Diese Web-Site ist eine Mirror-Site!
This Web-Site is a Mirror-Site!
18.10.2001
20.11.98
Da es im Netz keinerlei Zuverlässigkeit gibt, bleibt mir keine andere
Wahl, als die Dinge, auf die ich mich in meinen Texten als Referenz beziehen
will (oder die von ganz besonderem Wert sind), für die Leser meiner
Web-Site ständig im Original zur Verfügung zu halten.
Deswegen ist diese Web-Site ein Mirror.
Da das Design der einzelnen Originalseiten durch Links oder interne Aufbereitung (zum Beispiel Java(script)) nicht auf meine Web-Site übertragbar ist, muß das HTML-Layout angepaßt werden. Das ist kein Nachteil, da auf diese Weise in vielen Fällen unnötiger und sogar höchst schädlicher Ballast (wie Java(script)) entfernt wird.
Es ist im WWW inzwischen zur täglichen Erfahrung geworden, daß Web-Seiten, die als Links angegeben sind, nicht mehr existieren: Weg. Schlagartig. Von einem Tag auf den anderen.
Eine andere, mindestens ebensohäufige Erfahrung: Der Inhalt der Seite hat sich geändert. Was hat dort vorher gestanden?
Wir haben längst das erreicht, was im Roman "1984" als Schreckensbild gezeigt wurde: Ständige Umschreibung der Fakten, Löschen, Weglassen, Verfälschen... Es gibt nichts mehr, auf das wir uns sicher verlassen können.
Bei Büchern haben wir immerhin noch das gedruckte Exemplar als Beweis zur Hand. Im Netz herrscht totale Unsicherheit.
Doch nicht nur das: Im Netz herrscht die Dummheit. Deswegen warnte "Internet intern" Anfang 1998 :
"Wie der News-Service von BBC unter Berufung auf eine Untersuchung des British Medical Journal berichtet, sind Gesundheitsinformationen im Internet mit größter Vorsicht zu genießen.
Das erschreckende Ergebnis: Nur 4 dieser 41 hilfreichen Hobby-Medizinmänner gaben brauchbare Hinweise.
Auch andere Experten warnen vor zuviel Vertrauen in die Gesundheitsinformationen. So der Krebs-Fachmann Peter Chambers, der im WWW schon auf unwirksame bzw. schädliche Hinweise zur Behandlung von Krebs gestoßen ist.
In einem konkreten Fall wurde eine Medikamentierung empfohlen, die unwirksam war. Da dieses Mittel aber gleichzeitig zu Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten führte, wurden diese (Schmerz- und Beruhigungsmittel) von den Patienten abgesetzt."
Die oben erwähnte Meldung der BBC im Original:
For example, a study published in the British Medical Journal says only four of 41 Internet pages examined gave correct advice on how to treat a child with fever.
It concluded that "there is an urgent need to check public oriented healthcare information on the internet for accuracy, completeness, and consistency."
"The Internet provides an example of how a little knowledge is a dangerous thing," said Peter Chambers of the charity CancerBACUP. Some sites on the Internet recommend the use of hydrazine sulfate to treat cancer, for example, which BACUP maintains is ineffective.
He claims that some patients stopped taking their anti-nausea and and pain relieve drugs when they conflicted with the hydrazine.
A GP in Leeds, Dr David Pearce, has similar concerns. "Anybody can put information on the Internet about diseases. The false hope this can bring to patients, particularly those who are suffering from chronic illnesses and are very vulnerable, is terrible."
The Journal of the American Medical Association has also expressed its concern. In an editorial in April last year it wrote: "The Internet too often resembles a cocktail conversation rather than a tool for effective health care communication and decision making."
Nonetheless, the JAMA recognises that the Internet can provide some benefits and not just in giving access to traditional information sources like libraries and government agencies.
"Medically oriented communities of interest - both professional and nonprofessional - thrive in the digital world. There is much to be gleaned and likely gained from these sources."
The Geneva-based has established an eight-point code of practice for sites to follow in an attempt to improve consumer confidence.
These include a guarantee that all medical advice should come from qualified professionals unless otherwise stated and that the sources of funding for any medical site should be clear."
Selbsthilfe-Gruppen sind ein besonders ernstes Problem. Wie schon vor 6 Jahren in meinem Buchmanuskript über Amalgam (http://www.ariplex.com/ama/ama_av1.htm) erwähnt, wird in solchen Gruppen von selbsternannten Fachleuten auch abstrusester und gesundheitsgefährdender Unfug als Heilmittel angepriesen.
Ich rate Ihnen DRINGEND, diese Seite zu lesen!
Und Geld wird gemacht! Für ein paar Seiten kopierte Unterlagen werden Ahnunglosen ohne mit der Wimper zu zucken Beträge von 35 DM, 40 DM, oder 45 DM abverlangt. Vielleicht sogar noch mehr. Ich will hier nicht weiter darauf eingehen, daß die Frage des Urheberrechts da sehr diametral entgegensteht. Waren bei den Amalgam-Gruppen derzeit noch 20 DM üblich (und auch vertretbar), so sind mit den Beträgen der Borreliose-Gruppen Summen erreicht, für die man ohne weiteres ein gutes Buch zu dem Thema kaufen kann. Und da steht mehr drin!
Es ist schon so, wie ein Arzt sagte : "Da wird das "Hilfe zur Selbsthilfe" wörtlich genommen..."
Doch es muß ja nicht unbedingt eine solche fehlgeleitete Gruppe (oder ein schwarzes Schaf in solch einer Gruppe) sein. Die inzwischen weit mehr als 1200 Millionen Web-Seiten im WWW werden fast ausschließlich von Laien gemacht. Das sind Leute, die irgendwo abschreiben, gelegentlich auch mal die Hälfte weglassen oder verändern. (Vom Verständnis des Inhalts gar nicht erst zu reden.) So hat die Check-Liste von Dr. Burrascano im Original keine 46 Items. Aber jemand hat sie nach eigenen Gutdünken erweitert. Dann wird (von Anderen) diese erweiterte Liste, die eben so nicht von Dr. Burrascano stammt, unter dem Namen von Dr. Burrascano im Netz verbreitet. Andere übernehmen dann ahnungslos diese Liste und verbreiten sie ebenfalls unter dem Namen Dr. Burrascanos. Wer weiß da noch, daß diese Liste so nicht stimmt?
Bei anderen Fällen sind die Änderungen nicht so offensichtlich...
Was mit dem Siegel eines Arztes darauf stammt denn noch wirklich so, wie es da steht, absolut 100-prozentig von eben diesem Arzt!?
Die in dem Bericht der BBC erwähnte Methode, sich per Ärzten "abzusichern", ist auch nicht beruhigend. Es gibt mehr als genug Ärzte, die alles sind, nur keine Mediziner...
Die Idee der "Health on the Net Foundation", auch die Finanzierung der betreffenden Web-Sites anzugeben, ist gut. Und auch nicht, denn es ist ein leichtes, sich Gutachten zu kaufen. Von Gutachten zu Gerichtsverfahren bis hinauf zu Gutachten in der Politik gibt es wohl kaum etwas, das nicht so käuflich wäre wie ein Anwalt, ein Politiker oder ein Gutachter. Und wie gut und wie verschlungen sind die Pfade, mit denen der Leit-Weg der Interessensgeleitung cachiert wird..!?
Wie bei Amalgam gibt es bei Borreliose "Religionskriege" der verschiedenen medizinischen Meinungen. Was wahr ist, ist dann Sache des Pathologen...
Um wenigstens ansatzweise die verschiedenen seriösen Standorte zu veranschaulichen, werde ich die verschiedenen Meinungen präsentieren. Wo es mir notwendig erscheint, werde ich (wenn ich dazu die Zeit habe, was ein ernstes Problem ist), die jeweiligen Dinge kommentieren. Bis dahin werde ich Material zusammentragen und es hier veröffentlichen.
Fragen und Kritik bitte per Email an : l y m e @ a r i p l e x . c o m
Aribert Deckers
(3.9.98, 18.10.2001)