopfschmerzen haben die Charakteristika von

    14. Immunsystem

    Immunsuppression infolge Lyme-Borreliose wurde berichtet. Daher überrascht es nicht, daß wiederkehrende oder resistente Infektionen des HNO-Trakts bemerkt wurden. Lyme-Borreliose kann folgende Krankheiten hervorrufen oder bestehende verschlimmern:

    Ein Zufallspatient berichtete das Auftreten eines anderen Begleiters von Lyme-Borreliose, der Reisekrankheit. Sie konnte bei dessen Lyme-Borreliose-Behandlung beseitigt werden.

    15. Augen

    Augenprobleme bei Lyme-Borreliose sind eine gewöhnliche Erscheinung und können bestehen aus (Jacqueline, MS; Surv. Opthalmol. 35:191-204, 1990):

    Auch beobachtet wurden

    16. Leber

    Lyme-Häpatitis tritt bei etwa 15 - 20% der Patienten auf. Die Leber-Empfindlichkeit (liver tenderness) ist nicht konstant, und erhöhte Leberenzyme reagieren auf Antibiotika. Manchmal taucht die Häpatitis zeitweilig in den Frühstadien der Behandlung auf und verschwindet danach.

    17. Zysten

    In vielen meiner Patienten finden sich Zysten an verschiedenen Stellen:

    Einige Formen der Zystennieren- und Zystenbrust-Krankheit können Lyme-Borreliose-Erscheinungen sein.

    18. Blase, Nieren

    19. Magen, Darm

    Es ist angemessen, Lyme-Borreliose einzubeziehen, wenn man mit diesem klinischen Material konfrontiert wird.

    20. Arthritis

    Wenn Patienten mit Lyme-Borreliose nicht behandelt werden, kann sich Arthritis letzendlich in bis zu 60% der Fälle entwickeln.

    20.1. Ein Beispiel

    Ich möchte den Fall einer 38 Jahre alten Frau darstellen, die 24 Tage postpartal (nach ihrem Gebären, d. Übers.) sich mit seropositiver Lyme-Borreliose zeigte. Sie hatte folgende Vorgeschichte: Zusätzlich zu Lyme schlossen ihre damaligen Probleme ein: Die Laborbefunde bestanden in:

    Nach selbst-entschiedener Einnahme von Motrin anstelle des verschriebenen Percocet zum Lindern der Gelenkschmerzen, im Verlaufe der Behandlung, entwickelte die Patientin

    Innerhalb von 72 Stunden nach dem Absetzen von Motrin stieg wbc auf 4700 an, aber zu diesem Zeitpunkt entwickelte die Patientin

    Die Patientin lehnte zu verschiedenen Zeiten ab: Kernspinresonanz-Tomographie des Gehirns, Knochenmark-Aspiration, Liquor (cerebrospinalis)-Entnahme, EEG (Elektroenzephalogramm, d. Übers.) und EMG (Elektromyographie, d. Übers.)

    Nach der Einweisung ins Krankenhaus wurde IV Claforan verabreicht. Zur 41. Stunde erreichte eine sich steigernde J-H-Reaktion (Jarisch-Herxheimer-Reaktion, d. Übers.) ein Fiebermaximum von 39.4 C, aber wbc fiel wieder auf ein Niedrigstand von 1800 mit Neutropenie (67.2% = 1200 PMN's). Als die Patientin allmählich wieder fieberfrei wurde (Temperatur 37.8 C) stieg wbc langsam auf 2700 (PMN's = 2100) trotz fortgesetzter Eingabe von Claforan. Die Lähmung ging während der ersten 48 Stunden zurück. Damit einher ging:

    Bei der Entlassung nach Hause, am 6. Krankenhaustag,

    Eigenschaften, die die SLE-Diagnose unterstützen, sind:

    Während des Krankenhausaufenthalts widerrief ein gewissenhafterer Krankenversicherungsdirektor ein früher ausgesprochenes Verbot von intravenösen Antibiotika. Hätte der erste "Prüfer" meinem anfänglichen Behandlungsplan zugestimmt, hätte die Lähmung und die daraus resultierende Krankenhauseinweisung vermieden werden können. Die Behandlung macht Fortschritte. Erneute DS-DNA-, ESR-, ANA (antinukleärer Antikörper, d. Übers.)-, CPK (Kreatin-Phospho-Kinase, d. Übers.)-, C3-, CH50-, und Röntgen- und Kernspintomographie-Auswertung der Gelenke ist beabsichtigt. Die Anämie wird untersucht.

    21. Rheumatische Syndrome

    Die Liste von rheumatischen Syndromen, entweder verursacht durch Lyme-Borreliose oder in Verbindung mit ihr, wächst.

    Eine wachsende Anhängerzahl von Patienten in meiner Praxis haben anscheinend lange bestehende Lyme-Borreliose, die bis in ihre "Wachstums-"Jahre zurückdatiert,

    21.1. Ein Beispiel

    Ein anderer meiner Patienten erinnert sich seit seinem 18. Lebensjahr (1966) an wiederkehrende, wandernde Polyarthritis. Monatliche Medrol-Dose-Packungen (Steroide) schafften es nicht, das klinische Bild zu verändern.

    22. Herz

    Herzkomplikationen treten in 8 - 12% der Lyme-Borreliose-Fälle auf. Leitungsdefekte und Herzblock, von dem der ersten Grades am häufigsten ist, können im EKG erkannt werden. Ein langer Rythmus-Streifen sollte verwendet werde, um damit sporadisch auftretende Blocks zu entdecken. Höhergradige Herzblocks können zu Schwächeanfällen oder Tod führen und Herzschrittmacher nötig machen.

    Plötzlicher Tod kann auch aus Arrythmien entstehen. Schneller und langsamer Herzschlag tritt

    22.1. Ein Beispiel

    Ein weißer Patient war in seinen sechziger Lebensjahren bei mir in Lyme-Borreliose-Behandlung mit oralen (anfänglich intravenösen) Antibiotika, und im Großen und Ganzen waren seine Symptome unter Kontrolle.

    In Übereinstimmung mit zahlreichen Beratern entdeckte unsere Aufarbeitung im Zeitraum einiger Jahre:

    Am bedeutsamsten war, daß er Schwierigkeiten mit

    hatte, von denen sich alle in steigendem Maße der therapeutischen Kontrolle mit den üblichen Mitteln entzogen. Das führte zu häufigen Krankenhausaufenthalten.

    Während eines Krankenhausaufenthalts wegen akuter CHF mit ventrikulären Arrhythmien im Jahr 1993 fanden wir, daß sich diese Probleme den rein medikamentösen Korrekturversuchen widersetzten. In der Vergangenheit hatte ich bemerkt, daß sich sein Herzzustand verschlimmerte, wenn seine Lyme-Borreliose aufflammte. Da sich der Patient pulmonare Fibrose (letztendlich reversibel) zugezogen hatte, als Nebenwirkung eines Anti-Arrhythmie-Medikaments, hielten wir ihn nicht für eine Herzbiopsie geeignet.

    Intravenöse Gaben von Claforan wurde auf empirischer Basis begonnen, und zu unserem Erstaunen erholte er sich binnen kurzer Zeit von seinem CHF. Ein wiederholter MUGA-Scan am 5. Tag des IV Claforan zeigte einen NORMALEN Ejektionsbruchteil von 51%. Diese willkommene und segensreiche Veränderung seines Zustands wurde durch weiter ausgedehnte IV-Therapie aufrechterhalten. In einem Programm von anschließenden oralen Antibiotika wurde sein CHF zu solch gutem Ausmaß kontrolliert, daß er mitten im Winter ohne Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen 7.5 km zu meiner Praxis laufen konnte.

    Nach meiner Meinung

    Lyme-Kardiomyopathie von einer reinen Verschlimmerung einer Kardiomyopathie (anderen Ursprungs) durch Lyme-Borreliose zu unterscheiden, bleibt eine ungelöste Aufgabe. Intuitiv könnten wir annehmen, daß die anderen Krankheitsteilursachen, die zu seiner Kardiomyopathie beitrugen, nicht so stark auf Antibiotika ansprechen sollten, außer es gab da eine noch ungeklärte Beziehung zu Lyme-Borreliose. Seine Herz- und Blutdruck-Medikamente dienen ihm jetzt in vorhersagbarer Weise. Nachdem er nun wieder allein auf orale Therapie gesetzt ist, tritt milde Kurzatmigkeit beim Treppensteigen erneut mit der Zeit auf. Weitere Evaluierung steht bevor.

    22.2. Weitere Herzprobleme

    Mitralklappenprolaps (MVP) findet man nicht unüblicherweise bei Lyme-Borreliose. MVP kann assoziiert sein mit irreführenden Brustschmerzen und ventrikulären Arrhythmie. Er ist oft begleitet von Mg++-Mangel, und Lyme-Borreliose kann selbst der Grund sein für niedrige Mg++-Konzentrationen. Bei einigen wenigen meiner Patienten entwickelte sich MVP nur nach dem Beginn der Lyme-Borreliose und löste sich mit der Lyme-Borreliose-Behandlung wieder auf. Brustschmerzen auf Grund von Lyme-Borreliose kann auf mehreren Ursachen beruhen:

    Auch erhöhte ACE-Konzentrationen (ACE = angiotensin converting enzyme) wurden bei Lyme-Borreliose entdeckt (Liegner, 1990). Die Beziehung zwischen hohen ACE-Konzentratonen und Herzkrankheit kann uns mit einem Mechanismus versehen, die anekdotisch vermutete Tendenz von Lyme-Borreliose zu erklären, die koronare Herzkrankheit zu beschleunigen und Bluthochdruck hervorzurufen. Mö glicherweise ist Syndrom X (Angina mit normalen Koronararterien bei Katheterisierung) auf durch Lyme-Borreliose induzierten arteriellen Krampf zurückzuführen, ein Vorgang, der durch direkte Perivaskulitis und/oder Mg++-Mangel verstärkt werden könnte (siehe Grisold, M. Abstract No. 55F, V Int'l Lyme Symposium).

    23. Kalium- und Magnesium-Mangel, Bluthochdruck

    Kalium-Mangel ohne eine offensichtliche Ursache entwickelt sich gelegentlich bei Lyme-Borreliose. In seltenen Fällen sind die K+-Verluste tiefgreifend. Das könnte auf Mg++-Mangel zurückzuführen sein. Ein Neubeginn oder schwierig zu kontrollierender Bluthochdruck wird eher beobachtet. Lyme-Borreliose sollte Teil der Evaluation von Bluthochdruck sein. Lyme-Borreliose-Behandlung hat bei einigen Patienten auf einfache Weise die Kontrolle des Blutdrucks erreicht, einige konnten auf die Verwendung von traditionellen Bluthochdruck-Mitteln verzichten.

    24. Schilddrüse, Nebenniere, Diabetes

    In steigendem Maße treffe ich Schilddrüsenerkrankung bei Lyme-Borreliose an. Ein Endokrinologe in meiner Gegend bemerkte mir gegenüber in einem Gespräch, daß die Schilddrüse bei Lyme-Borreliose-Kranken häufiger in Mitleidenschaft gezogen ist, als ausgehend von der Normalbevölkerung zu erwarten wäre. Ein endgültiges Urteil muß bis nach einer rigorosen statistischen Auswertung warten. In vielen dieser Patienten wurde beobachtet, daß die Schilddrüsenfehlfunktion von der Hypophyse oder dem Hypothalamus ausging. Man muß weiterhin aufmerksam die Möglichkeit einer Schilddrüsenerkrankung einbeziehen, weil beträchtlicher klinischer Überlapp mit Lyme-Borreliose besteht. Subakute Thyroiditis ist das vorwiegende Schilddrüsenphänomen, das ich bei Lyme-Borreliose sehe. Hypoadrenalismus (Nebenniereninsuffizienz, d. Übers.) kann sich in Einzelfällen entwickeln. Nicht korrigierte hormonelle Aberrationen können eine ansonsten wirksame Lyme-Borreliose-Therapie in Frage stellen. Wie jede Infektion kann Lyme-Borreliose den Beginn einer Hyperglykämie provozieren und die Möglichkeiten der Diabetes-Behandlung beeinflussen.

    25. Geschlechtsspezifische Organe

    Beeinträchtigte Fruchtbarkeit und Libido-Verlust ist nicht selten bei Lyme-Borreliose. Eine reversible Ursache der Unfruchtbarkeit sollte gesucht und Lyme-Borreliose einbezogen werden. Verringertes sexuelles Interesse ohne offensichtliche Berechtigung wird gewöhnlich vom Partner mit vorhersagbarer sozialer und psychologischer Unruhe fehlinterpretiert. Lyme-Borreliose-Infektion im ZNS oder in den Geschlechtsdrüsen könnte der Grund sein.

    Bei einigen Patientinnen mit Lyme-Borreliose wurden

    Frauen mit symptomatischer Lyme-Borreliose können

    erfahren.

    Letztere könnten theoretisch auch auf eine Lyme-Borreliose-Infektion des Beckens:

    Zu einer Neigung (Stimulierung oder Prädisposition) für Onkogenese (Krebsentstehung) durch Lyme-Borreliose können

    Freie Radikale könnten, über hervorgerufenes Bindegewebe-Cross-Linking, verantwortlich sein dafür, daß

    Von einigen Patienten sind

    Bis heute gibt es drei Männer in unseren Unterlagen, deren Hauptbeschwerden bei Lyme-Borreliose Beckenschmerzen wegen chronischer Prostatitis sind. Die Therapiewege für Lyme-Borreliose führten zu besserer Linderung, während der Gebrauch von Cipro oder Doxycyclin allein partielle oder zeitlich begrenzte Besserung brachte.

    Fehlerbehaftete Studien haben den Eindruck erweckt, daß die Entwicklung der Schwangerschaft nicht von Lyme-Borreliose beeinflußt wird. Es gibt beträchtliches Dokumentationsmaterial, das eine ursächliche Beziehung zwischen Lyme-Borreliose und

    nahelegt. Eine Entwicklungsfolge von unbehandelter Lyme-Borreliose infolge Mg++-Mangels könnte Präeklampsie (Hypertonie, Bedeutung von hyper) oder Eklampsie (Hypertonie mit Anfällen) sein. Bei der Behandlung dieser Probleme verläßt man sich oft auf Magnesium.

    Frauen mit Lyme-Borreliose in der Schwangerschaft können

    Beides, Lyme-Borreliose und das Syndrom des plötzlichen unerwarteten Kindstods (SIDS), ist von Apnoe (Atemstillstand, d. Übers.) im Schlaf begleitet. Das sollte weitere Forschung dazu bewegen, zu bestimmen, ob einige Babies mit SIDS in Wirklichkeit an Lyme-Borreliose leiden. Borrelia burgdorferi können in der Brustmilch auftreten.

    26. Fuß und Arm, Muskeln

    Lyme-Patienten tendieren dazu, langsam zu heilen, und sind für Verletzungen am Muskel- und Skelettsystem prädestiniert, häufig ohne die dabei üblichen Vorläufererscheinungen. Ein Patient erfuhr eine Verlagerung seiner Wirbelsäulen-Facette beim Rasieren (üblicherweise im Zusammenhang mit Sport). Sogar beim gut trainierten Athleten kann es eine unerwartete Flut von

    geben.

    Muskelschwäche tritt bei einigen Lyme-Borreliose-Patienten auf. Aber häufiger ist die Leistungsfähigkeit bei sportlicher Anstrengung begrenzt durch

    Sportliche Betätigung ohne oder zu Beginn einer Lyme-Borreliose-Behandlung kann einen Ausbruch (flare) von Erschöpfung auslösen, besonders am darauffolgenden Tag.

    Schmerzen im unteren Rückenteil können entstehen von

    Bei einigen wenigen Patienten trifft man spinale Stenose an (Stenose = Einengung eines Kanals, d. Übers.).

    Entzündung der Bauchdeckenmuskeln, insbesondere des Rectus abdominus, ist ein nicht seltenes Problem. Gewöhnlich sind die wunden Stellen fokal und beziehen eher öfter als selten die seitlichen Ränder des Rektus abdominus Muskels ein. Brechreiz ist oft auch vorhanden. Die Stellen werden am besten eingegrenzt, wenn der Patient ein Valsalva-Manöver (Preßdruck-Versuch mit der Bauchdecke, d. Übers.) macht oder sich halb aufsetzt. Erkennt man die Bauchdecken-Myositis nicht, wird man möglicherweise zu einer überflüssigen umfassenden Magen-Darmtrakt - Untersuchung geführt.

    Ein sehr hilfreiches diagnostisches Anzeichen ist ein Wundheitsgefühl, das beim Betasten des medialen Corpus tibiae (Schienbeinschafts, d. Übers.) infolge von Periostitis (Entzündung des Gewebes um den Knochen, wenn nicht des Knochens selbst) auftritt.
    (Periostitis "Knochenhautentzündung", peri = um ... herumliegend, os = Knochen, d. Übers.)

    Periostitis tritt auch für gewöhnlich bei einer weiteren Spirochäten-Erkrankung, der Syphilis, auf (Textbook of Medicine, Kelley (ed.), 1989, Seite 1587), und ist verantwortlich für die Knochenschmerzen, die sowohl Syphilis- als auch Lyme-Patienten erfahren. Wundheit ist leicht aufzeigbar in 95 % oder mehr der Lyme-Patienten, einfach indem man die knochige Oberfläche des Daumengelenks in einer Höhe von etwa 7 - 15 Zentimeter oberhalb des Fußknöchels gegen die mediale Oberfläche des Schienbeins drückt. Die Stärke der Schmerzempfindung beim Patienten kann variieren, ist aber oft intensiv genug, daß das Bein abrupt zurückzuckt. Der Schmerz dauert oft nach dieser Prozedur noch an. In einer geringen Anzahl von Lyme-Borreliose-Fällen hat sich die Periostitis im Körper ausgebreitet, und ich habe einige wenige Male eine Beeinflußung des Schädels festgestellt. Nur ein geringer Bruchteil der Lyme-Borreliose-Patienten haben Periostitis.

    Ist es bei Fibrositis, Myositis, Periostitis verwunderlich, daß der kranke Lyme-Borreliose-Patient Umarmungen als potentielle Folter auffaßt? Die Gefühle der Peinlichkeit bei dadurch verwirrten Familienmitgliedern ist verständlich. Periostitis pubis (des Schambeins) kann Blasenschmerzen vortäuschen oder der Ursprung von Schmerzen im unteren mittleren Unterleib sein, besonders bei Kindern.

    Lyme (und Brucella) sollten in die Differentialdiagnose des Desert- Storm-Syndroms einbezogen werden, mit dem Lyme-Borreliose viele Eigenschaften teilt.

    Allen sollte klar sein, daß hier reichlich Gelegenheit zur Forschung gegeben ist. Es ist nicht nötig, der Lyme-Borreliose die "Galileo"-Behandlung zu verpassen. Ich möchte Ihnen für Ihr Interesse danken. Kommentare und Kritik würde ich begrüßen.

    Zukünftiger Abschnitt:
    Lyme-Borreliose - Eine nach Ländern geordnete Punkte-Bewertung

    Jeder Besucher dieser Seite mit Lyme-Diagnose kann einen Punkt für sich eintragen.

    Hier planen wir ein länderspezifisches Punkte-System zu erstellen für Besucher dieser Seite. Das sollte eine gute Vorstellung davon geben, wo Lyme-Borreliose gefunden wurde. Eine zweite Liste wird offen sein für Leute, die glauben, sie müßten auf Grund der Checkliste oder des Essays als Lyme-Kranke diagnostiziert werden. Ein Vergleich beider Listen würde deutlich zeigen, wo Lyme nicht ausreichend diagnostiziert wird.


    Candida-Fragebogen und -Punktliste

    Candidiasis ist bei den Menschen, die mit Lyme kämpfen, ein häufiger Begleiter (der ebenso häufig nicht erkannt wird). Sie kann zu Zuständen wie Erschöpfung (besonders nach den Mahlzeiten), Gedächtnis-Problemen, Depression usw. beitragen.

    Wegen ihrer Länge wurde diese Checkliste auf eine eigene Seite ((http://cassia.org/candida.html) gelegt.


    Index verwendeter Stichworte

    - im wesentlichen in der Reihenfolge der Erscheinung im Text-


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