Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

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Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Streitwert
Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 16. Mai 2001 19:20           
Die Piloten wollen 35% und die Anwälte haben sich selbst vor Jahren eine 16%-ige Gebührenerhöhung gegeben.
Die Praxisärzte machen es für eine jährliche Steigerungsrate von 1,2-1,6 %.

Das Tollste ist allerdings die Anwaltsgebührenordnung,die sich prozentual am Wert des (Streit-)Objekts bemißt.

Was wäre ich reich,wenn ich für das Erkennen einer Meningitis bei einem Baby und Vermeidung einer schweren Behinderung den Streitwert von DM 2 Millionen Pflegekosten zugrundelegen könnte!

Bei den Privatpatienten sind die Gebühren seit vielen Jahren konstant.

Alle Leute,die die Ärzte so herzerweichend zum Sparen aufrufen,haben jedenfalls andere Lohnerhöhungen als wir.....allen voran die Politiker.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 16. Mai 2001 20:10           
Hallo Herr Behrmann,


ich dachte wir wollen hier keine Neiddebatte führen. Auch bei Rechtsanwälten gibt es durchaus solche, die nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen. Mir selbst sind Gynäkologen - ganz in Ihrer Nähe - bekannt, die als "Einzelkämpfer" in ihrer Praxis - allerdings mit einem 16 Stunden Tag - einen Jahresumsatz von 1,5 Mio mit einem Ertrag von fast 50% "fahren". Andere wieder nur mit einem Jahresumsatz von knapp 300.000,00 und null Ertrag - diese zehren von ihren Reserven aus guten Zeiten -. Und andere Mediziner wie Rechtsanwälte die nur noch - w. Insovenz - unter Kammeraufsicht praktizieren dürfen.

Die Welt ist nun mal nicht gerecht.

Und wenn jetzt die Piloten statt 200.000 künftig 260.000 im Jahr erhalten und hiervon die Steuer ohnehin mehr als die Hälfte kassiert, ist dies doch völlig i.O..Und ganz abgesehen davon, möchte ich in keinem Flieger sitzen, wo der Pilot wegen seiner Einkommenssituation während seiner Arbeit in depressive Phasen fällt und darüber hinaus wegen seiner Verluste am neuen Markt hochgradig Suicid gefährdet ist.

Unter diesen Umständen macht das Shopping in den Staaten oder sonstwo auf dieser Welt doch keinen Spaß mehr.

wbensch
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 00:37           
Sicher keine gute Idee eine Neiddebatte vom Zaun zu brechen! Dennoch, Behrmann vergleicht hier Dinge, die so nicht verglichen werden können! Forderungen der Piloten oder der Anwälte beziehen sich auf ganz konkrete persönliche Abrechnungen von geleisteter Arbeit. Die Steigerungsrate in Bezug auf die niedergelassenen Ärzte beinhaltet eine Gesamtsumme der Krankenkassen, die mit sogenannter befreiender Wirkung ungeachtet des Leistungsgeschehen verändert wird. Die Prozentzahlen stehen für absolut unterschiedliche Ausgangssituationen! Daher ist dieser Vergleichsansatz zwar verständlich, bedarf aber einer Lösung der aufgezeigten Probleme, wenn ich wirklich eine "Neiddebatte" vom Zaun brechen will!

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 01:57           
Wieso Neid-Debatte?
Ich gönns den Herrschaften ja.
Es ist nur eine will-ich-auch-Debatte.

W.Zeppenfeld
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 09:35           
Moin Herr Ruf,
>>>ich möchte in keinem Flieger sitzen, wo der Pilot wegen seiner Einkommenssituation während seiner Arbeit in depressive Phasen
fällt <<<
und ich möchte von keinem Arzt behandelt werden, der sich verzweifelt überlegt, welcher Therapievorschlag für ihn den meisten Gewinn abwirft, weil die Bank ihm sonst den Geldhahn zudreht.
Gruß,
WZ

wbensch
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 12:32           
Banken sollten unbedingt einschreiten, wenn ihre ärztliche Klientel Patienten für gesund und nicht therapiebedürftig hält - aber haben wir nicht den "mündigen" Patienten?

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 14:17           
Herr Ruf, Zeppenfeld spricht da einen ganz wichtigen Punkt an.Ich persönlich möchte zum Beispiel, daß ein Zahnarzt, der mich behandelt, ordentlich bezahlt wird.Es wäre mir zunächst mal schon moralisch unerträglich, wenn er zuzahlen müßte.Richtig peinlich wäre mir das.Aber die Kassenpatienten, so sie's wissen, kümmert das wohl wenig.Anders kann ich mir die Lethargie der noch schlimmer als wir Ärzte betroffenen nicht erklären.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 16:41           
Hallo Dr.C.R.,


ist doch auch meine Meinung.

Nur wie schon von WBensch beschrieben, ist die Situation von Tätigen in anderen freien Berufen und von mir aus auch den Piloten, mit den Problemen der Ärzteschaft so nicht zu vergleichen. Vergleichbar sind hier allenfalls die Grundvoraussetzungen wie Schulabschluß und Studium. Und da endet es dann auch schon. Ab hier liegt es doch an jedem selbst, was er aus seinen natürlichen und/oder erlernten Begabungen letztendlich macht. Der eine packts und der andere eben nicht.

W. Zeppenfeld
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 20:00           
Moin Herr Ruf,
>>>hier liegt es doch an jedem selbst, was
er aus seinen natürlichen und/oder erlernten Begabungen letztendlich macht. Der eine
packts und der andere eben nicht.<<<

Sorry, aber da ist Ihnen offensichtlich ein wichtiger Punkt durchgegangen: Der gestzlich Versicherte DARF Nicht für eine bessere Leistung dazuzahlen! Das ist wesentlicher Bestandteil des sogenannten "bewährten Sachleistungssystems". Da die Honorare für wirklich gute Arbeit vorne und hinten nicht reichen, werden die Patienten durch das bewährten Sachleistungssystem entmündigt und zu zweitklassiger Versorgung gezwungen. Das erscheint dem Gesetzgeber offensichtlich als das kleinere Übel. Sonst müsste man nämlich zugeben, dass es eine Zweiklassenmedizin gibt. Also definiert man die WANZ-Behandlung (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig, zweckmäßig: §12SGB V) einfach als erstklassig und schon ist das Problem gelöst: Bei einer erstklassigen Behandlung gibt es natürlich keinen Grund zur Zuzahlung, es sei denn, man wolle den Patienten über den Tisch ziehen. Der Patient, der den Wunsch nach einer exzellenten Leistung hat, muss vor den Abzockern geschützt werden, ob er will, oder nicht!
Gruß,
WZ

Behrmann,Kassenarzt
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 21:48           
Was verdient ein Pilot?
Und wie ist die Arbeitszeit?

Dicke Hoden
unregistriert
erstellt am: 17. Mai 2001 21:59           
Aktionen gegen das Leben - mitten im Alltag
Die Gruppe "Frauensache", email: Redaktion@Frauensache.de teilt mit, in Damen-Tampons sei Asbest und
Dioxin
gefunden worden. Um welche Fabrikate es sich handelt, wurde noch nicht mitgeteilt. Eine Verbraucherin nannte
die
Marke "Carefree".
Daß dadurch die Blutung verstärkt wird und so die Verkaufszahlen steigen, dürfte nur einer der angestrebten
Zwecke
sein. Denn die ebenfalls steigende Krebsgefahr ist sowohl bei Asbest als auch Dioxin allgemein bekannt.
Hier weitere Beispiele für die internationale Arbeit gegen das Leben:
Hodenschädigung durch Einmal-Windeln
Seit Jahrzehnten nimmt in den Industrieländern die Qualität des männlichen Samens ab: die Spermien werden
langsamer,
die Mißbildungsrate steigt. Quantitativ werden Rückgänge auf 60% beobachtet.
Nach kürzlichen Untersuchungen der Universitätskinderklinik Kiel beginnt das schon mit den Einmalwindeln, die
die
Temperatur zwischen den Beinen auf durchschnittlich 38°C steigern. Die Hoden vertragen aber bekanntlich nicht
einmal
37°C.*)
Ein Problem sind auch Großraumbüros mit mehreren PC's. Denn wann man von der hinten austretenden, nicht
abgeschirmten Strahlung impotent wird, ist nur eine Frage der Zeit.
*)Quelle: "Der Merkurstab", 3/1999, S. 195, ISSN 0935-798-X, Redaktion beim Gemeinschaftskrankenhaus
Havelhöhe,
Kladower Damm 221, D-14089 Berlin.
GREENPEACE ermittelte in den Windeln namhafter Hersteller wie Pampers das Gift Tributylzinn (TBT), das
schon bei
Hautkontakt das Immunsystem schädigt. ("raum&zeit", 106/2000, S. 64, ISSN 0722-7949). Der Stoff wird auf
Schiffsrümpfe gestrichen und hält Muscheln fern. Diese entwickeln ferner überdimensionale Geschlechtsorgane
und
sterben aus.

Alle ÄrztInnen, die ich auf die Temperaturschädigung der Hoden durch Einmalwindeln ansprach, reagierten etwa
so:
"Klar, darauf hätte man längst kommen müssen, aber ich habe das nie bedacht."
Das Beispiel wirft ein weiteres Mal die Frage der vormarktlichen Kontrolle auf: die Einmal-Windeln hätten nie
produziert
werden dürfen, und es waren keine umfangreichen Tests erforderlich, um das festzustellen.
xxx
Vor etwa 5 Jahren ging folgender Vorgang durch die Weltpresse, bezeichnenderweise aber nur durch einen
kleinen Teil
der Fachpresse: Der kanadische Professor für Medizinstatistik Roger POISSON vom St. Luc's
Hospital/Montreal
verbreitete durch langjährige Zahlenmanipulation erdweit die Meinung, bei Krebsphasen der weiblichen Brust
könne man
den Tumor knapp auslösen, ohne die Lebenserwartung zu verringern. Bis zu diesen Fälschungen war guter
Standard,
mindestens 1 cm, meist mehr gesundes Gewebe (Sicherheitsmanschette) mitzuentfernen, weil wir nicht erkennen
können,
wie weit der Krebs vorgedrungen ist. Selbstverständlich sinkt die Lebenserwartung proportional zur
Verschmälerung
dieser Manschette. Die zuständige US-Kontrollbehörde deckte den Schwindel auf, der Täter gestand und sagte
zur
Entschuldigung: "Was habe ich Schlimmes getan? Eine Frau mit Brustkrebs ist für alle nur eine Last."
Etwas später ging es bei den von HENKEL ausgerichteten "Düsseldorfer Hygienetagen", einer Veranstaltung mit
mehreren hundert Experten, um den für Krefeld geplanten Giftmüllofen. Wir hatten uns dagegen gewehrt, weil
Krefeld
ohnehin einen Spitzenplatz in der deutschen Krebsstatistik einnimmt. Aber auch in Düsseldorf wurden Statistiken
vorgebracht, wonach dies unnötige Befürchtungen seien bis hin zu der absurden Behauptung, die gegenseitige
Verstärkung zweier krebserregender Stoffe sei nicht bewiesen. Ich nannte dann das obige Beispiel für statistische
Manipulation und bezeichnete den Kanadier als Massenmörder, was er ja selbst eingestanden hatte.Sofort stand
auf dem
Podium ein bekannter Ordinarius für Pharmakologie auf und sagte: "Wer das Problem der Sicherheitsmanschette
kennt,
weiß, daß man nicht mit diesen Vokabeln von dem kanadischen Kollegen (!) sprechen darf."
xxx
MR (Mathias Rath) Publishing teilt unter dem 17.10.2000 in Form eines Offenen Briefes mit:
Die deutsche Gesundheits- und Nahrungsmittelindustrie sei von der Mafia infiltriert. Eine vollständige
Dokumentation
stehe im Internet unter www.Health-through-Integrity.org.
Genannt wird die Firma MILUPA, heute Teil eines Konsortiums bestehend aus Numico (Holland), Rexall (USA)
und
kleineren Firmen. Rexall sei durchsetzt mit korrupten Managern mit Verbindung zum organisierten Verbrechen.
Rexall-
Sundown sei bis in die höchsten Etagen mit Kriminellen besetzt, was an der Wall Street bekannt gewesen sei, als
Milupa/Numico im Früjahr 2000 Rexall
gekauft habe - für 4 Milliarden Dollar. Rexall werde von der "DeSantis Familie" kontrolliert, die Verbindungen zur
Mafia
habe. Auf der oben gen. Website seien auch zahlreiche Dokumente aus Gerichtsverfahren gegen DeSantis
veröffentlicht.
Dort seien auch die Aussagen prominenter Zeugen auf Video festgehalten, so von Peter Vizel, des Neffen von
Literaturnobelpreisträger Elie Wiesel. Vizel beschreibe detailliert, wie er von Gehilfen des Rexall Chefs Carl
DeSantis
unter Druck gesetzt wurde. Vizel sei ausgerichtet worden: "Ich werde dich ermorden lassen...du bist tot - und Carl
DeSantis wird das bezahlen."
Dazu paßt, was Dr.Friedr.Weinberger, Maximilianstr.6/II, D-82319 Starnberg, "Deutsche Vereinigung gegen
politischen
Mißbrauch der Psychiatrie e.V.", Ritter v. Baeyer Gesellschaft, von dem Multimilliardär SOROS berichtet: dieser
gebe
mehrstellige Millionenbeträge für Drogenbekämpfungsprogramme aus und ebenso viele Millionen, um die
Drogenverbreitung zu fördern. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Soros zu seinem 70. Geburtstag einen
weltoffenen Philanthropen genannt, aber offenbar betet er nicht das Vaterunser: "...und führe uns nicht in
Versuchung!"
Dazu passen die nachfolgenden Konsequenzen im Markt - was wird Milupa in die Babynahrung einmischen?
Unsere Aufgabe hat Papst Johannes Paul II in seiner Weihnachtsbotschaft uns aufgetragen: Wir müssen uns dieser
Todeskultur widersetzen.
Dr.med.Heinz Gerhard Vogelsang, Internist u. Arzt f.Naturheilverfahren. Homöopathie. Leydelstr. 35, D-47802
Krefeld. Tf. = Fax 021 51/56 32 94.
Email: Arzt111@t-online.de - Bus ab Krefeld Hauptbahnhof 52 u. 60 bis Haltestelle Leydelstr..
ALLE KASSEN
Schwerpunkt: Behandlung von Krankheiten, die durch anderweitige Therapie nicht hinreichend gebessert werden,
mit Naturheilmitteln
einschl. Homöopathie
Die von ÄrztInnen angewandte Homöopathie wird auch nach den neuen Arzneimittelrichtlinien von den
gesetzlichen wie auch privaten
Krankenkassen bezahlt.
Behandlung erdweit, Erstkontakt telefonisch/schriftlich möglich.

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 18. Mai 2001 19:33           
Zeppenfeld hat recht.Und Herr Ruf:ist ja nicht so, daß ich`s nicht packe.Aber nicht mit den Kassenpatienten.Die leiste ich mir.Ich bezahle meine Mitarbeiter gut, in der Annahme, daß ein gut bezahlter Mitarbeiter auch anständigerweise gut arbeitet.Tun sie auch.Aber nur so habe ich auch das Recht, Qualität zu fordern.Diese Diskrepanz! Jemand der mich schlechtest bezahlt fordert gute Qualität der Behandlung und viel Zeit dazu, ihm alles auf seinem Niveau zu erklären.Das ist doch absurd.Und möchte als Patient umworben werden!

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 19. Mai 2001 20:01           
Nun ja, dass Problem ist doch eigentlich, dass der Kassenpatient Sie nicht schlecht sondern letzendlich überhaupt nicht bezahlt. Der Kassenpatient hat seine ja eigentlich vorhandene "Zahlpflicht" und/oder die "Abrechnungshoheit" an einen Dritten also seinen Versicherer - ohne Einspruchsmöglichkeit - delegiert. Wir sind uns ja wohl alle darüber einig, dass der Patient i.a.R. überhaupt nicht weiß, welche Beträge von seiner Kasse dem Arzt erstattet werden. Und dieses "Nichtwissen" führt doch unmittelbar zu einer recht hohen Erwartungshaltung hinsichtlich Diagnostik und/oder Therapie seiner höchstpersönlichen Erkrankung.

Zeppenfeld
Mitglied
erstellt am: 19. Mai 2001 21:08     Sehen Sie sich das Profil von Zeppenfeld an!   Senden Sie Zeppenfeld eine eMail!     
Moin Herr Ruf,
auch wenn der Patientet nicht weiß, was für seine Behandlung gezahlt wird, ist ein betriebswirtschaftlich vernünftiges Verhältnis zwischen Honorar und Zeitaufwand für die Praxis des Arztes oder Zahnarztes lebensnotwendig. Jeder (Zahn)arzt, der von seiner Arbeit leben muß, produziert auch bei grösstem Einsatz zwangsläufig eine einnahmeorientierte Behandlungsqualität. Ein (Zahn)arzt, der sich und seine Familie für seine Patienten wirtschaftlich ruiniert, nützt den Patienten überhaupt nichts, weil die Bank ihn aus dem Verkehr zieht. Wenn ein Zahnarzt für eine zweiflächige Füllung DM45,- bekommt, kann er dem Patienten die beste Füllung bieten, die für DM45,- möglich ist, aber eben keine Füllung, die mehr als DM100,- Praxiskosten (Miete, Gehälter, Verbrauchsmaterial, etc.) verursacht. Einfachster Dreisatz: Praxiskosten pro Jahr ohne Durchlaufposten geteilt durch Behandlungsstunden pro Jahr ergibt die Kosten pro Stunde; noch einmal geteilt durch 60 die Kosten pro Minute. Bei für viele Praxen realistischen Kosten von DM 300,- pro Stunde (DM5,- pro Minute) heißt das: Wird die Füllung in 5 Minuten gelegt, so bringt das DM20,- Gewinn, bei 9 Minuten ist es Beschäftigungstherapie, und bei 30 Minuten Behandlungszeit legt der Zahnarzt DM105,- dazu. Behandlungen mit diesen Zeitaufwand und entsprechendem Qualitätsanspruch sind eben nur möglich, wenn der Patient entsprechend dazu zahlt. Das ist in der Zahnmedizin nur bei Füllungen und Zahnerstz in (zu)engen Grenzen erlaubt, ansonsten verboten.
Genau so gut könnte der Gesetzgeber ein Gesetz erlassen, wonach Autos für maximal DM15.000,- verkauft werden dürfen - Zuzahlung zum Schutz des Verbrauchers verboten. Die Politiker würden den Wählern erzählen dass sie dafür jedes Auto kaufen könnten, bis hin zu S-Klasse Mercedes. Statt Beifall zu ernten, würden sie vermutlich ausgelacht und in die Wüste geschickt. In der (Zahn)medizin darf man so etwas verkünden und das auch noch als Schutz des Verbrauchers verkaufen. Aber Gott sei Dank gibt es immer mehr Patienten, die nicht so naiv sind, diesen Unfug zu glauben und die Behandlung teilweise sogar ganz selbst zahlen (Zuzahlungsverbot im Sachleistungssystem), wenn sie exzellent versorgt werden wollen.
WZ

Supervisor
unregistriert
erstellt am: 19. Mai 2001 21:36           
Liebe Ärzte und Zahnärzte,
wenn Ihr tatsächlich für einen Hungerlohn arbeiten müßt, warum gebt Ihr dann nicht alle Eure Kassenzulassung zurück. Ihr könntet dann mit den Patienten direkt abrechnen, denn die sind ja krank und brauchen den Arzt, und die müßten sehen wie sie Ihr Geld von den Kassen bekommen. Ich würde nie für jemand arbeiten, der mich nicht ausreichend bezahlt. Aber anscheinend ist das Kassenarzt-Dasein immer noch bequemer und vielleicht trotz alem Gejammer noch einträglich genug..

Ernst...
unregistriert
erstellt am: 19. Mai 2001 23:47           
@ großkotziger "Supervisor" :

" Schneiden Sie doch den Strick durch, an den man Sie aufgehängt hat "

Und wenn dann ein Patient mit Chip-Karte in die reine Privatpraxis(!) kommt, habe ich die Wahl :
Entweder ich behandle ihn freiwillig zum GKV - Sklaven-Tarif !!
Oder ein Richter brummt mir zusätzlich 1000 DM Strafe wegen unterlassener Hilfeleistung auf !!

Sie dämliches ...loch wissen offenbar NICHTS vom " SYSTEM " und labern als Hochstapler DUMMES ZEUG
Lesen Sie :
http://www.medical-tribune.de/050praxis_und_geld/privatarzt.html
http://www.medical-tribune.de/050praxis_und_geld/kassen.html
Und entscheiden Sie !

Zeppenfeld
Mitglied
erstellt am: 19. Mai 2001 23:58     Sehen Sie sich das Profil von Zeppenfeld an!   Senden Sie Zeppenfeld eine eMail!     
Lieber Supervisor,
für Sie wiederhole ich es gern: "Gott sei Dank gibt es immer mehr Patienten, die nicht so naiv sind, diesen Unfug zu glauben und die Behandlung teilweise sogar ganz selbst zahlen (Zuzahlungsverbot im Sachleistungssystem), wenn sie exzellent versorgt werden wollen."
Der Versicherungsstatus des Patienten spielt dann keine Rolle. Im Gegensatz zu freiwillig Versicherte mit Anspruch auf Kostenerstattung müssen Pflichtversicherte (deren Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, und bei denen es nur Sachleistung und keine Kostenerstattung gibt; erstaunlich, dass Rot/Grün hier die eigene Klientel benachteiligt!), wegen des Zuzahlungsverbots auf das Kassenhonorar verzichten und alles selbst zahlen. Das kann trotzdem noch preisgünstiger (und besser!) sein als die kassenübliche Behandlung! Beispiel: Revision einer fehlgeschlagenen, schwierigen Wurzelbehandlung als Privatleistung auf dem Qualitätsniveau amerikanischer Fachzahnärzte für Wurzelbehandlungen kostet bei Berechnung nach Aufwand i.d.R. nicht mehr als die kassenübliche Extraktion und Versorgung mit einer Brücke. Außerdem brauchen die gesunden Nachbarzähne nicht abgeschliffen zu werden. Schon aus diesen Grund würde ich mich bei meinem Zahn immer für die Revision entscheiden! Für mich ist nur unverständlich, warum hier die Zuzahlung für bessere Leistung verboten ist.
WZ

!
unregistriert
erstellt am: 20. Mai 2001 00:07           
"Tod" _-^-_ "Lebt"

Zeppenfeld
Mitglied
erstellt am: 20. Mai 2001 10:25     Sehen Sie sich das Profil von Zeppenfeld an!   Senden Sie Zeppenfeld eine eMail!     
Aber Ernst,
was soll denn das?
1. Falls Supervisor böswillig ist, lacht er sich jetzt ins Fäustchen, weil Sie so ausrasten,
2. falls er die Probleme des Systems und die Nachteile - auch für die Patienten - nicht verstanden hat, werden Sie ihn Ihren mit Beleidigungen sicher nicht dazu bewegen, sich Ihrem Standpunkt zu nähern.

an Supervisor:
>>>Ich würde nie für jemand arbeiten, der mich nicht ausreichend bezahlt. <<< Für (Zahn)ärzte gibt es praktisch keine Alternativjobs
>>>Aber anscheinend ist das Kassenarzt-Dasein immer noch bequemer und vielleicht trotz alem Gejammer noch einträglich genug.. <<<
Neben den offiziellen Konkursen ("Über das Vermögen des Dr...." in der Samstagsausgabe der Zeitung) gibt es nicht wenige weiße Konkurse: Der Doc darf über seine Konten nicht mehr verfügen, die Bank begnügt sich mit (teilweiser) Zinszahlung ohne Tilgung - immer noch besser als ein Totalverlust des Kredites, auch für den Geschäftsführer der Bank ;-).
Eine befreundete Ärztin erzählte, sie habe für Psychotherapie ein Stundenhonorar von DM 7,50 bekommen. Meine Frau riet ihr daraufhin, sich doch lieber in der Stadt als Parkuhr aufstellen zu lassen!
Bei einem Vortrag in Berlin erzählte mir eine Kollegin, ihre Hausbank habe sie gezwungen, eine Helferin zu entlassen und ihr Auto zu verkaufen.
Wie heißt es so schön: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral!" Deshalb würde ich mich nur sehr ungern von einem (Zahn)arzt behandeln lassen, der wirtschaftlich mit dem Rücken an der Wand steht.
WZ

Ernst...
unregistriert
erstellt am: 20. Mai 2001 10:37           
Herr Zeppenfeld, ich habe den (bösen/dummen) "Supervisor" ganz cool "beerdigt"

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 20. Mai 2001 20:20           
Zeppenfeld for president.Wir bräuchten Zahnärzte im KV Vorstand.

Supervisor
unregistriert
erstellt am: 20. Mai 2001 20:25           
Ernst, Sie haben sich nur wie ein getroffener Hund verhalten. Wau-wau

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 20. Mai 2001 20:31           
Herr Ruf, die Patienten wissen es doch teilweise.Sogar in den TV-Krimis ist das Problem schon erwähnt worden:Kasse oder Privat?(Ein Fall für zwei).Klar muß da weiter aufgeklärt werden, aber hören Sie sich doch die GKVler oder "Kunden" an.Die verdrängen das.Solange der Karren nicht an die Wand gefahren wird(Zitat Dr.Wittek,letzter KV Vorsitzender in Bayern)tut sich da gar nichts.Ich finde Sie nehmen die Patienten zu sehr in Schutz.

Ernst...
unregistriert
erstellt am: 20. Mai 2001 20:56           
Supervisor, Hochstapeln tut weh ? Vorsicht: nur bellende Hunde beißen NICHT !

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 20. Mai 2001 22:23     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Emnid Sept/Okt 2000 (allerdings im Auftrag der forschenden Arzneimittelindustrie):

63% der Kassen- und 67% der Privatpatienten glauben, daß Kassenpatienten die schlechtere Gesundheitsversorgung erhalten.

Sie beginnen zu begreifen.

PR

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