Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Hollandisches Gesetz zur Euthanasie
Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 21. April 2001 00:32     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Margot: sehen Sie, da ist der Unterschied zwischen uns: ich bin für menschenwürdiges Leben, Sie für menschenwürdiges Sterben. Wenn dies nicht so wäre, dürfte ich nicht Arzt sein. Ich muß im Zweifel für das Leben entscheiden. Und das ist gut so. Nur im Zweifel! Und dann aber bin ich dazu verpflichtet und habe keine Wahl. Bei eindeutigen Entscheidungen gibt es keine Diskussion, so oder so.

Alle Ihre übrigen Unterstellung verstehe ich als Ausdruck des Leides, das Ihnen das Sterben Ihrer Angehörigen zufügt und bin alleine aus diesem Grunde gerne bereit, Ihnen dies nachzusehen. Wären Sie in der Lage, unbeeinflußt von seelischem Druck klar und folgerichtig Ihre Umwelt wahrzunehmen, würde Ihnen der Unfug, den Sie da so von sich lassen, klar werden.

Piotr Kraczkowski:

Nein, ich glaube, daß unsere Vergangenheit es uns aufergelegt, unsere Entscheidungen im Zusammenhang mit dem künstlichen Herbeiführen des Todes mit erheblich mehr und intensiverer Verantwortung zu treffen als es dies Menschen mit anderer Geschichte zustehen mag. Daher dürfen wir deren Entscheidung nicht einfach für uns übernehmen. Ich glaube nicht, daß wir aus unserer Vergangenheit, weder aus der braunen noch aus der braunroten gelernt haben, daher glaube ich nicht, daß wir bessere Einsicht haben oder besser wissen. Im Gegenteil.

Aron Sternberg
unregistriert
erstellt am: 22. April 2001 19:34           
Wir haben doch in Deutschland Tierschutzvereine. Wann gibt es endlich in Deutschland auch Menschenschutzvereine.
Das 3. Reich kommt mir wieder in Erinnerung.
Gott sein Dank gibt es in Deutschland mehrheitlich viele liebe Menschen, die menschlich denken und handeln. Deshalb liebe ich das neue Deutschland.
Erinnern wir uns: Als der Zweite Weltkrieg ausbrach hatte Deutschland 18.000 SS-Leute.
Als Holland besetzt wurde meldeten sich 100.000 (hunderttausend) Hollaender freiwillig zur SS und "nur" 50.000 konnte Deutschland einstellen.
Verstehen Sie jetzt, warum die Hollaender oft herzlos denken koennen. Ich moechte lieber in Deutschland sterben.

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 09:22           
An ama,

ganz richtig was hier ein Teilnehmer hier schreibt, wählen Sie doch eine 190er Nummer und geilen Sie sich dort auf, den pevers müssen Sie sein, an mir jedenfalls werden Sie sich nichtmehr aufgeilen, Sie geistig minderbemittelte Person.

Sie sind ja eine Gefahr für die Allgemeinheit, man sollte Sie nach den ausgestossenen Drohungen gegen mich in eine Psychatrie bringen.

Ich verachte und verabscheue Sie, sollten Sie im medizinischen Bereich tätig sein gehört Ihnen gekündigt.

Margot

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 10:03           
Sehr geehrter Herr Vetter, schon dass Sie nicht in der Lage sind eine zivilisierte Anrede zustande zu bringen zeigt welches Geistes Kind Sie sind!

Auf Ihr Niveau werde ich mich nicht begeben.
Gehen Sie doch mit "ama" eine Allianz ein, sie scheinen sich geistig sehr nahe zu stehen.

Man kann auch Ihnen nur wünschen "natürlich" sterben zu müssen, angeschlossen an Maschinen im eigenen Dreck liegend wundgelegen und vor Schmerzen schreiend,monatelang.

Sie haben doch keine Ahnung und führen sich hier, genau wie ama" auf wie ein Psychopath.
Die Öffentlichkeit gehört vor solchen "Menschen"geschützt.

Mir Verachtung
Margot

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 23. April 2001 11:55     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Margot: Woher eigentlich nehmen Sie Ihr Sicherheit, so genau wissen zu können, was in dem anderen Menschen so vor sich geht? Wieso können Sie so vorschnell Ihr gegenwärtiges Gefühl auf den anderen übertragen?

Gehen wir mal einen kleinen Schritt weiter:

Sie sagen, der da im Koma liegt, muß sich doch so mies fühlen wie ich, wenn ich ihn sehe, also lassen wir ihn mal lieber sterben, damit ich mich nicht so mies fühle, wie der, der dort liegt, sich fühlen muß.

Also weiter: Der da im Rollstuhl, mit der hohen Lähmung, daß er ja noch nicht mal sprechen kann, mit den offenen Stellen am Po, was ist denn das schon für ein Leben für den? Wie gerne muß der doch sterben wollen, geben wir ihm doch mal einfach das, was er ja sowieso gerne wollen muß, lassen wir ihn einfach verhungern, dann sehe ich sein Elend nicht mehr.

Weiter: der blöde Down-Mensch da, was hat der denn schon vom Leben, ist doch eh zu doof, das Leben so schön zu finden wie ich. Der ist ja so doof, daß er selber nicht mal weiß, daß er lieber sterben will. Der will doch bestimmt nichts Anderes als sterben, helfen wir ihm mal dabei.

So, "liebe" Margot, geht Ihre Argumentationskette weiter, wenn man ganz am Anfang Ihrer Arroganz, nur als Gesunder selber entscheiden zu können, nach welchen Maßstäben die ganze Welt um Sie herum Leben zu mögen hat, nicht entgegentritt. Sie konnten allerhöchstens in dem einen Fall Ihrer Angehörigen eine gewisse Voraussicht walten lassen, wie diese Person sich fühlen mag. Solange wir aber nicht sicher wissen, ob derjenige dort Schmerzen empfindet oder nicht, haben wir nicht das Recht, das zu entscheiden, und fahrlässig und vorschnell Menschenleben vorsätzlich zu beenden.

ama
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 12:16           
>Dr. Matthias Solga
>Mitglied
>erstellt am: 23. April 2001 11:55

>Weiter: der blöde Down-Mensch da, was hat
>der denn schon vom Leben, ist doch eh zu
>doof, das Leben so schön zu finden wie ich.

Es gibt sogar einen Kinofilm mit einem Downie als Hauptdarsteller.

ama
http://www.down-syndrom.org
(über Down)

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 12:58           
Sehr geehrter Herr Dr. Solga,

Sie unterstellen mir da ungeheure Dinge!
Ich spreche hier von mir! Von niemand anderes und dass ich genau weiss ( ich und nicht Sie!!!) wie meine Mutter gelitten hat und verreckt ist unter "ärztlicher" Aufsicht weiss ich und nicht Sie, also erlauben Sie sich darüber kein Urteil, bitte!

Ich würde mir niemals ein Urteil über anderer Menschen Leben erlauben, die Unterstellung von Ihnen ist böswillig!

ICH und nur ich will selbst bestimmen wie ich sterben will und dazu habe ich in meinen Augen das RECHT!

Ich möchte von keinem Arzt, mit welcher Absicht auch immer zu tode therapiert werden, basta!

Und ich hoffe, wenn ich mal als Schwerstkranker in ein Krankenhaus komme meine Patienterverfügung nicht ignoriert wird so wie Sie das bekundet haben.

Solange Ärzte darüber entscheiden dürfen ob ich weiterleiden muss obwohl ich das nicht will ist die Welt für mich nicht in Ordnung, denn über mein Leben bestimme ich und sonst niemand, Wohlgemerkt über MEIN Leben nicht über das Leben Anderer.

Also lassen Sie bitte die böswilligen Unterstellungen.

Margot

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 14:17           
Hallo Margot,


es ist Ihnen ja völlig unbenommen, in einem wie von Ihnen beschriebenen Fall, für sich selbst und nur für sich selbst, lebenserhaltene und/oder verlängernde Maßnahmen abzulehnen. Dies ist doch völlig i.O. und hierüber regt sich auch keiner auf.


Bedenklich wird es allerdings dann, wenn hier der Eindruck entsteht, dass eine solche Entscheidung für alle und jeden gelten soll.

Insoweit ist die von Ihnen gewählte Formulierung

" Eine Lebenserhaltung um jeden Preis lehne ich strikt ab und weiss mich mit der Mehrheit der deutschen Bevölkerung in bester Gesellschaft."

etwas irreführend.

Hier könnte sehr wohl der Eindruck entstehen, dass diese "Lebenserhaltung" generell und nicht auf sich selbst bezogen zu verstehen sein könnte. Hier sollten Sie sich dann schon noch einmal eindeutig erklären.

Auch Ihr Hinweis darauf, dass Sie wissen würden, was Ihre Mutter denn gewollt hätte, reicht für eine solche Entscheidung - lebens-verlängernde Maßnahmen ja oder nein - nicht aus. Selbst schriftlich vorliegende s.g. "Patientenverfügungen" müssen diesbezüglich penibel hinterfragt werden.

Unser Altbundeskanzler hat diese Problematik mit seiner Aussage,

" was interessiert mich mein Geschwätz von gestern "

auf den Punkt gebracht. Woher wollen Sie denn wissen, ob Ihre Frau Mutter ihre früheren diesbezüglichen Aussagen und Gedanken nicht schon längst revidiert hatte ?

Und wie schon an früherer Stelle hier in diesem Forum erwähnt;

mir ist ein "Weißkittel" wie Dr. Solga und andere die mir im Ernstfall den "Hintern" retten lieber als ein "Schwarzkittel" wie ein Dr. Mengele den wir hier in der "deutschen Bevölkerung" ja auch schon erleben durften.


Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 14:28           
Hallo Herr ruf,

dann sind Sie nicht gut informiert!

Lt. Umfrage sind 80% der Deutschen für die Sterbehilfe.

Also bitte besser informieren.

Ich bin ja froh dass Sie mir die Entscheidung für mein Leben selbst überlassen!
Darum geht es hier aber nicht, Dr. Solga bekundet in den Foren dass ihn Patienverfügungen nicht beeindrucken.

Gesetz den Fall ich komme mit einem Patiententestament in die Hände von Dr. Solga, ist er gewillt meinen Willen zu ignorieren. Das finde ich ungeheuerlich.

Ausserdem ein Arzt der bei einem Arztbesuch mich ansieht als wäre ich ein Auto das einen neuen Auspuff braucht das nur ER mit seinen 15 Jahren Ausbildung "reparieren" kann ist mir äusserst suspekt. Das riecht nach überheblicher Selbstüberschätzung.


Gruss
Margot

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 14:32           

Nachtrag:

Wie gut dass Sie meine Mutter 40 Jahre gekannt haben und genau wissen wie sie empfunden hat und wie sie sich gefühlt hat.

Geschwätz, nichts als Geschwätz eines Ahnungslosen.
Ober haben Sie Ihren Vater, Ihre Mutter monatelang dahinsiechen sehen, von den Ärzten zu todegequält?

Erlauben Sie sich kein Urteil über das Sterben oder den Willen meiner Mutter!


Margot

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 15:27           
Hallo Margot,

ich kann mich nicht daran erinnern, ein Urteil über das Sterben oder den Willen Ihrer Mutter abgegeben zu haben.

Doch nun nochmals im einzelnen:

01)

Wofür sollen 80% der Deutschen denn sein ?

Für die aktive Sterbehilfe ?

Für die passive Sterbehilfe ?

Auf welcher Grundlage ?

Wer soll darüber befinden ?

Und bitte schön, welche Umfrage soll dies gewesen sein ?

200 Anrufe bei RTL oder SAT 1 ?

Mit Verlaub gnädige Frau, dies ist völliger Unsinn.


02)

Und wenn Dr. Solga ein Patiententestament bzw. eine Verfügung ignoriert oder zumindest erst einmal in Frage stellt, ist dies absolut richtig. Wie soll er denn den Wert eines solchen Dokuments einschätzen, wenn dieses vielleicht schon 10 Jahre alt ist ? Könnte der Patient nicht heute eine völlig andere Einstellung hierzu haben und nur vergessen haben, seine Verfügung zu verändern und/oder zu vernichten ?

Aber auch ein Dr. Solga wird dann seine grundsätzliche und respektabele und von mir voll unterstützte Einstellung hinsichtlich einer Sterbehilfe egal welcher Art auch immer, überdenken, wenn er den Patienten und dessen Wunsch kennt und diesen therapeutisch über Wochen, Monate oder Jahre begleitet hat.

Sich hier aber auf die "Vermutungen" von Kindern, Ehepartnern oder sonstigen Personen zu verlassen, könnte fatale Folgen haben. Es könnte sich ja auch um Kinder und/oder Partner handeln, die auf diese Art und Weise ihren Pflegefall entsorgt haben möchten.

Hierüber sollten Sie doch zumindest einmal nachdenken.

03)

Und wenn Ihre Frau Mutter von Ärzten zu "todegequält" wurde, so wäre auch dies eine Art von Sterbehilfe und gleichzeitig ein Straftatbestand d.i.a.R. zu einer Verurteilung führt. Wenn es tatsächlich so war, wie Sie es hier formulieren, so erstatten Sie Strafanzeige. Wenn es nicht so war, sollte man auch mit solchen Formulierungen vorsichtig sein.


Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 16:08           
An "Herrn" ruf,

Sie haben wirklich keine Ahnung!

Ihnen wünsche ich wie all den Anderen die so intelligent und gefühlskalt daherreden oder den Angehörigen Mordgedanken zwecks Erbschaft , unterstellen dass Sie monatelang einen Sterbenden Vater oder Mutter begleiten müssen die künstlich mit allen Mittel am "Leben" erhalten werden um jeden Preis, ohne dass da noch Leben ist.

Sie reden doch nur von der Theorie, das hört man.

Ich kann mit Ihnen nicht diskutieren denn Sie sind wirklich absolut ahnungslos.

Und hören Sie sich doch mal um in Sachen Sterbehilfe in Holland, was Menschen in Ihrer Umgebung dazu sagen.

Ich bin für mich für die aktive Sterbehilfe in dem Moment wo ich kein Mensch sondern nur mehr ein Klumpen Fleisch bin der durch Maschinen "lebt".

Und ich möchte keinem Arzt in die Hände fallen der mich gegen meinen Willen am Leben erhält.

Aber Ihnen wünsche ich natürlich dass Sie auf die von Ihnen gewünschte qualvoll Weise sterben dürfen.

Wenn es nicht so traurig wäre müsste man lachen, wie wollen Sie denn jemanden anzeigen der "nur seine Pflicht" tut, wo würden Sie recht bekommen.
Ich sag es doch, ahnungslos, absolut ahnungslos.

In Ihrem vorherigen posting unterstellen Sie mir dass ich nur vorgebe zu wissen was meine Mutter wollte, also lesen Sie Ihre eigenen postings besser.

Margot

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 16:15           

Ps:
Ich habe keine lieben Anverwandten, daher kann mich niemand entsorgt haben wollen.
Dafür muss ich Angst haben in die Hände der Ärzte als Studienopjekt zu fallen, da ohne Anverwandte die da nach mir sehen.

Wen soll ich jetzt mehr fürchten, doch wohl diese "Ärzte" die keine Skrupel haben mich gegen meinen Willenam Leben zu erhalten mich und mein Sterben zu studieren und hinauszuzögern.

Ein Alptraum.

Margot

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 17:06           
Hallo Margot,


nur zu Ihrer Information.


Menschenrechtsübereinkommen zur Biomedizin des Europarats

Artikel 6 Abs. 3


Ist ein Erwachsener aufgrund einer geistigen Behinderung, einer Krankheit oder aus ähnlichen Gründen nach dem Gesetz nicht fähig, in einen Eingriff einzuwilligen, so darf er nur mit Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters, einer gesetzlich vorgesehenen Behörde oder Person oder eines gesetzlich vorgeshenen Gremiums vorgenommen werden.

Artikel 9

Ist ein Patient zum Zeitpunkt des Eingriffs nicht in der Lage, seine Wünsche zu äußern, sind die Wünsche zu berücksichtigen, die er zu einem früheren Zeitpunkt im Hinblick auf einen medizinischen Eingriff geäußert hat.


Derzeitige rechtliche Situation


01)

In Deutschland ist es nicht strafbar, wenn einem zum Freitod entschlossenen schwerstleidenden Erkrankten auf dessen Verlangen ein Tötungsmittel zur Verfügung gestellt wird; jedoch darf ordnungsrechtlich eine Untersagungsverfügung erlassen werden, Vorrichtungen zu schaffen, die den Tod herbeiführen ( OLG München NJW 87, 2940 aus Strafverfahren Hackethal; VG Karlsruhe NJW 88, 1536 aus Verwaltungssache Hackethal ).

Das Landgericht Karlsruhe ( NJW 92, 756 ) hat den Wunsch von Angehörigen eines im letzten Stadium befindlichen Bronchialkarzinompatienten hinsichtlich des Nichtanschlusses an eine Beatmungsmaschine verneint.


Fazit


Demnach ist es schon heute ohne weiteres möglich, eine passive Sterbehilfe dergestallt zu leisten, als der behandelnde Arzt dem Willen des Patienten folgt. Jede anderweitige Behandlung wäre ja - da eine Einwilligung zwingend vorliegen muß - rechtswidrig und strafbewehrt. Eine intensivmedizinische Behandlung ohne Einwilligung ist aber i.a.R. rechtswidrig.

Auf der anderen Seite kann kein Arzt dazu verpflichtet werden, sich an einer solchen passiven Sterbehilfe zu beteiligen. Insoweit befindet sich der Arzt, der Patient und die Angehörigen in einem Dilemma. Den einzigen gangbaren Ausweg des Arztes sehe ich darin, hier das erteilte Mandat niederzulegen und einen anderen Arzt, der die vom Patienten gewünschte Behandlung und/oder Nichtbehandlung durchzuführen bereit ist, zu empfehlen.

Selbst die deutschen Gerichte urteilen in diesen Fragen nicht einheitlich. Die Untergerichte AG und LG lehnen häufig ab und die Obergerichte OLG und BGH heben diese dann wieder auf.

Das sich die behandelnden Ärzte über diese Problematik durchaus ihre Gedanken gemacht haben - und dies schon seit vielen Jahren - ist nachzulesen in den;

Richtlinien der Bundesärztekammer für die ärztliche Sterbebegleitung erschienen im DÄBL 1993, Heft 37, A. S. 2404 (1993 )

und in der;

zwischenzeitlich revidierten Fassung der Einbecker Empfehlungen.

Eine weitere Aufzählung erspare ich mir an dieser Stelle.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 17:43           
Hallo Margot,


wenn Sie über keine Angehörigen verfügen, empfehle ich Ihnen ein ähnliches Instrumentarium, wie es derzeit die Amerikaner verwenden. Dieses ist dort unter dem Begriff

Durable power of attorney in health care

in die Rechtsgeschichte eingeflossen.

Demnach hat ein besonders Benannter - meist Verwandter, aber nicht zwingend - die Befugnis für einen bewustlosen und/oder einwilligungsunfähigen Patienten verbindliche Erklärungen ggb. Arzt und Klinik abzugeben. In den USA reicht die Macht so weit, dass er eine Fortsetzung von Intensivmaßnahmen untersagen kann
( Füllmich, Der Tod im Krankenhaus und das Selbstbestimmungsrecht des Patienten als Diss. Göttingen 1990 oder Rubin, Increasing the Completion of the durable Power of Attorney for Health Care, JAMA 94, 209 ).

Das LG Göttingen hat sich bereits dieser Ansicht angeschlossen ( LG Göttingen VersR 90, 1401 )

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 24. April 2001 00:54     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Margot, haben Sie einen Begriff dafür, was "Sünde" heißt? doch wohl nicht, wie sonst können Sie einem anderen Menschen so etwas wünschen wie:

"Aber Ihnen wünsche ich natürlich dass Sie auf die von Ihnen gewünschte qualvoll Weise sterben dürfen."

Margot
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 06:52           
Sehr geehrter Herr Ruf,

ich danke Ihnen ausdrücklich für Ihre Mitteilung sie ist hilfreich.

Was Ihre gesetzlichen Ausführungen betrifft so bin ich darüber bestens informiert, ich war der Vormund meiner Mutter bis zu Ihrem Tode!

Ich kann Ihnen versichern dass dort vieles Theorie ist, denn die Ärzte verstehen es auf manchmal sehr gewissenlose Art und weise Ihnen ein schlechtes Gewissen ob Ihrer Entscheidungen als Vormund einzureden.

Zumal wenn Sie den Angehörigen in einem Plegeheim haben haben Sie die Wahl Missstände zu reklamieren und damit zu riskieren dass Ihr Angehöriger das ausbaden muss oder abzuwägen ob Sie durch täglichr Besuche die unhaltbaren Zustände in Grenzen zu halten weil das Personal (und der behandelnde Arzt) damit rechnen muss dass eine tägliche Präsenz gegeben ist. Mehr kann man als Angehöriger leider nicht tun.
Man kann nicht verhindern dass der Angehörige im eigenen Kot und Urin liegt (wie lange kann er ja nichtmehr äussern da ohne Sprache) Sie können nicht verhindern dass sich ihr Angehöriger aufliegt dass das rohe Fleisch zum Vorschein kommt. ( das ist nicht so harmlos wie es sich bei Dr. Solga anhört)und so weiter....!

Und, dies sei jetzt auch Dr. Solga gesagt, ich habe diesbezüglich Ärzte erlebt die versucht haben mich zu überreden (trotz) Hirnschrumpfung und völliger Hilflosigkeit meiner Mutter mich zu beschwätzen neue noch nicht erprobte Medikamente auszuprobieren.
Gottseidank konnte ich mich mit dem Hausarzt meiner Mutter beraten der mich dann aufklärte was da ablief. Den ach so hilfreichen und von Sünde freien Ärzten ging es nur um ein hilfloses Versuchskaninchen (nämlich meine hilflose Mutter zu missbrauchen) und mich versuchte man mit allen Mitteln unter seelischen Druck zu setzen, mir ein schlechtes Gewissen einzureden.Mit Hilfe von Mutters Hausarzt und meiner Vollmacht als Vormund und mit dem WISSEN wie meine Mutter leben, bzw. nichtmehr leben wollte habe ich verhindert dass meine Mutter zum Versuchsobjekt wurde, von Mutters Hausarzt und kraft meiner Vollmacht wurden nur Infussionen (damit der Hilflose nicht an Durst leidet) und Schmerzmittel zugelassen, jedoch keinerlei lebensverlängernde Massnahmen.

Auch damals, 1985 waren es Ärzte wie Sie, Dr. Solga, die meinten Sie könnten mir ein schlechtes Gewissen einreden.

Das Gesetz ist Theorie, die Praxis sieht anders aus.

Gruss
Margot

Margot
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 07:04           
Sehr geehrter Herr Dr. Solga,

Gegenfrage: Wissen SIE was Sünde ist?
Ich habe dem Schreiber nur das gewünscht was seinen Wünschen entsprach, er wollte auf "natürliche" Art und Weise sterben und es ist nunmal eine Tatsache dass die meisten alten Menschen unter Qualen sterben, schon deshalb weil die Herrn Ärzte ihnen eine wirklich ausreichend Schmerzausschaltung verweigern. DAS IST SÜNDE!

Und wenn Sie so harmlos von "ein bisschen wundem Po durch Ausliegen sorechen so hört sich das wie eine Babypuderwerbung von Nivea an! Haben Sie schon mal einen alten Menschen gesehen der sich aufgelegen hat dass das rohe Fleisch zum Vorschein kam oder die Knochen herausschauen? Scheinbar nicht!Und das ist auch heute noch Alltag in jedem Pflegeheim! Und können Sie sich vorstellen dass dieser Mensch Qualen leidet? Nein scheinbar nicht, denn dieser Mensch, das wissen SIE ja ganz genau will mit diesen Qualen und im Zustand der völligen Hilflosikeit, ohne Kontrolle über seine Körperfunktionen und noch schlimmer ohne Sprache und dement unbedingt leben.Was müssen Sie überheblich sein wenn Sie das glauben!

Ich habe das aus nächster Nähe erlebt, Sie wie es scheint nicht, sie reden nur über Theorie.

Ich, Herr Dr. Solga, halte es für die grösste Sünde wenn man alte hilflose gequälte Menschen künstlich am Leben erhält.

SIE können mir kein schlechtes Gewissen einreden, da wäre es schon eher so dass viele Ärzte nachts nichtmehr schlafen würden hätten sie denn ein Gewissen. Aber gerade in diesem Berufsstand ist das nicht immer der Fall.

Margot

Piotr Kraczkowski
Mitglied
erstellt am: 24. April 2001 19:48     Sehen Sie sich das Profil von Piotr Kraczkowski an!   Senden Sie Piotr Kraczkowski eine eMail!     
Klaus Vetter, 20. April 2001 18:58:
"Piotr Kraczkowski, ich unterstelle: Sie wollen Dr. Solga falsch verstehen."
Nein, wieso?

Ich bin nur der Meinung, dass keine, "gute" oder "böse", Geschichte einen Menschen oder eine Gesellschaft zu mehr oder weniger Schutz des Lebens verpflichten/zwingen kann, weil dem menschlichen Leben sowieso immer Maximum an Schutz gebührt. Höchstens könnte die Geschichte zu besonderer Vorsicht und Überprüfung der Sachlage in unklarer Situation verpflichten.
...... Die Fragestellung ist jedoch international klar - es bleibt m.E. nur die bessere oder schlechtere Einsicht. Die Deutschen können anhand ihres "Know-Hows" über Mechanismen und Auswirkungen des Ersetztens einer Demokratie/Rechtsstaats mit Diktatur der Welt zweifellos sehr helfen.
...... Wenn die richtige Lösung bekannt ist, dann wäre es falsch, wenn man der Geschichte wegen dem Leben mehr Schutz, als es u.U. richtig wäre, garantieren würde.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 23:05           
Dann, bitteschön, sauber und klar, ohne rethorischen Schnickschnack formulieren.
Das Thema ist zu wichtig.

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