Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi821.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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  Drogenbericht: Verunglimpfung der Eltern von Kindern mit HKS/ADS/ADHD

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Autor Thema:   Drogenbericht: Verunglimpfung der Eltern von Kindern mit HKS/ADS/ADHD
HKSHaan
Mitglied
erstellt am: 07. Mai 2001 02:15     Sehen Sie sich das Profil von HKSHaan an!     
Nur mit blankem Entsezten kann mann den "Drogenbericht 2000" lesen: (siehe http://www.bmgesundheit.de/themen/drogen/pm/260401.htm).

Zitat:
"...
Auch die Verschreibung von Medikamenten an Kinder mit "hyperkinetischen Auffälligkeiten" (sog. Zappelkinder) ist in den letzten Jahren - von einem niedrigen Niveau - deutlich angestiegen (von etwa 2.500 behandelten Kindern im Jahr 1990 auf über 40.000 in 1999) (3) . Hier ist umstritten, ob eine sorgfältige therapeutische Begründung wirklich in allen Fällen vorliegt. Es ist davon auszugehen, dass in vielen Familien das "Pillen"-Schlucken zur Befindlichkeitsbeeinflussung gängige Alltagspraxis ist und notwendig, dass wir in dieses Dunkelfeld ein wenig mehr Licht bekommen.
..."

Unbedingt empfehlenswert ist ein Blick auf den Beitrag, auf den sich diese haarsträubenden Feststellungen beziehen: (3: siehe Schubert, I. et. al. (2001): Methylphenidat bei hyperkinetischen Störungen. Verordnungen in den 90er Jahren; In: Deutsches Ärzteblatt;Heft 9 vom 2. März 2001 http://www.aerzteblatt.de/archiv/pdf.asp?id=26233)

Zitat daraus:
"...
Epidemiologische Untersuchungen zeigen für die Bundesrepublik eine mit den USA vergleichbare Prävalenz für Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder (3).Legt man beispielsweise die von Zito et al.1997 (21)geschätzten amerikanischen Zahlen zur Behandlungsprävalenz (2,2 Prozent bei den Fünf-bis Fünfzehnjährigen)zu grunde,wäre in der Bundesrepublik mit rund 169 000 medikamentös behandelten Kindern und Jugendlichen zu rechnen.
Aufgrund der vorliegenden Berechnungen kann von circa 41 000 Dauertherapien ausgegangen werden. Das sind deutlich weniger behandelte Kinder,als nach den Daten aus den USA, auch unter Beachtung möglicher Verzerrungen durch Heranziehung von Medicaid-Daten (Versicherte mit geringem Einkommen)zu erwarten wäre. Auch wenn in der Bundesrepublik ein deutlicher Anstieg der Stimulationstherapie in den Jahren von 1990 bis 1999 zu verzeichnen ist, sprechen die Zahlen im Vergleich zu den erwarteten Behandlungen gegen die Vermutung einer zu häufigen Indikationsstellung.
..."

Fazit: der zitierte Beitrag kommt genau zum gegenteiligen Ergebiss!

Der Drogenbericht ist bezüglich Ritalin derart verunglimpfend und an den Tatsachen vorbei, dass tatsächlich Betroffene nur vor Enttäuschung aufheulen können.

Wo bleibt die Unterstützung der Ministeriums für Kinder mit HKS/ADHD ?

Zu verweisen ist dringend auf die anderen Diskussionsbeiträge zu diesem Thema.

Es ist ein Skandal, auf welche Art und Weise seit Jahrzehnten anerkannte und wirkungsvolle Therapien auf diese Art und Weise kriminalisiert werden.

Ein noch grösserer Skandal ist, das dies alles auf dem Rücken der Kinder geschieht.
Gerade die betroffenen Kinder haben unsere Hilfe und Unterstützung bitter nötig.

Zu befürchten ist, dass in Zukunft mehr betroffene Kinder und Eltern den Scharlatanen zum Opfer fallen werden.

Morrigane
Mitglied
erstellt am: 07. Mai 2001 15:26     Sehen Sie sich das Profil von Morrigane an!   Senden Sie Morrigane eine eMail!     
Ich bin vollkommen einverstanden mit der Kritik an dem "Drogenbericht 2000".

Anscheinend haben sich die Autoren nicht genügend mit der Problematik, mit den Diagnosemöglichkeiten, mit den Auswirkungen von nicht therapiertem ADD/H befaßt.
In meinen Augen bleibt es ein Mittel zur Selbsthilfe oder sogar in einigen Fällen eine Dauermedikation, die einfach untentbehrlich ist. Aber zunächst müssten die Autoren auch diese Krankheit anerkennen!

Ich finde sie sehr arrogant, einen solchen Urteil über die Eltern abzugeben, die sich um ihre Kinder zum Teil jahrelang Sorgen gemacht haben, von einem Arzt und von einer Therapie zur nächsten "gelaufen" sind,bis ENDLICH ADS/H diagnostiziert wurde und someit dem Kind/den Kindern geholfen werden konnte.
Es gibt anscheinend in der Tat Ärzte, die sehr schnell (zu schnell?) Ritalin oder Amphetaminate verschreiben. Aber da Amphetamine/Stimulanzien "normale" Menschen "aufputscht"/stimuliert, ist es schon merkwürdig, dass Menschen mit ADS/H ganz anders reagieren und "ruhiger" werden, oder???
Also bitte, statt Gelder für das Verfassen eines solchen kenntnislosen Berichts auszugeben, wäre es schon sinnvoller, die Energie und die finanziellen Mittel in Richtung Erkennung und Therapie von ADS/H zu investieren.
Last but not least: dieser Bericht macht alle Aufklärungsversuche der Eltern und behandelde Ärzte der betroffenen Kinder bei den Schulen und "Psychologen" zunichte. Vielen Dank!!!

Maria Verena
unregistriert
erstellt am: 08. Mai 2001 23:13           
Diese Beiträge kann ich nur in ihrer Kritik unterstützen! Es ist wirklich eine unüberlegte Frechheit, sich derartig uninformiert in einem so wichtigen Bericht zu äußern!

Man kommt wirklich in die Verlegenheit, den ganzen "Hofstaat", den jeder Minister um sich herum versammelt, in Frage zu stellen!

Machen Sie doch endlich mal ihre Hausaufgaben, und bitten Sie die Herren und Damen Ärzte mal an die Arbeit zu gehen, fördern Sie die Forschung, damit Deutschland nicht unnötigerweise fast Schlußlicht ist, und ermöglichen Sie eine bessere Informationspolitik, daß die administrativen Mediziner auch endlich mal die Chance haben "up to date" zu sein.

Gruß Maria Verena

Susanne Ich1
unregistriert
erstellt am: 09. Mai 2001 09:33           
:Ich kann mich nur den Beiträgen als Antwort auf die Autoren des Drogenberichtes nur anschließen!!! Ihr habt doch überhaupt keine Ahnung was in ADS-Familien vor sich geht.Wie viele Betroffene suchen auch nach Alternativen?Dieser "Bericht" ist m.E.nur eine Beleidigung für alle Eltern und jeden verantwortungsvollen Arzt!!! WIR LIEBEN UNSERE KINDER! Nieman wird leichtfertig seinem Kind ein Pharmakon geben,schon gar nicht wenn intensiv und verantwortlich diagnostiziert wird und im weiteren Behandlungsverlauf diese Notwendigkeit überprüft wird! Jedoch ist seitens der Bundesregierung generell viel für unsere Kinder in allgemeinen getan worden,nicht wahr?Eltern wird ja auch in Erziehung unglaublich der Rücken gestärkt... Schämen solltelt ihr euch! Was ihr mit dem Bericht verfaßt habt ist ein billiger Versuch mal wieder Die Eltern als Sündenböcke für eure mißratene Politik zu mißbrauchen und nichts weiter!!! Tut verdammt nochmal lieber eure Pflicht anstatt unser sauer verdientes (Steuer)geld zu verplempern!

Sylvia18
unregistriert
erstellt am: 12. Mai 2001 21:54           
Hallo,
ich finde, dass es das absolut letzte ist, was die mit diesem Bericht da von sich gegeben haben. Ich kann weiß Gott nicht behaupten, dass die Eltern ADSler sclecht erziehen. Sie haben es nicht leicht zumal in der Politik viele fehlentscheidungen getroffen werden, was ja nun auch kein geheimnis ist. Die sollten echt lieber den mund halten.

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